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Jüdische Rundschau · 1919-12-05 · Heft 86 (5.12.1919) · page 4

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXIV (1919)
Issue
Heft 86 (5.12.1919)
Date
1919-12-05
Page
– (sequence 4)
Language
German
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Seite 674 JUEDISCHE RUNDSCHAU Nr. 86 Nr, 8( ו 3 mehrere Monate, jedenfalls keine Jahre. Ich bitte, irr! Interesse unserer Sache, nicht zu drängen. .Erschwert uns nicht den Aufstieg, während wir die letzten hundert Meter bis zur Bergeshöhe zu überwältigen haben. Wie in der ganzen Welt, 90 ist auch im Zionismus Geduld vonnöten. Wie wir ohne Weltkongreß amkommen müssen, so muß auch das jüdische Palästina mit dem provisorischen Waad fürlieb nehmen.“ In derselben Sitzung tauchte die Existenzfrage des provisorischen Waads auf. Es erhoben sich Stimmen gegen sein Fortbestehen, da er tatsächlich nur dazu ins Leben gerufen worden wäre, um die Konstituante vorzubereiten und folglich jetzt gegenstandslos sei. Darauf wurde aber von der Mehrheit erwidert, der Waad habe sich inzwischen zur Vertreterschaft der Juden Palästinas entwickelt und solle nicht ohne weiteres liquidiert werden. Dieser letzteren Meinung schlossen sich auch die Abgeordneten der sozialistischen ״A c 11 - dut-Haawoda“ an, die eine Erklärung abgaben, der Waad mußte die Wahlen nicht wegen eigener Schwäche verschieben, sondern aus Disziplin gegenüber der zionistischen Leitung. Der provisorische Waad bleibt also weiter bestehen, bis die konstituierende Versammlung auf Grund eines demokratischen Wahlrechts, ohne Unterschied des Geschlechts, zusamnientretcn kann. Deutschland Aussprache mit Christen Am Dienstag, den 25. November, hatte der ״Verband der jüdischen Jugendvereine Deutschlands“ in den großen Saal des Brüdervereinshauses in Berlin eine Versammlung einberufen, zu der eine große Zahl persönlieber Einladungen au jüdische und christliche Kreise ergangen war, und die den Zweck haben sollte, auf dem Wege einer Aussprache zwischen Juden und Christen eine Klärung der Lage herbeizuführen und wenn möglieh, eine jüdisch-christliche Einheitsfront gegen den Antisemitismus herzustellen. Dieser Gedanke, der an sich sehr gut ist, wurde durch den Verlauf der Ver- Sammlung zum größten Teil durch die Wortführer des Judentums in einer Weise diskreditiert, daß man nachdrücklichst davor warnen muß, den Versuch zu wiederholen, vor allen Dingen, wenn die Veranstalter solcher Aussprachen nicht besser verstehen, die wahren Interessen des Judentums vertreten zü lassen, aJs es seitens des Jugendverbandes geschehen ist. Den einleitenden Vortrag hielt Dr. Johannes Müller, ein Manu, von dem diejenigen, die ihn kamen, wissen, daß er auf dem! Boden eines entschiedenen (also nicht klerikalen) Christentums den Kampf um den neuen Idealismus im deutschen Volke führt, und der sich trotz des systematischen Totschweigens fast der gesamten deutschen Großstadtpresse eine Gemeinde ernster und aufrichtiger Anhänger geschaffen hat. Es war ein überaus glücklicher Gedanke, diesen Mann als Vertreter des deutschen Idealismus sprechen zu lassen. Wir dürfen mit Befriedigung feststeüen, daß Johannes Müller die Dinge im wesentlichen so!sieht, wie auch wir sie erkennen. Für ihn ist der 'Antisemitismus ■in erster Linie ein deutsches Problem, und er bekämpft ihn in erster Linie als eine Schwächeerscheinung der deutschen Volksseele. ״Ein Volk mit starkem Nationalgefühl kennt keinen Antisemitismus, denn es erträgt seine Juden“. Nur ein Volk, dessen nationale Ambitionen im Widerspruch stehen zu seiner Willensstärke in nationalen Dingen, kann auf den Gedanken verfallen, sich im Judentum einen Sündenbock für eigene Mängel zu suchen und auf ihn das abzuwälzen, W'as für jedes gesunde Volk eine Sache des selbstverständlichen Stolzes ist, die Verantwortung vor der eigenen Tat. Johannes Müller wies darauf hin, daß in den Vorwriirfen des Antisemitismus sich objektiv Wahres mische mit Verlogenheit und Heuchelei. Wenn über ״Kriegs- Schieber“ und ״Revoliitionsgewinner“ als über typische Erscheinungen des Judentums gesprochen werde, so müsse er demgegenüber feststellen, daß unterschiedslos alle Schichten und Kreise der Bevölkerung gleichmäßig von dem Taumel ergriffen seien, soviel zu verdienen als irgend möglich, und daß keine Seite das Recht habe, der andern Verletzung von sittlichen und nationalen Grundsätzen vorzuwerfe 11. Das entscheidende sei immer wieder, daß die Klag־«! des Antisemitismus ein Zeichen von Charakterschwäche seien, denn selbst wenn alle Juden so wären, wie die Antisemiten sie zu sehen vorgeben, so sei es lächerlich zu glauben, daß ein Millionenvolk sich dieser verschwindenden Minorität nicht einfach dadurch erwehren könnte, daß es sie entbehrlich macht. Leider vergaß Dr. Johannes Malier diese sehr riehtige Erkenntnis anscheinend, als er auf die sogenannte ״jüdische“ Presse zu sprechen kam und sichtlich aus eigenen bitteren Erfahrungen heraus diese Presse als eine Hauptquelle des Antisemitismus bezeichnete. Wenn wir auch in der Charakteristik der heutigen Großstadtpresse mit Dr. Johannes Müller vollkommen übereinstimmen, — hat doch unsere Bewegung unter ihren Intercssenpohtik jahrzehntelang schwer gelitten —, so gilt hier doch das gleiche, wie das oben gesagte. Alle diese Blätter, die Herr Dr. Müller als schädlich bezeichnete, würden sehr schnell von der Bildfläche verschwinden, wenn sic nicht neben ihren paar tausend jüdischen Lesern die Millionen christlicher Abonnenten hätten, die sich diese ״Kulturscliande“ widerspruchslos gefallen lassen. Und daneben darf nicht vergessen werden, daß die deutsch-nationale und die betont Christliehe Presse im Durchschnitt keineswegs ein höheres Niveau hat als die fälschlich sogenannte ״jüdische“ Presse. Sehr überzeugend klang, was Herr Dr. Müller über die Taktik der Abwehr sagte, die auf jüdischer und philosemitischer Seite bisher geübt wurde. Es war erfreulich, von einer Seite, die dem Publikum wahrscheinlich maßgeblicher sein wird als irgendeine jüdische Instanz, zu hören, daß aller sittlicher Entrüstungsrummel über den Antisemitismus den einzigen Erfolg habe, heue Antisemiten zu züchten. Es muß doch nachdenkiieh stimmen, wenn ein Mann von dieser Qualität sagt: ״Mögen die Juden doch nicht immer das Wort von ״aer Schmach des Jahrhunderts“ im Munde führen. Wenn der Antisemitismus die Rettung Deutschlands bedeuten würde, 90 müßten wir eben ohne Besinnen diese Schmach auf uns nehmen wie manche andere auch!“ Und in sehr eindeutiger Weise sprach er sich gegen jede Assimilation aus. ״Wir wollen doch nicht verkennen, daß wir verschiedener Rasse und Art sind. In den Adern der Juden fließt anderes Blut als in den unseren.“ Taufe und Mischehe verwirft Johannes Müller als Unaufrichtigkeiten, die niemals dazu beitragen können, eine wahre Verständigung zwischen Christen und Juden herbeizuführen. Den Rat־ den er den Juden zur Abwehr des Antisemitismus erteilt, läßt sich dem Sinne nach ungefähr in die Worte kleiden: Geht Euren Weg als anständige und aufrechte Menschen. Laßt Euer überempfindliches Lamentieren, tut Recht und scheuet niemand, und was Ihr wünscht, wird von selbst kommen. Wenn er zum Schluß der Ucberzeugung Ausdruck gab, daß bei der seelischen Verwandtschaft zwischen Juden und Deutschen ein Leben in gemeinsamer Arbeit in! Ueberkonfessionellen möglich sein werde, so dürfte man das in Konsequenz seiner eigenen Worte wohl dahin deuten, daß es leicht sein werde, sich zu verständigen, wenn man auf beiden Seiten mir ehrlich und wahrhaftig nichts sein will, als das, was man wirklieh ist. Die Versammlung unterbrach diese Rede nur einmal mit starkem Beifall, als Johannes Müller sagte, daß Antisemitismus doch kein Grund sei, nach Palästina auszuwandern. Wir stimmen auch in dieser Aeußerung, die das Publikum anscheinend als antizionistisch auffaßte, mit Dr. Müller vollkommen überein: Antisemitismus ist kein Grund für Zionismus. ln der Aussprache ergriffen abwechselnd jüdische und christliche Redner das Wort, von Herrn Dr. Apfel höchst reizvoll nach einer sorgfältig vorher aufgestellten Rangliste gruppiert. Von christlichen Herren sprach zunächst Professor Strack, der sich heftig gegen jeden Antisemitismus wandte, der mit Mitteln wie die Blutlüge arbeite. Er versprach, nach wie vor seinen Mann zu stellen, wo es gelte, über das wahre Wesen des Judentums aufklärend zu wirken. Daß ihm selbst das . wahre Wesen, wenn nicht des Judentums, so doch lebendiger jüdischer Menschen meilenfem ist, bewies er dann dadurch, daß er den Juden ihre revolutionäre Gesinnung und ihre Beteiligung an allen Umsturz- Bewegungen vorwarf ein Motiv übrigens, das bei fast allen christlichen Rednern wiederkehrte. ״Ich bin deutsch-national bis auf die Knochen nur bin ich kein Antisemit!“ sagte Herr Professor Strack. Das erste merkte man deutlich und zum zweiten muß gesagt werden, daß es nicht genügt, die Blutlüge nicht zu glauben, um frei von allem Antisemitismus zu erscheinen. Freilich schien auch die Versammlung keinerlei Empfinden dafür zu besitzen, daß alles Gerede von Verständigung, Einheitsfront, Kennendemcn usw. erst dann einen Sinn erhält, wenn die Freiheit der Gesinnung eine Selbstverständlichkeit ist. über die man nicht erst zu diskutieren braucht. Leiaer hielt es nicht ein einzjger der jüdischen Redner für nötig, oder für klug, die Zumutung einer Beschränkung der Gewissensfreiheit als so ziemlich den antisemitischsten Exzeß geistiger Art festzunageln, der überhaupt begangen werden konnte. Es entbehrt nicht ganz des Humors, daß Herr Professor Strack neben dem Bolschewismus den Zionismus für den größten Erreger antisemitischer Stimmung ansah, weil dieser auf eine Unterstützung des 1hinterlistigen England hinausliefe. Wie wohl unterrichtet Herr Professor Strack ist bewies seine verblüffende Bemerkung über den ״Misrachi“, den er ausdrücklich von dieser Charakterisierung ausnahm, weil er gar kein wiedererstehendes Zion wolle, sondern auf den Messias hoffe. Die Erklärungen samtlicher christlicher Redner, zu denen u. a• auch Graf Hoenbroech gehörte, liefen im allgemeinem darauf hinaus, daß der Antisemitismus in seiner Form vielleicht zu verwerfen sei, daß andererseits aber auch von seiten des Judentums noch viel zu geschehen habe, um der immer stärker werdenden Bewegung die Gründe zu entziehen. In gleichem Maße bemerkenswert und bedauerlich war, daß hauptsächlich Herren mit sehr konservativer Anschauung zu Worte kamen. Es gibt schließlich doch auch unter Demokraten und Sozialisten wertvolle Menschen, die über den jüdisch-christlichen Gegensatz von der anderen Seite aus Wertvolles zu sagen hätten. Die Acußerungen der jüdischen Redner hinterließen ein Gefühl von äußerster Peinlichkeit. Vorweg־ dart bemerkt werden, daß, wenn der Jugendverband Herrn Professor Ludwig Stein gestattet, mit unendlichem־ Pathos das Banner des Judentums zu schwingen, er sich nicht wird wundern können, wenn sich demnach an die Person seines Fahnenträgers Kritiken knüpfen, die weder ihm noch der jüdischen Sache dienlich sein können, Herr Dr. Paul Nathan, der als zweiter jüdischer Redner sprach hat bedauerlicherweise die Situation vollkommen verkannt und sicli dazu hinreißen lassen, eine Verteidigungsrede für die deutsche Weltpresse zu halten, für die er in Anspruch zu nehmen glaubte, daß ihre Mängel sich niit Naturnotwendigkeit aus ihrer Organisation ergeben müßten. Ihm hätte es doch vor allen Dingen als einem bekannten jüdischen Publizisten obgelegen, mit aller Deutlichkeit zu erklären, daß die Angelegenheiten in jüdischen Händen befindlicher Blätter durchaus keine jüdischen Angelegenbeiten sind, und daß das moralische Unrecht des Antisemitismus eben gerade darin liegt, Kollektivschuld da aufzustelien, wo weder das geistige System noch auch nur die Gesamtheit der lebendigen Individuen eine Verantwortung trifft. Herrn Dr• Nathans Aufgabe wäre es wahrlich gewesen, mit nicht mehr mißzuverstehender Deutlichkeit zu sagen, daß, wenn die große deutsche Presse eine Kulturschairde darstelle, dies ausschließlich eine Schuld dier deutschen Kultur sei. Statt dessen glaubte er, die Presse, 90 wie sie ist und wie sie wahrlieh nicht sein sollte, verteidigen zu müssen. Daß er außerdem noch eine Lanze für die ״aus Ueberzeugtmg geschlossene Mischehe“ brach, kennzeichnet hinläng• Reh die Auffassung, die Herr Dr. Nathan von seiner Aufgabe hatte. Die meisten anderen jüdischen Redner sagten Belangloses. Daß Herr Dr. Israar Freund wieder mit der Statistik der Eisernen Kreuze, Offiziere und Oefallencn Eindruck zu machen versuchte, war nur noch eine von jenen Ungeschicklichkeiten, die unbedingt hätten vermieden werden müssen. Und wenn Fr!. Dr. Be r - 1 i n e r gegenüber dem! Grafen Hoensbnoech, der behauptete, cs handele sich nicht um den Gegensatz .,Jude — Christ“ sondern ״Jude — Deutscher“, er- Klärte, sie lasse sich ihr ״deutsches Vaterland nicht rauben“, 90 müßte sie doch endlich einmal einsehen, daß eine so subjektive Willenskundgebung wirklich nicht da imponieren kann, wo ersthaft über diese Dinge verhandelt wird. Und was soll man denken, wenn Frl. Dr. Berliner bereits 711:11 zweitenmal erklärt, in beiden Lager« müßte die J 11 g e n d zueinander sprechen und dann doch sich aktiv an dieser Viersammlung beteiligt, in der wahrlich an Jugend nicht viel zu finden war. Und wiederum ist es beschämend, daß ei« junger christlicher Student der einzige war, der'mit höflichen aber kennzeichnenden Worten darauf h im wies, welcher Unfug hier mit dem Worte ״Jugend“ getrieben worden sei, und der sich anheischig machte, die wirkliche ״Jugend“ finden zu wollen, - - aber anderswo. Zusammenfassend darf bemerkt werden, daß die Veranstaltung eine völlig verpaßte Gelegenheit war und hoffentlich den einen Erfolg hatte, daß in Zukunft derartige Experimente nicht von einer Seite unternommen werden, die zur Genüge bewiesen hat, daß säe in diesen Dingen keinerlei Geschick besitzt. C. Z. Klötzel; Berlin. Zur Demokratisierung des Gemeindewab!- rechts in Düsseldorf Die hiesige Großgemeinde von 4500 Seelen erfreut sich noch der Segnung des famosen Dreiklassenwahlrechts. Vorstand' und Repräsentanten beteueren ein־ mutig ihren Willen zu einer demokratischen Umgestaltung; nachdem dieser Wille ein volles Jahr nach der Revolution noch zu keiner Tat geführt hat, wird man jedoch seine Emstlichkeit bezweifeln dürfen. Ein Ausschuß aus Vertretern aller Parteirichtungen, der bereits im Frühjahr gebildet war, hat dem Vorstand eine Denkschrift überreicht, die die wesentlichsten demokratischen Forderungen und einen entsprechenden Entwurf einer Satzungsänderung enthält. Aut eine unbefriedigende dilatorische Antwort des Vorstandes hat der Ausschuß nunmehr eine jüdische Volksversammlung einberufen. Nach einem eingehenden Referat des Rechtsanwalts Jonas wurde einstimmig folgende Ent- Schließung angenommen: ״Die am 25. November 1910 in der Tonhalle zu Düsseldorf versammelten etwa 1000 Mitglieder der Düsseldorfer jüdischen Gemeinde hatten die sofortige Beseitigung des Dreiklassenwahlrechts für unerläßlieh. Sie richten an die Gemeindevertretung die dringeade Aufforderung, unter Hinzuziehung von Mitgliedern der Gemeinde ein allgemeines, gleiches, direktes und geheimes Wahlrecht mit dein Grundsatz der Verhältniswahl unter solcher Beschleunigung einzuführen, daß tunlichst innerhalb drei Monaten vollständige Neuwahlen stattfinden. Die Versammlung richtet weiter an die Preußische Regierung das dringende Ersuchen, in Ausführung der Reiehsverfassiuig das veraltete Judengesetz vom Jahre 1847 aufzuheben. Die Versammlung billigt die bisherige Tätigkeit des Ausschusses und beauftragt ihn zu deren Fort- Setzung mit der Ermächtigung zur Zuwahl.“ 111 der teilweise recht stürmischen Aussprache kritisierte der Verleger T h a I h e i m e r mit geschickter Ironie die Tatsache, daß bisher die Gemeindevertreter nicht gewählt, sondern von einem halben Dutzend Wahlinacher ernannt worden sind, und daß ein Cohn in der ersten Wählerabteilung soviel Wahlrecht besitze als die 25 Gohns in der dritten Abteilung zusammen. Gerügt wurde auch die Nichtöffentlichkeit der Verhandlungen der Repräsentanten, die .den Wählern jede Möglichkeit der Kontrolle über die Tätigkeit und Bewährung der Gewühlten versagt. Stadtarzt Dr. Lehmann* betonte, daß den Orthodoxen und den Ostjuden entsprechend ihren großer, jüdischen Interessen mehr Einfluß in der Gemeinde- Vertretung gebühre. Gegenüber vereinzelten Bedenken gegen das aktive und namentlich gegen das passive Wahlrecht der Ausländer legte Rechtsanwalt Dr. Gottlieb in wirksamen Worten die moralische uma rechtliehe Notwendigkeit desselben, letztere bereits auf Grund des alten Judengesetzes, unter dem Beifall der Mehrbeit dar. Es steht zu erwarten, daß die gründliche Umgestaltung der Düsseldorfer Gemeindeverfassung unter . der Wucht dieser Kundgebung־ nunmehr in beschleunigterem Tempo vor sich gehen wird. Wahlreform in der jüdischen Gemeinde Franifurt a. M. . Die jüdische Gemeinde in Frankfurt a. Mwird demnächst ein durchaus demokratisches Wahlrecht erhallen. Die Gcmeindevertreter — auf je 500 Wähler einer — werden von allen männlichen und weiblichen, mindestens 20 Jahre alten Gemeindemitgliedern nach dem Proportional- System unabhängig von jeder Steuerleistung gewählt. Es ist zu begrüßen, daß grade eine so angesehene und so jüdische Gemeinde ein allen demokratischen Forderungen gerecht werdendes Wahlrecht schafft. Allerdings gilt in Frankfurt nicht das preußische Judengesetz von 1E47. Aber die Erfolge des Berliner neuen jüdischen Gemeindevereins zeigen, daß mit der nötigen Energie auch in Altpreußen Reformen chirchgesetzt werden können. Aber an dem energischen Willen zu wirklich demokratischen Reformen fehlt es in der Berliner jüdisehen Gemeinde.!in zio Bei d für das 1 g en Gern Z io n i s der Ortsg worden. a co b, Rücksicht Die Gesai Die in Regem vember נ Verbände: der deut Teil diese ״Der Ve. Demokrat nie ein Verband gliedern meindebu: Vorsteh« daß ein gemeinde! schärfste tum sollt! mms hat deutschen arevvim,! Reuß alte In S Predigt g war: Es die Juder gäbe es!!den tum zwei Ide! danken e lästinas k 1K>t1istiseh werden, dische K 1! u r a u ge zöge der Zioui ver den / den Umg schreien Stillen ut müßten s die Ziani! Wir ein schlag Varbildun bäcrkämp Laien me! Immerhin Zum C11 Zeitung d wischen der Führ daß die A seien. D veranlaßt( kleinen C am 17. M dem Her eifrigem! vorenthall foig aide ein Preuf ,,Ich bi Die Fa Daß für Das ist Nicht f Nein, f Für W Rief icl Die Die , Parlament nähme de netenvers; ״D! Wohnui Einbrin! versäum Einwam wirksam rung d« den Pa und di! Fisher! Der j Bi 5*Mäge zi *tiderem 1 ersuchte. netiner K

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