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Jüdische Rundschau · 1919-12-02 · Heft 85 (2.12.1919) · page 2

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXIV (1919)
Issue
Heft 85 (2.12.1919)
Date
1919-12-02
Page
– (sequence 2)
Language
German
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t t Seite 6ö4 ״Genossen! Der gegenwärtige Augenblick iti unseren nationalen Arbeiten verpflichtet uns, die Kräfte zu sammeln und zu stärken und eine Wcltkonfcrenz des Hapoel-Haza'ir und der Zcire-Zion cinzuberiifcn, mit dem Ziel der Vereinigung aller Teile unserer Bewegung zu gemeinsamer Arbeit, ln einer ernsten Uebergaugszeit im Zionismus rufen wir zur Konferenz. Infolge verschiedener Ursachen hat der Zionismus in seinem' gegenwärtigen Studium so gut wie aufgehört, eine Beweßung zu sein und ist in einen Zustand der abwartenden Erstarrung übergegangen. Diese Erstarrung hat die zio- «istischc Bewegung von ihrer organischen schöpferischen Arbeit abgclcnkt und ist geeignet, eine Schwächung und Zersplitterung ihrer Energie herbeizuführe«. Ein solcher Zustand kann den Zionismus einer schweren Krise ent- ״cgcrifiihrcn. Rechtzeilig wollen wir dieser Vorbeugen und mit geeinten Kräften den kommenden Ereignissen und Möglichkeiten Trotz bieten. Unser Geist soll der Wegweiser der zionistischen Arbeit sein. ״Noch kennen wir nicht die letzte Entscheidung unsserer politischen Forderung. Aber wie weit auch unsere Forderung, die in ihrer vollen Kraft bestellt, verwirklicht werden mag, eines ist doch klar: Palästina muß unser — des jüdischen Volkes — werden; cs kann es nur werden durch unsere Arbeit und das Schaffen der realen nationalen Werte. In den letzten Jahren ist unsere Bewegung, die Bewegung der Arbeiter und der zionistischen Jugend ebenso wie unsere Tätigkeit gewachsen und stark geworden. Im Namen des arbeitenden Palästina, das nur durch jüdische Arbeit und freie Kultur erlöst werden kann, im Namen der Bedürfnisse und der Ideale der arbeitenden Massen des Volkes ist diese unsere Tätigkeit unerläßlich. Aber bisher waren unsere Kräfte zerstreut, ohne eine gemeinsame organisatorische Basis zu besitzen, von der aus eine geistige und reale Beeiiiflussung der Volksarbeit hätte criolgcn können. Jetzt ist cs an der Zeit, diese zerstreuten Kräfte zu einigen. Jetzt soll unser Weg klar umschrieben, unsere Prinzipien vor aller Welt geklärt und die Haupigrundsätzc für die vereinigte Arbeit der Bewegung festgesetzt werden. Das wird die Aufgabe der Konferenz sein.“ Für die Tagesordnung der Konferenz wird im Aufruf folgendes Programm vorgeschiagcn: 1. Die Grundzüge des Einigungsprögramms. 2. Das Programm unserer Arbeit in Palästina. 3. Die Palästina-Arbeit im Galutii und die Hechaluz. 4. Das Problem der ökonomischen und Dolitischen Arbeit im Galuth. 5. Kulturarbeit und Verbreitung der hebräischen Sprache in den Volks-!nassen. 6. Grundsätze für eine gemeinsame Welt- Organisation. 7. Das Problem der Arbeitsgemeinschaft der gesamten Arbeitsdemokratie iin Zionismus. Wie ein soeben eingclaufencs Telegramm aus London meldet, soll die Konferenz aui den 13. Januar 1920 nach Basel einberufen werden. Die Arbeit für die Palästina-Aufbau-Aktion in Holland Die Zionfsiiscite Organisation in den Niederlanden hat eine kräftige Aktion unternommen, um den den niederländischen Zionisten auferiegten Beitrag von 5ÜÜ0 Gulden für den Ercz-lsrael Rcstoration Fund aufzubringen. Der ״Joodsche Wächter“, das Organ der niederländischen Zionisten bringt einen Aufruf der Leitung der niederländischen Organisation an die Zionisten der Niederlande, in welchem die sichere Erwartung• ausgcsprechen •wird, daß jeder niederländische Zionist seine Pflicht tun wird, uni den Beitrag für den Erez Israel Rcstoration Fund aufzubringen״ JUEDISCHE RUNDSCHAU .1 , •״ \ ’ , ’ k ■ II » ' Meine Antwort an Herrn Oettinger*) Von Dr. Ephraim Cha mizer, zurzeit ,Antwerpen Endlich, nach sechs Monaten, kommt die von Ruppin in Aussicht gestellte ״Aufklärung“ Oettingers! —- Es ist höchst bedauerlich, dali der Leiter der landwirtschaftlichen Abteilung im Pnlüstinaaurt sich vor seiner־Antwort nicht doch mit einem Buchhaltiuigsexperten beraten hat. Denn wenn auch die Oettingerscl1.cn Ausführungen, die mit einem1 großen Aufwand von Worten um die einfachsten Dinge hcrumgehcii, der» Laien vielleicht bluffen können, der Fachmann, kann nur mitleidig lächeln. Ehe ich auf das Sachliche emgehe, muß icii aber die Octtingcrschc Unterstellung, ich sei ״auf der Suche nach Entdeckungen“ gewesen, aufs entschiedenste zuriiekweisen. Meinem ganzen Wesen ist der Kampf in der Oeffentlichkeit zuwider,' und ich habe ihn gemieden in all den 20 Jahren, die ich zur Bewegung gehöre. Wenn ich in letzter Zeit doch aus der Reserve gedrängt worden bin, so ist cs nichts weiter als die tiefinnerstc Besorgnis, daß das Schiff des jüdischen Volkes vielleicht doch nicht den richtigen Kurs steuere. Ei u e 11 Vorwurf kann mir allerdings Oettinger mit Recht machen: daß ich der einzige war, der sein Büchlein mit so viel Aufmerksamkeit gelesen hat, wie es die Sache erheischt. Zu 1) Typus 11: Wirtschaft basiert hauptsächlich auf Milchviehzucht. Auf denn eigenen Boden werden für 2500 Pres. Futtermittel gewonnen und an das eigene Vieh vertütiert. Es bestehen da nur zwei Möglich keilen der Buchung. Entweder wird der Posten überhaupt vernachlässigt, denn es besteht ja Weder eine ״Einnahme" noch eine ״Ausgabe“ im eigentlichen Sinne, oder aber er muß in Ausgabe und Einnahme erscheinen. Oe t ti rtg c r bucht ihn aber nur unter Ausgaben, genau so, wie wenn er die Futtermittel gekauft hatte! Die von ihm aufgcfiihrten Ein* nahmen von 5200 Fres. sind tatsäc 11 liehe, nicht rechnerische, und es ist unzulässig, wenn jetzt Oettinger Vortäuschen möchte, dal) in diesen obige 2500 Fres. re ebne risch mit enthalten seien. Herr Oettinger bucht unter Ausgaben 2500 Fres. für Futtermittel, die er gar nicht gezahlt hat, da sic im eigenen Betrieb gewonucn wurden. Wenn das ein Buchhalter tut, so kann sein Abschluß nicht stimmen, es sind 2500 Fres. zuviel. Wenn cs bei ihm aber doch ״stimmen“ sollte, macht er sich einfach strafbar. Zu 2) Es ist wohl richtig, daß die Erträge bei einer speziellen Molkcrciwirtscliaft größer sein werden als bei Wirtschaften, die Milchwirtschaft nur nebenher betreiben. Daß aber eine Kuh derselben Qualität hei dem einen Typus 650 Fres., heim andern nur 300 Fres. cinbringen sollte, diirite sogar für Palästina unwahrscheinlich sein, im übrigen habe ich an den Octtingcrschcn tatsächlichen Angaben keinerlei Kritik geübt, sie vielmehr alle blind als richtig vorausgesetzt und nur seine aus den ei genen Angaben abgeleiteten falschen Ergebnisse richtiggestellt. Zur Kritik wäre aber auch für mich redit oft die Möglichkeit gewesen, wo cs sich z. B. um Angaben handelt, die nirgends und unter keinen Verh;i!tuisscu richtig sein können. So setzt Oettinger im Typus 1 (Bodenwirtschaft weitab von der Stadt) den Milchpreis ebenso hoch ein — mit 0,25 Fres. pro Liter — wie in Typus I! (Molkcrcibctricb in der Nähe von Städten usw.), während er bei Typus I doch erheblich niedriger sein müßte. Dann ist der von ihm pro Kuh angenommene Milchertrag von 2000 Liter im Jahr für *) Vgl. den Artikel Oettin gers in Nr. 76 der ״Jüdischen Rundschau". Nr. 85 r—~ einen Molkcreibetrieb bei ״sehr guten" Milchkühen lächerlich gering. Zu 3) Ich hatte in meiner Kritik die Piantagenwirt- Schaft der ״Reichen“ wohl nicht berücksichtigt, wcl man da Oettinger schließlich •gestatten kann, mit den Mitteln der Kolonisten weniger ängstlich umzugehen. Es ist aber natürlich ein unmögliches Beginnen, bei einem Betrieb, der nur wenige 1O0Ü Fres. nach ihm in Jahre abwirft, Einnahmen aus Viehzucht einfach gar nicht speziell anzusetzen, sondern zu ignorieren. Denn cs ist nicht wahr, wenn Oettinger jetzt behauptet, daß die Einnahmen aus den Nebenzweigen der Wirtschaft von ihm in Form einer Diirchschiiittscinnahine auf jede» Dunam der nicht für Pflanzlingen benutzten Fläche berechnet wären, denn 30 Fres. pro Dunam gibt Oettinger ln Typus II (bei intensiver Wirtschaft) als Ertrag de» Dunam auch ohne Einnahmen aus Nebe 11 zweigen an! Das Kurioseste aber ist, daß Oettinger trotz seiner angeblichen Pauscitaiberediming die viel unrentablere Geflügeizucht bei Typus 111 mit 50 Fres. Ertrag doch wieder besonders ansetztl 'Zu 4 und 5) Es ist unrichtig, wenn Oettinger jetzt behauptet, daß bei Typus V und VI die Einnahmen aus der Viehhaltung int Durchschnittsbetrag der Einnahmen der ganzen bewirtschafteten Fläche mit cuthalten sind. Beweis: Der Durchscfuiittscrtrag bei Gemüsckullur ist von Oettinger bei beiden Typen mit 200 Fres. angegeben worden (nur daß er beim ״Groß'1betrieb 40 Fres. für Transportkosten in Abzug bringt, was aber hier nicht weiter interessiert). Nun fallen aber bei Typus V auf 20 Dunam eine Kuh und bei Typus VI auf hur 5 Dunarn zwei Kühe! Und doch der gleiche Durchschnittsertrag 1 Das wird doch auch Oettinger für unmöglich halten. Des ferneren behauptet Oettinger jetzt, daß bet Typus VI der Kolonist nicht genügend Boden hat, um das Futter für die Kühe zu besorgen. Oh, daran hatte Herr Oettinger schon gedacht, denn unter den Ausgaben figurieren wohl die Posten von 150 bzw. 300 Fres. für Unterhalt des Viehs! Nur die Einna Innen vergißt Herr Oettinger immer zu verbuchen. Ich will Oettinger folgen, daß es für den Kolonisle* mit einem Viehbestand von nur zwei Kühen unmöglich sein soll, 650 Fres. pro Kuh Erlrag zu erzielen. Nchnfcn wir sogar nur 300 Fres. au! Dann haben wir 600 Fres. Bruttoertrag von den zwei Kühen bei Typus VI. Im ganzen werfen die 5 Dunam bewässerbaren Bodens nach Oettinger brutto 1000 Fres. ab inkl. Ertrag aus Viehzucht, so daß also nach Abzug des letzteren 400 Francs ,Bruttoertrag für die intensiven Kulturc» licrauskommt, d. h. also pro Dunam 80 Fres.I Wenn der ,Kotonist nur diese Kulturen hatte und keinerlei Viehzucht triebe, würden nach Oettinger immer noch 300 Fres. jährliche Wirtschnftsausgabcn sein, so daß also der Ertrag von 5 Dunam intensiver Kulturen nur 100 Fres. wäre! Für .Grundkapitalrcnte, Verzinsung und Tilgung sind nach ,Oettinger 182 Fres. jährlich zu zahlen, so daß also immer nach Oettinger die intensivste landwirtschaftliche I Kultur ynit einem Fehlbetrag von 82 Fres. abschließt, oder mit anderen Worten: der Kolonist wohnt noch nicht einmal niictcfrei, er hat hierfür trotz seiner und seiner Familie Arbeit noch 82 Fres. jährlich darauf zu zahlen! Herr Oettinger, geben Sie ihre Fehler noch immer nicht zu? Dann lohnt es sich nicht, Finger zu streiten, Sie wollen einfach Ihre Fehler nicht zugeben. Zu 7) fdi habe meine Kritik hier nicht zur Hand. Soweit ich mich aber erinnere, warerf meine Ausführung«» betreffs der Zulassung von Privatkapital nicht gegen Oettinger gerichtet, bezogen sich überhaupt nicht auf die Landwirtschaft, sondern die Industrie. Daß j edier Tote Seelen Von Ditia Ci einen ce Mayer In einer kleinen Provinzstadt wurde ein Lichtbildervortrag abgchalten über Palästina und seine Erlebnisse während des Krieges. Der Vortrag fand in einem, Jugendverein statt, der ״streng neutral“ ist, d. 11., er enthält sich jeder eigenen Meinung in Fragen jüdischer Politik und sucht auch seine Mitglieder in dieser glücklichen Naivität zu erhalten. Obgleich in jener Gegend der Antisemitismus biülit tmd obgleich das Lokalbläticheu sein Möglichstes an antisemitischen Anrcmpclcicn leistet, so bestreben sich die einheimischen Juden doch einer fast alldeutschen Gesinnung, die natürlich auch im Jugendverein zum Ausdruck kommt. So wie früher in kleinbürgerlichen Kreisen das Wort ״Sozialismus“, so ist in diesem jüdischen Milieu das Wort ״Zionismus“ zum Kindcrschrcck geworden. Es ־wird ausgesprochen mit Entsetzen, mit Entrüstung oder mit verlegenem Lächeln, je nach Temperament. Da die Gemeinde nicht einmal orthodox ist, so würde sie es schwer finden, ihr Judentum plausibel zu erklären. Es ist dien das saft- und kraftlose Judentum der ״Toten Seelen“, die ohne eigene Gedanken oder starke seelische Gefühle im altgewohnten Trub wcitergelien, weil sie durch Geburt Juden sind und weil sie zu eine in! völligen äußeren Aufgehen in der Umwelt doch nicht konsequent genug sind. In dieses Milieu trat der Palästina-Vortrag. Er war absolut kein zionistischer Propaganda-Vortrag. Er gab .nur Tatsachen und schilderte einfach historisch Gcsciiehnes. Auf der weißen Wand erschienen die jüdischen Soldaten des Befreicrhccrcs, wie sie vor dem ersten Sederabend in Jerusalem zum Appell antreten, es erschien Feldmarschall Allenby, wie er aus der Hand der Rabbani in die Sefer-Thoraj das kostbarste Gesellen!{, das die, Juden dein Retter des Landes geben konnten, entgegennimint; es erschienen in den altvertraut«! hebräisehen Lettern die Muucranschlügc, die die jüdische Jugend Palästinas zum Einntritt in die jüdischen Regimenter aufforderte: התנדבו. התנדבו Man sah den Empfang der Zionistischen Kommission auf dem Oelberg, die froh bewogte Menschenmenge und die Tausende von Schulhindern mit ihren wellenden blau-weißen Fahnen. Man sali die Grundsteinlegung der hebräischen Universität und man sah den gewaltigen Demonstratioiiszug, der sich am T.:ge der Befreiung Galiläas durch die Straßen von Jerusalem bewegte. Es wurde, wie gesagt, kein Wort der zionistischen Propaganda gesprochen. Das hatte der Vorsitzende, ein ehemaliger K.C.cr, in seinen einleitenden Worten energisch verboten. Und doch, bildete die Darstellung der Tatsachen die beredteste und gewaltigste Propaganda. Der moralische Erfolg war überraschend. In die ״Totgu Seelen“ ist ein Funke der ewigen Wahrheit .von der Existenz des jüdischen Volkes gefallen. Der Funke lebt und glimmt weiter, bis er auch in diesen Seelen zu dem!!eilen, lebendigen und wärmenden Feuer wird, das einzig und allein imstande ist, Mensciieuhcrzcn aus den: Niederungen ihres öden Daseins zu den beglückenden Höhen des Ideals emporzuheben. Literarische Mitteilungen In Jerusalem erschien die vierte Lieferung der ״Ver* öffen!Heilungen des hebräischen SprachkoIIcgi u ms“, Sie enthält neben Berichten von Jcllin und Ben-Jcliuda eine Terminologie der Möbel und Hausgeräte, In Jaffa erschien ein hebräisches Repetitorium' der allgemeinen Erdkunde, verfaßt von Ascher Ehrlich!. Nacii einer langen Unterbrechung Infolge der Kriegsereigiiisse erscheint jetzt die hebräische landwirtschaftliehe Zeitschrift Palästinas ״Hacbaklai“ (Der Landwirt) ־wieder. Die jüdische Aerzievercinigung in Jerusalem gibt eine hebräische Faclunonatsselirift ״Harfuali“ (De Medizin) heraus, in T i b c r i a s erscheint in hebräischer Sprache ein in allen Details ausgearboiietcr Entwurf einer Pro- 7. e ß o r d n 1111 g für die F r i e d e n s g e r i c h t e Palästinas, zusammcngestellt von Daniel Auster, Das erste Heft der ״Zafririm“ (Hebr, Kinder- Zeitschrift in Warschau) enthält unter anderem ein Schauspiel aus der Zeit der Kantonisten in Rußland (von Izuhak Schweiger), eine Erzählung von Izehak Katzuelsolm und Uebersetzinigen aus der deutschen und französischen Kinderii teratur. Die Nr. 46 der Warschauer ״llazefirah“ ist von der Behörde beschlagnahmt worden. Als Grund ist der Lcitaitikel ״Das Netz des Hasses“ angegeben. In Lemberg erschienen die ersten zwei Nummern einer Sammlung ״Iwrit 11 cha ja“ (Lebendiges Hebräisch): eine hebräisch-polnisch •deutsche Terminologie der Arithmetik und ein Verzeichnis der in hebräischer Konversation vorkoinmende» Sprachfehler mit deren Verbesserung. Im Verlag ״Jidisch“ in Amerika erschienen in letzter Zeit die Werke Heinrich Heines in acht Bänden, übersetzt ins Jidischc, mit einer Wardigung des Dichters von Dr, M. Syrkin. Im gleichen Verlag erschien eine Reihe übersetzter und origineller Charakteristiken hervorragender Schriftsteller der Weitliteratur: Schnitzler, Jacob Wassermann, Tolstoi, Anatol France, Nietzsche, Edgar Poe u. a. m. Der Verlag gibt auch eine jidischc Kinderbibliothek heraus, ln Europa wird der Verlag ״Jidisch" durch seine Filiale in Kopenhagen vertreten (Frederiksberg Alce 23). In London ist die Herausgabe einer jidisehen UeberSetzung des Talmuds angekündigt, besorgt von Rabbiner S c h a p o t s c h 111־ k. ״Der historische Moment, Betrachtungeil über jüdische Zeilfragcn“ nennt sich eine Broschüre in jidischcr Sprache von M. Oonzer, die in Berlin erscheint, und die in populärer Form die nationaljüdischen Forderungen und die Kongreßidee dariegt.

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