Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXIV (1919)
- Issue
- Heft 83 (15.11.1919)
- Date
- 1919-11-15
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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f u •j n 0 s c h /i u Nr. 83 --t- יייוי Seite 650 1 u e d 1 8 Nr. 83 wissen, daß gegen über den augenblicklichen Führern des deutschen Judentums ein starkes Mißtrauen im Judentum der Welt besteht. Man zweifelt daran, ob die nichtzionistischen deutschen Juden gewillt sind, ehrlich und ohne Hintergedanken an jüdischen Gesamtheitsaufgaben mitzuwirken. Für die Stellung des deutschen Judentums im Judentum der Welt kann es von entscheidender Bedeutung sein, wenn der Ausgang der Wahlen in Berlin der Welt zeigt, daß ein neuer Geist im deutschen Judentum Einzug hält. F. L. Die Repräsenfanfensitzung und das Kriegsteilnehmer-Wahlrecht In dem Gemdudeblatt war 7. November wird über .die Repräsentantensitzung vom 5. Oktober berichtet, ut der der Vorstand der Jüdischen Gemeinde auf eilte Interpellation Caspar y auszufiihren sucht, daß alles geschehen sei, um den Kriegsteilnehmern das Wahlrecht zu verschaffen. Das geht nicht ohne einige Seitenhiebe auf die ״Jüdische Rundschau“ ab. Nun, wir wollen auf diese ״Anwürfe“ — wie der GemeindeVorstand sich ausdrückt — nicht eingehen, sondom lediglich einige Tatsachen feststellen. De!׳ Repräsentant Herr Caspary sagte in der Begründung seiner Interpellation wörtlich: ״Es wäre befremdend, wenn von anderer Seite etwas erreicht worden wäre, was dnrchzn setze 11 die Pflicht der Oe 111 e i n d e v e r \v a 11 u 11 g gewesen wäre.“ In der Sitzung am 5. Oktober konnte Herr lustizrat Lilie nthal noch mit vielen Worten verdecken, daß der Gemeindevorstand seine Pflicht nicht getan hat. Inzwischen ist aber das Versagen der Gemeindeverwaltumg offenkundige blamable Tatsache geworden. Was sie nicht durch zusetzen ve rmochte, ist dem Neuen Jüdischen Ge- *»eindeverein gelungen. Alle Kriegsteilnehmer sind jetzt wahlberechtigt und darüber hinaus alle, die aus sonstigen unverschuldeten Gründen mit der Steuer- Zahlung in Rückstand gekommen sind und denen die Steuern mit rückwirkender Kraft gestundet werden können, und darüber hinaus alle diejenigen, die mangels eines Einkommens überhaupt nicht zu Steuern veraiv tagt sind. Alle diese Gemeindemitglieder werden an dem nächsten Wahlen teilnch:men, nicht dank der Remühungen des ■GemeindeVorstandes, sondern auf Grund einer Eingabe des Neuen Jüdischen Geinejndevereins. Die Verwaltung der jüdischen Gemeinde hat praktisch nicht einmal für die Kriegsteilnehmer, für die sie sich bemüht hatte, etwas erreicht, denn sie hatte es verabsäumt, durch geeignete Aufklärung die Kriegsteilnehmer zu Widersprüchen gegen die Richtigkeit der Wählerliste zu veranlassen. Unsere Freunde haben das in weitgehendem Maße getan. Wenn daher die Wahlen nicht aufgesdroben worden wären, wären zwar die durch •tiMseBgn privaten Apparat erriflhharen Kriegsteilnehmer, flicht aber deren Gesamtheit wahlberechtigt gewesen. Vielleicht entschließt sich Herr Caspary zu einer Wiedertoolung Keiner Interpellation; diesmal kann er als befremdende Tatsache hinstellen, daß von anderer Seite, ■ämJich vom Neu«! Jüdischen Gemeindeverein etwas erreicht ist, was durehznsetzen die Pflicht der Gemeindeverwaltung gewesen wäre, S. H. Zionistische Bewegung Jakob Moser Am 28. November 1919 vollendet Jakob Moser sein achtzigstes Lebensjahr. Jakob Moser, der lange Jahre deir» Großen Actkms-Comite und den leitenden Körperschaften unserer Banken und des Nattonalfonds angehörte, ist einer der verdientesten Männer unserer Bewegung. Als treuer Freund Theodor Herzls stand er ihm seit dem Beginn der zionistischen Arbeit zur Seite, besonders hat er sich um das Zustandekommen der Expedition nach El-Arisdi und Uganda verdient gemacht. Mit inniger Liebe hängt er an der Arbeit in Erez-lsraei. Er kennt das Land aus eigener Anschauung und hat die Institutionen des aufblühenden Jüdischen Palästina aus allen Kräften gefördert. Vor allem gilt sein Interesse dem IT e b r;11 s c 11 e n G y m n a s i u in in Jaffa, für das er sieh in großzügigster Weise zu jeder Zeit eingesetzt hat. Der schöne Bau des Gynrn:< siuins, der Schmuck von Tel-Awiw, ist ihm zu yer-, da :1ke«. Wir wünschen dem Jubilar, daß es ihm noch lange vergönnt sein möge, tätigen Anteil an dem Aufbau von Erez-Israe! zu nehmen. Dr. jacobson in Berlin Dr. Viktor Jacobson, Mitglied des Engeren Actions-Coinites, ist aus London in Berlin eingctroffen. Dr. Jacobson beabsichtigt, eine Reihe von zionistischen Landesverbänden aufziisuchen, um mit den zionistischen Führern über verschiedene wichtige Aufgaben zu sprechen. Hierzu gehören auch die Pläne auf finanziellem Gebiet, insbesondere betreffend Vergrößerung des Kz1pihds des 1. C. T. und der A. P. C. sowie Begründung einer Arbeiterbank und einer Handwerkerbank. Politische Besprechungen Sokolows Nahum So ko low, der einige Zeit in Londni weilte, wurde in dieser Zeit zweimal im Auswärtigen Amt von Earl Curzon empfangen, mit dem er verschiedene Fragen besprach, die sich auf die Erklärung der britischen Regierung wegen ihrer Politik für Errictitimg• einer nationale« jüdischen Heimstätte in Palästina bezogen. Ebenso hatte Sokolow eine Untertc6mg mit Viscount Milner, der zu den britischen Vertretern im Obersten Rat der Friedenskonferenz gehörte und bei dein! Empfang der zionistischen Friedensdelegatton im Februar dieses Jahres anwesend war. Wdzmann in Palästina Eine bemerkenswerte Rede in Jerusalem. L. Z. B. Am 21. Oktober wurden Dr. Weiznfan» und U s s i s c h k i 11 vom Jerusalemer Waad empfangen. Herr Jellim bewillkommntet« sie im Namen des Waad, ebenso hielten die Herren Rabbiner Epstein und Dr. Meckl er Ansprachen. In seiner Antwort sagte Dr. Weizmann, er hoffe, daß der Tag kommen würde, wo der Waad von Jerusalem alle Juden der Stadt repräsentieren würde. Er könne noch nicht alle• Resultate der großen Arbeit darlegen, die im letzten Jahre, seit er Palästina verlassen habe, geleistet worden sei. Im gegenwärtigen Augenblick wolle er nur versichern, daß er fest hoffe, daß wir trotz aller Schwierigkeiten bald alle Wünsche erfüllt sehen und imstande sein würden, das große Werk des Aufbaus mit vereinten Kräften zu beginnen. Mit Beziehung auf gewisse unerfreuliche Zwischenfälle, die iin Lande vorgekoitrnien seien, feilte Dr. VKeizmann mit, daß er im Namen der britischen R e g i e r 11 11 g k ä in e , u m d i e Gr ü 11 de dieser unerquicklichen Zustände zu untersuchen. Er hoffe, daß diese Untersuchungen alle die Aenderungen hervorbriiigcn würden, die erforderlieh seien. Was die Vorbereitung für diese Untersuehungstätigkeit anbetreffe, so wüßten sie genau den Weg, den sie zu gehen hätten. Freilich wären noch gewisse Widerstünde zu überwinden, zu deren Beseitigütig alle Kräfte erforderlich seien. Er wisse, welche großen Kräfte vorhanden seien. Das einzig Erforderliehe sei, diese Kräfte zu sammeln und zu mobilisieren. Sie alle wüßten, was die Zionisten Amerikas Großes geleistet hätten; die russischen Juden würden hinter ihnen nicht Zurückbleiben, sobald in Rußland die Möglichkcit zur Arbeit bestände. Während er sich, so fuhr Wei/mann fort, mit seinen Kollegen über die Grundsätze der Arbeit in vollständiger UebereinstimmmiR befinde, differiere er mit einigen von ihnen über das Tempo, in welchem das Werk durchgeführt werden könne. Er hatte von den Zeiten geträumt, wo alle schöpferischen Kräfte des jüdischen Volkes zum Dienste an der großen Sache bereit sein würden; dann, glaube er, werde die Sache rapide Fortschritte machen und wir könnten unsere Bestrebungen in zehn Jahre» voll enden. Aber er zweifle manchmal, ob dies mehr als Träume seien. Er zweifle nicht an unserem Erfolge auf der Friedenskonferenz. Dieses Erfolges sei er völlig sicher. Die innere Umruhe in Palästina verursache ihm etwas Unbehagen, aber mit der Hilfe von Ussischkin und Dr. R11 p p i n , der bald i n P a 1 ä s t i n a sein würde, sei er sicher, daß es ihm gelingen werde, bald völlige Harmonie* herbeizuführen und eine starke, für die gegenwärtige Situation geeignete jüdische Orgauisation im Lande zu schaffen. Es sei gewiß traurig, daß unsere Hoffnungen durch die allgemeine Verzögerung in den Arbeiten der Friedenskonferenz ebenfalls verzögert worden wären; aber die entscheidende Stunde nahe, und wir müßten für sie vorbereitet sein. Die Zukunft der zionistischen Palästinakommission Z. B. Es ist keine Uebertreibung, wenn man behauptet, daß die erste zionistische Palästinakom׳- mission, .als sie «ach Palästina kam, dort von der Judenheit als Vorläuferin einer jüdischen Regierung, wenn nicht direkt als solche betrachtet wurde. In Wirklichkeit besaß die Kommission keinerlei exekutive Vollmachten; ihre Aufgabe war, als eine Verbind urig zwischen den britischen Behörden und der Bevölkerung zu dienen und Arbeiten durchzuführen, wie die Verteilung der Hilfsgelder, die Repatriierung der Flüchtlinge, die Vorbereitung der Universitätsgrüulung und anderes. Die palästinensische Judenheit litt damals noch stark unter den Nachwirkungen des Krieges, und zwar nicht nur in materiellem Sinne; alles war unorganisiert, viele Führer waren abwesend, und •obwohl sofort nach der Befreiung Judäas eine Konferenz zwecks Organisierung abgehaltcn wurde, konnte diese Aufgabe nicht durchge führt werden, inzwischen wurde die einzige Quelle des Einkommens für alle Institutionen des Jisehub die Palästinakommis־ skm, die mit der Verteilung großer Hilfsgelder beauftragt wurde, und als Konsequenz beaufsichtigte die Kommission alle Zweige des jüdischen Lebens in Palästina. Da die Judenschaft Palästinas in Parteien zerrissen war, mußte die Palästinakommission sich angstlieh davor hüten, den Anschein zu erwecken, als begünstige sie eine Partei vor der andern, und das, obwohl die Vertreter aller zionistischen und jüdischen Gruppen in der Hand der Kommission die Kontrolle über alle Aufgaben konzentrieren wollten. Als aber die Zeit fortschritt und der Jisehub stärker wurde, begann man diese Politik zu kritisieren und verlangte eine Trennung der Kontrolle über die in Palästina zu verteilenden Gelder und über die anderen Zweige der Tätigkeit der Palästitiakoimnisskm. Da keine Körperschaff existierte, die den Jisehub repräsentiert hätte, war es für die Kommission kaum möglich, diesem Wunsch zu entsprechen. Gemeinsame Sitzungen der Vertreter des Waad Hasmani (dessen Aufgabe die Vorbereitttng der Konstituante war) und der Palästinakommission wurden allerdings abgehalten, und die führenden Männer des Jisehub waren stets mit der Politik der Kommission einverstanden. Die Kritik verlangte indessen eine mitbestimmende und nicht mir beratende Stimme in den wichtigsten Angelegenheiten. Die Mitglieder der Kommission erkannten selbst die Tatsache an, daß eine Körperschaft, die zur Kriegszeit als eine Unterstützungsorgani sation ausgesandt word*11 war und damals unter abnormalen Bedingungen arbeitete, ihre ursprüngliche Form unter veränderten Umständen nicht beibehalten konnte; aber während die Kommission anerkannte, daß den Wünschen des Jisehub, dessen verschiedene Parteien eine palästinensische Vertretung in der Kommission verlangten Rechriung zu tragen sei, mußte sie gleichzeitig andere Wünsche zunächst unberücksichtigt lassen, bis die ganze Frage der zionistischen Organisation in Palästina geordnet sein würde, was früher oder später der Fall sein müßte. Das war mehr eine Angelegenheit für London als für Jerusalem, und Ussischkin feilte bei seiner Ankunft in Palästina sofort die Beschlüsse mit, die diesbezüglich gefaßt worden waren. Die Forderung nach einer palästinensischen Vertretung in der Körperschaft, die das hauptsächlichste Instrument der zionistischen Organisation in Palästina darstellt, ist völlig erfüllt worden. Von den 1 i Mitgliedern der neuen Palästinakommission sollen drei direkt von den Juden Palästinas gewählt werden, sechs sind vom E. A. C. ernannt worden und die Weltverbündc ״Misrachi“ taut ״Poale-Zion“ werden je ein Mitglied ernennen. Wenn die letzten beiden gebürtige Palästinenser ernennen werden, wird in Wahrheit mehr als die Hälfte der Mitglieder der neuen Palästinakom- «lissfcm aus Palästinensern bestellen. Die zionistische Kommission in ihrer bisherigen Foren hört auf zu existieren; sie wird zusammen mit den! P a 1 ä s t i n a a in t und dem Nationalfonds Teil einer neue 11 Organisation werden. Der Judenheit Palästinas ist jetzt die größte Möglichkeit gegeben, einen starken Einfluß auf die zionistische Arbeit in Palästina auszuüben. Alle Juden vertrauen darauf, bald die Früchte dieses Einflusses zu sehen, der in chm kommenden Jahre« ständig wachsen wird. Zum amerikanischen Delegiertentag (Eine interessante Besprechung der ״Zionist Review“.) The Z i o 11 i s 1 1•! e v i e w, das offizielle Organ der Euglish Zi .;■!ist Federation, wirft in ■ihrer Nummer vom November dieses Jahres interessante Streiflichtei auf das Ergebnis der Ta;.mg in Chicago. Nachdem anfangs fcstgestellt wird, dali die Tagung äußerlich sicher einen großen Er folg־ darstellt und ׳eine eindrucksvolle Kundgebung der Stärke des Zionismus gegenüber dem Anti- Zionismus war, wird auf der andern Seite betont, daß weder die gehaltenen Reden noch die angenommenen Beschlüsse von besonderer Bedeutung sind. Hervorgehoben wird der Standpunkt in der Einwander u 11 g s f r a g e. Hier stehen die amerikanischen Zionisten auf einem extrem in i 11 i m a I i s 1 i s ch e 11 Stand■ punkt. Sie wollen (insbesondere ist eins der Standpunkt von Br and eis) überhaupt keine Einwanderung vor vollständiger Sanierung des Landes. Bemerkenswert .war ohne Zweifel auch der Beschluß wegen des amerikanischjüdischen Kongresses. Hierzu schreibt ״Die Zionkt Review“: ״Einerder bemerkenswertesten Beschlüsse der Gonvention war die einstimmige Annahme der von Stephen Wise vorgeschlagenen Resolution, daß der amcrikaiiisch-jüdisebe Kongreß wieder einberufen wer• den soll. Dieser Beschluß macht die Frage der Be- Ziehungen zwischen Louis Marshall und Jakob Schiff zum Zionismus von neuem akut. Ihre gemeinsame Arbeit mit Sokolow, Judge Mack und anderen Zio- Insten i!1 Paris lind ihre Unterstützung palästinen- Bischer Institutionen hat es unzweifelhaft für sie leichter als früher gemacht, die Brücke zu überschreiten und sich der Bewegung an/uschlieCe». Dieser Schritt würde außerordentlich populär sein und würde in emdrueksvoller Weise zeigen, daß die Führerschaft im Zionismus in keiner Weise mir einer geschlossenen Gruppr zukommt. Es ist da noch eine andere Sache, die init der Frage der Persönlichkeiten zu tun hat, und die so akut geworden ist, daß sie die Organisation und die Betätigung der Zionisten sowohl in Amerika, als auch in Europa von Grund auf ändert. Die Regierung hetrachtet die Zionisten nicht nur als die Sprecher des jüdischen Volkes in Beziehung auf Palästina, sondern in Beziehung auf alle jüdischen Angelegenheiten. In den Vereinigten Staaten ist die Organisation damit 1k״ schäftigt, eine besondere Abteilung für europäische Angelegenheiten zu schaffen. Trotz dieser Tatsache und trotz ihrer Betätigung in dieser Richtung wurde die amerikanisch-zionistische Föderation wiederhol! wegen ihres geringen Interesses für diese Art von Pro־ Meinen angegriffen. Die Zionisten sahen sich ge zwungen, unter dem׳ gleichzeitigen Druck der Regierungen und der Judenheit ihr Interesse Fragen zirzuweiiden, die früher außerhalb des Rahmens der zionistischen Tätigkeit lagen. Die Situation ist schwierig. Es muß ein Weg gezeigt werden, wie ari* jüdischen Kräfte für die Lösung aller jüdischen Fr!- gen mobil gemacht werden können. Die amerikanisehen Zionisten sind nicht ängstlich darauf bedacht die jüdische Führung in Amerika zu monopolisiere!:. Sie würden es Lm Gegenteil freudig begrüßen, wen« sie die Verantwortimg bei der Lösung dieser Probleme mit anderen teilen würden. Der jüdische Kongreß könnte als die gemeinsame Plattform dienen, mittels deren die zionistische Organisation und der einzelne Jude, der, ohne organisiert zu sein, doch Zionist ist, /'■ .imstande " binetts a viele der Wicklung nisten.“ Diese blemes ist Interesse. 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