Mannheim
Compact Memory

Jüdische Rundschau · 1919-11-21 · Heft 82 (21.11.1919) · page 5

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXIV (1919)
Issue
Heft 82 (21.11.1919)
Date
1919-11-21
Page
– (sequence 5)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
94% known words query
IRI
…/2651273-2652135-2652217--12658-2670315
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Kt. 82_י; JUED1SGHE RUNPBCÜAU_Seite 641 Jahr 1919/20 die Juden und Deutschen nur im Verhältnis zu dan Prozentsatz dieser Bevölkerung m der gesamten Bevölkerung der ehemals preußisehen Teilgebiete angenommen werden sollen. Dagegen ist uns nichts bekannt geworden, daß Anträge ohne Angabe von Gründen zurückgewiesen worden wären, wir 11 alten es für ausgeschlossen, gez. Swiecicki. Die Prozentnorm, diese jeder Gerechtigkeit Hohn sprechende Maßnahme aus der Zeit des zaristischen Regimes, wird also aufrechterhaiten. Mit um so größerem Nachdruck muß die strikte Innebaltung des Friedens- Vertrages gefordert werden, da nur auf dieser Basis die Möglichkeit besteht, daß die jüdische Bevölkerung in Polen ein einigermaßen menschenwürdiges Leben führt. Die jüdische Schule in Posen - Schiedsgerichte Am 7. Oktober hat die jüdische Schule in Posen eine neue Klasse mit 21 Schülern eröffnet. Herr Lehrer N e u f e 1 d ist der Schule mit dem gleichen Tage von der städtischen Sch ul Verwaltung überwiesen worden. Die jüdische Schule besteht nunmehr aus drei Klassen, in denen von drei Lehrern 78 Schüler unterrichtet werden. Diese schnelle und glückliche Entwicklung ist überaus erfreulich und zeigt, was man mit energischer, zielbewußtet Arbeit, wie sie seit einem Jahre von dem Jüdischen Volksrat in Posen geleistet wird, erreichen kann. i! ' Der ״Jüdische V o 1 k s r a t“ in Posen hat beschlossen, Schiedsgerichte ins Leben zu rufe®, die *!ständig sein sollen, wenn ihre Zuständigkeit von den Parteien vereinbart ist. Die Wahl der Schiedsrichter erfolgt durch den Jüdischen Volksrat in Dosen. Eine Schiedsgerichtsordnung ist ausgearbeitet worden, und es wird allen, ohne Rücksicht auf Nationalität und Religion, fragest eilt, sich in Rechtefällen, die der Entscheidung des Schiedsgerichts unterbreitet werden sollen, an das Büro des Volksrats au wenden. Wirtschaftliche Zurücksetzung Das ״Mitteilungsblatt des Jüdischen V o I k s r a t s Pose dessen Oktobenheft uns soeben zugegangen ist, bringt einen Artikel, der an der Hand von Beispielen beweist, was die Polen unter der oftntals zugesicherten ״Gleichberechtigung'־ verstehen. Der Handel mit Getreide, Kartoffeln und anderen Waren, die der Zwangswirtschaft unterliegen, wurde alteingesessenen jüdischen Familien entzogen und polnischen׳, zum Teil erst ganz neuen tstandenen Firmen übertragen. Als auf Beschwerden hin Äh einigen jüdischen. Firmen die Erlatibnis erteilt wurde, geschah dies deutlich im Zeichen der Prozentnorm. Man legte übrigens nicht einmal die Beteiligung der Juden an Handel Und Industrie, wo sie einen weit höheren Prozentsatz als im allgemeinen Leben darsteBem, sondern ihren׳ prozentualen Anteil an der Oesamtbevölkerung zugrunde. Ebenso wird die Zuteilung von Waggons für KartoffelUefertragen tBtd der Erwerb von Grundstücken in Stadt und• Land nach der Prozentnorm bestimmt. Die Folgen solcher Behandlung sind nicht abzusehen. Die Verkäufe jüdischer Firmen an Polen nfetanen von Tag zu Tag größeren Umfang an, der Wegzug angesehener jüdischer Kaufleute und Industrieller - daneben naturgemäß auch jüdischer Anwälte und Amte — wird von der zurückbleibenden Judenheit mit banger Soige beobachtet Warschauer Brief Tagungen. — Die Namensänderungen. tat Oktober haben eine Reihe von Tagungen statt- נe fanden, die allgemeineres Interesse beanspruchen, Die er Jüdischen Volksparfcp nahestehende« Parteien und Agitatoren veranstalteten in Warschau eine ״Kultur- Jionferen z“, die sich in dreitägigen Sitzungen mit Fragen der jidischen Kultur und Sprache beschäftigte. Vom 15. bis 18. Oktober tagte in Lemberg eine Konferenz der ostgalizischen Poa le-Zion, bei der vor allem zwei Fragen im Mittelpunkt der Ver- Handlungen standen, ta der Frage der Zugehörigkeit zur zweiten oder dritten Internationale entschied die Ver- Sammlung gegen eine starke kommunistische Minorität für das Verbleiben in der zweiten Internationale. Ferner richtete die Tagung an den Weltverband die Auffordenmg, an den Arbeiten des zionistischen A k tionskom i t e s und des zionistischen Kongresses keinen Anteil zu nehmen. Im übrigen wurde beschlossen, für die jidische Sprache eiiuutreten. Zur gleichen Zeit mit der Poale-Zion tagte auch der galiziscne Bund (Z. P. S.). * 13er Landtag hat sich in einer seiner letzten Sitzungen mit der Frage der Namensänderung besdiäftigt. Dieses Problem ist dadurch akut geworden, daß viele Juden sich der herrschenden antisemitischen Bewegung dadurch ’zu erwehren suchen, daß sie ihre Namen in polnisch klingende Namen umzuändern suchen. Die Assimilamten unterstützen diese Bewegung aufs wärmste. Nun hat der Landtag beschlossen, daß jede Aenderung eines Namens mir gegen eine Gebühr von 3000 M. gestattet werden darf. Ausdrücklich heißt es in dem Gesetz, daß der ״u «polnische Klang eines Namens kein genügender Grund für die Aenderung“ »st. Die ganze Tendenz zur Namensänderung stellt natürlich eine Feigheit schlimmster' Sorte dar, und es kaum vom jüdisch-nationalen Stand״ punkt aus nicht bedauert werden, wenn diese Namensänderangen erschwert werden. Die Tendenz des Be- Schlusses ist freilich antisemitisch, Statistik der jüdischen Arbeiter in Polen Laut den ,letzten statistischen Daten beträgt die Zahl der jüdischen Arbeiter in Polen, d i e in Gewerkschaften organisiert sind, mehr als 90 000, Davon werden etwa. 50 000 dem ,,Bund‘• etwa '34 000 den Poale-Zion lind öüW) den ״Vereinigten Sozialisten“ z «gerechnet. Vorspiel zu den Kultuswahlen (Von unserem ..Wiener Korrespondenten!. W. Wien, 9. November 1919. Die Kultuswahlen stehen vor der Tür. Zwar ist das neue!Wahlstatuf, das der Kultusvorstand nach monatelangen Verschleppungen beschlossen hat, bis heute nicht von der Behörde bestätigt, aber man weiß, daß diese Bestätigung nicht mehr lange auf sich warten lassen kann und daß dann die Wahlen ausgeschrieben werden müssen, so schwer sich auch der heutige Kultus- Vorstand dazu entschließen wird. Genau vor einem Jahr, ain 2. November 1918, hat der Kultusvorstand: mitten in den Stürmen der Revolution eine Weile eingesehen, daß er die tatsächliche Führung der jüdischen Massen längst nicht mehr hat, daß es niemand einfiel, Hin anzurufen, als er galt, die Interessen der Juden zu verteidigen und daß er daher keine Daseinsberechtigung mehr hat. Alles scharte sich damals um den Jüdischen Nationalrat und die 'Massen verlangten stürmisch, daß die Gewaltherrscher durch einen Handstreich aus der Kultusstube vertrieben werden. Der Kultuspräsident Dr. Stern, der mit eigensinniger Selbstherrlichkeit die Gemeimie im volksfeindlichen Geist regiert hatte, mußte abdanken und der Kultusvorstarid verpflichtete sich, binnen acht Wochen ein neues demokratisches Wahlrecht zu geben. Bekanntlich ist später die Demokratie Mätec den Tisch gefallen und es kam nur zu einer Reformierung des reaktionäre!) Wahlrechts. Trotzdem wissen die Herren zif gut, daß ihre Stunde geschlagen hat >U11d sie rüsten sich schon jetzt für den Wahlkampf. Die Mittel, die dabei angewendet werden, sind allerdings höchst ktöiose. ln geheimen Kociventikeln wird infriguüen, ein großer Apparat von Lüge und Gift wird in Bewegung gesetzt. Man hat glücklich ein Schlagwort gefunden, in dessen Zeichen man den Kultuskainpf zu führen gedenkt. Die ׳ Forme! lautet: ״G leiehberechtigung oder Minoritätenschlitz.“ Der Ton liegt ajif dem ״oder“. Anläßlich des Antrags Stricker in der Nationalversamrnhing auf Zulassung des freien Bekenntnisses zur jüdisehen Nation wurde in de» Tageszeitungen eine Er- Klärung der ״Oesterreich!sch-Israelitischen Urion“ veröffentlicht, die offensichtlich nur den Zweck hat, die jüdische Oeffentlichkeit irrezuführen. Durch dieses Wahlmanöver soll nämlich der Eindruck erweckt werden, daß die Zionisten mit den Antisemiten gemeinsame Sache machen, ln ganz ähnlichem Sinn, nur etwas ausführlicher und ntit ungeheuerlichen Verleumdungen ist ein Flugblatt derselben Gruppe abgefaßt, an deren Spitze sich der Universitätsprofessor Dr. Körnigst ein gestellt hat. In diesem Fli^gblatt wird den Zionisten nicht nur vorgeworfen, daß sie die öffentlichen Gelder der Kultusgemeinde Wir ihre politischen Zwecke mißbrauchen wollen, sondern vor allem auch, daß sie auf die staatsgrund gesetzlich verbriefte Gleichberechtigung verzichten wollen und, eine Sondergesetzgebung Wir die Juden an streben. Symptomatisch ist es, daß sich die Assimilanten bei diesen Umtrieben eines Werkzeugs bedienen, das ihnen ein entgegenkommender Zionist geschmiedet hat; sie zitieren nämlich das Buch des Zionisten Dr. Ignaz Zollscha n*), der unter der Maske einer sogenannten ״Wissenschaft" jüngst in einem Buch die ganze verkrachte assimilatorische Ideologie wieder aufgewärmt hat. Eta Fall, über den noch ernsthafter zu sprechen wäre, (wobei natürlich nicht gemeint ist, daß man Dr. Zollschan an der Aeußeramg seiner ״Wissenschaftliehen״ Meinung hindern soll oder will, wie er in seiner Überreiztheit behauptet hat). Der Klub der Wiener jüdischnationalen Majutatare in den öffentlichen Vertredungskörpen* bat an Dr. Königstein einen offenen Brief in der ״Wiener Morgen zeitimg“ veröffentlicht, worin er sich gegen die unanständige Kampfesweise verwahrt und den Professor auffordert, für seine Be- Impfungen Beweise zu erbringen, wobei die Tätigkeit dieser Art von Fhigblattjuden gebührend charakterisiert wird. Um den entstellenden, auf die Mentalität der Wiener Juden spekulierenden LügengeTüchten entgegenzutreten, hat der Jüdische Nationalrat zur Feier des Deklarat ion s tage s am 2. November eine große Massen- Versammlung einberufen, in dtr Oberrabbiner Dr, Cha je s und Abgeordneter Stricker es unternahmen, die Öffentlichkeit über die Wahrheit betreffs der Minderbeitsrochte aufzuklären. Oberrahbmer Dr. Cbajes hielt eine ־wahrhaft klassische Rede, in der er in leicht faßlicher Weise die wichtigsten Punkte des Minorität«*- Vertrages erörterte und die daiin Gesetz gewordenen \ *') Auf das wir noch genauer dngeiien werden. (Die Red.) Gedanken erklärte. Dr. Chajes wies darauf hin, daß erst durch diesen Garantievertrag, der auf die Initiative des ״Komitees der jüdischen Delegationen“, jener Vertretung der Nationalräte, zunückzuführen ist, die Gleichberechtigung der Juden wirklich verbürgt ist; der int ernationale Schutz des Völkerbundes ist insbesondere in der heutigen Zeit, wo in den besiegten und neugebildeten Staaten die Regierungssysteme jede Weile wechsein können, eine viel sichere Gewähr als die innerstaatliche Verfassung, welche jederzeit durch eine ans Ruder kommende reaktionäre Partei zu unseren Ungrinsten geändert werde« kann. Das zeigt sich z. ß. jetzt in Ungarn, jenem Land, dessen Juden immer so stolz auf ihre Freiheit und Gleichberechtigung waren und sich in Assimilation und in Ableugmmg des allweltlichen Zusammenhanges des Judenvolkes gar nicht genug tun konnten. Nachdem Dr. Chajes dargelegt hatte, daß alle Befürchtungen in dieser Richtung und die falschen Ausstreuungen über die angeblichen Tendenzen der jüdischnatkmalen grundlos sind, wandte er sich dem positiven Teil des Minoritätenschutzes zu, verwies auf unsere jüdischen Lebensbedürfnisse und sagte: ״Daß wir immer nur um üleichberechtigung betteln und «ns damit genug sein lassen, ohne uns unserer Verpflichtung als Juden bewußt zu werden, da s i st unsere Schand e,“ Dieses Wort ist ein willkommener Anlaß zu einer F'lut von Angriffen, als deren Hauptquartier Dr. Blochs ״Oesterreichische Wochenschrift“ sich etabliert hat. Die letzte Nummer bringt gleich zwei Artikel verwandten Ungeistes. Der eint, dessen Autor anonym bleibt und für den daher den Herausgeber die Verantwortung trifft, versucht, die gegenwärtige Notlage der Ostjuden, die in Wahrheit ein Resultat der verhängnisvollen Lügen- Politik der assimilatorischen Oberschicht war, welche, ohne mit dem Volk den geringsten Zusammenhang zu haben, eine fiktive Führerrolle sich anmaßte, als Folge des Minoritätenschutzes hinzustellen. Die frühere Zeit sei doch so viel besser gewesen! Gleichberechtigung oder Minoritätenschutz, (das sei jetzt die Frage). Der andere Artikel ist von Herrn Siegfried Fielscher, dem Sekretär der ״Union“, gezeichnet, der seit der Revolution außer ein paar antizionisftischert Erklärungen in den Zeitungen nichts von sich hören ließ und jetzt wieder pls Feldherr im Kuituswahlkampf am der Versenkung tritt. Beide Artikel sind sich natürlich von vornherein darüber einig, daß es ausschließlich auf die ״wirtschaftliche Nützlichkeit“ ankommt. Von der Notwendigkeit der Entfaltung positlver jüdischer Kräfte, des Wiederaufbaus des Judentums, der Wiederbelebung des jüdischen Geistes ist selbstverständlich überhaupt nicht die Rede, und was bedeuten auch derartige Lappalien angesichts der Tat- Sache, das z. B. ta Frankreich ein Jude Finanzmtaister ist! Beide Artikel illustrieren ungewollt jedem Mensehen, der noch einen Funken jüdischen Gefühles hat wie wahr, wie tragisch wahr das von ihnen bekämpfte Wort des Dr. Chajes von ״unserer Schande“ ist. Die Herren, die soviel von der Gefahr des Antisemitismus sprechen und den Jüdisdmatkmalen Vor- Schubleistung vorwerfen, sind allerdings nicht 2u sehen, wenn es sich um wirkliche Bekämpfung des Antisemitismus handelt. Mit Recht hat sehen Abgeordneter Stricker in seiner Rede in der erwähnten; Massenversammlung darauf htagewiesen, daß der Schutz der bedrohten Juden gegen antisemitische Uebergriffe ausschließlich in den Händen der Natianaljuden liegt und .daß nur von ihrer Seite wirksame Abwehr geschaffen wurde, während sich z. B. die jüdischen Universitäts- Professoren, die Mitglieder der ״Unäan“ sind und Flugblätter verbreiten, bei der Vertreibung jüdischer Studeuten von der Universität wortlos verkriechen, la dm letzten Wochen zeigte sich bei mehreren Anlässen deyfc-. lieh, wer den Antisemiten furchtlos entgegentritt. Seitdem die Regierung nach der Pogromhetzvexsammlung vom 5. Oktober die Abhaltung derartiger öffentlicher Demonstrationen verboten hat, haben die deutschnationaten Studenten, diese Blüte der deutschen InteQigene, einen anderen Weg gefunden, um ihm» nie versiegenden Ftekteamut zu betätigen. Sie blockieren jeden Sonntag die in die Leopoldstadt führenden Brücken und attackieren jeden Juden, indem sie ihm den Bart zupfen, Schläge versetzen usw. Lange konnten sie ihr Unwesen nicht treiben: Die jüdischnationale Jugend ist ausgezogen, und die heldenhaften Deutschen bekamen zu spüren, daß man sich nicht ungestraft an Juden vergreifen darf. Tnotzdem wird dieses Vergnügen jeden Sonntag wiederholt. Es muß allerdings anerkannt wenden, daß die Polizei mit Entschiedenheit jeder Veranstaltung von Exzessen «itgegentritt. - - Auch an anderen Orten macht sich der antisemitische Tatendrang Luft. So wunde z. 8. der sehr starke ״Wirtschaftsverband der nichtaktiven Gagisten“, dem zahlreiche jüdische Reserveoffiziere angehörten, kürzlich in einen: antisemitischen HetZverein schlimmster Sorte umgewandelt. Ebenso wird auf den Hochschule« eine immerwährende Hetze betrieben, und vor einigen Tagen hat sogar der Rektor der Universität in einer deutschsiatkmalen Studenten- Versammlung erklärt, die deutschen Studenten müßten mehr arbeiten und studieren,!um den ״Feind“ zu verdrängen. Der ״Feind“ sind die Juden, von denen komischerweise dieser Inhaber des höchsten wissenschaftlichen Amtes tadelnd sagte, daß ihr Fleiß und ihre wissenschaftliche Befähigung eine Waffe sei, die ihnen entwunden werden müsse. Zahlt die Zionistensteuer!

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.