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Jüdische Rundschau · 1919-11-21 · Heft 82 (21.11.1919) · page 2

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXIV (1919)
Issue
Heft 82 (21.11.1919)
Date
1919-11-21
Page
– (sequence 2)
Language
German
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Seite 642 jölDISOHE RUNDSCHAU Nr. 82 Nr. 82 falls aber muß das Privatkapital, das nach Palästina geht, den Weg zu seiner Betätigung über die Zionistisehe Organisation finden und darf nicht frei wirtschaften. Die kommende Einwanderung muß organisiert und reget- *' iiert sein, und zunächst müssen die opferbereiten Chaluzim kommen, auf deren Organisierung, die ganze Energie der zionistischen Bewegung konzentriert werden müßte. Die sogenannte Araberfrage in Palästina ist mir ein Gegensatz zwischen jüdischen und arabischen Kapitalisten, nicht ein solcher zwischen den Arbeitern. Das Land hat Platz für jüdische und arabische Arbeiter. Am! Abend des 2. November sprach im Londoner Eastend in einer Versammlung der Poglc-Zion Bcrl Katznelsohn, der Delegierte der palästinensischen Achduth-Haawodah. Er sprach von der schweren Krisis, welche der jüdische Sozialismus gegenwärtig durchmacht, und von der Gefahr der Entfremdung der Gruppen in den einzelnen Ländern, die nur durch stete Fühlungnähme untereinander und besonders mit der palästinensischen Arbeiterbewegung gebannt werden kann. Auch er sprach über die palästinensischen Genossenschaften und ihren Gegensatz zu den europäischen Kooperativen. Diese leben überall innerhalb der Beziehungen der kapitalistischen Welt. In Palästina ist ein fortwährendes soziales Neuschaffen. Während die Arbeiterschaft in der Welt nicht das Bedürfnis hat, die Produkte zu verbessern, arbeiten die Mitglieder der palästinensischen Genossenschäften fortwährend an fachlichen Verbesserungen, und die Konferenz, die kürzlich in Merchawia stattfand, beschloß neben allen politischen Resolutionen auch eine Resolution, welche die Einführung neuer Maschinen «ach Palästina verlangt Ebenso versuchten die Kvvuzoth das Familienleben der Genossenschaft anzupassen, der Frau eine Mitarbeit in der Genossenschaft zu sichern, «nd sie v״on ihrer Passivität zu befreien. Wenn in Palästina irgendwo Arbeitslosigkeit eintritt, bemühen sich die Kvvuzoth, in ihrer eigenen Mitte Arbeitsgelegenheitern zu schaffen. Als in Palästina während des Krieges Mangel an Nahrungsmittel« eintrat, dachten unsere Ge-!Wissenschaften nicht daran, die Lage auszunützen und Geld zu verdienen, Sondern, verbanden sich mit den Arbeitern, um ihnen entsprechend billiger die Lebensmittel zu verkaufen. Jede neue Gruppe hat ihre eigene soziale Individualität und löst die Probleme in individueller Weise. Katznelsohn kam darauf auf die Achduth-|riaawodah zu sprechen. In Europa werden politische Organisationen und Gewerkschaften auseitiandergerissen. In " Palästina hält man dies für einen großen Irrtum. Die Partei soll nicht eine Organisation zur Diskussion politischer Probleme, sondern zur -Verwirklichung bestimmter praktischer Ziele sein. Die Zustimmung zu einem Parteiprogramm ist nichts wert, wenn sie sich rieht im Leben in der Verwirklichung bestimmter praktischer Ziele sofort äußert. In Palästina führt alles sofort zur Verwirklichung, zur direkten Aktion, alber während in Europa die direkte Aktion nur die Farm des Generalstreiks angenommen hat, ist sie beimi jüdischen Arbeiter eiin ständiges Neuschaffen. Schon der Weg nach Palästina ist eine direkte Aktion. Der nächste revolutionäre Schritt ist die Hebraisierung des Arbeiters, die ihn in Verbindung bringt mit den geistigem Kraftquellen des Volkes, ln Palästina sind alle sozialen Fragen nicht Fragen weiter Zukunft, sondem der sofortigen Verwirklichung. Vor dem Aufbruch Von Bar Jochai. (Aus dem Hebräischen.) 1. Es steht außer allem! Zweifel und ist so klar, •wie es für manchen schon vor 15 Jahren klar war: dem Volk der Ghettos des Ostens tut ein Heimatland not. Viele Juden werden sich irgendwie den Verhältnissen anpassen, werden zugrunde gehen, werden abgeschlachtet werden oder entarten, aber das Volk im ganzen bedarf einer Heimat, einer tatsächlichen Heimat, nach der es massenweise strömen, wo cs mit all seinen Kräften, wenn es welche besitzt, feste Grundlagen errichten, Opfer, große Opfer, Volksopfer bringen und Genesung finden soll. Wird Palästina dieses Land werden? Ist Palästina in der Lage, das Volk aufzunehmen? Sofort oder später? Entspricht Palästina den Bedürfnissen unseres Menschenmaterials? Und verfügen wir über ein Menschenmaterial, das bauen kann? Wer mag auf diese grundlegenden, wichtigsten und ernstesten Fragen — Fragen des Lebens und des Todes eine entscheidende Antwort geben? Die das Galuth bejahenden Parteien haben den Mut und antworten: nein. Die Prediger des ״Geistes“ ■unter uns behaupten: Land — nicht, aber Zentrum — ja. Die aber, denen es a!uf die Existenz des Volkes ankommt, die ein menschliches Leben für das Volk ersehnen, die können kein Urteil fällen. — Man muß arbeiten! Man muß prüfen! Man muß alle Kräfte anstrengen und sehen, was sich daraus ergeben wird. Ali den hunderttausend Juden, «van den«! erzählt wird, daß sie bereits reisefertig sind, kann man nicht sagen: Kommet, Brüder, wir wollen mit euch unser Brot teilen. Man kann es deswegen nicht sagen, weil das geteilte Brot nur für Wochen, für Monate atisreichen wird. Und was dann? Das aber kann gesagt werden: Jüdische Jugend, Massen der Pioniere, Männer der Arbeit, Blüte des Volkes, wenn ihr nur vorhanden seid, wenn ihr gesund an Geist und Körper seid: kommet und schaffet hier die neue Gesellschaft! Machet den neuen Jischuw, den wahrhaft neuen1, wenn ihr es nur könnt! Für euch gibt es Platz! — — — Nein, nicht Katznelsohn sprach über die kulturelle Arbeit der palästinensischen Arbeiter. Er bezeichnete es als die Tragik der europäischen Arbeiterbewegung, daß sie den Arbeiter nicht durch Bildung fähig gemacht hat, die Macht wirklich zu übernehmen, in Palästina haben, dank der ungemeinen Opferfreude der Genossen, die jüdischen Arbeiterorganisationen auch die Bildungsarbeh in Angriff genommen. Spezielle Lehrer der ein- ■zelnen Gruppen sorgen für die fachliche und literarische Bildung der Arbeiter und vertiefen sein sozialistisches Bewußtsein. In der ganzen Welt ist vielleicht keine Arbeiterschaft so mit ihrer Presse verbunden, wie in Palästina. Die Ausführungen dieser prominenten Führer der beiden Gruppen in der palästinensischen Arbeiterschaft zeigen nicht nur eine Ueberei.nstim1nu.Ttg in der Auffassung über die Aufgaben der jüdischen Arbeit in Palästina, sondern auch eine erfreuliche Gleichheit der Stimmung. Das beweist, daß trotz des Scheiterns der Versuche, eine geschlossene Organisation der paläst in ensisehen Arbeiterschaft zu schaffen, doch die Möglichkeit enger gemeinsamer Arbeit gegeben ist. De Auffassungen beider Gruppen über die Frage des o rganisatorischen Zusammenschlusses sind in der heutigen Nummer der ״Jüdischen.!Rundschau“ im Feuilletonteil behandelt. Die Lage der Joden in der Slowakei (Von unserem Prager Korrespondenten.) III. Prag, im November 1919. Die slowakische Frage beginnt allmählich das Sphinxrätsel der tschechoslowakischen Republik zu werden. Fast von Woche zu Woche verändert sich׳ ihr Gesicht. Eben hieß es noch, daß Minister Sroi>;1 r nacli Prag übersiedelt sei und die eigentliche Leitung ׳des bevollmächtigten Ministeriums in Preßburg der sozialistische Abgeordnete Dr. Marko vi cz bei sehr einflußreicher Mithilfe eines Prager Ministerialrats übernoin!- men habe, ja es wurde schon von der bevorstehenden Auflösung der Prcßburger Regierung gesprochen. Plötzlieh ist Minister Srobär aber wieder in Preßburg und mit noch größerer Heftigkeit als zuvor setzen in der tschechischeu Presse die Auseinandersetzungar über die slowakische Frage wieder ein. Der agrarische ״Veribov“ gibt die Ausführungen eines Blattes der amerikanischen S!owaken wieder, in dem! die Tschechen heftig angegriffen werden und ihnen zum! Schlüsse geradezu mit einer Bartholomäusnacht gedroht wird. Dis scjzialdemokratische ״Prävo lidu“ bringt andererseits in seiner Nummer von» 31. Oktober nicht bloß einen ausführlichen Bericht über die Tagung der slowakischen Sozialisten in Rosenberg, auf der mit einer deutlichen Spitze gegen die von Srobär geführten slowakischen Autonomiebestrebangen die Einheitlichkeit des tschechoslowakischem Proletariats und Staates entschieden betont wurde, sondem aus der Feder seines Chefredakteurs, des Abg. Josef S t i v i 11, auch einen außerordentlich heftigen Am griff gegen Minister Srobär. Dieser wird nie anders als ״Diktator Srobär“ tituliert und ihm! die Schuld an dem magyarischen Einfall in die Slowakei gegeben. Stivin macht auch die aufsehenerregende Mitteilung, daß dafür euch verwöhnte Jünglinge, Bücherwürmer, die ihr auch nach den fünf grausamen Kriegsjahren noch immer Muttersöhnchen geblieben seid, auch nicht für euch, Chaosmänner, Broschürenkenner, die morgen Gecken werden, Stellungen suchen, die Angst haben vor allem( was körperlich schwer ist und lediglich nur dafür geeignet sind, Arbeit zu ״fordern“ — ihr alle, merket es euch von vornherein, daß Valutageschäfte zu machen und ein bolschewistischer Kommissar zu sein, leichter ist als Arbeiter in Palästina! Und kommt nicht später mit Forderungen an die Gesamtheit. Die Gesamtheit selbst aber muß es ihrerseits wissen, daß all die jungen Minner und Frauen, die kommen sollen und werden — wenn nur solche vorhanden sind und kommen werden —, nicht als Lohnarbeiter leben können. Wenn eine Möglichkeit für einen Arbeitsmann vorhanden sein wird, hier die Arbeit zu erlernen und in menschlichen Verhältnissen zu leben, dann soll er kommen und beginnen. Wenn dies aber nicht der Fall ist, wenn er hier zur Entartung und Untergang verurteilt ist — dann soll er nicht kommen und nicht beginnen. Einer dauernd anhaltenden Agonie kann kein lebendiger Jischuw entspringen. Und ferner: Was wird dieser Aufbruch für die gesamte jüdische Zerstreuung bedeuten? Besteht die Hoffnung, daß nach der Arbeit der Pioniere das Land fähig werden wird, ein jüdischer Staat zu werden? Ein Einwanderungsland für Hmnderttauscmde? Wer kann das wissen? Wenn dies auch möglich ist, so kann es nur nach vielen Jahrzehnten geschehen. Wann die Mehrheit des Volkes so sein wird‘, — soweit reicht der Blick unserer Augen nicht Eine sofortige Lösung der Auswanderungsfrage kann Palästina jetzt nicht gehen, sogar wenn wir alle Fortschritte der Technik mit hineinrechnen werden. Technik allein ist nicht in der Lage, solche Weltcreignisse zit vollbringen. Dazu würde man unbesetzte amerikanische Prärien brauchen und physische und geistige Kräfte eines Nomadenstammes. Und das alles fehlt. Auf jedem Schritt wird ein Jude auf einen Nichtjuden stoßen. Aber die Ditz ende und vielleicht Hunderte von Farmen, Genossenschaften, Kolonien und Arbeiterdörfer, die man sehr gut in der allernächsten Zeit!errichten kann: sie werden sein! Und sie werden mals Dr. Srobär mit Bela Kim zwei Zusammenkün() gehabt hat, Und schließt mit den folgenden Worte zu t em ^el ״Ich verwahre mich■ ganz entschieden gegen die Angriff ordriung vo des Blattes des Diktators Srobär (״Slovensky dennik1׳ nonvmen ist welcher tausende unschuldige Mensche Eines i durch H 1111 ger u 11 d Entbehrungen in Inte Öeffentlichk nie rungslagern hat peinigen lassem un wakei sind gegen seine politischen Gegner in dt eigentlich s Slowakei eine Schreckensherrschaft au! karpatboruss übt.“ Wenn man bedenkt, daß diese Anklagen, in de! gvur) bis ג gegenwärtigen Regierungsorgan stehen, kann man ihr Gebiet steht Bedeutung ermessen. Es ist bekannt, (Laß sich außer de fegt in den Anhängern der klerikalen HImkapartei, welche die L« lösischen <3! lösung der Slowakei vorn tschechischen Staat beinah!ade judenfr unverhüllt propagierte, und Magyaren vor allem Jude: und der rut unter den Internierton befanden, und daß auch herva! Abhaltung ) ragende zionistische und nationaljüdische Führer sauf Ihesen oft g< angesehene orthodoxe Rabbiner nicht verschont wunler ien, dürfen Bedeutungsvoller als dieser Angriff des Prager 1fl^treffen zialdemokratischen Blattes sind die Resolutionen de yischen q, ersten Kongresses der slowakischen Sozialdemokraten j . Rosenberg, In diesen ״verwerfe« sie mit Entschieden welche heit die sogenannte ״Autonomie der Slowakei“, welch( . . zur Zerreißung der einheitlichen Klasse des arbeiten s , r ,5!‘י. den Volkes führt“ und verlangen eine ״einheitliche Cie fr, a k,c setzgebung und Vollzugsgewalt“ Für die Uebergangs p^, zeit soll zwar das bevollmächtigte Ministerium für dir ' jj Slowakei weiterbestehen, es wird aber dessen ״Umbat a jntL.n־£ , in ein .Organ mit genügender Autorität, frei vor ™ Au to k r a t i s mu s, Einseitigkeit, Protei aß ־ t Ion s w i r t s cli a f t und undemokratischen ‘ Bürokratismus“ gefordert, ״welches sich das wirk “1״, ü. , liehe Vertrauen und die Unterstützung der breiten Schieb■ B L ' aa s ten des arbeitenden Volkes durch Kooperation aller den Republik treuen Parteien sichern würde“. DeutliclieA 0״ ■-ן. . kann man in einer offiziellen Resolution wohl sehn». 1*. nicht mehr werden. Von jüdischem Standpunkt und be• sonders vom Standpunkt des nationalen Judentums kan man diese Ansichten der slowakischen Sozialdemokratie! (und das sind zweifellos auch die der heutigen sozialisti-l sehen Prager Regierung) nur teilen. Denn auch für das , ... Judentum gilt der Gesichtspunkt der Einheitlichkeit, e״^en u wenigstens ideell. Tatsächlich differieren ja die slowaki- ,Vj,c|u.״ y. scheu Juden von den böhmisch-mährischen sehr erheblich, Werten Or besonders was ihre religiösen Ueberzeugun,gen und jüdijn sehen Inhalte anlangt. Trotzdem oder gerade deswegen ״r (jerjpjltc ist die Einheit des Judentums nach dem grundlegenden on1m€jscj1j,1< Prinzip des Zionismus auch das Hauptpost'ulat der ne״crunfi. tschechoslowakischen Nationaljuden. Und von welch unm ‘ ^g geheuer praktischen Wichtigkeit diese ideelle Forde- ״־je ' rirng werden kann, dürfte sich bei den in wenigen Mo- ';c^e. j• riaten bevorstehenden Nation alversaninilungs- ^‘! 1 wählen zeigen. Nach den Bestimmungen des von der!nanat Regierung vorgelegten und vom Vcrfassmigsausschuß . t|er״n S l der jetzt tagenden Nationalversammlung wahrscheinlich q. ß zum Teil, abgeänderten Entwurfes der Wahlordnung |t jjn{j n " für die künftige Nationalversammlung dürfte die Enfschei- 1*":*.!»ס W düng der Frage, ob die 400090 tschechoslowakische» . Juden in dem ersten gewählten Parlament eine Vertre- ”.s״e tung haben werden oder nicht, vor allem! davon abhängen, ob sie im ganzen Staate eine einheitliche , s ve Parteiliste aufstellen werden; mit anderen Worten: ob |tjscjM;ne^S0. die Juden in Prag und Brünn ebenso wie in Preßburg «nd ״״ Kaschau die Liste der einzigen jüdischen Partei im! Staate tj1 wählen werden. Nähere Mitteilungen hierüber seien bis ״a!ijscj1enC ן Imgen ange ine ganze A I'rcßburg) 1: äs das bei dis eben Kai um neuerli׳. pessc immer Heimat sein, Heimatland für die, die sie errichten, in ihnen wohnen und in ihnen geboren werden. Das ist die Arbeit für jeden jüdischen Sozialisten, wenn er sich nicht mit den Dskussionen über den Wirtschaftsprozeß und mit den Resolutionen gegen den Kapitalismus zufrieden gibt. Das ist der jüdische Sozialismus: Ke Besiedlung Palästinas auf kollektivistischen Grundlagen. Diese kollektivistischen Kolonien werden keine utopistisehen sozialistischen Kolonien sein, die den Zweck haben, Gott zu suchen oder launenhafte Phantasten ztr befriedigen oder die Welt aufzuklaren und irgend je mandem als Muster zu dienen. Eine Lebensnotwendigkeii sind 1ms diese Gemeinschaften, die wir errichten uni mit Schweiß und Blut werden sie im Namen unseres] Volkstums in Reinheit errichtet werden. . II. An der Sehwelle dieses Aufbruches, in Erwartung der neuen Wellen junger Arbeiter wurden letztens im! Kreise der jüdischen Arbeiterschaft in Palästina Versuche der Einigung gemacht, damit die Neuen, die kommen werden, die Ueberreste der vorangegangenen Pionierwelle als geschlossene Einheit im Lande vor sich haben. Und auch dieser Versuch mißlang! Er mißlang, obgleich alle einig sind, daß es keinen Platz für Trennung gibt. Augenblicklich gibt es unter der Arbeiterschaft Palästinas keinen Unterschied weder in Anschauungen, noch was Taktik betrifft Denn alle sind Zionisten und Sozialisten, ob sie sich so bezeichnen oder nicht. Alle sind sie treu dem! Gedanken der Ausdehnung der hebräischen Sprache und Kultur über das gesamte Lehen des Volkes. Das Herz aller hängt an den Befreiern der Menschheit und nicht an deren Unterdrückern. Erst nach langer mikroskopischer Untersuchung lassen sich Unterschiede und Nuancen in den» Seelenzustand der Parteiführer beobachten, die aber gar nicht für eine Zersplitterung ausreichen dürfen. Und trotzdem mißlang der Versuch. Und das rt einer Zeit, da das ganze Häuflein, das vom! zweiten Ai bruch übrig geblieben ist, am Rande des Abgrundes stel Und vielleicht eben deswegen. Eben weil wir a ' Rande des Abgrundes stehen. Die Vereinigung ist 1 Akt einer inneren seelischen Steigerung, das Resul ' :s \v: tai, k Wien, :int. in de!ung Taus den, s die 1 ien!Es is ihren, jh Be! die I der tuch rend .'r, c Pie

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