Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXIV (1919)
- Issue
- Heft 81 (18.11.1919)
- Date
- 1919-11-18
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
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Seite 036 JUEDISCHfi RUNDSCHAU Nr. 81 anerkannt werden. Krupnik weiß and?, daß zur Durdifülirung dieser Forderung gerade in letzter Zeit nicht wenig geschehen ist, cs braucht liier nur an die hehräisdie Sprachschule, das hebräische Seminar und den jüdischen Scliidvcran erinnert zu werden und an die Tatsache, daß heute in zahlreichen zkrnmtischcti Ortsgruppen der Provinz ernsthaft hebräisch geleint wird. Daß wir keinen Grund haben, auf unseren kulturellen Lorbeeren auszuruhen, ist selbstverständlich. Wir stehen «rat am Anfang dieser Entwicklung. Ist doch die Bekerrschting der hebräischen Spradie selbst nicht die letzte Forderung, sondern bedeutet sie nur das Mittel, das uns den Weg «1 den Kulturschäfzen des jüdischen Volkes eröffnen soll. Es ist aber nicht richtig, wenn Krupnik ■glaubt, jede Art von zionistischer Betätigung, die nicht giersönliche Weiterbildung betrifft, unter dem Sammel- «amen ״Politik“ ablchnen zu müssen, Der Zionismus wird sich niemals damit begnügen können, auf der einen Seite Palästina zu erbauen, auf der anderen dm׳ Rahmen der ״zionistischen Gemeinde“ jüdische Kulturarbeit zu treiben. Man mag mit Klatzkin meinen, daß die Diaspora zum Untergang bestimmt ist, man. mag •ah ihr «wiges Fortleben glauben oder bescheiden zugeben, daß wir über diese Frage nichts aussagen können;!unter allen Umständen wird die Diaspora noch viele!Generationen bestehen. Nur die Zionisten fühlen die Verant• wortung für das ganze jüdische Volk und!für die Fülle jüdischen Lebens. Sie dürfen sich der Aufgabe!nicht *ntzieben, mit allen möglichen Mitteln die Diaspora politisch zu stärken um! innerlich zu festigen, unr ihr die Möglichkeit der Mitarbeit aiu Aufbau von •Erez- Israel zu geben ,und um! auf der •anderen Seite so viel an jüdischem Leben im Galuth b״rvorzurufen und •zu sichern, als die Verhältnisse des Oalufh es!gestatten. Hierbei wird die von Krupnik geforderte enge :zionistische Gemeinschaft mit ihrem intensiven jüdischen Kulturstreben ein besonders wertvolles Mittel sein. Wir wissen, daß die Niciitzkniistcn, wenn auch in weitem Abstände, unserem Beispiel folgen. Wie sie sich langsam׳ der Palästinaforderung angepaßt haben, wie heute selbst der Volksbegriff nicht mehr das Schreckgespenst darstellt, das cs früher war, so wird *uch die Rückkehr zu jüdischer KuJtur •und zu jüdischem Leben,!nach der die Zionisten heute streben, von Jahr zu!Jahr auch den nichtzionistischeu Juden mehr und mehr als ein •Mtrebeo•werte« Ziel erscheine«. F. L. Palästina Stadtratsbcsclilüssc in Jerusalem Der Waad Hair faßte in einer seiner letzten Ver* »iiromhnng folgende Beschlüsse: 1. Kommunal- Steuer, ln bezug auf diese Steuer wird die Bcvölke- «mg in vier Kategorien eingeteilt, die 6, 12, 24 oder 30 eir, jährlich zahlen. Die öffentlichen Organisationen, ,wie die Anglo-Palästinabank, der Carinel Mizrahi, der Bezalel, die Zionistische Kommission, die amerikanische Aeratcveremigumg werden ebenfalls diese Steuer zu bezahlen haben, 2. Die sanitäre Abteilung des Waad Ha Ir. Diese Abteilung erklärt, daß die sanitäre Abteilung der Americain Zionist Mediän Union sich weigert, mit ihr zusammenzuarbeiten, obgleich beide «k• gleiche Arbeit haben. Es wurde beschlossen, der A. Z. M. U. ein Protestschrciben und der Zionistischen Kommisssion eine Kopie desselben zu senden. 3. ln Anbetracht der Knappheit des Weizens und seines stei- ((enden Preises wurde beschlossen, von jedem Bewohner —nK3BJLJBa**!JL£\aSl■■ fUL!—U—LJ—I——- ÜUÜ._JJSliJJiil'lJUWt'MWBai Das jüdische Volkslied in Merkblatt von F. M. Kaufmann, besprachen von J. M. Cargher. Zögernd nimmt man das Schriftdien in die Hand. Bald aber überzeugt man sich, daß hier ein Mann von westindischem Suchen nach da» Schätzen ostjüdisehen Lebens mit elementarer Kraft zu uns spricht: Gleich zu Beginn erfahren wir vom Verfasser, daß er als einer der ersten Westjuden den rein formalen Nationalismus gegen wesenhafte Vorstellungen und Erlebnisse östlichen Volksseins vertauscht habe, und wenn «s Bim gelungen ist, zu einem tiefreichenden Verbundensein mit dem Volke zu kommen, 90 verdanke er dies den jüdischen Volksliedern. Dieses Bekenntnis berührt aart die straff gespannten Seiten unserer Seele. Klar *rklingt es in uns wieder: Nicht formaler Nationalis- 8ms, sondern innigste Verbindung mit unserm Volke. Ein Programm für unsere ringende westjüdische Natioealjugend! Die seelischen Erlebnisse und praktischen Erfahrungen, die uns Kaufmann in seinem Merkfetatt enthüllt, zeigen uns deutlich die Schwierigkeiten auf die ein Westjude beim Eindringen in die märchenhafte Welt ostjüdischen Volkslebens überwinden muß, kann und soll. Diejenigen, die noch, keine lebendige Fühlung mit unserm Volke haben, kann das Merkblatt bei gewissenhafter Befolgung all seiner Ratschläge dein Leben unserer östlichen Volksgemeinschaft recht nahe bringen. Es lehrt sie, die gewohnten assimilatorischen Liebhabereien aufzugeben und echte von unechten Werten italischer Volkskultur zu unterscheiden. Zur Widerlegung der alten Vorurteile gegen die Eintönigkeit und Einfarbigkeit der ostjüdischen Weisen «wellt uns der Verfasser auf die melodischen und rythmi- «dien Besonderheiten des jüdischen Volksliedes, die Kühnheit •und Selbstständigkeit melodischen Linie in der synagogolcia Musik aufmerksam. Er zeigt uns, wie ha Jüdischen Volksliede mit den einfachsten Mitteln großen seelischen Erlebnissen und zeitlichen Schicksalen ewig« Denkmale gesetzt werden. Das Erklinget» des Elischen Volksliedes tut uns soviel Unnennbares und materielles kund, daß « uns bis Ins km ernte dringt Jerusalems zu verlangen, beim Waad Haiibüro einen Betrag zu hinterlegern, der den Kosten de» Quantums Mehl entspricht, dessen er bedarf, um Weizen im ganzen m einem ermäßigten Preis einzukaufen. Die Ziojüstische Kommission soll ersucht werden, an diesem Einkauf sich für ein entsprechendes, von ihr benötigte« Quantum zu beteiligen. Die Kriminalstatistik Das Fehlen jüdischer Verbrecher Unter türkischer Herrschaft war ein charakteristisches Merkmal in Palästina, und cs ist interessant zu beobachten, daß der ule Ruf der Juden als gesetzestreue und ehrlich« inwohner .־wfrechterhalten bleibt. Die offizielle Kriminalstatislik für die Monate April, Mai und Juni dieses Jahres bringt keinen jüdischen Namen, obgleich das betreffende Gebiet alle jüdischen Zentrat ein schließt. Die Juden von Bagdad und Palästina b. Z. B. Unter da» jüdischen Familien Bagdads hat die Möglichkeit, ihre Kinder in den jüdischen Schulen Palästinas erziehen zu lassen, lebhaftes Interesse wachgerufen. Bis jetzt mußten sic ihre Söhne in die jesuitischen Institute nach Beirut schicken; nunmehr versuchen sie, Informationen über die Möglichkeit zu he kommen, sie in den Jaffaer höheren Schulen er* ziehen zu lassen. Besondere interessieren sie die Mög• lichkciten besserer Ausbildung ihrer Söhne als Vorbereitung für einen Uiüversitatskurs, technischer Aus• bikliing in Fächern wie Ingenieurwesen und Chemie und landwirtschaftlicher ׳Ausbildung! Trotz der 50 000 Seelen zählenden jüdischen Bevölkerung war'die Bagriader Gemeinde bisher noch nicht in engem Kontakt mit der Zionistischen Organisation, aber cs ist zu hoffen, daß diese große, wohlhabende und einflußreiche Oemeinde im Orient in Zukunft eine Quelle materieller und moralischer Unterstützung beim Wiederaufbau Palästinas werden wiidL Eine Tagung des lieclialtiz in Holland In den Zwisclietifeiertagen von Sukkoth fand in Donter bei Tvoelto eine Beratung der Chaluzim in Holland statt. Nach einer dreitägigen Berichterstattung und Debatte wurde eine Organisation des Hechalu* in Holland mit folgenden Statuten gegründet: I. Der Heclialuz In Holland ist ein« Organisation von jungen Leuten beiderlei Geschlechts, die «ich zur produktiven Arbeit für Palästina vorbereiten. 2. Der Heclialuz «teilt auf dem Boden des Auf bau 3 von Palästina durch jüdische Arbeit und durch die Renaissance der hebräischen Sprache und Kultur. 3. Der Hechaha ist bestrebt, die Einwanderung von produktiven Kräften nach Palästina zu fördern mit dem Zwecke, vor allem eine starke landwirtschaftliche Kultur zu schaffen. Er ermöglicht seinen Mitgliedern die Erlen• mtng dieser Kultur in Holland. 4. Der Hechahu Bucht sich mit allen Organisationen in Verbindung zu setzen, die auf dem Boden von produktiver Arbeit in Palästina stehen, 5. a) Die Mitglieder des Heclialuz haben ■ich entweder in der Landwirtschaft oder in einem anderen produktiven Beruf auszubilden. Das Hauptgewicht ist auf die Praxis zu legen, b) Jedes Mitglied verpflichtet sich, so lange in Holland zu bleiben, bis es nad» •dem Ermessen des Waads in seinem! Berut genügend ausgebildet ist. c) Nach der Anordnung des Waad» ist jede* Mitglied verpflichtet, unverzüglich nach Palästina zu gehen, d) Die Erlernung' der bebrüi«chen Sprache ist für jedes Mitglied obligatorisch. Es folgen eine Reihe rein organisatorischer Par»• graphen. Die Tagung faßte noch mehrere Beschlüsse, von denen die wichtigsten folgende sind: Die Tagung de« Hcchaluz in Holland fordert den ,,Hapoel-Hazair“ und die ״Achduth Haawodah“ in Palästina auf, im Interesse der Organisierung aller produktiven Kräfte, die Palästina atrfbauen wollen, möglich*! .■»■יי'«■ יוו־|.. י ■ - ■י■■■"'"]11!׳וייJgו«■ 3?! ■!, "■ י—1■־^״:!!'■״"!■»") Für diejenigen, die klangreines Aussprachen und Lesen jüdischer Texte erreichen wollen, weist (kr Verfasser die nötigen technischen Behelfe auf, die bestimmt zum Ziele führen. Sehr schön charakterisiert er die ostjüdische Singart. Seine Behauptung jedoch, daß im ostjüdischen Gesänge Viertel• und Acliteltöne mitschwingen und das ״reine“ Singen nicht angestrebt würde, müßte dahin eingeschränkt werden, daß dies wohl beim Natursänger zutrifft, beim.musikalisch gebildeten Chasen und Mcschorer hingegen auf peinlichste Sauberkeit tu Ton und Rythmus geachtet wird. Mit 14ccht weist der Verfasser in seiner Besprechung des augenblicklichen Standes der Sammelarbeit auf dem Gebiete des jüdischen Volksliedes auf die Gefahr bin, die allzu bequem vorgcnoinmciie Liederausgaben mit sich bringen. Er bespricht daher mit großer Genaue׳■ keit die grundjegensten Sammelwerke, die etwa 10ÜO Liedertexte und dazu 300 Melodien enthalt«!. Besondere Aufmerksamkeit schenkt er dem bahnbrechenden Werk von Ginzburg und Marek, den sorgfältigen und gewissenhaften Sammlungen von 1. L, Ca na 11 und Nojech Priiu zki und den zwei im ״pinke Q“ enthaltenen Volksliedersamnilungen. Dank müssen wir dem Verfasser für die Anweisung zur Benutzung dieser Sammelwerke wissen. Kurz und trcf«y fend bespricht er die Liederausgaben, die sich zum praktischen Gebrauch empfehlen. Die wertlosen Volksiiedersammlungen läßt er unerwähnt. Nachdem er die Frage, ob die Lieder der Volksdichter und des Badchcns als Volkslieder anzusprechen sind, kurz beleuchtet, kommt er 2u dem Ergebnis, daß eine Vermischung von badchunischen und Kunstliedern unstatthaft »ei: Er ist vielmehr dafür, daß solche Lieder in besonderen Ausgaben und an besonderen Liederabenden gesungen werden. Wem» dieser Standpunkt des Verfassers von den Veranstaltern jüdischer Volksliederabende leider mißachtet wird, «o wind ihnen •eine Stellung zu Programm, Bearbeitung und Vortrag des jüdischen Volksliedes erst recht mißfallen. Er ist aämlieh grundsätzlich und entgegen der bisherigen Ge► pflogenheit gegen Musikabende, an denen durch die Art der Vertonung und des Oeianges das Volkslied mm» Krnizcrütcd verfeinert wird. Bel ne»tafinn*ßige!L schnell einen Arbeitskongreß in Palästina ein zu. berufen, beschickt von allen Organisationen in Palästina » und in der Diaspora, die den produktiven Arbeit».! gedanken ln Palästina vertreten. . Die Beratung betont den Mangel einer gemeinsamen Arbeit der lIechaluz»rganis.a־(»onen, die in allen Landern zerstreut sind. Sie hält es für dringend erfordert!(!!, schon in der nächsten Zukunft ehe Wcltkonferfcnz de» Hcchaluz einzuberufen raut fordert die Hcdialuzorgaiüsationen in Polen auf, die Initiative in dieser Sache zu ergreifen. Die Tagung des Hcchaluz in Holland drückt ilq• Befremden darüber aus, dal! das Actio ns-Comi(c in Lundon in seinem letzten Rundschreiben den Hcchaluz in den Hintergrund schiebt, während es die Achusotti 18 den Vordergrund stellt. Die Tagung verlangt vom Actkms-Qjimtö eine positive Bezjchuiig zum Hechnliu und eine moralische und materielle Förderung, so daß der Hcchaluz den gebührenden Platz beim Aufbau Pa. lästinas ciimimint. Die Tagung macht das Actio ns-Comitö auf die Lage der jüdischen Massen im Osten aufmerksam und ver. langt, der Einwanderung von produktiven Arbeitskräften aus Osteuropa nach Palästina die größte Beachtung zu schenken. Von der Erkenntnis ausgehend, daß die jüdischen Arbeiter in Palästina das wichtigste Element im Lande darstellen, verlangt die Hechaluztagung vom Actions- ComiR, dem Palaatiiuamt in London Vertreter der jüdi- «eben Arbeiterparteien Palästina* zu kooptieren, damit sie ihre reidie Erfahrung unserer Sach« auf Verfügung stellen. ׳ Vom Hcchaluz ln Polen Anfang Oktober fand in Warschau ein« außer, ordentliche Plenarsitzung des Zentral, koiuitee« der H e ch a I uzorgan i 8 a tion in Polen statt, an der Vertreter des Hechahrz au» Litauen, Weißrußland, Großrußland und Oalizien tcilnahmen. Nachdem die Vertreter der einzelnen Landsmannschaften ausführlichen Bericht erstattet!üben, wurden Beschlüsse gefaßt, in denen u. a. die Schaffung der einheitlichen' Weltorganisation des Hechaha verlangt wird, zu deren Vorbereitung ein Arbe i tsaufschu ß eingesetzt wurde. Es wurde ferner über die Notwendigkeit gesprochen, einen Uebersiedhuißsfond» zu begründen, der die Aufgabe hat, Wanderungs- und Auskunftsbüro» in Warschau, Wien, Odessa, Jaffa und Haifa, zu unterhalten. Endlich wurde beschlossen, eine genaue Registrierung der Chaluzim durchzuführea. Chaluzim aus der Krim in Konstantinonel 1■ de» letzten Wochen gelangten ata der Krim zirka 150 junge Leute nach Konstantinopel, die auf den» Wpge nach Palästina sind. Ein großer Teil von ihnen sind Chaluzim1. Darunter befinden sieb auch Herr Trumpeldor, Vorsitzender des Zentralkomitee» dos Hcchaluz in Rußland und mehrere Mitglieder der Komitee« der Zeire-Zion Sücirußlands. Es konstituierte sich eine Ortsgruppe des Hcchaluz, bei der Ausbildungsgelegenhcit tür Handwerker gegeben wird, und zwar durch einen genossenschaftlichen Betrieb von Papicrachachtelfabrikation, Schuh werk und Süßigkeiten. 50 Leute sind landwirtschaftlich tätig in der jüdischen Kolonie Messila Chadascha, in der Nähe von Konstantinopel, wo eine Farm de» Hcchaluz im Entstehen begriffen ist Eine Formation der Chaluzini (Eisenbahnarbeiter) gehen in einigen Tage» nach IJalästina. Das Büro des Hechal uz in Konstant*- nopel funktioniert gut und steht in Verbindung mit Palästina, London Fbiri», Amerika, wie auch den Zcnlrea Südrußlands: Odessa, Rostow a. Don, Sinferopol, Bahn» mul Charkow. »״׳׳ .״■״ n 1,,.1*וי י!■*.■* tw religiÖKn Gesängen hält er eine Vertonung mit moderne« europäischen Melodien für stilwidrig. Manche Liebes- und Wiegenlieder, deren auf das einzelne Ich bezoguer Ton nicht überhört werden darf, will er überhaupt ohne Klavierklang hören. Damit sie ihre stillen Reize nicht einbüßen, verlangt er mindestens, daß sich die Vertonung unter Verzicht auf klangliche» Aufwand int Hintergrund halte. Alles Forderungen, die an Vcranitalter und Sänger den höchsten Mallstab anlegen, io» wesentlichen jedoch vollkommen berechtigt sind. Mit um so größcier Neugier erfüllt er uns durch »eine Ankündigung der als Ergänzung des Merkblattes f’ ’ ' ' ׳ ’ ' ‘ ' Wir erwarten von »einer Transkription und Bearbeitun£ der Lieder das Beste! Literarische Mitteilungen Der Verband der deutsche» Juden gibt ein apolo־ getlsclies Werk heraus dessen erster Teil: ״Dfe Guundlagen der jüdischen Ethik" demnächst erscheint In Orodno erscheint seit Anfang November eine tägliche jidische Zeitung: ״Der neue Morgen". In Bukarest erschien die erste Nummer qines illustrierten hebräischen Monatliches, unter dem Namen ״Jeschu run“, in dem lieft arbeiten Schrittsteiler aus Rumänien und Bessarabien mit Die Richtung ist zionistisch, mit misradütescheni Einschlag. In Minsk erscheint seit kurzem eine jidische zk>־ nistische Tageszeitung ״Pars Folk“ (Fürs Volk) unter der Redaktion des bekannten N&tionalökooosncO Dr. Ch. D. H u r w i t z ln Warschau erscheinen »eit diesem Herbst zwei hebräische Halbmonatsschriften: ״Zoffr i r i m“ (Morgengeistert und ״K a r m e n u" (Unser Weinberg). Letztere Zeitschrift »st illustriert und bat eine polnische Beilage. ln Lodz beginnt eine hebräische pädagogische Zwawochenschrift unter detfl Namen ״Hamadn cb“ (Wegweise*) zu eracbcinen.