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Jüdische Rundschau · 1919-11-18 · Heft 81 (18.11.1919) · page 1

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXIV (1919)
Issue
Heft 81 (18.11.1919)
Date
1919-11-18
Page
– (sequence 1)
Language
German
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Oktober, abends: 8 Uhr fand in den Räumen des Ilc17!-f:l11bs in Berlin eine größere Sitzung stiitt, nuf der Oberlehrer l)r. Arno W .ת ״ ו c r über ,,Gemcinschaftscrziehmi!;‘* sprach. Er führte aus: Die Aufgabe der jüdischen Schule muH im wesentlichen ia der Erziehung «1m Volkstum bestehen. Deshalb müssen, abgesehen von den jüdischen Wissenswerten, die die Schule vermlttclt und abgesehen von der Erziehung, die jeder Unterricht gibt, besondere Einrichtungen für dieses Ziel ״ctioffcn werden. Dabei ist als Grundsatz aufzustcllo«, dnli alle pädagogischen Gedanken, die Europa und die Welt gedacht haben, unabhängig davon, ob sie auf dem Boden jüdischen Geistes gewachsen sind, von uns verwertet werden. Ist doch die Erziehung zum Volkstum insofern bei allen Völkern eine gleichartige, als die Elemente jedes Gemeinschaftslebens erlebt werden sollen: Pflicht- •und Verantwortungsgefühl und Solidaritätsgefiihl. Am einfachsten ■und praktischsten ist diese Wirkung zu erreichen durch die Landcscr- 1 i e h u n g s h c i m c, die selbst idealisierte Abbilder jeder Art von Gemeinschaftsleben sind. Wo sich dieses System nicht entrichten läßt, können Schulgemeinde und eigene Verwaltung und Gerichtsbarkeit auch olutc die Lir.der/iehtiugsheiine angeführt werden. Dadurch werden zur Unterstützung der Erziehung, die an sich schon durch Lehrplan und Betonung des jüdischen Substrats nun Judentum führen soll, die Mittel geschaffen, die unter U e b c r \v i n d u 11 g eines überspannten und jede Gemeinschaft schädigenden, Individualismus durch Hervorhebung der gemeinschaftcrha!lenden und fördernden Tatsachen zur spczdalistisclicn Eiustelluiig der jugendlichen Menschen führen lutd damit eine Tendenz, zum Volkstum in hohem Maße gewährlei.׳■teil.' Iu der Diskussion macht Dr. Apt geltend, daß aut dem von Wagner empfohlenen Wege die Kinder aus der Familie gerissen würden. Der beste Lehrer sei schlechter als eine mittelmäßige Mutter. Rabbiner Di׳. Liebermann sieht int Elternhaus die gegebene Erziviiinigsstatte und in den Eltern das für die Jugend wibimiliclic Idealbild. In Wagners Vorschlägen vermißt er bewußte Anknüpfungen an jüdisches und jiidisehe Traditionen. Unsere Vergangenheit bietet die reellteil Anknüpfungspunkte. Dr. Schwabe setzt auseinander, es sei gefährlich in diesem Moment der Wendung inner- 11.de•, jüdischen Volke» prinzipiell vorauszubcsiimmcn, wo man auzu-et/eii habe. Das Ziel ist klar: Wir müssen zum jüdischen ziuiick, wir suchen es, aber der Weg dazu müsse gefunden und dürfe dicht vorgeschrieben werden. Der Hinweis allein helfe nicht, wenn nicht das Erlebnis zu lebendiger jüdischer Existenz zwingt. Die Jugend ist auf der Suche nach einem neuen Weg, sic lnt sich deutlich von Elternhaus und Schule, so wie sie sind, ah,gewandt, ■um in eigenen Bünden eine sie befriedigende Gemeinschaft zu finden. Für unsere künftige nationale Existenz ist Schule und Elternhaus giundhdi zu reformieren und die beste« Erkenntnisse Evnopas sind Zur Verwendung für um gerade gut genug. Wagners Darlegungen bedeuten nicht eine Absage an jüdische Inhalte, sondern ein Hinweis auf neue Formen, die mit den neuen jüdischen Erziohungsinhahen gefüllt werden solle«, die zu erarbeiten eine Aufgabe unserer Organisation werdett soll. Wagner liebt in seinem Schlußwort hervor, daß die Familie in keinem Falle als Institution, die zu der uns notw. ndigeu Gemeinschaft erzieht, gelten könne. Es cutspreche ihrem Wesen als Zwangsgcmeinschaft, daß •ie den Egoismus kultiviere und die Einstellung auf Getm-iiiscliaft hindere. Schwabe referiert daun über die Aufgabe der Organisaiion und ihre Durchführung: ״Erziehung ist kein Vorrecht von Lehrern und Beamten, In dem gcginwärtigen großen Werdeprozesse unseres Volkes ist faktisch nichts ohne erzieherische Wirkung. Der;«zt allgemein fühlbare Erziehungswille muß zusammengefaßt und verwertet werden. Die für die Erziehung ״■itwendigen Kenntnisse müssen geschaffen werden, Uh'iiso die Lim i1׳hiu11|;(*<1. Unser Ziel ist »Iso ein- ״',licndes theoretisches Studium sämtlicher in Betracht kommenden Fragen und schleunigste *Anwendung der Erkenntnisse. Wir wolle« keine Einengung durch vorgefaßte Theorien. Eltern gehören zu ins, wenn sie ernstlich die allgemeine Umbildung des Volkes begriffen haben und Erziehung ihnen nicht mir 'ine Anleitung zmn Existenzkampf und zur Erkiimpfuiiß ungestörter Versorgung ist. Erziehung zu Jeden und zu ,Mensche« ist uns eins, weil das eine r,'ü1c das andere nicht möglich ist. 'Unser Programm beißt: Zu jüdischen Erzichungsiuhahcu uns zurückzufinden. Ein Weg führt über das Hebräische. Alle Einzelheiten dieser Grmniforderung sind zu bearbeiten. 'Vir sind also eine Arbeitsorganisation. Dreierlei fehlt 'ms: I. Leilende Prinzipic« für die Erziehung, 2. Er- *klier, 3. Erziehungsmittel. Wir hätten uns im Rahme« •'•tnserer Organisation über die leitciHle« Prinzipien gc״«»-?eilig zu belehren und sic miteinander zu untersuchen. Spezialgebiete mülllen wir in besonder(׳« Fachgruppen!*'handeln. Auf diese Weise werden die Erzieher vor- {*.,reitet und gefördert. Damit der Erzieher wirken ‘•um, brauchen’wir Anstalten, Schulen, Seminare, Kurse ttsw. Wir können diese Institute nicht schaffen, aber Are Schaffung ermöglichen und erwirken, indem wir die wissenschaftlichen Prinzipien liefern und vielleicht ׳«rn Zustandekommen der Lehrmittel wie Bücher, Grundhisse, Anleitungen, Leitlinien usw. beitragen. Alle natio- 1“*!jüdische Erziehungsarbeit ohne Hebräisch erscheint als Absurdum. Alle Stoffe müßten mit Rücksicht ״Der Zlontirnu» erttrebi für das jCisßrehe Volk die Schaffung einer öffentlich-rechtlich gcilchcricn HcinuiiUfo In FalSsüna.'' Drielef Programm. auf ihre Darstellung in hebräischer Sprache behandelt werden. Hebräisch muß gleichberechtigte Verbandlungssprachc in unsere« Sitzungen sein, wir sind eine Berliner Organisation, wolle« uns aber über ganz Deutschland ausdehnen und alle »laüonalgesimitcn Lehrer umfassen, um auf diese Weise ein breites Organ für die Durchführung der kulturelleri Aufgaben zu schaffen." Auf Antrag des Vorstandes wurden claatn folgende Satzungen angenommen; 1. Die nntionaljüdische Lehrer- und Erzicherorgani• satkm macht sich zur Aufgabe, alle Fragen der jüdischen Erziehung und des jüdische« Unterrichtes theoretisch zu bearbeiten und ihre Ueberführung in die Praxis vorzuberciten und durchzusetzen. 2. Mitglied der Organisation körnten alle Lehrer und Erzieher werden, deren Arbeit nationaljüdisch oric«■ tiert ist. Sie sucht alle zu umfassen, die an jüdischer Erziehung theoretisch interessiert oder praktisch tätig sind. . 3. Von den Mitgliedern wird ei« Beitrag von 5 Mark jährlich erhoben. Die Zahlung iu Raten ist zulässig. 4. Die Verhandlungssprachen sitid hebräisch und deutsch. 5. Die Organisation zerfällt in Eiitzelgruppen, die, aus Spezialisten zusammengesetzt, besondere Öebietc der natkuialjüdisclien Erziehung und des Unterrichts untersuchen und bearbeite«. 6 ־, Die Organisation veranstaltet alle 14 Tage Vorträge, in denen allgemeine Erziehungs- und Unterriehtsfragen behandelt werden. 7, Die Resultate der Gruppenarbeit sollen gleichfalls alk 14 Tage der Vollversammlung zugänglich gcmacht werden. 8. Die Nntionaljüdische Lehrer- und Erzieherorganisation betrachtet sich als das berufene Organ für! das Studium der Aufgaben der »ationaljüdischcn Kulturarbeit und deren Lösung. Durch die Arbeit in der Organisation soll der «ationaljüdischcn Kulturarbeit, Hie ihr »!kommende Stellung garantiert und ihre dringend notwendige Durchführung beschleunig( werden. ö. Die Organisation ersticht die Schaffung von gleich- . artigen Organisationen in Deutschland und ihre Zuj sainmcnfassmig. Am Ende konstituierten sich Faclisektionen; eine | Eachseklioii für Kindergärtnerinnen, die inzwischen zu! arbeiten an״cia11;;r« hat, eine Sektion für Didaktik der j sprachlich-historischen Fächer, eine Sektion für lüiusliehe Erziehung. Auf Antrag des Vorstandes wurde ihm der Auftrag׳ erteilt, sofort einen Aufruf an alle nalkmalgcsimttoif Lehrer in Deutschland zu erlassen mit der Aufforderung, sich entweder in Bezirksvcrbäiide« zu organisieren oder der Berliner Organisation anztrschlicßeni Zur Theorie und Praxis des Zionismus Von B a r u c h K r u p n i k. III•) Die zionistische Gemeinde. Die Welle der politischen Hochspannung im Zfonisnuis wird nbebben. ■Noch ein Jahr, und wir habe« vielleicht alle Forderungen nach außciihin durdigesetzt, Gcsetzt den Fall, Palästina sei uns vom Völkerbund zwerkaum, die Minderheitsrechte seien uns überall de Jure gewähilcisict, ja sogar die ״Volksgeineinde“ in Deutschlatid sei Tatsache geworden. Politisch bldbt dann nichts mehr zu wünschen übrig. Innerlich aber ist es faul wie zuvor. Wir können nicht um die Tatsache hemm, daß die Mehrheit der Juden, gelinde gesagt, indifferent zu unserer Sache steht, daß die Judcnheit immer noch in allen fremden Acckcrn sät und erntet, für den eigenen Aiker aber nicht einmal Dünger hat. Werde« wir dann noch immer jüdisches Giilullijwihuiient zu wplek11׳ Lust haben? Werden wir noch immer von, objektiven Voraussetzungen eines jüdische« Lebens iu der Zer- Streuung sprechen? Oder werden wir endlich einsehen lernen, daß das Allheilmittel nicht in der Politik steckt? An Stelle objektiver Voraussetzungen würde dann der persönliche Wille trete«, der Wille zur jüdischen Kultur zunächst für sich selber. Solcher Wille wird keine Abmachungen treffen, wird sich weder mit den Verdiensten der Vorfahre«, «och mit kominenden Voten des Volkes abspeiscu lassen, sondern wird sich sagen: Ich bin das Volk, ich bin die Verkörperung des wahrhaften Volkswillens. Uti* es aber sagen zu dürfen, bedarf er des einzig dafür gültige« AVamktU's der Geschichte, das demjenigen zufallt, der die Zukunft des Volkes verbürgt. Die Zulnuift des Volkes aber verbürgt nicht die fronttue Schicht, weil sie auf keine Jugend hoffend blicke« kann, noch die national trii-d religiös gottlose Schicht, die nicht einmal die Gegenwart des Volkstums in den Händen hat. Kann der Zionismus, allein auf sielt gestellt, die VolkszukunH ־verbürgen? Als Organisation, als Partei keinesfalls. Wohl aber als Gemeinde,׳ als Kult Urgemeinschaft, als ein besonderer Menschenschlag, als Kcnijodcotinn innerhalb der Weltjudenheit. Nur dMrcii Betonen seiner Eigenart gegen¬ *) Letzter Artikel der Folge. " Ver־gL ״Jüdisch« Rundschau" Nr. 06 kntd 70, über den Andern kann der Zionismus erfolgreich auf die reinere Jugend der neutrale« Judenschichten wirken und sie in seinen Bann ziehen, nie aber durch'Nivellierimg und Objektivierung seines Wesens. A« Stel.e der P r o p a g n n d a v'o 11 Worten muß die Dem «11 st rat io 11 von Tate« treten. Sonst laufen wir Gefahr, daß uns alle Welt die Worte nach spricht, ohne daß der Karren vom Fleck kommt. Konkret um! für die deutschen Verhältnisse gesprechen: die Hcbraisierung der deutschen Juden ist cm Witz, solange nicht der deutsche Zionismus hebraisiert ist. Die Forderung jüdischer Schulen kann nicht ernst genoinmeti werden, solange nicht die deutseiten Zionisten zunächst für ihre Kinder solche Schulen gebaut haben. Gewiß wird in der letzten Zeit auf diesem Gebiet vieles getan. Es soll auch hier nicht zum tausenclslcn Mal das Gebot des Hebräischen wiederholt werden. Worauf es in diesem Zusammenhang ankommt ist, daß dort wo von Kultur die Rede ist, vor allein auch Kultur geschaffen werden soll uml nicht Kulturcrsatz in der Form von Politik. Braucht inan ein Votum des jüdischen Kongresses i« Deutschland, oder etwa der Volksgemeindc in Berlin tun den Tausenden deutscher Zionisten das beizubringen, was — nach den zionistische« Forderungen — für alle deutsche Juden erstrebt wird? Eine zionistische Gemeinde muß entstehen, die nicht nur in ilircin Programm und Bewußtsein, sondern in ihrem Sein sich eins fühlt mit den zionistisehen Gemeinden anderer Länder und mit Palästina. Eine Gemeinde, die zwar vorläufig nicht die hebräische Kultur geben kann, die aber Abnehmern!, Genießerm gemeinsamer hebräischer Kulturgüter ist. Eine Ocmciiuic, die sowohl von den Niclitjude» als von den Auchjuden bewußt und unbewußt airsticht, nicht etwa durch das Bcsscrscin, sondern durch das Anderssein. Das wird wohl unbequem und r־nit Opfern verbunden sein, aber daraus folgt nicht, daß wir es nicht aul uns nehmen solle«, sondern daß wir nicht auf das freudige Mitmaclicn aller Galutlijtulcn rechne« können. Daher eben das Wort Zionistengemcimlc, wenn ihr wollt — .Trciiiumgsgerneiode. Erschrecken wir nicht vor dem Wort Trennungsgemeinde. Erstens steckt im orthodoxen Sinne des Begriffes viel Heroismus, viel Verzicht auf Bequemlidikcit, auf Beziehungen, iu einem Maße, das mauehern Zionisten warm zu empfehlen wäre. Zweitens muß aber mit dem Begriff Trennung nicht unbedingt das starre Auscrvväkltscin vorhanden sein, dnßderorthod!׳<,<cr,-1 xticnicn Richtung eigen ist. Trennung heißt uns Sonderung, Alleinsein 1111 eigenen Kuluirkreis, heißt uns gemein saures Erleben, heißt uns kurzum etwas anderes als Vereinslcbcii. Man kann mehr als einem Verein angeboren, man kann aber nie!« mehr als cüicu Kulturkrcis sein eigen neunen, mail darf es niclU können. Kanu man cs doch, so ist es /um Fluch u1׳d nicht zmn Sogen. Die aiillcrziouistische Judenheit bietet uns kei«cu Kulüirkreis, iu dem wir 1ms als Zionisten wohl fühlen können. Nur wir, vorausgesetzt, daß wir unsere Kullurpl'hdu voll erfüllen, sind imstande, eine volljüdische Kulturgcmcinde zu '«schaffen, die den Fade« für die Zukunft weiterspinnt, Mögen sich uns die Anderen anschliePiCM. Wir sind der Kern, wir können es sein. Wir dürfen es auch. Weil wir uns nicht üherhebe«, nicht behaupten, alleinige Träger einer besonderen ethischeu Gemeinschaft oder eine sonstige Menschheitsbeglückuugssekte zu sein. Wir wolle« nur uns selbst treu sein und so leben, wie wenn vom jedem von uns die Existenz und Kontinuität des Volkstun« abhängt. Ist das jüdische Volk eine Familie, so sind wir nicht die besseren, wohl aber die raifereu, weitsicliligcrcn Kinder. Die andern Geschwister sinä vielleicht gut, aber sic sind kurzsichtig! Wir können nicht dem Raubbau am Gesamtst Zusehen, der vo» unseren lieben Prüdem getrieben wird. Wir wcndcia 1111s ab, wir leben (i'ir uns. Braucht aber gesagt zu werden, daß wir ungeachtet trennender Anschauungen, , gemeinsame Interessen habe«? Daß wir soweit es sich um gemeinsame Interessen handelt zusammen halten? Wir tun es gewiß, ob aber auch die Anderen? Nicht alle Juden sind Zionisten. Dis ist eine fatale Sache, die durch tausend!׳'iislrii mit dem Wesen der individuellen Krankheit unseres Volks• Organismus, Gallith genannt, verknüpft ist. Aber nicht alle Zionisten sind Voll j׳u den. Dies ist weniger fatal, vielmehr Schuld der überwuchernden Politik, die aus einem Ressort des Zionismus zu einem Inhalt des Ganzen werde« will und im Mensche« nur den Stimmberechtigten ■sicht, wie auch, Schuld der wortreichen Propheten, die den Zionismus in einen tatenlosen Glauben verwandeln. Beide lasse« den lebendigen Menschen int Stich, während der reine schlichte Zionismus gerade der! ganzen Menschen braucht. Den Stimmzettel ahgeben, sieh an den hohen Lehren des Judaismus gelabt, glaubt man, das genüge? — nun» erst beginnt die zionistische Pflicht, die Pflicht gegen uns selbst. Worin besteht sic? Darin, daß man wenn und solange man nicht nach Palästina geht — sich hier nicht durch Judentumsersatz darüber hinwegtäuschen läßt, daß man liier unter dem eigenen Volke in der Fremde, im Gahrth ist. Was daraufhin positiv zu tun ist, wird sielt finden innerhalb der iihtsionsfreiin, Willensstärken zionistischen Gemeinde. Nachbemerkung ALm muß das Eine hm. ohne das Andere m lassen. Krupniks Forderung an die deutschen Zionisten, mit der Kulturarbeit und der HeUraiuerung bei sieii ■clbst att beginnen, wird \vkkrspntebsk>s von jede«*

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