Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXIV (1919)
- Issue
- Heft 78 (7.11.1919)
- Date
- 1919-11-07
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/2651273-2652135-2652213--12622-2670275- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
- Tiberias 3× ep/1048138
- Hebron 2× ep/1047559
- Haifa 1× ep/1047930
- Hrodna 1× ep/1044655
- Kaunas 1× ep/1000678
- Pinsk 1× ep/1045440
OCR text
Seite 613 aäite iisdie 11 der Aus- I. die /ain Man u ihm Korn- US/.IIn zu Haieinen ir die ilvain IT» SO ■׳ frandem dies Walte kxki licht- •t Wie! des I e n - f. r. jiens folge «ißtliren and» aben ische auf d. f. Foe- und erdes 10- Sch. Je- 1. a. Ollilern Jert, bc- .ires iten. wter F0mst des ief : A. 1611, lern und den gen rem den den in veil Jen uns len Ihe en. je« iran die mt «fft ini he- 08 dt für tn ne r*<- lgir* ai g* «* nd Nr 78 JUED1SCHE RUNDSCHAU sowohl in unseren kolonisatorischen als erziehe- , den Angelegenheiten der Genossenschaft passiv zu bleirischen Anstalten, wie auch im täglichen Leben eines j ben. Es ist selbstverständlich, daß die kulturellen 1*- jeden Juden als lebendige Volkssprache durchzu-; stitutionen der Genossenschaften, die Schulen, Büdter führen.“ I und Zeitungen, von den jüdischen Mitgliedern rocht Stürmische und leidcnschaftMie Debatten entstanden j ganz ausgenutzt •werden können. Hinzu kommt reo di, Die Misrachi-Konferenz in Palästina Dem Kopenhagereer Zionistischen Büro wird aus »alästina berichtet: Die soeben abgeschlossene Misrachi-Konferenz in jerusalem gehört zweifellos zu den bedeutsamsten politisch-organisatorischen Ereignissen innerhalb der pa- [״Btinensischcn iudenheit. Die Konferenz lieferte den besten Beweis für den entscheidenden Fortschritt, den der alte j ischirw in Palästina in den letzten zwei Iahten gemacht hat. Nachdem Herr Zob״ner die 70 Delegierten und die zahlreichen Gäste namens 'der misrachistisdien Ortsrritppc Jerusalems begrüßt hat, hält Rabbiner Hurritz die feierliche Eröffnungsrede. War seine Ansprache fast durchweg eine religiöse vom alten Schlage der jüdischen Maggids, so schlug der zum Vorsitzenden;(*wählte Rabbiner Fisch-manm eine ganz andere Note än. ״Jahrein, jahraus“ sagte Herr Fischmann, ״sdüossen rir unsere Misrachi-Konfcrenzen mit dem stillen (lebet ״kn nächsten Jahre in Jerusalem“. Lob und Preis ,lern Gott Israels, der diesen unseren Wunsch nunmehr;mt zur Tatsache werden lassen. Diese Konferenz ist .!ie erste national-religiöse Konferenz des Judentums;!ui' seinem eigenen Boden seit der Zerstörung Jen!- ■alems. Die orthodoxen Juden waren die ersten, die .׳uni Aufbau des Jischuw herbeigeeilt sind und sic .!•erden auch jetzt nicht die letzten sein. Wir erblicken mscre Auf,gäbe darin: alle religiösen Juden in unserem Lande sollen sich tun die Fahne Misrachi sdiami. Unser Programm ist: Religion und Nation! Auf diesem Vege wollen wir unerschütterlich vorwärtsgehen.“ Die Rede Fischimunns, die schwungvoll und in einem glän- * /enden׳ Hebräisch gesprochen wurde, wurde von der ganzen Versammlung mit stürmischen Beifall auf- ״enominen. Allgemein fiel das neue, bis jetzt ganz 1mkekamtte Moment auf: Sämtliche Reden waren in;adelloscnt, modernen Hebräisch gehalten. Audi die ausländischen Delegierten aus Kairo, aus Damaskus und Saloniki sprachen hebräisch. Die Berichte der Delegierten gaben ein charakleristlsches Bild von der Tätigkeit des Misrachi in Palästina. Der objektive Hörer mußte /.!!gehen, daß, verm die Organisienm״ der palästinensischen Jiidcnlicit!:׳Mchlich crrcidht werden soll, dies nur unter der entscheidenden Beteiligung des Misragii erreicht werden kann. Der Vertreter Jerusalems berichtet, dal] die dortige Ortsgruppe SO!) zahlnde Mitglieder vereinigt. Die angesehensten orthodoxen Persönlichkeiten Jeru- -alems gehören ’dem Misrachi an. im Laufe des Jahres haben TO Versammlungen in Jerusalem stattgefunden. Große Fortschritte macht die in 1 s r a c 11 i s f i s cfi c rran en Vereinigung in Jerusalem. Das Waisen-!!aus ist unter die Verwaltung des Misrachi gestellt «ordere, •der dort das Hebräische vollständig durch- ״effihrt hat. Der Misrachi entwickelt eine lebhafte Lifigfccit zugunsten des jüdischen Nafionalfonds und gerade .dabei, eine greife landwirtschaftliche Tätigktit unter •den orthodoxen Elementen durclizuführcn. Rabbiner 5 Ion im, der Delegierte aus Hebron, berichtete, daß fast siiintüdie Juden dem Misrachi beicefreten sind, und er schlug vor, die Konferenz möge i ,'schließen,, in Hebron ein Lehrerseminar zu eröffnen. Delegierter Kalirs aus Tiberias berichtetr ״Die größte /.״b! der in Tiberias wohnenden 401)0 Juden neigen /;:in Misrachi. Sämtliche Gemeindeführer und an- ,:eschene Persönlichkeiten gehören der Ortsgruppe an. Der Vorsitzende der Ortsgruppe in Tiberias ist der!T.acliam-Basdii Ahulnfia. Der Redner!־erlangt d:e Irrichtuug einer Lesehalle und Bibliothek, sowie die.!:!׳Öffnung von BiWungskurscn für die heran.vachsonde Jugend in 'Tiberias. Der Vertreter der Ortsgruppe Sätet berichtete, däTi der dortige Misrachi 150 Mitglieder zähle. Leider konnte der Misrachi keine erfolgreiche Tätigkeit entwickeln. Unter den Juden in Safet herrscht * ine stacke Neigung für landwirtschaftliche Betätigung. Nach den' Berichten der Delegierten der genannten vier rieutren des alten jüdischen Jischuws, Jerusalem, Hebron, Tiberias und 'Safet, begannen die Berichte der Ortsgruppen in den jüdischen Kolonien. Die Berichte ::us diesen Orten lauteten weniger günstig und enthielten; i'ößtcnteils Beschwerden gegen die ,״freisinnigen Schul- Verwaltungen“. Mehrere Delegierte betonten besonders die Schwierigkeit der Gewinnung der Jugend in den Kolonien für die inisrachistische Idee. Nach lebhaften Debatten über die Berichte wurde dem Zentralkomitee (:es Misrachi einstimmig Dank und Vertrauen ausgesprochen. Unter den verschiedenen Resolutionen verdient der Beschluß hervorgehoben zu werden, mit der Heraus- .nahe eines hebräischen Wochenblattes ״H a ־ 11׳“ (Der Bote) zu beginnen. Ferner wurde beschlossen, in allen Städten und Kolonien misraehistische Frauenvereine nach dem Beispiel Jerusalems ins Leben zu rufen. Allgemeine Befriedigung rief die Resolution bctrelfs der hebräischep Sprache tiervor. Sie lautet: 111״ Anbetracht der großen politischen Bedeutung, uie insbesondere im gegenwärtigen Moment der Wiedergeburt unserer nationalen Sprache als einer Umgangssprache einerseits und als einem Bollwerk :egen das Eindringen fremder Sprachen in das jüdische D.'ilästina andererseits beizumessen ist, verpflichtet die Konferenz die Mitglieder des Misrachi, auch fernerhin alles zu unternehmen, um die hebräische Sprache bei der Frage der Beteiligung der Misrachisten an den Wahlen zur allgemeinen Delegiertenkonferenz in Palästina. Bekanntlich ist diese Konferenz inzwischen vom Provisorischen Exckutiv-Komitce der palästinensischen Juden mit Zustimmung aller Par• teien, einschließlich des Misrachi, für den 18. November einberufen worden. Einen starken Eindruck machte die Schlußrede des Rabbiners Kuck. In das Engere Exckutiv-Komitce wurden folgende Personen gewählt: Rabbiner U siel, Rabbiner Fischmanu, S. Lew, Muasel und Liwai (Jaffa), Rabbiner J. Lew, S. Soloweitschik, Zobaer, Weißenstern und Dr. Chacham (Jerusalem).!11 das Zentralkomitee wurden 13 Personen, Vertreter von Jerusalenj, Tiberias, Hebron. Haifa, Rechoboth und Petach Tikwali, gewählt; in den Aufsichtsrat, dem, die erzieherischen Aufgaben obliegen, folgende Herren: Dr. Lewin, Dr. Marschak, Dr. Mirkin, Radler-Feklmann, Prof. Dr. Han, Rabbiner Rabbi, Zitron, Ostrowski, Usicl, Fischmann und Kuck. Die jüdische Gctiossenschaffsbewegung in Litauen Kowno, 20. Oktober 1919.;Mit dem Entstehen eines selbständigen Litauens, fand en im wirtschaftlichen!.eben der litauischen Judenheit große Veränderungen statt. Parallel damit wächst die kooperative Bewegung hier zu Lande. Sie ist bestrebt, die ganze nicht jüdische Bevölkerung, sowohl die städtische als die ländliche, zu umfassen. Die Ergehnissc dieser Bewegung sind bereits jetzt sehr bedeutuugsvoll. Es genügt, zu erwähnen, daß die Zahl der Konporativgenossensdiaften in Litauen augenblicklich mehr als 500 beträgt. 1111 Koop )vativverhand des Kqwnocr Gebietes wurde bei einem Grundkapital von 2-1 0!H) M. in drei Monaten ein Umsatz von 9);. Millionen Mark erreicht. Obwohl dieser Vorgang an und für sich gesund ist, ist •er doch dazu angetan, das Wirtschaftsleben der litauischen Juden ungünstig zu beeinfjussen, da die Juden zu 90״,« allein von Handel und Handwerk ihre Existenz bestreiten und ihnen in den Genossenschaften eine scharfe Konkurrenz erwächst. Der Bedrohung unseres wirtschaftlichen Lebens durch die Kooperative müssen wir eine ebenbürtige orgauisierte Kraft eritgegenstellen. Als Mittel Wirtschaftlieh er SelbstweJir aber bleibt uns allein eine j ii dis che Kooporativbctfeguiig übrig. Allein sic ist imstände, uns vor ,Armut und Arbeitslosigkeit zu schützen. Bereits vor 20 Jahren begann die Kooporatividee untor unserem ׳ Volke Wurzel zu fassen. Entsprechend der damaligen Wirtschaftslage entwickelte sich die Bcwegimg fast .ausschließlich in der Form von Kreditgcivossenschafton; bis zum Kriege wurden in den Leih- und Sparkassen in den Gouvernements des jüdischen Ansiedlungsrayons ca. 1« Million Mitglieder organisiert, d. h. die Hälfte des russischen Judentums. Die Wirtsdiaftüche Lage der jüdischen Massen wurde dadurch bedeutend verbessert. Heute existiert in Litauen das jüdische Kooperativwesen so gut wie gar nicht. Die Leih- und Sparkassen sind durch den Krieg liquidiert. Die Konsum- und Produktionsgeuossenscliaften sind bei uns noch nicht pop:!- liir, obwohl eine bedeutende Anzahl von Juden sich de 11 allgemeinen Genossenschaften «nschüeßen, und zwar . 0wohl den bürgerlichen, als den Arbeitergenossenschaften. Es gibt i/.war auch zwei, drei jüdische •Genossenschaften in ganz!Litauen, sie sind aber im Vergleich zu den zahlreichen litauischen!unbedeutend. In diesem Moment aber, wo neue!wirtschaftliche Formen• in der Entwicklung begriffen sind, wo die ganze Wirtschaftslage einer radikalen Aetidenmg ausgesetzt ist, wo die litauische Genossenschaftshevegung, unterstütz; von den staatlichen Anstalten, den gesamtere Handel und die Produktion i!1 ihre Hände nimmt müssen wir, 11m die Ergebnisse dieser Bewegung■ für die jüdische Bevölkernm; ■weniger schädlich zu machen', unsere Kräfte doppelt aiistrenge.i, um eine jüdische öenosseiischnftsbewegung in allfc.11 ihren Erscheinungsformen ins Leben zu rufen. Eine solche Bewegung muß vor allein die Handwerk er organisieren, die Produktion verbessern, neue Arbeitszweige schaffen, die nötigen Kredite gewähren, Rohstoffe einkaufen, neue Absatzmärkte finden, so daß mit der Zeit in dem jüdischen Genossenschaftswesen alle produktiven Volksschichten organisiert werden sollen. Es würde auf solche Weise eine ganze Reihe von Werk- Stätten und Fabriken entstehen, wo die jüdischen Massen ihre Arbeitskraft anzirweiulen hätten. Die jüdische Oenossenschaftsbe«egimg ist auch aus nationalen Gründen wichtig, denn sie ist mit einer weitverzweigten kulturellen und sozialen Tätigkeit verbunden. Es ist klar, daß sie frei und ungestört nur in einer nationalen Atmosphäre gedeihen kann, nicht aber in den bürgerlichen oder Arbeitergenossenschaften der anderen. In den ,,allgemeinen“ Genossenschaften müssen sich die jüdischen Mitglieder dem Willen der NicJitjuden anpassen. Die jüdischen Mitglieder sind ge- /,willigen, entweder ״international“ zu reden, oder in daß eine gesonderte jüdische Gciiossenschaftsbewcguii* eine große national-politische Kraft darsteüen würde. Das jüdische Genossenschaftswesen in Litauen 'ist somit eine der schwerwiegendsten Fragen, die auf der Tagesordnung stehen und unverzüglich gelöst werden müssen. An alle aktiven nationalen Kräfte ergeht der Ruf, uns in der verantwortlichen ״roßen Volksarbeit beizustehen. L; Zernrs. Polnischer Brief Der P r o z e ß d e r j ii d i s c 11 c n Al i I i z s o 1 d a t e 11 in Lemberg hat großes Aufsehen in Galizien und Polen erregt. Es handelte sich darum, daß acht jüdische Milizsoldaten beschuldigt wurden, mn 17. November 1Q1S ukrainische Abteilungen luilcrstiiizt zu haben. Wie die Untersuchung ergab, war die jüdische Miliz vom ן»!- nisclieii Oberkommando anerkannt worden. Als nun au dem fraglichen Tage Leutnant Staub mit jüdisdien Milizsoldatcn im Einverständnis mit der ]Klinischen ' Heeresverwaltung einige Straßen von ßimiiten säubern wollten und daher sich mit einer weißen Fahne den polnischen Linien näherten, wurden sie plötzlich von einer polnischen Patrouille umringt und der jüdische Offizier erschossen. Bereits im Juli wurde einer der Milizsoldaten von! Gericht frdgespnochen, iiiiamfchr ist das Verfahren gegen die Uebrigen eingestellt worden. Die Bo y k o 11 b c w e g u n g wird mit Recht als die gefährlichste V'affe empfunden, die heute gegen die Juden benutzt wird. Vom Gesichtspunkt der jilbscheu Gegenwehr aus ist es deshalb wichtig, dal) 0111 23׳. Oktober in' Warschau der erste jädisdie Kantman nsk« ״grell eröffnet wurde. Er wird sich v. r allem auch mit der Frage zu beschäftigen haben, vJe der jüdische Handel seine schwere Position im Laude bthaupten kann. Vorläufig wird sich die 8 a m u e I s c I! e K o m - miss io 11 naturgemäß in der Hauptsache weniger mit diesen Problemen als mit der Untersuchung der Pogroine beschäftigen. Die Kommission hat sich jetzt von Warschau nach Pinsk begeben, nachdem sie bereits in Warschau Material über den Pinskcr' Pogrom gesammelt hat. Es ist übrigens interessant, daß nach Engländern und Amerika ne.!1 rieh nunmehr auch Fra:!- zosen zur Untersuchung der Pogrome ir.eh Polen begehen haben nämlich Herr Joumi. der Generalsekretär des Verbandes zum Schutze der Menschenrechte. Das Erscheinen des ״H a i n t“ ist verboten warden, da er angeblich polenfeiudliche Artikel veröffentlicht־ habe. A11 seiner Stelle erscheint nunmehr als das jüdische Tageblatt ״Der T 0׳ g“. Mörgenflts» in Paris Das Z e 11 f 1־ a 1 c <> m i t e d e r A 11 i a ״ c e I s r a c - lite U n i v e r s e I i e gab am 5. Oktober ein Banke’.*, für Morgen t bau, an der auch der bekannte Führer der russischen Assiriiiianten, W i 11 a w e r und lJUcic-n ׳w'olf, teilnahnien. Bei dieser Gelegenheit äußerte sirh Morgenthau über seine .Erfahrungen; in Polen und erklärte, daß große Exzesse stattgefunden hätten, daß fm ganzen etwa 300 Juden getötet worden seien, daß das Eigentum einer sehr großen Zahl von ‘Juden geplündert und ihre Häuser ausgeraubt warden_; aber alle diese Verbrechen könnten nicht der p niscäcn Regierung zur Last gelegt werden, die nicht imstande gewesen sei, die Ausschreitungen des Militärs und organisierter Hündercrbanderi zu unterdrücken, ln Zukunft müßte versucht!ftordeti, ein harmonisches Verhaltnis zwischen Juden und Polen herbeizuführen, wozu die Assimilation der Juden erln blich beitragen würde Eine Berufsumschichtiing der fuJen im Sinne ihrer Ueber- Führung zu produktiven Berufen sei erwünscht. Die Juden in Europa und Amerika müßten alle Kräfte vereinigen, um den in schrecklichem Elend lebenden Briiden: zu helfen. Dann spräche,! die Herren Winawer Intel Luden Wolf. Diese Rede Morgcimiaus, die wir einen! Bericht des ״Jewich Chroiiide“ entnehmen, beweist bereits, wie 1;:■- richtig die bisher veröffentlichten Angaben über Morg! t'iaits (ieratnU-inuruck sind. Morgenthau gibt im Vorstehenden ungesdiriinkt zu, daß zahllose Pogrome stabgefimde:! haben t1;::i deutet nicht an, Ja fl die darüber ver- <־ffentlicl/ten Angaben übertriebe•! seien. Wir brauchen nicht zu betonen, daß wir die von ihr״ vorgesehlagr’e Politik nicht zu billigen vermögen. Etu Protest gegen die polnische Zwangsrnobilisierung Wie die Kownocr ,,jüdische Stimme“ mitteilt, überreichte die jüdische Bevölkerung des itialv- Stoker Kreises der polnischen Zentralbehörde eine Petition, in der gegen die Mobilmachung protestiert wird, die die ]Klinische Kriegsbehörde im Bialvstoker Kreise voniimnu. im!'ratest wird darauf hingewiesen, daß die polnische Behörde als eine Okkupatkmsbehörde nicht befugt ist, die Ortseinwohner zwangsweise zu mobilisieren, solange nicht das Schicksal des Landes endgültig festgesetzt ist. Auch dann hätten die Einwohner noch das Optionsrecht und somit die eventuelle Möglichkeit, die polnische Staatsbürgerschaft abzulchnen. Der Protest ist von ■5000 Pers men unterschrieben, sowohl von Einwohnern der Stadt Biaiystok als anderer Orte des gewesenen Gouvernements Grodno. | Nur darch grösste Gebefrendigkeit wird die N.-F.-Milli0D erreicht werden * ■i;f :1 I i;