Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXIV (1919)
- Issue
- Heft 76 (31.10.1919)
- Date
- 1919-10-31
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
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Seite 596 JUEDISPHE RUHDSCHÄU Nr. 76 Die Lage der Juden in der Slowakei Von unserem Prager Korrespondenten. 1! Prag, 19. Oktober 1919. Die Schilderung• der durch die Regierung Dr. Srobars angeordneten judenfeindlichen Maßnahmen, der dieser zweite Artikel gewidmet sein sollte*), hat heute vielleicht nur historisches Interesse. Nkut deswegen, weil sieh die Lage der slowakischen Juden erheblich gebessert hätte; dies" ist durchaus nicht der Fall. Seit Absendung meines letzten Berichtes ist ater in der inneren Organisation der Drehburger Regierung eine wichtige Aendcrung eingetreten, die in der Öeffentlichkeit zwar nicht einmal besonders bemerkt wurde, die. aber doch von großer Bedeutung ist. Minister Srobär, dessen auch .politisch zumindest unkluge antisemitische Hetzrede bei seinen Ministcrkollr/en alles eher als Beifall gefunden hat und dessen organisatorische Unfähigkeit man endlich erkannt zu haben scheint, ist seit einigen Wochen wieder nach Prag übergesiedelt. Obwohl das bevollmächtigte Ministerium für die Slowakei nominell noch weiterbesteht - seine vor! einigen Blättern angekündigte Auflösung wurde dementiert ist zum verantwortlichen Leiter der gesamten slowakischen Administrative der slowakische Abgeordnete Dr. Iwan Mar ko vier hestellt worden. Dr. Markovicz ist unlängst dem sozialdemokratischen Klub in der Nationalversammlung beigetreten. Er ist erst nach dem Umsturz aus dem Ausland ■wieder in die Slowakei zurückgekehrt und soll, wie seinerzeit berichtet wurde, kurz nach seiner Rückkunft öffentlich seinem Entsetzen über die Plünderungen und die Behandlung der Juden Ausdruck gegeben haben. An diese Tatsache darf man, aber keine zu weit reichende Schlüsse knüpfen. Auch Dr. Srobär hat kurz nach Begründung der Republik sich dem Präsidenten des Jüdischen Nationalrats, Dr. Singer, lind dein Sekretär Emil W a 1 d s t c i n gegenüber in einer Audienz in Judenfreundlichem Sinne geäußert. -- Wichtiger vielleicht als die Neuorganisation des PreBburger Ministeriums dürfte die geplante größere Einflußnahme der Prager Zentralstellen auf die slowakischen Verhältnisse auch für die Juden werden; denn eine höhere Objektivität als von Srobär ist von der sozialistischen Regierung Tusarwohlru erwarten, zumal diese, wie der Ministerpräsident ankündigte, jetzt der nicht geringen Korruption in der Beamtenschaft mit ollen Mitteln an den Leib rücken will. Der stärkere Einfluß Prags dürfte zum Teil auch auf die!Diskreditierung der slowakischen Autonomiebestrebungen durch den vor kurzem aus Paris zurückgekehrten und sofort verhafteten Führer der katholischen VÄspartei' in Slowakei, Pater H'ljiik;»,' zurück- , aihitteit ־seine';.;,ue:■ ' ־ ’-••׳׳:• :' Vo« 'besomÄ#) Jteartitunjj ־ fit die"lage der Juden ist ■auch ydie Haltung.der tschechoslowakischen, Truppen, da die Slowakei: nochunter Kriegsrecht steht. Diese haben sich, so sehr die französische Führung und die Prager Stellen dem entgegenzuwirken sich bemühten, nicht immer einwandfrei benommen. Abgesehen von dem •Antisemitismus, der nun schon seit Kriegsbegion das ganze tschechische Volk mit verseil windenden Ausnahmen unvermindert stark im Bann hält, ist dies sicherlieh!auch eine Folge der von amtlichen Organen be- •triebenen Judenhetze. Man hat sich nicht gescheut, ganz öffentlich die aufreizendsten Flugblätter gegen die Juden im Heere und in der Zivilbevölkerung zu verbreiten. Solche Flugzettel mit den widerwärtigsten Karikaturen von, Juden wurden z. B. von tschechoslowakischen Legionäre, die vor staatlichen Gebäuden Wache standen, in Preßburg verteilt. Ist es angesichts einer solchen Agitation ein Wunder, wenn die so erzeugte antisemitische Stimmung sich bei der ersten Gelegenheit in Taten unisetztV Diese Gelegenheit kam mit dem Einfall der magyarischen roten Truppen. Die SpCinenrieckerei und die Beschönigung der ,Mißerfolge durch Märchen von Verrat usw. sind ja bekanntlich eine immer wiederkehrende Begleiterscheinung der Niederlagen. Hierzu kam aber noch, daß die slowakischen Juden ohnenin als Bolschewiken ,a priori des Einverständnisses mit den ungarischen Kommunisten verdächtig waren. MilShandhingen, Plünderungen, ja oft genug grundlose und Willkürliehe Morde an Juden waren damals an der Tagesordnung. Ein besonders grauenhafter Fall, der sich in dem Städtchen Mihalovce ereignete, ist aus einem Prager sozialdemokratischen Blatt bekannt geworden. Tschech-oslowakische Soldaten, die in Mihalovce einmarsriiiertrai, warfen in einen dicht mit jüdischen Einwohnern gefüllten Keller, in den sie sich während der Beschießung geflüchtet hatten, Handgranaten, durch die eine große Anzahl schwer verletzt wurden. Damit nicht ,genug, wurde von den. Gefangengenommenen einer auf Befehl des Kommandanten ausgelost (!) lind dann ohne jedes gerichtliche Verfahren erschossen, Bezüglich eines anderen ebenso entsetzlichen Falles, den von Velky Vitez, wo sieben Juden, vier Brüder Fleischer und drei Brüder Lefkovicz, von Soldaten niedergeschossen wurden, schwebt derzeit noch die Strafuntersuchung. Man kann sieh denken, daß diese Fälle nicht die einzigen waren. Wie groß damals die Nervosität auch der höchsten Behörden war, beweist die Tatsache, daß die zionistisehen Führer und die Leiter des eben kurz, vorher auf zionistische Initiative hin begründeten Volks verbaudes der Juden für die Slowakei verhaftet und in der Theresicnstädter Festung unter entwürdigenden Umständen interniert wurden. Etstden Interventionen des *) Vergleiche den erstem Aufsatz in der ״Jüdischen Rundschau“ vom 3. Oktober d. J. jüdischen Nationalrats in Prag, der auch eine vielgliedrige Deputation slowakischer Juden zum Präsidenten Masaryk führte, gelang es, die führenden jüdischen Persönlichkeifen aus der Slowakei, die in Theresienstadt in Schutzhaft gehalten wurden, m befreien. Für die zahlreichen anderen jüdischen Geiseln, die erst später entlassen wurden, haben gemeinsam mit Delegierten des jüdischen Nationalrats besonders die Leitmeritzer Zionisten in aufopfernder Weise gesorgt; die Verhältnisse im Theresienstädtcr Lager ,waren nämlich überaus erbärmlich. Als charakteristischer Beleg für die Behandlung der slowakischen Juden sei auch die Tatsache mitgeteilt, daß ein Zupan dem Vorsteher einer größeren slowakisehen Judengemeindc, der um Reisebewilligung zwecks Teilnahme an der früher erwähnten Audienz beim Präsidenlen Masaryk ersuchte, diese verweigerte Nicht nur rechtlos, auch mundtot wollte man die Juden nyidien. Einen wahren Vernichtungskrieg gegen die Juden führte die Regierung I>r. Srobärs auf wirtschaftlichem Gebiete. Systematisch werden die Juden aus den von ihnen innegehabten wirtschaftlichen Positionen verdrängt. So wurde jüdischen Kaufleuten der Mehl-, Salz- und Zuckerverkauf — staatlich bewirtschaftete Artikel, deren Zuweisung von den hierzu errichteten kriegswirtschaftliehen Behörden erfolgt - entzogen, in einzelnen Komitaten wurde den jüdischen Kaufleuten die Ausstellung von Pässen verweigert usw. Die Krönung dieser großzügig und systematisch organisierten Boykottbewegung aber bildete die Entziehung der sogenannten Lizenzen, durch die ungefähr 20000 jüdische Familien betroffen wurden. Es handelte sich hauptsächlich um Schank- und Tabak- Verschleißkonzessionen. Zu den beliebtesten Requisiten des tschechischen politischen Lebens gehört die ״•ocista“, die Reinigung, die zumeist mit dem1 sogenannten ״Entösterreichcm“ Hand in Hand geht. Eine solche Reinigung nahmen fast alle politischen Parteien des tschechischen Volkes nach dem Umsturz vor, indem sie die durch ihre austrophile Politik während des Krieges kompromittierten Elemente entfernten. Die Slowaken haben diese für das politische Gebiet vielleicht notwendige Methode übernommen und mit der Verständnislosigkeit, die junge Völker Ökonomisehen Dingen gegenüber ja immer auszeichnet, auf das wirtschaftliche Leben übertragen. Die erledigten Kon- Zessionen sollen nämlich, wie mit naivem Zynismus offen erklärt wurde, an national zuverlässige Slowaken übertragen werden. Braucht inan noch zu sagen, daß solche Methoden mit den bolschewistischen, deren die Jude ri zu beschuldigen die tschechische und slowakische Presse nicht müde werdep, eine verzweifelte Aehnlichkeit haben, da sie der Auffassung der Volkswirtschaft als Hejswsr׳. Ewirichtttfjg,' .nach. 4er.sArt ej!»p ■41$!#.ו!«מ?möf•, '.‘;gungsanstait 3»..,entspringt»/ scheinen :■die manche ' Optimisten ,tjei der■ Ankün®|Wig :*5^leSBr amtlichen Boylcottmaßnahme vielleicht noch gehegt hätten, daß es nämlich bei der bloßen Drohung bleiben werde, da kein Staat eine solche Ungeheuerlichkeit ernstlich wagen könne, hat sich nicht erfüllt. Denn, erst vor wenigen Tagen brachte der offiziöse ״Slovens-kv Deiuiik*‘ eine Aufforderung an alle ״getreuen Slowaken"', ״ihre Vorschläge Und Gutachten über die Gesuche dieses oder jenes Schankers und Trafikanten in ihrer Umgebung dem Finanzreferate des Ministeriums in Preßburg zu überreichen“. Man will mit anderen Worten eine Volkskontrolle darüber errichten, daß ja keine Lizenz an Juden wieder erteilt wird. In, einer wahrhaft grotesken Ausdrucksweise wird in der .genannten Notiz nämlich mit Bedauern festgestellt, daß ״die Verwaltungsbehörden bezüglich der eingercichten■ üesudhe um Erteilung von Lizenzen nicht genügend objektiv (!) Vorgehen“, in dieser Lebensfrage der slowakischen Juden hat sich also anscheinend durch die Neuorganisation des slowakischen Ministeriums nichts geändert. Sehr bedenklich muß es ferner stimmen, daß soeben der Obmann des sozialdemokratischen Abgeordnetenkluibs in der National ver- Sammlung, R. Bechyne, im tschechischen Sozialdemokratisehen Zcntralorgan ״Pravo lidu“ den Versuch unternimmt, Minister Srobär und seine Judenpolitik zu verteidigen. Auch auf politischem Gebiet wurde die Unterdrückungspolitik gegenüber den Juden betätigt. Das krasseste Beispiel ist das Verbot, bei der Ende August in der Slowakei abgehaltenen־ Volkszählung sich zur j ü - dischen Nationalität bekennen zu dürfen. Dieses Verbot steht im Gegensatz zu der bei der Volkszählung in Mähren geübten Praxis, welche dieses' Bekenntnis zuließ. Zumeist wurden die Juden, deren nationaljüdisches Bekenntnis überhaupt entgegengenonunen wurde, einfach später der slowakischen Nationalität zugezahlt, trotzdem nur verschwindend wenige Juden überhaupt slovakisch verstehen. Das sind bereits keine österreichischen Zustände mehr, ja sie übertreffen sogar die bekannte galizische Volkszählung des Jahres 1910. So wird in einem Teil der tschechoslowakischen Republik heute, im Jahre 1919, nach der Zerschmetterung des ״reaktionären“ Oesterreich, •die nationale• Gewissens- und Bekenntnisfreiheit ausgelegt! A. H. Jugend und Politik Wien, 16. Oktober. Die ״J. R.“ brachte am 23. September (Nr. 68) einen Bericht über eine Sitzung des J üd ische n Nationalrates für Deutschösterreich auf Grund des Referates der ״Wiener Morgenzeitung“. Darin ist die Rede von der ״letzten Vollversammlung“, was zu der irrigen Ansicht verleiten könnte, daß diese Ver- Sammlung jetzt stattgefunden hat, während es sich in Wirklichkeit um eine Sitzung handelt, die bereits im Juli abgehalten wurde und über die die ״Rundschau“ offenbar darum noch verspätet berichtet’), weil die prinzipiellen Diskussionen über den Anlaß hinaus von Bedeutung sind. Die konkreten Vorgänge, auf die an gespielt wird, im besonderen die Frage der Fremden■:u-:- Weisung, ist inzwischen längst in ein anderes Stadium getreten. Abg. Stricker hat sieh in dieser Sache außerordentliche Verdienste erworben und es hat sich klar gezeigt, von welchem unschätzbaren Wert die von Stricker ausgezeichnet geführte jüdischnationale Landespolitik für die realen Interessen der Juden ist. Dieser Wert wurde niemals und von niemandem innerhalb der Partei in Zweifel gezogen. Wenn Stricker trotzdem, wie aus dem erwähnten Bericht hervorgeht, in seiner Rede gegen jene ״Theoretiker“ polemisierte, die ״die Politik über ihren ideen vergessen“ und von einer ,Geringschätzung der politischen Arbeit“ gerade in den Kreisen, denen ״die Führung der Jugend anvertraut ist“, sprach, so hat die zionistische Öeffentlichkeit, die dies liest, auch das Recht, zu erfahren, worum es sich hier eigentlich handelt. Darum seien mir einige Worte der Aufklärung gestattet Die anzüglichen Bemerkungen Strickers richten sich unverkennbar gegen Dr. Siegfried Bern fei d und seine Freunde. Dr. Bemfeld war damals Referent für Jugenderziehung im Landeskomitee. Er hat als solcher sowohl im L.-K. als auch in der Öeffentlichkeit stets die Anschauung vertreten, daB die Jugend vor allem eine zionistische Pflicht hat: die Pflicht ihrer eigenen menschliehen, jüdischen und fachlichen Ausbildung. Diese zu leiten, ist Aufgabe des Referenten für Jugenderziehung, eine ungeheure Aufgabe, die nur dann lösbar ist, wenn die Partei und vor allem die Leitung, ihre Bedeutung anerkennt und alle ihre Kräfte und Mittel in ihren Dienst stellt. Tatsächlich aber hat die österreichische Partei für diese Erziehungsarbeit niemals etwas übrig gehabt, sei es, weil das Interesse zu gering, sei es, daß die Mittel unzulänglich waren; aber es ging noch weiter: inan hat es sogar nicht gern gesehen, wenn die Jugend sich diesen Aufgaben zuwandte, weil man der irrigen Ansicht war, daß dadurch das Verständnis für die Bedcutung der Politik (Landespalitik; gemindert wird. Weder' Dr. Bernfeld noch mir noch irgend einem der Männer, denen die ״Führung der Jugend anvertraut ist“, ist es jemals eingefallen, geringschätzig von der Politik zu sprechen. Dies anzunehmen, ist ein arges Mißverständnis und dieser von Stricker erhobene Vorwurf muß mit allem Nachdruck zurückgewiesen werden. Wogegen wir aber mit Entschiedenheit auftreten, ist, daß man die Jugend nach dem alten zionistischen Erziehungsschema behandelt, das heute deutlich Schiffbrueh gelitten!tat: sie nämlich nur zur Annahme des Parteiprogrammes verpflichtet, von ihr Mitarbeit bei Wahlen usw. verlangt und ihr das Gefühl gibt, daß sie damit ihre zionistische Pflicht erfüllt. Die Erziehung zur politischen Geschäftigkeit ist eine Ablenkung von der wirklichen zionistischen Arbeit. Diese Gefahr ist gerade in einem Lande wie Oesterreich besonders groß. Die jggend soll —־ mit Ausnahme derjenigen Mettsehen,>.:־dgren Natur■ .und.. ■Veranlagung■ sie dazu unge- SgikfcmäelL SVäül:;Ö«*:x^iäsüh«n' •Arbeit teilnehmen; '׳nicht •die Gefahr besteht, daß■ sie diese 'Tätigkeit''als' ihre *zen t ra le Aufgabe ansieht. Es wäre daher auch zwischen Stricker und Bernfek! ein Gegensatz in dieser Frage nicht möglich, wenn Stricker nicht die Forderung erhöbe, daß auch der Jugend Politik über alles gehen müsse; denn dadurch zwingt er den Referenten für Jugenderziehung, gegen diese Anschauung Stellung zu nehmen, ohne daß in dieser• Stellungnahme eine Geringschätzung der Politik läge. Dieser unselige Zwist, der ein halbes Jahr lang das Wiener zionistische Parteileben erfüllte, hat schließlich dazu geführt, daß Dr, Bernfaid aus dem Landeskomitee ausgetreten ist. Die Partei war nicht gewillt, ihn mit ihren Mitteln bei seiner Jugendarbeit zu stützen und er war nicht imstande, die Anschauungen der Parteileitung über Jugenderziehung vor der Jugend zu vertreten. Die Jugend allerdings ist dadurch führerlos geworden; es gibt zwar nach wie. vor ein paar zionistische Jugendverbindungen, es gibt den Blair- Weiß und den Schorn er, die jeder in seiner Weise gewisse Arbeit leisten (die weitaus ernsteste der Schomer), aber es gibt keine zionistische Jugendbewegung־, für die in Oesterreich eine unwiederbringliche Chance bestanden hatte. Selbstverständlich arbeitet Bernfeld und seine Freunde weiter, und• zwar versuchen sie, mögliehst p o s i t i v e reale Arbeit zu leisten statt sich in Polemik zu verlieren:. Aber es muß doch als bedauerlich und unnatürlich erscheinen, wenn zwischen der Partei und einem großen, vielleicht nicht dem schlechtesten Teil der zionistischen Jugend, nicht der erwünschte Kontakt besteht Diese Andeutungen, die auf Einzelheiten gar nicht eüigehen, sollen nur die für den Uneingeweihten dunkle Formel aus Strickers Juli-Rede aufhcllcn und von den Personalveränderungen im Wiener zionistischen L.-K. Kenntnis geben. Robert Welt sch. Die jQdisctie Nationalität bei der Volkszählung in Dutschösterreich Obwohl] bei allen Volkszählungen im früheren Oesterreich-Ungarn dadurch ein falsches Bild entstanden ist, daß die Rubrizierung nach Umgangssprache und nicht nach Nationalität erfolgte, ist auch in einer der letzten Sitzungen der österreichischen National ver sammlung anläßlich der bevorstehenden österreichisdien Volks- Zahlung das Existieren einer jüdischen Nationalität verne int worden. Nicht aus prinzipiellen Gründen. Prinzipiell wurde von alien Rednern mit Ausnahme des Staatskanzlers. Dr. Renner anerkannt, daß es einen Unterschied zwischen Umgangssprache und Nationalität gebe, und daß besonders die österreichischen Juden, die zwar deutsch sprechen, aber durch die Begründüng des Jüdischen Nationalrats, durch die Wahlen zur Nationalversammlung, im die sie bereits ein jüdischnationales Mitglied entsandt haben, (ebenso wie Ae *1 Diese Vermutung ist richtig. D. Red. Nr. 6ל ־schechen andten) uni nd zum C aben, daß uden herrsi ler Abgeor larauf hin, ׳ udcntums ii jikl entsteh 11s ihre Um, urahtien v jch-Soziulen iulkrordentl -.ropaganda lationalistisi;enntnis zur Uisdruck g rag: ״In < 3:1. --,praeli )as Bekenn in der 1un etwas ■ceigerte sic n die Ruh S'ationalisie: ,chlossen u1׳ Aufgabe di;ich in dies kein üeset bis jetzt d; Alle Eirewe die Juden merkung, d;iidische Nr kanzlcr beb erst dann i mit sich in:;ich dann tion“ in di davon abg Volkszähltu Die Ha versammln!! die das jü. keil, nicht Fried ensko renzen erri Es wird Existenz s Inn״ und 1• Miljuko j.p. z. Aeulkm z: bekannte r a1׳ Genera sie ihm auf um keine 1’ Gebieten z Denikin m! Pogrome 1 Deniki! j. p. z. Stellungen sucht Den Er schreib "isten ve: Christen, "erden, v, :;ehe und :"blieben daten, die laden. 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