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Jüdische Rundschau · 1919-10-31 · Heft 76 (31.10.1919) · page 3

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXIV (1919)
Issue
Heft 76 (31.10.1919)
Date
1919-10-31
Page
– (sequence 3)
Language
German
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Nr. 76 J U E DI SCH E RUNDSCHAU 7Ö Zahl vorda fl, Vor•!11! . neu tritt her! i o!1! der h e n ngen (1 e s von das cnso s e :er- Be- Formms :nen- ׳ialer r jü- :er, eines indee n, en, en, ohder •ngsu nd; der An- 1 ergend 'umt e rusw, Oellung einer ,1 ten- 1 ihr l:0T• u-ng fluß- 3 die ffenr ( 1 aber» vorippen :rung urde, riclle eren. Vorßer rutiri Seite 505 Es war am zweiten Tag des diesjährigen Roseh- Haschanahfestcs. Das Schiff, das mich, von den sonn!- gen Gestaden Palästinas kommend, dem Norden entgegentrug, schaukelte sich vor Saloniki auf den blauen I luten des Aegäischcn Meeres. Schon zwei Tage lag es da, ־/um großen Verdruß der Passagiere. Grund des unfreiwilligen Aufenthaltes war — der jüdische Feiertag. Der Kapitän erklärte den Passagieren, daß die jüdischen Hafenarbeiter ihres Neujahrs wegen nicht aus- und einladen wollten, und da cs unmöglich sei, das Verladen mit den wenigen tüchtigen griechischen Arbeitern auszuführen, 90 müßten wir eben das Ende des Festes abwarten. Und während die anderen schimpften, ließ ich diese Verzögerung der Reise mit Vergnügen über mich ergehen. War es doch das erste Jüdische“ Verkehrshindernis, das mir ün Galuth begegnete. Während ich also zufriedenen Herzens die Weiterfahrt erwartete, erhielt ich den Besuch einer kleinen Gruppe von Zionisten Salonikis. Ich hatte schon Tags zuvor den zionistischen Klub anfgesucht und werde an anderer Stelle einmal über den angenehmen Eindruck berichten, den ich dort empfing. Die jungen Leute kamen, um mir, wie sie sagten, eine Ueberraschung zu bringen. Sie.zeigten mir eine Nummer der ״Jüdisehen Rundschau‘‘ die gerade dort angenommen war und die meinen Artikel über die ״Hebräischen Kindergärten in Jerusalem“ enthielt*). Und mit Vergnügen vernahm ich, welches Interesse man dort dem Bericht über unsere Ganim entgegenbrachte, wie begierig man war, näheres und genaueres über alles zu hören, was in Palästina vor sich geht. Bald darauf, nach Deutschland kommend, konnte ich erfahren, wie das Echo von dem, was ״bei uns“ ge- *) Jüd. Rundschau, Nr. 61. Das Echo Von Dina Clemence Mayer, Jerusalem schiebt, sich fortpflanzt nicht nur von einem Erdteil zum anderen, sondern von Land zu L.arnl, von Stadt zu Stadt. Ueberal! iin Kreise unserer Gesinnungsgenossen muß ich immer wieder hören, mit welcher Freude und mit welchem Interesse man die Schilderung unserer palästinensischen Entwicklungsarbeit ausgenommen hat, mit welch tiefgehender Anteilnahme man jedes Lebens- Zeichen des neuen Jischub verfolgt. Und dies so intensive!Überleben, dieses gewaltige Anwachsen des Zio* nistisch-lntcressiertseins, dieses Echo unseres Lebens dort unten, das tönende Mitschwingen jeder Daseins: egung, die aus Palästina herüberdringt, macht einen tiefen Eindruck auf alle, die die Verhältnisse von einst — einem Einst, das nur sehr kurze Zeit zurückliegt, — kennen!. Es bedeutet den Sieg unserer zionistischen Idee im Galuth 1 — Und nun soll auch ein Echo dieses herzlichen Interesses, das unsere Gesinnungsgenossen für die hebriiisehen Ganim gezeigt haben, zurückgehen nach Erez- Israel. Ich wende mich mit einer Bitte an unsere Freunde: Die Kindergärten in Palästina brauchen neben dem Unterrichtsmaterial auch Spielsachen und diese sind jetzt in Palästina nicht zu beschaffen. Neuanschaffungen aus dein Ausland sind im Augenblick unerschwinglich. Und doch weiß jede Atutter und jeder Erzieher, wie notwendig Spielmaterial für die erste Erziehung ist. Ich zweifle nicht, daß es viele Familien gibt, die sich gerne bereit erklären, unseren Ganim neues, oder gut erhaltenes gebrauchtes Spielzeug zur Verfügung zu stellen. Auch manchem kleinen Zionisten wird es gewiß Freude machen, den Kleinen in Erez-lsrael etwas von seinem Spielreichtum abzugeben. Besonders erwünscht sind: Alle Arten von Tieren (Holz- und Stofftiere), Puppen, Bälle, ßesehäftiguogsspieh• in Holz und Papieq. Sehr wichtig sind auch Bilderbücher (keine Märchenbücher!;, wie sie ja speziell zur Anschauung für die 3—6 jährigen hier so vor/ü״li1!1 hergestcllt werden!. Hof (entlieh findet auch dieser Appell ein recht kräftiges Echo, so daß unsere palästinensischen Gani. 11 mit einersehr großen Sendung von Spichvureu erfreut werden können. Für Berlin hat sicli der ״Knlturverbaiid Jüdischer Frauen“ in liebenswürdiger Weise bereit erklärt, die Sammlung der für die hebi’üisdien Ganim bestimmten Gaben zu übernehmen. Die Sammelstcllen sind: Berlin V.: Frau Glaser, Düsseldorfer Str. 65. Tel.: Uhland 5100. Berlin NW.: Frau Dr. Barth, Louisenplatz 8. Tel.: Norden 12 170. Berlin N.: jüti. Kindervolksküche, Auguststr. 17. Berlin S. ׳ Zion. Ortsgruppe Süd, Prinzen str. 42. (Annähme hier nur Mittwochs von 1,-5—Va6.) Auf Wunsch werden die Spielsachen von Mitgliedern der Zionistischen Jugendgruppen abgeliolt. 1111 Anschluß an den Artikel von I). C. Mayer in der heutigen Nummer bringen wir einige Bilder aus den Jerusalemer Kindergärten. Bild I zeigt den Kindergarten der scphardischen Talmud-Thora während eines Spaziergangs auf dem Zionsberg. Bild II: Eine Klasse der Kleinsten im Gan Maskereth bei einer Uebung für Sinnesentwicklung. Bild III: Erholungszelt des Kindergartens Montefiori während einer Keuchhustenepidemie. Bild IV: Gartenarbeit. Jäten und Säubern der Beete. Bild V: Tägliche Augenbehandlung im Gan Bucharat Bild VI: Eine Kindergartenklasse am Teich Batscheba. re« ־«r iiftSiSS ifcä* •... ־ . ־'•" * •,..V•- ...» t* n I! ן ן;::;r ilf 1! I 111; . Ä,

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