Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXIV (1919)
- Issue
- Heft 74 (24.10.1919)
- Date
- 1919-10-24
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
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- Baku 3× ep/1000527
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•} "ן: 'Ä §וןן:!1 i!'!■krlS fJ;:Taft im iß; Aii'i Seite 582 (U1D11DHE BUNDBCHAU Nr. 74 I Nr. 74 wenn sie in der politische* Armee gedient ht.be». I« Wilna wird Juden der Besuch der neuen Universität unmöglich gemacht. An der Universität Posen werden laut Beschluß des obersten polnischen Nationalrats nur 2°/# Juden aufgenomnien! Somit bestehen für die englische Untersuchung*- kommission von Sir Stuart Samuel Aufgaben genug. Samuel, der sich wiederholt öffentlich als Mitg 1 i e d des Mi srachi bezeichn etc, war bisher in Warschau und Lodz. Er hat dort mit allen in Frage kommenden Organisationen und Persönlichkeiten gesprochen. Er gab den Juden den Rat, entsprechend dem englischen Vorbild einen Bund der j ü d i g selten Gemeinden zu bilden. Er hat in Lodz in einem Gespräch mit den Behörden energisch vorlangt, daß die Regierung die Schuldiger! der Exzesse bestrafe und die Liste der wegen der Exzesse Verurteilten veröffentliche. Er hat auch eine Deputation ukrainischer Juden empfangen und von ihnen einen Bericht entgegengenommen. Die Schlome Emune Jisroel Nach Warschauer Zeitungen hat das Zentralkomitee der Sehi'omc Emune Jisroel in Polen, durch Vermittlung des Zentralbüros der Agudas Jisroel in Zürich, an die zionistische Vertretung in Paris ein Telegramm gerichtet mit der Aufforderung zur WiederaufnahmederVerhaOdlungenzwischen den Zionisten und den Vertretern der Weltorganisation der Schlome Emunejisro e 1 zwecks Erzielung eines Einverständnisses bezüglich der zukünftigen Verwaltung Palästinas. Das Telegramm unterstreicht, daß es,;,wäs die Rechte der Juden aut Palästina anbelangt, bei den Juden gar Jeeine Meimmgs- Verschiedenheit gäbe. Es gibt aut der ganzen Welt auch keinen einzigen Juden, der nicht die ewigen historischen Rechte der Juden auf Palästina anerkennen würde, auf die wir während fast 2000 Jahren nicht verzichtet haben, wie es auch keinen gläubigen Juden gibt, der nicht glauben würde, daß man in Palästina das jüdische Leben auf religiöser Grundlage aufbauen müßte.“ Minoritätenschutz in Lettland L. Z. B. Die lettische Nationalversammlung behandelte das Gesetz über den Minoritätenschutz. Das J ü - d i sehe Komitee für nationale Angelegenbeiten hat im Namen der gesamten jüdischen Demokratie Forderungen voigelegt, die auf der seinerzeit in der Ukraine angenommenen Autonomie basieren. In diesen* Komitee für nationale Angelegenheiten sind samtliehe Parteien, Sozialisten una Nichtsozialisten, vertreten. Die jüdische Bevölkerung rechnet mit der Annahme ihrer Forderungen durch die lettische Natio naiver- Sammlung. Alle jüdischen Institutknien, die durch die bolschewistische Regierung geschlossen worden waren, haben ihre Tätigkeit wieder aufgenommen. Ein Palästinabiiro wurde neuerdings errichtet, das sich mit der Registrierung der Auswanderer und der Erteilung von Informationen beschäftigt. Neuerdings erscheint in Riga •ine jüdische Tageszeitung ״Die jüdische V o I k s s t i m m e“, herausgegeben von M. G o u 1 a k. Kongreß ukrainischer Joden in Amerika ln N ew York wird demnächst ein Kongreß der«b Amerika lebenden ukrainischen Juden stattfinden. Zweck der Tagung soll die Organisierung einer H i l f sa k t i o n sein. heilige Wachstum im Geiste der Wahrheit und der Schönheit. Das Morgenland mit seinen mannigfaltigen Endzielen, der Sehnsucht, in dessen Mutterschoße sich die Sonnenjahrhunderte und das Sternenschweigen »ufgestapelt haben, kann geduldig abwarten, bis das Abendland, auf der Verfolgung des Unmittelbaren, den Atem verliert und haltmacht. Das Morgenland( weiß, daß es unsterblich ist und daß es noch gar manches Mal in der Menschheitsgeschichte erscheinen wird mit seinem Labetrunk des Lebens. Das geschäfttreibende Europa hetzt und jagt, um seinen Verbindlichkeiten nachzukommen und wirft aus dem Türschlage seines Wagens nur einen verächtlichen Blick auf den Schnitter, der auf dem Felde seine Ernte schneidet; ihn kann es, verdreht von der Schnelligkeit, nur als ewig langsam rind rückständig ansehen. Aber di« Schnelligkeit endet mit dem Haltmachen, das Geschäft verliert seine Wichtigkeit, und das ausgehungerte Herz schreit nach der Nahrung, bis daß es endlich umkehrt zu dem späten Schnitter, der seine Ernte in der Sonne schneidet. Denn wenn die Geschäftsstube nicht warten kann, noch der Warenabsatz, noch der Einkauf, noch der Durst «ach* Nervenkitzel, warten kann die Liebe und die Schönheit und die Weisheit des Leidens und die Frucht der ergebenen Geduld und die achtungsvolle Sanftmut und der einfache Glaube. Und also wird das Morgenland warten, bis seine Stunde kommt. . Das östliche Asien ist seine eigene Straße gewandelt und hat seine eigene Zivilisation entwickelt, die nicht eine politische, sondern soziale war, nicht plündernd und mechanistisch, sondern geistig, und die sich gründet auf die verschiedenartigsten und tiefsten W echselbeziehungen zwischen Mensch und Mensch. * Die Problemlösungen des Völkerlebens, wir suchten sie in der Zurückgezogenheit, wir fanden sie dank jenes Fern- Temnickyj über die Judenfrage in der Ukraine Einen* Mitarbeiter der ״Wiener Morgenzeitung“ gewährte Herr Temnickyj, der Außenminister der Ukraine, eine Unterredung über die Stellung der Regierung Petliura zur Judenfrage. Temnickyj brachte die bekannten Erklärungen und Besch wichtigengen vor, mit der sich nachgerade alle Staaten, in denen Pogrome stattgefunden haben, zu entschuldigen pflegen. Es hätten keine Judenpogrome, sondern Bolschewistenverfolgungen stattgefunden. Er habe vorgeschlagen, eine jüdische Untersuchungskommission, bei der sich 11. a. Achad-Haam befinde, einzusetzen, die ihre Arbeit bereits beendet habe. Den Juden sei eine bedeutende, dem hohen Kulturgrad« und der großen Intelligenz eines beträchtlichen Teiles des Judentums entsprechende Aufgabe in der Ukraine zugedacht Er schätze den bedeutenden Philosophen Achad-Haam; die hervorragenden Dichter Bialik und Abramowitz, den bekannten Publizisten Dr. Klausner und viele andere außerordentlich, man hätte in Anbetracht der großen Bedeutung der etwa 31/״ Millionen Juden, die der Ukraine zugefaller» seien, ein Ministerium für jüdische Angelegenheiten errichtet usw. Die Pogrome in der Ukraine bedürfen noch der dringenden Erforschung. Zudem erscheint es merkwürdig, wenn ein Minister derartig leichtfertige Aeußerungen tut wie Herr Temnickyj. Achad- Haatn hat, wie wir im der ״Jüdischen Rundschau“ bereits mitgeteilt haben, die Untersuchung nicht nur nicht, wie der Herr Minister behauptet, beendet, sondern gebeten, die Berufungen an die Delegation der Jüdi sehe« Nationalräte in Paris zu richten. Die Jaden im ukrainischen Kabinett Dem von Petljüra gebildeten und hauptsächlieh aus Sozialdemokraten bestehenden Ministerium in der Ukraine gehören auch folgende Juden &tt: als Minister für jüdische Angelegenheiten; Krasnyj, Vertreten der jüdisch-demokratischen Partei, ferner als Gehilfen• des Arbeitsministers Goidemano, Vertreter der Poale - Zion, und Breitmann, Vertreter des Bundes. Die Pogrome in Sfidraßiand Die französischen Zeitungen enthalten schreckliche Einzelheiten über die von Den iki n veranstalteten Pogrome in Südrußland. So schreibt die ״H u m a - n 11 e“ vom 6. Oktober: ״Diesmal sind es die Soldaten des Erzreaktionäre Denikin, die sich mit einer unerhörten Wildheit — Schrecken und Tod verbreitend — aut die jüdische Bevölkerung stürzen. Die eingetroffenen, durchaus verläßlichem Nachrichten geben ein düsteres Bild über die judenfeindlichen Handlungen dieser ״Retter“ Rußlands. UeberaJi, wohin die Freiwilligen auf irarem ״Siegeszuge“ drangen, fanden wilde Pogrome statt. In Charkow, J ekaterino sla w, Krementschug (über die - wir schon in Nr. 76 der ״Jüdischen Rundschau“ berichteten) dauert» die Massakers mehrere Tage; über auch eine ganze Reihe kleinerer Orte, wie Grichino, Awdewsk, Eurkiewo, Walki, Bogobucho usw. wäret» der Schauplatz furchtbarer Ereignisse. ״Rettet Rußland!“ ״Erschlaget die Juden!“ scheint der Schlachtruf der DenBcin-Leute geworden m sein. Eine judenfeindliche, offiziell begünstigte Propaganda wird in der Armee in Szene gesetzt. Zeitungen, Plakate, Flugblätter fordern! offen zu Pogromen aut. Bei den Soldaten, erregt durch Kämpfe und Metzeleien, findet diese Propaganda fruchtbare« Boden. Man ist geneigt, die Richtigkeit dieser Nachrichte* in Zweifel zu ziehen, aber in der kaiJcasischen Presse gerücktseins, wo all die Regierungswechsel, all die Ueberfälle Fremder uns kaum erreichten. Aber gegenwärtig hat die fremde Welt um angerührt, unsere Zurückgezogenheit ist auf immer gestört. Freilich brauchen wir darum nichf trauernd zuriiekzubkeken, so wenig wie eine Pflanze auf die Dunkelheit ihres Keimzu- Standes trauernd zurückblicken soll. Nein, denn jetzt ist die Stunde gekommen, wo wir das Problem der Welt zu unseren eigenen Problem machen müssen, wo wir den! Einklang herstellen müssen zwischen dem Geiste unserer Zivilisation und der Werdegeschichte sämtlicher Volkersdraften der Erde. Wir dürfen nicht aus törichtem Stolze im Innern der Rornbülse bleiben oder unter der Rinde des Erdbodens, der unser [deal nährt und behütet. Denn die Hülse und die Erdrinde sind da, um zerschlagen zu werden, damit das Leben in all seiner Kraft und Schönheit daraus hervorbrechen kann, der Weit seine Geschenke darbringend im vollen Tagesscheine. Juden und Bolschewik!‘ findet «1a* eine Bestätigung diese* Anschuldigungeiillfr» Jt*dej* Und nicht nur die Denikin feindlichen Zeitungen ortngetllr i י « ch e diese Nachrichten, selbst das Organ ״SIowo“ in Tiflijl Für P; das Denikin freundlich gesinnt ist, fühlt sich verpflichbtllnsusjuden gegen die Vorgänge zu protestieren. ■•ne breite ״Es ist traurig“ — heißt es an einer Stelle - ״dal|,nts.״ ®J5. * der Antisemitismus selbst bei den russischen Trappe«!" ® 3 p ♦ Eingang gefunden hat, die sich die Wiederherstelhmgl5“ יזשיףי• der staatlichen Ordnung, den inneren Frieden und den|w'ך“;, Triumph der Gerechtigkeit zur Aufgabe machten!, lütpri'raa*^“! Jude-nexzesse in Charkow und J e k a t e r ן.| arteieu c nosuw, wenn sie auch von unverantwortlichen rea|(.|ast1narates tionären Elementen provoziert wurden, sind ein|‘;1r,y■ n Schandfleck für die südrussischen Stre! f-|Lu, . krätte die die Wiederherstellung des Staates «n-|״nt>, : streb». ... |״,tgl,edfT ״Slowo“ hat ganz richtig beobachtet, daß die Be.|0:gan1s.u,o wegung vom den leitenden Kreisen der Frei\villigenaonee|tT"‘c,r ausgeht, denn diese Kreise sind wirklich aus ”1”’, yk Elementen zusammengesetzt, die sich während des zanstil* crtrc’.e1, sehen Regimes durch gewalttätigen Antisemitismus ht-l'f'f® . s,c״ merkbar machten. ■Arbeit war Die Offiziere, die sich um Denikin scharen, besonders■{f ״ jene, die eine hervorragende Stelle in der Armee ein|11׳r ue5״r: nehmen und eine wirkliche Diktatur ansüben, stelletil*jrae ־־. die Auslese der mliitärischen Diktatur der Zarenzeit darl׳ünß una Diese Offiziere, Antisemiten schon von Geburtl®1’*‘• züchten ein» furchtbaren Haß gegen die Revolution? Verschlimmernd auf die Lage der Juden wirkt ein! daß mit dem Vorriicken dey Truppen alle reak׳|Dm||8||jg tionären Elemente aus ihren Verstecken herauskoramenl״ und in die Reihen Denikins laufen, wo sie mit offenen■ Die n Arm» empfang» werden. Die Südarmee ist in der!des Vertra Tat ein Anziehungspunkt für alle Ciggenrevohitionärcldarin enth geworden. ■,chutz una Die ganze Demokratie Rußlands ist in Gefahr, am|ntänien in meisten aber die so schwer hamgesuchte jüdische Be-Ibürgen, Be völkerung. Europa muß sich über diese schrecklichelgefoitfertei Lage klar wenden. Wie denkt darüber die Entente, wie■ alten rumä der Oberste Rat? Warum wird den Denikin-Truppew»flußreicl im Menschenmord» freie Hand gelassen? Man dart||j6cI1e Oef nicht vergessen, daß die Diktatur Denikins und sdnerl!ich die E Offiziere beinahe mit Gewalt von der Entente der Be| wesen sei. völkerung in den Kosakenstaaten aufgezwmngen wurde!!einher ein und die Entente ist es,. die sie mit Kriegsmaterial ver•■ der Unter sieht. Daher ist es ein« elementare Pflicht der Entente! ״ a fol regierungen, rasch und energisch einzugreifen. Gegen! saehen“ ti Denikin muss» sie sich mächtiger Mittel bedienen.'! ln ähnlichem Sinne äußern sich andere französische Zeitungen, die in Denikin und seinen Leute« das alte Rußland mit seinen bestellten Mord- und Greueltatm Beilisprozessen usw. verkörpert sehen. Das jüdische Leben im Kaukasus Wi welche die Tat Rumäi den sin! wcJilhab welche! lieh le wisse Recht heit wii vom Ja und se läufig, die gle Teilen ׳!renießt. sanft! tungs Befreiu! Sabbat den Vö; stimm ei eines 5 etwas 1 Aus < rumäniscl gewisser Die ״Vossisdie Zeitung“ veröffentlicht eine Statistik, die der von der Petersburger Parteiorganisation der Bolschewiki veranstalteten; Enquete entnommen ist. Diese Zahlen beweisen schlagend, daß die Juden vielleicht einen verhältnismäßig großen Prozentsatz zu den F ü h י rem des Kommunismus stell», daß aber unter der eigentlich» Anhängerschaft des Bolschewismus verschwindend wenig Juden sind. Von den 124 €71 bolsdiewistisch organisiert» Arbeitern sind der Nationalität nach: Russen 74,2 •/», Letten 10,5«/«, Polen 6,3 »/o, Esten! 3,7 ״/o, Litauer 2,6 «/#, Juden 2,6 «/#. Während da« Leben der Juden in allen Ländern des Ostens zurzeit den Siedepunkt der Hölle erreicht hat. erfreut sich die nach dem Kaukasus versprengte Juden heit, unter den* Schutze der verschiedenen «!euentstan denen Republiken, einer vollen Sicherheit und Frei heit. Die dort erscheinenden jüdischen Zeitungen bieten einen idyllischen Gegensatz zur sonstigen jüdischen Presse des Ostens, die ein einziges Martyrologium dar• stellt. Die jüdische Presse des Kaukasus hat nur übet das intensive jüdisch« Kulturleb» zu berichten. Durch die Judenausweisungen aus Litauen imi Kriege, durch die Emanzipation von 1917, die unter anderem den Kaukasus für Juden öffnete, und durch die Flucht vor dem! Bol• schewismus, von dem der Kaukasus verschont blieb, entstand in Trans-' und CiskaiJcasien eine Verhältnis• mäßig zahlreiche Judenheit. Andererseits erweckte der Krieg die sogenannte« Bergjuden aus ihrer menseh• liehen! und nationalen Letarg»«, ein Drang zu Bildung und zur Kristallisierung ihres Volkstums bemächtigte ach ihrer. Durch die dauernde Absperrung von Rußland■ gegangen und von Europa wurde die kaukasische Judenheit aul 1 aUsüben, sich selbst angewiesen, die verschiedenen Judengemein-1 Rumänenl den und Gemeinschaften kamen einander näher, und der■ p!ätze vo Erfolg ist unveikennbar. 1 heit steht So ist es möglich geworden, daß in diesem ent-I kanntlich legen» Winkel der Diaspora, an der Grenze Europas! sicherte und Asiens, sechs jüdische Zeitschriften erscheinen (vor dem Krieg und Revolution nicht eine!), und zwar in mehreren Sprach»: zwei russisch (eine zionistische Wochenschrift und eine der Zeire-Zion), eine hebräisch | y unter dem! Namen ״Hamewasser bakawlcasi“, eine jidisch unter dem Namen ״Kowkoser Wochenblatt‘, eine gru-1 L. Z. sinisch und eine tatisch, das ist der tatarisch-jüdischeI Bitkow Dialdkt der Bergjuden. Die grusinische Zeitung erscheint! 24. Augu in Knrtais, alle anderen in Baku. Für die StimWnmg der Bergjuden ist bezeichnend, daß sie mit Beifall die be• kannten Volkstümlich»ationalen Operetten ״Stüamith“ und Bar-Koch ha“ von Goldfaden aufnehmen, die für sie jetzt in ihrem Dialekt im Staatstheater in Baku gespielt wer• I die bishe den. An den Arbeiten der zionistischen Organisation I sarri ebe nehmen viele Bergjuden als Mitglieder und Leiter teil! sehen V< Die Zionisten und die Jugendorganisation Zeire-Z-ionl schlag w wetteifern in der hebräischen und national-jüdischenI probewei Kulturtätigkeit. Außer Schulen und Abendkursen vielerorts, einem Gymnasium in Baku und einer Volkshochschule daselbst eröffnet die zionistische Organisation im Kaukasus ein Lehrerseminar in Baku mit dem Hauptzweck, für die Bergjuden hebräische Lehrer aus ihren eigenen Reihen auszubilden, Zur Deckung ihrer Ausgaben veranlagte die Organisation ihre Mitglieder zur Einkommensteuer in der Höhe von mindestens 1 ״/<>. Die Organisation zerfällt in drei Rayonverbände nach den bestehend» Republiken: Aserbeidseban, Grusien und Dagestan, In den Hauptstädten dieser Republiken (Baku, Tiflis, Petroswk) sind jüdische Nationalrät« tätig, in denen sämtliche jüdische Parteien• vertreten sind Die National• rate sind in diesen Nationalitätenstaaten von den Regie■ rangen de facto anerkannt. So wandte sich in Baku das Justizministerium an den jüdischen Nationalrat mit dem Ersuchen, die Sprache und den Text einer Eidesformel frage. E gen, daf b r ä i s e! geführt 1 H e b r ä mach», men an •Ji-P. n a 1 e n und die zur Ko1׳ Schritt n erklären^ waltigt Ah stimm tation d Zensur v Für d e s ko nach C setzt sic Zahlt die Zionistensteuer! süna־, ( mtmen