Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXIV (1919)
- Issue
- Heft 72 (14.10.1919)
- Date
- 1919-10-14
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/2651273-2652135-2652207--12568-2670215- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
wir nicht irnen, gehen die »taategischen Erwägungen J \» derselben Richtung. Aus allen Gründen, militärischen, j ♦koraomischen undhistorischen, sollte unseres Erachtens! der Litani-Fluß die Südgrenze des Gebietes bilden, das wir in Syrien zu räumen haben.“ Die Konferenz der jüdischen Arbeiter in Merchavia K.Z. B. Auf der in Merchavia Ende Ab abgehaltenen Konferenz der landwirtschaftlichen Arbeiter waren etwa 40 Delegierte versammelt, fast durchweg parteilose, nur drei bis vier Mitglieder gehörten dem _ Hapoäl-Hazair oder der Achduth-Plaawodah an. Die Referate, die über die Lage der Arbeiter von den Herren Go Id b erg und Ta bei! kin erstattet wurden, geben leider ein trübes Bild von der gegenwärtigen S i t u at i o n. Von 550 jüdischen 1 a n d w 1 r t s c h a i t - liehen Arbeitern, die in den Kolonien I e - bet», sind zurzeit 300 arbeitslos, ln derselben Zeit aber sind in den Kolonien mehr als 4003 nichtjüdische Arbeiter beschäf tigt. Die L ö h n e der jüdischen Arbeiter sind sehr schlecht. Auch der höchste Lohnsatz reicht wegen der herrschenden Teuerung für die Existenz der jüdischen Arbeiter nicht aus. Gewöhnlich beträgt der Arbeitslohn eines jüdischen Arbeiters 2,50 Frcs. pro Tag. 111 Chederah und. Sichrem Jacob beträgt der Lohn 3,75 Frcs.,׳ in Rechoboth und Rischon lezio« 4,50 bis 5, frcs., in Jaffa und Petllach-Tikwah (1,25 Frcs. pro Tag. Daß diese Löhnung für verheiratete Arbeiter nicht die Möglichkeit bietet, auch nur die notwendigsten Lebensmittel zu erhalten, braucht nicht erst gesagt zu werden. Die Berichte besagen ferner, daß die verschiedensten Mittel, die angewendet wurden, um! den jüdischen Arbeitern Arbeitsmöglichkeiten zu geben, bis jetzt zu keinem beiriedigenden Resultat geführt haben. Die jüdischen Kolonisten, die der Zionistischen Palastinakommissiom, welche sich der Sache angenommen hat, den Beweis erbringen wollten•, daß sie der Frage der Beschäftigung der jüdisehen Arbeiter Sympathie und Interesse entgegenbringen, haben sich wiederholt zu gemeinsamen Beratungen mit den jüdischen Arbeitern eingefunden, die indes ergebnisios geblichen sind. Der Beschluß der Zionistischen Paiastinakommission vollends, das Budget für die jüdischen Arbeiter zu streichen, hat unter den jüdischen Arbeitern dne trübe* Stimmung hervorgerufen. Schließlich griff man zum letzten Versuch, zur Entsendung einer speziellen Delegation nach London, deren Resultate noch erwartet werden. Die Delegierten aus Galiläa betonten, daß dtc Lage d er ga 1 i U is ch en A rb ei te r e in wen ig be ss er »ei. Bedauerlicherweise haben die Wirtschaften dieses jahr schlechte Resultate gezeigt. Die Ernte war im allgemeinsam keine sehr günstige, und der Preis des Getreides ist stark gesunken. Auch für das Gemüse gibt es keinen Markt. Viel wurde zur landwirtschaftlichen Ausbildung des jüdischen Arbeiters getan. Guten Erfolg hatte die Gruppembikiimg für B e w a I dun g und Bepflanrang. (Es wurden dieses Jahr etwa 700000 Bäume gepflanzt.) Diese Arbeit wird man zu; würdigen wissen, wenn man die große Bedeutung kennt, die die Bewaldüng für die Verbesserung der Gesundheit im Lande hat. Im nächsten Jahre werden etwa 1(4 Millionen Bäume eingepflanzt sein, die etwa 60 Menschen beschäftigen werden. Weitere 100 Personen werden Arbeit finden bei der Entsumpfung in Kinereth und Dagania. Die Vorarbeiten für diese größeren Unternehmungen müssen »fort gemacht weiden, da die Arbeitergruppen in Kerkur und Merchavia vor der Beendigung ihrer Arbeiten stehen. E* wurde darüber geklagt, daß in der Wirtschaft der jüdischen Arbeiter vier Kühe 3 kg Milch prb Tag geben, während in anderen Wirtschaften eine einzige Kuih 12 kg Milch pro Tag gibt. Die jüdischen Arbeiter benötigen unbedingt praktische wirtschaftliche Ausbildung. Dringend notwendig ist die Gründung von praktischen Kursen für die Milchwirtschaft, für die Geflügelzucht, für die Bienenzucht, für die Hygiene der Haustiere usw. Diese Kurse sollten für die Arbeiter obligatorisch sein. Zur Erhaltung dieser Kurse sind 7000 Pfund notwendig. Ein Budget für eine große medizinische und kulturelle Hilfeleistung zugunsten der Arbeiter ist dem Zionistischen Aktionskomitee unterbreitet worden. Gegenwärtig sind die Aussichten der jüdischen Arheiter folgende: Im ganzen beträgt ihre Zahl mit den neu Hinzugekommenen etwa 875 Mann. Hierzu kommen noch folgende: 21 jüdische kurdische Arbeiter in Sedseberah, 60 Sefardim aus Tiberias, die in den Kolonien arbeiten 240 Jemeniten und etwa 400 Mann von den zu demobilisierenden 38. und 39. Bataillonen. Im ganzen umfaßt die jüdische Landarbeiterschaft 1596 Arbeiter. Etwa 260 Arbeiter haben bereits mit dem Arbeitsamt Verträge abgeschlossen. 120 Arbeiter stehen noch in Verhandlungen über die Annahme von Arbeiten in Merchavia und Kinereth. Weitere 160 Maiui sollen in Nachlaß! Jehuda, Eu-Chai arbeiten. Als Tagelöhner werden 180 jüdische Arbeiter Arbeitsgelegenheit in Medschdel, Jabniel, Sedscherah, Ruchamah, Poriah und in den 1 *rangenpflanzungen in Jaffa finden. Bei den Trockenlegungsarbeiten m Kinereth und Dagania dürften etwa 100 Arbeiter Beschäftigung finden. Weitere 200 Arbeiter sollen bei den Vorbereitungsarbeiten aut dem! Lande beschäftigt werden. Ein sehr interessantes Referat hielt Herr Tabenkin über die Pflichten des jüdischen Arbeiters, über den Zionismus und den jüdischen Nationalgedanken. Frau Kachel Karnelson und die Kolonielehrerin Frau Rifka Msrschak hielten Referate über die Kulturtätigkeit unter der» Arbeitern. In der Debatte, die zuweilen einen sturmischen Charakter annahm, kam es zu lebhaften Ausein־ andersetzungen. Insbesondere beschwerten sich einige Redner über das Verhalten der Kolonisten in Pethach Tikwah. Letztere sollen demnächst eine Anleihe vom Baron Rothachikl in der Höhe von 50 Millionen Frcs. ן bekommen. Es sei zu hoffen, daß der Baron verlangen ן ward», dal die Anleihe nur für Arbeiten verwendet wind, die ausschließlich von jütischen Arbeitern »usgeführt werden. Die Aufmerisamkeit der jüdischest Presse soll auf diesen Punkt gelenkt werden. Die Konferenz lehnte die radikal-sozialistischen Forderungen eines Delegierten einstimmig ab. i Arbeitslosigkeit Ganz unerwartet erhielt Jaffa vor einigen Wochen 1 den Besuch von 126 marokkanischen Juden. Die Wanderer stammen aus Casablanca, sind junge, kr!1 tige Leute und wollten gerne in Jerusalem Arbeit a!1nehmen. Alle ihre Versuche, Arbeit zu bekommen, blieben aber erfolglos, und sic mußten von der Unterstützung der Hiltskommissioii; leben. Gegenwärtig werden ihnen vom Komitee Gelder zur Verfügung gestellt, damit sie nach Casablanca z u r ü ץ k k e h r e 11 können. Der Sieg im neuen Sprachenkampf Der Spradieiikampt in Haifa ist nun zu Ende geführt worden und endete mit einem ״Sieg“ der Juden. Bekaimitlich entstand zwischen den Juden und der Stadt- Verwaltung ein Streit darüber, daß die Taxen und Preisaiigaben fiir Droschken und Fuhrwerke nur in englischer und arabischer Sprache angeschläfeen wurden, während die Juden auch die hebräische Sprache ver- | langten. Zunächst schien es, daß der englische üou- J verneur die Argumente der Stadtverwaltung gegen das ,Hebräische anerkennen wollte, und es kam soweit, daß die Mitglieder der Stadtverwaltung die Bitte des Go!uvemeurs, den Wünschen der Juden Rechnung zu tragen, glattweg ignorierten. Die Juden ließen aber nicht nach und begannen Hilfe in Jerusalem zu suchen. Hierauf schickte der Gouverneur von Haifa an die Stadtverwaltung einen Befehl, die fraglichen öffentlichen Anzeigen auch in hebräischer Sprache zu veröffentlichen. Dieser Befehl gelangte unverzüglich zur Ausführung, womit der Spraehenkainpt zur Freude der Juden in Haifa hoftentlieh endgültig beendet ist. Aut dem Gebiete des Spiachenkainpfes haben wir in letzter Zeit «och mehrere andere charakteristische Vorfälle gehabt. So hat ein Jude, dem eine gerichtliche Mitteilung nur in arabischer und englischer Sprache zugekommen war, dieselbe an das Gericht retourniert, 1111; dem Bemerken, daß er den Inhalt nicht verstehe und bitte, ihm die Mitteilung tu hebräischer Sprache zu schicken. Am nächsten Lage erhielt dieser Jude eui Entschuldigungsschreiben vom Gericht, in dem ausgeführt wird, daß bei der Abseudung der Mitteilung kein hebräisches Zirkular vorhanden war und man daher gezwungen war, ein anderes abzuscüieken, Ein ähnliches Auftreten bekunden aahlreiche Juden, und •s ist nicht zu leugnen, daß dieses Verhalten »•inen Eindruck mcht verfehlt. Einladung zu einer jüdischen Hilfskonferenz K. Z. B. Im Nachstehende»! veröffentlichen wir den Wortlaut der von» ״Komitee der Jüdischen Delegationen“ versandten Einladungen zu einer jüdischen Hilfskonferonz: An die Gesellschaften und Komitees, die der Hilfe für die vom Kriege betroffenen Juden gewidmet sind! I» dem Moment, in dem der allgemeine Frieden kommen wird, steht das Judentum der ganzen Welt vor einer außerordentlichen Aufgabe. Es gilt, jenen Brüdern, die durch die Frontkämpfe, durch Deportationen, Pogrome, Okkupationen und sonstige Schrecken des Krieges ruiniert worden sind die wirtschaftliche Wiederautrichtung zu ermöglichen. Der größte Teil der osteuropäischen Juden befindet sich in einem Zustand wirtschaftlichen Zusammenbraches, der eine Anspannung sämtlicher jüdischer Kräfte erforderlich macht, wenn diese Massen nicht untergehen sollen•. Dazu sind nicht nur ungeheure Finanzmittel notwendig, sondern auch eine wohlüberlegte Systemstisierung und Organisierung der ganzen Rekonstruktionsarbeit. Leider haben» in verschiedenen Ländern bei weitem noch nicht alle Juden, die dazu imstande sind, auch nur der primitiven Pflicht gegenüber ihren Brüdern genügt. Während Amerika und einzelne Länder Europas für die vom Kriege betroffenen Juden Bewundernswertes geleistet und einen großen Opfermut bekundet haben, gibt es bedeutende Teile des' jüdisch«! Volkes, die trotz des Anblicks ihrer hungernden und verschmachtenden Brüder bewußt oder unbewußt eine passive Gesinnung an den T ag gelegt haben. Noch stehen die Formen nicht fest, welche die Mögliebkeit schaffen werden, die Folgen der Katastrophen zu vernichten oder zu miklem. Soviel ist klar: die Hilfe muß von gewaltigen Dimensionen sein und zugleich nicht einer unzulänglichen, zeitweiligen, philanthropischen Aktion gleichen, sondern einen ernsten, wirtschaftlichen und sozialen Charakter tragen. Zwei große Aufgaben müssen also zugleich gelöst worden: Die Beschaffung der Mittel und die richtige Verteilung. Beide Aufgaben sind aber miteinander aufs engste verbunden. Aus den Formen der Hilfe ergeben sich auch die Formen der Herbei- Schaffung der Mittel. Für eine gro[!angelegte soziale Art der Rekonstruktion sind ganz andere Mittel autzubringen, als für eine reine Wohltätigkeitsaktion, sogar wenn sie in ein gewisses System gebracht wird. Was im Sinne einfacher Verschemikung nicht zu erreichen ist, läßt sich durch Anleihen, deren Verwendung kontrolliert wird, durch ein großangelegtes System׳ der Herbeischaffung von Rohmaterialien oder ähnliche Methoden wohl durchführen. Je mehr es sichergestellt wird, daß die Empfänger durch das ganze System der Verwendung in die Lage versetzt werden, die gewährten Subventionen zurückzuerstatten, desto größer werden die Möglichkeiten der Aufbringung grandioser Mittel sein. Gewaltige Probleme stehen bevor. Um diese Probleme zu lösen, muß eine ungheeure Energie entfaltet werden, begleitet von Sachkenntnis sowohl der lokalen Verhältnisse wie der Situation und des Lebens der Juden selbst. Wird diese Aktion in jedem Lande unabhängig orgenlsiert und durchgeführt, so muß das Werk chaotisch, philanthropisch und nur von vorübergehendem! Nutzen sein. Es wird den Untergang der Millionen nicht authalten und wird in seinen katastrophalen Wirkungen die Juden aller Länder beeinträchtigen. Das ,^Komitee der Jüdischen Delegationen‘*' zu Paris, welches lür die Interessen des Ostjudentuins eiiuritt, möchte rechtzeitig dafür Vorsorge tragen, »laß durch die Vereinigung aller Kräfte in das drohende Chaos Orduung hineinkomine, möchte rechtzeitig eine unübersehbare Katastrophe verhindern. lAnn eine solche Kata- Strophe wird es sein, wenn nicht in der allernächsten Zeit die Richtlinien festgelegt werden, wie alle Energien zur Rettung des ruinierten Judentums in Bewegung zu setzen und welche Methoden der Hilfe anzuwenden sind. Der erste Schritt, um diese großen und komplizierten Ziele zu verwirklichen, ist die schnelle Einberufung■ einer Hilfskonferenz von Juden aller Länder. Das ,,Komitee der Jüdischen Delegationen“' zu Paris hat den Beschluß gefaßt, daß im November oder Dezember ü, js. eine allgemeine jüdische Konferenz abgehalten werden müsse. Es wendet sich jetzt mit dieser Aufforderung an sämtliche Hilfskomitees, welche zur Milderung der Leiden des vom Kriege betroffenen Judentums!11s Leben Lehen gerufen wurden,;tu alle Organisationen, welche mit den wirtschaftlichen Problemen des jüdischen Lebens sich befasse!» (oder indirekt auf das wirtschaftliche jüdische Leben einen EiiifluB auszuüben suchen), tiiuf Persönliehkeiten, welche diesen Aufgaben sich widmen. An die Hilfskomitees mul entsprechenden Olga insaüoiiea in 23 Ländern Europas, Amerikas, Asiens und Afrikas ergeht der Ruf: ״Kommt schnell zusammen, um das Ziel rechtzeitig klar zu formulieren, um die Kouiponenten der schweren Aufgabe kennen m lernen, um die Kräfte, welche das Ziel verwirklichen sollen, einzuschätzen, um das System der Rekoiutruktkmsarbeit festzustellen, (im eine programmatische Cooniination 111er dieser Faktoren herzusteHen. Geschieht es nicht bald, so wird es zu spät sein!“ Indem wir uns jetzt an Ihre Organisation mit unserer Aufforderung wenden, beauspruclwa wir Ihre Aktivität schon im vorbereitenden Stadium. Wir hoffen, daß Ihre Organisation schon bei der Festsetzung de* Programms entschekieiid mitwirken wird. Denn nur die Stimmen der in der Arbeit erprobten Kräfte, nur deren Rat und Forderungen können maßgebend sein. Indem wir zu dem wichtigen Schritte die Initiative ergriffen haben, haben wir damit im Bewußtsein unserer Verantwortung einer «11gemeinen jüdischen Pflicht genügen müssen. Wir erwarten aber von allen Hilfskomitee» selbst, daß sie mit der größten Beschleunigung ihrerseits an die Durcliführung der Aufgaben der Hilfskonferenz Herangehen werden. Für die Verwirklichung des gewaltig«! Unternehmens ist das harmonische Zusammenarbeiten sämtlicher Hilf»- Organisationen erforderlich, sowohl derer, die an den Orten des Elends selbst wirken, als derer,, weiche fern vom Elend gewissermaßen in der Holte der Unterstützende» sind, wir brauchen nicht erst zu erklären, daß das Judentum hier als geschlossene Einheit den» Ziele dienen muß. Nur äußerlich erscheint es, als ob ein Teil dem anderen helfen soll. In Wirklichkeit hilft jeder Teil sich selbst, hilft sich eben das jüdische Volk־ als Ganze«, als Organismus. Da die Zeit drängt, so bitten wir Sie, uns die Antwort Ihrer Organisation 90 schnell wie möglich zukommen zu lassen. Von der Schnelligkeit, mit der die Aufgabe in Angriff genommen werden wird, wird ihr« Verwirklichung abhängen. Denn unser ist nur die Initiative, Euer aber da* Werk und di« Verantwortlichkeit für das Werk! Das K o in i t e « der jüdischen Delegationen bei der Friede mkoii ttreiu N. Sokolow, Präsident. L. M* t zk in, •nenl- Sekretär. Verbandstag des Gruppenverbandes Hessen und Hessen-Nassau Der erste V erba ndstag des im März diese« Jahres neu ins Leben getretenen 2 i o 11 i s t i 1 c 11« * Gruppenverbandes von Hessen und H es - sen- Nassau, der am 14. September hier in Fr* 11 kfurt a. M. stattfand, vereinigte nicht nur die Vertrete!־ der angeschlossenen Ortsgruppen, sondern «ach bereits Vertreter aus Bade 11, da die Absicht bestand, auch tri i t den badischen Gruppen i n eine Arbeitsgemeinschaft au treten. Es wurde allseits anerkannt, daß die Verhältnisse in Baden, Hessen und Hessen-Nassau im großen und ganzen so gleichartig sind, daß eine einheitliche Bearbeitung des ganzen Gebietes, die aus technischen Gründen wünschenswert erscheint, durchaus möglich ist. Man verspricht sich von einer Zusammenfassung aller agitatorischen Kräfte vo* Südwest-Deutsehland und der Schaffung einer Zentrale hierfür in Frankfurt die Erschließung von bisher imbearbeiteten Gebieten, die Aufrüttelung der ländliche« Bevölkerung־ und• Anregung und gegenseitige Stütze der schon bestehenden zionistischen Gruppen. Die Tagung selbst stellte den ersten Schritt zur Annäherung'’der Ortsgruppen aneinander dar. Eine jede erstattete Berieht über die bisher geleistete Arbeit, über die lokale■ Beziehungen der jüdischen Orgarisationen zueinander, über die Schwierigkeiten, die sich ihrer Propaganda eitgegensteilen, und gab ihren Wünschen an den Verband Ausdruck. Man gewann den Eindruck, daß «och sehr viel geleistet werden müßte, sowohl was di« Verbreitung der Idee, als was die Propaganda für den Nationalfonds oder die Einrichtung von hebräischen Sprach- und Palästinakursen u»w. anbelangt, und daß es *notweidig sei, daß *ich die »oiiiste« i« •rhüittem Male fftr die Sache «insetzen. וחוו.וחווי 1 Zahlt dj e Zionisten st euer! |