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Jüdische Rundschau · 1919-10-01 · Heft 69 (1.10.1919) · page 3

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXIV (1919)
Issue
Heft 69 (1.10.1919)
Date
1919-10-01
Page
– (sequence 3)
Language
German
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Nr. 69 JUBDI80HI KUNSBCßlß Seite 535 69 I <k!i itzen, isfüll- :!.״:am II im I da- Verteilen _ ans lierzu!anipt impie wulitinzer litte״ 1 die ttern rüde hren lderl um- Cieimrnt imen,, ,׳ewiß ׳ Bealtert längt wölfolksirung Aufiiirkid erden niclit «Iltis ächte Er und uden ren“, aben. einer 1t an 1 in; ane in Wien einer inden in Sepldes-!desdar- , die!über verlinge uzen eiche wohl der nteridigände TlOgm׳.k■ nnen verchon imer Anicher :kgeoclie egen tätig itteiiberirten 'eia־ rden ober >ge״ impaus״ ädti- Sepan. für asse den ätes, mit iflge sten!uch litt, eser Aufver- >nn-;reit eru- Ichiidiverrfiinni- Am 25. September wurden « Wie» antisemitische ן 'ersammlungen abgebalten, di,e die Ausweisung aller I )stjudei» forcierten. Es fanden dann Straßendernonstraoiien statt, bei denen aber keine Zwischenfälle gecliahen. Der Vertreter der Vereinigten Staaten von uiierika erschien beim Staatskanzler Renner und »ragte 111, «b die Gerüchte über bevorstehende Jiwletrverfolui!gen begründet wären. Solch,« Ereignisse würden die ,ffen fliehe ' Meinung in Amerika gpgen Deutsch-Oestereich sehr schwer beeinflussen. Renner gab beruhigende uiskünfte. Zur Frage der Fremdcnauswciswig hat die Regierung tätlich verlautbart, daß bereits ein großer Teil der in!־rage kommenden Personen abgereist seien, daß aber *egen der Reis,eSchwierigkeiten, der Vermögenssperre iti vvegen anderer Gründe der Abtransport der anderen ״rsonen im Augenblick nodl» nicht möglich sei. Jüdisch-nationale Flüchtlingsfursorge in Böhmen , Prag, den 18. September. Der jüdische Nationalrat ür!die Tschechoslowakei begann bereits am 28. Ok- -ob’er 1918, sofort nach der Ausrufung eines selbrindigen tschechoslowakischen Staates, mit der Fürsorge ür die jüdischen Kriegsflüchtlinge, deren Ausweisung jrohte. Es gelang ihm am 12. Dezember 1918 einen Beschluß des Ministerrats herbeizuführen, durch den weitere Flüditlingstransporte bis zur Herstellung geeignetcr Reisemöglichkciten unterlassen werden sollten. Nachdem dann im Januar 1919eine heftige Preßkampagne gegen die Flüchtlinge einsetzte, wurde festgesetzt, daß die Repatriierung nach dem 25. April (nach Pessach) Einsetzen solle. Monatelange Verhandlungen des Nationalrates mit den amtlichen Steilen wurden über die Modalitäten der Rückführung■ geführt. Es wurde erreicht, daß allen Flüchriuigen freie Heimreise ermöglicht wurde, und daß sie auch in Wirtschaftlieber und finanzieller Hinsicht wichtige Vorteile genossen. Gleich darauf kam eine Verfügung heraus, daß die Flüchtlinge aus den Grenzorten in einer Zone bis zu 30 km auszuweisen seien. Audi hier gelang es den Bemühungen des Nationalrates, für einen großen Teil der Betroffenen das weitere Verbleiben zu ermöglichen. Im August wurde dann die Heimkehr der Flüchtlinge aus West- und Mittelgalizien angeordnet. Es handelte sich hier vielfach um wohlhabendere Elemente, die aus kaufmännischen Gründen in Böhmen geblieben waren und so die Wohnungsnot verschärften. Der Nationalrat temühte sich in Fällen, wo ernste Interessen zum Weiterbleiben Veranlassung gaben, den weiteren Verbleib zu ermöglichen. Die Angriffe, die in letzter Zeit gegen die Tätigkeit des Nationalrates in der Flüchtüngsangelege 11heit erhoben werden, sind absolut unbegründet. Die Lundenburger Flüchtlinge, deren bedauernswertes Schicksal die Zeitungen beschäftigte, haben es unterlassen, sich an den Nationalrat zu wenden, der also keinerlei Verantwortung trägt. Es ist auch den Bemühungen des Flüchtlingsreferenten im Nationalrat, Professor Engel, zuzuschreiben, daß aus Paris grolle Beträge für die Flüchtlmgsfürsorge beschafft werden konnten, von denen bereits eine Million Kronen für diesen Zweck verwandt wurden. Pogromagitation in Mähren ln Mähren hat sich unter dem Titel ״Blauer Ster n“ eine geheime Gesellschaft gegründet, die die Ausrottung der Juden durch Veranstaltung von Massenpogromen im ganzen Gebiet der Tschechoslowakei zum Ziel hat. Die Pogrome sollen in den hohen Feiertagen in Szene gesetzt werden. Die Tschechoslowakische Regicrttng hat an alle Sicherheitsposten und Gendarmeriekommandos die Anweisung gegeben, die Pogromagitation zu verfolgen und Ausschreitungen zu verhüben. Judendebatte in der Prager Gemeinde Irn Prager Gcmeindekoltegium hat eine Judendebatte stattgefunden, bei der Dr. Singer und der Poalezionist Prof. Pol lack Erklärungen abgaben, die vielfach von antisemitischen Zwischenrufen unterbrochen wurden. Auch die sich anschließende Debatte verlief in ausgesprechen antisemitischer Weise. Polen Pogrom in Lodz Der in Lodz herrschende Streik hat zu einem! Judenpognom schlimmster Sorte geführt. Der Pogrom dauerte von 4 Uhr nachmittags bis 11 Uhr nachts und wütete besonders in den Gassen Konstantinow, No wo - m ie sk a, Staromienska, B z e z i n o wa und Zenliana. Es wurden?5 Juden schwer- und ein!e noch größere Zahl leichtverwundet. Ein auf Intervention von Dr. Rosenblatt gegebenes Versprechen, Patrouillen zu schicken, wurde nicht gehalten, so daß die Exzesse mbig fortgeführt werden konnten. Der Pogrom) wird auch durch eine Meldung des ״Berliner Tageblatts“ bestätigt, wonach der Pogrom, der am Donnerstag, den '8. September, stattfand, sich gegen Juden und Deutsche richtete. Entlassung jüdischer Beamten Der jüdische Nationalrat von Ostgalizien hat an das Zionistische Zentralbüro in London telegraphiert, daß die Vereinigung der polnischen Eisenbahnbeamten die folgende Resolution wegen Anstellung derjenigen Beunten faßten, die während der ukrainischen Okkupation »1־dient haben: 1. Die Anstellung von Beamten ukrainischer Natio- ״alität ist von der polnischen Regierung zu entscheiden. . 2. Die Fälle von Beamten polnischer Nationalität sind individuell zu behandeln. 3. Jüdische Beamte aind prinzipiell ,Geht anzustellen. Aehnliche Resolutionen aind von den Vereinigungen I der Postbeamten, der Lehrer von Elementar- und höheren | Schulen und anderen gefaßt worden. Tausende von Juden, die früher in diesen Zweigen des Zivildienstes beschäftigt waren, werden so ruiniert werden. Den verabschiedeten jüdischen Beamten sind keine Gehälter bezahlt worden, und es ist ihnen nicht gestattet, ihre Ansprüche der polnischen Liquidierungskoramission zu unterbreiten (die galizische Regierung befindet sich in Krakaiu). Antisemitische Wirtschaftspolitik der polnischen Regierung J. P. St. Die jüdischen Zeitungen in Polen sind voll von Nachrichten, die von einer systematischen Wirtschaftlidien Boykottpolitik der polnischen Regierung gegenüber dar Juden zeugen. Jüdische Salzhändler in Warschau teilten den jüdischen Abgeordneten des Nationalrates mit, daß sie an der Grenze von» den Grenzbehörden gezwungen werden, ihre Ware mit Verlust an das polnische Aufkaufsamt zu verkaufen, das die Ware ausschließlich an christliche Kaufleute und sogar an solche, die niemals mit dieser Ware gehandelt haben, weitergibt. In Kolo, Gouvernement Kalisdt, wurde von der Regierung das Recht zum Ankauf von Lederrohstoffen ausschließlich an zwei nichtjüdische Firmen erteilt, während die vielen jüdischen Lederhändler, die einen! professioncllen Verein angeboren und auf diese Weise von der Regierung zu jeder Zeit kontrolliert werden können, völlig außerstande gesetzt worden sind, ihren Handel zu betreiben. In Petrikau wurden 14 jüdische Bäckereien geschlossen, trotzdem sie sämtlichen sanitären Vor- Schriften nachgekommen sind. Die einzige Erklärung für dieses rigorose Vorgehen wax die Tatsache, daß diese Bäckereien nicht dem Bäckerverein angehören, der aber keine jüdischen Bäcker aufnimmt. Wir hatten mitgeteilt, daß Herr Leo Rerson, ein jüdischer Assimilant, zum ersten Sekretär der polnischen Gesandtschaft in Washington ernannt worden sei. Wie wir jetzt erfahren, ist Bersori auf Drängen der Nationaklemokraten von diesem Posten abberufen worden. Be1־so11 war den Polen' wohl noch zu jüdisch! Der Vorsitzende des jüdischen Nationalrates in Sambor, Dr. Rothenstreich ist, wie die ״Nowy Dziennik“ meldet, nach viermonatlicher Haft entlassen worden. Die Gründe für seine Verhaftung sind bis heute unbekannt. Der ״Haint“ veröffentlicht im Faksimile eine Originalbescheinigung der Kommandantur der Stadt S m o 1 ewitsch bei Minsk, worin dem dortigen Rabbiner bescheinigt wird, daß ihm als Rabbiner das Barttragen gestattet sei! Die jüdischen Kriegsinvaliden haben sich bei der jüdischen Gemeinde in Warschau darüber beklagt, daß die christlichen Kriegsin validen seitens der Regierung Unterstützung und Arbeitsgelegenheit erhalte®, während die jüdischen Invaliden völlig übergangen werden. Sie betonen, dab ihnen nicht an Unterstützung, sondern nur an Arbeitszuweisung gelegen sei. Die ersten drei Tage der polnischen Herrschaft in Minsk j. P. St. Die juridische Kommission der jüdischen Gemeinde in ,Minsk hat folgende authentische Bilanz der ersten drei Tage der polnischen Herrschaft in Minsk aufgestellt: Geplündert wurden 235 jüdische Wohnungen; der Schaden beträgt ca. 5 Millionen Rubel. 590 Geshäfte wurden demoliert, von denen nur 283 von der juridischen Kommission untersucht »wunden. Der Schaden dieser Geschäftsinhaber beträgt 71/2 Millionen Rubel. Der Verlust der anderen 307 Gescliiifte, über die keine genauen Nachrichten vorliegen, läßt sich nur ungefähr auf 8 Millionen Rubel angeben. - Von den 37 Toten dieser ersten Tage wurde bereits mitgeteilt. Dieses alles wir:!• in der Sprache der polnischen Berichterstatter nicht als Pogrom bezeichnet. Die englische Untersuchungskonunission Die englische Untersuchun gsfkomimissäon, an deren Spitze Sir Stuart Samuel steht, ist in Warschau eingetroffen. Die Aufnahme, die die Kommission in der polnischen Presse findet, ist außerordentlich absprechend. Der ״Robotn i k“, das offizielle Organ der polnischen Sozialisten, meint, Mergenthaus Tätigkeit hätte die Zionisten ׳nicht befriedigt, so daß sie sich eine englische Kommission jinter Führung des Zionisten Samuel hätten kommen lassen. Morgenthaus weitere Absichten Morgentau beabsichtigt, für 14 Tage nach Paris zu fahren und sich von dort nach London zu begeben, wo er auf einem großen Massenmdfcting über seine Tätigkeit und seine Eindrücke in Polen berichten wird. Etwa am 15. Oktober will Morgentau in Amerika eintreffen. Vor seiner Abreise aus Warschau empfing Morgentau Delegationen der jüdischen Gemeinden und der Orthodoxie, sowie eine Delegation von Mitgliedern der polnisch-demokratischen Partei. Diese klagten über die Nachteile, die der Minoritätenschutzvertrag Polen bringe. Nach dem Bericht des ״Jüdischen Volksblattes“ (Mähriseh-Ostra u) erwiderte Morgentau, der Vertrag sei nicht so tragisch aufzufassen, wenn der polnische Staat den Juden dieselben Rechte selbst gewähren werde. Das Leben werde die Fehler des Friedonsvertrages beseitigen. Die Not der Lemberger Juden heit 60 000 Unterstützungsbedürftige. Nach dem schrecklichen Pogrom, der im November in Lemberg stattfand, ist die Lage der Juden dort eine entsetzlich traurige. Augenblicklich sind 70000 Juden in : Lemberg, von denen viele aus den benachbarten Dörfern in die Stadt geströmt sind, weil die persönliche Sicherheit in Lemberg verhältnismäßig größer ist, als auf dem Lande. Von der Totalbevölkerung der Juden in Lemberg ist ungefähr nur ein Siebentel in der Lage, sich ohne Unterstützung von Wohltätigkeitsorga־ nisationen zu ernähren. Lebensmittel sind enorm teuer. Material ,das der Manufaktur dienen könnte, ist so spärlich, daß jüdische Handwerker nicht imstande sind, Arbeit zu finden. Auch von Westgalizien ist keine Hilfe zu erlangen, da der polnische Boykott dort mit solcher Rigorosität geliandh.abt wird, daß Hunderttausende von Juden gezwungen sind, von den Dörfern und kleineren Städten in die Großstädte auszuwandern. Die Folge dieser Auswanderung ist, daß die Juden eine relativ sichere Existenz verlieren, und sich an Orten befinden, wo sie, infolge der Ueberfüllung kaum imstände sind, eine Existenz zu finden. Unter diesen Umständen wird «ich die ökonomische Wiederherstellung der galizischen Juden heit als ein sehr schwieriges Problem erweisen und es wird zweifellos nötig sein, unter mderem einen gutorganisierten Arbeitsnachweis einzurichten. Konferenz der jüdischen Hilfsaktion in Wilna J. P. St. Am 8. September wurde in Wilna eine Konferenz der Vertreter der jüdischen: Kriegshilfsorganisation eröffnet, an der etwa 50 Delegierte aus der Umgegend Wilnas teilnahnien. .Zum Vorsitzenden wurde Dr. S c h a b a d gewählt.׳ Die Problem« des Wiederaufbau» bilden die Hauptfragen der Konferenz. Die besagte Organisation hat in der letzten Zeit eine rührige vielseifige Tätigkeit auf dem« Gebiete der Vylksfiirsorge, sowie auf kulturellem• Gebiete entfaltet. Gemeindewahlen in Wilna Bei den Wahlen zur Gemeindevertretung in Wikia erhielt die Liste der polnisch-nationalen Kandidaten 31551 Stimmen, die vereinigten jüdischen Listen 14 063, die P. P. S. 1125 und die Weißrussen 405. Im ganzen wurden 49 172 Stimmen abgegeben. Die Sitze verteilen sich folgendermaßen: Polnische Nationalisten 31. Jude« 14, P. P. S. 2. Amerika und die jüdischen Rechte Ein Meeting für Mack und Marshalf. L. Z. B. Die New Yorker Judenheit feierte die Rückkehr von Julian W. Mack und Louis Marshall nach New York nach ihren Arbeiten in Paris durch ein Bankett im ״־״ Waldorf-Astoria-Hotet am Montag, den 28. Juli, dem ein Volksmeeting in der Carnegie-Halle folgte. Richter Mack, der beim Meeting in der Carnegie-Halle präsidierte, sagte, daß die Bemühungen der amerikanischen Delegation in dieser Angelegenheit zwar von vitaler Bedeutung war, daß sie allein aber wenig hätten aicsrichten können. An ihrer Seite standen vom" ersten Tage an die ersten [)elegierten der osteuropäischen Judenheit. Eine geeinigte Judenheit strebte nach dem. was Präsident Wilson klar ausgedrüdet hat: ״Dae jüdische Volk hat einen Anspruch auf Gleichbercchtigung überall in der Welt, Gleichberechtigung für den Einzelnen, Gleichberechtigung für das jüdische Volk“. Ihr Ziel und Ideal gelte keinem Privileg für die Juden, sondern einfach der Gleichheit und der gleichberechtigten Behandlung, Und indem sie für diese gleiche Behandlung eintreten, kämpfen sie notwendiger Weise für die Rechte aller nationalen« Minori täten in denjenigen Ländern, wo diese Rechte aller nationalen Minoritäten notwendigerewise anerkannt, beobachtet und verteidigt werden müssen, wenn der Krieg von der Erde verschwinden soll. Und 90 arbeitet der Jude, indem er für sich arbeitet, gleichzeitig für die Menschheit. Auch eine zweite Mission war ihnen übertragen worden, eine Mission, die die meisten von ihnen als genau so vital betrachteten, weil auch sie einen Akt der Gerechtigkeit darstellt, die Wiederherstellung des jüdischen Volkes in Palästina. Obwohl Louis Marshai bisher noch kein Schekelzahler war, habe er. gemäß dem Mandate des amertkanisdhrjüdischen Kongresses die Vorschlage unterstützt, die die Zionistische Organisation der Friedenskonferenz unterbreitete. Louis Marshalf sagte: ״Wir haben nicht nur religiöse, sondern auch bürgerliche und politische Rechte durchgesetzt. Von jetzt ab werden keine Unterschiede des Glaubens, der Rasse oder der Nationalität die Wage der Gerechtigkeit beeinflussen. Allen ist Leben und Sicherheit garantiert. Das Recht eines jeden, seine eigene Sprache zu gebrauchen, ist in der Tat gewährleistet. Die Entweihung des Sahbaths ist verboten. Die Erziehung in kultureller Riehtuug ist garantiert. Diese Rechte sind freiwillig ge* währt. Die Innehaltung dieser Verpflichtung ist eine internationale Sache geworden und der Völkerbund ist autorisiert, diese Rechte zu beschützen und durehzusetzen und auf jede Beschwerde einzugehen, die die Verdrehung «oder Ableugtumg dieser Rechte zum Gegenstand hat. ״Ein neues Prinzip iin internationalen Gesetz ist eingeführt worden. Jetzt ist es ein unverrückbares Prinzip geworden, daß jede Verletzung der Rechte einer Minorität eine Beleidigung nicht nur g!-״vn die ein- ' zelnen, sondern gegen das Gesetz ist, welches für all* zivilisierten Nationen der Erde gilt.“ Vom jüdischen Leben in Rumänien Seit dem Mai 1919 erscheint in Jassy ein jüdische« Wochenblatt ״Vointa“ (der Wille), das sich ״jüdisches Volte»rgan“ nennt. Ohne es programmatisch klar amzudrücken, nähert sidi die Zeitung allmählich der poaiezionistischen Bewegung, für deren Entwicklung sie das lebhafteste Interesse zeigt. Sie versucht, die jüdische* Wählcrmassen« bei den bevorstehenden Wahlen zur rumanischen verfassunggebenden Versammlung für die sozialistischen Kandidaten zu gewinnen. Se Zeitung• erscheint oft mit großen Zensurlüdken, Von einem Artikel, der die Schlußfolgerungen aus dem Frieden»- vertrag bezüglich der jüdischen Miiioritätsrechte in

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