Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXIV (1919)
- Issue
- Heft 68 (23.9.1919)
- Date
- 1919-09-23
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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י JÜBDISGHB RKJNOICBna Seite 525 8 eine tikel und inen Mitlitee ibej! land sich ilche und nehr Er- «%» echt- :sten onak ne» 1 Rein de׳■ 1 Dr. , de! 1 b& UJreich nietu ieren und 1acl1iisen- und Nach j beoli- 1 die mt endeokraatoriaus 3; das heute sierte mgen ierbst iellen n die .eider , van , die ollen, igend poik ו for־;hern. macht e die n der laraul Leiter nister icker) nett»• sionsutschhabe, mpfes atung Juden rickcr dabei ipften (riege Jahre würde aren.11■ d die iirden. lu־ ein . Der mf etstellte, Audi )esterrbeifcpoales de® .üssen, au und uden ׳ über leindcidischm Ge• Innerkratefl chließ־ mseres >eles tionale :iger [gaben eine* ui'vcr• i seien hr ei» ■n u® de üiit idisch« 2 RaBe *utscll׳ Juden Nr. 68 in Wien mehr getan und; erreicht worden, nie Bind mehr Kreise dem Judentum wiedergewonnen, als seit der Zeit, da der jüdische Nationalrat als offizielle Vertretung der Juden bewußt jüdische Politik treibt. Das jüdisch •nationale Leben in Sibirien Den Berichten des ״Kopenhagener Zionistischen Büros“ über das jüdisch-nationale Leben in Sibirien entnehmen wir das Folgende: Die politischen Ereignisse in Rußland während der letzten Phasen der Revolution haben auch das jüdische Leben der sibirisehen Juden stark beeinflußt. Sibirien und die Uralirovinzen sind heute von Rußland und vom jüdischen ,eben afcgetrennt und entwickeln sich ganz unabhängig und in eigener Richtung. Die zionistische Bewegung hat immer eine große Unterstützung von seiten der alten jüdischen Gemeinden in Sibirien erfahren. Der Strom von Flüchtlingen, die durch den Krieg von den westlichen Gegenden des Reiches nach Zentral- und Ostrußland getrieben wurden, brachte viel neues Leben und neue Tätigkeit in diese Gemeinden, die jetzt auf demokratischer Grundlage reorganisiert werden. Die einzige russisch-jüdische Wochenschrift erscheint In Irkutsk, der Hauptstadt Sibiriens; sie ist zioßistisch. Die Entwicklung der zionistischen Bewegung und des kommunalen Lebens Sn Sibirien und in den Ural-Distrikten zwang die sibirischen Juden, an Stelle der zentralen jüdischen Institutionen, die sich sämtlich in Moskau und Petrograd befanden, provisorisch zentrale Distrikts-Organisationen zu schaffen, die ihre Autorifit über das ganze Territorium ausüben, das heute unter der Herrschaft der allrussischen Provisorischen Regierung, welche gegenwärtig ihren Sitz in Sibirien hat, steht. Es gibt zwei Organisationen: 1. Ein Zentral- Komitee für die zionistischen Organisationen Sibiriens und des Urals und 2. eine Zentralorganisation für alle jüdischen Gemeinden derselben Gebiete. Die erste Organisation wurde auf der dritten sibirisChen Konferenz geschaffen, die Anfang November 1918 in der Aula der Tomsker Universität, wo die sibirische Duma (Parlament) gewöhnlich ihre Sitzungen hat, abgehalten wurde. Die Konferenz wurde von Vertretern anderer Nationalitäten, die in Sibirien leben, warm begrüßt. Neben Beschlüssen organisatorischer Natur wurden Resolutionen bezüglich kommunaler, kultureller, politischer und Palästina-Fragen nach gründlicher Diskussion angenommen. Die Zentral-Organisation der jüdischen Gemeinden von .Sibirien und dem Uralgebiet wurde auf einer Konferenz von Gerneindevertretern gegründet, welche Anfang des Jahres stattfand. Folgende Resolutionen wurden auf dieser Konferenz gefaßt:- 1. Jede jüdische Gemeinde mit nicht weniger als 20 Familien und mit nicht weniger als 30 erwachsenen Personen (Frauen genießen dasselbe Wahlrecht wie Männer) bildet eine Einheit im System der jüdischen Selbstverwaltung in Sibirien. 2. Gemeinden von 50—250, von 250—500 und Von 500 und mehr Familien wählen ihre Verwaltungsräte mit 11, 23 resp. 35 Mitgliedern. Diese Räte wählen Exekutivkomitees mit 3 resp. 5 und 7 Mitgliedern. Kleinere Gemeinden wählen eine Exekutive mit 3 Mitgliedern, 3. Die Kompetenz dieser Verwaltungsräte ist so umschrieben, daß sie nicht nur Erziehungsfragen, sozialökonomische Hilfe für die Mitglieder der Gemeinde, wohltätige Institutionen, Matrikel, Gesundheitswesen und sanitäre Maßnahmen umfaßt, sondern auch die Förderung der Arbeiten zum Wiederaufbau Palästinas, Vertreter der so reorganisierten Gemeinden zusammen mit einigen Vertretern der politischen Parteien bilden den Jüdisch-Sibirischen Nationalrat, der eine Exekutive von 5 Mitgliedern hat und die einzige kompetente Vertretung der sibirischen Juden und der Uralgebiete ist. Aus den neuesten Berichten aus Sibirien erfahren wir, daß che Arbeit für den Jüdischen Nationalfonds aunerordentlich erfolgreich weitergeht. Die für den Nationalfonds und den Aufbaufonds gesammelten Summen betragen 250 000 resp. 500 000 Rubel. Fortdauer der ukrainischen Pogrome Der ״Nowy Dzienmik“ meldet am 14. September aus Warschau: Personen, die aus Nowogrod- W o 1 y n s k hier ein ge troffen sind, berichten schreCkliehen Details von den Pogromen, die die Petljuratruppen in dieser Stadt veranstaltet haben. Vor drei Wochen zogen Abteilungen der Petljuratruppen in Begleitung von anderen Banden mit Musik in die Stadt ein und begannen sofort, die Juden abzuschlachten und die Häuser in Brand zu stecken. Die Hälfte der jüdischen Bevölkerung wurde abgeschlachtet. Neben einem jeden Hause liegen 5—7 jüdische Leichen. Der Rabbiner Fried mann wurde ebenfalls ermordet. Hinter den Fliehenden wurde geschossen. Die Personen, welche diese Nachrichten überbracht haben, hatten sich mit noch einigen hundert Juden in den Kellern der Jeschiwa versteckt gehalten. Ab sie am Abend, nachdem verhältnismäßige Ruhe ringetreten war, ihre Verstecke verließen, befanden sich in der Stadt schon polnische Truppen. Sie konnten sich jedoch nicht in der Stadt aufhalten, und so zog sich die jüdische Bevölkerung, zusammen mit den polnischen Truppen, in die nächstliegende Stadt Jaren zurück. Die italienische Regierung und die Pogrome L. Z. B. Die zionistische Föderation von Italien, dag Gomite der jüdischen Gemeinden und der itahenisehe Rabbinerverband haben an die italienische Regierung rinen Appell wegen der Judenverfolgungen in Osteuropa gerichtet. Der italienische Minister der auswärtigen An- Gelegenheiten hat darauf erwidert, daß er sofort eine Untersuchung ungeordnet habe und daß schnellstens über die zu ergreifenden Maßnahmen cm Beschluß ge- «ßt werden würde. Poalezionistische Legionen in [der Ukraine Die ״Iswestia“, das Organ der zentralem Exekutive der Sowjets Rußlands, veröffentlicht, wie ״Der Jidische Kämpfer“, New York, meldet, unter dem 24. Mal folgende Mitteilung: ״Die Mobilisation der Paale Zion. Um di« Interessen der Revolution zu verteidigen, die Konterrevoiution und die Pogromstimroumg sowie den Antieemitismus zu bekämpfen, hat das Büro des zentralen ukrainischen Komitees der Partei Poale Zion beschlossen: Die Partei zu militarisieren und die Mobilisation sämtlicher kriegsverwendungsfälligen Genossen anzuordnen. Um die militärischen Angelegenheiten der Partei zu verwalten und die Mobilisation durdraiführen, schafft das zentrale Komitee eine zentrale militärische Abteilung mit lokalen militärischem Filialen. Die lokalen militärisdhen Filialen sollen sofort zur Registrierung der mobilisierten Genossen schreiten und die militärische Ausbildung organisieren. Sie müssen telegraphisch die Zahl der Mobilisierten mitteilen und über den Gang der Mobilisation berichten. Wegen technischer Mittel für die militärische Ausbildung muß man sich an die allgemeinen Exekutiv- Komitees oder an die militärischen Kommissariate wenden. Aus Klienzi ist laut der Bestimmung des dortigen Mobilisationskomitees der Poale Zion die zweite Gruppe Parteimitglieder zur Front abgesandt worden. Es wird jetzt eine dritte Gruppe Poalezionisten organisiert, die in dieser Woche an die Front abgeht“ Das jüdische Leben im bolschewistischen Rußland Eine vor drei Wochen aus Moskau zurückgekommene Person teilt folgende Einzelheiten über die Schließung der jüdischen Gemeinden durch die bolschewistische Regierung mit. Die Initative hierzu ging von dem Kommissar für jüdische Angelegenheiten Dimendstein aus, der sich zu diesem Zwecke an Stalin mit einer Denkschrift wendete, in der er auf den bourgeoisen Charakter der Jüdischen Gemeinden hinwies. Zunächst wollte Stalin auf diese Maßnähme nicht eingehen, aber das zweite Mitglied des jüdischen Kommissariats Agunski bewog ihn dazu. Zu gleicher Zeit sollte auch ein Dekret über das Verbot des hebräischen Unterrichtes herausgegeben werden. Die Nachricht hiervon verbreitete sich in Moskau sehr schnell. Trotz der polizeilichen Schwierigkeiten veranstartete die hebräische Kultu!Organisation Tarbuth ein großes Protestmeeting. Auf dem Meeting waren auch Vertreter der bolschewistischen Regierung zugegen, um die jüdischen Forderungen zu hören. Rabbiner Dr. M a s e protestierte in einer glänzenden Rede gegen die geplante Maßnahme. Am nächsten Tage besuchte Fürst Dolgorukow, der trotz seiner Abstammung vom ältesten russischen Adel sich der bolschewistischen Regierung zur Verfügung gestellt hat, den Rabbiner Dr.' Mase und teilte demselben mit, daß seine Rede auf den bolschewistischen Unterrichtsminister Unat• scharski einen großen Eindruck gemacht habe und daß ihn der Minister zu sich einlade, um sich über .die hebräische Frage zu informieren. Als Resultat dieser *Unterredung ist das Dekret über das Verbot des hebräischen Unterrichts aufgehoben worden. Ebenfalls ist durch die Intervention von angescheuen Zionisten das Verbot der zionistischen Tätigkeit vorläufig aufgehoben. Die Zukunft Ostgaliziens Nach einer Meldung des Ukrainischen Pressedienste» hat der Viererrat die von den Polen beantragte Einverleibung Ostgaliziens in Polen abgdehnt. und nur eine provisorische Regelung geschaffen, die ein sei bständiges Ostgalizien mit Lemberg errichtet, für das Polen ein Mandat erhält, das aber seinen eigenen Landtag wählt und dessen Verwaltung in der Hand der ukrainischen Mehrheit und der jüdischen und deutschen Minderheit liegen soll. Die endgültige Entscheidung über Ostgalizien soll eine Volksabstimmung bringen. Antisemitismus polnisch-jüdischer Assimilanten St. J. P. Auf Veranlassung des polnischen Ministeriuins des Aeußem gab der Führer der jüdischen Assimilanten in Polen Henryk Nuß bäum dem Botschafter Mo rgenthau ״Aufklärung“ über die Judenfrage in Polen. Seiner Meinung nach bedeutet die Fürsorge der amerikanischen Juden für die Judenheit in Polen ein Unglück. Gleichzeitig mit dem Antisemitismus blüht in Polen ein Antipolonismus der Juden, der hu n de r t f a ch schrecklicher sei als der Antisemitismus. זDie russische Regierung hat Polen von den Juden überschwemmen lassen, und da ist der 'Edelmut des polnischen Volkes zu bewundern, daß sein Antisemitismus bei diesem Verhältnis nur solche beschränkte Formen annimmt. Der polnische Antisemitismus ist nicht ,unmenschlich wie der der anderen Völker Europas und gibt keine Veranlassung zur Intervention. Daß die Juden in Polen noch immer ihr ״häßliches Lallen“ beibehalten, ist ein schreiender Beweis dafür, wie gering sie das Polentum schätzen. Die Klausel des Friedens- Vertrages über die jüdischen Rechte wird den Juden nur Schaden bringen. Wie die jüdische Presse mitteilt, soll Morgenthau diese ״Aufklärung“ ,stillschweigend aufgenommen haben. Jeder Kommentar könnte nur abschwächen. Die Forderungen der rumänischen Juden Im Namen des ״Komitees zur Verteidigung der Interessen der Juden Rumäniens“ wurde dem Friedenskongreß in Paris vor kurzem ein eingehendes Memorandum überreicht. Tn diesem Memorandum wird die Anerkennung aller jüdischen Einwohner Rumäniens als Staatsbürger des rumänischen Staates verlangt. Auf Grund der bisherigen Erfahrungen wird im Memorandum die ausdrückliche Erwähnung aller Kategorien der rumänischen Juden im zu veröffentlichend«! Gesetze verlangt. Die Jüdische Gemeinde muß als juridische Per90n anerkannt werden die das Recht hat, alle konfessionellen, kulturellen und philanthropischen Angelegenheiten des jüdischen Vo»- kes asuf Kosten des Staates zu regeln. Ke jidische Sprache soll staatsrechtlich anerkannt ,werden. Die jüdischen Schulen solle« dieselben Rechte, wie die nichtjüdisdien erhalten. Juden, die am Sonnabend ihre Geschäfte geschlossen haben, dürfen nicht gezwungen werden, am Sonntage ihre Geschäfte zu schließen. All die Gesetze müssen auf internationalem Wege garantiert werden und sofort nach ihrer Veröffentlichung in Kraft treten. ln einem eingehenden Anhang wird die gegenwärtige Lage der Juden Rumäniens Und die bisherige Politik der rumänischen Regierung ausführlich dargelegt. Die Erfahrungen, die nach dem Berliner Frieden gemacht worden sind und das Verhalten der Regierung, das im krassen Gegensatz zu dem Versprechen des Berliner Traktates gestanden ist, zwingt das Komitee, den Völkerbund zu ersuchen, die Regelung der Juden frage in Rumänien zur Sache der internationalen Politik zu erheben und für die Herausgabe dieses Emanzipation»• gesetzes, das auf den Grundlagen der nationalen Autonomie beruht, und für seine tatsächliche Verwirklichung Sorge zu tragen. % Jacob Dienesohn Wir haben bereits den Tod von Jakob Dieneso h n gemeldet und bringen nachfolgend einen Nachruf auf den verdienten Warschauer Schriftsteller. Der Entschlafene gehörte zu den ältesten Schriftsteilem trnd Schöpfern des 'modernen jüdischen Romans. Seine Werke ״Der schwarze Juiigermannschik“, ״Evvea Negef“, ״Josseie“, ״Hirschele“ gehören zu den beliebtesten Werken der jüdischen Volksbibliothek und haben durch ihre Wärme, ihren sittlichen Gehalt und ihre grenzenlose Menschenliebe eine ganze Generation volkstümlicher jüdischer Leser und Leserinnen erzogen. Seine literarische Laufbahn begann er als hebräischer Schriftsteller. Er beteiligte sich a!n Ham a g i d, Hameliz und gehörte auch seinerzeit zu den Mitarbeitem des Haschachar. ln der jidischen Literatur trat er zuerst als Aufklärer und Volkserzieher auf. Seine ersten Arbeiten waren populär — wissenschaftlicher und belehrender Natur, bakl wurde er aber zium wahren Volkserzieher und eroberte sich schnell einen Platz in den ersten Reihen der aufbluhenden Literatur. Sein im Jahre 1877 geschriebenes Buch ״Der schwarze Jungermannsehik“ war vielleicht das erste moderne jüdische Bücl!, das sich einer Auflage von mehr als 10000 ‘Exemplaren erfreute. Seine letzten Jahre widmete der dahingeschiedene Dichter mehr den Literaten als der Literatur. Er schrieb wenig, war aber Vater und Fürsorger für alle jüdischen Literaten, insbesondere für die Jungen, die Anfänger, Und als der Krieg ausbrach und mit ihm die Not der jüdischen Flüchtlinge, war Dienesohn zusammen mit seinem Freund J. L. Perez einer der ersten, der sich völlig und mit ganzem Herzen der direkten Hilfearbeit widmete. In der Arbeit, wie in der Literatur blieb er Sitets derselbe, der liebevolle Diener des Volkes. Zuletzt konzentrierte sich seine ganze Aufmerksamkeit auf die Erziehung der vom Kriege getroffenen armen jüdischen Kinder, die er in seinem Geiste auszubilden suchte. Seine Schulen, die kurz als JDienesohinschiilen“ bezeichnet wurden, in denen den Kindern MenscWkhes ünd Jüdisches in der jidische Sprache beigebracht wurde, gewann die Beliebtheit weiter Schichten der hational-jüdiseben Demokratie Der Verstorbene verschied im Alter von 68 Jahre«. Während seiner Krankheit organisierten die jüdischen Studenten Warschaus eine Krankenwache an seinem Krankenbett. Aus Wilna, und aus der polnischen Provinz kamen viele jüdische Schriftsteller, ihn zu besuchen. An seinem Totenbett standen David Frisch־ mann, L. Jaffe, S. Anski, Dr. Levin u. a. An der Beerdigungsprozession nahmen 50 000 Personen teil. Seit dem Tode von Perez, der dem Verstorbenen am nächsten stand, hat Warschau eine solche Beerdigung nicht gesehen. Sämtliche politischen Parteien( Volksschulen, Kulturinstitutionen und Arbeitervereine sandten ihre Delegationen und ihre Kränze. Im Namen des Schriftsteller Vereins sprachen am offenen Grabe A. L. Schalkowitz (Ben Awigdor) und im Namen der jüdischen Literatur und der jüdischen Leser Widmete dem Verstorbene» einige rührende Worte S. A. Anski. All die zionistischen Ortsgruppen and V ertr auensmä nner Wir weisen hierdurch darauf hin, daß nunmehr die zweite Rate der Landesbeiträge fällig ist und unverzüglich an uns abgefuhrt werden muß. Der Landesbeitrag beträgt bekanntlich jährlich für Ortsgruppenmitglieder Mk. 5,—, für Mitglieder von jugendgruppe■ Mk. 2,— , für Misrachi-Mitglieder Mk. 3.—. Die Beiträge sind auf unser Postscheckkonto Berlin 8091 abzufübren. Zionistische Vereinigung für Deutschland Berlin W15, Sächsische Str. 8. Postscheckkonto Berlin 8091. VonTJudischen Nationalfond Für dfe wachsende Volkstümlichkeit des Jüdische■ Nationalfonds zeugt die Art, wie seine Freunde in der ganzen Welt auf immer neue Mittel sinnen, um seine Einkünfte zu mehren. Durch Massenveranstattungen, wie Blumentage, Palästinawochen und dergleichen sind sie bestrebt, aus kleinen Beiträgen die Erfordernisse des J. N.-F. zu sichern. Wenn der J. N.-F., insbesondere nach den großen Erfolgen des Zionismus auch darauf rechnen darf, daß sich ihm die sonst so freigebige Hand der vermögenden Juden allmählich öffnen wird, so bleibt doch die Opferwilligkeit der jüdischen s. * :