Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXIV (1919)
- Issue
- Heft 68 (23.9.1919)
- Date
- 1919-09-23
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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m Nr. 68 Seite 524 Schulen sind jetzt dabei, ein neues Schulprogramm auszuarbeiten. Die Frage der Abiturienten beschäftigt zurzeit die leitenden Kreise des jüdischen. Palästina irrt hohen Maße. Wir haben jetzt etwa 200 Abiturienten, die keine Möglichkeit haben, ihre Ausbildung fortzusetzen. Bei den gegenwärtigen Verkehrs- und örenzschwierigkeiten ist es so gut wie ausgeschlossen, ihnen das Studium in europäischen Universitätszentren zu ermöglichen. Nur etwa 20 jungen Leuten dürfte es gelinge«, ins Aus-!and zu kommen Es ist daher bei uns das Projekt aufgetaucht, Hochschulkurse zu errichten, um den zahlreichen Abiturienten vorderhand die Möglichkeit zu geben, sich weiter fortzuäbilden. , Die hiernir spezreb gebildete Kommission, bestehend aus den Herren Dr. Eder, Dr. Lurie, Jellin und Dr. Rosensteint, hat bereits das Statut der Hochs chulkurse ausgearbeitet. Die Kommission hat an die zionistische Zentrale in London den Antrag gestellt, bereits zu Beginn des nächsten Jahres, d. h. in etwa drei Monaten, Hochschulkurse in Palästina m eröffnen und für diesen Zweck eine Reihe von Professoren und Dozenten nach Palästina zu entsenden, ln die Verwirkbchung dieses Projektes setzen die Abiturienten große Hoffnungen. Viel gesprochen wird bei uns in letzter Zeit von der Unive rsität. Schon längst hat es in allen Kreisen der jüdischen Bevölkerung!Befremden hervorgerufen, daß nach der großen Begeisterung, mit deT man die Grundsteinlegung■ der!Universität seinerzeit gefeiert hatte, ein vollständiger Stillstand eingetreten ist. Man fragt sich,!warum nicht am den Bau der Universität geschritten wird, wo doch die Arbeitslosigkeit in unserem Lande so schmerzlich empfunden wird. Man glaubt, daß es!bei energischem Bemühen wohl möglich wäre, die für den Bau erforderlichen Rohmate־ riallen zu erhalten, um das schöne Werk zu beginnen, das für viele Hunderte von Juden eine Quelle der Arbeit und der Verdienstmöglichkeit werden!würde. Der Stillstand in der Ausführung des ganzen Universitätsplanes hat so merkwürdige Formen angenommen, daß tn der Jüdischen Presse Palästinas Stimmen!laut wurden, die Zionistische Palästina-Kommission möge wenigstens dafür sorgen, daß der für die Universität bestimmte Platz vor Verunreinigung und anderem Mißbrauch geschützt werde. Die Zionistische Palästina-Kommission hat sich daraufhin auch veranlaßt gesehen, eine Ueberwachiungs- Kommission für diesen Zweck zu ernennen. Jetzt geben sich viele der Hoffnung hin, dab durch die Verwirklichung des Projektes der Hochschulkurse auch der Universitätsgedanke eine wesentliche Förderung erfahren werde. Missionstätigkeit K. Z. B. Auch die Missionare rüsten sich von neuem für ihre ״Kultur-Tätigkeit“.!Der Vertreter der Londoner Missfonsgesellschaft in Jerusalem, Herr Silb e r m a n n, erhielt von der Zentrale den Auftrag, die Wohnräume der Gesellschaft nicht mehr zu vermieten, da diese von der Gesellschaft selbst demnächst gebraucht werden. Vor dem Kriege besaß diese Gesellschaft ein Waisenhaus, einige Arbeitshäuser und ein Spital. Eine besondere Mission für die Araber bestand in Jerusalem, die ebenfalls einige Wohl tätigkeitsan st alten eröffnet«, durch welch« sie mit den Arabern in Berührung kam. Während des Krieges hatte die Mission ihre Tätigkeit eingestellt. Im Gegensatz zu der jüdischen Mission hat die arabische Mission einige Erfolge zu verzeichnen. Vermöge ihres Einflusses naben sich zahlreiche Jenasalemer Araber in arabisch-christlichen Gemeinden organisiert. In Jerusalem gibt es außerdem eine französische Missfon, die eine Mädchenschule ״St. Joseph“ unterhält. Diese Anstalt hat ihre Tätigkeit bereits wieder aufgenommen; auch einige jüdische Mädchen besuchen diese Schule. 1 Obwohl die Missionsgesellschaften unter den Juden bisher so gut wie gar keine Erfolge hatten, halten es die jüdischen Kreise doch für ratsam, der Tätigkeit der Missionare sowohl in Palästina als im Aus finde Beachtung zu schenken. Die hebräische Sprache in Palästina Da in den Läden Jerusalems eine Reihe offizieller Verlautbarungen nur in arabischer und englischer Sprache •aushängen, ist Ben Jehuda mit der Forderung an die englischen Behörden herangetreten, daß diese Veröffentlichungen in Zukunft auch in hebräischer Sprache erscheinen. Er erhielt die Versicherung, daß dies in Zukunft der Fall sein werde. Einfuhr nach Palästina L. Z. B. ln der ersten Hälfte des Monat Juli warden 350 Tonnen verschiedener Güter nach Jaffa erngeführt und zwar 250 Tonnen 'per Schiff und 100 Tonnen per Eisenbahn. Die Hauptartikel der Einfuhr waren Tabak, Textilwaren, Metallwaren, Zement, Oele, Chemikalien, Säuren usw., Leder, Leim, Glaswaren, Schreibwaren, Gewürze, Tee, Holz, leere Säcke. Die Hauptartikel der Ausfuhr waren Wolle, Getreide, Seife und Melonen. Es bestehen noch Schwierigkeiten für die Ausfuhr von Zucker und Reis aus Aegypten. Diese Artikel kommen vorläufig nur in geringen Quantitäten per Bahn. Zucker ist auch in Aegypten knapp. Ein Fischerdorf in Palästina K. Z. B. Die Kolonie Ri schon le-Zion hat den jüdischen Fischern in Saloniki Land für die Anlage eines Fischerdorfes bei J a b n e zur Verfügung gestellt. Verschiedenes Die Bne Brith- Loge in Jerusalem beschloß, ihre Bibliothek der Zionistischen Organisation als Grundstock für die Jüdische National-Bibtiothek zu übergeben. JUEDISCHE RUNDSCHAU Seit der Okkupation! Palästinas durch die englischen Behörden sind fast 3000 Jerusalemer Juden in die Stadt zurückgekehrt. Zionistische Bewegung Generalversammlung des J. C. T. Die 21. ordentliche Generalversammlung ,der Akttonäze des Jewish Goionial Trust Ltd. hat am Montag, den 15. September 1919, stattgefunde». Der Zionismus in Argentinien K. Z. B. Die zsonistisdhe Bewegung hat sich in der letzten Zeit im argentinischen Judentum außerordentlich stark verbreitet. Dank der energischen Propagandatatigkeit. dje das Zentralkomitee seit der histori-sChen Deklaration der englischen Regierung entwickelt hat, ist im ganzen Lande ein Netz von zionistischen Ortsgruppen entstanden. Allein in Buenos Aires existieren mehr als 50 fokale Vereine. Stark verbreitet ist das wöchentliche Organ der Organisation ״Die jidische Welt“. Der Erfolg der zionistischen Arbeit.hier hatte zur Folge, daß auch in den benachbarten Republiken zionistische Organisationen entstanden sind; in Chile, Uruguay, Paraguay, wo zahlreiche größere jüdische Gemeinden existieren, deren Vereinigung aber bisher niemals gelungen war. Es bildeten sich auch dort ansehnliche zionistische Ortsgruppen, die auf allen Gebieten des jüdischen Lebens erfolgreich arbeiten. In der letzten Zeit sind Bemühumgen im Gange, auch in der Republik Peru eine zionis tische Organisation ins Leben zu rufen. Die ersten Versuche waren erfolgreich, ln Lima, der Hauptstadt der Republik Peru, befindet sich eine bedeutende jüdische Gemeinde, die aber infolge der großen Entferntmgen von den anderen größeren jüdischen Zentren der spanisch sprechenden Republiken fast vergessen war. Der Appell, den die Zionistische Organisation in Buenos Aires kürzlich an die Juden in Lima gerichtet hat, ist vor! den peruanischen Juden mit Freude aufgenommen worden. Die hebräische Bewegung hat im Laufe des letzten Jahres gute Fortschritte gemacht. Auf diesem Gebiete hat sich namentlich der Verein ״Dorsche- Zion“ in Buenos Aires hervorgetan. Sowohl die hebräischen Abendkurse wie die Literatursektfon dieses Vereines haben eine lebhafte Tätigkeit entfaltet. Auch in der Provinz wurden hebräische Sprach- und Lehrvereine gebildet. In Buenos Aires gestaltete sich die Herzt-Feier am 20. Tammus zu einer grandiosem nationalen Kundgebung. Als Redner traten die Herren J. Josselewitsch, S. Libeschütz, M. Rubin und A. Bublik auf. Die Reden wurden in hebräischer, jüdischer und spanischer Sprache gehalten. Brief aus Grodno Grodno, den 9. August 1919. Nach langer Pause haben wir wieder die Möglichkeit, mit Ihnen in Verbindung zu treten. Im Gegensatz zu aller sonstigen ‘zionistischen Arbeit in Polen mangelt es uns hier an aktiven Elementen. Wir sind in der jüdischen Gemeinde durch acht Zionisten vertreten, im Nationalrat durch fünf Zionisten. Es wird hier rege Nationalfondsarbeit geleistet, wozu eine besondere aus zwei Zionisten, zwei Zeire-Zion, zwei Chaluzim und zwei Mitglieder der Achdut Wcheruth bestehend« Nationalfonds-Kommission gebildet ist. Wir haben mehrfach große öffentliche Veranstaltungen ‘für den Zionismus gemacht. Im Stadttheater sprachen die Herren L. J a f f d - Wilna und K a plan -Minsk über das Thema; ״Das jüdische Volk und ,Palästina“ vor einem sehr großen Publikum. Zu Herzls Todestage veranstalteten wir einen Blumentag zugunsten des Herzl-Waldes, der 2500 M. brachte. Vor sieben Monaten ist hier ein Hechaluz gegründet worden. 15 seiner 'Mitglieder arbeiten bei der Jüdischen Gemeinde auf einem '13 Morgen großen Garten, den die Jüdische Gemeinde Von der Stadtverwaltung gepachtet hat. 20 Chaluzim feind auf einem 5 km von der Stadt entfernten Gut tätig, wo sie sieb mit Tabakbau beschäftigen. In den ,midisten Tagen wird hier der Hechaluz ein Milchgeschäft eröffnen, für welches die Chaluzim das Buttem ,und Käsen besorgen werden. Wir haben dem Vorsitzenden des Amerikanischen Hilfscomites eine Eingabe überbracht, damit wir durch seine Vermittlung von der Ica einen größeren ge trag zum Ankauf einer Farm erhalten, bei der über 200 Chawerim beschäftigt werdet! können. Auf unseren Feldem arbeiten auch Chawerim 'aus Bialystok, Sokolko und anderen Orten. Wir haben vor einigen Monaten einen Blumen tag zugunsten des Hechaluz fonds durchgeführt, der 6500 M. brachte. Beim Hechaluz existiert eine Sparkasse für Reisekosten, ־zu der jedes Mitglied monatlich eine bestimmte Summe 1beitragen muß. ״Unser Freiheit“ Mit dem Wachsen der Zahl der ostjüdischen Kreise in Berlin entstand schon vor dem Kriege das Bedürfnis nach einer jidisehen Zeitung, die den zionistischen Gedanken in diese Kreise tragen sollte. Der Krieg hat das Erscheinen einer solchen unmöglich'gemacht Wir begrüßen es jetzt außerordentlich, (laß der ״Hapoel-Hazair“ diesen Gedanken verwirklichen will. Vor uns liegt die erste Nummer der jkiischen Zeitschrift ״Unser Freiheit“, die der ״H a po e 1 - H a z ai r“ gemeinsam mit ■den Zeire-Zion in Berlin zweimal im Monat herausgibt. Im Leitartikel erklärt die Redaktion, sic wolle hiermit ein Organ schaffen, das als Vermittler zwischen Ost- und Westjuden. dienen sollte. ״Wir werden uns bemühen“ heißt es weiter, ״sämtliche Probleme der nationalen Frage des al!׳weltlichen und jüdjsehen Sozialismus zu erörtern. Unser Organ ist absolut kein enges Parteiorgan, im Gegenteil, es wird in ihm für die verschiedensten Meinungen in unserem Lager Nr. 68 Platz sein. Unser Organ hat eine Richtung, aber keine Tendenzen.“ Ludwig Strauß spricht in seinem Artikel ״Die Weltrevolution und wir“ über den idealistischen Sozialismus, der allein imstande sei, die nationalen und sozialen Probleme zu feen. Die Zeitschrift macht einen sehr guten Eindruck. Befremdend wirkt nur die Mitteilung, daß die Zeitung von dem vereinigten Komitee des Hapoel-Hazair und der Zeire-Zkm herausgegeben wird. So weit uns bekannt ist, existiert in Deutschland keine Organisation der Zeire-Zion. Audi haben sich auf dem letzten Delegtertentage in Warschau solche weitgehenden Differenzen zwischen den rechten und linken Zeire-Zion herausgesteöt, daß man nicht mein■ von Zeire-Zion 9chkchtweg sprechen fosnn. Unseres Erachtens genügt der Name des Hapoel-rfazai'r vollständig, um das Erscheinen einer solchen Zeitschrift zu rechtfertigen. Wir wünschen unserm Bruderorgan den besten Erfolg. Sitzung des Jldischen Nationalrats für Deutsch-Oesterreich Die letzte Vollversammlung des jüdischen National• rates für Deutsch-Oesterreich erhielt, wie die ״Wienei Morgenzeitung“ meldet, durch die politischen Re■ ferate des Abgeordneten Stricker und des Gemeinde׳• rats Dr. Plaschkes erhöhte Bedeutung. Nachdem Dr. Waschitz über die Tätigkeit des Nationalrates, de! sich in letzter Zeit vorwiegend auf Interventionen beschränkt sowie sich mit der drohenden Aus- Weisung der Fremden aus Deutsch-Oesterreich beschäftigt habe, berichtet hatte, sprach Herr Inge nieuj Arie über die Aufgaben der Gewerbesektfon, deren wichtigste Arbeit die Anlage einer Berufsstatistik und eines Berufskatasters gewesen sei. Auch ein Arbeitsmacbweis wurde eingerichtet Auf Unterbringung im Eisen» betonbau, der sich in kurzer Zeit erlernen läßt und für Palästina besonders wichtig ist, wurde Bedacht genommen. ln Meidling wurde ein Arbeiterheim errichtet, Lehrwerkstätten für Handwerker wurde« eröffnet. Nach der Debatte über diesen Punkt der Tagesordnung berichtete der Abgeordnete Stricker über die p o I i - tische Lage und führte zunächst aus, daß sich die Stellung der jüdisch-nationalen Partei zur sozialdemokratischen Partei gebessert habe. Den Wendepunkt habe der Tag gebildet, an dem die sazialdemokra» tische Partei gegen den Willen ihrer jüdisch-assimilatorisehen Führer sich dem Anträge angeschlossen habe, aus der dentsch-österri: ichischen Gesetzgebung endgültig das Wort ״Deutsche Nation“ zu eliminieren. Es gäbe heute Ln Deutsch-Oesterreich keine gegen uns interessierte Partei mehr und das Durchsetzen unserer Forderungen läge lediglich an Uns und an unserer Arbeit. Im Herbsi kämen die Wahlen zur Kultusgemeinde. Die Offiziellen wüßten, daß mit dem Siege der Jüdisch-Nationalen die Regierung nur noch mit diesen verhandeln würde. Leider würden von zwei Seiten Schwierigkeiten bereitet, von solchen, die der Mode nachlauten, und solchen, die angeekelt Und verzweifelt aut die Arbeit verzichten wollen Gerade in den Kreise«, denen die Führung der Jugend anvertrmt sei, werde mit Geringschätzung von der poB tischen Arbeit gesprochen. Das jüdische Programm forder« aber, die politische Stellung im Staate zu sichern» Dies könne durch kein Literatentum möglich gemacht werden. Stricker griff die Theoretiker an, die die Politik über ihren Ideen vergäßen und besonders in de! Sdhulfrage, statt an di!e Gesamtheit zu denken, darauf ausgingen, kleine Mustersdiulen zu errichten. Weite! berichtete der Referent, daß vor fünf Wochen der Ministe! des Innern die jüdischen Gemeinderäte und ihn (Stricker) eingeladtn und ihnen mitgeteilt habe, daß der Kabinetts• rat die Ausweisung sämtlicher Bürger der Sukzession»■ Staaten, die nach dem 1. August 19 L4 nach Deutsch• Oesterreich gekommen sind, einstimmig beschlossen habe. Stricker ging nicht weiter auf die Phasen dieses Kampfes ein, er will nur durch die Erwähnung in dieser Beratung beweisen, ein wie großer politischer Faktor diefpuden jetzt in Deutsch-Oesterreich geworden seien. Stricker polemisiert dann gegen die ״Poale Zion“ und führt dabei ungefähr folgendes aus; Die Jüdischnationalen kämpften nur für die, die vor den Pogromen und vor dem Kriege geflüchtet sind, und sich im Verlauf der vier Jahre in Wien eine Existenz geschaffen haben. Er würde keinen Protest dagegen erheben, wenn die Trabreim־ bahnen und di!e Spielhöllen umstellt würden und die fremden jüdischen Besucher ausgewiesen werden würden. Die ״Poate Zion“ dagegen erklärten, sie hätten nur ein Interesse an den HandarbeBlrn und Angestellten. Del sozialdemokratische Minister des Innern habe hierauf er• widert, wenn inan die Arbeit als Kriterium stellte, würden morgen alle Flüchtlinge Arbeiter sein. Auch würde es von den 120000 Arbeitslosen Deutsch-Oesterreichs nicht geduldet werden, wenn ihnen die Arbeite stellen von Flüchtlingen besetzt würden. Der poalezionistische Vertreter des Klassenkampfes habe aus dem Munde des deutschen Sozialdemokraten hören müssen, daß ״man sich als Jude hüten solle, auf die Solidarität der andern zu bauen und auf die Solidarität,mit den übrigen Juden zu verzichten“. Am Schluß sprach Stricker über die Friedeusbedingungen. Nach ihm erstattete Gemeinderat Dr. Plaschkes einen Bericht über die jüdisch• nationale Tätigkeit im Gemeinderate. Die jüdischen Ge• meinderäte haben Sitz und Stimme in der Obmännerkonterenz erhalten, Die Mehrheit der Sozialdemokraten rechnen jetzt auf die jüdisch-nationale Mitarbeit. Schließlieh betonte Dr. Plaschkes die Wichtigkeit unseres Sieges beim Kampf um die Kultusgemeinde. Dr. Abe les wies die Behauptung zurück, daß die jüdisch-nationale Partei eine Kapitalistenpartei sei. Professor Geiger erstattete das Schulreferat. Die wichtigsten Aufgaben der Unterrichtskommission seien die Errichtung eine« jüdischen. Realgymnasiums und eines jüdischen Schubereins gewesen. Die Vorarbeiten für die Mittelschule seien ziemlich weit gediehen. Hebräisch werde auf ihr ein großer Raum gewährt werden. Da viele Eltern um Befreiung vom Schulgelde gebeten haben, so wurde zu! Hereinbringung der erforderiiehen Mittel der jüdisch« Sdhulverein gegründet Aus diesem Bericht ist m ersehen, wie groß die RoB« ist, die die Nationaljuden im politischen Leben Deutsch- Oesterreichs spielen. Nie ist für die Rechte der Jude» in Wien 1 mehr Kreis Zeit, da 1 tretung de! Das jfi Den I Büros“ üt entnehmen eignisse in Revolution sehen Judi nrovinzen Leben afcg und in ei! hat ijntner alten jüdis Strom von westlichen Ostrußland und neue demokrafis einzige n Irk utsk rristisdi. I und des I Ural-Distril der zentra in Moskau trale Distri tat über d; der Herrs gierung, u steht. Es Komitee f und des t jüdischen Die er sehen Kon in der Au Duma (Pa gehalten \ anderer N grüßt. I wurden R politischer kussion ai Die Z von .Sibirif ferenz voi fang des den auf < 1. Je! 20 Familie Personen Männer)! Selbstverve 2. Ge 500 und mit 11, 1 Exekutive Kleinere ( gliedern, 3. P umschrieb Ökonom! sc wohltätige und sanil Förderung Vertrr sammen teien bild nalra t, und die 1 Juden un Aus! wir, daß fonds a den Natio ten Sumn Fort Der aus Wars Woly ns!iahen De truppe drei Wo! in Beglei Stadt ein und die der j üc s c h 1 a c 1 jüdische ebenfalls schossen, bracht h Juden in Ab sie eingetreh in der f sich jede sich die nischen zurück. Die ita das Com *che Rab einen Ap gerichtet gelegen!! Untersuc über die laßt wer