Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXIV (1919)
- Issue
- Heft 67 (19.9.1919)
- Date
- 1919-09-19
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 67 9EZB01BBHB RUND8CHRD Seite 515 ״?IfcöMien nur in ganz besonderen Ausnahmefällen Schiffs- *IpLatze von England nach Palästina erhalten. Die Er- - ,‘Ijanbnis zur Durchreise durdi Frankreich ist nur '■mit größter Schwierigkeit zu beschaffen. Am zweck-!®■mä ß i gs te ״ ist es, via Italien zu reisen; es be- '■steht ein regelmäßiger Verkehr von Trieat ten|nac*1 ^effyP.ten u״d Palästina. Jen! eie- «!.[ oti-j zeit! Lien 1 “SIT 1 ich.j uch! nntj ״«I finhenl ans 'ge,!an■1 rersy- :ine sei. des hen den clenl liiu־[ Abmg-l gen und! che :bst der ich*: der oln, des der mit Jaklied -tasren tome- :chs gen the eet, älähoild iick- Letzum her den des eise gemit Aeab- Pain gen, teilt ent-; ist men;-in• ben. der Be■ .־trd im via Sokolows ״Geschichte des Zionismus*‘ K. Z. B. Soeben ist der zweite Band von Nahinn Sokolows ״Geschichte des Zionismus“ erschienen. Der eigentlichen Darstellung vorangestellt ist eine Waridigung des am 16. Februar 1919 verstorbenen Sir Mark Sykes, Dezernent für den Nahen Orient im Londoner Foreign Office, dessen Tod für die zionistische Sache einen schweren Verlust bedeutete. In gedrängter Kürze gibt der Verfasser sodann in fünf Kapiteln eine Lieber- «eilt über die Geschichte des Zionismus vom zweiten Zionisten-Ko ngreß bis zum Ausbruch des Weltkrieges, während der Hauptteil dieses Bandes den Zionismus währenddes Krieges behandelt. Damit schließt die historische Darstellung, und es folgen auf 240 Seiten des Werkes 91 A p p e n d i c e s, die außerordentlich interessante Majterialien über frühere jüdische und christliche Palästinajbestrebungen, beginnend ums Jahr 1600, enthalten. Der vorzüglich ausgestattete Band bringt als Jllustrationen die Bilder von Baron Edmond de Rothschild, Sir Mark Sykes, Balfour, AUenby, Lloyd George, Präsident Wilson, Clemcnceau, Pichon ,u. a. m. Im Nachstehenden geben wir eine Uebersetzung der in französischer Sprache abgefaßten Vorrede von Pichon rum 2. Bande: ״Treu den Traditionen seiner Geschichte hat Frankreich soeben wiederum, um den Preis des Blutes so vieler seiner Söhne, gezeigt, wie es die Pflichten versteht, die seine hundertjährige Rolle als Befreierin der Unterdrückten ihm auferlegt. Frankreich geht heute siegreich aus einem Entscheidungskampf hervor, den es im Namen des Rechts geführt hat, das durch die Brutalität eines skrupellosen Militarismus bedroht war. Als Vorkämpfer der großen Ideen, die es mehr als jede andere Nation über die Welt gesät hat, hat unser Land aus dein Bewußtsein, ein lebendiges Symbol der Gerechtigkeit zu sein, die Kraft geschöpft, seinen I Widersacher iiiederzuwerfen. Es hat, wenigstens heute, das Recht, nicht ohne Stolz zu sagen, daß es auf der Welt keine Rasse und keine Nation mehr gibt, die ihre berechtigten Ansprüche nicht zu Gehör bringen könnte, und' die nicht wüßte, daß es hierbei in Frankreich immer ein Herz für ihre Annahme finden I ־wird. Im Frieden wie im Kriege will Frankreich, emg verbunden mit seinen Alliierten, seinem Worte treu bleiben; es hat den Vor kurzem noch unterjochten Nationalitäten versprochen, ihre Interessen zu verteidigen und ihren Rechten Achtung zu verschaffen. Es wird ein Versprechen bei seiner Verwirklichung nicht verleugnen und wird, indem es eine neue Aera in der Geschichte der Welt einleitet, die Opfer rechtfertigen, die der gemeinsamen Sache gebraent wurden. Es warf es nicht zulassen, daß eine Ungerechtigkeit begangen wird, woher sie auch kommen und wer auch ihr Opfer sein mag. Es wird sich im besonderen nicht dazu verstehen, zuzulassen, ohne lauten Protest au erheben, daß eine ethnische oder konfessionelle Majorität in Zukunft ihre Stärke ungestraft zum Schaden ihrer schwächeren oder mehr zerstreuten Nachbarelemeute mißbrauchen kann. Einen solchen Widerhall muß die beredte Stimme des autorisiertesten Vertreters des Zionismus bei den Franzosen erwecken. Herr Sokolow, der in den Dienst seines Ideales ein erprobtes Talent stellt, schickt »dh an, uns die Geschichte der Lehren zu schildern, deren Triumph •er unaufhörlich seine besten Kräfte geweiht hat. In der Erkenntnis, von welcher Wichtigkeit es heute ist, historisch die Quellen Und die Vorgeschichte der Ideen aufzuzeigen, zu denen man sieh bekennt, hat er uns die Rechtsansprüche auseinandersetzen wollen, die der Zionismus geltend machen kann, um die Aufmerksamkeit der Mächte in dem Augenblick für sich zu fordern, wo diese an die Wiederherstellung der ganzen Welt herangehen. Herr Sokolow, dessen Glauben an den endlichen Erfolg unserer Waffen niemals ins Wanken kam, besitzt einen ebenso festen Glauben an den Geist der Gerechtigkeit, der die Arbeit der Friedenskonferenz beherrscht. Die Sympathien und die wertvolle Untenstützung, die er bei unseren britischen Freunden zu finden verstanden hat, und deren formelle Zusicherung ihm Herr Baifour an dieser Stelle von neuem ausgesprochen hat sind den Vorkämpfern des Zionismus eine sichere Bürgschaft für die Aufnahme ihres edlen Vorhaben• i* Frankreich. Nicht allein, daß die jüdische Rasse wahrlich im Laufe der Jahrhunderte unaufhörlich verfolgt, dezimiert, gequält wurde — ohne Ruhe und Rast von einem Haß, den sie nicht entwaffnen konnte, — haben die Juden, noch unglücklicher als so viele andere unterdrückte Völker, die wenigstens ein Symbol ihrer großen Vergangenheit bewahren konnten, auch diese letzte Spur nicht retten können. Fremde sind an ihrer Statt die Herren in Judäa geworden. Zerstreut über die ganze Welt streben heute viele von ihnen mehr als je danach, die Kette ihrer ethnischen und religiösen Traditionen wiederauf־zunehmen, die durch so viele aufeinander -folgende Eroberer zerbrachen wurde. Sie denken auch, daß eine solche Wiederherstellung nur gestützt auf reale Tatsachen möglich ist, d. h. im ־vorliegenden Fall auf ein geistiges nationales Zentrum (foyer moral national), wiederaufgebaut inmitten der Ruinen des alten Judäa. Wer könnte, ohne die elementarste■ Gefühle der Menschlichkeit und der Gerechtigkeit verloren zu haben, den Vertriebenen verweigern, ihren Platz wieder elnzunehmen — mit demselben Anspruch, wie die anderen einheimischen Elemente — in jenem Palästina, wo eine gemeinsame Kontrolle der europäischen .Mächte in Zukunft einem jeden die Achtung seiner heiligsten Rechte sichern wird? In den Krieg cingetreten, um den endgültigen Sieg des Redites über die Macht zu sichern, beglückwünscht sich Frankreich zu der Unterstützung, die der Zionismus bei ihm und bei seinen Verbündeten gefunden hat. Eine Lehre, die außer der Gerechtigkeit die Beredsamkeit von Verteidigern für sich hat, wie Herr Sokolow ■es ist, ist des Erfolges sicher. Ich freue mich, daß mir die Gelegenheit geboten wurde, die Wünsche zu wiederholen, welche die französisdie Regierung unaufhörlich für den endlichen Triumph einer Sache gehegt hat, die so viele französSsche Sympathien mit sich vereinigt.“ Die ukrainische U ntersuchungskommission Wie bereits gemeldet, schlägt das ukrainische Direktorium die Entsendung einer aus den Herren Ussischkin, Güldstein, Motzkin, Achad Haam und Jocheimann bestehenden Kommission zur Untersuchung der *ukrainischen Pogrome vor. Hierzu meldet K. Z• B., die Erklärung des ukrainischen Außenministers habe wie folgt gelautet: ״Das Direktorium und die Regierung unserer Repaiblik wünschen durchaus, daß gerade diese Herren, deren Objektivität außer Zweifel ist und die absolutes Vertrauen beim jüdischen Volke genießen, an Ort und Stelle die Gründe und den Verlauf der bedauerlichen Vorgänge prüfen. Seitens unserer Behörden wird diesen Herren Jede Unterstützung zugesichert.“ Die Entscheidung über die Annahme dieses Vor- Schlags ist noch nicht getroffen. Leo Motzkin überließ die Entscheidung dem Komitee jüdischer Delegationen als der zur Entscheidung kompetenten Stelle. Die Ermordeten von Minsk Die Jüdische Gemeinde von Minsk veröffentlicht folgende Liste der erschossenen 'und ermordeten Juden und Jüdinnen während des Pogroms am ersten Tage nach der polnischen Okkupation: Freide Zucker, 15 Jahre alt; Basche Frankmann, 45jälir.; Moses Frankmann, 17jähr.; Moses Malawitzky, 63jähr.; Mordediai Levonsson, 50 jälir. Alle diese Personen wurden in der Synagoge ermordet. Abraham L e v i n, 63 jähr.; Lea H o r w i t z, 65 jähr.; Hinde Horwitz, 12 jähr., ermordet im Krankenhaus; Michael S c h e p s e n w o 1J, 22 jähr.; Oser Schurmann, 26 jähr.; Lebe Basin, 68 jähr.; Feiwe Ochsenberg, 60jähr.; Nichäme Prücklad, die Tochter eines Synagogendieners;Scheps«! Barg«- tirsky, 22jähr., ermordet in der Synagoge; der Hutmacher Abraham Rubin; Moses Kaplan; Eisig Messei; Salman Idelsky, 18jähr.; Jacob Liebmann, 18jähr.; Simon Winitzky, 23jähr.; Koppel Rubinow, 23jähr.; Levin; Motel Kalirewsky, 20jähr.; Itzchak Simkowsky, 20jähr.; Rachel Marschack, 53jähr.; Meier Bei 1 i m; Abraham Feldraann, EliahU Schub und sein Sohn Samuel Schub; Meir Rudermann und seine drei Kinder Israel, Joel und Jostia; Eisig Freimann; Eisig B ud e k und ein Unbekannter. Die Zahl der Verschleppten, darunter auch bekannte Kaufleute, die nach Wilna, Molodesehno und anderen, unbekannten Stellen von den Polen deportiert wurden, übersteigt die Zahl Von 500. Haussuchung im Warschauer Zionistischen Büro Da• neugewählte Zentralkomitee der Zionistischen Organisation in Polen ist zu seiner ersten Sitzung zusammengetrelen. Zum Vorsitzenden der zionistischen Organisation in Polen wurde Dr. Klume! gewählt Vorerst besprach das Zentralkomitee die Lage der Juden in der Ukraine und die Schritte, welche zwecks Hilfeleistung für die dortigen Juden zu unternehmen sind. Bel diesen Beratungen war auch Advokat Goldst ei» aus Kiew anwesend. Die Warschauer Polizei hat eine gründliehe, drei Stunden währende Haussuchung im Lokal des Zentralkomitees der Zionistischen Organisation, Graniczna 9, vorgenommen. Man suchte nach Briefen ins Ausland unter dem Vorwände, ״daß diese Briefe auf privatem Wege ins Ausland befördert werden, um die Frankierung m umgehen“. Es wurde aber nichts Verdächtiges gefunden, Ans Morgenthaus Lemberger Rede 1» einer zu Morgenthau« Ehren veranstalteten Volksversammlung in Lemberg sagte Morgenthau: ״Wir sind hergeüfemmen, um die Wahrheit zu ergründen und sie der ganzen Welt mitzuteilen. Ich kenne Palästina und kenne nunmehr auch Polen. Bezüglich Palästina glaube ich, daß die ganze Welt zustimmen wird, daraus eine Zutluchtstätte für unseren Geist und unsere Kultur, ein jüdisches Land zu machen, da die ganze Welt daran glaiubt, daß dies die richtige Lösung der Judenfrage ist. Wir, amerikanische Juden, wünschen euch in eurem Streben viel Glück und wir werden euch nach Kräften unterstützen. Aber der Zlonismus bedeutet nicht die restlose Lösung der Judenfrage. Millionen Juden müssen noch hier bleiben und für die« muß eine Lösung gefunden werden, und dies sofort. Und d׳a wollen wir mit unseren Reichtiimem, I mit unserem Verstand und mit unseren Arbeitskräften es versuchen, den acht Millionen Juden in Rußland und in Polen zu helfen und ihre Zukunft zu sichern und wir glauben, daß uns dies gelingen wird. Trotzdem wir unter den christlichen Völkern nur einer, geringen Bruchteil bilden, sind wir dennoch stark genug, daß wir zur Verzweiflung keinen Grund haben, ln Amerika wieder angelangt, werde ich das Land bereisen und den Leuten sagen: Würdet ihr sehen, in welchen Verhältnissen acht Millionen Menschen in Polen, Rußland und in der Türkei leben, ihr würdet begreifen, daß ihr helfen müßt. Und sie werden helfen. Keine Lösung ist aber denkbar, wenn man den Juden nicht erlauben sollte, sich in Palästina eine Heimstätte zu bauen.“ Vom Zionismus in der Slowakei Am 19. August fand in Preßburg die konstituierecide Konferenz der ״Zionistischen Organjs ation für die Slowakei“ statt. Delegierte ans vielen Ortsgruppen waren anwesend; aus Preßburg allein waren acht zionistische Vereine vertreten. Es wurden Referate über Organisation, körperliche Erziehung, Unterrieht und Jugenderziehung und über Presse erstattet. Das vorgelegtc Organisationsstatirt für den neu gebildeten |) i s t r i k t s v e r b a n d wurde angenommen. Das Distriktskomitee besteht aus 5 -7 Mitgliedern, die ihren Wohnsitz in Preßburg oder dessen näherer Umgebung haben. Die Wahl seiner Mitglieder erfolgt durch den Distriktstag. ln Preßburg wird ein zionistisches Zentralbüro für die Slowakei mit einem Jahresbudget von 25 009 Kronen errichtet. Die in Preßburg erscheinende ״Jüdische Rundschau“ wird das offizielle Organ für die Zionistische Organisation der Slowakei. Am 18. August fand in Preßburg die Gründung einer ״Kolonialbank A.G.“ statt, als deren Zweck im Gründuiigsentwurf angegeben wird: Förderung der Volkswirtschaftlichen Interessen der jüdischen Industrie, des Handels, Gewerbes und Landwirtschaftswesens im ln- und Auslande, insbesondere in Palästina; Gewahrung von Krediten und Vorschüssen an jüdische Angehörige des Mittelstandes in Handel, Industrie, Gewerbe und Landwirtschaft, Förderung des Zusammenschlusses vor! Instituten, die jüdischen Finanzinteressen dienen; Förderung der auf die jüdische Entwicklung in P a 1 ästina gerichteten Bestrebungen; Förderung des Imports und Exports, besonders von und nach Palästina. Außer der ״Jüdischen Rundschau“, dem in Preßburg erscheinenden offiziell«! Organ der Zionistischen Organe Nation für die Slowakei, erscheinen noch folgende zioiu״ stische Zeitschriften in der Slowakei: Jüdische Volkszeitung“, redigiert von Dr. Moritz ZoDel und ״Mama״ drich“ (Der Wegweiser), redigiert von Dr. Albert Ne me 9 in Nove Zamky. Mitteilungen des Palästina-Amtes der Z.V.f. D. Für eine große Zahl junger Juden und Jüdinnen, die am Aufbau des jüdischen Palästina mitarbeite n und im Lande Israel eine Existenz finden woUen, ist die Frage von beherrschender Bedeutung, welchem Berufe sie sich zuwenden sollen. Wir sind der Ansicht, daß die voraussichtliche Entwicklung Palästinas es durchs aus nicht verlangt, die große Reihe wichtiger Bürger״ licher Berufe zugunsten eurer bestimmten Berufsricfrtung zurücktreten zu lassen. Bei aller Wichtigkeit, die der beruflichen Ausübung der Landwirtschaft und wahrscheinlich in erhöhtem Maße dem gartenwirtschaftliehen Berufe für die jüdische Siedlung zukommt, darf ausgesprachen werden, daß wohl fast alle übrigen Berufe in Palästina ein Feld finden werden und daß z, B. auch der kaufmännische Beruf in Zukunft viele junge Kräfte anziehen dürfte. Es liegt in der Natur der Sache, daß die besondere Einstellung des Berufes auf das Land eine Aufgabe ist, die im Lande selbst gelöst werden muß. Wesentlich erleichtert ist diese Aufgabe, wenn der Uebersiedlung eine gründliche praktische und theo retische Berufsausbildung vorhergegangen ist. Wir beabsichtigen eine Reihe von Ausarbeitungen über die wahrscheinlichen Aussichten verschiedener Berufsgruppen und die Art der Berufsvorbereitung zu veröffentlichen. Die nachstehende Arbeit ist vom Verband Jüdisscher Ingenieure■ verfaßt. Ratschläge zur Berufsberatung für höhere technische Berufe A. Allgemeines. Voraussetzung für die Wahl eines technischen Berufes sollten spezielle Befähigung und innere Neigung •ein. Nicht jeder muß das Hochschulstudium ergreifen. Die Ausbildung an einer technischen Mittelschule erfordert einen weit geringeren Aufwand an Zeit, Arbeit und Kosten. Dabei wird Palästina zweifellos einen erheblich größeren Bedarf an Technikern haben als an akademisch gebildeten Ingenieuren und Architekten. Für Chemiker kömmt nur das Hochschulstudium i» Be״ tracht. Praktische Ausbildung ist eine notwendige Grund״ läge jedes technischen Berufes. Jeder Techniker sollte eine dreijährige Lehrlingsausbildung durchmacheu, aber auch Architekten und Ingenieure, welcher Fachrichtung auch immer, sollten mindestens ein Jahr lang praktisch arbeiten. Diese Forderung gewinnt besondere Wichtigkeit für uns Juden, deren Anlage mehr nach der abstrakten Seite liegt, vollends im'Hinblick auf Palästina. Für die Wahl des engeren Studienfaches lassen sich schwer allgemeine Ratschläge erteilen. Hier sollte vor allem Neigung entscheiden. Welche Fachgebiete für Palästina größere Aussichten versprechen, läßt sich bei der gegenwärtig noch herrschenden Ungewißheit der wirtschaftlichen Entwicklung noch nicht zuverlässig übersehen. Immerhin kann man annehmen, daß während der ersten Aufbauperiode das Bauingenieurfach, der Hoch# bau und das Vermessungswesen mehr Betätigungsmögliclikeiten bieten werden, als Maschinenbau, Elektro״ technik und Chemie. auf■ :ng• sind steil je« Zahlt die Zionistensteuer! ||