Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXIV (1919)
- Issue
- Heft 67 (19.9.1919)
- Date
- 1919-09-19
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 514 .~ ־־־־ "־־־ ־ . ■■ —— :■5י־"" י- יי" Wir sind gezwungen, grausam m •ein. Wir sind gezwungen, unser Herz hart zu machen, um den Schmerz nicht zu empfinden. Wir sagen uns: ״Vernunft muß in unseren Taten entscheidend sein 'und nicht das Gefühl. Wir wollen uns beherrschen; wir müssen dieses Unglück ertragen, um den Jisdiub fand seine Zukunft zu retten, weil hiervon das Schicksal unseres Volkes abhängt!“ Aber wir haben die!*flicht, hier mit T a t e n zu beginnen und uns nicht mit Worten allein zu begnügen. Wir haben die Pflicht zu beweisen, daß wir uns tatsächlich mit den Vorbereitungen beschäftigen. Vor allein haben wir die Pflicht, denjenigen Immigrauten zuhilfe zu kommen, die sich in verschiedenen Städten aut dem Wege nach Palästina herumplagen. Wir müssen in Rußland und in anderen Emigrations- Zentren Hilfs- und Schutzkomitees gründen; aber unsere größte Aufgabe ist die sofortige Inangriffnahme von zahlreichen öffentlichen Arbeiten hier in Palästina, durch die Assanierung des Bodens und Organisieiung von Arbeiten in den Städten. In unseren Kolonien haben wir größere Bodenflächen zu unserer Verfügung, — wiederum werden die nötigen ״Vorbereitungen nicht gemacht, um diese Flächen zu bearbeiten, wobei zahlreiche Kräfte Arbeit finden könnten. Wir dürfen keinen Augenblick vergessen, welches Opfer wir von unseren unglücklichen Brüdern verlangen und welche große Verantwortung wir auf uns nehmen, wenn wir ihnen zurufen: ״Niemand wage es zu kommen!“ Möge die nötige Vorbereitung wirklich bald und in großem Maße in Angriff genommen werden; dann und nur dann werden wir das Recht haben, mit ruhigem Gewissen zu sagen: ״Wartet noch ein wenig, die Hilfe wird schon kommen!“ * In Haifa wird zurzeit ein Sprachen kampt geführt, der sehr charakteristisch ist. Die Stadtverwaltung hat vor kurzem die Taxen für die Droschken und Fuhrwerke festgesetzt. Die Preise wurden durch öffentliehe Anschläge in verschiedenen Gegenden der Stadt bekanntgegeben. Die Veröffentlichung erfolgte nur in englischer und arabischer Sprache. Als sich die Juden bei der Stadtverwaltung beschwerten und die Veröffentlichung auch in hebräischer Sprache forderten, wunde ihnen erklärt, daß die Veröffentlichung aut Befehl des Militär-Gouverneurs erfolgt sei, der die Veröffentliciiung in der hebräischen Sprache nicht angeordnet habe. Auf die Beschwerde der Juden wandte sieh der Militär- Gouverneur in einem Schreiben an die Stadtverwaltung, in dem er die Ankündigung der Taxe auch in hebräischer Sprache anordnete. Anstatt diesen Befehl auszuführen, beschloß die Stadtverwaltung, sich mit dem Gouverneur in eine lange Polemik einzulassen. Sie versuchte m einem sehr ausführlichen Schreiben nachzuweisen, daß eine hebräische Veröffentlichung völlig überflüssig sei, weil die, Haifa er Juden arabisch verstehen, und die Juden, die von auswärts kommen, sicherlich das Englische beherrschen. Die Forderung nach einer hebräisehen Veröffentlichung könne nur als eine politische angesehen werden, als ein Bestreben nach nationaler Absonderung. Die Erfüllung einer solchen politischen Forderung werde unter den anderen Bewohnern der Stadt Unruhe hervorrufen. —♦ Der Gouverneur berichtete über die Sache nach Jerusalem, wo der ^Sprachenkampf“ nunmehr entschieden werden soll. Inzwischen werden auch alle anderen öffentlichen Anzeigen nur in engli&cher und arabischer Sprache veröffentlicht. * Am 18. August feierte die Jüdische Gesellschaft in Palästina den Jahrestag, an. dem die amerikanische zionistische medizinische Expedition ״Hadassa“ ihre Tätigkeit begonnen hat. Ueber die hervorragenden Leistungen dieser Gesellschaft auf dem Gebiete des Sanitätswesens in Palästina wird besonders berichtet werden. Aber schon ein kurzer Ueberblick über ihre Tätigleeit beweist die hohe 'Bedeutung dieses wichtigen Unternehmen*. Das von der 'Gesellschaft eröffnete Rothschild-Hospital hat bereits 120 Betten. Das Hospital besitzt mehrere Abteilungen, in denen mehr als 60 Aerztc und Beamte beschäftigt sind. Man ist dabei, eine Röntgen-Abteilungzu eröffnen. Während des letzten Monats haben mehr als 3200 Personen die Dienste dieses Hospitals in An- Spruch genommen. Die Hilfeleistung erfolgte an sämtliche Patienten ohne Unterschied der Konfession oder der Nationalität. Die armen Patienten werden kostenlos behandelt, während die Bemittelten ein geringes Honorar zu entrichten haben. Englische Pressestimmen Der ״New States man“ vom ,10. August forscht nach den Ursachen des französischen Mißtrauens gegenüber der englischen Politik in Syrien. Dieser Artikel wird vom ״Near East“ abgedruckt. Er legt den französischen Standpunkt folgendermaßen dar: ״Die beiden Hauptklagen gipfeln in unserer Unter- Stützung des Emirs Faisul und in einer angeblichen Kampagne, um die Franzosen in der inohammedanischeu Weit zu diskreditieren. Faisu! erwies mit seiner Armee von Hedjasarabern uns wertvolle Dienste gegen die Türken und ist zu einer Belohnung berechtigt. Aber welches ist seine Belohnung? Sein Ehrgeiz ist gewachsen, und seine Ansprüche ebenfalls. Er will Damaskus haben. Aber mit welchem Recht dehnt er seine Forcierungen auf Aleppo, auf Alexandrette aus? Was beabsichtigen seine Sendlinge und seine Propaigatoren in Syrien? Was bedeutet sein Geschwätz über ein ungeteiltes, unabhängiges, arabisches Königreich? Woher hat er die großen Mittel, die für seine Tätigkeit so notwendig sind? Es'kann nur eine Antwort auf alle diese Fragen geben, sagen die Franzosen. Faisul ist eine Kreatur Englands. Er wird von englischem Golde und von der englischen Diplomatie unterstützt. Jene Franzosen, die uns freundlich gesinnt sind — und es gibt deren viele — warnen uns vor dem gefährlichen Spiel. Der Araber wird nidit. für ewig die Hand seines Wohltäters küssen; eine Politik, welche die Macht des Hedjas vergrößert, wird schließlieh nicht nur den französischen Einfluß in Syrien, sondern auch unseren eigenen im mittleren Orient überwältigen. Palästina ist ein Land, das nicht nur JUEDI5CHE RUNDSCHAU Nr. 67 Nr. 67 von englandfreundlichen Zionisten bewohnt ist. Mesopotamien muß sich noch bewähren. Aegypten hat uns eben erst eine böse Lektion erteilt. Der Islam ist eine Macht, mit der die Europäer im Osten sehr ernsthaft zu rechnen haben.“ Der Artikel schließt wie folgt: ״Was ist die Antwort auf alle diese Behauptungen? Welche von ihnen enthalten Wahres? Wir wissen es nicht. Wir können glauben, daß sie der Widerlegung fähig sind. Aber wir haben nidit die Mittel, sie zu widerlegen. Wir wissen wohl (und die Franzosen wissen auch), daß nach der Behauptung vieler Eng- Binder Frankreich nicht geeignet für koloniale Verwaitung sei, daß die öffentliche Meinung Ln Syrien den Franzosen nicht wirklich günstig ist. Aber dies würde, auch wenn es wahr wäre, nicht viel helfen, denn wir weisen endgültig jeden Anspruch auf Syrien zurück, und es wird schwerlich behauptet ־werden, daß die Syrer die Hedjas-Araber lieben! Auch glauben wir nicht, daß irgend etwas gewonnen ist, wenn man behauptet, unsere einzige Tätigkeit bestehe darin, auf die Integrität Palästinas zu aciiten, und daß die rivahsierenden Ansprüche im Norden selbständig zwischen Frankreich und dem Emir Faisul ausgefocliten werden sollen. Die Franzosen tragen aber die Beweislast datür, daß alles, was Faisul tut, unselbständig ist, weil wir fortwährend hinter ihm stehen. Und jedenfalls ist es närrisch sich einzubildcn, daß dieses Land nicht lebhaft an der Besiedlung Syriens interessiert ist. Lassen wir es klar werden, daß wir keine Klagepunkte gegen Frankreich haben. Wir erheben keine Beschuldigungen gegen den Emir Faisul, noch gegen sonst jemand. Wir sind an der Wohlfahrt der Völker Syriens, Palästinas und des übrigen Mittleren Orients interessiert. Wir sind an der Aufrechterhaltung guter Beziehungen mit unsere Alliierten interessiert. Und wir sind an der Ehre Britanniens interessiert, welche ernstlich bedroht ist. Aus diesen Gründen fordere wir, daß das. Land über unsere Politik im westlich Asien aufgeklärt werden solle.“ die Erfahrung, daß es die tägliche Praxis des Soldaten! .. kt, den ersten Juden, den er aut der Straße trifft!‘®0,116" nur i festzunelunen und ihn zum Arbeitsdienst in seinerlPr®• vo־* ״ Baracke zu zwingen — natürlich ohne Entgelt. Tat-I0?,..015״“״- sächlich werden keine Juden (oder, um sicher ■a1|m1: J».r° .״;־ gehen, müßte ich sagen, werden ״praktisch“ kein«|n1a. 1 §s 1 Juden) im Zivildienst oder in städtischen Dienstens,e1» _r,5 wie z. B. Straßenbahn, angestellt. Die Arbeiter habcn|n ג c angefangen, das allgemeine Vorurteil zu akzeptieren,! und den sozialistischen Führern ist es, nur mit den! Sokolov K. Z. B. In einem Artikel ״Persien und Palästina“ schreibt Palestin« vom 23. August 1915: ״Eine etwas direktere Kritik (sc. als an Frankreiclis Araberpolitik) muß an der französischen Stetlungnahme gegenüber dem jüdischen Palästina geübt werden. Der übliche französische Journalist ist geneigt, über -Zionismus und jüdisches Palästina zu schreiben, als ob dies nur ein von Großbritannien angenommener Vorwand wäre, um die französischen Ansprüche im Nahen Orient zu bekämpfen. Diese Art von Blindheit ist eines intelligenten Volkes unwürdig. Das jüdische Volk, das '15 Millionen Seetere zählt, die auf alle wichtigen Zentren der Weit verteilt sind, ist ein realer Faktor. Für das jüdische Volk ist das stärkste Interesse ein jüdisches Palästina; hierauf hat es zwei Jahrtausende gewartet und gearbeitet. Nun ist ein jüdisches Palästina dem jüdischen Volk versprochen worden und erreichbar. Wehe der Nation, welche sich zwischen das jüdische Volk und das jüdische Land stellt! Der Streit mit Frankreich, welchen jene französischen Intriganten den» jüdischen Volke unterschieben wollen, ist ein gänzlich überflüssiger Streit, :und ein für beide Teile beleidigender, wir möchten sagen, für Frankreich doppelt beleidigend. Wenn man die Einzelheiten der Situation sorgfältig prüft, so kann man erkennen, daß es zwischen den gerechten Ansprüchen Frankreichs in Syrien und den Rechten eines jüdischen Palästina keinen Konflikt gibt. Wenn die Franzosen jeden Wunsch fallen lassen, das jüdische Volk zu verhindern, Palästina als ihre nationale Heimat wiederaufbauen, oder die territoriale Ganzheit der jüdischen Heimstätte zu teilen oder zu schmälern, dann ist aller Grund vorhanden, daß sie gute Nachbam werden könnten. Das jüdische Volk sehnt sich sehr danach. Seine Führer bedauern es lebhaft, daß bis jetzt französische Publizisten und französische Diplomaten zu nachlässig gewesen sind, den diesbezügliehen guten Absichten der Juden entgegenzukommen, und zu träge, die Wichtigkeit und die Beständigkeit eines jüdischen Palästina ■und die vitale Notwendigkeit für Frankreich einzusehen, sich das Wohlwollen eines so zahlreichen und so einflußreichen Volkes wie des jüdischen zu sichern. Was die französische Staatskunst braucht, ist, ihre Orientpolitik von den klerikalen und den spekulativen finanziellen Konventikelm frei zu machen, von denen sie jetzt beherrscht wird, und ihr frische Luft und Licht zuzuführen. in dem Artikel ״Ernte des Krieges“ von H. N. Brailsford im ״The Nation“ befindet sieb folgender Abschnitt zur polnischen Juden frage: ״Bei dieser schnellen Uebersicht des menschlichen Gehalts innerhalb der polnischen Grenzen fehlt mir der Platz für Einzelheiten, aber die Juden kann ich nicht übergehen. Es ist, fürchte ich, nicht übertrieben, zu sagen, daß die ganze polnische Gesellschaft in allen Schichten vom tiefsten Antisemitismus erfüllt ist. Es ist dies in Polen eine verhältnismäßig neue Erscheinung. Ihre wahre Ursache ist zweifellos ökonomisch. Vor wenig mehr als einer Generation begannen die Polen, sich zahlreich dem Handel und der Itidudustrie zu widmen. Die Rivalität zwischen Christen und Juden in geschäftlichen Dingen ist daher eine verhältnismäßig neue Tatsache. Mit diesem Konkurrcnz-lnstinkt hat eine Partei, die jetzt führenden ״Nationaldemokraten“ (die Partei Dmowskis) unverdrossen gearbeitet. Bei den kürzlichen Wahlen, als große Plakate in Warschau den Empfang eines Telegramms ״von Herrn Wilsons Freunden“ verkündeten, die den Erfolg dieser Partei bei den Wahlen erhofften, verstreuten ihre Wagen, mit den Fahnen der Alliierten überreich geschmückt, die rohesten antisemitischen Blättchen. Eines dieser farbigen Flugblätter zeigte eine Schlange mit einem scheußlichen Judenkopf, der polnischen Bauern das Blut aussaugt. Im November größten Schwierigkeiten gelungen, den jüdischen Delegierten Zutritt zu den Arbeiterräten zu verschaffen Die Juden bilden 14 Prozent der Bevölkerung ״Kongreß-Polens“; außerdem ist das Verhältnis noch weit, größer, wenn das ganze ״historische“ Polenden neuenP0ko 1 ows Staat bilden wird. Die gewaltsame Assimilation dieser!^1' mgeHtlic riesigen fremden Masse ist vollkommen unmöglich.■*!*?“0!» 5*e& f Der Liberalismus, welcher ihren berechtigten Anspruch|Sjkes, Dezei auf ihre eigenen, selbstverwalteten Schulen anerkenntjF'orel£׳rl, ,, und die gegenwärtige gesetzliche Gleichberechtigungjd°en schwer in eine-wirkliche Gleichberechtigung um wandelt, fin-|P,, Ve״ det ,in der politischen Welt nur einen schwachen|“cl't “fer “i Ausdruck.“ inveiten 2 |b r u c h de!!teil dieses!Krieges I Zur politischen Lage!Darstellung, ■91 A p p e n < De Anwesenheit von Lloyd George in ParisIterialien übe ist dazu benutzt worden, auch die türkische Frage,|bestrebungen speziell das Umstrittene syrische Problem, zu behan-lTOrzüglich a dein. Me Amerikaner sollen dabei den Standpunkt ver-|ljonc“ treten haben, daß sie sich an einer Behandlung der sy-|S'r A*™., - rischen Frage nicht beteiligen würden, da diese eine■®” interne Frage zwischen Frankreich und England sei.frajlz0sisc Nach einer Meldung des Pariser Korrespondenten des■^ 2. Ban! ״Daily Telegraph“ nehmen die Besprechungen zwischen" Lloyd George und Clemenceau einen befriedigenden Verlauf. Der Oberste Rat hat die zwischen beiden Ministern getroffenen Abmachungen über die vorhinfige Regelung der Lage in Syrien gutgelieißen; die Ab■ madiungen •ollen in Kraft bleiben, bis die Vereinig ten Staaten sich bereit erklären, die türkischen Fragen zu behandeln. Diese Meldungen lassen nicht erkennen, ob und inwieweit bei der fraglichen Verhandlungen jüdisch« PaKütinainteressen berührt wurden. ״Treu Frankreich Wiedererscheinen des ״Ha Olam“ Die Wochenschrift ״Ha Olam“ wird demnächstl wieder als offizielles'Organ der Leitung der| Zionistischen Organisation in hebräischer Spracht| in London erscheinen. Der ״Ha’Olam“ erschien als offizielles Organ der| Zionistischen Organisation zunächst acht Jahre in Cäln, später in Wilna und zuletzt, bis zum Ausbruch des| Krieges, in Odessa. In ihrer neuen Form wird die Zeitung außer derl Information über zionistische Angelegenheiten sich mit! allgemeinen jüdischen Fragen beschäftigen. CI1ci'redak-| teur der Zeitung wird Herr A. Idelsohn, MitgliedI des Action s-Gomites und früherer Redakteur des ״Ras־| wiet“, sein. Das Redaktionskomitee wird aus den Herren! N. Sokolow, Dr. Schmarja Lev in, Hillel Zlato-I pols ky und Leon Simon bestehen. Der Abonne-| mentspreis beträgt 30 sh für ein!Jahr, 15 sli für sechs[ Monate und 7 sh 6 d für drei Monate. Bestellungen j sind an folgende Adresse zu richten: Secretary at the| Office of the ״Ha Olam“, 77 Great Russell Street, London W, C. 1. Palästinensische Vertreter in Paris und London K. Z. B. Als Vertreter des Haschomer in Palästina trafen die Herren Bldmenfeld und Scho-I chat in Paris ein, wo sie mit Baron Rothschild! über die Ansiedlung von 150 Haschomer-Farnilien Rück- Sprache nahmen. Als Vertreter der jüdischen Le-| gi^ äre in Palästina sind die Herren B. Katz-| ne iso n und Sc ho chat in Paris eingetroffen, um! mit den zuständigen Stellen in Paris und'London über[ die Regelung der Frage der in Palästina verbleibenden! jüdischen Legionäre zu beraten. Der Vertreter des[ Hapoel-Hazair, Sprinzak, ist auf seiner Reise] nach London ebenfalls in Paris eingetroffen. Die genannten Palästinenser hatten in Paris Konferenzen mit [ den dort anwesenden Mitgliedern des Zionistischen Ac-| tions-Comites und sind nach London abgereist. Reisen nach Palästina gab es in vielen polnischen Städten Pogrome, glücklicherweise ohne viele Tote, mit Ausnahme von Lernberg, wo unter Beteiligung der polnischen Truppen 80 Juden getötet und ein Teil der Judenstadt verbrannt wurde. Doch beunruhigender ist der tägliche Kreislauf steter Beleidigungen und manchmal sogar kleinlicher Gewalttätigkeiten. In Brest tnd Pinsle macht• Ich Die Abteilung für Einwande tung beim Palästina-Departement des Zionistischen Zentralbüros in London macht folgendes bekannt: Reise-Erlaubnisse: Die Bedingungen, unter denen Erlaubnis zur Reise nach Palästina erteilt wird, sind während der letzten Wochen nicht wesentlieh geändert worden. Die zeitweilige Beschränkung ist noch in Kraft, gemäß der, von gewissen Ausnahmen abgesehen, nur solche Personen nach Palästina hineingelassen werden, die bereits früher dort gelebt haben. Es besteht jedoch die Hoffnung, daß die Kategorie der Personen, denen — auch Unter den gegenwärtigen Bedingungen — Rciseerlaubnis nach Palästina erteilt wird, demnächst etwas erweitert werden Wird. B. Reisemöglichkeiten: Personen, die im Besitz einer Reiseerlaubnis nach Palästina sind und via England zu reisen beabsichtigen, werden darauf aufmerksam gemacht, daß die 'Reisemöglichkeiten von England aus gegenwärtig außerordentlich beschränkt sind und daß sie sich wahrscheinlich während der nächsten sechs Wochen nielit beesoffl Werden, Privatpassagiert 60 vieler versteht, < der Untere siegreich; es im Nai Brutalität Als Vorkä jede ande unser Lan< der Gerec Widersach das Recht Welt kein ihre berei könnte, t Frankreich wird. 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