Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXIV (1919)
- Issue
- Heft 66 (16.9.1919)
- Date
- 1919-09-16
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
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IUEDISCHE RUNDSCHAU Nr. 66 ־ 1 > ' J, ״ ’ nt**‘ ' 506 Seite Nr. 66 1 c: I; g;1 H es das herrschende Zentrum unseres geistigen und religiö&cci Lebens und. selbst mit dem bescheidenen Maßstab unserer kümmerlichen Gegenwart gemessen, ist es noch in ihr eine vorwiegend jüdische Stadt. Um wieviel mehr haben wir den Anspruch zu erwarten, daß die Zukunft mit der Erfüllung meiirt;111s 1׳ndjiilt:igen Höffens und Strebens ein wahrhaft jiidriclHs Jerusalem Wiedererstehen lassen wird. Die Berechtigung dieses Anspruchs ist durchaus unabhängig davon, wie sich die politische Form des künftigen Palästinas gestalten und wie weit der Rahmen der uns /,ufallemlen Rechte und Befugnisse gesteckt werden mag. Ebensowenig beeinträchtigt unsere Forderung die selbstverständliche Anerkennung der traditionellen Ansprüche, welche die anderen Religionen auf ihren Anteil am Jerusalem der Vergangenheit erheb n. Das neue Jerusalem soll sich jedoch, ebenso wie es ehedem das alte war, zu einer jüdischen Stätte, erfüllt von unserem Geiste, entwickeln. Wir danken England alles, was es bisher für die Hebung und Gesundung der Stadt getan hat. Wir vertrauen darauf, daß es auch weiterhin seine Tatkraft, seine reichen Mittel und ■die Erfahrungen seiner Fachleute im weiten Umfange iin Interesse der Förderung der Haupt- Stadt zur Verfügung stellen wird. Aber wir dürfen auch fordern, daß wir hierbei nicht ausgeschaltet 'und der Einflußnahme beraubt werden. Der Aufbau des neuen Jerusalem, nicht nur des geistigen, sonder« auch des wirklichen, ist eine Aufgabe von höchstem jüdischen Interesse, deren Lösung nicht ohne unsere weitgehende Mitarbeit erfolgen darf. Dipl.-Ing. M. Hecker. Neue britische Beamte für Palästina An Stelle von General Money ist General Watson zum Chef der britischen Administration in Palästina ernannt worden; an die Stelle von General Clayton tritt, wie gemeldet, Colonel Mejnertxhagen als Oberster Politischer Beamter für Palästina Zur Stellung der Araber Das ״Allgemeem Handelsblad“ in Amsterdam vom 14. August bringt den Bericht des Zionisten Jakob Israel de Haan über seine Unterredung mit einem bekannten arabischen Führer und Feind des Zionismus, Azcf Pascha El Dajani. Dieser arabische Führer spricht sich gegen jede Einwanderung von Juden nach Palästina aus und bestreitet die historischen Rechte des jüdischen Volkes auf Palästina. Wenn behauptet würde, daß die 13 Millionen Juden der Welt Palästina als Heimstätte wollten, so müsse er darauf hinweisen, daß alle Mohanimedaner der Welt dagegen seien. Im übrigen wiederholte Azef Pascha den Standpunkt des antizionistischen Memorandums, den wir bereits in der ״Jüdischen Rundschau“ wiedergegeben haben. Gründung einer Schule für arabische Kinder K. Z. B. In einem in der Nähe der Kolonie Rösch- Pfciah gelegenen arabischen Dorfe bat der Verwalter der Kolonie eine Schule für . die arabischen Kinder gegründet. Der Unterricht in Hebräisch und Rechnen wird von einem der besten Lehrer der Schule in Rosch-Pinah, der Unterricht in Arabisch, Koran und Religion von zwei Scheichs aus dem Dorf selbst erteilt. Die Schüler machen gute Fortschritte. Die Aeltesteri «:wie die anderen Bewohner des Dorfes bringen dieser Gründung sehr viel Vertrauen entgegen. Die Einwohner der benachbarten Dörfer wandten sich an die Schulverwaltung mit der Bitte, auch in ihren Gemeinden Schulen zu errichten, in denen jüdische Lehrer aus Rosch-Pinah unterrichten sollen. * In Jaffa erscheint jetzt eine von jüdischer Seite herausgegebene Zeitung ״Achbar“ in arabischer Sprache. Die jüdisch-nationale Presse 11. Mit der günstigen Entwicklung der politischen Lage des Zionismus wurden die wirtschaftlichen Probleme des Aufhaus Palästinas bald in den Mittelpunkt der Diskussion gerückt, und es ergab sich so die Not- Wendigkeit, ein Organ zu schaffen, jn dem eine Ausspräche über diese Fragen stattfinden konnte, ln dieser Erkenntnis gründete Davis T rietsch die Wochenschrift ״Volk und Land“.*) die sich bald eines guten Rufes auch außerhalb des deutschen Zionismus erfreute. Die Zeitschrift trägt gemäß den Anschauungen ihres Herausgehers in der Eiinvandmingsfrage einen durchaus maximalistischen Charakter, laßt aber die Vertreter aller Richtungen zu Wort kommen. Nach dem Palästina-Delegiericntag brachte ״Volk und Land“ einen ausführlichen Bericht der Tagung, in der sämtliche Referate vollinhaltlich abgedn.1c.kt waren. Mit äußerster Zähigkeit tritt Trietsch für die Verwirklichung seiner Vorschläge ein und bringt zum Beweise dafür, daß er nur die Ideen Theodor Herzls fortsetzt, in Heft 29- 31 Ine l.ewvs Bericht aus ״Altneuland“. ln einem wetteren Artikel in Nr. 29-30, überschrieben ״Das Zeichen zum Aufbruch“ kritisiert Trietsch scharf das neue Ruppiasehe Buch. Einen äußerst interessanten Beitrag zur jüdischen Arbeiterfrage während des Krieges lieferte Julius Berger in einem Aufsatz, in dem er auf Grand seiner mehrjährigen Tätigkeit in der Deutschen Arbeiterzentrale das Schicksal der jüdischen Arbeiter darstellt. Weitere interessante Artikel in den letzten Nummern stammen von Dipl.-Ing. Michel über die Organisation des Banwesens in Palästina; über Industrialismus von Dr. Fritz Sternberg und von Dr. H. K a d i s c b über das mitteleuropäische Chaos und die Juden. Der Schluß der Nummern wird von interessanten Pressestimmennotizen über jüdische Volkskunde und vor allem von der Rubrik ״Aus Politik, Wirtschaft und Palästina“ gebildet. In dieser Abteilung werden neben den politischen Tagesfragen ökonomische Probleme aller Art, wie die Nutzbarmachung der Sonnenenergie, kooperative Nahrungsmittelgesellschaften usw. besprechen. Aus der Presse Palästinas K. Z.. B. Unter den zahlreichen Fragen, die in der hebräischen Presse Palästinas behandelt werden, ist in der letzten Zeit eine neue Frage aufgetaue.ht: Das Verhaitius der äutochthoiien Juden Palästinas zu den eingewanderten Juden. Die Beziehungen zwischen den ״eingeh-,)reuen•'‘ sefardischen Juden und den Asehkuiasim haben seit jeher manches zu wünschen übrig gelassen; bei den Waliien zu der ersten konstituierenden Vcrsammlung!für Judäa) war seinerzeit das Bestreben nach ״Absonderung“ seitens der Scfardim deutlich zum Ausdruck gekommen. Aus einem Brief David jellins an die palästinensische Jugend, der in ״Doar tlajairi‘‘ vom 14. Ab ,10. August) veröffentlicht ist, geht neuerdings hervor, daß solche Tendenzen anscheinend unter einem Teil der ״eingeborenen“ Juden vorhanden sind, jeliiri schreibt u. a.: ״Ich begrüße jeden Versuch, der von dm Kindern des Landes gemacht wird, um an der vor unseren Augen sich vollziehenden Wiedergeburt der Nation Anteil zu nehmen. Ihr wollt schaffen und Euch nicht nur mit den Worten brüsten: Wir sind Landeskinder und keine Galuthkinder. Die palästinensische Jugend hat zweierlei Pflichten zu erfüllen, nach innen und nach außen. Nach innen muß jede Spur von Schmarotzertum, von Schnorrerwesen aus unserer Mitte ausgerottet werden. Das Streben nach Arbeit und produktiver Betätigung muß Gemeingut aller Volkskreise werden. Auch nach außen hin sind Eure Pflichten groß. Die Kenntnis des Landes, das Vertrautsein mit allen Lebenserscheinungen irn Lande, die Kenntnis unserer Nachbarn und deren Lebensweise —- dies alles sind Vorzüge, die die Eingeborenen vor den Neucingewanderten besitzen, mul es ist ihre Pflicht, mit ihren Erfahrungen und erworbenen Kenntnissen den eingewanderten Brüdern behilflich zu sein. Gerade dieser Augenblick legt Euch solche Pflichten auf. Hier ist ein reiches Feld für unsere palästinensische Jugend, sich in den Städten und in den Kolonien zu organisieren, um den Neueingewanderten Dienste zu leisten, den immigrauten Aufklärungen zu geben, sie vor Benachteiligung und Ausnützung zu schützen. Insbesondere darf sich die palästinensische Jugend mit keiner separatistischen Tendenz abgeben. Alle Volkselemente müssen geeinigt und gefestigt werden. Nur dann wird der Bau unserer Zukunft gesichert sein. Die palästinensische Jugend soll sich organisieren, aber nur zu dem Zweck der Vereinigung der ganzen Nation. Sie muß allen denen den Kampf erklären, die Zwiespalt und Absonderungsbestrebungen in das Volk tragen, weil sie sich als ״Eingeborene“ hoher dünken * ״Chadaschoth Haarez“ schreibt über die politische Situation: ״Mögen unsere Kolonisationsbedingungen und unsere Rechte wie immer geartet sein — unsere kolonisatorische Arbeit durfte keinen Augenblick unterbrochen werden. Es war eine schwere Sünde gegen die Kolonisation, daß wir seit der Okkupation des Landes auf diesem Gebiete nicht einen Schritt vorwärts gegangen sind. Wenn wir auch unseren Bodenbesitz nicht vergrößern konnten, 90 standen uns doch größere bereits erworbene unbearbeitet« Landstrecken in der *Kolonie Chedera zur Verfügung. Wir besaßen in der Umgebung von Jerusalem viel Land, viele Gebäude und Pflanzungen, die wir unbenutzt gelassen haben. Das Zionistische Actions-Gomitc hat die Pflicht, die notwendigen Itetituitionen zu schaffen.... für den Erfolg dieser Arbeit ist es notwendig, daß die Leitung ihren Sitz in unseren! Lande 11 i in in t. Mari kann die palästinensischen Angelegen-!leiten nicht durch eine Verwaltung leiten, die in London sitzt. •Das Actions-Gomite unserer Organisation wird unsere politischen Geschäfte führen. Es wird mit den Regierungen und Organisationen in allen Ländern in Verbindung stehen, es wird die Immigration organisieren, das Judentum nationalisieren, und es wird die Arbeit in Palästina kontrollieren und Bevollmächtigte in das Wie erklärlich, entstand in den größten zionistisehen Ortsgruppen Deutschlands der Wunsch, sich eine eigene Zeitung zu schaffen, die vor allen Dingen auf die lokalen Begebenheiten der betreffenden zionistischen Gruppen des näheren elngehen konnte und die zu Mittelpunkten einer intensiven Propagandatätigkeit wurden. Für Süddeutschland erscheint in München das ״jüdische Echo“, das von Leo Rosenberg geleitet wird und rieben den wichtigsten politischen Nachrichten gute Artikel über alle Fragen des jüdischen Lebens bringt. In Nr. 30 dieser Zeitung nimmt Jacob Reich in sehr interessanten Ausführungen anläßlich des Falls Wad 1er Stellung zu den Münchener komniunfetischen Ereignissen, und betont, wie schmerzlich es alle Juden empfinden müßten, daß solche Köpfe wie Wadier der jüdischen Politik verloren gingen. Eine gleichfalls vorzügliche zionistische Zeitung sind die ״Hamburger'Jüdischen Nachrichten“, aus deren Inhalt wir den ausführlichen Aufsatz über die Neuordnung der Hamburger Gemeinde von Dr. Victor hervorhebeu. In Nr, 7 befindet sich ein Artikel von Dr. S. Soskin aber die Frage der Nationalistrung des Bodens, über den bereits in der ״Jüdischen Rundschau“ berichtet wurde. Aus der ebenfalls zionistisehen ״Neue Jüdische Presse“, die den Misrachisteci nahesteht, erwähnen wir hier nur den Artikel von Hermann Pick, ״Neue Wege“, eine Auseinander- Setzung mit der Agudah. Auch für die jüngste Jugend ist gesorgt. C. Z. Klötzel läßt im ״'Weltverlag“ eine Zeitschrift für die heramvachsende jüdische Jugend erscheinen, die den Namen ״Ba r-Kochba“ führt. Der 'ßar-Kochba enthält Erzählungen aus der jüdischen Geschichte und einen Roman in Fortsetzungen, Moses Piepenbrinks Abenteuer, vom Herausgeber selbst verfaßt. Die Zeitschritt ist mit vorzüglichen Abbildungen versehen und schließt mit einer Rätselecke. In unserer vorigen Besprechung des ״Sciilemiel“ ist uns ein bedauerlicher Irrtum unterlaufen, in dem wir den eigentlichen Herausgeber Jungmann verschentlich unterschlagen haben. Wir stellen dem Schlemiel anheim, sich über diese Misetat in seinen Spalten an uns zu rächen. Land senden. Aber die gesamte Arbeit des Jischifc rnuh einem Institut an vertraut werden, das im Lande selbst seinen Hauptsitz hat. Die Arbeit leidet und wird darunter schwer m .leidet! haben, wenn jedesmal eine Genehmigung vcri London aus erforderlich sein wird. Trotz aller ausführlichen Berichte und Gutachten, die die versähedenen Kommissionen nach London senden werden, wird inan in London die Bedingungen nicht hinreichend kennen, um den richtigen Entschluß zu fassen. In London sollten nur die Grundlagen der Arbeit festgelegt und die Budgets bestätigt werden. Das leitende Institut aber muß in Palästina sein. Diese Leitung muß das Recht und die Möglichkeit Fahrn, alle Inte ־essen des Jisclutb vor der Regierung zu vertreten und im Namen sowohl der Zionistischen Organisation wie des Jisehttb aufzutreten. Diese Leitung muß aber auch eine einheitliche sein. Aus allen Kreisen iin Lande kommt der Ruf: Fort mit den Doppelverwa 1tun ge n! Im Lande ist kein Platz für eine besondere Palästina-Kommission und ein. besonderes Palästina-Amt. Wir brauchen eine Leitung und e i 11 Amt.“ * Interessante Aeußerurigen enthält das soeben erschiene 9. Heft des ״Kiintres“ herausgegeben von der jüdisch-sozialistischen Partei ״Achduth Haawodah“. Das Heft, das vielfach gegen den Hapoel-Hazair polemisiert, schreibt unter anderem folgendes: ״Eine Gruppe von Leuten unter uns den Arbeitern in Palästina -, die gemäß ihrer Vergangenheit verschiedenen Kreisen angehören, hat die ganze Tragweite der Notwendigkeit erfaßt, der beschämenden Parteizer- Splitterung der Arbeiter ein Ende zu machen. Wollen wir wahr sein: Wir haben -doch schließlich alle ein gemeinsames Ziel . die Schaffung eines freien, arbeitenden jüdischen Volkes in Erez-Israel. Wir haben einen gemeinsamen Weg: den Weg der Arbeit Und des sozialistischen Schaffens, und erstreben eine gemeinsame Kultur: die Kultur der jüdischen Arbeit, Dem Ruf nach Einigkeit haben Folge geleistet: die lajidwirtschaftlichen Arbeiterorganisationen in Judäa, Galiläa und Samaria, die Partei der Poale-Zion, alle Fachvereine der städtischen Arbeiter, Hunderte von jüdischen Legionären aus Amerika, die im Lande verbleiben, ganze Gruppen, Lehrervereine, Abiturienten, Beamten und viele andere Angehörige freier Berufe. Nicht reagiert haben —■ die Mitglieder der Arbeiterorganisation ״Hapotil-Haza'fr“ in Palästina.‘•‘ Die Aeußerungen des sozialistischen Organs sind gevviß interessant und erfreulich!und sic werden von jedem, der die Wiedergeburt des jüdischen Volkes erstrebt, begrüßt werden. Ob die Klage üjber den Hapoel- Hazair berechtigt ist, kann van hier aus!nicht entschieden werden. ״Chad-aschoth Haarez“, die obige Polemik wiedergebeti, bemerken dazu, daß die Gründe für die Stellungnahme des Hapoel-Hazair nach den obigen An»»- Führungen noch nicht ganz klar sind. Die jüdischen Legionäre Nach einem Bericht der ״Tiraes" vom 20. August fragte der Abgeordnete Kapitän Ormsby-Gore im englischen Unterhaus, ״ob über die Rechtslage der jüdischen Bataillone bei der englischen Besatzungstruppe in Palästina bereits Beschluß gefaßt worden xsei; ob sie für allgemeinen Dienst oder nur für Dienst in Palästina bestimmt seien, ob man den 400 jüdischen Soldaten aus den Vereinigten Staaten von Amerika, die in diese Bataillone eingereiht wurden, ihrem Wunsche gemäß die Demobilisierung in Palästina, anstelle der Repatriierung mach Amerika gestatten werde; endlich welche allgemeinen Bestimmungen betreffs der Demobilisierung an Ort und Stelle für die jetzt in Palästina befindlichen jüdischen Soldaten getroffen seien.“ Für das Kriegsamt antwortete Herr Förster nur: Die Sache wäre ״in Erwägung“ und ״es sei au hoffen, daß in kurzer Zeit eine Entscheidung getroffen werden würde.“ Die neuen Eisenbahnen Der Britische Oberkommissar in Konstantinopel bat kürzlich einen Bericht über die Tätigkeit der britischen Behörden in Palästina veröffentlicht, aus dem hervorgeht, daß die Britische Verwaltung mehr als 500 km von neuen Schienenwegen in Palästina fertiggestellt hat. Zutschen Haifa und Cairo verkehren mit allem modernen Komfort ausgestattete Expreßzüge. Die Aufforstung der Hügel in der Umgebung Jierusalems und des Karmel hat begonnen. Die Handelskammer in Palästina K. Z. B. Im Monat Mai dieses Jahres beschlossen die Okkupationsbehörden, eine Handelskammer in Palästina zu eröffnen. In das Direktorium dieser Kammer wurden vier Juden, zwei Mohammedaner, zwei Christen und zwei Vize-Direktoren berufen. Vorsitzender der Kammer ist der militärische Befehlshaber. Von den Juden sind folgende Herren ernannt worden: Izchak Elischar, Salman L e v i n, Barasch und Blum, zu Vize-Direktoren wurden der Direktor der Anglo Egyptian Bank und der Direktor des Credit Lyonnais gewällt. Vor Eröffnung der Kammer versammelten sich die jüdischen Delegierten, um über die zu stellenden nationalen Forderungen zu beraten, und es wurde beschlossen, zu fordern: a) daß man die hebräische Sprache gleich der englischen und der arabischen Sprache anerkenne; b) daß alle offiziellen Mittei tun■ gen der Kammer in allen drei obenerwähnten Sprachen zu erfolgen haben; c) daß man einen Sekretär ernenne, der alle drei Sprachen beherrscht, oder zwei Sekretäre: einen für Englisch und Hebräisch und einen für Eng• lisch und Arabisch; d) daß, da die gewählten zwei Vize- Direktoren Nichtjwlen sind, ein dritter Vize-Di־ rektor aus der Anglo Palestine Company ernannt werde. In der ersten Sitzung der Kammer wurden diese Forderungen vorgebracht, von denen die ersten drei einstimmig angenommen wurden. Die vierte Forderung wurde dem militärischen Befehlshaber vorgelegt, der dieser Forderung zustimmte und Herrn Dr. Izchak Levi zum dritten Vize-Direk• tor ernannte. Da Das K. ״Bericht üh< Amtes (gegr September l wie folgt ln Bei Aus Jüdischen ( ein zuschlage sehen Jude! aller drohe!, Aufbietung jüdische Koi Entschlusses Aerzte und otto manisch Schwierigke eine Reduzi reiid auf 1 Unterhalts; brechenden und aller ׳ wuchs. heits-A!, ves treten, wir der britisch Trotz dank •dem G 1 a z e b r kanischen 1 und heute dischen Ge Neue Ab! ״Chad des zurzei O e r s c h 1 Pa las ti! 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