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Jüdische Rundschau · 1919-09-09 · Heft 64 (9.9.1919) · page 4

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXIV (1919)
Issue
Heft 64 (9.9.1919)
Date
1919-09-09
Page
– (sequence 4)
Language
German
Belongs to
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Seite 492 JUED1SCHE RUNDSCHAU Nr. 64 \! 64 iwd später ist eine Abteilung für hebräische Volks- Schullehrer in Aussicht genommen. Das’ Erziehungsdepartement unserer Leitung in Lernckm hat für das wiener Pädagogium bereits in mehreren Zuschriften lebhaftes Interesse bekundet und die Anerkennung der geleisteten Arbeit dadurch dokumentiert, daß die Möglichkeit eines Ausbaues zu einem zentralen Institut auch für andere Länder der Diaspora ventiliert wurde. In materieller Beziehung ist für die Anstalt von größter Bedeutung, daß ein gewisser F onds für Stipendien bereit gestellt wird, da ,gerade die begabtesten Kinder gewöhnlich nicht den reichen Sehichten angehören und daher eine Unterstützung brauchen, wenn sie ihre Zeit voll dem Studium widmen sollen. Für Freunde der hebräischen Sprache und Kultur ergibt sich hier die Möglichkeit, in fruchtbarster Weise zu deren Verbreitung beizutragen, indem sic begabten Menschen die Ausbildung zum Lehrberuf ermöglichen. Während die Bestimmungen über die Minoritäten im Friedensvertrag die Möglichkeit einer Gründung eines jüdischen Schiri Werkes in die Nähe rücken, ist der Jüdische Nationalrat schon jetzt an die Vorarbeiten für ein jüdisches Realgymnasi u m geschritten. Diese Schule, die mit Hilfe eines jüdischen Schul- Vereines ins Leben gerufen wird, wird schon im Herbst eröffnet werden. Auf die erste Verlautbarung hin erfolgten für die erste Klasse 120 Anmeldungen, so daß die Eröffnung von Parallelklassen notwendig sein wird. Auch für die höheren Klassen — es sollen vier eröffnet werden — laufen die Anmeldungen zahlreich ein. Der Lehrplan deckt sich im allgemeinen mit den! staatlich vorgeschriebenen, doch ist der hebräischen Sprache ein breiter Raum zugewiesen, sie wird von der ersten Klasse an fünfstündig wöchentlich gelehrt, ferner werden natürlich auch die anderen Gegenstände in einem anderen Geist und anderer Methode vorfetragen werden als in den deutschen Schulen. An teile des Französischen wird da« Englische rimgeführt. . Weder eine Jugenderziehung noch eine Volkserzichutig kann jedoch durch Schulen alllein bewirkt werde«. Es ist den leitenden Kreisen unserer Erziehutigsbeliörde ganz k!a!'r, daß eines angestrebt werden muß: die Siedlung. Hier verbindet sich schon das pädagogische Interesse mit dem sozialen. Es ist Aussicht Vorhanden, daß in nächster Zeit zunächst in kleine rem Rahmen jüdische Siedlungen entstehen können. Es ist gelungen, 'von der Saclidemobilisiming einige Baracken' zugewiesen zu erhalten, die demnächst eingerichtet werden sollen. Als ein kleiner Anfang in dieser Hinsicht kann das Arbeiterheim angesehen werden, welches vom PaUistinaamt gemeinsam mit der Gewcrbesoktiot! des Jüdischen Nationalrates für eine Anzahl Chaluzim gegründet wurde. Dieses Heim ist zwar keine Erzieh UJigsir.stitution; hat aber doch eine ungeheure soziale und kulturelle Bedeutung’. Es gibt zahlreiche* Ghahizim, die aus Polea hierherkamen, jedoch zeitweilig nicht in landwirtschaftlichen Betrieben!:ntergebracht werden können; für diese ist durch das Arbeiterheim nicht mir Untcrkunfts- und Verpflegung«- möglichkeit geboten, sondern auch die Basis für ein ihren persönlichen und kulturellen Bedürfnissen angepaßte» Gemeinschaftsleben. So ist der Anfang gemacht, die erwachsene jüdische Jugend von den nationalen Institutionen aus nicht mir produktiven Berufen ziizuführen, sondern auch sie durch Zusammenfassung in einer jüdischen Siedlung den zersetzenden und assimilierendcn Einflüssen der Umwelt zu entzieh׳«!. ' Diese Anfänge sind eine Hoffnung, daß es gelingen wird, durch systematische Arbeit in der jüdischen Massenbtvölkerung Wiens ein Geschlecht zu schaffen, das Trärer der jüdischen •Erneuerungzu sein geeignet ist. Der Delegiertentag der polnischen Zionisten Wir haben in der vorigen Nummer der Jüdischen Rundschau über den ersten Tag des Delcgiertentages der polnischen Zionisten berichtet und bringen heute die Fortsetzung des Beneide.•׳. Da die polnischen Zeitungcn hier noch nicht yd:liegen,!!Hissen wir uns ן auf eine Wiedergabe des Berichtes der jüdischen Zeitung I in Wien beschränken, aus welchem u. a. die augenomme- : neu Resolutionen nicht ersichtlich sind. Ganz augenscheinlieh ist jedenfalls, daß die Tagung im Zeichen eines heftigen Kampfes zwischen der‘jüngeren und der alten Generation im Zionismus stand. Die jüngere Generation, die in allen Gruppen von einem starken palästincnsischer!, hebräischen und sozialistischem Geiste erfüllt ist, hat die Tätigkeit der Führer der polnischen Zionisten scharf kritisiert,' hat von ihnen behauptet, daß sie sich auf bloßes Politikmacheii beschränkten und keine wahre Palästinaarbeit trieben. Freilich ist auch die junge Generation keineswegs in sich geschlossen und insbesondere ist der Unterschied zwischen den linken und rechten Zeire-Zion ein ziemlich bedeutender. Nach dein Referat des Abgeordneten Grün bäum über die nationale Politik in Polen gaben die Parteien ihre Deklarationen ab. Dieselben lauteten: Die Deklaration der Linken. Mcrcminsk! gibt namens des IjnkenFliigels der Ze i re- Z io«'eine Erklärung ab, der wir Nachstellendes entnehmen: ״Die Partei erstrebt die gleichzeitige Verwirklichurig des zionistischen und sozialistischen Ideals. Sie lehnt eine Begründung durch Gefühle ab und stützt sich ausschließlich auf die lebendi gen sozi a f ö k o 11 om :sehen Interessen un d K 111 turf v rd e ru!1 g e n der jüdischen Massen, welche von eigener Arbeit leben wollen und sowohl unter dem [)ruck des Galuth. als auch unter der kapitalistische« Unterdrückung leiden. Die Partei erstrebt die Verwirklichung einer wirklichen Demokratie, «hier Arbeited-emokxatie, sie ist überzeugt, daß die Verwirklichung des Zionismus weder durch den Imperialismus der wevtlidien Staaten, noch durch die Diktatur des Proletariats kommen kann, sondern nur durch die Arbeitsdemokratie, durch den Sieg der sozialistischen Ordnung, welcher von den jüdischen Massen in Gemeinschaft mit den arbeitenden Massen aller Völker herbeigeführt werden muß. Auch die Befreiung der kleinen Völker wild nicht von Versailles, sondern von Stockholm und Amsterdam ausgeh«!. Von den bürgeritehen Zionisten trennt uns ein Abgrund, nicht nur im Programm, sondern aurih in unserer Praxis, da wir sowohl in der jüdischen als auch in der allgemeinen Politik ausschließlich mit den arbeitenden Massen gehen und 11ms mit den sozialis tischen Gruppen der anderen Völker, welche aufbauen u«!d nicht zerstören, solidarisch erklären. Jedoch angesichts der Lage des jüdischen Volkes müssen wir im Kampf gegen den äußeren Feind •und im Kampf für unsere nationalen Rechte auch mit der jüdischen Bourgeoisie Zusammengehen, soweit sie an unserer nationalen Frage interessiert ist. Daher nehmen wir auch teil an der polnischen Landeskonferenz als besonderer Teil der aliweltlichen zionistischen Organ!- dation. Wir hoffen, daß die Landeskonferenz die programmatische« Eigentümlichkeiten jeder sozialen Gruppe respektieren wird.“ Hierauf bespricht die Deklaration die prograimnatischer! Differenzen in! allegmei»«! und fordert die Einberuf■urig eines W e 11 k o n g r e s s c s der j ü d 1 s c I! e n Arbeiterschaft, ״Wir komme«! auf die Landes- Konferenz, nicht um zu kritisieren, sondern um alle Kräfte zur Schaffung des, Heimes für das jüdische arbeitende Volk in Palästina aufzurufen.“ Die Deklaration der Rechten. mehr folgten die Wahlen ins Zentralkomitee, deren Ergebnis lautete: Für Warschau: Olschwanger, E i g e sr B i cho w6k 1, G rii« b aum, Go 111 i e b, Hartglas s, Hur witz, Thon, Lewite, M i n z, Pod- 1 i c z. e w s k i, P 0 s t! a n s k i, P o r t n e r, K 1 u m e 1, Klcinmann, S c h a 1 k o w i t s c h, Scheinmanti, Frau Stein. Für die Provinz: Brau de, L e w i!1, Freitag; und Rosenblatt (Lodz), Basacl! ,und Frau B a ־ : sach (Lublin), Diamant, Leschts’ch, Frankel j (Radom), H o r o w i t z (Czeustochau), L e vv i n (Grodj czisk) u. a. j Für Galizien: Dr. W a 11 r h a f t i g, H i 1 f e t e i n | und Scliwarzbard (Krakau),' Neiger (Tarnoxv), j Dr. S y rop (Neusandez), Dr. K o r!1 h ä 11 s e r (Jaslo). , Für P-oseo: I >r. Xollcnsc 11 e r und Krause. Kieme politische Nachrichten Oberst Meinertzh age n ist zum Vertreter der englischen Regierung bei den Okkupatkinsbehörden in Palästina (Chief Political Office!־) ernannt worden. Namens der radikal-demokratische« Gruppe der Zei re-Zion u!1d das jtmgziomstisehen Verbandes gab Delegierter Eiges folgende Erklärung ab: ,,Als organischer Teil der Landesorganisation wollen wir an allen ihren Arbeiten Anteil nehmen, um die gesamte Partei im Sinne unserer Ziele zu beeinflussen. Wir halten die Beschlüsse der Landeskonfej reu׳/, für den Willen-Sausdruck der gesamten ziemisti- I scheu Partei!lenen Tder Zionist sich unterwerfen l muß, ungeachtet des Kampfes, den er innerhalb des Zionismus für seine Prinzipien führt. Wir hoffen aber, daß die Konferenz keine Gruppe majo.risieren wird. Wir fordern, daß im neuen Organisation«- Statut den programmatischen Forderungen aller Gruppen Rechnung getragen wird. Wir fordern, daß die Arbeit für Erez Israel der Brennpunkt der ganzen zionistischen Tätigkeit wird, wir sehen die Garantie für den Aufbau des künftigen, jüdischen Gemein- Wesens in der Nationalisierung des Bodens, in der verhältnismäßigen Beteiligung der Arbeiter in der Verwaltung aller Wirtschaftsgebiete, in der beschleunigton Schaffung einer jüdischen Majorität und in der Unterstützung der Ciialuzimbewcgiing. Wir fordern die Proklamation •der absoluten Herrschaft der hebräisehen Sprache .als ׳einzige Nationalsprache, daneben sollen alle andern jüdischen Umgangssprachen vollständig toleriert sein. In Polen verlangen wir Ausbau der nationalen Volksgemeinden, deren Verfassung ן auf dem allgemeinen auf breitester demokratischer Grundlage gewählten jüdischen Kongreß festzustellcn ist. Diese Arbeit ist eng verbunden mit dem Kampf für eine radikal-demokratische und sozial gerechte Ordnung im Staate, da nur eine solche unsere nationalen Institutionen verbürgt. Der Hebraist er u «1 g s p ro ze ß darf nicht gewaltsam, sondern muß orgaiiiscn durchgeführt werden, wobei iÜ€ jüdische Volkssprache als mächtiger nationaler Faktor mit großem Kivlturwert anaierkenneii ist. In wirts c ha f t li ch er Hinsicht muß die zionistische Orgamation ajs eine allgemein jüdische und nicht iß' Klasseinrgamsatkwi gegen jede aus tvatkgväiefl Qriinden erfolgende ökonomische UnterdriictuJig StejUtoig nehnie*!, die zerstörten jüdischen Existenzen wieder aufbauen und die Produktiviery,pg der (Mischen Massen fördern. Sie darf sich aber nicht in eine bestimmte s,07.m;1■ Politik cniliisse.;!, welche sich nur auf Klassen- Interessen stutzt. 131g Vertretung ־solcher Interessen j tiat sie den!;iftzelnen Gr1i.npie;ungen innerhalb des j Zionismus^ tX\ überlassen.!Die Fraktion fordert die! schlfcurggste Einberufung eines j ü d ä s c h c 11 Welt-! l -1,'׳!Meises auf Grünt! demokratischer Wahlen.“ : ן Am zweiten Tage ״ab Dr. Göttlich zu de:11 ge- 1 1 druckt vorliegende:;! Bericht da-. Zentralkomitees einige 1 Ergänzungen Der ׳er. te l>Tk1!:-sionsred11e׳.■ Nathan j Sc 11 wal he kritisierte sch.:rl die Politik chs Zentralkomiiecs, besonders während der deutschen Okkupation u»U das undemökratiseke Vorgehen bei der Einsetzung des jüdischen Nationalrates. Outtermann (Lodz) kritisiert das mangelnde Interesse für Palästina und die hebräische Arbeit, ebenso wird von den Gruppen der radikalen Zionisten und der Chaliudm heftige Kritik an der Tätigkeit des Zentralkomitees ,geübt. Das Zentralkomitee habe rein politisch gearbeitet und für palästiucnsisehe und hebräische Fragen kein Verständnis gezeigt. Am Schluß der Debatte antworteten Grünb a u rn und Dr. T11 o n auf die gegen sie erhobenen Angriffe. Am dritten Tage referiert Leo Lewite über die Pa 1 ä s t i n a a rbe i t. Als Hauptaufgaben des Warschauer Palästinaanites bezeichnet er die Information zur Vorbereitung des Menschenmaterials. Er glaubt, daß landwirtschaftliche Arbeiter anfangs nicht von Nöten sein würden. Er legt auf die Organisierung kauf- «launischer Gruppen mit Kapital nieiir Wert, als auf die Chaiuzim. ln der Debatte werden diese Angriffe auf die landwirtschaftliche Tätigkeit und auf den Hechaluz scharf zurückgewiesen, besonders von M u n t s c h i k und M e r e m i «1 s k i. 1 Dann wurde ein Vertrauensvotum für die bisherige Leitung angenommen, ln der Abendsitzung erschien Botschafter Mo r g en t!1 a u, der nach einer Begrußungsrede durch Dr. Thon die Bereitwilligkeit des amerikanischen judeniums zur Hilfeleistung für die polnischen Juden betonte, über den Eindruck sprach, den das jüdische Lei>«1 in Men auf ihn gemacht habe und die Notwendigkeit einer Hilfsaktion hervorhob. Der vierte Tag'stand im Zeichen der K u 11 u ru n d Sprachenfrage. Dr. Brande referierte und trat entschieden für die Hebraisierung auch der Diaspora ein. Die Debatte wurde ausschließlich in hebräischer Sprache geführt. Dann referierte H artglass über die sozialökonomische Lage der Juden in Polen. Es wurde dann eine politische Deklaration sowie eine Anzahl vorn Deklarationen angenommen, die wir in der niclisteil Nummer d*r J. R. veröfi«n1ti«h*a ward«. Nun- Der ״Tclegrauf“ meldet, daß der Vertreter des britisehen Auswärtigen Amtes am 25. August, auf einem von der zionistischen Organisation veranstalteten Essen, erklärt habe, England werde Maßnahmen zur Gründung eines jüdischen Staatswesens in Palästina ergreifen, sobald ihm das Mandat zugesprochfii sei. Zur polnischen Judenpolitik Die Ermordeten und Deportierten von Minsk Eitier jüdischen Zeitung in Warschau gelang es, folgende authentische Liste jüd isch er' Erm orde ter während des polnischen Müitärpogroms in Minsk zu erhalten: Aba Levirs, Dr. Freuda, Rachel Frei-ilmaim, Mosche rreidmann. Mosche Malawitxki, üsc Schulmann, Mordecliai Lcvinson, Lea Horwitz, Hinde Horwitz, Mosche Sehcftenwall, Koppel Romanow, Leb Ros in, Feiwet Ochseukruck, Perl Pncklad, Raclici Al aru H1;:ek, Schcpsel Bogaturski. Jacob Uebmatm und Levin. Außerdem wurden noch 12 Personen, darunter fünf Kinder, erschossen, deren Namen noch nicht festgesteilt sind. Eine Reihe angesehener Juden wurden am Tage der Eroberung verhaltet und nach Molodeo.no und Wilna deportiert. Die Deportierten wurden dem Hunger und den Foltern ausgesetzt. Ein Kaufmann Levin starb unterwegs vor Hunger, ln Molodecz.no trafen 65 jüdische Deportierte eia; in Wilna reichte die Zahl der aus Minsk Verschleppten bis 500. Von Wilna wurden sie ohne Angabe :;es Bestimmungsortes fortget'ührt. Wahlen am Sabbat J.lkSt. Ir! der polnischen Kreisstadt Kozk, Gou~ vemenicut Lublin, wurden die Wahlen zürn Stadtrat für Sauretag, den 30, August ausgeschrieben. Die Vertreter der Jüdischen Gemeinde wandten sich an den Wahlkommissar. mit dem Hinweis, daß diese Verord- n!111 g i m Widerspruch mit dem § 03 des F r i e d er! s v e r t r a g e s steht, in dem es ausdrücklieh verboten ist, Wahlen in jüdischen Städten für Samstag und jüdische Feiertage zu bestimmet!. Darauf erwiderte« der Wahtkomraissar und der Richter der Stadt, daß dieser Punkt des Friedensvertrags nur auf dem P :1 ה i e r s te h e 11 n d sich ui c m als in die W i r k - 1 i c h k e i: u m s ctze 11 w e r d e. Gesellschaftlicher Boykott J. P. St Der Jüdische Turn- und Sportverein ״Bare Kocnba“ wollte am 23. August in Warschau sein traiii• tionelles Turnfest veranstalten. Keiner der in Betracht kommenden Parks und öffentlichen Sportplätze wollte aber einer jüdischen Veranstal! 11 uu Raun! gewähre». Greueltaten in polnischen Eisenbahnen J. P. St Am 10. August wandte siel! eine Reihe jüdischer Passagiere au die jüdischen Konstituanteabgeord- «eteii ׳u!1d berichteten über entsetzliche Exzesse, die sich am 18. in den Passagierzügen z .vi schon Bialvstock und Warschau abgespielt haben.' Bewaffnete Patrouillen stürzte« in die Waggons, schlugen die jüdischen Passagiere, schnitten ihnen die Bärte ab und beraubten sie ihrer Barschaft. Auf den Bahnhöfen ־.!er Hauptstationen wurden jüdische Durchreisende brutal mißhandelt und geschlage«. Dies alles geschah in der Anwesenheit der Bahnbeamten und der Offiziere, die teilnahmslos den Entse tzli ch ke i t «1 z usch a u ten. Der Präsident des Jüdischen Nationalstes in Sambor Dr. Fisch! Rote »!streich wurde Mitte Mai 19ih von den Polen bei ihrem Einzuge in Sambor fei terniert und nach Przemysl gebracht, wo er sich bis heute befindet. Er stellt unter der Anklage des Hochverrates, da er auf Grund von Denunziationen bezichtigt wird, gegen den polnischen Staat agitiert zu haben.' Als Beweis hierfür wird unter anderem eine Acußerung Rotenstrciclis angeführt, die er öffentlich gemacht hat, des Inhälfe, daß die Juden nicht polnische oder ruthenische, sondern nur jüdische, neutrale Politik treiben sollen. Wie der ״No׳wy Dziennik“ meldet, werden die jüdisehe« Offiziere aus der polnischen Armee mit dter Begründimg entlassen, daß sich nach eimer Verordnung des Kriegsministers vom 30. April 1*H0 der Rt^ruferungsbefehl auf sie nicht beatmt. Heue Anfr! K. Z. B. C irust an G r < Lullere«, die {jiriclie Gesaii ■ habe der! IN!;er die aiitise klären wolle,!;!druck zu ze |nen Untersu! jiainlelt habe!!en Worte, r ,bc, seien folg lesjierutig bei cl Kebiichen am jo’ Nachrichten luck hervorge, ■׳orte darauf ■!ldriick herw Imizeiclinei h; Colonel W 0 r e c «1 w t 1״e!1 ln War le'r die U« T v 11 d h a m n |!ilt sei, eine ■r ürectiwuod!iierdrückung Irkuiidigungeii Colonel W : Berichte iil ■eiche Schritte |tieü in Ungar sei unvemü l.minehnieti, Its diejenigen linde in IJngE Unterstaats |!tv,ortung ein ,3. August Warschau e die Unte! |c'!1t nur die B< lilechten IKh Ireleni sich ai ׳den. Unten die britis! f.tcrsuchungei 1)11 der Marge Der Abge, August den Kkannt sei, da ptiseinitisclien ieiligt und J jaden, und 01 |ad1t ziehen \v itzuog zu e ׳.Rkeitcü gc! Unterstaat! r;.־,en Teil de laß die briti! o!en entsciiw iciuiugen Släi absicfitigt, e .'rnchmcn. ■ad! die polnis! [Nekutioncii u ln Beanto liitt H a r tu : |!äcu worden ,e’eci zu gehe 1, die für werde alle: I besohle «nie Hane Sciidern r'Jiuls.ein 1. Lodz gcR •chen Hamiv he!1 Pole! kern gej. :sehe Ökl :׳! nichts fereinen mit .iRüschen Vuhuein die i, hat 111a! Lodz, und ׳!e eioheitli; schalfeit, :>״/. eine r!!l,e1־e Ko treitigkeiter Po'iiercii/. c in War I'־re11z sind :rten die Ijarteiler, ini [ s Hanchvc uenut7.cn w |1ר Namen «Inischer I Rhliiß des י »vegeo IJrJ des h Ijer erste i'Usgetüllt. Streitig l?gen pro tand werk M am 1 [ ie Referat m

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