Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXIV (1919)
- Issue
- Heft 63 (5.9.1919)
- Date
- 1919-09-05
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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A3 Nr. 63 JUED19CHE RUNDSCHAU Seite 485 ad״ denl nisten I über se er blatt“ [ war, I datäl mein Per visses ■n dtel תג ab• 1 den r (kr ן Weh• Seder• I mnier• räxacfte I 1. Aw I die»• n des ״•־ ge־ r di« isadtos ariiber le Ot4 lehneswegen n aut ersten | e ü n• :h ein | ״völki• (en in I d der )rische r des geteilt,! eniges | rramm littung I artlaut ,.»onist j ichtigkt sei misten hükm Tertia, iß, im Ham• ne r a• e, an• mitgens der ad die t. Das volles 1. Das 1 aber Käme• lugend an.“ ‘ vor, e also Herr utsohtisdien Kirsche alitisd) ischaft ihrem n Aufwenn tverea Berlin kö Hn 1, Ra• Star- Frei• (Hinkriösen ו Mit• ti Zu■ ncJ die st r e• vom . Der r, eine iiaffen, iidischrt ist. :•n in vereine Nicht- Kriege, :riehen imern iisdien rusiker Unter e Herr re und er Oegl. den rn an. res die Ls ihr« KrkÜ iV«" »en. nunmehr wegen ,.Rückstandes mit ihren Steuern“ ihrer primitivsten politischen Rechte innerhalb der Jünüsehen Qemejnde beraubt worden seien. In da Diskussion rügte Herr Outtmann die Zurücksetzung gewisser Beamten, Am Schluß verlangte Herr Dr. Klee unter altsei tiger Zustimmung der Versammlung eine energische Beteiligung■ aller jüdisch positiv und national gesinnten Kreise an der Wahl, um endlich die alte Repräsentanz zu beseitigen und neue Männer an die Spitze der Oemeinde zu stellen, die «fas Vertrauen der großen Masse hätten und endlich frischen jüdischen Geist in die Repräsentanz hineinbringen möchten. Folgende Resoiution wurde am Schluß der Versammlung einstimmig ohne StimmenenthaJtung angenommen: ״Die am 1. September 1919 in den Musikerf es tsälen tagende Versammlung jüdischer Kriegsteilnehmer nimmt mit Entrüstung davon Kenntnis, daß Tausende jüdischer Kriegsteilnehmer ihres Wahlrechts zu den Repräsentantenwählen der Berliner Jüdischen Gemeinde verlustig gegangen sind, weil das Preußische Judengesetz von 1847 das Wahlrecht ün eine dreijährige Entrichtung der Jü־ dischen Gemeindesteuern knüpft, die Soldaten aber, während sie vor dem Feinde standen, steuerfrei waren. Die Versammlung stellt mit Erbitterung fest, daß die Verwaltung der Berliner Jüdischen Gemeinde keine ernsten Schritte unternommen hat, um diesen imerhörten, tuisozialen, das politische Empfinden aufs schwerste verletzenden Zustand zu beseitigen. Die Versammlung erachtet es als unerträglich, daß die preußischen Juden auf Grund einer veralteten Gesetzesbestimmung gezwungen werden, das Wahlrecht zu ihren Gemeinde- Vertretungen von der Steuerteistung abhängig zu mach«!. Die Versammlung richtet deshalb an den Preußischen Minister des Innern die dringende Bitte, unverzüglich degppreuBischen Landes- Versammlung einen Gesetzentwurf zu unterbreiten, der diese Bestimmung des § 41 des Preußisehen Judengesetzes aufhebt. Die Versammlung bittet ferner die auf den 23. November d. Js. anberaumten Repräsentantenwahlen zur Berliner Jüdischen Gemeinde auf Grund des 5״. Nachtrages zum revidierten Statut für die Jüdische Gemeinde zu Berlin“ zu vertagen, bis che Entscheidung der preußischen Landesversammlung getroffen ist.“ Ferner wurde eine Kommission gewählt, bestehend aus den Herren: Dr. Zwirn, Dr. Siegfried Moses und Fabrikbesitzer L i e h t er! s t e i n, die diese Resolution vor dem preußischen Minister des Innern vertreten soll. Der Centralverein und die Teilnahme der Ausländer am Kongreß Wir erhalten folgendes Schreiben des Centralvereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens: ״,In Nr. 48 der ״Jüdischen Rundschau“ ist ein Aufruf des ״Verbandes der Ostjuden“ abgedruckt, ln diesem heißt es u. a.: ״״Wir müssen volle Gleichstellung in den jüdischen Gemeinden und Organisationen fordern. Daß wir in dieser Hinsicht noch viel zu überwinden haben, beweist der Entschluß des ״Centralvereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens“, die ausländischen Juden von der Teilnahme am jüdischen Kongreß in Deutschland auszuschließen. Wie man sich auch zum Kongreß an und für sich verhalten mag, prinzipiell müssen wir doch 4den schärfsten Einspruch gegen einen solchen Beschluß erheben, der Hunderttausende von Juden von einer jüdischen Veranstaltung ausschließen, unsere Brüder als Parias behandeln will!““ Hierzu haben wir zu bemerken: 1. Nirgendwo hat der Centralverein den Ent- Schluß gefaßt, der die Ausländer von der Teilnahme am Kongreß ausschließt. 2. Bei der ersten Besprechung zwischen Mitgliedem des Vorstandes des C.-V. und solchen der Zionistischen Vereinigung vom 6. März 1919 wurde laut Bericht, abgedruckt ״Im deutschen Reich“, 1919, S. 42, bezügiicli des Ausländerwahlrechts festgestellt, daß eine Einigung nicht ausgeschlossen sei (ebenda S. 248). Zwar hatten die zionistischen Herren grundsätzlieh das Wahlrecht der Ausländer gefordert. Hiergegen waren mit Rücksicht auf die 'Beratungsgegen* stände des Kongresses gewisse Bedenken von C.-V.s Seiten geltend gemacht worden. Darüber aber harschte Einigkeit, daß zum mindesten die durch Deutschland nur durchflutenden Ausländer zum Wahlrecht nicht /!!gelassen werden sollten. Weder haben die Mitglieder des C.-V.-Vorstandes einen Ausschluß aller Ausländer, noch die zionistischen Herren eine Zulassung aller Ausländer ־zum Kongreß verlangt. Man war s!ch darüber einig, daß zwischen Staatsbürgerturn und durchflutenden Ausländem eine mittlere Linie gefunden werden könne und müsse. 3. An dieser Sachlage ist audi durch den ,Kongreßbeschluß der!Hauptversammlung des Centralvereins nichts geändert worden; denn dieser enthält mir ganz allgemein die Zustimmung zu dem Kongreßplan und gibt dem Vorstande allgemeine Ennächtigütig zur weiteren Vorbereitung der technischen Einzelheiten. 4. Die Verhandlungen zwischen den beiderseitigen Vorständen sind des Sommers wegen vertagt worden־. -Sie werden später wieder aufgenommen werden. Die Angelegenheit des Ausländ erwähl rechts ist daher noch zu keinerlei endgültiger Entscheidung gekommen. 5. Selbst bei einem Ausschluß der ausländischen Juden würden nicht Hunderttausemle von Juden rechtlos gemacht werden, da zurzeit nicht mehr als rund 60 000 ausländische Juden sich in Deutschland befinden.“ Wir haben zu diesem Schreiben folgendes zu bemerken: In der Besprechung: vom 6. März wurde von den Vertretern der Zionistischen Vereinigung für Deutschland erklärt, daß der Kongreß alle in Deutschland ansässigen Juden umfassen müsse. Demgegenüber wollten die Vertreter des (Jentraivereius nur Juden deutscher Staatsangehörigkeit das Wahlrecht zueestehen. Bei dieser Gegenüberstellung I der im übrigen scharf voneinander abweichenden gnindj wtzlichen Anschauungen ergab sich, daß nach allseitiger Auffassung die nur zum vorübergehenden Aufemthalt in Deutschland weilenden Juden, die sogenannten ״fluktuierenden Elemente“ nicht am Kongreß teilnehmen sollten, während der Centralverein seine Bedenken gegen die übrigen Ausländer unter Umständen zurüdkstellen wollte. Hierauf gründet sich der Satz des in dem Schreiben des Centralvereins erwähnten Protokolls, abgedruckt ״im Deutschen Reich“, 1919, S. 246: ״Es wird festgestellt, daß über das Wahlrecht der Ausländer eine Einigung nicht ausgeschlossen ist.“ Die Vertreter der Zionistischen Vereinigung für Deutschland gingen bei dieser Feststellung von der Erwägung aus, daß der Centralverein auf die Dauer kein Interesse daran haben werde, ein Prinzip aufrechtzuerhalten, das durch den Umfang der in der Praxis zu machenden Ausnahmen völlig entwertet werden mußte. Aus dem Beschluß der Hauptversammlung des Centralvereins, nach dem auf dem Kongreß ״die die deutschen Juden bewegenden Fragen von den gewählten Vertretern der deutschen Juden behandelt werden sollten“, und insbesondere auch aus dem Verlauf der Versammlung selbst konnte unseres Erachtens aber der ״Verband der Gstjuden“ mit Recht entnehmen, daß der Centralverein nach wie vor seinen grundsätzlichen Standpunkt des Ausschlusses der Ausländer aufrechterhalten wollte. Wenn der Centralverein jetzt in der Oeffentlichkeit ausdrücklich feststellt, daß er die Ausländer von der Teilnahme am Kongreß nicht fernhalten wollte, so wird er zugebe« müssen, daß dieser Kongreß nicht von den ״Vertretern der deutschen Juden“ gebildet werden kann. Die Juden in Sowjetrußland K. Z. B. Vor kurzem veranstaltete das Zentral-Hilfskotnitee für die polnischen Juden in London ein öffentliches Meeting unter dem Vorsitz von Otto •Schift zum Zwecke der Berichterstattung über die Verwendung der gesammelten Beträge. Der Vorsitzende schilderte in eindringlichen Worten die furchtbare Not der Juden im gesamten Ost-Europa, das zu ein e m Riesen-Pogrom gegen die Juden geworden ist. Er richtete einen dringenden Appell an die Versammelten, mehr als bisher zu den Sammlungen des Hilfskomitees beizutragen. Hauptmann Harzfeld von der Armee der Vereinigten Staaten erzählte, daß er soeben von einer Reise nach Archangelsk zurückkehre, wo er mehr als sieben Monate gewesen ist. Die Lage •der dortigen jüdischen Gemeinde sei eine äußerst schlimme. lieberall begegnen 6ie furchtbarster antisemitischer Propaganda,י die Bolschewismus mit Judentum identifiziert. Die Juden in Archangelsk gaben eine Broschüre heraus, Inder sie awseinandersetzten, daß einem jüdische« Namen unter den Bolschewiki tausende jüdischer Namen gegenüberstellen, die Gegner der Bolschewiki sind. Die Gemeinde steht •unter fortwährender Gefallr von Pogromen und ihre Rettung wird von den Bemühungen der Juden in England abhangen. Die kleine Gemeinde in Archangelsk beherbergt eine große Zahl von Flüchtlingen, die völlig hilflos sind. Oberrabbiner Dr. Hertz erklärte darauf, daß er aus den Ausführungen von Hauptmann Harzfeld den Eindruck habe, daß es von den Juden in England abhängt, wieviele Pogrome stattfinden und wie weit sich diese Pogrome ausdehnen werden. An ihnen liege es, die furchtbare Gefahr, in der tausende und zehn tausende unserer Brüder schweben, abzuwenden. Er sei beschämt sagen zu müssen, daß die englischen Juden ihre Pflicht, das Gewissen Englands in Anbetracht dieser schrecklichen Situation aufzurufen, nicht erfüllt hätten. Sie haben keine Methoden, keine Organisation. Die Maischien, die eine solche Bewegung leiten sollten, tun es aicht und sie verweigern auch die Hilfe denjenigen, die daran gingen, das Gewissen Englands vvachzurufen. 282090 £ haben die Juden im Britischen Reich gesammelt; für eine halbe Million Juden während der Kriegszeit im Laufe von fünf Jahren —- ist dies nicht sehr viel. Eine Ausnahme macht Südafrika, das dazu nicht weniger als 62 000 £ beigetragen hat. Der Krieg ist vorbei, aber das Unglück ist noch größer. Die Gefahr des Militarismus ist vorüber, aber Hunger, furchtbare Hungersnot bedrohen tausende unseres Volkes. Es ist heute keine Frage von Schillingen und Pennies, sondern eine Frage der Selbstbesteuerung eines jeden für die Errettung׳ unseres Volkes. Chacham Dr. Gaster schloß sich dem Appell von Dr. Hertz an. Er betonte, daß die englischen Juden jetzt das Hilfswerk und die Arbeit für ihr Volk selbst in die Hand nehmen müssen. Sie dürften sich nicht auf andere verlassen. Er lehne alle Versuche ab, die Juden gegen den Verdacht des Bolschewismus zu verleidigen. Sie können durch diesen Verdacht nicht getroffen werden. Die Juden haben das Recht, jeder politischen Lieberzeugung sich anzuschließen. Aber .die Mission der Juden war niemals, das Gesetz zu vernlchten und die Grundlagen der Gesellsdiatt zu stürzen. Das einzige, worauf wir uns jetzt konzentrieren müssen, ist die Tatsache, daß unser Volk gemordet wird und daß polnische Institutionen keine Kruste Brot unseren vor Hunger unkoinmenden Brüdern gegeben haben. Der Untergang der polnischen Judenheit ist eine grauenhafte Gefahr für unser Volk, auch eine geistige Gefahr; denn von dorther kamen die Ströme frischen Blutes, die die neuen Orte des Exils stets auffrischten. Nach weiter«! Reden von Rabbiner Dr. Da i dies, Dajan Chaikin und Rabbiner Dimson schloß die Kundgebung in der Hoffnung, daß die englische Judenheit auf diesen Appell in großzügiger Weise reagieren werde. Pogromspende aus Palästina K. Z. B. Von der Anglo Palestine Comp a n y wurden dem Kopenhagen er Zionistischen Büro 122 £ für die von den Pogromen in Polen, Litauen und der Ukraine betroffenen Juden überwiesen. Diese Spende ist der Reinertrag einer Trauer- und Protestveranstaltung, die von den jüdischen Legionären der 123. Sanitäts- Sektion, Jerusalem, und der hebräischen Musikschule unter ]Mitwirkung von Herrn Ben- Dow veranstaltet wurde. Aus (fern Kaukasus und Sfidrufiland K, Z. B. Die in StawropoJ in russischer Sprach» erscheinende Zeire-ZiomZeituiig ״Zafririm“ bringt einige Einzelheiten über die erfolgreiche Propagandareise des Herrn B a r a z, der im Auftrag des palästinensischen ״H apoe 1 -Ha 2a i r“ zu Propaganaazwecken nach dem Kaukasus und Südrußliand gereist ist. Herrn Baraz war es möglich, Baku, Batum, Nowrosisk, Stawropol, Rostow am Don und mehrere andere Orte zu besuchen. Ueberalil wurde er von der zionistischen Jugend, sowie von der ganzen jüdischen Gemeinde ab palästinensischer Gast mit Jubel und Freude empfangen. Er hielt zahlreiche Versammlungen ab und gründete in mehreren Orten Zeire-Zionr und Hechaluz-Gruppen. ln Stawropoi wurde Baraz’ Referat in die jüfische, russische und tatische (persischer Jargon) Sprache übersetzt. Die Versammlungen schlossen mit begeisterten Kundgebungen für den Zionismus. Das Zentralkomitee der ״Z ei re-Zion“ in Rostow am Don veröffentliebt folgenden Bericht: Seit 5 Jahren sind wir von Palästina abgeschnitten, während dieser ganzen Zeit sind nur kurze Mitteilungen und Gerüchte zu uns gedrungen, und über die wirkliche Lage in Palästina wußten wir nichts. Unerwartet haben wir nun dies«» Festtag erlebt durch die Ankunft unseres Freundes Baraz . . . Wir Zeire-Zion in Rostow setzten unsere Arbeit energisch fort. Viele unserer Mitglieder bilden sich in landwirtschaftlichen Arbeiten aus. Die Lage unserer Organisation ist aber eine sehr schwierige. *Der grausame Krieg hat für uns noch kein Ende genommen. Soeben ist eine neue Mobilisation erklärt worden. Fast alle unsere Mitglieder werden in die Armee Den ikina genommen und dies in einer Zeit, wo unser Land auf uns wartet. Man denke sich unseren Seelenzustand! Wie sich unsere Organisation in Zukunft gestalten wird, können wir unter den gegenwärtigen Verhältnissen nicht wissen. Wir hoffen, daß wir bald die Möglichkeit haben werden, dem Rufe des HapoeUHazair in Palästina zu folgen. Diese Hoffnung gibt uns Kraft, die bittere Wirklichkeit zu ertragen und nicht der Verzweiflung anheimzufallen.“ Lettland im lettlandischen Volksrat wird jetzt das Gesetz über nationale Autonomie für die Minderheiten behandelt. Die Kommission für nationale Angelegenheiten hat im Namen der ganzen jüdischen Demokratie ein Memorandum über die jüdischen Forderungen eimgereicht, das sich auf das seinerzeit in der Ukrainischen Rada angenommene Gesetz stützt. ln der Kommission für nationale Angelegenheiten beim Volksrat sind sämtliche jüdisch-sozialistischen und j bürgerlichen Parteien vertreten. Die jüdische Bevölke-; rung ist sicher, daß der Volksrat ihre Forderung erfüllen wird.! j Die verschiedenen jüdischen Institutionen, die wäh- 1 rend der Zeit der bolschewistischen Herrschaft ge-; schlossen waren, haben ihre Tätigkeit wieder aufgej tiommen. ln letzter Zeit ist ein Palästina-Amt gegründet , worden, dem die Aufgabe zufällt, der jüdischen Be-! völkerurg gründliche und ausführliche Informationen über i die ökonomische und politische Lage Palästinas zu j geben und die kommende Emigration nach Palästina 1 zu ■organisieren und zu regulieren. Vorerst ist das I Amt mit der Registrierung der Personen beschäftigt, die nach Palästina überzusiedeln beabsichtigen. Die An- ־ zahl der A us wände rungslus ti ge n ist eine ziemlich große, i es handelt sich zum großen Teile Um Kapitalisten. Seit Ende dieses Jahres erscheint in Riga eine jü-; di sehe Tageszeitung ״Die jüdische Volksstimme“, die von Herrn Guläk redigiert wird. Zionistische Tätigkeit in Canada K.Z. B. Die zaristische Bewegung hat in Canada in letzter Zeit bedeutende Fortschritte gemacht. Da» geht schon daraus hervor, daß im Laufe der ersten sechs Monate des Jahres 1919 der Palästina-Kommission in London 168 000 Dollar aus Canada überwiesen worde« sind. Das Exekutiv-Comite der Zionistischen l)rga- «isation in Canada steht zurzeit mit 146 zionistischen OrfbgrupjXt! und Vereinen in!)1 Städten in Korreapondeuz. Die Distriktscomitcs haben in der letzten Zeit eitie genaue Registrierung der gesamten jüdischen Bevölkerung, soweit sie der Zionistischen Organisation angeschlossen ist oder die zionistische Bewegung Unterstützt, durchgefünrt. Die jüdische Bevölkerung Canada» ist während des Krieges, insbesondere durch Einwanderung aus den Vereinigten Staaten, stark gewachsen ynd wird jetzt auf 125 (100 bis 160 000 Seelen geschätzt. Demnächst soll ein Delegiertentag der canadiscnen Zionisten einbenrfen ־werden. Ueber die Tätigkeit der Histraduth Ibrith in Nordamerika Die hebräische Organisation Nordamerikas entfaltet eine sehr rege Tätigkeit, im Verlauf ihrer kurzen Existenz hat sie zweimal einen Hebraistentag arrangiert und einen hebräischen Verlag K a d i m a h gegründet, der eine ganze Reihe hebräischer Bücher herausgibt. Sie schickt hebräische Redner und Organisatoren in die Provinz und organisiert überall Vereine der hebräisch Sprechenden, veröffentlicht Broschüren und Flugblätter in Hebräisch und Jidisch, um für •die hebräische Erziehung Propaganda zu machen. Neulich hat die Onjanisatüon mit Hilfe der zionistischen Föderation ein Eebräisch e s Lehrerseminar eröffnet. Außerdem werden jetzt Vorbereitungen für die Herausgabe einer hebräisehen Tageszeitung getroffen. Die Zionistische Organ!- sation Nordamerikas unterstützt die hebräische Arbeit mit großen Geldmitteln.