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Jüdische Rundschau · 1919-09-05 · Heft 63 (5.9.1919) · page 4

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXIV (1919)
Issue
Heft 63 (5.9.1919)
Date
1919-09-05
Page
– (sequence 4)
Language
German
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184 JUED18CHC RUND5CHAU Nr. m sehen Judentum. Die zweifellos allenthalben ־vortiandenen Bestrebungen, das durch die Emanzipation 2erfallene deutsche Judentum neu m organisieren, gaben den Leitern des D. J. O. B. Veranlassung, dem 9. Oemeindetage im Jahre 1909 einen Gesetzentwurf vorzulegen, der, undemokratischi in der Struktur, eine zunächst über ganz Preußen sich erstreckende religiöse Zwangsorganisation schaffen wollte, die die Herrschaft des Reform Judentums in Deutschland verewigt hätte. Das rief die Opposition der Orthodoxen und Zionisten auf den Plan. Zum erstenmal erlitt das Reform Judentum eine empfindliche Niederlage. Die re- 1 i g i ö s e Zwangsorganisation wurde abgelehnt. Es war bezeichnend, daß die durch den Antrag Friedmann- Ologau geforderte weltliche Zwangsorganisation den Reformjoden nicht genügte, die vielmehr durch Aenderung des Wahlrechts zum Gemeindetage eine ihnen gefügige Majorität schaffen wollten. Jahrelange Kämpfe folgten, bis endlich die reaktionäre Wahlreform im Jahre 1913 durchdrang. Vergebens! Die Revolution hat endgültig mit dem Blütentraum einer religiösen Zwangs- Organisation aufgeräumt. Die Zukunft gehört einer freiwilligen weltlichen Oesamtorganisation der deutschen Juden auf restlos demokratischer Grundlage, wie sie jetzt auf Grund der in Weimar geschaffenen Reichs- Verfassung möglich ist. Diese künftige Gesamtorganisation wird sich insbesondere der Erhaltung und Fortentwicklung des jüdischen Schulwesens arm eh men müssen, das der D. J.GjB. wegen seiner innigen Verbindung mit dem Reformjudentum leider vernachlässigt hat. Diese innige Verbindung, die seit der Geburtsstunde des D. J.G. B. bestand, macht es auch erklärlich, daß der D. J.G. B. nach der Revolution in Verbindung mit dem Gentralverein und dem Verband der deutschen Juden die bekannte Proklamation gegen das! Nationaljudentum in den Tageszeitungen veröffentlicht hat, wenngleich dieses Verhalten weder mit den Satzungen noch mit der so oft betonten Neutralität in Einklang zu bringen ist. Der 50jährige Geburtstagg des Gemeindebundes bedeutet gleichzeitig einen wichtigen Abschluß in der Gesthichte der jüdischen Gemeinden Deutschlands. Die neue Reichsverfassung wird auch die widerstrebenden jüdischen Gemeinden Deutschlands nötigen, ihre Verfassung von Grund aus neu aufzubauen. Gemeinden, die ihre Mitglieder nach dem Muster des früheren preußisehen Dreiklassenwahlrechts in verschiedene Wählerklassen einteiien, oder die Masse der Gemeindemitglieder, weil sie nicht deutscher Staatsangehörigkeit sind, von dem Wahlrecht ausschließen, wird es künftighin nicht mehr geben. An die Stelle des Gemeindetages aber wird, trotz aller Widerstände, der jüdische Kongreß treten, der aus allgemeinen Wahlen der jüdischen Bevölkerung auf Grund des freiesten Wahlrechts hervorgehen und dem deutschen Judentum eine neue Verfassung geben wird. V. Die Morgenthaukommission in Pinsk dem mir auf verleumderischen Gerüchten, die verbreitet wurden, um die Juden in Wilna zu verdächtigen. Herr Ansky konstatierte ferner, daß über 2000 Juden rücksichtslos des Bolschewismus angeklagt worden sind und in Konzentrationslager geschleppt wurden, und daß mir diejenigen, welche schriftliche Garantien seitens angesehener FtersönhcWkeiten beibringen konnten, daß sie keine Bolschewisten seien, freigelassen wurden. Er erinnerte des ferneren Sir Percy wyndham daran, daß die Verluste, welche die jüdisdie Bevölkerung Wünas durch zweiwöchentliche PHindeiung durch bewatfnete Banditen erlitten tot, auf!מ Amilianen Rubel (2 Millionen £) geschätzt wird, und daß hiervon nichts in dem englischen Bericht erwähnt wird. Nur weil die jüdischen Zeitungen in Warschau dieses mutige Zeugnis des Herrn Ansky in bezug auf das schreckliche Verbrechen in Wilna veröffentlicht haben, wurden sie von den polnischen Behörden beschlagnahmt.“ W. M. Z. Morgenthau hat mit der amerikanisehen Kommissfon der Stadt Pinsk einen Besuch abgestattet. Die Kommission begab sich sofort vom Bahn- Hof zum alten jüdischen Friedhof, wo das Massengrab der 34 Ermordeten sich befindet. An dieser Stelle, sowie an der Wand, wo seinerzeit die 34 Unschuldigen erschossen wurden und die bisher kein Jude betreten durfte, spielten sich schreckliche Szenen ab. Später fand in der großen Synagoge eine Versammlung statt, bei welcher Professor J oh 11 s o n die Juden aufforderte, auf die Hilfe Amerikas zu vertrauen. ״Wir kamen zu Euch“, sagte er, ״im Auftrag des Präsideuten der Vereinigten Staaten. Euer Leid hat uns gerührt, aber mit Bewunderung sehen wir, mit welchem Stolz. Ihr Eure Leiden tragt.“ Dann äußerte sich M o rgenthau über die polnische Judenfrage. Zur Konfiszierung der jüdischen Zeitungen In Warschau Die polnischen Behörden haben eine Nummer der Warschauer jüdischer! Zeitungen: ״Dos jidische Folk“, ״Haint“, ״Moment“ mit der Begründung verboten, daß die Nummer einen Angriff auf den englischen Gesandten in Warschau enthalten habe. Das Zcntrnlbüro der Zionistischen Organisation in London gibt hierzu die folgende Erklärung ab, die ״Manchester Guardian“ vom 11. August veröffentlicht: ״Das polnische Informations-Komitee hat einen Berieht herausgegeben, wonach die polnischen Behörden die drei jüdischen Zeitungen in Warschau ״Haint“, ״Moment“' und ״Dos jidische Folk“ verboten haben, mit der Begründu 11g׳, daß diese den englischen Gesandten und bevollmächtigten Minister in Polen, Sir Percy Windharn, beleidigt haben. Diese Erklärung ist stark irreführend, da in keinem dieser jüdischen Blätter irgend etwas veröffentlicht worden ist, was als eine Beleidigung des englischen Ministers in Warschau! hätte ausgelegt werden können. Der einzige Grund, warum eine besondere Ausgabe dieser Zeitungen von den Behörden verboten wurde, war die Veröffentlichung eines offenen Briefes, den der bekannte jüdische Schriftsteller S. Ansky an Herrn Percy Windham richtete und in welchem der Bericht widerlegt wurde, den der englische Minister über.den Wilnaer Pogrom veröffentlicht hatte. Der fragliche Bericht konstatierte, daß 64 Juden getötet wurden, von denen 10 auf der Straße getötet wurden, während die übrigen erschossen wurden, weil sie von den Dächern und Fenstern aus auf die polnischen Truppen gefeuert hätten. Herr Ansky setzte in seinem Briefe auseinander, daß es absolut nicht bewiesen sei, daß auch nur ein einager Jude hin gerichtet worden sei, weil er. auf die polnischen Soldaten gefeuert habe, und er erklärte, dab der Bericht Sir Percy Wyndlhänw nicht auf einem öffentlichen Dokument oder Nachforschung basiere, soa- Die tschechische Judeopolitik Bei der Volkszählung, die jetzt in der Slowakei ן stattgefunden hat, ist das Bekenntnis zur jü-j d i s c h e n Nationalität, wie uns der jüdische j Nationalrat in Prag meldet, trotz der Bemühungen des I jüdischen Volksrates für die Slowakei verboten! worden. Diese Maßnahme läßt mehr und mehr er-! kennen, daß die tschechische Judenpolitik, wenigstens j was die Slowakei anbetrifft, bewußt einen antijüdischen! Charakter annimmt. Nachdem bereits das Verhalten der Behörden gegenüber den slowakischen Juden zu J den schwersten Bedenken Anlaß gegeben hat, nachdem j der Minister Srobar dieses Verhalten dadurch zu > beschönigen gesucht hat, daß er die heftigsten An-! Criffe auf die Juden richtete und nachdem durch die izenzbestimmungen auch auf wirtschsftthchem Gebiet der Kampf gegen die Juden eröffnet wird, muß das Verbot des Bekenntnisses zur jüdischen Nationalität bei j der Volkszählung als ein Glied in der Kette wohlüberj legter antijüdischer Maßnahmen erscheinen. Die tsdicchische Regierung, die bisher gegen vereinzelte Ausschreitungen stets energisch ein schritt, scheint in der Slowakei eine andere Politik verfolgen zu woEen. Wir : wollen nicht hoffen, daß das polnische Vorbild sie j zur Nachahmung reizt. Die Juden der Slowakei werden, j dessen sind wir gewiß, ihre Rechte;mit allem Nachdruck j zu vertreten wissen. j Der Darstellung der Preßburger ״jüdischen ■ Volkszeitung“ zufolge, des Organs des jüdischen! Volksrats für die Slowakei, handelt es sich darum, daß j in verschiedenenOrtendie mit der Durchführung! der Volkszählung betrauten Organe das Bekenntnis zur I jüdischen Nationalität nicht anerkennen. Der Volks- ■ verband erinnert demgegenüber an die Anerkennung der j jüdischen Nationalität durch die Friedenskonferenz, den; Präsidenten Masaryk und andere tsdiechische Regiej rungsmitglieder und weist die ganze Judensetoft der Slowakei darauf hin, daß jeder Jude ®ich, toi der j Volkszählung wie auch sonst zum jüdischen Volke . rechnen dürfe. Schwere Ausschreitungen in Westungarn Hilfsgelder für Litauen Aus Berichten der Wiener Morgenzeittmg vom 27. und 28. August folgt, daß in ganz Westungam schwere pogromartige Ausschreitungen gegen die Juden stattgefunden haben. Die ganze Aktion geht von der Zeitung ״Vasvasmefyio“ aus, die unter der Redaktion eines gewissen Albin Lingauer die Juden beschuldigt, daß sie an der Räterepublik, am Krieg und am Anschluß an Deutsch-Oesterreich schuld seien. Die Pogrome werden von der magyarischen Partei veranstaltet. Die Lage ist besonders dadurch kritisch, daß in diesen Gegenden überhaupt keine Besatzung»- armee vorhanden ist. Am Sonnabend, den 23. August fanden in folgenden Orten Pogrome statt: in Hiscell, wo acht Juden getötet wurden; in janoshaza, wo der Lehrer Kenyer und J. Rosenfeld ermordet wurden, ferner zwei weitere unkenntliche Judenleichen gefunden und sechs Juden schwer verwundet wurden; in Zalaegerszek, wo etwa zehn Juden getötet wurden und in S z o m b a 111 a y, wo ebenfalls zehn Juden getötet wurden. Aus allen diesen Orten wurde die übrige jüdische Bevölkerung vertrieben. Der schlimmste Pogrom fand an! 24. August in Cell D e in i k statt. Hier rotteten sich 200—250 Soldaten unter Führung zweier Offiziere zusammen und begaben sich zu dem 68jährige!1 Holzhändler H o fmann, wo sie wörtlich schrieen: ״Wir wollen Blut sehen, darum werden wir heute alle Juden ermorden.“ Hotmann wurde ermordet, sie plünderten dann eine Reihe von Geschäften unmittelbar neben der Gendarmeriekascme. Die Gendarmerie weigerte sich, die Juden zu schützen und behauptete, sie hätten höhere Weisung, nicht einzugreifen. Die Brüder H e i m 1 e r wurden überfallen und nach schreckliehen Qualen ermordet. Ferner wurden Ignatz W e 1 ß, Markts N e m e t, Franz Gorge y und Hauptmann F 1 e i s ch ne r ermordet. Nach vierstündiger Dauer des Pogroms griffen zwei Gendarmen ein, worauf sich die Pogromhelden zerstreuten. Am nächsten Tage wurden 46 Personen verhaftet Das Joint Distribution Commitee hat zur Verteilung der für Litauen bestimmten jüdischen Hilfsgelder ein aus den Herren Dr. H a n t k e, Dr. Bernhard K a h n, Dr. M. Hildesheimer bestellendes Komitee eingese tzt. Naturalisierung polnischer Juden in Preußen Der preußische Minister des Innern hat durch eine besondere Verfügung angeordnet, daß dem Ansuchen polnischer und gahzischer Juden wegen Naturalisierung in Preußen stattrugeben Ist, wenn der Antragsteller längere Zeit im Lande wohnt, «nbesdiolten tot wd «ich sein AwfcoawnM verdient. ».Zionistische und liberale jüdische Jugend“!Herr Becker hat den Mut gefunden, 2U de« in weitesten Kreisen un bekannten Volk der Zionist en eine Entdeckungsreise zu unternehmen, übe! deren hochinteressante wissenschaftliche Ergebnisse et nunmehr im Hamburger ״Israelitischen Familienblatt“ berichtet. Während man bisher der Ueberzeygung war, daß die Zionisten zu den Juden gehören und dafi man unter den Zionisten wie unter allen Juden mehr oder weniger orthodox Gesinnte findet, also Per sonen, die das jüdische Gesetz beobachten oder »kt zur Beobachtung nicht für verpflichtet halten, wissen wir nunmehr, daß das ein absoluter Irrtum ist. Von des in der Misrachi-Gruppe ״abgesonderten“ Orthodoxem abgesehen, haben sich die übrigen Zionisten von den religiösen Vorschriften ״völlig emanzipiert“, ״nur der 9. Aw wird als nationaler Gedenktag in stiller Weh* mut und Trauer begangen, hier und eia auch die Sederfeier (l’scbono habboo birusdiolajim)“. Es ist jammer• . ' Gebräuche schade, daß wir nichts über die eigenartigen erfahren, mit denen das zionistische Volk den 9. Aw begeht. Hoffentlich ergänzt Herr Becker seine dies* bezüglichen Ausführungen. Wenn man mit dem erforderlichen Humor an den Artikel herantritt, wird man ihm wohl am besten ge׳ recht. Denn eigentlich sollte jemand, der über di« primitivsten Grundlagen der zionistische« Organisation so im Unklaren ist, wie Herr Becker, nicht darüber schreiton. Wenn er z. B. zu behaupten wagt, daß die Oe4 baumstiltungen und die Schekelspenden keines־ wegs um der nationalen Ziele des Zionismus weg«» diesem zur Verfügung gestellt werden, sondern auf Qnmd der religiösen Solidarität gerade auch von litoraten Juden gegeben werden, so ist das eine gewisse Unverfroren heit. Die Oelbaumspende ist bekanntlich ein Teil des Nationalfonds, der in der Tat keine ״völkisehen“ Ziele verfolgt, sondern Grund und Boden in Palästina erwerben will, und wir Zionisten sind de» Meinung, daß Juden aller Richtungen das kolonisatorische Werk in Palästina unterstützen sollen. Was aber den Scheke! anbetrifft, so sei Herrn Becker mitgeteilt; daß die Zahlung des Schekels nur von demjenigen angenommen werden darf, der sich zum Basler Programm bekennt, und sollte ihm einmal eine Schekelquithung in die Hand fallen, so wird; er auf ihr den Wortlaut des Basler Programms finden. Schekel/ahler und Zionist sind identische Begriffe. Es lohnt sich nicht, auf alle sonstigen Unrichtigkeiten dieses Artikels einzugehen. Aber ein Ihnikt sä noch erwähnt. Herr Becker verübelt es den Zionisten sehr, daß sie ihre Propaganda zu unfertigen Schülern der höheren Schulen, selbst bis in die Kreise der Tertia, tragen. Da ist es daun nicht ohne Pikanterie, daß, kn Anschluß an den Artikel von Herrn Becker, das fiam- Bürger Familienblatt einen Artikel über ״Die Kamera• den“ bringt, jene vom CentraJverein gemachte, an• gebliche ״Jugendbewegung“. Von dieser wird mitgeteilt, daß sie von ihren -Mitgliedern das Bekenntnis der unlöslichen Zugehörigkeit zum deutschen Volk und die Ablehnung national-jüdischer Bestrebungen fordert. Das sind, wie es uns scheint, politische Ziele, die ein volles Verständnis der gesamten Judenfrage voraussetzen. Das hindert den Berichterstatter über die Kameraden aber nicht, sofort folgendermaßen fortzufahren: ״Die Käme• raden wenden sich in erster Linie an die Jugend vom jüngsten schulpflichtigen Alter an.“ Man stelle sich den sechsjährigen ״Kameraden“ vor, der die national-jüdische Bewegung ablehnt (sie also sicherlich mindestens so genau studiert hat wie Herr Becker) und sich als unlöslichen Bestandteil Deutsch- Tands fühlt! im Gegensatz zu diesem parteipolitischen Programm der ״Kameraden“ hat die wahrhaft jüdische Jugendbewegung es stets abgelehnt, sich parteipolitisch festzulegen. Sie ist der Meinung, daß eine Gemeinschaft junger Menschen, die die gemeinsame Liebe zu ihrem Judentum verbindet, naturnotwendig zur nationalen Auffassung des jüdischen Volkes kommen müsse, wenn sie heran wächst. Wer also treibt Parteipolitik? Nr. ,,Die Kameraden“ Anfang 1919 ist in Berlin der jüdische Sportverein ״Die Kameraden“ gegründet worden, der in Berlin etwa 600 Mitglieder zählt, in Pa n ko w, Neukölln und Köpenick, außerhalb Berlins in Breslau, Ra■ t i b o r, Oppeln, K ö 11 i g s h ü 11 e, Stettin, Star■ gardt, Dessau, Beuthen, Königsberg, Frei■ bürg, Bo n n, Kolberg, Baden-Baden und H i n״ denburg Ortsgruppen zählt. Er nimmt zu religiösen Fragen keine Stellung, fordert jedoch von de« Mit• gliedern das Bekenntnis der unlösbaren Zu■ gehörigkeit zum deutschen Volke und dk Ablehnung national -jüdisch er Best rcb urigen. Er wendet sich an die Jugend vom jüngsten schulpflichtigen Alter an. Der genannte Verband stellt also einen Versuch dar, eine eigene antizionistische Jugendbewegung zu setoffen, ein Versuch, der in früheren Fällen, z. B. jüdischliberale Jugendvereine, stets gänzlich gescheitert ist. Bemerkenswert ist, daß jetzt die Assimilanten in der Gründung besonderer jüdischer Jugendvereine ׳keinen bekämpfenswerten Abschluß gegen die Nicht• ' juden mehr sehen, wie noch kurz vor dem Kriege, und tiaß sie von uns den Gedanken der körperlichen Ertüchtigung übernommen haben. DerWahlrechtsraub an den Kriegsteilnehmern Gegen diesen Vorgang in der Berliner Jüdischen Gemeinde protestierte am 1. September im Musikervereinshaus eine zahlreich besuchte Versammlung. Unter dem einmütigen Beifall der Versammlung, geißelte Herr Dr. Wittkowsky aufs schärfste das reaktionäre und uiijiidisdie Verhalten des Vorstandes der Berliner Gemeinde, das er im einzelnen genau darstellte (vgl. den Leitartikel der ״J. R.“ Nr. 60). Seinem Proteste schloß sich Herr Dr. Zwirn an. Gerade die Männer, die am Anfänge de® Krieges die deutschen Juden aufgefordert hätten, mehr als ihr« Pflicht zu tun, hätten wohl Veranlassung, den Krieg teilnehmern mehr Verständnis entgegenzubringen. B »ei ein Skandal, daß diejenigen Männer, die im Fe“ and deUudb von ihren Steuern befreit gewese» *eien, min mell i Irrer pi schai C rügte 1 Beamte Am ger Zu teiligun Kreise zu bes« meinde hätten Repriis( iution ohne?״ tagend« mit En Krieg wählen gangen das W; dischen rend si< Versam waltunf Schritte sozialer letzend( achtet a uf G1 zwunge vertreti Die V Freu! gendi versam breit sehen ferner Repräsi auf Gr für die die En getrofh Fei aus da Fabrik! vor dei Df Wi deutsch Aufn In d »!»?» Gern! diese weis! Staat Juda Deut Kong muss einen von schlii schlu am dem nistis Berit bezü- Einic!ich gege! >,tan!. Seite! 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