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Jüdische Rundschau · 1919-09-05 · Heft 63 (5.9.1919) · page 2

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXIV (1919)
Issue
Heft 63 (5.9.1919)
Date
1919-09-05
Page
– (sequence 2)
Language
German
Belongs to
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:;IK •If Seite 482 JUEDISCHE RUNDSCHAU Nr. 63 sli i-h}■ noch nicht enta^mM^Vielleidit wird noch eine kurze Zeit, vielleicht eiaM$i|l0nate, vergehen müssen, bis die endgültige Entsefia&Ulg׳ getroffen sein wird. Es ist also notwendig, sich bis dahin mit Geduld zu rüsten. Die Lösung unserer Frage hat zweierlei Momente, die beide auf dasselbe abzielen;die Anerkennung des Hauptprinzips, daß England das Mand a t ü b e r Palästinain den v o r g e z e i c 11 n e t e n Grenzen erhält, um uns bei der Errichtung eines nationalen Heimes für das jüdische Volk behilflich sein zu können; und d i e S c h a f f u n g s o 1 c h e r politischen undökonomischen Bedingungen, die uns die Möglichkeit geben, unser Ziel zu verwirkliehen. Diese grundlegenden Beschlüsse müssen durch die Friedenskonferenz angenommen werden. Auf diesen Moment warten wir mit Sehnsucht. Was die anderen Bedingungen anlangt, so gehören sie in das Gebiet der Fragen, die zwischen England und uns geregelt werden müssen. Mit der Ausarbeitung dieser Bedingungen sind jetzt verschiedene gemischte Kommissionen beschäftigt. Wir können nicht im voraus sagen, welche von unseren Forderungen akzeptiert und welche einer Aenderung unterzogen werden müssen, wie weit die Kraft unserer Rechte reichen wird, welche Rechte und Zugeständnisse wir sofort erhalten werden — mit diesen Fragen sind wir; wie gesagt, jetzt beschäftigt, und es ist selbstverständlich, daß wir uns intensiv bemühen werden, das Maximum des unter den gegenwärtigen Verhältnissen Möglichen zu erreichen. Was aber die grundlegende Anerkennung, die wir von der Friedenskonferenz erwarten, an langt, so erklären wir nochmals — und wir wissen, welche große Verantwortung wir mit diesen Worten auf uns nehmen —, daß wir zuversichtlich glauben, daß die gewünschte Zustimmung erfolgen ward. Wir erwarten sie täglich, und wenn auch eine Verzögerung ein tritt, so wi rd s ie doch kommen. Wohl verstellen wir die Unruhe und Aufregung unserer Gesinmmgsgenossen und der breiten Volksschichten, die mit allen Fasern ihrer Seele an der Wiedergeburtsidee des jüdischen Volkes hängen. Indessen ist es unsere Pflicht, daß wir, die wir in zweitausend Jahren zu dulden und zu warten gelernt haben, die größten Anstrengungen machen, diesen Zeitpunkt, den letzten unserer Golusepoche, mit Würde und Geduld zu ertragen. 2. Große Beunruhigung haben die Ereignisse in Palästina in den Reihen unserer Gesinnungsgenossen hervorgerufen. Unsere Freunde sehen nur die äußeren Ereignisse und kennen nicht die innere Lage. Palästina ist zurzeit für alle Völker geschlossen und auch für das unsrige. Es gibt fast keine Ein- und Ausreisenden. Für die Einreise in das Land ist eine spezielle Erlaubnis erforden lieh, die nicht leicht zu erhalten ist. Im Lande selbst gibt es vorläufig kein normales Verkehrsleben, keinen An- und Verkauf von Boden und unbeweglichen Gütern; Konzessionen für irgendwelche öffentliche Arbeiten werden nicht erteilt. Im Lande herrscht Kriegszustand, die Beziehungen der Regierungsbeamten zu den Einwohnern int allgemeinen und zu den jüdischen insbesondere sind solcher Art, wie sie unter Kriegszustand zu sein pflegen. Es wird eine intensive Propaganda durch arabische Politikmacher in Szene gesetzt, um einen starken Widerstand, gegen die Baifoursche Deklaration hervor- Zurufen. Die Landesbehörden erklärten, daß sie keinen Schritt zu Gunsten unserer Sache tun können, so lange die Friedenskonferenz die Grundfrage nicht entschieden hat. ihnen falle nur eine Aufgabe zu: Ruhe und Ordnung im Lande aufrecht m erhalten, namentlich nach den Unruhen und Revolten im angrenzenden Aegypten. Zuweilen ist sogar eine Neigung für die Araber, die die Mehrheit im Lande bilden, zu bemerken. Es ist datier selbstverständlich, daß ein solcher Zustand, der bereits anderthalb Jahre dauert — seit dem Tage, da die Engländer in das Land einmarschierten, ist kein einziger Schritt für die Verwirklichung der großen Hoffnungen, die wir in sie gesetzt haben, unternommen worden — eine gedrückte Stimmung unter den luden in Palästina und Verzweiflung unter ,unseren Brüdern in den verschiedenen Ländern, die auf einen baldigen Aufbruch nach Palästina warten, hervorgerufen hat. Auch über diese Verhältnisse, die wir nicht bestreiten und deren Ernst wir einsehen, können wir nur sagen, daß auch hier Geduld und starke Nerven notwendig sind. Was in dieser Uebergangszeit geleistet werden kann, um die Lage im Lande zu bessern und die Beziehungen der lokalen Behörden günstiger zu gestalten, wird von unserer Seite aus getan. Zwischen uns und den Vertretern der^englischen Regierung in London einerseits und in Paläslma und Aegypten andererseits werden dauernd Verhandlungen geführt. Wir hoffen, daß sieh die Lage besser gestalten wird. Aber ein Umschwung zu unseren Gunsten wird erst dann eintreten, wenn die Friedenskonferenz unsere Frage geregelt hat. Die Englische Regierung wird mit einer intensiven Arbeit zur Verwirklichung unseres Ideals in dem Moment lieginncn, wo sie von der Friedenskonferenz das Mandat hierzu erhält. 3. Wir kennen den starken Willen der jüdischen Bevölkertttigsschichten zu einer Masseneinwanderang Ln Palästina. In allen Ländern der Welt, insbesondere in Ost-Europa, warten Hunderttausende von Juden auf den glücklichen Moment, da sie die Knechtschaft des Galirth von sich abstreifen und in unser Land zurückkehren können. Die Verhältnisse in den Ostländern haben in den letzten Jahren Formen angenommen, die Leben und Sicherheit, die moralische und physische Existenz des jüdischen Volkes gefährden. Gleichzeitig greift das Streben nach nationaler Befreiung, deren schönste und vollkommenste Gestaltung in der Befreiung der kleinen Nationen ihren Ausdruck findet, immer mächtiger tun sich und ruft den Wunsch nach Emigration in einer seit langem nicht dagewesenen Stärke hervor. Gerade weil uns diese Bestrebungen bekannt sind, fühlen wir uns verpflichtet, öffentlich bekannt zu geben, daß noch tür eine gewisse Zeit für eine Einwanderung in Palästina keine Möglichkeit vorhanden ist. Niemand wage es, sein Haus und seine Geschäfte zu zerstören, bevor er die Gewißheit hat, daß er sich in Palästina niederlassen kann. Eine unorganisierte, unvorbereitete Massenein wanderungnachPalästin »wird das größte Unglück für die Immigranten und für das Land mit sich bringen. Für die erste Zeit, bis das Land für alle Immigranten freigegeben wird, können nach Palästina nur Personen׳ kommen, die zu folgenden Kategorien gehören: 1. Personen, die bereits in Palästina gelebt haben und nunmehr zurückkehren wollen, oder solche, die im Lande Familie oder Vermögen besitzen; 2. Vertreter von Vereinen und Gesellschäften, die für den Wiederaufbau Paliistinas gegründet wurden; 3. Fachleute auf bestimmten Gebieten, Besitzer größerer Vermögen, die sich im Lande sofort einrichten können. Alle diese Personen müssen ihre Gesuche an uns die Zentrale in London — richten mit einer Befürvvortung der Zionistischen Organisation in dem betreffenden Lande ihres Wohnsitzes, die über die Persönlicbkeit und die Fähigkeiten des Gesuchstcllers sowie über den Nutzen, den derselbe für Palästina bringen kann, Auskunft gibt. Wir werden uns hier bemühen, für diese Personen eine sofortige Reiseerlaubnis zu bekommen. Wir müssen aber hinzufügen, daß wir nicht die Sicherheit haben, für alle diese Gesudisteiler eine Einreiseerlaubnis zu erhalten. Die Erlangung einer solchen Erlaubnis erfordert einen gewissen Zeitraum, da sie sowohl von der Londoner Regierung als auch von der ägyptischen Militärverwaltung erteilt werden muß. Sobald das Land für die Immigration freigegeben wird, wird die Ein- Wanderung sukzessive erfolgen. Es ist schwer, im voraus zu bestimmen, wie groß die Zahl der Einwanderer sein wird, die wir in den ersten Jahren nach Palästina werden bringen können. Dies ist von den politischen Rechten abhängig, die man uns zugestehen wird, und insbesondere auch von den Geldmitteln, die für eine großzügige Kolonisation erforderlich sein werden, von der Boden fläche, die uns zur Verfügung stehen wird, von den Konzessionen für öffentliche Arbeiten, die wir erhalten werden, von der Möglichkeit der Ausübung verschiedener Handelsbcrufe und Gewerbe, sowie von mehreren anderer! kleineren und größeren Bedtngungen. All die verschiedenen Zahlen, die hierüber häufig in Zeitungen und Reden angeführt werden, stellen nur Hypothesen und Vermutungen dar. Es ist sclbstvcrstündlich, daß wir unsererseits alles tun werden, um die Immigration in dem Maße durchzuführen, wie es das Volk wünscht und wie es unsere Finanzkreise durch Hergäbe der nötigen Geldmittel ermöglichen werden. Die Einwanderung wird, wie gesagt im bescheidenen Maße beginnen und wird mit jedem Jahre an Umfang zunehmen. So ist es mit jeder Kolonisation, deren Anfang schwierig und deren Gedeihen gesichert ist. ln unserem Zentralbüro ist eine spezielle Abteilung vorhanden, die sich eingehend mit allen linniigrationsfragen bcschäftigt, um die erforderlichen Emigrationsbüros in allen Emigrationszentren zu errichten und ■um ein bestimmtes Auiswanderungsprograinm auszuarbeiten. Wir wiederholen nochmals unsere Warnung: Die Massen solle!) es nicht wagen, jetzt schon aufr.ibrechcn. Der Aufbruch nach Palästina’ wird in naher Zukunft beginnen, aber er wird in der ersten Zeit nur langsam vor sich gehen können. Wir müssen außerdem erklären, daß noch eine lange Zeit in Palästina nur Besitzer eines bestimmten Vermögens, oder Personen mit physischer Arbeitskraft, verschiedene Handwerker, Spezialisten, wie Techniker, Ingenieure, Agronomen, Fabrikanten, Lehrer werden einwandern können. Für alle anderen Elemente, die weder Vermögen noch irgendwelche speziellen Kenntnisse besitzen und die physischen Arbeiten zt! verrichten auch nicht imstande sind, wird noch lange Zeit kein Platz im Lande sein. 4. Die vorbereitende Arbeit für Palästina ist von großer Wichtigkeit. Unsere Gesinnungsgenossen haben hier vor allem die Aufgabe, Palästiua-Aemter zu gründen, die die Namen der Personen zu registrieren haben, die in den nächsten Jahren nach Palästina ausvvandern wollen und vor allem die, die mit der Landwirtschaft vertraut sind. Ueber alle Registrierten muß eine genaue Statistik betr. Alter, Art der Arbeit, Kenntnisse, Vermögen und bisherige Beschäftigung geführt werden. Folgende Gruppen müssen organisiert werden: Gruppen von jungen verheirateten Leuten im Alter von 20—30 Jahren, die arbeitsliebend sind und die über ein Kapital von mindestens 5000 Frcs. verfügen. Solche Familien, bestehend aus jugendlichen und energischen Kräften, können gruppenweise nach Palästina kommen und sich dort als Arbeiter in den Siedhingen des Jüdischen Nationalfonds niederlassen, wo sie mit ihrem eigenen Kapital noch außerdem eine kleine Wirtschaft (Gemüse, Geflügel- und Milchwirtschaft) führen können. Dies reicht für den Unterhalt einer kleinen Familie aus. Es muß aber nochmals hervorgehoben werden, daß in solche Gruppen!nur junge Mensehen, Männer und Frauen, aufgenommen werden dürfen, die die Arbeit und Kleinwirtschaft lieben. Es ist auch notwendig, daß in solche Gruppen nur befreundete und sich nahestehende Personen aufgenommen werden; denn von einem friedlichen Zusammenleben einer solchen Gruppe hängt das Gelingen einer solchen Kolonie ab. Die Verzeichnisse solcher Gruppen müssen uns z!ugestellt werden, damit wir rechtzeitig die nötigen Bodenflächen für sie vorbereiten können. Wir dürfen nicht vergessen, daß die Zukunft unseres Landes hauptsächlich von der Kleinbauern Wirtschaft abhängt, in der die Besitzer und deren Familien alle erforderlichen Arbeiten selbst verrichten. Ferner müssen alle diejenigen Personen, die gemäß ihrer sozialen Lage imstande sind, Pflanzungsboden zu erwerben, organisiert werden. Solche Achusa- Gruppen sind bereits vor dem Kriege!gebildet worden. Während des Krieges ist besonders in Amerika eine größere Anzahl solcher Achusoth geschaffen worden, und es ist notwendig, die Zahl solcher Gruppen zu vergrößern. Mitglied einer Achusa kann jeder werden, der imstande ist, eine kleine Bodenfläche für Pflanzungen zu erwerben, die mm bescheidenen Unterhalt einer kleinen Familie aus reicht. Es ist schwierig, ja fast unmöglich, mit Genauigkeit zu sagen, welcher Geldbetrag zum Erwerb einer solchen Achusa notwendig ist. Die Preise haben sich während des Krieges geändert, und es läßt sich nicht sagen, wie sich die Arbeitslöhne in Zukunft gestalten werden. Dennoch glauben wir, daß Mitglied einer Achusa derjenige werden kann, der 25 000 Frcs. im Verlaufe von fünf Jahren einzuzahlen in der Lage ist. Solche Leute sollen sich in Gruppen zu je 100 Familien organisieren; denn mit weniger als 100 Familien ist die Existenz einer Kolonie in Frage gestellt. An Orten, wo die Gründung solcher Achusa-Gruppen nicht möglich ist, können sich die Mitglieder anderen Achusa-Gruppen anschließen. Jede Gruppe muß ihr Statut und ihre Verwaltung haben. Nach Einzahlung der Beträge für das erste Jahr müssen die Gelder an die Anglo-Falestine-Company in Jaffa oder an den Jewish Colonial Trust in London überwiesen werden. Wir wissen, daß unter den gegenwärtigen Verhältnissen die Uebenveisung von Geldern von verschiedenen Orten schwierig ist. Wir bitten •aber trotzdem, sich darum zu bemühen, und falls wir die Möglichkeit haben werden, werden wir dabei behilflich sein. Unser Amt in Palästina wird ein Arbeits-Progranini für die Achusoth ausarbeiten, selbstverständlich unter der Voraussetzung, daß sämtliche Arbeiten von Juden geleistet werden. Ist es doch ׳unsere Hauptaufgäbe, jüdischen Arbeitern Arbeitsgelegenheit zu verschaffen und die Einwanderung von Arbeitskräften nach Palästina zu fördern. Sobald die Tore des Landes geöffnet werden, werden die Vertreter dieser Aclius׳otl1, die in das Land kommen werden, gemäß ihrem: Programm und unter der ׳obersten Aufsicht der Zionistisehen Organisation ihre Arbeiten beginnen können. Wir müssen noch hinzufügen, daß sich sämtliche Achusa- Mitglieder erst nach Verlauf von mindestens fünf Jahren d. h. erst wenn ihre Achusa einen Ertrag bringen wird, in Palästina werden niederlassen können. Wir betonen daher, daß die Mitglieder solcher Achusoth keine voreiligen Schritte unternehmen dürfen, um ihre gegenwärtigen Geschäfte zu liquidieren und ihren Beruf in ihren Wohnländern auifzugebcn. Es ist ferner notwendig, die jungen Leute zu organisieren, die nach Palästina als C'haluzim zu gehen beabsichtigen und für eine bestimmte Zeit als Tagelöhncr arbeiten wollen, um den Boden für neue Kolonien zu bearbeiten; auch muß die Frage der jüdischen Arbeiter in den bereits bestehenden Kolonien gelöst wer• den. Sobald die Einwanderung nach Palästina beginnt, werden viele solcher Arbeiter notwendig sein, indessen sollen wir bei der Aufnahme solcher Chaluzim sehr vorsichtig sein. 111 diese Gruppen dürfen nur Personen aufgenommen werden, die physisch gesund sind, schwere aufreibende Arbeit verrichten können und genügend geistige Kraft besitzen, um eine solche Arbeit einige Jahre zu ertragen, und nicht etwa Personen, die eine ״Spazierfahrt“ nach Palästina für einige Monate machen, um nachher die Arbeit wegzitwerfen und sich über die Lage zu beschweren. Die Chaluzim müssen wirklieh geistige Schmer der Bilu und des Hapoel-Hazair sein, die Palästina unter den schwierigsten und fürchterliebsten Verhältnissen nicht verlassen und die Arbeit nicht einen Tag niedergelegt haben. Sie müssen wissen, daß man, sobald sich die Kolonisation in den nächster! Jahren vergrößern wird, aus ihrer Mitte Arbeiter nehmen wird, 11m für neue Kolonien auf de» Ländereien des jüdischen Nationalfonds den Grundstein zu legen. Körperlich und geistig nicht hinreichend starke Mensehen dürfen daher in diese Gruppen nicht aufgenotnmen werden. Es ist erforderlich, daß sie genügend Geld für die Reise besitzen. — Auch die Verzeichnisse dieser Gruppen müssen an uns gesandt werden, damit wir sie, wenn die Zeit kommt und wir nette Arbeiter brauchen, rufen können. Es ist notwendig, daß Gruppen gebildet werden, welche Handwerker, Bauarbeiter, Zimnicrer, Tischler, S tei nk 10 pf e r, Schmiede, Glasarbeiter, Erdarbeiter usw. umfassen, die wir in großer Zahl brauchen werden, sobald der Aufbau des Landes beginnt und namentlich, wenn die großen öffentlichen Arbeiten in Angriff genommen werden. Wir müssen aber hinzufügen, daf? diese Arbeiter die besten und zuverlässigsten sein und mögliehst kleine Familien besitzen müssen. Es müssen Verzeichnisse der Besitzer kleinerer und größerer Fabriken gemacht werden, die nach Palästina gehen wollen, uim dort entweder selbst Fabriken zu bauen oder sich an Aktien- Gesellschaften zum Bau solcher Fabriken zu beteiligen. Sobald wir diese Verzeichnisse erhalten, werden wir testzustellen versuchen, wie weit die betreffenden Industrien den Verhältnissen im Lande jetzt und in naher Zukunft entsprechen, und wir werden nach Kräften be״ strebt sein, bei der Durchführung dieser Pläne behilflich zu sein. Es müssen an uns Verzeichnisse verschiedener Spezialisten gesandt werden, Ingenieure, Mechaniker, Agronomen, Architekten, Chemiker und insbesondere Verzeichnisse von Lehrern und Lehrerinnen, die gründlich Hebräisch verstehen. An diesen Elementen wird unser Bedarf stets groß sein, und es ist daher erwünscht, daß diese Verzeichnisse sofort ausgearbeitet weiden. Zum Schluß möchten wir noch auf zwei wichtige Dinge aufmerksam machen: Man muß den jungen Etcmenten, die sich für den landwirtschaftlichen Beruf in Palästina vorbereiten, die Möglichkeit geben, sich noch vor ihrer Uebers ied lung in landwirtschaftlichen Arbeiten in Dorf, Garten, Milchwirtschaft, Geflügelzüchterei auszu bilden. Diese Arbeit ist von besonderem Wert, weil diese Elemente gleich nach ihrer Ankunft in Pa- Lästina einen ihnen bekannten Beruf ausüben, und weil sie ferner schon bei ihrer Ausbildung Sich überzeugen können, ob sie für diesen Beruf geeignet sind: oder nicht. Diese Vorbereitungsarbeiten können auf jüdischen Gütern, in öffentlichen Gärten, vielleicht auch in lan<!• wirtschaftlichen Schulen vorgenommen werden. Die Versuche, die in der letzten Zeit gemacht worden sind,, haben die Wichtigkeit dieser Vorbereitung bewiesen. Von großer Wichtigkeit ist die Kenntnis der hebräischen Sprache, hauptsächlich des Hebräisch- Sprechens. Wir sprechen hier nicht über die Notwendigkeit der Kenntnis der Sprache vom national-kulturellen Standpunkt aus (hiervon wird in einem besonderen Zirkular und ausführlicher die Rede sein), sondern vom politischen, gesellschaftlichen Standpunkt aus. Unser Volk wird in Palästina keine politische Zukunft haben, wenn es nicht geschlossen und vereinigt sein wird durch Nr. r eine Sprc in Paläs für die ersten E Lande.; und dur Ländern seits her die euro! Sprachen Palästina den Geb gehen eil ״Proviso schub“ 1 Linken) Verstand das pass versa nun sprechen handen : sofort h diejenige in genüg lische R< Bau uns Wir und übe arbeit ai Zirkular daß Sie verstehe« nähern, Ungedul! Seid ruhi Schritten ganz gre Pflicht. unserer Das Act Mc Die reichet! von Jus schreibt 20״ Joche b! sind wir einen S breit Bo nationale res Land jüdischet teil an ein ganz Sprache als frühe Sprache Das nissen d dienende von der zur Palä zweifelte stehen. Chauvin; National Viel Arbeiter: vom 25. «Oe vemehm Gleichze klar und zu tun i Um keii unsere toten währe politis wägur res V, sofort: Die F Partei werde als di dem! sind c zugeh Frage Staate: nicht führe Das scher •nicht diese res '1 intern im o das; wir Krieg war •vven!

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