Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXIV (1919)
- Issue
- Heft 62 (2.9.1919)
- Date
- 1919-09-02
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
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Nr. 02 ],ÜBDäSßHE RUNDSCHAU Seite 477 Französische Doinnienten-Saniinlung; 1 zur Judenfrage Die Ministerien des Auswärtigen und des Krieges in ,Paris gaben soeben als Ergänzung zu den regelmäßig I erscheinenden Bulletins der auswärtigen Presse eine | Sammlung von Dokumenten heraus, die der jüdscheii! Frage vor der Fricdciiskonletcnz gewidmet ist. Die ' Sammlung enthält die folgenden Dokumente: j a) zur Ein an zj pa t io 11 sf rage: j 1. Memorandum des Joint Foreign Committee, 2. die Resolutionen des Amerikanisch-jüdischen Kon- J grosses, I 3. die von der Internationalen Sozialistischen Kan- 1 ferenz in Amsterdam am 28. April 10M) angenommene Resolution, •1. das Programm des Deutschen Auswärtigen Amtes vum 31). Mürz 1919 und den Kommentar von Hermann Struck in der׳ Deutschen Allgemeinen Zeitung vom 3. April, b) i 11 d e r Frage der nationalen Rechte: 1. Bericht Aber das Komitee der Jüdischen Dclegationeii und das Memorandum des Komitees, 2. den lleridil des Herrn MoUkin auf der Londoner Konferenz über die Stellungnahme der Zionisten zur Frage der nationalen Rechte und Resolutionen der K011ferenz, 3. die Erklärungen Louis Marshalls über die Bedeutung der Begriffe nationale Rechte und Vertretung der Minderheiten, 4. eine englische Meinungsäußerung (eine Rede von Claude MonK'tiore) 5. eine deutsche Meinungsäußerung (Artikel von Paul Nathan, über die Gründe seiner Opposition gegen die Forderungen nationaler Autonomie), c) in der zionistischen Frage: nach der allgemeinen Ucbcrsicht 1. die Deklaration von Balfour und die Erwähnung der anderen Regierungs-Erklärungen, 2. der Zionismus vor der Friedciiskoufe, enz (Empfang von Sokolovv und Wcizmatm durch den Zcluierrnt am 27. Februar und Bericht Weizmaim« in London über den F.mpfanga 3. der Zionismft? in England (Allgemeine Ucbcrsicht; Erwähnung der Petition an die Friedenskonferenz, unterzeichnet von 77000 Personen, darunter 200 Christen; die bekannte Darstellung der Liga der britischen Juden, sowie das Manifest und die Haltung des Oonjoint Foreign Gommittee), 4. der Zionismus Lu den Vereinigten Staaten (Allgemeine Uebersicht, Resolutionen des American Jevvish Committee und des jüdischen Kongresses und das von Jastrow, Julius Kahn usw. an Wilson gerichtete anti• zionistische Memorandum), Jakob Schiffs Spenden für den Palästina- Aufbaufends Die ״Neu« of the Zionist Organisation of America“ berichten, daß Jakob H. Schiff im Juli 35 000 •» lür den Palästina-Aufbauforids gegeben hat. Seit Januar 1918 hat Schiff 85 000 $ gespendet. Das Wiener Palästina-Amt und im Einklang mit ihm. Finanziell war das Palistiua-Amt eine Gründung des Vereins ״Keren Kajeintlh Lejisrael“; aber den unermüdlichen Arbeiten des Leiters ist es gelungen, alle notwendigen Mittel selbst aiifzuhritigen und den genannten Verein von jeder materiellen! Belastung zu befreien. Die immer mehr;uiwaclisendeu Arbeiten stellen immer größere Anforderungeii an das Budget und das Palästina-Amt hofft, daß die jüdische Od'faitlidikeit in Würdigung der bisher geleisteten Arneil das Palüsti1u1-A,mt finanziell sicher- «teilen wird Die Armut im okkupierten Litauen Der Delegierte des amerikanischen jüdischen Hilfskomitees, der zwecks Hitl'sarbeit eine Reihe von kleinem Städten des gegenwärtig von den Polen okkupierten Gouvernements Grotlno bereist hat, Herr Lew, benciitetc im Warschauer ״Moment“ über seine Erlebnisse. In den Städtchen R uu 11 tut 11 i, Wolkowisk, Koss o wo, Show herrscht eine buclistäblidie Hungersseuclie. Die Sterblichkeit der Juden nimmt einen ungelicurcu Umfang an. Flecktyphus und Schwindsucht begleiten die Hungersnot. In Snow fand der Delegierte fast in jedem Haus zwei oder drei Typhuskranke oder Schwindsüchtige. In der Stadt (gibt cs keine ärztliche Hilfe. Der midiste Arzt «itzt in Bar ano wi ts ch 1 und hat in seiner Stadt so viel zu tun, daß er unmöglich für so weit entlegene Ortschaften in Betracht kommt. Die Hilfe, die aus Amerika gebracht worden ist, steht in keinem: Vergleich mit der Not der Bevölkerung, Ein vollständiger Ruin eines einst so bevölkerten Gouvernements des jüdischen Ansicdlungsrayons! Zionistisches Archiv Aufruf ln Berlin ist vor einigen Wochen das Archiv der Z i o n i s t i s c I1 e 11 () r g a n i s a t i o 11 begründet worden. Mit dem Berliner Büro des Zionistischen Actions-Comites räumlich verbunden, umfaßt das Archiv den gesamten Aktenbestaml der Zionistischen Organisation, von der Zeit des 1. Kongresses bis zur Begründung des Zionistischeu Zeini ulbüros in London (1397- 1010}, also die Akten des Wiener, Kölner und Berliner Zentralbüros, Die Aufgabe des Archivs ist, für die zukünftigen Geschichtsschreiber der Wiedergeburt des jüdischen Volkes das Quelle 11materia! vorz.ubereiten undzu bcw a h r c 11. Dem Archiv ungegliedert ist ein Zeitungsauss c h n i 11 a r c 11 i v, das den größten Teil der Zciiungsuml Zeitscliriften-VcröflentlicliuiiRcn üher den Zionismus, die Zionistische Organisation, die Judenfrage und die Besiedlung Palästinas seit der Begründung der zionistisehen Bewegung im Jahre 1897 enthält und fortlaufend •wcitergciiihrt wird. Der Inhalt dieses Zeitungsausschnitt- Archivs, das den Zionismus von seinen ersten Anfängen bis zur Gegenwart begleitet, dürfte eine einzigartige, nirgend sonst vorhandene Fundgrube für jeden Bearbeiter der jüdischen Geschichte in den letzten zwei Jahrzehnten sein. K. Z. B. Die Zionistische Parteileitung für Deutsch- Oesterreich gründete im November 1918 ein Palästina-Amt, dessen Arbeiten heute schon zu einem wichtigen Faktor im jüdischen Leben in Wien geworden sind. Die Leitung des Amtes wurde Herrn Dr. Emil Stein übertragen, das Sekretariat übernahm Herr Dr. Egoii^ Zweig, dem später Herr Kurt Skutczky zur Seite trat. Durch Veranstaltung von Diskussionsabenden, Uchtbildervorträgcii in Wien und der Provinz, Erteilung von mündlichen und schriftlichen Auskünften. Herausgabe von Broschüren und Mitteilungen leistete das Palastina-Atnt eine wertvolle Aufklärungsarbeit über die Verhältnisse in Palästina. Eine weitere Aufgabe für das Amt war die statistische Erfassung sämtlicher Auswaiulerungsbewerber, von denen ungefähr 1100 registriert sind. Es entstand das Handels- und Industrie-Rcferat und ferner eine technischeStudiengruppe, Dann schlossen sich die für Palästina interessierten Aerzte zu einer besonderen* medizinischen! Gruppe zusammen, in die auch Apotheker, Pflegerinnen und sonstige sanitäre Hilfskräfte einbezogen wurden. Großes Gewicht legte das Amt auf die praktisdie Vorbereitung für Palästina, auf die 1H ech a I uz- Bc weg un g. Mehr als 400 Cltahiz.im und Chainzoth arbeiten gegenwärtig mit Ernst und Fleiß in landwirtschaftlichen Betrieben. Zur fachmännisclien Beratung stehen dem Palästina Amt die Agronomen Ing.. Dr. Reich und Alfred Tycho zur Seite, als kultureller Berater Dr. Abraham Schwadron. Neben der Vorbereitung für landwirtschaftliche Berufe geht die für Handwerk und Gewerbe. Zu diesem Zweck wurde im Einvernehmen mit dem Jüdischen Nationalrat für Deutsch-Österreich eine Gewcrbe-Sek.tion gegründet. Ihre Aufgabe besteht nicht uut״ in der Beschaffung von Arbeitsgelegenheiten, sondern vor allem in einer Produktivierung der Berufszweige der Juden. Dafür insbesondere wurde dieser Sektion eine Abteilung für Berufsberatung angegliedcrt. Der Gewerbesektion und den Chaluzim ist es gelungen, von der ״Sachdemobilisierung“ eine Baracke zu erhalten, die bereits als Arbeiterheim eingerichtet ist. \ Das Palästina-Amt hielt es endlich für seine Pflicht, gegen Benachteiligung und Ausbeutung der Aus- Wanderer durch unlautere Elemente, die bei allen Massenauswandcrungen auftauchen, Vorkehrungen zu treffen und die Wanderer so weit als möglich zu schützen. Zu diesem Zwecke wurde die Jüdisch-Paliistinensxsche Reise- und Transport-Gesell- Schaft gegründet, deren Statut eine Arbeit im zionistischcn Sinne gewährleistet. Die Gesellschaft soll vor allem den Auswanderern dienen, insbesondere den Unbemittelten unter ihnen. Nach ■der Einsetzung des zentralen Palästinaamtes in London hat sich das Wiener Palästina-Amt ihm sofort unterstellt und arbeitet nun nach dessen Weisungen Mit’dem Archiv verbunden ist eine mehrere tausend Bände umlassende Bibliothek, die den größten Teil der über den Zionismus, die Jiidenfragc und die Kolonisation Palästinas erschienenen Buch- und Flugschriftenlitcratur enthält. Sic ergänzt in umfassender Weise das Aktenuml Zeitungsmaterial des Archivs. Die Bibliothek wird fortlaufend ergänzt werden. Sie auch lür die zurückliegenden Jahre möglichst vollständig und lückenlos zu gestalten, muß von jedem gewünscht werden, der an der Geschichte des Zionismus interessiert ist. Da jedoch ein großer Teil der in früheren Jahren erschienenen zionistischen Broschüren und Flug- Schriften im Buchhandel nicht mehr zu haben sein dürfte, ergeht hierdurch an alle Autoren zionistischer Schriften die dringende Bitte, je ein Exemplar aller von ihnen verfaßten zionistischen oder jüdischen Schriften dem Archiv der Zionistischen Organisation zu überlassen und auch in Zukunft z u z. 11 w e n 0 e n. Die Bestände des Archivs der Zionistischen Organisation werden für wissenschaftliche Arbeiten auf dem Gebiet der Geschichte des Zionismus nach Möglichkeit zur Verfügung stehen. Ebenso wird auf Anfragen iiiürnilieh und schriftlich bereitwilligst Auskunft erteil*! werden. Archiv der Zionistischen Organisation, Berlin W. 15, Sächsische Str. 8. , D r. H e r I i 1 z, Spcnden-Ausweis III. Liste. Für das ostjüdische Hilfswerk sind dem ״Verband der Ostjudcn in Deutschland“ fol- ״ende Spenden überwiesen worden: Kultur- und Gesangverein! ״Hasamir“, Hannover, Ergebnis ׳einer Veranstaltung 206.., Silberstein, Dresden, 300,—, Spiegel, Berlin, 50.—. Heymann, Charlottenbürg, 20.—, B. Rabinowifz, Charlottenburg, 210. . L. Outen, Cliarlottenburg, 200.—, Bänder, Berlin, 110.- , Fr. Guttmann, Cliarlottenburg, 200,׳■ ״, Fr, Schwarz, Cliarlottenburg, 200.--, N, N,, 100.—, I. Kruskal, Berlin, 100.-, N, N. 300-, B. Kahn, Berlin, 100.—, Lederhändlcr, Charlottenburg, 50.—, M. Satzmann, ׳ Qiarlottenburg, 50.—, S. norodisch, Wilmersdorf, 50.—, N. N. 50.-, N. N, 50.-, D. Kantor 50.--, Kut 50.-, Gehr. Rabinowitz, Charlottenburg, 50.—, I. Rcismann, Königsberg, 50.—, R. Schönfekl, Charlottenburg, 50.— , O. Rathaus 50.—, Fr, R. Man und Familie 50.—, K. Sosaon 25,—, Nissclbaum, Berlin, 25.—, W, Feinstem, Charlottenburg, 25.—, T. Israelit, Berlin, 20,—, Sossotv 50.—, Leibowitz 50. , M., Scbren*ky, Dtseh.-Eylau, 50. , II. Lyehenlirim, Berlin, 10. , R, S. Löwy, Kudowa, 10. , Wolff, Guif/.enhauscii, 10. Die Adresse für Geldsendungen ist: Herrn J. Lin, Vorsitzender des ״Verbandes der Ostjuden in Deutschland“, Berlin C. 54, Gormannstr. 29. '*eiz Stü'iuuj•׳ Köm;•*erg Für die Dr. Pelz-St-ittung sind folgende Beträge eingegangen: Zahnarzt Leo Landau, Buer (Westf. Fr. Hermann, üraudenz Dr, S.illy 1!unvitz, Dtsch.-Eylau Isidor Pelz, Breslau .... Wally und Leonliardt Weißbrein, J, Neumami, Fried Land . Gustav Glaser, Breslau ■ . David Pelz. Dresden .... Dr. Silbeistoiu, Königsberg V. J.St, Königsberg .... Hermann Rudbcrg, Königsberg Asdikanasy, König *berg . Dr, Korn, Königsberg Apotheker llciniseli, Neufahrwasser Lina Weißbrein, Königsberg L, Dinesmami, Königsberg Eugen O,scher, Königsberg O. Weinschcl •Juirll 2.1׳ Friedrich Kaiser Goldstern Dr. W. Cohn Preliburger Nunbaum, Nürnberg S. Epstein, Frei bürg. Hugo Ncnmami, Königsberg ■ M. l'Ianter, Königsberg V.J.St. Würzburg. N. N.. S. LiumuicI, Berlin. Hierzu kommen die in Nr. 330;tuigewieseneu Zeichnungen uLtlärüe Or Sinti :art ׳ppe der Rundschau mit . . . . weiteren M. UX> — 50.— ¬ס 500.״¬ 20l>.- י 10;».— 400.-- 100U.- 30, - 100.-- 100- 10.-• 50.- - 30.-■ 100.— 100,— 50.-!00. - 10. :0.• - •״,20 -.10 -.20 -.25 --.50 -.50 -.250 -.20 150.-• MX).— 17 570.- insgesamt 22 320 Weitere Geldsendungen werden an Herrn Otto Cohn, Königsberg i. Pr, fPclz-Stiltung),• an die Deutsche Bank, Depositciikassc Hufen, unter Mitteilung des eiligezahlten Betrages an Herrn Rechtsanwalt' Dr. Berlowitz, Königsberg i. Pr״ •Gteiudamm 40/42, erbeten, Ausweis erfolgt in der ״jüdischen Rundschau“. Eine be- «״Miere Empfangsbestätigung findet daneben nicht statt. Die Fricdensschccks des jüdischen Nationalfonds Obgleich der Friede bereits längere Zeit eingetreten is^ sind eine ganze Reihe der im vorigen Jahr für den Jüdischen Nation,ilfoiuls gezeichneten Friedens•• Schecks noch nicht eingelost worden. Wir brauchen nicht nochmals darauf hinzuweisen, wie bedeutender Geldmittel der Nationalfonds zu dem unmittelbar bevorsichenden praktischer! Aufbau Palästinas bedarf. Trotz wiederholter Mahnungen, sind aber eine Anzahl von Zeichnern ihrer Verpflichtung immer noch nicht nachgekommen. Wir sind überzeugt, daß es nur dieses Hinweises bedarf, damit die noch ausstehenden Friedens- Schecks eingelöst werden. Nach erfolgter Zahlung wird den Einsendern der seinerzeit ausgestellte Friedcnsseheck (juittiert zurikkgesandt. Wir bitten auch alle diejenigen Zeichner, deren Adresse sielt nach Beendigung des Krieges geändert hat, so daß unsere Mahnungen sie nicht erreichten, uns umgehend ihre jetzige Adresse anzitgcben, damit wir ihnen die Höhe des von ihnen gezeichneten Betrages mittcilen können. Jüdischer Nationalfonds. Nachrichten Berlin. Das Büro des Verbandes i ü d i - scher Frauen für Kulturarbeit in Palästina, Burgstr. 27, Zimmer 22, ist bis auf weiteres nur vormittags geöffnet, Sonnabends und Sonntags geschlossen. Bad Reichcnhall. Am 16. August hielt Herr Privattdo/ent Dr. A. Fränkei einen Vortrag über das Thema: ״Wie denken wir uns den kulturellen Aufbau Palästinas vom religiösen Standpunkt?“ An den Vortrag, der im Verhältnis zur Gesamtzahl der Kurgäste sehr gut besucht war, schloß sic!) eine lebhafte Disktissioii an. Frankfurt a. AI. Das ausschließliche Recht zur Einfuhr von Esrogim, In low im und Hadassim aus dem Auslände ist von ilen zuständigen Rcichsstelleu | wiederum der ״E! 11 f u h r s t e 11 e für Esrogim! (Gedern) und Palmen“ übertragen worden. Die Belicknmg des Publikums soll womöglich ganz in derj seihen weise durch den Handel erfolgen, wie in Friedens- | Zeiten, wollet jedoch seitens der ״Einluhrstellc“ Höchstj preise sowohl für die Lieferung seitens der Großj liiitidler an die Wiederverkäufer als (ür den Verkant; ans. Publikum festgesetzt werden. Einstweilen wird die; Preisfestsetzung in Schweizerischen Franken erfolgen. fx־r für die Umrechnung in Mark matt- , gellende Währungskurs wird von der ״Einfuhrstclle“ I seinerzeit ölfentlich bckan 11!gegeben werden, j, Mergentheim. Am 5. August. <1019 fand in Bad , Mergentheim (Württemberg), von der Heidelberger Ortsgruppe organisiert, unter Leitung des Herrn' E n gl änder, Berlin, eine zahlreich besuchte Propagandavcrsamm- : hing für den Jüdischen Nationalfonds statt. Obgleich der Vorstand der jüdischen Gemeinde die Mitglieder ver- , pliichtet hatte, diese Versammlung nicht zu besuchen, 1 war der Saal von Kurgästen und Angehörigen der , Geiiieindcmitgliedcr stark überfüllt. Karl Glaser sprach; über die zionistischen Ziele und hatte mit seinem Vor- : trage vollen Erfolg. In der Diskussion hatte der Rabbiner 1 der Gemeinde, Dr. Kahn, religiöse Bedenken gegen i die Art der zionistischen Leitung, die Herr Englämder, Berlin, widerlegte. Der Abend brachte 700 M. für den Nationalfonds.