Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXIV (1919)
- Issue
- Heft 61 (29.8.1919)
- Date
- 1919-08-29
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 472 JUEDISCHE RUNDSCHAU ww in Haifa. Namentlich Haifa zieht das Interesse zahlreicner englischen Bankfinwm auf ach, und (fies nicht dme Grund, da Haifa di e Hafenstadt der Zuk un f t ist. Die ״Egyptian Bon ded Ware honses Co." gibt soeben in einem Zirkular bekannt, daß sie von der englischen Okkupationsarmee die Genehmigung erhalten hat, itni Haifaer Hafen Lagerräume für Waren zu errichten. Es handelt sich um eine bedeutende kommerziell« Konzession, vielleicht die erste, die hi unserem Lande nach der Besetzung erteilt wurde. Die genannte Gesellschaft arbeitet bereits mehr als 30 Jahre in Aegypten und verfügt über große Lagerräume in Alexandrien, Cairo, Suez und Port Said. Sie besitzt ein Monopolrecht für ihr Geschäft das erst 1965 abläuft, und befindet sich unter der Kontrolle der ägyptischen Regierung, die 10 Prozent vom! Reingewinn erhält. Ob audl die neue Okkupationsmacht Bedingungen betreffs Gewinnbeteiligung gestellt hat ist unbekannt Ebenso unbekannt ist es, ob die Gesellschaft für ihr zukünftiges Unternehmen in Haifa ein Monopol erhalten hat, und ob die Konzession sich auch auf Jaffa erstreckt, ln den Regierungsmätteilungen wurde die ganze Angelegenbei* bisher nicht erwähnt. Um die außerordentliche Bedeutung dieser Sache ermessen zu können, verlohnt es sich, einige Worte über die Tätigkeit der erwähnten Gesellschaft zu sagen. In Aegypten nimmt dies« Gesellechaft alle aus dem Auslande importierten Waren für die ägyptischen Geschäftsleute in Empfang. Sk behält die Ware in ihren Lagerräumen und gibt an die Kaufleute Duplikate, Konossemente und Bescheinigungen über den Empfang der Ware aus. Diese Dokumente (Warrants), die Qualität und Quantität der Ware angeben, können von Hand zu Hand verkauft werden. Auf Grund dieser Dokumente erhalten die ägyptischen Kaufleute in allen Banken den gewünschten Kredit. Die Waren werden unverzollt in die Lagerräume abgeliefert. Erst bei Abholung der Ware aus den Lagerräumen erfolgt die Verzollung. Es ist zu bedauern, daß es nicht gelungen ist, die Konzession für eine hie- «ge Oesellschaft mit jüdischem Kapital zu erhalten. Günstige Lage des Arbeitsmarktes K. Z. B. Mit dem Einmarsch der Engländer nach Palästina sind große Entwicklungsmöglichkeiten für das gesamte ökonomische Leben des Landes entstanden. Zahlreichen Personen hat sich Arbeitsgelegenheit geboten, und ea machte sich bald eine wesentliche Hebung des soaalen und wirtschaftlichen Lebens geltend. In der letzten Zeit, nach der Entlassung vieler MtTitärabteütwigen, stellte sich ein fühlbarer Mangel an Arbeitskräften ein, nainentfch atuf solchen Arbeitsgebieten, in denen früher Soldaten tätig waren. Viele Hunderte Arbeitsloser bekamen hierdurch gut bezahlte Arbeit. Hauptsächlich waren es Arbeiten an den Eisenbahnen. In den letzten Monaten hat die Militärverwaltung durch Anschläge wiederholt zahlreiche Arbeiten an Eisenbahnen angeboten, sowohl für Beamte als für Arbeiter. Nicht immer konnte man das gewünschte Menschenmaterial bekommen. Die Zahl der Juden, die sich für solche Arbeiten meldeten, bildete im Verhältnis zu den anderen Arbeitern einen ganz geringen Prozentsatz, was mir aus dem Manger an Menschen zu erklären ist. Oft wird eine größere Anzahl von Arbeitern im Zeitraum von 2—3 Tagen verlangt. In vielen Fällen wurden einige Hunderte von Arbeitern gesucht, wobei sich nur 30—'40 Juden meldeten. Dieser Umstand läßt sich aus zwei Gründen erklären: 1. weil es in der Tat unter den arbeitslosen Juden nicht viele gibt, die für Eisenbahnr arbeiten geeignet sind, 2. weif noch kein zentrales lnförmationsbauo besteht, das in verschiedenen Teilen des Landes Unterabteilungen besitzt, die über alle Arbeitstnöglichkeiten rechtzeitig Auskunft geben. Die Eisenhahnverwaltung gibt jetzt bekannt, daß die Eisenbahn und die Fabriken in K a n t a r a eine große Anzahl von Arbeitskräften brauchen. Bis jetzt waren diese Arbeiten wenig gesucht, weil die Militärverwaltung zu niedrige Löhne gezahlt hat. Die Eiserbahnverwaltung hatte bisher für die Eisenbahnarbeiten ausschließlich ägyptische Arbeiter herangezogen, (Be sich nfit einem geringen Lohn begnügten und glaubte, auch in Palästina Arbeiter und Beamte zu diesen Löhnen anwerben zu können. Es stellte sich aber heraus, daß dies in Palästina nicht möglich war. Die Efcenbahnverwaltung sah dies bald ein und hat Löhne festgesetzt, die den Verhältnissen des Landes und der Arbeiter entsprechen. Folgende Löhne wurden festgesetzt: Beamte Europäer Eingeborene £ (ägypt.)' £ (ägypt.) moriatlich monatlich Oberaufeeher 32-38 Aufseher 20—30 11—18 Gehilfe d. Aufsehers 8-10 Oberbeamte 26-» 15-24 Unterbeamte 5-18 Revisoren 26-30 8—18 Kontrolleure 26—30 8—18 Zugführer 20-30 5—18 Elektrotechniker 20- 24 Lageristen 5-18 Stationsaufseher 5-18 Lagerbeamte 5-14 Biuetkontrolleiire 8-10 BcrimcrVcr»ammlungs*Kalcndcr Bflro: Berliner Zionlillsche Vereinigung, Berlin C. 1», SeydeUtr. 3. Telefon: Zentrum 3614/15. Montag, den 1. September: Abend! 8 Uhr Neuer indischer Gemeindeverein. * Wählbare: Helligegelilslr. 52■ öfienilldie Versammlung In den Musiker»(!». Kaiser -Wilhelm- Sir. 31. ״Wahlrechte raub an den Kriegsteilnehmern in der Jftduikeii Gemeinde“ Referenten: Herr Dr. Gronemonn, Herr Dr. Wltlkowslcl, Herr Dr. Zwirn. Dienstag, den Z September: Abends 8 Uhr. Zionistischer Jugandverein Berlin, Helllgegelststrabe 13, 1 Tro. Vortragsreihe des Herrn Edgar Kohn: An der Quelle der Religionen. Donnerstag, den 4. September: POnirtlldi S Vs Uhr. Bezirksgruppen West, Charloitenbarg und Nord-West. Humbser - Brju, Tauentslenstrabe 7. Vortrag des Herrn R.-A. Dr. Alfre;d Klee. Bezirksgruppe'״Ost". Im Grelfswalder Hof. Gretfswelder Str. 43. 8 Uhr. Gruppenveriammlung Herr Dr. Noack Über: ״Die Organisation der Berliner ZionlstlsAea Vereinigung". Zionisten des Westens treffen sldi Jeden Sonnabend, abends 8 */, Uhr, Im Caf* Nürnberg, Nürnberger Plots (Untergrundbahn). bis 20, Telephonisten 10—20, Hilfsarbeiter 4—8, Signar listen 10—20, Schienenaufseher 10—18, Lampenanzünder 8—12 Piaster pro Tag. In der Mitteilung wird gesagt, daß die Bewerber sich bei den Eisenbahn Verwaltungen in Lud oder in Haifa zu melden haben, wo sie aut ihre Arbeitsfähigkeit hin geprüft werden. Nach ihrer Annahme werden sie nach Kantara geschickt, wo sie unentgeltlieh Kost und Logis erhalten. Wie es heißt, sollen die Fabriken in Kantara demnächst nach Haifa verlegt werden, wo die Arbeitsbedingungen wesentlich besser sind. Das Vorrecht wird denjenigen Arbeitern gewährt, die sich sofort melden und nicht äbwarten, bis die Far briken nach Haifa verlegt werden. Die jüdische Presse macht auf diese großen Arbeitsmöghchkeiten aufmerksam und fragt, ob wir Juden bereits ein Institut besitzen, das die Vermittlung dieser zahlreichen Arbeiten übernehmen kann. Welche Bedeutung diese Arbeitern für das ökonomische Leben der jüdischen Bevölkerung in Palästina haben können, liegt auf der Hand. Daß Angeböte von anderer Seite zahlreicher erfolgen, braucht wohi nicht besonders hervorgehoben zu werden. Ehe Militärverwaltung braucht Arbeiter, und sie wird jede geeignete Kraft anstellen. Ehe Juden dürfen diese Gelegen heit nicht unbenutzt vorübergehen lassen. Das zu schaffende zentrale Informationsbüro müßte alles unternehmen, um sämtliche nur erreichbaren jüdischen Arbeitskräfte heranzuziehen. Einem solchen Institut wäre es ein leichtes, mit sämtlichen Regierungsanstaltcn, die zahlrache Arbeiten zu vergeben haben, in direkten Verkehr zu treten. Das Tischlerhandwerk in Jerusalem 2. Arbeiter und Handwerker. Allgemeine Löhne: Depotarbeiter 10—12, Arbeiter 8, Schienenfeger 8—10, Gruppenaufseher 12—20, Heizer 16—30, Schmiede 15—25, Heizer- und Schmiedegehilfen 8—14, Dachdecker 12—21, Kupfer- und Metallarbeiter 16—30, Zeichner und Mechaniker 16—30, Mechaniker f. Hofzarbeiten 16—30, Elektrotechniker 16 30, Wagen-Reparateure 12—25, Schmierer 8-10, Tischler 14-25, Rohrarbeiter 12-21^ Maurer 12 20, Bauarbeiter 12—20, Kalkarbeifer 12—20 Glasarbeiter 12—20, Färb«■ 11—20, Modellierer Ml -25, Mühleaarbeiter 14—21, Kehrarbeiter 8, Kehrarbeiter-Auf- •her 9—12, Automobüführer 20—30, Telegraphisten 17 > K. Z. B. Die Zahl der in Jerusalem ansässigen selbständigen Tischler beträgt 34 Juden, 18 Christen (hierunter 10 Araber) und 2 Mohammedaner. Diese Tischler beschattigen Gesellen: Juden 36, Christen 68 (hierunter 39 Araber) und 2 Mohammedaner. Eine größere Anzahl von jüdischen Tischlern wurde unter türkischem Regime aus Jerusalem vertrieben. Außer den angeführten Gesellen sind 48 Lehrlinge beschäftigt, größtenteils Waisenkinder. Da die Häfen gesperrt sind, gibt es zurzeit keine Konkurrenz durch den Import ausländischer Ware. Die Haupttätigkeit der Tischler besteht: a) in der sögenannten weißen Arbeit d. h. Anfertigung vom Türen, Fenstern usw. und Ausführung von Dacharbeiten; b) in der Möbelanfertigung; c) in der Ausführung verschiedener Holzarbeiten. Wie es heißt, sollen einige Kaufleute gegenwärtig mit ausländischen Fabriken in Verbindung stehen zwecks Einführung fertiger ״weißer Waren“ (Türen, Fenster usw.). Vor dem Krieg verdiente der jüdische Geselle 3—5 Frcs. täglich. Die Christlichen und mohammedanischen Gesellen, die größtenteils in den Klöstern beschäftigt sind, arbeiteten billiger. Während des Krieges ist der Arbeitslohn stark gesunken. Zurzeit erhält der jüdische Geselle 5—7 sh., der nichtjüdische Geselle 4—6 sh. täglich. Dementsprechend stellen sich auch die Preise der Holzarbeiten, Eine große Holztür von 2,80 m, die für einen Flügel im Krankenhaus bestellt wurde, kostete jetzt 850—900 Piaster (etwa 225 Frcs.); vor den» Kriege zahlte man für eine solche Tür 80 Fros. Ein Schrank, für den man vor dem Kriege 130 Frcs. zahlte, kostet jetzt 1800 Piaster (450 Francs). Auch die Preise der Bretter sind ungeheuer gestiegen. Ein Brett, das früher 1.50 Frcs. gekostet hatte, kostet jetzt 60 Piaster (15 Frcs.). Eine Besserung ihres Berufszweiges erwarten die Jerusalemer Tischler vom Frieden, der die Verbindung mit Europa wieder herstellen und importmöglkhkeitei» bringen wird. Zurzeit hat ein jüdischer Tischler die Vereinigung sämtlicher Tischler angeregt zwecks Schaffung einer Kooperative, die Werkzeugmaschinen aus dem Auslände beziehen aoil. Die Lage der christlichen Tischler Ist be* weitem besser als die der jüdischen. Fast sämtliche Militärarbeiten, die die türkische Heeresverwaltung zu vergeben hatte, wurden den christlichen Arbeitern übergeben. Die jüdischen Arbeiter sind während der Krise, die durch den Krieg entstanden ist, völlig verarmt und konnten sich nur dank der Unterstützungen, die de von verschiedener Seite erhielten, über Wasser halten. Das Rote Kreme hat sofort nach seiner Niederlassung in Palästina mehrere öffentliche Arbeiten unternommen, bei denen sehr viele Tischler beschäftigt wurden. Samt- Mdie Arbeiter de* Roten Kreuzes waren Nichtjuden. Zurzeit spielt dieser Umstand keine Rolle mehr, da die Leitung des amerikanischen Roten Kreuzes ihre Tätigkeit in Palästina einstellt; auch die Tischlerei des Rote* Kreuzes wird demnächst aufgelöst. Die Tischlerei In syrischen Waisenhause von Schneller wird! nicht geschlossen werden, seifet wenn das amerikanische Rote Kreuz hier seine Tätigkeit einstellt. Wie es heißt, 8011 sich eine amerikanische philanthropische Gesellschaft um dieses Institut kümmern. Auch die Arbeitshäuser der Mission beginnen jetzt eine lebhafte Tätigkeit zu entfalten. Es existiert auch noch eine Tischlerei der Alliance Israelite, in der Möbeltischlerarbeiten und weiße Arbeit ausgeführt werden. Diese Tischlerei besteht seit längerer Zeit. Ihre Zöglinge, darunter auch Mohammedaner, arbeiten an verschiedenen Plätzen im Lande, Infolge Mangels an Rohmaterialien mußte die Arbeit Start eingeschränkt werden. Zurzeit sind dort mir 4 Arbeit« und 17 Lehrlinge beschäftigt. Die Bauarbeiter in Jaffa Zahl der Baumeister: Juden 27, Mohammedaner 7, Christen 3. Die Bauarbeiten zerfallen in zwei Kategorien: 1. Steinarbeiten, 2. Kalkarbeiten. Die oben angegebene* Baumeister beschäftigen eine sehr große Anzahl moharnmedanischer und christlicher Arbeiter. Der Umsati eines Baumeisters hängt von der Zahl seiner Gesellen ab. Ein Baumeister, der einen Gehilfen hat, ist im• stände. 20—30 qm pro Tag zu bearbeiten. Die Öko• momische Lage der Baumeister ist keine günstige, dt während des Krieges Bauarbeiten nicht ausgeführt werden konnten. Eine größere Anzahl von Bauunter■ nehmern, die früher nicht selbst gearbeitet hatten, wur■ den nun gezwungen, selbst zu arbeiten, da sie größten■ teils Familienväter und nicht in der Lage sind, auf die kommenden Bauunternehmungen zu warten. Die Arbeitslöhne sind folgende: Vor dem Kriege erhielt der Arbeiter für jeden Quadratmeter einschi, Klopfen der Steine für die Wände sowie Bekalkung bis 4 vFrcs. pro Tag. Jetzt werden für den Quadratmeter bei dünnen Balkenwänden 4 sh., bei dicken Balkenwänden 5 sh., bei Doppelwänden 6 sh. pro Tag ge• zahlt. Der jüdische Geselle, der vor dem Kriege 6-7 Bischlik (34—2/נ Frcs.) pro Tag verdiente, erhält jetzt 8 sh. pro Tag. Die Steinlanger, Kclksieder und Lehm• arbeiten welche vor dem Kriege 2—5 Bischlik (1,10 bis 23/4 Frcs.) verdienten, erhalten jetzt 5 sh. pro Tag, Die Arbeitslöhne für die arabischen Arbeiter betrugen für den Baumeister vor dem Kriege 20—30 Piaster pro Tag, für den Arbeiter 5—10 Piaster pro Tag. jetzt herrscht auch im Baugewerbe eine große Arbeitslosigkeit. Der Arbeitslohn ist daher auch jetzt sehr gering. Ib Jaffa werden nur einige Häuser gebaut. Baumaterial, namentlich Zement, Holz und Eisen, das früher ans Europa importiert wurde, ist schwer erhältlich. Man erwartet hier für die nächste Zukunft einen ungeheure* Aufschwung des Baugewerbes. Die jüdische Arbeiterschaft zur Sprachenfrage Di! Berli!1 Will Der Beschluß der vorberatenden Versammlung der Judenheät Palästinas, der nur demjenigen das passive Wahlrecht gewährt, der die hebräische Sprache beherrscht, rief in den Arbeiterkreisen Amerikas und Englands eine große Erregung hervor. Die hn Kämpft um die Erhaltung und Entfaltung der jid(sehen Sprache stehenden jüdischen Arbeiter empfanden diesen Beschluß als einen Verstoß gegen ihre Interessen und es macht« steh bald eine Bewegung für die Rechte der jütischen Sprache in Palästina bemerkbar. Dazu kam die Tatsache, daß die Legionäre, die sich in Amerika fast F ausschließlich aus den Kreisen der jüdischen Arbeiter- 19 ■v schuft, zumeist aus den Poale - Zion, rekrutierten, in ihrer überwiegenden Mehrheit die hebräi9d1e Sprache nicht verstehen und zur Befriedigung ihrer kulturellen Bedürfnisse nach jidischen Büchern und jidisdhen Zeitengen fragten, ln Amerika wurde sogar ein Komitee zur Befriedigung der jidischen Bedürfnisse Palästinas ge• schaffen, das in erster Linie jidisthe Bücher und Zeiten• gen für die Legionäre zu beschaffen bezweckt, ln dem Aufruf dieses Komitees, der auch von Dr. Chain Schitlowski mit unterzeichnet war, ist von der Ver- Nr. 6 irfcen w!er •Sprac iüterder Volkes, 1 aktiven F Kultur. I der von jt der hebrä ulten aui haben un: zu seinem lie Absi außen. Wahlrech: Amerika, Kenntnis < Schluß dri und wir : jüdischen Konstituai die hebrä weiden k< gleicht di r Di k»eher: Berl Bronne V. r Di zeigen Danzi Eii hoffnui: Bruder, im Alt! Hier feine! י gesellst Angebo len Welt-V jüdischen Massen, die nach Palästina zu gehen im Begriff sind, zu verteidigen. Das Organ der Poale-Zion Amerikas ״Der jüdische Kämpfer“ begleitete zwar diesen Aufruf mit der Bemerkung, daß die Partei die Ansicht des Aufrufes nicht teilt, und daß die Befriedigung 1 Kl der Bedürfnisse der Legionäre nicht als Mittel für ■■■ eine jidischistische Agitation verwertet werden darf. Der Aufruf hatte aber seine Wirkung. In Palästina begann eine Zeitung ״Das jkÜsdie Arbeiterwort“ w erscheinen, die die Aufhebung des erwähnten Beschlusses für die Wahlen fördert Wie es den Lesern der ״Jü«1־ sehen Rundschau“ bereits bekannt ist, beauftragte die Konferenz der PoaJe-Zion Englands die Bruderpartei in Palästina dafür zu sorgen, daß der Kampf gef ־ die jidische Sprache in Palästina eingestellt wird. ״U System der Unterdrückung der jidischen Sprache, heißt es in dieser Resolution, gefährdet den nationalen Kamp! des jüdischen Volkes in den Ländern der Diaspora um gefährdet auch die Befestigung der hebräischen Sprache in Palästina selbst“ Die Konferenz protestierte dw wegen gegen den erwähnten Beschluß. Der ״Kuntres“, das Organ der ״Acbduth Haa woda“ in Palästina, fügte der angeführten Resolution der englischen PoaIe־Zk>n eine eingehende offizielle Erfclärung bei, in der u. a. gesagt wird: ״Für de® Palästina undf die hebräische Sprache zugleich. Di« Regeneration des jüdischen Volles kann mir in d® Regeneration des Voltes in seinem Lande und In seine Sprache geschehen. Für uns gibt es nür die einr Frage #uf dem Gebiet des* Sprachenpotitik: wie erländlich 11 ihehuah u, ■osner 1 ung-es oder soh verfüge] »ichtsre: gegen 1 Welt- Bes Al 11 Die Kolonisation des Jüdischen Nationalfonds beruht fiu Sri JÜDl