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Jüdische Rundschau · 1919-08-29 · Heft 61 (29.8.1919) · page 4

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXIV (1919)
Issue
Heft 61 (29.8.1919)
Date
1919-08-29
Page
– (sequence 4)
Language
German
Belongs to
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S’ite 470 JUEDISCHE RUNDSCHAU Nr. 61 Nr. 6 ז!ןוי 9 allen Einwohnern ohne Unterschied von Stand und Oeschlecht gewählt. Die Ernennung von Richtern ist nattirh'ch ein großer Mangel, da die Gerichte keine äußere« Machtmittel zur Verfügung haben, außer ihrer mora- Iiscben Kraft. Sie müssen also vom Publikum vollfcommcties Vertrauen verfangen. Auch würden die gewählten Richter mehr Selbstbewußtsein haben. Eine weitere Störung dieser Gerichte bestellt darin, daß die Termine immer abends stattfinden, da die Richter uribesofdet sind und 'am Tage ihren Geschäften nachgehen müssen. Die Richter können daher nicht immer pünktlich sein, und sind meistens nach der ,Tagesaroeit abgespannt. Die Sitzungen ziehen sich sehr oft bis zwei oder drei Uhr nachts hin. Auch fehlt es an einem geäneinsamen Budget für alfe Gerichte. Bis jetzt hat sich jedes Gericht auf besondere Weise Mittel verschafft, um seine Unkosten zu decken. Manche Gerichte haben ein Defizit, andere haben dagegen einen Ueberschuh erzielt. Das mindert natürlich den Wert und den Einfluß der Gerichte in den Augen der Bevöikerung. Trotz dieser Mängel haben sich die jüdischen Gerichte sehr gut entwickelt und genießen: vollkommenes Vertrauen der Bevölkerung. Auch viele von den Orthodoxen verstehen, daß das jüdische Gerieht nicht mit dem Rabbinat konkurrieren will, und daß es sieh mit der Zeit ermöglichen wird, eine gewisse Arbeitsteilung einzuführen. Die bestehenden Gerichte bemühen sich auf der erwünschten Höhe zu bleihcn und irn gewissen Sinne haben sie auch die nötige Autorität. Trotzdem gewisse Zwangsmittel (moraiischcr Art natürlich) ihnen zur Verfügung stehen, ist es nur in seltenen Fällen dazu gekommen, von ihnen Gebrauch machen zu müssen. Vor dieses Gericht kommen sämtliche Fragen des täglichen Lebens in Palästina, nicht nur Geldsachen, wie viele meinen, sondem überhaupt alles, was einer juristischen Aufklärung bedarf, wie z. B. Handetsangelegenheiten, Ehrensachen, Angelegenheiten öffentlicher Bedeutung, Arbeitsange- Iegenheiten, Familienangelegenheiten, Erbschaftssachen, Fragen des Eherechtes (diese werden zusammen mit dem Rabbinat erledigt) und sogar Strafsachen im gewissen Sinne beschäftigen die jüdischen Richter. Unter den Richtern finden wir Kaufleute, Bauern, Arbeiter, Lehrer, Aerzte, Ingenieure, Beamte, Ffancfwerfcer, Aschkenasim, Sephardim, Jemeniten usw. Jedes Gericht verlangt andere Richter und darin liegt die Ursache des Erfolges unu des Vertrauens. Wir müssen nicht vergessen, "dah das jüdische Gerichtswesen von großem politischen Werte ist. Einerseits wird Tfas Publikum dazu erzogen, sich der jüdischen Gerichte zu bedienen (auch Nichtjuden machen von unseren Gerieftfen Gebrauch), andererseits beweisen wir hiermit der Refierung, daß wir unsere Geschäfte selbst verwalteu önnen und keiner äußeren Hilfe bedürfen. Die Ref'crung wird dann unsere Gerichte nicht wie zufällige hrengerichte, sondern wie ein einheitliches geordnetes Genchtswesen betrachten und behandeln. Der Kampf um die Einberufung der Konstituante in Palästina Der Kampf um die Einberufung der jüdischen Gründungsversammlung hat in der letzten Zeit scharfe Formen angenommen. Wie die Verhältnisse gegenwärtig Kegen, scheint die Idee der Gründungsversammlung sehr bedroht. Bekanntlich haben die orthodoxen Kreise in Jerusalem im letzten Augenblick ein Ultimatum gestellt, in dem sie erklären, au den Wahlen nicht teilzunehmen für den Fall, daß den Frauen das Wahlrecht zuerkannt wird. Dieser reaktionären Forderung hat sich der Misrachi nunmehr auch angeschtossen. In letzter Stunde kamen auch die Kolonisten mit ihren Forderungen, die auf eine Aufschiebung der Einberufung der Versammlung hinausliefen. Die Provisorische Executive, die den Auftrag erhalten hatte, die Wahlen zu der geplanten Gründungsversammlung festzusetzen, kam hierdurch in eine schwierige Lage und berief eine Plenarsitzung des Provisorischen Waad ein, um zu der Frage Stellung zu nehmen. Es kam zu stürmischen Debatten, in deren Verlauf der Poate-Zionist Blumenfeld die Orthodoxie und die Kolonisten beschuldigte, daß sie die Organisierung der palästinensischen Judenheit verhindern wollen, weil sie befürchten, daß sie nicht die Mehrheit haben würden, und weil sie durch Hinausschiebung der Einberufung der Versammlung Macht und Einfluß in ihren Händen behalten wollten. Die Herren von den Kolelim der Chalukah fürchteten eine öffentliche Kontrolle über ihre Gelder und störten daher jede freiheitliche Bewegung des Jischub. Der Redner griff die Provisorische Executive stark an, weil sie auf die Ansichten anonymer Gruppen Rücksicht nehmen, anstatt gemäß den Wünsehen des Volkes zu handeln. Hiergegen protestierten der Kolonist Ltibmann und namens des Misrachi Herr A. Lew in sehr heftiger Weise. Von misrachistischer und orthodoxer Seite wurde betont, daß dic Beteiligung der Frau am politischen Leben unzulässig sei. Ein Misrachist erklärte, sobald der Paragraph des Frauenwahlrechts gestridien sei, sei der Misrachi für sofortige Vornahme der Wahlen. Rabbiner Mandelbäum erklärte, daß die Stellungnahme Jerusalems, das sich in den letzten, zwei Jahren mehr entwickelt habe als die anderen Städte, zu entscheiden habe. In der weiteren Debatte stellt sich heraus, daß im Grunde nur die Vertreter י der Poalc-Zion für die Einberufung der Konstituante waren. So wurde endlich der Beschluß gefaßt, die Wahlen vorläufig bis Oktober zu verschieben, und zwar 1. deshalb, weil infolge des Frauenwahlrechtes ein sehr großer Teil der Bevölkerung nicht an den Wahlen tcilnehmcn würde (Orthodoxe und Misrachisten), 2. weil die politische Lage noch uneklärt sei, 3. weil die Bauern gegenwärtig mit der rnte beschäftigt seien und 4. weil die Konstituante doch noch keine positive Arbeit zu leisten imstande wäre. Auch die Frauen griffen in diesen Streit ein. ln zahlreichen Versammlungen c!hoben sie feierlich Protest egen die reaktionären Methoden der Orthodoxen und es Misrachi. Dic Frauen weisen darauf hin, daß die Misrachisten in Amerika und in anderen Ländern ohne Bedenken an den zionistischen Konferenzen, in denen die Frauen alle Rechte haben, teilnehmen. In Flugblättern, die der Frauenverband zahlreich verbreitet, werden die reaktionären Kreise aufs schärfste gegeißelt: ״Wir hatten das Recht, alle Leiden und Verfolgungen durchzumachen und schwer zu arbeiten; man will uns aber das Recht nehmen, an dem Aufbau unseres Landes mitzuwirken/‘ ״Steht der Misrachi in Palästina unter dem Einfluß der Kotelim oder gilt für ihn eine andere Disziplin als für den Misrachi im Auslande, der gemeinsam init den weiblichen Gesinnungsgenossen arbeitet? Mit wel-hem Recht hebt der Misrachi, der doch eine zionistische Fraktion ist, einen der wichtigsten Grundsätze der zionistischen Kongresse, die Gleichberechtigung der Frau, auf? Wir sind nicht Frauenrechtlerinnen. Wir werden uns aber unsere primitiven bürgerlichen Rechte nicht nehmen lassen.“ Die amerikanische Kommission in Palästina Der Besuch der amerikanischen Sektion der inferalliierten Kommission, worüber bereits in der ,,Jüdisehen Rundschau“ berichtet wurde, hat in das gesamte politische Leben des Landes neuen Schwung gebracht. Die amerikanischen Herren haben mit den verschiedenen Kreisen und Parteien der gesamten Bevölkerung engste Fühlung genommen. Sie besuchten verschiedene' Institutionen und empfingen zahlreiche Deputationen in Judäa und' Galiläa. Zurzeit halten sie sich in Damaskus auf. Anfangs war man ein wenig irn Zweifel, ob die Haltung gewisser jüdischer Kreise in Jerusalem den jüdisch-nationalen wünschen entsprechen werde. Erfreulicherweise hoben sich diese Gerüchte als ur.begründet herausgestellt. An der Spitze der scphardischen Kommission erschien der Großrabbiner von Saloniki, Rabbi Jacob Meir, der die Kommission mit einem Segensspruch begrüßte und die Forderungen der historischen Rechte des jüdischen Volkes auf Palästina in hebräischer Sprache vortrug. Seine Rede wurde ins Englische übersetzt. Das Mitglied der Kommission, King, fragte nach der Meinung der Deputation über die bevorstehende Einwanderung mul die Verhältnisse zwischen den Juden und anderen Einwohnern des Landes. Auf diese Frage antwortete in einer längeren englischen Ansprache Herr Mejuchas: ״Ich bin ein Kind des Landes und ein Sohn einer alten Familie, die seit 250 Jahren im Lande lebt. Ich kenne alle Kreise der Bevölkerung sowohl auf dem! Lande als auch in der Stadt Ich hatte auch viele arabische Schüler, und ich kann daher aus genauester Kenntnis der Lage versichern; zwischen den Juden und ihren arabischen Nachbarn herrachten stets friedliche Beziehungen. Unsere Schulen und unsere sonstigen Anstalten waren für dic Söhne aller Kordessianen frei eröffnet. Das Vertrauen der Araber ging so weit, daß sie wiederholt den jüdischen Rabbinern ihre Streitfragen vortrugen. Trotz der bestehenden Sitte der Araber, ihre Töchter nicht bei Männern unterrichten zu lassen, schickten viele Araber ihre Töchter in unsere Schulen. Und wenn die türkische Regierung nicht eiine Verordnung erlassen hätte, die uns die Aufnähme van Nichtjuden in unsere Schulen verboten hätte, so wären unsere Schulen von arabischen Schülern und Schülerinnen überfüllt gewesen. In der letzten Zeit machte sich wohl ein widerstand seitens der Araber gegen uns bemerkbar, das ist aber nichts als ein Miß- Verständnis, das der Unklarheit der politischen Lage entstammt. Vor kurzem wurden hebräische Abendkurse eröffnet, und die angesehensten Araber, Gerichtsbeamten usw. besuchen diese Kurse. Eben!» besuchen auch die Jude» die Abendkurse für arabisch. Die Sephardim1, die seit Jahrhunderten im Lande leben, werden die Vermittler zwischen den Arabern und. den tieuangekommenen Juden sein, und gibt es denn einen größeren Faktor der Einigung als die Sprache?“ Alm a 1 e a c h zeigte, daß die arabische Bewegung, die gegen die Juden gerichtet ist, nur einen ganz engen Kreis reaktionär gerichteter Leute hinter sich hat. SO Prozent der Bevölkerung, die Landleute sind, sind aufrichtige Freunde der Juden, von denen sie vielen Nutzen erlangen. Nach der sephardisdien Deputation wurde die aschkenasische mit Rabbiner Chaim Sonnenfel'd an der Spitze von der Kommission empfangen. In einer Sitzung der Provisorischen Exekutive berichtete Dr. Eder über die Empfänge der Kornmässio« in Galiläa. Die griechisch-orthodoxe Deputation erklärte, daß die Juden dem: Lande großen Nutzen gebracht haben und eine Massencinwanderung von Juden erwünscht sei. Audi die arabisch - mohammedanische Deputation in Nazareth bekundete vor der Kommission eine günstige Stellung gegenüber den Juden, und mehrere Vertreter der Dorfgemeinden des Kreises Haifa sprachen sich gleichfalls zugunsten einer jüdischen Immigration aus. In Judäa haben sich die arabischen Deputationen teils günstig, teils neutral zur Judenfrage verhalten. Herr Braunstein berichtete bei einer Versammlung in Saffed über die Empfänge der Vertreter aus dem oberen und unteren Galiläa durch die amerikanische Kommission in Nazareth. Aus dem Bericht ging hervor, dß eine große Anzahl n i c h t j üd i s c h e r Vertreter die großen Vierdienste der jüdischen Immigration für die ökonomische und kulturelle Entwicklung des Landes betont haben. Viele von• ihnen baten die Kommission, für eine große jüdische Ansiedluing rinzutreten und betonten, daß sich die arabischen Masse den Juden gegenüber freundlich verhält. Hinsichtlich der Memoranden arabischer Einwohner, die sich gegen die Juden richteten, erklärten sie, daß es sich um: Aktionen unberufener Einzelpersonen handelt, die im Gegensatz zu den luteressen des Landes _ eine antijüdisdie Propaganda entwickeln. In sämtlichen Kolonien ist die Kommission feierlich begrüßt worden. Besonders feierlich gestaltete sich der Empfang in R i s C h o n -1 e - Z i o n, an dem sich die Vertreter der judäischem Kolonien, führende Persönlichkeiten aus Jaffa und Jerusalem und die Vertreter der Zionistischen Pal ii s t i n a- Ko mim i s - sion beteiligten. Nach dem Empfang fand ein Frühstüde irn Palmengarten statt. Die Amerikaner betonten, daß sie einen guten Eindruck von den jüdischen Bauern gewonnen hätten. In Sichre n Jakob unterhielten sich die Amerikaner besonders eingehend mit dem Leurtnant Aaronsohn, einem Bruder des verstorbenen Agronomien, der in englischer Sprache einen erschöpfenden Bericht über die Leistungen der jüdischen Kolonisation gab. Der Besuch der Kommission I«t1 Damaskus hat die dortige Bevölkerung in starke Erregung versetzt, ln Syrien machen sich mehrere politische Tendenzen( geltend, namentlich• in bezug auf die Protektoratsfrage. Die einen wollen ein autonomes Syrien, unabhängig vom Heoschas, haben. Andere erklären, Syrien könne ohne das Protektorat einer Großmacht unmöglich existieren. Und wieder andere verlangen die Vereinigung Syriens und des Hedschas. Ein christlicher Araber, Achmed Kurd Ali wurde in einer Versammlung verprügelt, weil er einen Artikel mit der Uebersclirift ״Syriern unter den! Protektorat einer Großmacht“ veröffentlicht hatte. Ein eifriger Gegner jeden Protektorates ist Ibrahim H i 1 m i, der Redakteur des ״Lisclian-el-arab“, der wegen eines Artikels bereits zu einer Geldstrafe von 100 Pfund verurteilt wurde und jetzt wcgeni seiner aufreizenden Tätigkeit vor ein Kriegsgericht gestellt werden soll. Gleich nach Eintreffen der Kommission in Damaskus erschienen Plakate auf den Straßen in arabischer und englischer Sprache mit den Aufschriften•: ״Wir verlangen absolute Autonomie!“ Amnächsten Tage forderten berittene arabische Polizisten die Entfernung dieser Plakate. Der Sekretär der amerikamsehen Kommission •stattete sofort nach dem Eintreffen in Damaskus dem Chacliam Base hi einen Besuch ab, um mit ihm gemeinsam die Reihenfolge der Depiitationsempfänge festzusetzen. Am Freitag, den 29. Sivau wurde die Deputation der Jüdischen Geni e i n d e in Damaskus von der amerikanischen Kommiissio» empfangen. Die Ausführungen des Advokaten Joscrc Abadi, Mitglied •des Stadtrates, und des Chac 11a m Baschi machten einen günstigen Eindrude auf die Mitglieder der Kommission. Die Unterhaltung drehte sich in iier Hauptsache um das Verhältnis zwischen Syrien und Palästina. Der Vorsitzende der amerikanischen Kommission bemerkte, daß die Juden die einzigen seien, die die Trennung Palästinas von Syrien fordern. Die jüdischen Vertreter erklärten, daß sie als Bewohner Syriens für die Wünsche ihrer Landsleute volles Verständnis haben, aber als Juden die Trennung Syriens von Palästina verlangen. Herr Abadi führte aus, daß Palästina m i e n1: a I s' mit Syrien vereinigt war. Selbst unter dem! türkischen Regime bildete Palästina einen besonderen Achninistiationsbezirk. Ais treue Söhne des jüdischen Volkes verlangen sie, unabhängig davon, wo sie leben, die Selbständigkeit Palästinas und für die Judenheit Syriens die Garantie ihrer nationalen Rechte. Wie bereits gesagt, beschäftigt sich dic arabische Presse in Syrien sehr lebhaft mit dem Besuch der amerikanischen Kommission. Der Redakteur Achmed■ Kurd Ali schreibt in seinem Blatte ״Mukiahas‘*, daß Syrien und Palästina eine Einheit bilden• und nicht getrennt werden können. Beide Länder seien absolut arabisch, und• wenn hier und da einige ihrer Söhne hebräisch sprechen, so sei das nur eine künstliche Erscheinung. Neu eingeführte Religionen, oder Sprachen ilünaii :nicht über das politische Sdhidksal von Syrien und Palästina entscheiden. Man könne nicht mit 100000 oder 200 000 Menschen rechnen, sondem die Meinung und der Willen von 3—4 Millionen Menschen müsse entscheiden. Die alliierten Regierungen müßten sich nach der Meinung der Mehrheit richten, und diese große Mehrheit verlange von ihnen absolute Freiheit, um auf einer solchen Grundlage eine bürgerliehe, demoKratische und zentrale Regierung bilden zu können.“ Audi der Emir F e i s u 1 nahm öffentlich Stet- 11mg zum amerikanischen Besuch. Anfang Juni kam er nach Aleppo, wo er mit königlichen Ehren empfangen wurde. Auch hier, wie früher in Damaskus, hielt er vor den׳ Vorstehern alleT Gemeinden und Notabeln eine Rede, in der er das Volk zum Frieden und zur Eintracht aufforderte. Ein antizionistisches Memorandum der Araber Wie aus dem vorstehenden Artikel ersiehtlieh» hat die ״Amerikanische Sektion der uiteralliierten Kommission“ bei ihrem Aufenthalt in Palistina eine ganze Reihe von jüdischen, christlichen unö mohammedanischen [Deputationen empfangen, die der Kommission ihre Wünsche bezüglich der zukünftigen politischen Ordnung vorgetragen haben. Während mehrere arabische Deputationen sich bei dieser Gelegenheit durchaus freundlich zur Frage der jüdischen Einwanderung nach Palästina äußerten und in riehtigern Verständnis der politischen Verhältnisse und der Bedürfnisse des Landes die Hoffnung aut ein hamvonisches ,Zusammenreben der verschiedenen Bevölkerung»־ feile Palästinas zum Ausdruck brachten, wurden der Kommission von anderen arabischen Gruppen auch Profestresolutionen gegen die zionistischen Bestrebungen lind die bevorstehende jüdische Einwanderung nach Palästina überreicht. Wir veröffentlichen im! nächst ebenden den Wortlaut eines vom: K. Z. B. verbreiteten Memorandums, das eine Gruppe von Arabern der amerikanischen Kommission überreicht hat. Es heißt dort wie folgt: ״Das südliche Syrien, genannt Palästina, ist aus drei Mutessarifaten (Kreisen) Jerusalem, NabluS und Akko zusammengesetzt. Die ZaM der ,Einwohner Paläs Linas beläuft sich auf etwa eine Million. Hiervon sind '60 000 Juden, die in den verschiedenen Orten des Landes zerstreut sind, und <500 000 Mohammedaner, Christen, Fellachen una Beduinen, die alle einer Rasse angehören — der vereinigten arabischen Ras». Die Fläche des bearbeiteten Bodens umfaßt 3OÜO0 'Quadrat- Jdlometer, von denen 450 Quadratkilometer den Jude« gehören, de sic in der letzten Zeit erworben haben. Als die Einwohner des Landes Kenntnis davon erhielten, daß den Juden hinsichtlich Palästina» Versprechungen gemacht worden sind, ohne Wissen der Bevölkerung, Versprechungen, die gegen die Interessen der Bevölkerung sind, haben sie unverzügiieh Proteste durch die Okkupationsmacht und durch die Vertreter der Großmächte eingereicht. Sie haben zugleich einen Kongreß in Jerusalern am 27. Dezember 1918 «!berufen, und die erste Arbeit des Kongresses bildete die Uebermittehmg eines Protestes, in dem mit klaren Beweisen die Fordertingen der Zionisten als unberechtigt zurückgewiesen wurden. Die Bew Zionisten gehört, 1 Ursprung! den Gegi Aegyptcr sie aus stina unc dessen ( reichten. Aufentha während Späterhin aus, 0111 das Reel zu bean: Gau ג Landes, die Jude haben si: gelassen und vert• Blute du Orte. W Nationaii Frankrcii bcanspm Jahren d da die , hundert Was stina ant keit. 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