Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXIV (1919)
- Issue
- Heft 61 (29.8.1919)
- Date
- 1919-08-29
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 01 JU ED1SCM t RUNDSCHAU bette 409 Am entgegengesetzten Ende der Stadt, in Maskere tfc Mosche, entstand hie rauf der nächste Gan. Er ist aitgetiblicklich der größte und schönste Gan, bat sechs Krassen mit 160 Kindern, mit großem Spielplatz Und Garten. Dank des Gartens kannten wir mit Gartenarbeit — Blumenzucht und Gemüsebau — beginnen. Die Kleinen arbeiten mit großer Freude im Garten, mit Hilfe der Gananotfc und unter Anleitung eines gatiläischen Gärtners. Der Gan hat auch eine kleine Tierzucht; es gibt da Hühner, Tauben, Ziegen!, Hasen und sogar einen Igel, die alle van den Kleinen mit viel Begeisterung und Hingabe gepflegt werden. Einen besonderen Typus bilden die ebenfalls im Frühjahr 1918 entstandenen Kindergärten im Anschfuß an die orthodoxen Xafmud-Thoraschufen. Sie sind ein erfreulicher Fortschritt in der pädagogischen Entwicklung dieser Anstalten. Während früher der kleine Knabe von 3—4 Jahren bereits! m der Talmud-Thora saß und das kleine Gehirn mit Lesen- und Schreibeniernen überanstrengte, hat er jetzt seinen Gan, der ihm alle seinem Alter angemessenen Spier- und Lehrmittel biötet. Freilich wird 1h der oberen Klasse dieser Gänfm aueftr schon Zesen ünef Schreiben unterrichtet und esi werden ■auch Gebete und ברכות gelehrt. ״Cheder Tachkemoni“ hat einen solchen Gan von drei Klassen mit 80 Schülern und che Sephardistihe Talmud-Thora ihren Gan von ebenfalls drei Klassen mit 70 Schülern. Der letztgenannte Gan, in der inneren Stadt gelegen, ist der ärmste in Jerusalem. Die Kinder, meistens Waisen, sind alle schwächlich1 durch Unteremährung und Krankheit, sind zum größten Teil in Lumpen gekleidet und unglaublich schmutzig. Durch die freundliche Hilfe der ״Hadassa“ haben wir für diese Kinder Schürzen bekommen, doch müßte der Gan, wenn er seine Aufgabe richtig erfüllen wollte, den Kindern auch Wäsche und Kleidung verschaffen und vor allem — Eiäder. Diesen kleinen verwahrlosten Wesen gehört vor allem die nötige Körperpflege und solange de pekuniären Mittel nicht vorhanden sind, um dieselbe rationell auszuführen, ist die Arbeit dieses Gan unvollkommen. Gut Gegenstück zu den Gan im der Talmud-Thoraschufen für Knaben bildet der orthodoxe Mädchengan im Anschluß an die Talmud-Thora für ‘Mädchen. Er hat drei Klassen mit 80 Schülerinnen, fast alle Aschkenasim. Das Programm ist dasselbe wie für die beiden vorerwähnten Ganim. Der kleinste, aber vielleicht der interessanteste Gam Et der Kindergarten der /emenfterkofonfe Ha-Schiloach. Welcher Jude kennt nicht, sei es auch nur dem Namen nach, die historischen Wasser von Ha- Schiioach? Es gibt wohl keinen Piatz in der Umgegend Jerusalems, wo jede Handbreit Boden so van Geschichte und Sage durch tränkt ist wie dieser Ort, aber auch keinen Ratz, der durch seine ganz eigenartige landschaftliche Schönheit, durch seinen pittoresken Zauber die Phantasie so an regt wie dieses Fleckdien Erde. Dem Tempelberg Moria gegenüber, von der Stadt durch das tief einschneidende Kidrontai getrennt, überragt von dem Berge, auf dem König Salomo den fremden Göttern Altäre errichtet hatte und wo man dem Moloch seine Menschenopfer brachte, liegt Ha-Sehilöach. Dort haben sich vor 30 Jahren mehrere Jemeniterfamilien angesiedelt. Ihre kleinen Häuser kleben wie Vogelnester an der Felswand. Da der Zugang von Jerusalem aus weit und sehr beschwerlich ist, aa auch de umwaftnenden Araber früher che Wege unsicher machten!, war diese Kolonie völlig von der Stadt getrennt und führte ihr eigenes Leben, ungestört durch die Einwirkung moderner Kultur. Es war dort nur ein Meiner Cheder, de übrigen Kinder wuchsen WIM auf wie de Araberkiuder und sprachen auch nur arabisch. An Schawuoth 1918 erhielt ich zu meiner Freude de Zustimmung de» Waaa ha Chkiuch, in Ha-Scliibacfi einen Gan zu gründen. Der Gan entwickelte sich aufs Schönste und Kt 'eis wahrer Kulturträger für die kleine Ansiedüung Wer ein ״deutscher ist hat der Liebe dem deutschen Volke gedient, — und war wohl noch etwas stärker von ihm ,^degoiutiert“, als Hermann. Das war ein Irrtum, aber wen machte de Parteibrilte so blind, daß er nicht sähe, wie unendlich wertvoller jener Irrtum kt, als de Erkenntnis Hermanne? Und was nützt Hermann seine Erkenntnis? Welche Folgerungen zieht er aus ihr? Ist er jetzt Jude, Volljude, Nurjude? Will er in» jüdischen Volk das suchen, was ihm das deutsche versagte. Ist er gar .... Zk> uist? Nichts von allem. Er hat bei Tolstoi gelesen, Wert und Kraft des Juden läge darin, daß er nicht mehr ct&atenbildend 9er, und Tolstoi hat ihn» nichts gesagt, was er nicht selbst schon, gewußt hätte. Aber Tokio! irrt Der Jude ist staatenbildend, hat überall in der ganzen Welt diese ״bis auf de Knochen blamierte Institution“ mitgebaiit. V־ ־ Staatsbürger jüdischen Glaubens׳ nicht teil am Staat? Alle europäischen Staaten sind vom Judentum mitgeschaffen worden. Nur einen Staat, seinen Staat, Kat das Judentum noch nicht gebaut. Und wie wenig weiß dieser gebildete Jude Georg Hermann von den treibenden Kräften des Zionismus, wenn er auch nur fragen kann, ob dem wirklich auch in Palästina der P0|mbz des europäischen Staates sein Wesen treiben EU ist traurig, zu erleben, wie dieser kluge und denkende Mensch, der 90 viel Sinn für Realitäten bewiesen hat, ach hinüberzuretten versucht aus der Kälte der entblößenden Erkenntnis in das wärmende Gewand nebulöser Illusionen. Man scheut sich, den Namen Georg Hermann und das Wort Phrase in eine« kausalen Zusammenhang zu bringen, aber was soll es heißen, wenn er nach einem Zusammenschluß der West Juden ruft mit folgendem Programm: ״Und wenn wir uns zusammenschließen, so sei unser Zion (nicht örtlich und Staat- Ich begrenzt): die Zukunft der Menschheit? Wer darf •י wagen, unter dieser Parole örtliche und staatliche Grenzen zu ignorieren, nicht aber che Schranken eine» *Atgoak“? w »Die Zukunft der Menschheit“ ist etwa», wovon ®an wenig weiß, und wer ihr dienen will, wird »ich bescheiden müssen mit der Arbeit innerhalb der Volk»- grmdwmhnft, der er flfah »uAhit, and wild #eb am geworden. Er hat 20 Kinder von 2»/»—10 Jahren. Die Kinder sprechen nun schon alle hebräisch, und wenn man jetzt vom Zionsbeig herabsteigt nach HarSchifoach, hört man schon von weitem anstatt arabischer Schimpf- Worte die schönen hebräischen Kinderliedter herüberschallen. Auch die Augen der Kinder werden im Gan behandelt und es wird, soweit es möglich ist, alles getan, um das Leben der Jemeniten auf eine normale Basis zu bringen. Den ersten Schritt dazu hat dar Gan getan. Dies ist, kurz geschildert, der augenblickliche Zustand der Jerusalemer Kindergärten. Im Herbst sollen zwei weitere Ganim errichtet werden in Stadtvierteln, in denen noch kein Gan besteht. Auf diese Weise wird die ganze Stadt 'von einem Netz von Kindergärten überzogen werden, ehe ihren segensreichen Einfloß mehr und mehr bemerkbar machen. E& wird hoffentlieh bald keine Familie geben, die ihre Kleinen nicht in den Gan schickt. Obgleich das demokratische Prinzip streng gewahrt wird pnd man keinen Unterschied in der Aufnahme macht — 80 sitzen z. B. die Kinder des Bankdirektors mit den Kindern des jemenitischen Wasserträgers einträchtlich an einem Tischchen — 90 kommt es doch auf die einzelnen Stadtviertel und ihre Bevölkerung an, ob der Gan von besser situierten oder nur armen Elementen besucht wird. So tragen die Gamm ״Nachlath Schiwa“ und ״Sichren Mosche“ ihrer Lage wegen mehr den Charakter von Privat-Kindergärtem. Doch ist ihr Programm genau das gleich״ wie dasjeilige der andern Ganim. Es ist nur der Unterschied, daß die Bemittelten zahlen, die Armen aber den Gan unentgeltlich besuchen. Ich schieße diese Zeilen mit der Hoffnung, daß es Uns bald gelingen wird, unsere hebräische« Ganim auf de Höhe zu bringen, die sie einzunehmen haben, um ihrer großen Aufgabe voll und *ganz gerecht zu werden. Eis sind genug Kräfte vorhanden, die sich dieser Sache mit Verständnis und Hingebung widme«. Wenn wir nur die pekuniären Mittel haben zur Vervollkommnung und zum Ausbau des Bestehenden, so können unsere hebräischen Ganim in ,Jerusafem ein Vorbild werifrn für eien Gafuth und ein ,Stolz und Segen für Erez- Israel. Ueber das Gerichtswesen in Palästina Von Ch,, Krupnick Wir bringen den nachstehenden, auf ßroschüren und Aufsätzen der palästinensischen Presse bemhenden Artikel, ohne zu ihm, besonders was die Frage der Rabbanergerichte anbetrifft, Stellung zu nehmen. Die Redaktion. Wer nur eine Ahnung davon hat, was das türkische Gerichtewesen war, wird es leicht verstehen, daß die Juden Palästinas es möglichst vermieden haben, mit dem türkischen Gericht in Berührung zu kommen Die Richter waren sehr schlecht besoldet und nähme« es mit der Gerechtigkeit nie sehr genau Dazu kommt, daß die Juden Palästinas der Landessprache sowie der Landesgesetze *unkundig waren. Die einzelnen Fälle, in denen die Juden mit de« türkischen Gerichten zu tun hatten, waren warnende Beispiele. Die rasche Ent- Wicklung des palästinensischen Lebens förderte aber gebieterisch eüi eigenes Gerichtswesen. Das Rabbinerfericht konnte die jüdische Bevölkerung nicht ganz efriedigen, da die Rabbiner dem heutigen Leben nicht mehr entsprachen. Dieser Mangel wurde von! dem zionistischen Palästina-Amt behoben, das zuerst ein eigenes jüdisches Gerichtswesen organisierte. Das jüdische Gerichtswesen existiert bereits seit ungefähr zehmi Jahren. Bis vor dem Kriege hat die türkische Regierung sich um das jüdische Gerichtswesen wie überhaupt um unsere Selbstverwaltung nicht gekümmert und so konnten sich die jüdischen Gerichte sehr gut entwickeln. Auch die Konsulargenchte der Kapitulation»־ so mehr bescheiden müssen, je ernster er es mit dem Menschheitsfrühling meint. Wer unter den deutschen Juden der deutschen Gemeinschaft den Rücken kehrt, tut es nur in einem Fall mit Recht: wenn er die jüdi sehe Gemeinschaft bejaht und seine Menschheit« ziele durejisie zu erreichen strebt. Der Weg vom Einzelnen zur Menschheit geht über die Gemeinschaft der Nation. Georg Hermann schwebt im Leeren. Warn er den Weg vorwärts nicht findet, den Weg zu seinem Volke, wenn er nicht an dieses Volk glaubt, nicht vertraut, daß es den Staat überwinden werde, dann wird er den Weg zurückschreiten müssen zu denen, von denen er gekommen ist. Das aber — er weiß es — kann er nicht. Und darum hoffen wir, daß er, dessen Bekenneramit wir ehren, doch eines Tage» ganz klar erkennen wird, wohin er gehört. Literarische Mitteilungen Oie Zionistische Organisation von Amerika gibt fortlaufend zionistische Broschüren und Druckschriften zur Verstärkung der zionistischen Propaganda in den Vereinigten Staaten heraus. Von den letzten Neu- E nschti nunge n sind zu erwähnen: ein Katalog der zionistischen Bücher und Broschüren in englischer, jiciseher und hebräischer Sprache mit kurzen Anmerkungen über den Inhalt; die unter dem Titel ״Zionismus und jüdische Rechte“ als Flugschrift erschienene Vorrede des englischen Ministers des Aeufleren Balfour zu Sokolows ״Geschichte des Zionismus“. Besonderes Interesse erweckt eine kleine Schrift von Norman Hapgood, Präsident der Liga zur Verewigung der freien Nationen, (zur Zeit übrigens Gesandter der Vereinigten Staaten in Dänemark), der den antizionistischen Ausführungen des Kongreßmannee Kahn, die dieser seinerzeit in den New York-Times veröffentlichte, überzeugend und wirkungsvoll entgegentritt und entschieden für die Gründung eines jüdischen Gemeinwesens in Palästina Stellung nimmt. Nachdem der Stybel-Verlag ki Mo»kau infolge der in Rußland herrschenden Verhältnisse seine Arbeit einstellen mußte, (700 Pud hebräischer Satz wurde von der bolschewistischen Behörde requiriert), hat er sein ha!f>tsächid»ca Arbeitsfeld nadi New York verlegt tnächte haben den Entscheidungen unserer Gerichte Rechnutig getragen. Das nach dem russischen Muster 90genannte Frtedensgeridit wurde zu einer ständigen Institirtion des neuen Jischuw. An das Friedensgericht in Jaffa wandten sich Privatleute mit ihren Forderungen und Streitigkeiten, wandten sich öffentliche Institutionen Sowie Kolonien bei innere« Streitigkeiten. Auch beschäftigte sich dieses Friedensgericht mit der Ausgleidrung von Beleidigungen tisw. Die Entscheidungen de» Friedmsgerichtes sind immer befolgt worden, trotzdem ihm absolut keine Machtmittel, außer seinem moraiuScISen Einflüße, zu Gebote »fanden. Seit Kriegsausbruch hat die türkische Regierung das Friedensgericht und seine Mitglieder »ehr scharf verfolgt. Das Institut mußte seine Tätigkeit einstellen, und das gesamte Aktenmate riaf; das man vor der Regierung verbergen mußte, ist vernichtet worden. Nach der Eroberung Judäas durch che Engländer ist zusammen mit anderen Institut tonen auch das Friedensgericht wieder eröffnet worden. Die Kolonien Judäas haben bei dem Waad Ttamoschawali juristische Kommissionen t-ingesetzt. Am 6. Tammus 1918 sind in der Richter- Versammlung in Jaffa die ersten Statuten des t'üdischen Zi vifgerich tes ausgearbeitet worden. Zum erstenmal ist dort die Einteilung des Gerichtes in Instanzen und die Trennung zwischen städtisehen und Kolonie-Gerichten durch ge führt worden. Diese Gerichtsordnung ist selbstverständlich noch unvollständig, sie kann aber als Grundlage der weiteren Entwicklung des jüdischen Gerichtswesens in Palästina dient«. Nach der Befreiung des anderen Teiles Palästinas beschloß das oberste Zivilgericht in Jaffa, Amtsgerichte im ganzen Lande zu eröffnen. Mit dieser Aufgabe ist ein gebildeter Jurist beauftragt worden, der fünf Monate lang das Land durchreiste, überall neue Gerichte eröffnete und die bereife bestehenden neu organisierte. ln jeder Stadt sind zwei Instanzen Vorhände». Di* erste Instanz oder das Dreigericht und die zweite Iostanz, die auch Richterversammlung genuint wird und aus fünf Mitgliedern besteht. Sie beschäftigt sieh mit Forderungen über 100 ägypt. Pfund und dient als zweite Instanz für die Gerichte erster Instanz. Von den Kolonien sind Gerichte erster Instanz mir in den größeren oder mittleren vorhanden. Die kleinen Kolonien, sowie die Farmen 5e nutzen dfc Gerichte der nächsten großen Kolonie, wobei bei dem "Termt'n auch ein von aer Kolonie dhzu gewählter Einwohner der betreffenden kleineren Kolonie anwesend sein muß. Als zweite Instanz für die Kolonien dient das Zentral-Friedensgaricht der ״Vereinigung der Kolonien“, seine Mitglieder smd von zweiter Instanz. Solche ״Zentralen Friedcnsgenchte“ existieren in Judäa, Sam ar 1 a, Unte rgalii äa und Obergafiiäa. Ueber diese Gerichte der Städte itid der Kolonien steht das ״Oberste Friedensgerieht“ in Jaffa, das* von der Generalversammlung Judäas gewählt wurde (Samaria und* Galiläa waren damals noch von den Türken besetzt). Dieses oberste Gericht ist die höchste Instanz sowohl für die Erledigung der Prozesse der zweiten Instanz als auch in» administrativen Sänne. Dieses oberste Gericht ist daי einzige in* ganzen Lande. Alle wichtigen Angelegenheiten, die van offen!- ticher Bedeutung sind, wie Streitigkeiten zwischen zwei Kolonien, zwischen zwei Instituten usw. gehören vor dieses Gericht. Die städtischen Friedensgerichte tagen jeden Abend, in den Kolonien an bestimmten Tagen. Um das jüdische Gerichtswesen einheitlich zu gestalten, müßte an jedem städtischen Gerichte »wie Bei den ״Zentralen Gerichten“ für die Kolonien mindesten» je ein gebildeter Jurist sein. Ebenso fehlt es an einem Gesetzbuch. Bis jetzt sind nur an dem ״Obersten Friedensgericht“ in Jaffa Juristen Vorhand«». Die andeden Gerichte werden von Laien geleitet, die nach ihrem Gutdünken und Gerechtigkeitsgefühl nchr ten. In den Städten werden die Richter durch die Waade-Hair ernannt, in den Kolonien werden sie von In Europa soll nur noch das Journal ״Hatkufah“ (unter der Redaktion von D. rischmann in W«rschau) erscheinen. Der Stybel-Verlag in New York gibt ab 15. Sei»• tember eine 160 Seiten starke Monatsschrift ״M i k 1 a t“ (Sammelpunkt) unter der Redaktion van I. D. Berkowitz heraus. Der Verlag gibt bereits de« Inhalt der ersten beiden Hefte bekannt. Wir finde« hier die Namen der besten hebräischen Schriftsteller, wie Braimn (literarische Kritik); Dr. Simon Bernfeld (Geschichte Aruch); Dr. Jakob K1 a t z k i ״ (philosophische und publizistiscfie Essays); G. Schoffmann (Erzählungen); S. Schneür (Neue Werke, wie ״Wilna“, ״Aus den Liedern des Schicksals“, ״Wälder“, ein Roman ״Geschichte der Wanderungen“ und über Chaim Bialik). Außer den erwähnten Werken enthalten die Hefte Arb«- ten zahlreicher anderer Schriftsteller und Dicht«■. Aus der großen Liste der Werke, die nad» Mitteilung des Verlages im Laufe der nächsten zwei Jahre erscheinen werden, sollen folgende erwähnt werden: Original-Werke: ״Es war einmal eine Königin“־,, Roman von A. A. Kabak; ״Elend und Verlasse«“, Erzählung von I. Ch. Brenner; ״Geschfichte der jüd► 6che« Philosophie“, (6 Bände) von Prof. IX Neumark; ״Geschichte der hebräisdien Mathematik“ von J. Ginzburg; ״Geschichte der,, allgemeinen Mathematik“ mit einer Einleitung von Prof. D. J. Smith (2 Bände) von J. Ginzburg. Uebensetzungen atu» der klassischen Weltliteratur: fast sämtliche Werke von Shakespeare und Charles Dickens, ferner von Walter Scott, Peter Attenberg, Anton Tschechow, Dostojewski, Longfellovr usw. Ueber- Setzungen wissenschaftlicher Werke: Spinoza (Ethik), übersetzt von Jakob Klatzkin; Albert Lange (Geschichte des Materialismus), übersetzt von B a r t o w i a. Sämtliche Werke erscheine» in Prachtausgaben und sind durch de* Stybel-VerVaa — The Styoel Publishing Hause, 114—116 Fiftit Awaiq New York QHy — ati beateim. 1 ,1 ■ |S 1 1 Tי