Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXIV (1919)
- Issue
- Heft 59 (22.8.1919)
- Date
- 1919-08-22
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
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Seite 456 Der erste tschechoslowakische Zionistentag (Von unserem Prager Korrespondenten,) Prag, 30. Juli 1919,'; Nach dem Umsturz ergab sich für die Zionisten l der einzelnen Sukzessionsstaaten, die an die Stelle der österreichisch-ungarischen Monarchie getreten waren, die; Notwendigkeit, an die Stelle der Wiener obersten zioi nistischeir' Behörde eine Zentralinstanz zu schaffen, der! die Leitung׳ aller zionistischen Angelegenheiten obliegen! sollte. Die ungeklärten staatsrechtlichen Verhältnisse in der tschechoslowakischen Republik ließen ini Anfang nicht mehr als ein Provisorium zu: die Grenzen des Staates standen noch nicht fest. Trotzdem kein voraus-; blickender Politiker in Prag daran zweifelte, daß diese; Gebiete dem tschechoslowakischen Staate einverleibt werden würden, hat sich die politische Vertretung des , jüdischen Volkes in der Republik, der Prager jüi dische Nation;11 rat, die selbstverständliche Re- | serve und Zurückhaltung auferlegt, indem er vorläufig i seine Tätigkeit nicht auf die noch streitigen Territorien 1 erstreckte. Angesichts der schwierigen Situation, in der sich die dort wohnenden Juden befanden und die sich heute nur unerheblich geändert hat, konnte es begreiflicherweise kein Opfer für den Nationalrat bedeuten, wenn er manche günstige Chancen und die großen Möglichkeiten für eine weitaus holende Arbeit, in den deutschböhmischen Städten insbesondere, unausgeniitzt vorübergehen ließ. Eine solche Vorsicht und Zurückhaltung war aber in der rein zionistischen Arbeit, die nach 'der Bildung des jüdischen Nationalrats keinen politischen Charakter mehr trug, da in einer vom Zionistentag wieder bestätigten. Trennung der Kompetenzen diesem "die gesamte innerpolitische Tätigkeit obliegt, nicht am Platze. Tatsächlich haben sich auch die deutschböhmischen Zionisten an den in Prag stattgefundenen Vertrauensrnännertagungcn und dem böhmischen zionistischen Distriktstag, der am 19. April 1919 in Prag abgehalten wurde, beteiligt. Auch an der im Anschluß an den ersten jüdischen Nationalkongreß am 6. Januar 1919 stattgefundenen zionistischen Tagung, auf welcher ein provisorisches Zentralkomitee für den neuen Staat eingesetzt wurde, nahmen sie teil. Dieses Zentralkomitee, dessen Arbeiten vielfach durch die politische Situation, die insbesondere eine Arbeit in der Slowakei unmöglich machte, behindert wurde, betrachtete es als seine erste Pflicht, die Umwandlung des bisherigen provisorischen Zustandes in ein Dcfinitivum vorzubereiten. Die zionistische Arbeit in den vier zur Tschechoslowakei gehörigen Ländern mußte den geänderten Verhältnissen und auch den größer gewordenen Anforderungen entsprechend auf ganz neue Grundlagen gestellt und in einem vielfach stärkeren Maße intensiviert werden. Es handelte sich da insbesondere um den organisatorischen Neuaufbau, der von unten, den lokalen Organisatiorien angefangen bis zur Spitze, dem Zentral- Komitee durchgeführt werden mußte, ohne die sdion vom Beginn der zionistischen Arbeit in Oesterreich bestehende und im allgemeinen wohlbewährte Einteilung in den einzelnen österreichischen Kronländem angepaßte Distrikte und deren Autonomie zu gefährden. Dies konnte auf legalem Wege nur durch eine Tagung׳ sämtlichet Zionisten der Republik erfolgen, die das Zcmral-Komitee, das endlich die Möglichkeit zu einer wirklich gründlichen und erfolgverheißenden Tätigkeit erlangen wollte, für den 26. und 27. Juli nach Prag berief. Daß der Zeitpunkt nicht günstig war, darüber herrschte kein Zweifel. Es spricht für den Arbeitswillen und das Verantvvortungsgefühl der tschechoslowakischen Zionisten, daß trotzdem der Zi-onistentag überraschend gut besucht war und auch gute und wertvolle Arbeit geleS!lf»r*־B1r’ Tagung wurde Sonntag, den 26. Juli, abends, durch hebräische, tschechische und deutsche Ansprachen der Mitglieder des Zentral-Kcwnitees Alex Feig, Norbert Adler und des geschäftsführenden Vizepräsidenten Emil Thein (der im Januar gewählte Präsident Dr. Ludwig Singer, der zugleich der Vorsitzende des Jüdischen Nationalrats ist, war abwesend) eröffnet. Der böhmische Distrikt war durch 47, der mährischschlesische durch 41 und die Slowakei durch 9 Delegierte vertreten. Die für eine in Prag stattfindende Tagung geringe Zahl der böhmischen Delegierten erklärtsicfi daraus, daß eine größere »Anzahl deutschböhmischer Organisationen nicht vertreten waren. Zwei Vereine, der Karlsbader und der T raute 11 auer, begründeten dieses Fernbleiben mit Argumenten, die unmöglich als stichhaltig angesehen werden können. Der ungünstige Zeitpunkt der Abhaltung der Tagung, der den hauptsächlieh ins Treffen geführten. Gruhd bildete, würde eher die Abwesenheit der mährisdien und slowakischen Gesinnungsgenassen als der zahlreichen deutschböhmischen rechtfertigen. Der Trautenauer Volksverein ging aber noch weiter, indem er erklärte, daß der Zionistentag illegal sei und nicht das-Recht habe, allgemein verbindliehe Beschlüsse zu fassen. Die Tagung beantwortete diesen mehr als sonderbaren Standpunkt über Antrag der Permanenzkommissi-on thireh die einstimmig angenoirtmene Resolution auf Uebergang zur Tagesordnung. Das Zentral-Kamitee und böhmische Distriktskomitee wurden gleichzeitig beauftragt, der Agitation entgegenzutreten, auf welche in Wirklichkeit das Fernbleiben verschiedener Delegierter aus Deutschböhmen zurückzuführen ist und die anscheinend nicht zur Genüge sacfiliehen Motiven entsprungen ist. Wenigstens kann man die eventuell einzig in Betracht kommende Begründung für die ablehnende Haltung der erwähnten Zionisten aus dem deutschböhmischen Gebiet, nämlich die noch immer nicht vollkommen und unzweifelhaft bestimmte staatsrechtliche Stellung dieses Gebietsteils nicht gelten lassen. Ganz abgesehen davon, daß gerade die Zionisten keinen Anlaß haben, aus Gründen, welche die Deutschen seihst schon ־ausnahmslos als abgetan empfinden, über vorsichtig zu sein, ist nicht einzusehen, was irgendwelche politische Konstellation eines Landes mit der zionistischen Arbeit daselbst zu tun hat. Wenn die zionistische Organisation während des Krieges keine Scheidewände zwischen den Zionisten der verschiedenen Länder gekannt hat und die zionistische Arbeit einheit-!ich geleitet wurde, ist es nicht gut zu verstehen, warum! nnan gerade jetzt, nach Kriegsschluß, ohne jede Nöfigiing neue Grenzlinien zwischen Karlsbad, Leitwert Sz und Trauten au einerseits und Prag andererseits aiPridrten »oll. Im gegenwärtigen Augenblick ist das sogar für die J U EDI SCH E RUNDSCHAU Nr. 59 Nr, 59 politische Arbeit des Jüdischen Nationalrats nicht!mehr am Platz, weshalb auch der Zionistentag alle tschechoslowakischen Zionisten in einer Resolution verpflichtet hat, sich bezüglich ihrer politischen Betätigung dem Nationalrat ku unterstellen und seinen Weisungen Gefolgschaft zu leisten. Die zionistischen Mitglieder des Nationalrats sollen andererseits aber auch dem Zionistentag für ihre Arbeit innerhalb des Nationalrats verantwortlich sein. -- Angesichts der trostlosen Verhältnisse in der Slowakei und der noch immer ungünstigen Verbindung ist es durchaus anztierkennen, daß ■wenigstens die zionistischen Führer erschienen waren. :111 Nannen der slowakischen Zionisten antwortete Dr. Leo Sipos (Preßburg) auf die Begrüßungt^'orte des Vize- Präsidenten Thein, der in seiner Ansprache auch der Jubiläen Max Nord aus und Professor Warb u r g s gedachte. Nach der Wahl des Präsidiums (Dr. Gustav Zweig- Proßnitz als Vorsitzender, Emil Arnstein - Dobrisch, Theodor W i s t e r - Preßburg und Gustav Finzi- Troppau, als Stellvertreter, Dr. Ka nill Kohn und Julius Kulka als Schriftführer) und der Verlesungen der eingelaufenen Begrüßungen, unter denen sich auch solche des A. C., des Kopbnhagener Büros, des Nationalrats in Wien und der jugoslawischen Zionisten befanden, wurde der Rechenschaftsbericht erstattet. Dieser verweist besonders auf die Ausarbeitung des neuen Organisations- Statutes auf die Arbeit des Palästinaamtes und die Neuorganisierung ״der Nationalfonds-Arbeit durch Schaffung einer Zentralstelle in Prag mit Emil Kafka als Leiter. Es* folgten hierauf das Finanzreferat, das J. U. C. Paul März erstattete, der betonte, daß in Hinkunft weit höhere finanzielle Anforderungen an die tschechoslowakischen Zionisten gestellt werden müssen als bisher. Die am folgenden Tage von dem Referenten -der Finanzkommission. Otto B rod namensderselben vorgeschlagenen Anträge, wonach die drei Distriktskamitees von den Beiträgen der Zionisten einen einheitlichen Verbands- (Z. K.-J Beitrag an das Zentralkomitee in der Höhe von 5 K. pro Jahr abzuführen haben, der mährisch-schlesische Distrikt jedoch mindestens 20000 K., der böhmische. 12 000 K. aufzubringen hat, ferner eine ständige Finanzkommission und ein Arbeitsfonds des Z. K. geschaffen werden, wurden *bngenommen. Das Palästina-Referat erstattete der Leiter des Prager Palästinaamtes Alex Feig. Wegen der Kürze der Tagung konnte der Referent neben einem Bericht über die Tätigkeit des Paläslinaamtes nur einen kurzen Ueberblick über die verschiedenen Probleme der Palästinabesiedlung geben. Da das Referat Stellung gegen die Anschauungen von Davis T r i e t s c h nahm, verlangten einige Delegierte, daß dem als Gast anv.csenden Herrn Trietsch das Wort zur Erwiderung erteilt werde. Dieser Antrag wurde abgelehnt; Herr Trietsch erklärte sich aber bereit, über Wunsch vieler Delegierter, darunter besonders der slowakischen, nach Schluß der Tagung einen Vortrag über den von ihm vertretenen Standpunkt zu halten. Herr Feig schlug zur Palästinafrage folgende Resolutionen vor: 1. ״Der Parteitag־ beschließt die Schaffung eines besonderen Palästinaausschusses, der sich mit allen Fragen der Palästinaarbeit, zu beschäftigen hat. Dieser Palästinaausschuß ist geleitet von der Palästinakomm ission des Zentralkomitees (dem bisherigen Palästinaamt, das für die großen Fragen und wichtigen Arbeiten, besonders in der Zukunft, viel zu klein ist, und nur die technische Durchführung der Arbeiten des Palästinaausschusses vornehmen kann) und setzt sich ferner zusammen aus den Palästinareferenten der Distrikte und Kreise und besonders befähigten und interessierten Zionisten. Der Palästinaausschuß tagt mindestens jeden zweiten Monat. Der Palästinaausschuß wird die gesamte Palästinaarbeit im tschechoslowakischen Staate leiten und derart vorbereiten, daß kn gegebenen Zeitpunkt der Anteil unserer Organisation an der Aufbauarbeit mit aller Energie durchgeführt werden kann. Bis dahin wird er verschiedene Fragen, wie die soziale Frage der Kolonisation, die Frage der Berufsumsehichtung, die Fragender Vorbereitung, der Information über Palästina, die Abhaltung von Kursen, Schaffung von Ausbüdungsmöglichkeiten usw. gründlich und 'mit Fachleuten durchberaten, um den in diesen Gebieten bestehenden Dilettantismus zu beseitigen.“ , 2. ״Der Parteitag beschließt: Es ist Pflicht jedes Zionisten, insbesondere derjenigen in führender Stellung, mit unbedingter Konsequenz unter Hintansetzung alles übrigen sich für Palästina vorzuberei te'n , damit dieses, ob der Betreffende nun hingeht oder nicht, in seinem ganzen Leben die Orientierung bedeutet. Hierzu .gehört vor allem äußerste Intensivierung des Hebräischen; jede Ortsgruppe muß einen besonderen Referenten für Hebräisch einsetzen, der seinerseits wieder dem Hebräischreferenten des Kreises, des Distrilftes und in letzter Linie dem Hebräischreferenten des Palästinaausschusses untersteht. Dieser hat in allen Ortsgruppen hebräische Sprachschulen einzurichten, die von allen Zionisten zu besuchen sind,, eine ׳ Evidenz der Hebräischlehrer, der Lernenden, Anfänger und Fortgeschrittene, anzulegen, das verfügbare hebräische Lehrmaterial zu sammeln und neues zu beschaffen, den Zusa-nimenhmig mit den ähnlichen Institutionen der ganzen Welt insbesondere dem Erziehungs- und Kulturdepartement der zionistischen Organisation in London und den palästinensischen Zentralstellen zu wahren und überhaupt in it aller Kraft und Unterstützung aller Zionisten die weitgehendste Hebraisierung der Zionisten zu erzwingen.“ Nachdem noch dem provisorischen Z. K. der Dank für die geleistete Arbeit ausgesprochen und ihm De- Charge erteilt, ferner eine Permanenzkommission, eine Organisationskommission, eine Finanz- und eine slowakische Kommission gewählt wurde, wird die Sitzung geschlossen. Der zweite Sitzungstag wird mit einer Kundgebung gegen die Massenmorde an den Juden in Polen und der Ukraine eingeleitet. Die Vormittagssitzun״ war ausgefüllt durch das Natkwalkmdsrc[erat des Sekretärs des Prager N.-F.-Büro Emil Kaffka, den bereits erwähnten Bericht de!־ Finanzkommission, die N.-F,-Debatte und ein Referat von Dr. Hugo Herr mann (Mährisch - Ostrat:) über die Richtlinien figen Arbeit. Dem N. - F. Bericht ist li'clKuen, daß in der tschechoslowakischen- 5 ersten Halbjahr 1919 kn »ranzen?35 454 Kn tnelt wurden, die sich auf Mähren-Schlesien mit 120541 Kronen, auf Böhmen mit 112 734 K. und die Slowakei mit 2179 K. verteilen. Dieser Betrag entspricht, trotzdem er ein Vielfaches der im vorhergegangenen Jahr in den einzelnen Distrikten gesammelten Beträge darstellt, keineswegs den vom Haager Hauptbüro für die Republik und das Jahr prälknierten Summe von 2 Millionen Kronen. Da aber die Errichtung der Prager Zentrale erst vor kurzem erfolgte und die Organisierung der N.-F.-Arbeit in der Slowakei erst in Angriff genommen werden muß, wobei auch in Betracht zu ziehen ist, daß in der Slowakei der Hauptteil der Juden der Republik lebt, und da ferner die erfolgverheißende Selbstbesteuerung aller Zionisten mit mindestens einem Prozen t ihres Einkommens erst vom Zionistentag zum bindenden Prinzip erhoben wurde, schließlich die Flugblatt-Aktion anläßlich der Herzlfeier und die in Aussicht genommenen Palästinafreiheitsfeieru in den Sukkothtagen reiche Erträge versprechen, ist zu hoffen, daß sich das Jahresergebnis erheblich steigern wird. In der sich an das N.-F.- Referat anschließenden Debatte wurden ähnlich wie in der aus Anlaß der Tagung einberufenen Versammlung aller N.-F.-Vertrauensmänner eine große Anzahl von Anregungen zur Ausgestaltung der Sammeltätigkeit gegeben Das Referat von Dr. Herr mann betont die überragende Stellung, welche die Vorbereitung der Palastinakolonisation in der zionistischen Arbeit einnimmt. Dieser soll, sobald der Kolonisationsplan der Leitung bekannt ist, eine e i g e n e P a 1 ä s t i n a t a g u n g gewidmet sein. Der Referent erhofft von der Einführung des Grtsgruppensysterns eine Stärkung der Organisation, weistauf die Bedeutung der Kultusgcrneinden, deren Aufgaben durch eine eigene Kommission festgestellt werden sollen, hin, ferner auf die Arbeit in der ״Slowakei. Die von Dr. Herrmann vorgeschlagenen Thesen, nach denen eine Palästina-, eine Propaganda-, Presse-, Kultusgeineinden-, Finanzslowakische und eine Kommission für Jugendarbeit bestellt werden, ferner Referenten für Landes- Politik und für soziale Fürsorge, die sämtlich vom Z. K. eingesetzt werden׳ und unter seiner Leitung arbeiten sollen, werden angenommen. — Emil Waldstein -beantragt eine Resolution, die sich in schärfsten Worten gegen die Drangsalierungen der Juden In der. Slowakei wendet, die, zum großen Teil auch Infolge der Tätigkeit der dortigen Behörden, die schwerste Unbill ertragen müssen. Die Resolution hebt hervor, daß diese Judenverfolgungen trotz der Zusicherungen der leitenden Staatsmänner, insbesondere des Präsidenten Masaryk, den der Zionistentag übrigens durch eine Depesche begrüßte, nicht aufhören. Schließlich wird noch über Antrag von Dr. Angel« Golds tein folgende Resolution angenommen: ״Der erste Zionistentag der tschechoslowakischen Republik begrüßt die oberste zionistische Leitung in London, dankt ihr für die bisherige Arbeit im Interesse unseres Volkes und verspricht ihr,guch in Hinkunft treue Gefolgschaft zu leisten. Gleichzeitig "spricht der Zionistentag der Delegation der zionistischen Organisation in Paris, insbesondere den Herren'Dr. Weizrnatin und Sokolow, für ihre gewissenhafte, aufopferungsvolle und erfolgreiche Tätigheit den Dank und das Vertrauen aus.“ In der Nachmittagssitzung erstattet der Obmann des mahrisch-schlesisdien Distriktskamitees, Dr. Josef R u f e i s e n (Mährisch-Ostrau) das Organisationsrefmt und gleichzeitig den Bericht der Organisationskonunissaoq^ welche den Statutenentwurf in längerer Sitzung umgearbeitet hat. Das neue Organisationsstatut basiert auf der Ortsgruppe, die sämtliche Zionistpn eines Ortes, welche den 'Schekel und die Parteisteuer (die z. B. in Böhmen 15 K. jährlich beträgt) entriditen, zusammenfaßt. Die einzelnen Vereine sollen aber darum nicht aufgelöst werden. Auch die bestehenden Distrikte bleiben erhalten, *für die Slowakei soll ein neuer Distrikt geschaffen werden. Zwischen den Ortsgruppen und den Distriktskomitees stehen die Kreise, deren Einführung sich in 'Mähren sehr bewährt hat. Nach einer kurzen Debatte wird der Entwurf der Organisationskommission en bfoc angenommen. Für das Zentralkomitee machte Oskar Busch namens der t’ermanenzkommission totgende Vorschläge: für Böhmen did Herren: Norbert Adler-Prag, Emil Arnstein- Dobrisch, Alex F e i g ־ Prag, J. U. C. Ernst Leben hart - Prag, Dr. s H ugo Pick- Aussig, Dr. Felix Sc i d e m an n - Teplitz-Schönau, Ing. Hugo S1 o n i 11 - Prag, Emil Thein- Prag; für Mähren-Schlesien: Dr. Robert Altb ach -Mähr.-Ostrau, Gustav F i n 2i- Troppau,Dr. Leopold Goldschmied- Proßiutz, Dr. Adolf Grünre Id-Brünn, Dr. Hugo Herrmann - Mähr.-Ostrauj' J. U. C. Paul1 März-Üng. Hradisch, Dr. Josef Rufeisen- Mähr.-Ostrau, Dr. Meißner- Olmütz; für die S 1 o wakei: Dr. Karl F ä r b s t ei n - Eperjes, Dr. Moritz J «s k 0 w i t z- Uzgorod, Dr. Josef L ö w y - Kaschau, Emil Nenmann- Nyitra, Siegin und Sametz - Preßburg, Richard Schlesinger - Pistvan Dr. Fri-dyes Szilrad Zolyon-Lipcze, Bernhard Weiß- Preßburg. Die Vorgeschlageuen werden in von den Delegierten ■der künfzu ent- :publik im en gesasri- I Die Ausfüh; ן Siegm. W e I juoeiidfrage IG o 1 d s t e i [ Resolutionei I nistentag er I Konsequenz I Grunde be! Ivon den Zi! spricht ihne jDcr Zionist I tischen Grüi [tischen und ״Der Zionis [Zionisten d j Betätigung I Weisungen :Mitglieder < I ihre Arbeit Nachde | Vizepräsidei ISchap i r a [Bericht übe! und Dr. C [aus der Tscl [gewidmet u I wird der Z rcschlossen Es ist' : ן zu verzeich und deren | um die g־a trotz aller nehmen die Wie sollte ״uhrern tm I hetzt wordi diaraikterist | eignet, find! | vom 27. j 1 | überfielen 11 Stadtviertel in grausam« | Mann naitn! Juden, de re I den. Die I [militärische! Die jü< I setzt ßericl Straße Und Spiel des teuflischster | fangeneulag I aus einem |<ter ״Jüdin äußerst ein Niveau der J veröffentlicl llieferj den j Ausschrcitu [handelt, son (das Verb re! lalle Schuld Nischen -Ah |seihst in d | das teilen. der einzelnen Distrikte gebildeten Kurien gewählt. Das Z. K. konstituierte sich nach Schluß der Tagung und wählte Herrn Emil Tliein zum Vorsitzenden, die Herren Dr. Leopold Goldschmied, Dr. Norbert Adler, Gustav Finzi und Bernhard Weiß zu Vizepräsidenten. In geheimer Sitzung erstattete Norbert Adler hierauf das mit großem Beifall auf genommene Referat über die Galuth-Politik. Er erklärte( daß die noch von einzelnen Zionisten aufgeworfene Frage, ob man über- Haupt Galuth-Politik betreiben dürfe, durch die Begründüng •des Jüdischen Nationalrats erledigt sei, bespricht dessen Arbeit, durch welche das Gesamtjudentum gcschützt worden sei, weist aber auch auf die Gefahr hin, die durch das Zuströmen von im Grunde noch nicht national und zionistisch empfindenden Personen für den Zionismus entstehe. Wir dürfen kein Kolonisationsverein werden, sondern müssen die Volksbewegung bleiben, die wir waren. Die zionistische Organisation habe die Aufgäbe, die vom Nationalrat errungenen Erfolge zwecks Gewinnung׳ neuer Anhänger auszitwerten. Wenn auch die Verwirklichung eines Teiles des zionistischen Programrns durch die Landespolitik einen Abstieg von den Höhen des zionistischen Ideals bedenk, so sei dieser unvermeidlich und die Zionisten haben die Aufgabe, durch die Betonung des moralischen Moments in unserer Be- •wegung die Reinheit der zionistischen Idee zu wahren. Der 1 Isch au g< regung P | gerichte < Vergehen 124 Stunde | Diese Krit ן sonen Rec 1 Urteils gr I sehr potei!einiger V< liierten, so | auf dem < I ist uns vor I Gesinnung ldenri wie' I det, vurd 1 von dem I Auch sons I wenia־ Ver Itler leine I de r 0_ ן m Namei Hau m, c Iniission 2 dem er [Bevöiken.!Staate zu JUlhilc zu!würde in ■ Delegiert(!Gegen G׳ |tr berief, ■ein Jude, Ikiligt ist. n;i׳!s nich Ifigiiriert'i :in Vors . Aus; Jbielegenlii!'er; und ku verwei l’dmu sir pichen, i Paralysier |we; jüd is Fant, un« Peru des