Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXIV (1919)
- Issue
- Heft 48 (15.7.1919)
- Date
- 1919-07-15
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
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Ir. 48 Nr. 48 J UEDISCHE RUNDSCH AU Seite 387 wtmä« n Lan! *I Mlj <31 I«. re» sij Gesell( Krieg besitzt Tiberiä 'cklion sich t!i ' billig{ I Ar.־••; nge h ptische Bcdar Kunde;iiiigun ind Zi;en!!;: portier für d 20—15 olleiiei 1d jeta erkstal » Frc! Jetj & Li ung dt meiste! trage! >ie Ai; roßte!! hncidei lichkei Quell! fcrti .•: r Nai:. 'iberia! lr jhrci leurre ns irt \xm tändler. liärdiiia Je!;, j Saf•' .11 n, je 3*30 ilt 2y? chlmg cfiulen, V. IHlli solien, Fun sei! steifen, ist belen. ׳, die n der Besä» off i- V i e 11. (!and Brau[* maru1:־־ g für jetzt 1 eine 1 Pai n d - teil er, r der <1mn;. des schon t ist, izienj itidet. aigen 7. er• iisehscher n «>־ iterin isdia I der Jaffa ktiosr eine xatr“ ft-, Die Judenfrage im Osten In der polnischen Konstituante Nach dem Pogrom in Krakau und den neuen Pogrome!» in einer ganzen Reihe polnischer Provinzstadte stellten die zionistischen Deputierten von neuem die Anfrage an die Regierung, was sie zu tun gedenke, um die Pogrome einzustellen. Dagegen stellte der Führer der sozialistischen Partei P. P. S. Daschinski einen entgegengesetzten Antrag, in dem: er die Regierung;;uffordert, die Unruhen, die infolge der Teuerungen entstand«! sind, einzustellen und der mit keinem Wort den antisemitischen! Charakter der Pogrome kennzeichnet. Während der Abstimmung• über die Frage der Dringlich- - eit der Anträge sagte Daschinski unter anderem: ״Das Verhältnis der polnischen Bevölkerung zu den jüdischen Einwohnern verdient die größte Aufmerksamkeit.. Glauben Sie nicht, daß, wenn wir jetzt den Mob gegen die Juden aufhetzen, wir damit die Frage der inneren Schwierigkeiten für kürzere oder längere Zeit verschieben werden. Diese inneren p o 111 i - sehen Schwierigkeiten werden nicht durch Judenhetzen beseitigt werden, und ich erkläre diejenigen, die den Juden den Bart gewaltsam abrasiere» und glauben, dadurch! den Preiswucherer losgeworden zu sein, für Kinder, die die Schwierig- Feiten des Zahlenverhältnisses in einem Lande nicht verstehen, wo jeder siebente Mann im Lande ein J udeis t und in den Städten sogar jeder zweite oder dritte. Zum Glücke Polens h a t s i c h b i s j e t zt noch kein Po g r o in im eigentlichen Sinne des Wortes im Polen ereignet, (Beifall.) Im Gegenteil, mit vollem Bewußtsein dessen, was ich von dieser hohen Stelle im Lichte der weiten internationalen Oeffentlichheit, die meine Behauptungen kontra 1- Deren kann, sage, erkläre ich, daß die bedauernswerten Ereignisse, die ges c he he n sind, nicht als Pogrome zubezeichnen sind. Wenn jemand in einem Straßenkämpf umkommt, unter so schweren Verhältnissen, wie es in Lemberg, Lida und Wilna der Fall war, so kann er durchaus nicht als Pogromopfer klassifiziert, werden.'“ (Stürmische Protestrufe seitens der jüdischen Deputierten.) ״Ich gehe von der Ueberzcugung aus, daß in Polen keine Pogrome stattgefunden haben. (Abg. Wein zieher: Aber Juden wurden doch in ihren Häusern ermordet!) Es gibt keine politische Partei, die die Pogrome als Instrument betrachtet, alle Sch wie-, rigkeiten im• Lande zu beseitigen, und daher kommt in meinen! Anträge kein Wort über Pogrome vor, aber wenn das, was sieh■ vor unseren Augen ereignet, von einer pflichtbewußten Regierung untenirüdet worden wäre, so würde es sich nicht in einer Weise anstfehnen, daß es schon zu spät ist, die Ehre des nationalen Banners zu retten. Ergreifen wir wenigstens Mittel gegen die Ereignisse der letzten Woche, deren Zeugen wir sind. Ich schlage daher dem Sejm vor, die weitesten Massen aufzuklären, daß durch Vernichtung■ einiger tausend jüdischer Geschäfte die Teuerung nicht abnehmen wird, sondern umgekehrt 'den Gesetzen der Nationalökonomie gemäß wild sie dadurch noch immer zunehmend* Gegen den Antrag von Daschinski sprach der Deputierte der Poale-Zion, Dr. Ignaz Schippe r: ״Das Moment der Teuerung als Hauptursache der Unruhen darzustellen, heißt die Augen schließen, um• nicht den wahre» Kern der traurigen Ereignisse zu erblicken, die sielt! jeden Tag abspielen. Die Hauptursache dieser traurigen Ereignisse ist vielmehr die Tatsache, daß hinter de» Pogromstiftern Provokateure stehen: Gerade diejenigen Elemente, die Interesse daran haben, die Gesellschaft zu desorientieren, ihr den gesunden Verstand zu nehmen und die Arbeiterbewegung in Blut zu ertränken. Aber wie lange kann dies dauern? Seht dir nicht, daß das Unheil, das an der jüdischen Be- Völkern!!״ zehrt, aucli die Grundlagen der gesamten Gesellschaft, die Fundamente des Reiches zu ver-!lichten beginnt? Seht Ihr nicht die Spuren der Anarchie, die diese Ereignisse ablösen? Ich sah sie erst vorgestern, als ich in Cholm war, wo sich am 3. Juni diese schrecklichen Taten abgespielt haben. Geht es doch so weit, daß man nicht nur lebendige Juden schlägt, sondem auch jüdische Leichen. Wurde dodh in Cholm nicht allein die jüdische Synagoge, sondern auch der jüdische Friedhof überfallen und geschändet. Selbst die Juden i!m Badeliaus sind Gegenstand der Schänden״ und Belustigung, und der Mob sucht sich nackte jüdische Frauen aus, um 'sich über sie lustig zu machen. Das ist die Verwilderung, bis zu der man gelangt ist. (Zuruf: ״Wir verlangen Beweise!“) Hier habe ich sie. Das sind offizielle Protokolle mit Unterschriften von 194 Zeugen. Die Pogrome auf Juden sind ein zweischneidiges Schwert. Mit einer Spitze trifft es die Juden und mit der anderen den Geist desjenigen, der den Juden schlägt. Summiert, und Ihr werdet Euch überzeugen, wer von uns mehr verliert. Summiert und Ihr werdet begreifen, wie groß die Gefahr für das gesamte Reich ist, wenn die Jugend auf diese Weise verwildert.“ Zur Begründung eines Antrages erhielt das Wort Dt. 1 hon: ״Was im! Lande geschieht, ist ein Brand, der mit ungeheuerer Schnelligkeit das ganze polnische Reich ergreift. Diesen schauderhaften Tatsachen muß ein Ende gemacht werden, und ich frage, wer hat dies zu tun? Wo anders ist es Sache der Regierung, ich weiß aber nicht, ob die Regierung keine entsprechende Macht, kein« Fähigkeit oder kein genügendes Ansehen besitzt. Tatsache ist es, daß die Regierung bis jetzt nicht Ordnung gestiftet hat. In der polnischen Republik existiert aber eine Institution, die souverän ist, die von der Gesellschaft gehört wird. Wenn von hier aus eine mächtige Stimme ertönen wird, die bedingungslos all das verdammt, was heute Wirklichkeit ist, und wenn der gesamte Sejm heute erklärt, daß man nicht plündern darf, daß man die menschliche Ehre nicht «leidigen darf, daß man diese Schauerlich!«!ten nicht begehe» darf, so wird dies einen Widerhall in der Gesellschaft finden. Und noch eins. Jene •Tresse, die^ systematisch die ••öffentliche Meinung vergiftet, durch U’erwiideste Lügenmachinationen die Juden als Feinde Zum Todestage Theodor Herzls Am 20. Tammus (18. Juli) sind 15 Jahre vergangen, seit Theodor Herzl uns entrissen wurde. Der Weltkrieg hat die große nationale Befreiungsidee des verewigten Führers wie nie zuvor ihrer Verwirklichung näher gebracht, seinem zielbewußten Wirken ist es in erster Reihe zu verdanken, wenn das jüdische Volk heute für die Gestaltung seines nationalen Schicksals reif geworden ist. Die Ereignisse •der Qegenwart haben jeden Einzelnen von uns aufs neue in der unverbrüchliehen Treue zu Herzls Werk und dem Gefühl der Verantwortung für die Zukunft unseres Volkes bestärkt. Und wie Herzl bei aller Romantik seines Wesens ein Mann der Tat war, wie er in weiser Voraussicht alle die Institutionen geschaffen oder angeregt hat, durch die unsere 'Bewegung sich■ entwickeln konnte, so dürfen auch ‘wir gerade jetzt, im neuen Werden des jüdischen Schicksals, nichts unterlassen, um unser wichtigstes Kolonisationsinstrument, den Jüdischen Nationalfond, für die großen Aufgaben der nächsten Zeit mit allen Mitteln auszurüsten. Wir fühlen, zumal am Todestage Herzls, erneut die Pflicht, seine Persönlichkeit nicht nur in Worten, sondern auch durch tatkräftige Förderung unserer Institutionen zu ehren. Ein sichtbares Zeichen dieser Ehrung ist der Herzlwald, der als Zeichen ewigen Dankes für unseren Führer in Palästina gepflatst wird und dem großen Ziele der Aufforstung Erez Israels dient. Auch wir wollen helfen, daß dies schöne Denkmal der Treue und der lebendigen Arbeit immer würdiger seiner Größe werde. Darum ergeht an alle Juden, die sich zu unserer Idee bekennen, die Aufforderung: Jeder pflanze zum 20. Tammus (18. Juli) einen Baum im Herzlwald! Bezeuget durch diese Spende dem Manne. ׳ die ewige Dankesschuld der euch das jüdische Lebensideal gegeben hat! Jüdischer Nationalfond, Zentrale für Deutschland. Polens, als Deutsche, als Bolschewisten darstellt, die Presse, die verantwortungslos vor der Vergangenheit und Zukunft des erwachenden Polens dasteht, wird, ich bin dessen sicher, ihre schändliche Tätigkeit einstellen, falls von diesem!. hohen Hanse eine Stimme erschallen wird, die diese ihre Tätigkeit verdammt. Nicht an Sentiments appelliere ich, icli fordere nur das hohe Haus auf, die!Dringlichkeit meines Vorschlags allzunehmen und dadurch mitzuwirken, daß diese Schauerlichkeiten gegen die Juden in Polen ein Ende nehmen.“ Gegen den Antrag Dr. 7 fions hielt eine verlogene Hetzrede der polnische Abgeordnete Brüll: ״Wäre ich nicht Zeuge der Ereignisse in Krakau gewesen, hätte ich in der Tat geglaubt, es hätte sich dort ein Pogrom ereignet. Jetzt aber muß ich feststellen, daß in Krakau in der Tat Pogrome, aber nicht gegen die jüdische, sondern gegen die polnische Bevölkerung stattgefunden haben. Alle Verwundeten sind polnische Soldaten, weil die jüdischen Bolschewiki nicht erlaubt haben, die Banden zu entwaffnen, die die Unruhe gestiftet iiaben. Man hat einen ge Müssten Goldberg verhaftet, der tschechische und deutsche Pässe hatte, eine organisierte Bande war es, die «Me Aufgabe hatte, einerseits in Polen bolschewistische Unruhen zu stiften und andererseits.m Paris den Namen Polens zu schünden, in Mechow haben Juden einen Polen ermordet und seine Leiche geschändet. (Dr. Thon: ,)Und Ihr meint, daß jemand Euerem Geschwätz Glauben schenken wird?“ Grün bäum zu dein Hause: ״Er schadet doch nur Euch und Eueren Interessen, es ist eine Schande, die» anhören zu müssen!“ Daschinski: ״Alles, was Ihr hier erzählt, ist Lüge. Die ganze Geschichte ist eine Erfindung.“) Brü 1!,fährt dessen ungeachtet fort: ״Doch spricht niemand gegen diesen Mord, in Krakau ist aber kein einziger Jude um gekommen und man schreit schon, daß dort ein Pogrom war. Die Soldaten hatten dort einen Kampf gegen jüdische Bürgermiliz zu führen. Die Juden haben in das Zimmer des Generalkommandos geschossen.“ Im Namen des Volksklubs erklärte Ko r f a n 11, daß seine Partei gegen den Antrag Dr. Thons stimmen wird. Der Antrag Thons wurde abgelehnt. Neue Interpellationen in englischen Parlament (Bericht unseres Kopenhagener Büros.) Die polnischen Pogrome Am»30. Juni rififatete der Abgeordnete Gritten, unabhängiges Mitglied für Hartlepool, an den Unter- Staatssekretär des Aeußeren die Anfrage, ob bezüglich der Judenmetzeleicn in Pölcn an die britischen Beamten an Ort und Stelle Anweisungen ergangen seien oder sofort abgesandt würden, um. im Namen der Menschheit bei den polnischen Militär- und Zivilbehörden gegen diese Ausschreikingen Protest zu erheben. Unterstaatssekretär Har m s w0 r t h antwortete: ״Der englische Gesandte in Warschau is־i bereits beauftragt worden, bei der polnischen Regierung in Fällen von Mißhandlungen von Juden in Men Vorstellungen zu erheben. Ich bin überzeugt, daß Pariere ws. I; i und seine Regierung entschlossen sind, alles zu tun, was in ihrer Macht steht, um zu garantieren, daß die Juden in Polen dieselbe Sicherheit und denselben Schutz genießen, wie die übrigen polnischen Staatsbürger.“ Sir Philipp Magnus fragte, ob der Unterstaatsselcretär irgendwelche weiteren authentischen Beridite aus Polen über diese Frage eriialkfi habe. Unterstaatssekretiir Harmsworth antwortete: ״Jawohl, ganz kürzlieh.“ Am 2. Juli fragte Sir William Seager, Mitglied für Cardiff, den Unterstaatssekretar des Aeußeren, ob ihm bekannt sei, daß die Grausamkeiten der neuen polnischen Nation gegenüber den Juden fortdauerten, und ob er beabsichtige, auf geeignetem• Wege eine Aktion zu unternehmen, um diesen Grausamkeiten ein Ende zu machen. Ujiterstaatssckretär H a rin s worth verwies auf die Antwort, die er dem Abgeordneten Gritten , einige Tage zuvor gegeben habe und fügte hinzu: ״DÜ« Iuformatiqnen, die wir bezüglich der jüdischen Pogrome erhalten haben, sind viel günstiger für die polnische« Behörden, als die Presseberichte der Öffentlichkeit zu verstellen gegeben haben.“ Der Deputierte Ormsby Gore richtete, wie das Stockholmer ״Jüdische Pressebüro“ dazu meldet, «ine Anfrage an die Regierung, ob sich in der Haller-Armee otler anderen polnischen Truppen, die Exzesse gegen die Juden in den Gebieten, die der Kontrolle der polnischen Regierung fernliegen, begangen haben, mg• tiche Offiziere befunden hätten. Der Unterstaatssekretär H a r ms wo rth erwiderte, daß er ohne vorherige Verständigung über die Anfrage keine bestimmte Antwort geben könne, aber er nehme an, daß englische Offiziere bei den besagten Truppen sich nicht befunden haben. Die Pogrome in der Ukraine Am 8. Juli fragte der Abgeordnete Kenn wortby an, ob in der Ukraine durch ■konterrevolutionäre Truppen* insbesondere durch die unter G r i gor i e f f, Judenpogrome stattgefunden hatten. Unterstaatssekretär Harrasworth antwortete: ״Wir erhielten Berichte, denen zufolge viele 'Juden im Kampfe zwischen russischen Sowjettruppen und den ukrainischen T!־uppen von Grigorieff, der in seinen Gefühlen äußerst judenfeindlich sein soll, ihr Leben verloren haben. Grigorieff erhält keine Unterstützung von den Alliierten. Die britische Regierung kann keine Schritte unternehmen, um den Ausschreitungen ein "Ende zu bereiten, da sich gegenwärtig keine alliierten Truppen dort befinden.“ Luna fragte an, ob Grigorieff Pogrome gegen Juden! veranstaltet und vielerorts die ganze jüdisch« Bevölkerung ausgerottet habe. Harniswortli antwortete: ״Nach einem drahtlosen Telegramm aijs Odessa über Berlin zeigte O ri<, gorieff kürzlich die Einnahme von Odessa an. Es sind bis jetzt wenig zuverlässige Nachrichten über Pogrome eingetroffen. Allerdings wird berichtet, daß Grigorieff ziemlich antisemitisch sei. Die britische Regierung bat ihm weder finanzielle noch moralische, noch andere Unterstützung angedeihen lassen.“ Eine jüdische Deputation bei dem amerikanisehen und englischen Botschafter in Warschau Der amerikanische Botschafter in Warschau, Gibbons, über dessen merkwürdiges Verhalten in der judenfrage wir bereite in der ״Jüdischen Rund1schau“ berichtet haben, hat eine, zionistische Demitation, bestellend aus dem׳ Rabbiner Zlotnik, Dr. Klumel und den Herren Podfischewski und F a r b s t e i!1 empfangen. Herr Farbstein, der polnisch sprach, betonte die Verdienste Wilsons, Amerikas imd Englands, um die kleine!! Nationen und für eine jüdische Heimstätte in Palästina. Nach ihm sprach* Dr. Klumel hebräisch. l!t seiner Erwiderung wies der amerikanische Botschafter nochmals auf die Bereit- Willigkeit Amerikas hin, die zionistischen Forderungen zu Unterstützen. Die Herren Farbstein und Dr. Klumel sind auch beim englischen Botschafter in Warschau erschienen, um auf diesem Wege dem englischen Volke und der Regierung ihren herzlichen Dank für die wohlwollende Förderung des Zionismus auszusprechen. Auf die polnische Rede Farbsteins und die hebräische Dr. Kl um eis erwiderte der Botschafter, daß er für den freundlichen Empfang gelegentlich seiner Ankunft in Warschau aufrichtig danke. Besonders angenehm berührt sei - er durch die Erwähnung der englischen Führung gewesen, die das Glück hatte, Jerusalem zu befreien und den Weg für die Errichtung eines Jewish State in Palästina anzubahnen. Sodann sprach der Botschafter über die bewährte Politik des britischen Imperiums, allen Rassen und Religionen ir! seinen Herrschaftsgebieten volle Freiheit zu lassen. Der Botschafter ersuchte um Einhändigung des Originaltextes der hebräischen Rede Dr. K111 - mels zwecks Einsendung an die britische Regierung. Von den Mew Yorker Polen Die New Yorker Polen haben, wie die J. P. Z. erfährt, einen regelrechten Boykott gegen die dortigen jüdischen Geschäfte inszeniert. Das New Yorker Verteidigungs-Komitee für die Juden in Polen beschäftigt sich auf Grund eines Gesetzes, «las den Boykott für ungesetzlich erklärt- und ihn als Verschwörung betrachtet und streng bestraft, damit, ihn aufs energischste zu bekämpfen; es wird gegen die Hetzer gerichtlich Vorgehen. Fortdauer der Exzesse in Warschau Dem״ ׳Jüdischen Preßbüro“ in Stockholm zufolge kam es in der Solccstraße in Warschau zu schweren Ausschreitungen gegen die Jütten, 15 Juden wurden verwundet und der Jude Berek Grünblatt getötet.