Mannheim
Compact Memory

Jüdische Rundschau · 1919-07-11 · Heft 47 (11.7.1919) · page 5

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXIV (1919)
Issue
Heft 47 (11.7.1919)
Date
1919-07-11
Page
– (sequence 5)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
94% known words query
IRI
…/2651273-2652135-2652182--12355-2669977
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

p 47 e w nwai WC ihnf mdei )je Fragebogen sind hl doppelten Exemplaren auszuteilen. Ein Exemplar bei Dt bei Ihnen, das andere cliicken Sie uns zu. Wir lassen Ihnen das Material ür diese Arbeit zugehen und bitten Sie, sofort an die Arbeit heranzutreten, damit wir für alle Anforderungen teige kr nächsten Zukunft gerüstet sind.“ ►eite! rteili 1 ll!i halte Von den Chaluzim in Palästina Wie die soeben eingetroffene Nummer 10/11 des חי las tinensischen ״Hapoel-Hazai'r“ meidet, ist die erste t de!;rollere Gruppe von 105 Chaluzim aus Polen in Paiä- 1 itina eingetroffen. Sie haben in einer feierlichen Detnon-;tration ihre Fahne zu dem Hapoel-Hazai'rheim in Nachatli Benjamin gebracht. Von den 105 Chaluzim haben >eite!;ich 101 sofort in die fisten des Hapoei-Hazai'r einenzal jetragen. etste n. n d ■ort Wle wir aus zuverlässiger Quelle erfahren, ist die kan Registrierung in Galizien abgeschlossen. Danach haben nid sich etwa 50000 Familien, also etwa der vierte Teil ßlidi »her galizisch-jüdisdien Familien, für Palästina regitrieren lassen. Die antisemitische Welle Vor kurzem fanden in Berlin Lebensmittelunruhen statt. Aus den Namen der geplünderten Leu( lest« hvit; m : abc : dai ion warn *tze! Vide! Witte f ma Well t vif wisse 1d wi ahn« l!e sc jüdi lasse! t ihr änti feier fconi entra kram ärbeil 1t um effeni 1 trot ode habe( 1 auc! WüIm :ichtn n An iscli dürfe! Aus Kr; r Gt -regu leide weite 1 wird ür di׳ ober g 1!acf t ui« :nigen mutet 1 Sii lauem ld du Leute Land r odei in nt«;ossei» 1׳ d!l, ias si« ötiget;erbau rsontti wollet1 5r sie ׳iclitigi lästiwä n. dif r uiisiert nehme r da«1 jsrebe» ti narf irisiert Nr. 47 JUEDISCHE RUNDSCHAU Seile 377 teristisch, dafür spricht selbst das angebliche Judenblatt, das ״Berliner Tageblatt“, das in einer Besprechung der genannten Artikel der ״Freiheit“ und der ״Germania“ die Geschmacklosigkeit begeht, ״die allzu große Betriebsamkeit, mit der eine gewisse Anzahl von Juden sich in den Vordergrund gestellt hat, sehr unerfreulieh“ zu finden, dafür ist die Art und Weise bezeichnend, mit der auf dem mehrheitssozialistischen Parteitage Scheidemann, Hermann Müller und Adolf Braun, Cohen als ״U-Boot-Maccabäer“ bezeichneten und vom' ״Standpunkt des Rabbiners von Minsk" und ״talmudistischer Methode“ sprachen. Diese Zunahme des Antisemitismus mag jenen unverbesserlichcn Optimisten unter den deutschen Juden überraschend kommen, die mit der Erreichung des Reserveoffiziers den, Antisemitismus überwunden glaubten. Wir Zionisten haben stets gewußt, daß der Antisemitismus der unzertrennliche Begleiter des jüdischen Volkes auf seiner Diasporafahrt ist. Solange das jüdische Volk seine Eigenart behauptet und nicht restlos unter den umwohnenden Völkern aufgegangen ist, wird der Antisemitismus bleiben. Der Konfliktsstoff zweier Völker entsteht in dem ihnen gemeinsamen Grenzgebiet; wie sollte der Haß gegen das jüdische Volk nicht besonders groß sein, das kein Zentrum!, sondern sozusagen nichts als Grenzen hat! ״Randspannungsgefühle“ bezeichnete Blumenfeld sehr richtig diesen Vorgang. Geschäfte ist deutlich zu ersehen, daß Wer fast aus■ schließlich jüdische Ladenbesitzer geplündert worden sind. Ein Bericht des ״Berliner Tageblatts“ über ähnliche Geschehnisse in Dortmund weist sogar ausdrücklich darauf hin, daß die geplünderten Geschäfte vornehmlich Juden gehören. Am Wedding in Berlin wurde das Warenhaus Moses nach einer antisemitischen Hetzansprache gestürmt und ausgeraubt. Einem Bericht der ״Freiheit“ zufolge haben in der Grenadierstraße einige Regierungssoldate.il und gut angezogene Zivilisten sogar das polnische Beispiel nachgeahmt und. vorübergehende Juden verprügelt. Am! 1. Juli brachte die ״G ermani a“, das offizielle Blatt des Zentrums, also einer der beiden die gegenwärtige Regierung bildenden Parteien, einen Leitartikel, in dem mit aller Deutlichkeit der Bolschewismus als hauptsächlich von den Juden ausgehend bezeichnet und in. nicht mißzuverstehender Weise ausgeführt wird, daß ״Druck Gegendruck erzeuge". Selbstverständlich behauptet die ״Germania“, dies nicht aus Antisemitismus zu sagen, sondern nur, um die Juden vor den unausbleiblichen Folgen zu warnen. Ob auch die ״Deutsche Tageszeitung“ und die ihr nahestehenden Blätter den Antisemitismus aus diesen uneigennützigen Motiven be treiben, wollen wir dahingestellt sein lassen. Seit Monaten wird Deutschland mit einer antisemitischen Propagandaliteratur über■ schwemmt, die ihren Mangel an Intelligenz und! Beweis« kräftigkeit durch die Quantität zu ersetzen sucht. Allzuviel Wert auf Logik verwenden die Verfasser meistens nicht, denn sie bekommen es fertig, den Juden gleichzeitig vorzuwerfen, sie seien die eigentlichen Träger des Kapitalismus, die Kriegsverdiener, die Ausbeutcr der wehrlosen Völker und die Schürer des Weltkrieges und andererseits die Väter und wildesten Führer des ßolschewis m u s. Oft wird ganz unverblümt mit Worten wie: ,,Vernichtet und tötet alle, die sich gegen die göttliche Ordnung erheben“ oder: ״Von diesen fremden Blutsaugern, den Juden, werden wir uns binnen kurzem! befreien, restlos und erbarmungslos“ zum Judenmord aufgefordert Es besteht in Berlin ein ״Ausschuß für Volksauf klär ung“ (Köthcner Str. 49), von dem! die ganze Hetzkampagne ausgeht. In gleicher Weise betätigen sich eine Reihe anderer Organisationen, worunter sich natürlich der ״Deutsc 11 - Vö 1 ki sche Bund“ in Hamburg und der ״Reichshammerbund“, gleichfalls in Hamburg, befinden. Auf den Straßen wurde Hut eine Schrift eines gewissen Walter Lieck, ״Die Schuld des Judentums am Zusammmenbruch Deutschkmds“ angepriesen, und in jedem1 öffentlichen Gebäude ix!״״ ״d Verkehrsmittel kann, man ähnliche Erzeugnisse Staats■ ''1'rten. Es ist nicht zweifelhaft, wer hinter dieser j de«־ Agitation steht, die ohne große finanzielle Mitte! nicht te mH möglich wäre. In der ״Freiheit“ wird sogar berichtet, daß seit den! 21. Februar 1919 die Bildung־ einer t'ogro m ga rde vorbereitet wird. Ein Regierungsrat en fü| Grosse und ein Leutnant von Arnim verlangten tatkräftiges Handeln gegen die Juden. Mitte Mai erschien in der Universität Berlin ein Anschlag, in dem für eine freiwillige Formation nur Leute ״g ermanischer Abstammung“ gesucht werden, die sich ehrenwörtlich verpflichten müssen, zur Verjügtmg zu sein, sobald sie die Aufforderung zum Eintritt in diese Formation erhalten. Die Vorkommnisse in der Grenadierstraße scheinen uns die ersten Versuchshcldentaten dieser Garde darzustellen, obwohl die Re- Gerung die Werbung für diese Formation verboten hat. t aßt man diese Tatsachen zusammen, so kommt man zt! dem Ergebnis, daß die antisemitische Welle im Augenblick in Deutschland eine unerhörte Stärke und! Xusdehnung erreicht hat. Nicht nur in denjenigen ganz rechtsstehenden Kreisen, die schon vor dem Kriege sich in ständigen, wilden Angriffen gegen das Judentum! eigingen, sondern auch in viel weiter linksstehenden Kreisen macht sich das antisemitische Gift fühlbar. Dafür ist bereits der erwähnte Artikel der ״Germania“ eharak- Zur Beachtung! An unsere Leser! Infolge der Streikbewegung des Postaushilfspersonals war das Postzeitungsamt genötigt, die Annahme der nicht mindestens einmal täglich erscheinenden Zeitungen und Zeitschriften auf einige Zeit zu verweigern. Die bereits fertiggestellte Nummer der ״Jüdischen Rundschau“ (No. 46, Datum: 1. Juli) konnte daher erst am Dienstag, den 8. Juli, zum Versand auf gegeben werden. Die heutige Nummer erscheint in verstärktem Umfange. Wir bitten unsere Leser, die Unregelmäßigkeiten zu entschuldigen. Gleichzeitig machen wir unsere Leser day rauf aufmerksam, daß in letzter Zeit sich die Klagen über unregelmäßige Zustellung des Blattes gehäuft haben. Dies hing mit den Streikbewegungen bei der Post zusammen. Doch haben wir die Hoffnung, daß jetzt, wo diese behoben sind, auch die ״Jüdische Rundschau“ wieder regelmäßig und pünktlich erscheinen wird. Deshalb ist alles Forschen nach Ursachen für diesen Vorgang falsch. Die mangelnde Logik, die den Juden heute als Drückeberger, dann als Wucherer, Lebensmittelschieber, Schleichhändler, morgen als Ausbeuter und dann plötzlich als Revolutionär, Umstürzler, Bolschewist verdächtigt, ihn heute für den Kriegsanstifter, morgen für den Schmachfriedensverursacher hält, erklärt sich aus der einfachen Tatsache־ daß das Primäre das Fremdheitsgefühl, der Haß ist, der sich skrupellos derjenigen Be grün dringen bedient, die als wirkungsvoll vorgestellt werden, Waren wir doch einst Hostienschänder, Brunnenvergifter und Ritualinörder! Deshalb wollen wir hier keine Apologetik treiben, nur das eine betauen. Die Emanzipation der Westjuden erfolgte durch ihre Initiatoren, um* sie ganz in das Leben der Wirtsvölker hineinzuziehen, um sie den ihr ganzes Leben erfüllenden Banden der jüdischen Gemeinschaft zu entreißen. Wir Zionisten erst haben begonnen, wieder eine jüdische Volkspolitik zu treiben. Wenn heute die Juden vielfach eine führende Rolle in der Politik ihrer Wirts Völker spielen, so ist es nichts als das natürliche Ergebnis jener Emanzipation, die dem Juden nicht nur Rechtgleichheit gab, sondern seine innige Teilnahme am Leben der Völker forderte. Ohne Zurück- Setzungen und Antisemitismus aber würden die Juden sich weit gleichmäßiger über alle Parteien verteilen und nicht nur in den Oppositionsparteien eine Rolle spielen. So wird uns alle antisemitische Propaganda kühl bis bis ans Herz hinan finden. Wir fordern nicht, daß der Grundsatz der Preßfreiheit zugunsten der Juden und zuungunsten der Antisemiten durchbrochen wird. Mag die Hetze weitergehen. Sie wird freilich nur wenig geeignet sein, Deutschland die ihm verlorengegangenen Sympathien zurückzuerobern. Was wir aber mit aller Schärfe von der Regierung fordern, ist Schutz für jüdisches Leben und Eigentum, ist energisches Einschreiten, sobald die Strafgesetze verletzt werden. Ist es in Deutschland schon erlaubt, ungestraft zu Mordtaten aufzufordern? Das jüdische Volk hat in diesem! Kriege gezeigt, daß es ein politischer Faktor von nicht zu unterschätzender Bedeutung ist. Der Friedensvertrag mit Polen sichert der jüdischen Minorität Schutz für Freiheit, Leben und kulturelle Entwicklung unter der Garantie des Völkerbundes. Wir hoffen, daß die Juden Deutschlands bei ihrer Regierung diesen Schutz finden werden. Die Lage der rumänischen Juden Wir veröffentlichen die nachstehenden Ausführungen um so lieber, als in letzter Zeit fast gar keine Nachrichten über die Lage der rumänischen Juden hierher gelangen. Hoffentlich behält der Verfasser mit seiner optimistischen Auffassung Recht. Die Red. Ich hatte die seltene Gelegenheit, zwei Monate in Rumänien zu verbringen, zu einem Zeitpunkt, der für die Geschicke dieses Landes im allgemeinen und für die Zukunft der dortigen Juden im besonderen von größter Bedeutung war, in der Zeit der Veröffentlichung des Friedensvertragsentwurfes. Die Monate April und Mai waren aber auch sonst für die rumänische Bevölkerung von besonderem Interesse: In dieser Zeit fiel die beginnende Versorgung des ausgehungerten und ausgepreßten Landes und der unterernährten und geschwächten Bevölkerung mit den nötigen Lebensmitteln und Bedarfsartikeln, die Wiederaufnahme eines halbwegs geordneten Handels- Verkehrs im In- und Auslande •und die dadurch bedingte Wiederbelebung des städtischen und ländlichen öffentliehen Lebens, Verkehrs usw. Ganz besonders ist diese Zeitperiode für die rumänische Judenheit wichtig, weil in ihr diejenige Gesetzesverordnung erlassen wurde, die, wenn auch noch nicht ganz befriedigend in Form und Inhalt, doch immerhin das fortschrittlichste Judengesetz darstcllt, das je von einer rumänischen Regierung bisher veröffentlicht worden ist. Während des Krieges haben die Juden unerhörte Leiden auszustehen gehabt. Erfaßt von einer Wahnsinn!- gen Spionenwut, die mit echtem und tiefem Judenhaß zusammenging, hatten die rumänischen Miiitärführer und Regierungsmänner während der Kriegszeit alles getan, was in ihrer Macht stand, um die Juden zu bedrücken, zu quälen, lächerlich und gehässig zu machen und gegen sie eine Stimmung zu züchten, die glücklicherweise nicht in dem Maße allgemein geworden ist, wie die Herren Militärs es gewünscht hätten. Zuverlässige Berichte rumänischer und jüdischer Persönlichkeiten bestätigen, daß während des Krieges von amtlicher und halbamtlicher rumänischer Seite ein wahrer Kampf gegen die Juden geführt wurde. Die Archive der rumänischen Regierung sind voll von Protokollen über ungerechte Prozesse und Verurteilungen von jüdischen Soldaten und Zivilisten, die wegen des geringsten Vergehens vor das Kriegsgericht gezerrt und schwer bestraft wurden. Hunderte von ’jüdischen Soldaten sind unter dem: einen oder anderen Vorwand, oft auf ausdrücklichen Befehl Vorgesetzter Stellen, an und hinter der Front auf verbrecherisclie Weise ums Leben gebracht worden. Juden durften keine Vertrauensstellen bekleiden, während gleichzeitig die jüdischen Aerzte bis zum völligen Zusammenbruch ihrer physischen Kraft an der Frontlinie behalten wurden. Die allgemeine Not, der Hunger, die schreckliehen Epidemien hatten dann das ihrige getan, um die Lage der Juden! in Rumänien zu einer trosttosen zu gestatten, und der Abschluß des ersten Waffenstillstandes, Anfang 1918, fand in Säten eine geistig und körperlich völlig zusammengebrochene Gemeinschaft vor. Die bekannte sogenannte Lösung der Judenfrage im Bukarester Friedensvertrag, die, wie man mir versicherte, mehr auf Widerstand vonseiten gewisser Vertreter der Sieger afs attf eigentliche Nichteinwilligung von nmiämsflier Seite gestoßen war, vermochte die rumänischen Juden, die wohl vermuteten, daß der Bukarester ,Vertrag nicht von ewiger Dauer sein werde, nicht sonderlich aufzuregen . Im übrigen war das in der Folge von der rumänischen Regierung veröffentlichte Gesetz über die An- Wendung des betreffenden Arüxels des Friedensvertrages liberaler und entgegenkommender als der Friedensvertragsartikel selbst. Wie dem auch sei, es kam nicht zu einer ernsten Vollstreckung dileser Vertragsklausel, und die nach dem allgemeinen Waffenstillstand wieder eingesetzte Regierung Bratianu beeilte sich, gleich nach Amtsantritt eine Gesetzesvierordnung zu veröffentlichen, die den Juden individuell und unter Berücksichtigung Ger bekannten Einschränkungsklausein, die politischen Rechte gewährte. Da gleichzeitig die Vorverhandlungen zum Pariser Frieden begannen und d!e rumänischen Juden diesmal einen Druck vonseiten der Rjegierung nicht mehr fürchten mußten, weil die Missionen und Truppen der Alliierten zahlreich iin Lande waren und unzweideutig die rumänische Regierung wissen ließen, daß sie keinerlei Judenverfolgungen dulden werden, so nahmen die Juden des ganzen Landes gegenüber dem neuen Einbürgerung■*• gesetz eine absolut passive Haltung )ein und stillschweigend galt es als ausgemacht, daß kein rumänischer Judfe die Rechte auf andere Weise annehmen solle, als durch eine allgemeine, gleiche und für alle rumänischen Juden gültige Emanzipationsakte. Während der ganzen Zeit der Gültigkeit dieses Gesetzes (bis zum April 1919) hatten sich kaum über tausend jüdische Reflektanten auf die politischen Rechte gemeldet, d. 11. nicht ganz ein Prozent der jüdischen Bevölkerung des Landes. Nahezu die Hälfte der jüdischen Bevölkerung Rumäniens bereitete sich effektiv für die Abwanderung nach Palästina vor. Viele verkauften ihre Häuser, manche sogar schon die Möbel, die Kaufleute wollten kleine Geschäfte mehr machen, und namentlich in den kleinen Städten in der Moldau war das Tagesgespräch nur: Wann gibt es die erste Möglichkeit zum Äbfahren? Diese, au das messianische Zeitalter gemahnende Periode, war zunächst das direkte Resultat der schrecklichen Leiden der Juden während des Krieges, aber auch lein bewußtes, gewolltes Auftreten zum Zeichen der Solidarität mit dien übrigen Gliedern der jüdischen Nation. Das rumänische Judentum war nie, seit den ersten rasch erloschenen Anfängen der zionistischen Bewegung in Rumänien, eine Stätte be- \יי

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.