Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXIV (1919)
- Issue
- Heft 45 (27.6.1919)
- Date
- 1919-06-27
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/2651273-2652135-2652180--12337-2669957- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
< m 45 10n 111 u stisehe!!er n;!c! De! il 19 ־H sberichi gsfond: er Ziodie zm wurden nd den llästi lie Zer• worder in Pa■!nd di« >auend< :ucrlini( trenger atte in■ ämpfen, :׳ lagen lachten, ersonet 11e Ad■ Ute sicji; Lande ie Zahl seiten: idiseh«! ralische, idisclien ovvie auch bei der Erhaltung des jüdischen Scfoulwerks; ie ermunterte die hebräische literarische Produktion, unterstützte Verwaltungskörper in den Städten und auf lern Lande und finanzierte die ausgebildcten städtischen md ländlichen Polizeikorps. Die Bibliotheken in Jaffa md Jerusalem wurden *mit ihrer Hilfe wieder geöffnet, ie Landwirtschaft«- und Kolonisations-Aemter erwei- :ert und Sachverständige bei dem Ausbau eines Kololisationsplanes für ,die Zukunft unterstützt. Die Komnission schuf ein jüdisches Pressebüro und bereitete lie Schaffung eines Amtes für öffentliche Arbeiten vor. Die Ausgaben des Vorbereitungsfonds in Palästina!erteilen sich int׳ wesentlichen wie folgt: ui vet• vissend, uernd! :hu 11g er 11t aus■ ilkerun! ie vvirt■ Land« Galiläa: s Teile! L .Hlerg!1t• st; ffnahmi r Kom in d«1 eht hat hte cki .ufrecht■ mg «ks Opfer? leisten würde! egange! in Pa* Der liierfür ausgegebepe Betrag macht ungefähr :in Drittel des Gesamtbetrages aus. Die Allleihetätigkeit muß als direkte Wiederherstellungsarbeit betrachtet werden. Die Anleihen wurden alle zur Erhaltung und Wiederherstellung innerhalb der jüdischen Kolonien gewährt und ihr Charakter als Anleihen ist ausschließlich auf die ausgesprochene Abneigung der Kolonisten gegen jede Art von Wohltätigkeit «oder desgl. zurückzuführen. Es kann angenommen werden, daß ein großer Teil dieser Anleihen zurückbezahlt werden wird, da sowohl Kolonisten wie Arbeiter fest entschlossen sind, ihre Ver- .er Pachtungen, wenn auch mit Opfern, zu erfüllen. teu de wird di« in di« :r jüdi■ :m Vor■ wnissW 11* Kolo* ahl von ründung ►ehiiflich :■n sind, irch den ie Str. S. Arthur artdes :reitung. jüdische ׳nisatiofl;dhffllgS' e Orga■ :rkes - adtische ter de» ier der ktisclier werdet! r 1 a g“ 1 M. - vor. idisclien ichüren■ Heft 6 im und et sch ttsachc■ t inter* geben• Bu r« em et :iter des n, über Ier Oe■ eth ai® f d ed> chieneß, Orga• s, seH* aus der Nr. 45 (Sämtliche Geldangaben sind« In ägyptischer Wähmg•) . Anleihen . 39.686 £ Schulwerk und Kulturelles .... 41.724 ״ . Kommunale örganisation. 1.036 ״ Soziale und wirtschaftliche Verbände 038 ״ Landwirtsdr.־ u. Kolonisations-Amt 6.011 ״ Oeffentliche Arbeiten.4.927 ־ ״ Allgemeine Administration .... ,14,296 ״ Administration der Kommission , . 10.703 ״ Anleihen.’ Kooperative Nahrungsmitte!gesellschäften. Diese Gesellschaften wurden von Arbeitern und Handwerkern' gebildet (und später schlossen sich andere Erwerbsklassen an) zu einer Zeit, als die Preise von ebensmitteln so hoch waren, daß die Arbeiter veranden, daß,, wenn sie nicht gemeinsam ihre Nahrungsmittel zum Großeinkaufspreis kauften und unter sich verteilten, sic der Willkür des fr.eien Marktes preisgegeben sein würden. Die Anleihe von 12 500 £, von der schon ein Teil zurückbezahlt worden ist, wurde den zwei bestehenden Nahmngsmittelgesellschaften nach eingehender Prüfung ihrer Zwecke und finanziellen Lage gewährt. Die gewonnene Erfahrung zeigt, daß diese Form! kooperativer Zusammenarbeit vielleicht den rationellsten Weg zur Erleichterung der Leiden (kr Arbeiter infolge ■der Teuerung darstellt. Besonders bewährte sich das System nach der Einnahme von Judäa, als die Preise im allgemeinen enorm stiegen. Obwohl nach der Eroberung von Galiläa und dem Waffenstillstand die Preise wieder gefallen sind, wobei der Wert der Warenbestände dieser Gesellschaften vermindert worden ist, haben •die Leiter «krselbeu beschlossen, alle ihre V«- Pachtungen zu erfüllen, und die Sachverständigen meinen, daß sie imstande sein werden, dies zu tun. Die Bedeutung dieser Gesellschaften, sogar in normalen Zeiten, kann nicht zu hoch eingeschätzt werden, und die Kommission beabsichtigt, die notwendigen Mittel zu ihrer Fortsetzung zu beschaffen. Feder von Israel Goldberg heraus, fernereine kleine Schrift ״Der Zionismus und die Weitkonferenz‘' von Prof. Israel F ri ed Lae nd er. Eine neue hebräische Tageszeitung Eine neue hebräische Tageszeitung, die den Namen ״Haarez“ trägt, erscheint jetzt in Jerusalem. Herausgeber ist Isaak Goldberg, Redakteur Dr. ,Turow. Dem Redaktionskomitee gehören außerdem die Herren Dr. Luric, Marcus Cahan, Perlmann und Boruchow an. Durch diese Mitteilung wird die von nichtzionistischer Seite verbreitete Nachricht, daß in Palästina keine neuen Zeitungen in hebräischer Sprache mehr erscheinen dürfen,• widerlegt. Arbeiten Aber Palästina Das Kopenhagener Zionistische Büro bittet dringend, ihm alle Arbeiten über Kolonisations-Projekte in Pallstina (Bücher, Broschüren, Aufsätze) regelmäßig in je zwei Exemplaren einzusenden. Das Kopenhagener Zionistische Büro gibt ein Exemplar’ an die zionistische Zentrale in London weiten. Das zweite Exemplar ist für das Palästina-Departement des Köpenhagener Zio: nistischen Büros bestimmt. i Alte Denkmäler aus Syrien, Palästina und Westarabien*) # , , Von Dr. Kurt Freyer. Wenn man einmal die Möglichkeit haben wird, die Geschichte von Erez-Israe! auf Grund der noch vorhandenen Denkmäler und der noch zu unternehmenden Ausgrabungen systematisch zu erfischen, so wird man aus der gesamten Kunstgeschichte einen ebenso um- *) Alte Denkmäler aus Syrien, Palästina und •Westarabiet!. Veröffentlicht auf Befehl von Ahmed Djemal Pascha. Berlin, Georg Reimer, 1918. J U EDI SC H E RUNDSCHAU Ackerbau-Kolonien. Die, solchen Kolonien gewährten Anleihen beabsichtigten die Unterstützung der Verwältungskörper in. einer Anzahl von Kolonien, die aus Mangel an Mitteln ihre administrative Tätigkeit nicht weiterführen konnten. Aekerbaugesellschaften Jnd Kolonis ationsgruppen. Die diesen gewährten Anleihen müssen als Hilfeleistungen inkritischen Augenblicken betrachtet werden. Zu einer Zeit, als Pflugarbeiten und dergl. der Ernte wegen erforderlich waren, ist die Kommission zu Hilfe gekommen und rettete die Pflanzungen vor dem Unterga״g- Kooperative Arbeitervereine.* Die Initiative der Kommission rief auch kooperative Arbeitervereine für Acker-, speziell Gartenbau auf kooperativer Grundlage ins Leben. Dieser Typus!.andwirtschaftlicher Tätigkeit ist vom kolonisatorischen Gesichtspunkt besonders wichtig. Während eine Anzahl der Mitglieder erfahrene ־ Landwirte sind, Besteht ein anderer Teil aus Städtern, die eben erst in diesen Vereinen eine gewisse landwirtschaftliche Ausbildung erhalten. Es ist aber oft schwierig für sie, Landarbeit in den jüdischen Kolonien zu finden, da sia mit den schlecht entlohnten aralnsphen Arbeitern zu wetteifern haben. Während des Krieges hat dieser Typus landwirtschaftlicher Vereine befriedigende Resultate ergeben, bcsonders in Samaria und Galiläa. Die Rückzahlung der diesen Vereinen gewährten Anleihen ist hauptsä dilieh von dem Ernteertrag abhängig. Andererseits hat die Unterstützung dieser Vereine einen wertvollen Beitrag zur Entwicklung der, jüdischen Kolonisation in Palästina gebildet. Eine interessante Tatsache bildet die Unterstützung, die in der Form von Anleihen seitens der Kommission einer Anzahl von Fischern zum Zwecke der Anschaffung von Geräten usw. gewährt worden ist, wodurch der Grundstein zu einer jüdischen Fischerei an der Meeresküste entlang gelegt worden ist. Wenn diese Tätigkeit wirksam organisiert und betrieben wird, kann ein blühender Erwerb entstehen. v> Schulwerk und Kulturelles. Das Problem der Wiederherstellung des Schuhverkes war ,Gegenstand der besonderen Aufmerksamkeit der Kommission. Die Deportation des besten Teiles des Lehrermaterials durch die Türken, die Abgeschlossenheit des Landes von jeder Verbindung mit der ■Umwelt, der Mangel an Geldmitteln, die daraus folgende Armut der Lehrer, die enormer! Preise der Lebensmittel, alles zusammen bewirkte eine qualitative und quantitativ* Herabsetzung des Unterrichts. Trotzdem harrten alle Lehrer, die Zurückbleiben konnten, auf ihrem! Posten aus. Eine der ersten Aufgaben der Kommission war eine Untersuchung der Lebensverhältnisse der Lehrer und ihrer Gehälter, die lange nicht zum Einkauf von den allernotwendigsten Bedürfnissen reichten. Eine sofortige Bewilligung von 6000 £ wurde dem! zionistischen Palästina-Amt gewährt, unter dessen Aufsicht und Leitung der Waäd Hachinuch (Unterrichtskomitee) wirkte, mit Dr. Lurie an der Spitze als Schulinspektor, Dr. Turow und Dr. Epstein als verantwortlich für die Ausarbeitung und Veröffentlichung von hebräischen Schulbüchern. Man war zunächst bemüht, nicht •bloß die Lebensverhältnis'se und dadurch die Unterrichtskraft der Lehrer zu fangreichen wie interessanten Ausschnitt erhalten. Man wird mit der Prähistorie in. die Urzeit der Menschheit eindringen, wird an den leider nicht mehr zahlreichen Resten aus den vorchristlichen Jahrhunderten manche Aufklärung über die Geschichte des jüdischen Volkes erhalten, wird dann eine wichtige Ausstrahlung von der Kultur des römischen Weltreiches kennen lernen, oft in eigentümlicher Vermählung mit orientalischem □eiste, und wird schließlich Blüte und Verfall der islamischen Kultur nachecleben, auch in den Werken der Kreuzfahrerzeit einen *ganz verlorenen Widerhall europäischen Kunst- Schaffens vernehmen. Solange noch eine wissenschäftfche Gesamtdar- Stellung dieses Materials fehlt, wird es willkommen sein, besondere auch für den jüdischen Laien, dessen Interesse auf dieses Geübt gerichtet ist, einen Ucberblick über die wichtigsten Denkmäler zu erhalten. Diesen Zweck erfüllt zum« erstenmal und auf vorzügliche Art das vorliegende Werk. Es ist entstanden aus der Tätigkeit des Denkmalschutz-Kommandos, das während des Krieges auf dem! türkischen Kriegsschauplatz unter Leiturig des Berliner Museumsdirektors *Prof. Wiegand eine segensreiche Wirksamkeit entfaltet hat, Wiegand hat dann ״auf Befehl (!) von Djemal Pascha“ dieses Werk herausgegebeu, führt uns auf 100 Tafeln in vorzüglichen Aufnahmen die wichtigsten Denkmäler vor und begleitet sie mit kurzen, aber alles wesentliche enthaltenden Erklärungen. Aus der *jüdischen Epoche findet sich hier leider weiter nichts als die ״Klage-!naher“ in Jerusalem, bekanntlich ein Rest des herodianisehen Tempels, sowie eine Säulenstraße aus ■ Samaria, ebenfalls auch aus herodiani schenke i t. Die Hauptmasse nehmen die Werke der römischen Epoche (Baalbeck, Gerasa, Palmyra) und die zahlreichen Werke der islamisehen Kunst ein. Es ist in Aussicht gestellt, daß diesem: populären Werke eine Anzahl wissenschaftlicher Publikationen von Wiegand folgen sollen, was ebensosehr im! Wissenschaftlieben wie im. jüdischen Interesse zu begrüßen ist. Seite 361 * verbessern, sondern auch ihre Zahl zu vermehren. Erfahrene Palästina-Lehrer, die bei Kriegsausbruch ausgewiesen worden waren, wurden wieder eingestellt und eine. Anzahl neuer Lehrer cinberufen. Ferner wurden, da die vorhandenen hebräischen Schulen lange nicht dem Bedarf entsprachen, neue Schulen eröffnet und in Betrieb gesetzt. Im Juni 1918 wurden die Hilfsverein-Schulen von den britischen Militärbehörden geschlossen, und die zionistische Kommission erhielt die Mitteilung, daß die Schulen von ihr übernommen werden dürften, vorausgesetzt, daß sie dein hebräischen Schulwerk angegliedert würden. Auf Veranlassung der Kommission übernahm der Waad Hachinuch die Schulen und führte das be- ־ stehende hebräische Schulprogramm dort ein. Bisher standen diese Schulen außerhalb des zionistischen Schul- Werks — genau wie die Alliance-Schulen und die Eveline de Rothschild-Schule — und hinderten die Vereinheitlidning des Unterrichtswesens. Diese wird daher durch die Uebernahme erheblich gefördert. Unterrichtswesen und kulturelle Arbeit beanspruchen beinahe 34,5 0/0 vom Totalbetrage der Ausgaben. Es muß betont werden, daß ein Betrag von 8000 £ monatlich oder mehr erforderlich sein wird, um das Schulwerk in Palästina im! laufenden Jahre aufrechtzuerhalten. Die Steigerung im Verhältnis zum vorigen, Jahre ist verschiedenen Umständen zuzuschreiben: erstens, daß im vorigen Jahre die Kommission nur einen Teil der Ausgaben deckte; zweitens sind die Gehälter infolge der Teuerung um 75erhöht worden, und endlich ist die Zahl der betreffenden Schulen durch die Er- Öffnung neuer Schulen und die oben erwähnte Uebernähme erheblich vergrößert worden. Für 3t) Stunden Unterricht per Woche erhalten examinierte Lehrer 10 £, unexaminierte 8 £ per Monat. Lehrer mit einem akadänischen Grade erhalten 15 £ für 24 Wochenstunden. Nach zweijährigem Dienst erfolgt eine Steigerung von* 25 °/0, nach fünf Jahren eine Steigerung von 40 °/0. Eine typische und erfreuliche Tatsache war das erfolgreiche Bemühet! des Waad Hachinuch, die Schulen * der orthodoxen Gemeinschaft unter seine Leitung und Aufsicht zu bekommen. Zusammen mit einem Aufsichtsrate der orthodoxen Gemeinschaft übernahm der Waad die Tachkemoni-Schule und Kindergarten in Jaffa,, die orthodoxen Schulen in Petacli Tikwah, Rischon und Ekron. Die Jahresbudgets dieser Schulen betragen zusammen 7,185 £. Ferner wurden folgende orthoddxe Schulen in Jerusalem übernommen: die. Neue Jeschiba, sechs Talmud Thorahs, Tachkemoni und der orthodoxe Kindergarten mit einem Jahrejbudget von zusammen 8/25S £. Auch die Uebernahme der Kolonistenschulen durch den Waad, deren Jahresbudget 2,184 £ beträgt und in künftigen Jahren sicher noch *steigen wird, bedeutet einen wichtigen Schritt zur Vereinheitlidhuflg des Scliulwefks. . Die Zblil der von dem! Waad geleiteten bzw. beairfsichtigten Schulen beträgt jetzt 91 mit 291 Klassen, 9284 Schülern und 334 Lehrern. " Diese Zahlen werden erheblich vermehrt werden, wenn alle Kolonistenschulen vom Waad übernommen sein werden, , * Wahrend des größten Teiles des Jahres 1918 waren viele Jaffaer Schulen infolge der Evakuation geschlossen. Auch waren eine große Anzahl von Schülern in Jerusalem und Jaffa eine Zeitlang von ihren Eltern und Verwandten abgeschnitten und mußten daher vom Waad unterhalten werden, der für diesen Zweck* 1,246 £ verwendete. Erst in den letzten Monaten des Jahres wurde es möglich, mit Samaria und Galiläa in Verbindung zu kommen, sodaß die auf diese Gebiet(: fallende Quote der Schulausgaben nur 1,004 £ beträgt. Es ist selbstverständlich, daß die■ Ansprüche der beiden Landesteile im laufenden Jahre eine ganz erhebliche Vermehrung des gesamten Schulbuclgcts bedeuten werden. Die von der Zionistischen Kommission dem Unterrichtswesen dargebotene Hilfe ermöglichte in wenigen Monaten eine bedeutende Vermehrung der Leistungsfähigkeit der Lehrer, die Erweiterung des Arbeitsgebietes sowie die Förderung«• der Einheitlichkeitsbestrebungen innerhalb des Palästina-Schulwesens. ' * Die eminente Bedeutung des Schulvverkes in Palästina kann ■nicht zu: oft und zu sehr betont werden, besonders nicht in diesem Augenblicke, vor dem Einsetzen einer großen Massenemigraüon aus Europa, Bei dem heutigen Erwachen des nationalen Bewußtseins in allen jüdischen Zentren der Diaspora muß in Palästina das Zentrum jüdischen Leberts und jüdischer Kultur errichtet werden, so daß die Galuthjudenheit dort eine dauernde Quelle jüdischer Impulse finden wird und in den Stand gesetzt weiden kann, das Feuer jüdischen Wesens und jüdischer Tradition dauernd und unvermindert am Leben zu erhalten. Demgemäß förderte die Kommission überall und bei jeder Gelegenheit rein hebräische kulturelle Bestrebungen.־ Eine interessante Tatsache in der Beziehung war die Bildung eines kulturellen Ausschusses jüdischer Arbeiter und Arbeiterinnen. Der Zweck des Ausschusses ist die Errichtung von Afbeifer-Ausbüdungskursen, die speziell für jüdische Landarbeiter vorgesehen sind. Ein Projekt zur Bildung von Arbeiierhochscliulcn nach westeuropäischem Muster ist bereits־ erörtert worden. Man holft, daß das Piojckt, das. von höchstem kulturellen W'erte ist, mit Hilfe der Kommission verwirklicht werden wird. Kommunale Organisation. Die auf diesen!■ Konto ausgegebenen Beträge wurden kommunalen Körperschaften für bestimmte vorliegende Zwecke geleistet. Künftig werden die betreffenden Orgape wohl selbst* solche Ausgaben bestreifen können.