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Jüdische Rundschau · 1919-06-20 · Heft 43 (20.6.1919) · page 4

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXIV (1919)
Issue
Heft 43 (20.6.1919)
Date
1919-06-20
Page
– (sequence 4)
Language
German
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Seite 348 JUEDISCHE RUNDSCHAU 4er Friedenskonferenz eine Aenderung schaffen kann. Aeußerst charakteristisch ist in dem Manifest, das die Pokn nach kbzug der Ukrainer in St an ist au verbreitet hatten, folgender Passus: ״Die .«triff- ■ ische Bevöl kerung n eh m en wir in S chiit z, der jüdischen Bevölkerung gewähren wir Sicherheit des Vermögens und des Le- (Jens.“ Selbstverständlich erkennen die Polen die Juden als Nationalität nicht an, um sie bei einer Volksaählung zu zwingen, sich als Polen oder Deutsche oder Ukrainer zu deklarieren. Trotz des Protestes der ge- «amten Stanislauer Bevölkerung wurde der jüdische Ratfonalrat aufgelöst und die israelitische Kultusgemeinde wieder eingeführt. Ganz besonders schlimm wirtschaften die Polen in Stryj. Sie entlassen Beamte, schließen Schüler von den Schulen aus und zwingen die jüdischen Einwohner ohne Rücksicht auf Stand, Alter und Oeschlecht zu möglichst derben Arbeiten wie Kartoffelschälen, Schuhe putzen, Aborte reinigen usw. Kein Jude traut sich bei hellem Tage auf die Straße, da «* ein beliebtes Spiel der Polen ist, den Männern die Bärte abzuschneiden und womöglich ■ och die Haut mit herunterzureißen. Auf diese Weise wurde der 60 jährige Uhrmacher So bei schwer verwundet, Frauen, die Nadeln oder Broschen mit einem Magen David tragen, werden angehalten und aufs gröbste beleidigt. Ein Jude, ein ehemaliger österreidiisCher Offizier, wurde durch polnische Soldaten aus Posen, die den Hallerschen an Brutalität nicht nachstehen, derartig geschlagen, daß er das Bewußtsein verlor. Als ein vorübergehender polnischer Offizier, der nach dem Grunde des Auflaufes fragte, hörte, daß «in Jude mißhandelt wurde, ging er seelenruhig seines Weges weiter, ln Drohobycz wurde die Zeitung ״Das Jüdische Wort“ eingestellt, da die Behörde im Zweifel darüber ist, ״ob überhaupt das Erscheinen «ner jüdischen Zeitung 1n einer Provinzstadt zulässig sei“. Aehnliche Nachrichten kommen aus Sambor, Kolomea und Brody. Die Protestbewegung in England Dem ״Jüdischen Pressebüro" in Stockholm wird aus London telegraphisch gemeldet: Anläßlich der neuen Judenpogrome fand in London eine von 150 Organisationen beschickte jüdische Konferenz statt, die von dem Poale-Zion und dem Jüdisehen Nationalen Arbeiterrat veranstaltet war. An der Konferenz beteiligten sich Vertreter der O e w e r k - schäften, der Synagogengemeinden, der Unterstützungsvereine, der Kriegs hilfskomitees, der Zionisten, Poale-Zion, des M i s r a c h i u a. m. Allgemein wurde die Notwendigkeit betont, außerordentliche Schritte zu unternehmen, um der Pogrombewegung in den polnischen Gebieten und anderen Ländern, die die jüdische Bevölkerung mit dem Untergang bedrohen, entgegenzuwirken. Die Konferenz beschloß u. a. die Veranstaltung eines jüdischen Trauertages aller Juden Englands, sowie womöglich eine allgemeine jüdische Protestbewegung. Es wurde ein Komitee mit der Aufgabe eingesetzt, eine permanente Aktion gegen die Pogrome zu führen. Der Sowjet-Antisemitismus Das neueste Problem, das jetzt die jüdische Oeffent- Sdhkeit in Rußland beherrscht, ist der Sowjet-Antisemitismus. Das Prinzip, daß der Antisemitismus im Sowjet-Rußland nicht vorhanden sei, lieft sieh wohl im eigentlichen GrofLKußtand, unter einer zerstreuten dezentralisierten jüdischen Bevölkerung durchführen. Das Bild wurde aber ein anderes, als die Sowjetmacht die Gebiete des früheren Ansiedlungsrayons, die Zentren der jüdischen Massen, eroberte. Die Klagen über das Auftreten des Antisemitismus häufen sich in Litauen und Weiß-Rußland in erschreckender Weise. Großes Aufsehen erregte der die Ucberschrift ״Sowiet-Antisemitismus“ tragende Artikel von W. Iwantschikow im offiziellen Organ des Moskauer Sowjets ״Wets c h e r n i j a 1 s vv e s t i a“. Der Artikelschreiber betont, daß der bolschewistischen Macht der Vorwurf antisemitischer Gesinnung nicht gemacht werden konnte, bis diese Macht in das Gebiet der jüdischen Massen kam. ״Hier vergiftete die antisemitische Pest alle, sogar die Organe der Sowjetmacht. Die Mitteilungen, die aus diesen Orten kommen, sprechen eine erschreckende 'Sprache.“ Der Artikelschreiber führt eine Reihe von Tatsachen an: ln Klimowitschi (Gouv. Mohilew) findet eine Klassifizierung der Bevölkerung nicht nur nadi ihren Berufen, sondern auch nach ihrer Nationalitäts- Zugehörigkeit statt. Vor den Feiertagen hat!man In einigen Orten des Ansiedluugsrayons in den Sowjet- Lebensmittdzentralen Früchte an die Bevölkerung verkauft. Auch die Juden warteten stunden- und tagelang, bis plötzlich der Lebensmittelkonimissar erschien , und alle Juden vertrieb mit der Motivierung: ״Spekulanten brauchen keine Früchte.“ Eigentümliche Szenen spielen sich bei der Requisition von Lebensrnitteln ab. Die Lebensmittel werden nicht etwa bei den Bauern, die sie in Wirklichkeit haben, requiriert, sondern man überfällt die arme jüdische Bevölkerung Und beraubt sie ihres letzten Bissens. Ebenso auffällig ist das System der Kontributionen in zahlreichen Orten, ln dem kleinen Städtdhen Kziowitsdii ist der jüdischen Gemeinde eine Kontribution von 500000 Rubel auferlegt worden, von der gesamten reich gewordenen Bauernbevölkerung Jedoch verlangte man nur 90 000 Rubel. Beleidigungen und Beschimpfungen der Juden von seiten der Behörden and an der Tagesordnung. Und niemand weiß, wohin diese ״Anfänge“ münden werden. Universiiätsvorlesungen über Palästina Das ״Kopenbagener Zionistische Büro“ teilt mit: Die Universität von Liverpoof hat für die Monate Mai und Juni einen sieben Vorlesungen umfassenden Kursus über Palästina vorgesehen: Prof. R. H. Roxby wird über ״Die physikalische Geographie und Raum- Verhältnisse in Palästina“ sowie über ״Die Ökonomisehen Aussichten Palästinas“ lesen. Der Bischof von Warrington wird ״Die ursprüngliche jüdische Besiedlung und die Entwicklung Paliistihas“ behandeln. Prot. R. C. ßosanquet liest über ״Der Kontakt Palästinas mit dem Westen" und Herr H. K. Sei im über ״Der Islam in Palästina“ Herr Bertram B. Benas hält Vorlesungen über ״Der Wiederaufbau Palästinas durch die Juden“ und ״Die politischen, Ausachten Palästinas‘‘. Delegiertentag des Verbandes der jüdischen Jugendvereine Dentschlands Am 15. und 16. Juni fand in Berlin der vierte Delcgierlentag des Verbandes der jüdischen Jugendvereine Deutschlands statt. Die Debatte über die Programniärtderung war hervorgerufen worden durch einen Antrag Dr. Apfels nach dem der Verband außer der Pflege des bewußten Judentums sich die Pflege deutschvaterländischer Gesinnung zur Aufgabe macht. Dieser Antrag hatte besonders in Süddeutschland den schärfsten Widerstand gefunden, und der Verbandsvorsitzende Dr. Apfel sah sich in seinem einleitenden Referat genötigt, den Antrag zurückzuziehen. Jedoch nur, um einen durchaus ähnlichen Antrag neu wieder einzubringen. Nach diesem neuen Antrag sollte der § 1 der Verbands- Statuten bestehen bleiben, während ihm folgender § 2 angegliedert werden sollte: ״Die Verbandsvereine erstreben die Pflege bewußten Judentums, vaterländischer Gesinnung und Einfluß auf die sittliche Führung und auf die geistige Fortbildung ihrer Mitglieder durch die Vermittlung jüdischer und deutscher Kulturwerte usw.“ Dr. Apfel wies in seinem einleitenden Referat auf die Entwicklung hin, die das Judentum in den letzten Monaten genommen habe, zeigte, wie er dem Zionismus sehr nahe gestanden habe, bis die Not des Vaterlandes es ihm zur unabweislichen Pflicht machte, aus bedrängtestem Herzen heraus klar und offen zu bekennen, daß die deutschen Juden nicht nur im Glück, sondern auch im Leid am Aufbau Deutschlands teilneivmen. Wenn der Jugendverband den vom vaterländischen Geist erfüllten Jugendgruppen nicht die Gelegenheit gibt, zu ihm zu kommen, werden sie bald in die Organisationen gehen, die einem Ausgleich der Gegensätze nicht förderlich sind. Dr. Apfels Erklärung, daß in der Statutenänderung keine Neutralitäts- Verletzung begründet oder beabsichtigt sei, begegnete lebhaftem Widerspruch unter nachdrücklichem Hinweis auf den Begleitbrief, den Herr Dr. Apfel seinem ersten Antrag mitgegeben hatte, und in dem er ausführte, daß die Aenderung des Neutralitätsparagraphen eine Notwendigkeit geworden sei. Für die Palästinaarbeit fand Herr Dr. Apfel warme Worte. Er verteidigte sieh dann ferner gegen den Vorwurf, der ihm* und Fräulein Dr. Berliner daraus gemacht wurde, daß sie in den Vorstand des Zentsalvereins hineingegangen and und erklärte es damit, daß er nicht wolle, daß der Zentralverein zu einem antizionistischen Sammelbecken werde. Dem Einwand, daß der Jugendverband es nicht nötig hätte, seine Vaterlandsliebe zu betonen, begegnete er, indem er sagte, es sei zwar den anderen gegenüber nicht nötig, wohl aber den Juden gegenüber, und stieß auch bei dieser Erklärung auf den lebhaftesten Widerspruch der Versammlung. Den ungeheuren, fast ungeteilten Beifall der Versammlung erntete Dr. Apfel, als er die Erkläntng abgab, daß er trotzdem1 den Antrag in der vorliegenden Form zurückziehe, da er als antizionistischer Vorstoß aufgefaßt worden sei. Die Ver- Sammlung war offensichtlich enttäuscht, als er gleich darauf den Antrag in etwas abgeänderter, inhaltlich aber vollkommen gleicher Form neu einbraente. Nach der Rede Dr. Apfels wurde eine Resolution, nach der der Verband es seinen Mitgliedern zur Pflicht macht, die ganze Kraft zum Aufbau des Vaterlandes einzusetzen, einstimmig und dehattelos angenommen. In der nun folgenden Debatte wandten sich 11 Redner aus der Provinz gegen den Antrag Apfel, während sich die Herren Lehrer Stein-Duisburg, Dr. Krombach -Essen, R.-A. Lichtenberg -Hannover, Dr. Kurt Alexander und Fräulein Dr. Cora B e r - liner, also mit Ausnahme des Lehrers Stein, ausschließhch der Verbandsvorstand, für den Antrag einsetzten. Die Reden, die den größten Eindruck machten, waren die von Dr. lsi Kahn und Dr. Kaufmann. Dr. Isi Kahn sah keinen Anlaß zu diesem Antrag, der wie ein Blitz aus heiterem Himmel gekommen sei. Die Abhängigkeit vom Centralverein müsse überwunden werden, und er bat dringend, den Antrag abzulehnen, erstens mit Rücksicht auf die Jugend in den zurzeit besetzten Gebieten, zweitens mit Rücksicht auf die ״nach seiner Meinung vielleicht verirrten“ jungen Leute, die sich ganz dem Sozialismus oder Kommunismus hingegeben haben, drittens, weif er Selbstverständliches ausspreche und viertens, weil der Jugendverband es nicht nötig habe, die Vaterlandsliebe sich selbst gegenüber zu dokumentieren. Demgegenüber wies Dr. Kahn auf die Wichtigkeit der Kongreßidee hin, die dem Jugendverband Leben und Kampf bringen werde, und auf die Wichtig- Reit der Palästinafrage. Dr. Kauf mann-Mannheim hält es nicht für nötig, seinen Patriotismus auf die Visitenkarte zu schreiben. Der Verband habe durch die demonstrative Annahme der Resolution zu Beginn der Tagung getan, was zu tun ist. Er wandte sich gegen eine Bemerkung des Vorredners Dr. Alexander, daß die Neutralität ihre Grenzen habe und die Verbandsarbeit erschwere. Vor 4 Monaten habe derselbe Redner in Mannheim eine begeisterte Rede über die Neutralität gehalten. Der Antrag Apfel bedeute eine Durchbrechung der Neutralität, und er müsse ihn deshalb ablehnen. Dazu kommt noch, daß das Wort vaterländisch in Verbindung mit Juden geradezu grotesk wirkt, nachdem die Alldeutschen diesen Begriff dauernd degradiert haben. Von den Befürwortern des Antrages wurden im wesentlichen taktische Gesichtspunkte angeführt. Dr. Krombach betonte, daß man vielleicht darüber hätte streiten können, ob ein solcher Antrag .gestellt .werden müßte, daß aber nun, wo er gestellt worden sei, eine Negation nicht anders aufgefaßt werden könne, als daß der Verband nicht auf dem Boden vaterländischer Gesinnung stehe. Auch sei 5 Nr. 4: Nr, eine künftige Jugenderziehung ohne vaterländische Gru läge undenkbar. R.-A. Lichtenberg hielt den für nichts anderes als ein positives Programm. Neutralitätsverletzung liege nicht vor, denn die «1« Fassung sei selbstverständlich, und man sei berecht und verpflichtet, mit leidenschaftlicher Empfindung a dem Selbstverständlichen Ausdruck zu verleihen, j Dr. Cora Berliner wandte sich dagegen, «faß ® sagt, die Ausländer würden herausgedrängt. Diese sq nannten Ausländer seien doch nichts anderes, ״deutsche Juden fremder Staatsbürge fichkeit“ und wollten Deutsche sein. Der Begi Vaterland sei doch nichts reaktionäres, weit Ai semiten damit Unfug getrieben hätten. Am spaten Nachmittag nahm Dr. Apfel noch einn das Wort und führte aus: Nicht der Verband könne il die Kabinettsfrage stellen, vielmehr werde er dem V! bande die Kabinettsfrage stellen. Wenn es jetzt ei so große Kongreßbewegung gäbe, so könne er si einen großen Teil des Verdienstes zusprechen. Man 9נ vorsichtig sein Im Kampfe gegen den Centralverein. F Dr. Cora Berliner und er führten dort einen schwet Kampf. Er lasse es darauf ankommen, ob die deutsch Zionisten aus einem Verband austreten werden, d seine vaterländische Gesinnung betont. Es liegen kei! antizionistischen Motive vor, aber in einer Stunde, der wir von solchem Schmerze ergriffen sind, müss wir die vaterländische Gesinnung betonen. Sein innigst Wunsch sei, daß alle Zionisten in den Verband kirn« Darum erklärte er sich bereit, um jedes Mißverständnis vermeiden, noch die Worte ״unter Wahrung der Neutra tat“ einzufügen. Der Verband habe noch eine Mission erfüllen, nämlich ״der Jugend in wirklicher Neutralität, v wir sie verstehen, ein Heim zu bieten“. Nach dieser Re! kam Kommerzienrat Stein auf den rettenden Gedanke das viel umstrittene Wort ״vaterländisch“ könne dur< die in den Logen übliche Formel von den ״reinst« Grundsätzen des Patriotismus“ ersetzt werden. Na! einigen Geschäftsordnungsdebatten wurde diese Form! lierung mit allen gegen 5 zionistische Stimmen ang nommen. ■wze Säer genon wird, Orgai stand I sitzen resolt der t ״türd zeit v hing ״mu anfeu den 1 stimn lautet Der Montagvormittag war ausgefüllt mit eine vorzüglichen Referat des Herrn Dr. L ö f f le r - Frankfu am Main, in dem er die Fragen behandelte: ״Wie förder wir den religiösen Sinn der Jugend?“, ferner dtie Frag« der Frühehe, Mischehe, sexualethische Fragen und dl soziale Umschichtung der Jugend im neuen Deutschland Herr Rabbiner Dr. Wi e n e r - Stettin versucht! auf die zum Teil nicht immer nur idealistische Seele dl deutschen Judenheit hinzuweisen und zu erklären, da[ alle Forderungen der Sozialethik und der Sexualethl nur durch Frühehe verwirklicht werden könnte!) was aber nur durch eine Umwälzung der wirtschaftliche Welt geschehen könne. Herr Dr. lsi Kahn wid darauf hin, daß das Judentum das Maß alles Seid werden müsse. Erst seit die Speisegesetze nicht melfl gehalten werden, sei es möglich gewesen, daß so viel Juden zu Taufe und Mischehen kamen. Er warnt vol einer Gleichsetzung der Begriffe Sozialismus und Religion Am Nachmittag nahm Rabbiner Dr. Lange-Essel das Wort zu seinem! Referat über die Bekämpfung del Antisemitismus. Er sprach von der Enttäuschung, dil die Juden erlebt haben, als sie sehen mußten, dal trotz all dessen, was sie für das Vaterland 'geleistef haben, der Antisemitismus in den letzten 8 Monat« Formen angenommen hat, die sie nie für möglich gehaltei hätten. Vom Staate würden die Juden noch viel Wel niger geschützt als früher. Das beweise u. a. ein Briefwechsel zwischen dem! Reidiswehrminister Noskj und dem Centralverein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens in der Angelegenheit des Wrisbergschen Ar| tikels. Dr. Lange stellt fest daß alle Arbeite des Centralvereins in dieser Hinsicht ohne Erfolg g?| blieben sind und daß die kleinen Arbeiten, die die Orts| Deutschlands, sich bei der Abwehr nur aut sich besinne! muß, sie muß sich mit dem. Bewußtsein erfüllen, Ewig•! keitswerte in die Welt hinauszutragen und sich mit dem! Panzer des Selbstbewußtseins umgeben. Zweitens abesj hat sie Aufklärungsarbeit zu leisten. Dazu ist, wie er! nachher in seinen Thesen ausführte, die Gründung von! Toleranzzirkeln erstrebenswert. Dann wird man .sagen! können, niemand war da, der uns helfen wollte, wir! haben uns geholfen. I Noch einmal drohte die Versammlung in ernsfel Spaltungen zu geraten, als R.-A. Pa sch-Berlin den! Antrag stellte, den Centralverein aus dem Vorstand des! Jugendverbandes zu entfernen, da er nicht neutral sei.[ Nach einer persönlichen Aeußerung des Geh.-Rat Fuchs,[ die dieser am Morgen zu dem Redner getan habe, denke) der Centralverein nicht daran, seine eigene Jugendbevvegung einzustellen. Von außerordentlichem Interesse für| den Geist, aus dem! der Antrag Apfels geboren war, war die nunmehrige Erklärung Dr. K rombach s-Essen: I Er machte der Versammlung die Mitteilung, daß derl Centralverein die Absicht habe, seine gesamte Jugend-1 bewegung in die Reihen des neutralen Jugendverbandes überzuleiten, wenn die Beschlüsse der Tagung so ausfallen, daß ihm die Mitarbeit möglich wird. Trotzdem machte Herr Dr. Apfel, um eine einheitliche Be-1 schlußfassung herbeizuführen der Versammlung den Vor-, schlag, über den Antrag Pas c h - Berlin zur Tagesordnung überzugehen mit der Maßgabe, daß der Vorstand beauftragt wird, die Zionistische Vereinigung für | Deutschland aufzufordern, ihrerseits gleichfalls in den Vorstand des neutralen Jugend Verbandes einzutreten. Der Zionist Herr. Otto Lehmann- Hannover ließ demgegenüber gar keinen Zweifel, daß es nach der Erklärung Dr. Krombachs, der Centralverein würde j seine Jugendbewegung einstellen, wenn die gefaßten Beschlüsse ihm genehm seien, es der Versammlung und auch Herrn Dr. Apfel klar sein müsse, warum die ״vaterländische Gesinnung“ oder das patriotische Gefühl“ so absolut in die Vereinsstatuten hätten aufgenoramen werden müssen, ln seinem Schlußwort betonte Dr. Apfel, daß der Verband ",durch eine Stellung• nähme gegen den Centralverein eine große Anzahl führender Mitglieder verlieren würde. Die Annahme des Antrages bedeute die Sprengung, die gestern vermieden worden sei. Der Centralverein müsse den gestern eingenommenen Standpunkt mit Genugtuung begrüßen, und er könne sich nicht denken, daß die hervc wird bere'1 der schlit dem und Der das setze ohne band Zuge land disdi samr Pogr geno jedes groß ordn mit abge und sich jüdis Gen rung geg< Anz! Wüt «och Stw lege vers auc Leie heit bev bi tu im nac gev gen Stu am cab jüdi ten <Hd sch bur teil der , Wa nöt V.. bes am vor Stu jüd de! Lts ak1 im ter dei dal im sie ün üb de vv« jü< mi di« an reo

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