Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXIV (1919)
- Issue
- Heft 43 (20.6.1919)
- Date
- 1919-06-20
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 347 43 die Menjie ung von ■׳orläiii;er <k 1״ ןןןוון0א y der ung• sind, es •111g »loni! r‘ Pa n das zl^neb in Seiner Begrüßungsadressc: ״Wir haben nicht nt ) ß Recht, den kleinsten Teil unserer Energie in inneren praln eibimgen und in?.wecklosen Polemiken *mit brutaien jer schwatzenden Verrätern unserer Rasse zu verfest) juden. Der Tag wird kommen, an dein wir die Zeit ijaben werden, mit ihnen zu unterhandeln, beute brauen wir jeden kleinsten Teil unserer Kraft für posive Arbeit.“ Gleichfalls war ein Begrüßungsschreiben an red Mond eingelaufen. Oer Entwurf für die Reorganisation der i0n is t i sehen Körperschaften in den .er einigten Königreichen“ wurde sodann ur Diskussion gestellt, Die Frage kam nicht zur Aus-!rache, da man sie auf einer einige Monate später bz.uhaltenden Tagung diskutieren will. S. Tolkowsky verlas ein Referat über Arbeit Palästina. Eine Begrüßung der Poale-Zion etfar eingclaufen. Dr. Schmarja Lew in, der hesch sprach, sagte, daß die grolle Literatur der Isvercfudcn zu der Zeit entstanden sei, als die Juden noch , Kontakt mit der Basis der Wirklichkeiten und des Jude .ehens gestanden haben. Wir erlangen leider die Kennt■ E. A.( is unserer eigenen Kultur ■nicht durch eigene Forschung, werd andern überlassen diese Arbeit den fremde» Lehrern, dt W1 Jach ihm. sprach Dr. Mossinsohn ebenfalls über die iamir,{ ebräische Sprache, orisch E, W. Rabbinowitz hielt ein Referat über die mch ן idisdic Nationalfondsarbeit in England im Jahre 1918, en, fa lesgleichen .Dr. B a e r, Epstein Und S. Kaplanski. Zertrc! Kr Nationaifondssekretar, Herr Parcy Baker, beantnmissi?artete einige Fragen, reell ln der Dienstagsitzung sprach Herr M. Perftim! weig über die Arbeit der zionistischen Ju tat da;en do rgan i s a tion. An diesem Tage wurden Re- und ■oluttonen angenommen zugunsten der a u s 1 ä n d i itung. eben Juden in England, ferner über die eh. I; t a a t s b ü r g e r s c 11 a f t der Einwanderer in >si-on ן >ai äs t i 11 a und die Anlage eines R e g i s t r ie - verwii ■un g s s y s t e m s, sowie der Vorschlag, daß das Konmissi nitee von Zeit zu Zeit unter den Zionistischen Organi- «väre ( ationen ein Nachrichtenblatt zirkulieren lasse, das die mit d nichtigsten zionistischen Nachrichten enthalte. Die 3tt. v'orstandswahl hatte folgendes Ergebnis: Präsident Dr. Frag ®׳ eizm a n n , London, Vizepräsidenten: Dr. S. D a i Wahl :he s und Rabbiner 1. Goldboom, Provinzial-Vize- Kokmi!residenten: die Herren H. Sacher una 1. M. Sticff. Sitza Ehrensekretär Herr P. Horowitz. Nach der bereits *noviso n der ״Jüdischen Rundschau“ wiedergegebenen Schlußn Lai rede Dr. Weizmanns schloß die Tagung mit den! Besänge der Hatikwah. sehen Monist Nr. gehall P. a n n mh t gegeb s, uns« flückl; sten d sie ■n. 1k i a eine . Sh e Kon ome Lew ies Pal ir. 1istisd1< Arbeit 0!n An chwieri n ausg lie türk mmissk: asserve ienossa?סס Au nd Saft eiten!gebiete len, w' chub g eben d ncr, Ad auratioi Paiästi: jkeit d! behörde Erlaubn : Herre r Lehre rden, s! otwend achknic uncl bald de ejenigw neu - Di! zer Zei baiufond! •proihti ein Oe et hak itsitionei n wurd! >r. I.i e Pilaiä haft vor fo rds Nr. 43 JUED1SCHE RUNDSCHAU des Der 22. Delegiertentag schweizerischen Zionistenverbandes Am 28. und 29. Mai fand in Basel der22. Decgiertentag des S c h w e i z e r Z i o 11 i s t e n v e r - band es statt. Die Tagung wurde am Mittwoch, den 28. Mai durch eine Ansprache des Verbandspräsidenten R.-A. Dr. Brunschwig, eröffnet, in der er zunächst Protest gegen die polnischen Pogrome erhob, dann «inen Ueberblick über den Stand der zionistischen Bewegung , gab und schließlich die Notwendigkeit einer intensiven Mitarbeit aller betonte. Herr Stern begrüßte die Tagung im Namen des Misrachi. Hierauf , —erfolgte die Begrüßung־ der anwesenden Herren Andre jud;>1| Spire aus Paris, Dr. Mossinsohn aus Jaffa und f ,jer ostjüdisehen Nationalräte Dr. Krämer und Dr. Diamant. Herr Mossinsohn hielt eine Rede in hebräischer Sprache, Dr. Diamant sprach irrt Namen der jüdischen Natianairäte und wies darauf hin, daß man das Galuthproblem nicht hinter dem Palästinaproblem zurücktreten lassen dürfe. Sodann erstattete Herr Dr. Brunschwig den Jahresbericht. Die Zahl der Verbandsmitglieder sei von 1100 auf 2298 gestiegen, infolge der Entwicklung des Zionismus habe sich das Ansehen des Zion stewrerbanle; innerhalb üe. Gemeinden beträchtlich gehoben. Sodann besprach der^ Redner die Tätigkeit der Organisation, die Petition der Schweizer Juden zugunsten eines jüdischen Palästina, die die Unter- Schriften von 7500 Juden, das sind 80»» der Schweizer jüdischen Bevölkerung, getragen habe, sowie die Beteiligang des Verbandes an der Berner Völkerbuindskünfereaig. Nach ihm erstattete Herr Joel Weil den Kassenbericht. Die Donnerstagsitzung wurde mit einer Begrüßung des Herrn Dr. Werner Bloch im Namen der Israelitischen Kultusgemeinde, Basel eröffnet. Hieraui erstattete Herr W e i 11 b a u m den Bericht über das vorjährige Protokoll, sodann eröffnete Herr Dr. Oiswanger die Generaldebatte, in der er vieles an der Tätigkeit des Verbandes zu bemängeln hatte. In der Propaganda sei wenig geleistet worden, ebenso in kulturellen- und Erziehung«- fragen. Ihm erwiderte Herr Dr. Bru nschwig. Zahlyiche Telegramme gelangten zur Verlesung, so von den rf erren Dr. Jacobsohn,Goodmann - London, Prot. Warburg und Dr. Hantke, Hierauf wurde die Debatte mit einer Rede des Herrn Andre Spire eröffnet, der die Tagung davon zu überzeugen suchte, daß die französische Regierung bereits vor der Balfourscheu Erklärung sich bemüht habe, den zionistischen Bestrebungen zum Erfolge zu verhelfen. Alle gegenteiligen Berichte seien durchaus falsch; die Juden genießen bei den Franzosen große Sympathie. Spires Ausführungen wurden von einem Teil der Versammlung mit sichtlichent Unwillen aufgenommen. Im Verlauf der weiteren Debatte konnte 10 von den 22 Rednern aus Zeitmangel das Wort nicht mehr erteilt werden. Es erfolgte hierauf die Beratung der neuen Statuten. Die Neuwahlen ergaben: Herr Dr. Brunschwig, Präsident, Flerr Dr. Werner Bloch, ,Vizepräsident, Herr Goetsch«: Sekretär Herr Stern-Eimche, Kassierer und Herr Adolf Hack. Am Schluß der Tagung traf ein Telegramm aus Kattowitz ein, das von den neuesten Pogromen der Hallerschen Armee in Polen und Galizien berichtete und den Delegiertentag zu einer energischen Resolution veranlaßte, in der an den Bundesrat, vornehmlich den Bundespräsidenten Ador in seiner Eigen- Schaft als früherer Präsident des Roten Kreuzes appelliert wird. di Literarische Mitteilungen Demnächst beginnt in New York eine große hebräische Monatsschrift ״Miklat“ im ״Verlage Stybel“, dessen Begründer sich gegenwärtig in New York befindet, zu erscheinen. Mit der literarischen Leitung der Zeitschrift ist der hebräische .Schriftsteller J. D. Berko witsch beauftragt. Die Zeitschrift, die ״der Kunst, der Wissenschaft, der literarischen Kritik und den Zeitfrage 11“ gewidmet sein wird, hat die Aufgäbe, eine SammefeteTle für all die gegenwärtig überall zerstreuten hebräischen Schriftsteller zu schaffen und insbesondere für das Wachstum einer hebräischen Literatur in Amerika zu sorgen. Für den ersten Jahrgang des ״Miklat“ sind angekiindigt ein großer lyrischer Epos ״Der Waldgeist“ (Jaarit) und ein Roman Ü1 drei Teilen ״Wanderjahre“, beide von S. Schn cur. Kritische Betrachtungen von B a r - T 0 w i a , bibelkritische Studien von Dr. S. Bernfeld und ein Roman von einem jungen Dichter aus Jerusalem, Dawid Ri me hi, ״Bodenlos“ (Al Biima). Das erste Heft sollte bereits im Siwa-n erscheinen. Zusammen mit dem Verlagsstifter Stybe 1 weilt gegenwärtig in New York auch der Dichter S. Schneur, dem das hebräische Publikum in New York einen feierlichen Empfang veran&taltete. ln Jaffa sind die ״Lettres de mon rnöulin“ von Alfons Daudet in hebräischer Uebersctzimg von Jakob Steinberg erschienen. Im Verlag Hebrew Publishing Housc Kadi m ah *N e w York, erscheinen drei neue hebräische Bücher, vier Erzählungen von J. D. B e r k e w i t s c 11; von Dr. Nachuni S lau seht sch ״Aut den Inseln des Mittelländischen Meeres“, Reisebeschreibung und von M. Bernstein: ״Aus dem Lande“; 5 Novellen aus dem Leben des neuen Palästina mit einer Einleitung von Rüben B r a i 11 i n. Angekündigt sind noch außerdem; eine historische Abhandlung von Ben-Jeb u d a ״Bis zu welchem Zeitpunkte haben die Juden hebräisch gesprochen?“ eine Arbeit von Dr. M o s s i n - sohn über die Propheten, ein Buch von Sehe inkin über die Kolonisation Palästinas und eine hebräische Hebertragung von Knud Hamsuns ״Pan“, besorgt von M. Lipso n. Pie Pogrome Pogrom in Krakau Am 6. Juni hat nun auch in Kra k.a u ein ent■ setzlicher Judenpogrom stattgefunden. Wie üblich waren an diesen Schandtaten neben vielem Gesindel Soldaten der Hallerschen Armee beteiligt. Die Zahl der bis jetzt festgestellten Opfer beträgt einen Toten, etwa 70 schwerverwundete und 100 leichtverwundete Juden. I)tr Sachschaden wird auf mehrere Millionen Kronen geschätzt. Einzelheiten über den Pogrom entnehmen wir der ״Wiener Morgenzeitung“ vom 10.* Juni. Ein unbedeutender Wortwechsel *zwischen einer Bäuerin und einer jüdischen Ladenbesitzerin gaben das Signal zu diesen Ausschreitungen. Hallersche Soldaten mischten sich in das Gespräch, und bald hatte sich eine große Menge von Hallerschen. und sonstigen Soldaten angesanunelt־, die die jüdischen Geschäfte überfielen und plünderten. Besonders heimgesucht wurde das jüdische Viertel, in dem man geschlossene Abteilungen von Soldaten mit Sturm heim und Gewehr, an geführt von ihren Offizieren, offen sich an den Plünderungen beteiligen und die Passanten an greifen sehen konnte. Die Juden wurden m Boden geschleudert, mit Füßen ־ge* treten und mit Seitengewehren und Kolben bearbeitet. Auch wurde auf sie geschossen. Die Hallerschen Soldaten, die Einbrecher Werkzeuge .besaßen, an der Spitze, fiel der Pöbel über die Geschäfte her, raubte sie aus und verteilte die Waren unter die Menge. Besonders In New York erscheint ein grundlegendes Werk von B. D. B •0 g e n über die ״Jüdische Philanthropie in den Vereinigten Staaten“. Das Werk legi auch die Hauptprinzipien und Methoden der jüdisch-amerikanisehen Wohltätigkeit dar und enthält eine Anzahl Tnbellen und statistischer Materialien. ln Wilna erschien ein zionistisches Sammelhef! ״Unsere Freiheit“ mit publizistischen Aufsätzen von L. J., A. Goldstein, S. An-ski, belletristische und kritisehe Beiträge von L. J a f f e , S. Segale witsch, H. L e w i n, und Berichte über die Judenfrage auf der Pariser Konferenz, über die Berner Sozialistenkonferenz und die Forderungen der Poale-Zion, über den amerikanischen .Kongreß usw. ln Amerika wurde ein ״Verband jüdischer Schrift- Steller“ gebildet, der die Hebung der wirtschaftlichen und kulturellen Lage der jüdischen Literaten und Journalisten der Vereinigten Staaten zur Aufgabe hat. Zum Jubiläum von Eiieser Ben-Jehuda, der sich während des Krieges in Amerika aungehalten hat. überreichte das ״hebräischlesende Publikum“ der Vereinigten Staaten dem Jubilar ein Volksgeschenk von zirka zehntausend Dollar zwecks Errichtung einer Villa in Jerusalem. An der Sammlung des Geldes beteiligten sich zionistische Vereine, Misracfii-Gruppen, Poale-Zion- Vereine, literarische Klubs und Privatpersonen. Das Geld wurde der A. P. L. überwiesen. Zu Vollstreckern wurden S. D. L e v o n t i n , David J e 11 i 11, E. L e v i n Epstein und Prof. Frieden wald ausersehen. Das ״Bulletin de יז I nstitut interne diaire International“ bringt in Nr. 1/2 (Januar bis April 1919) einen Aufsatz, betitelt ״Neue Dokumente bezüglich des Zionismus“ aus einem Expose über die gegenwärtige Lage des Zionismus von Jean Fischer. Der Verfasser gibt einen historischen Ueberblick über die Entstehung des politischen Zionismus und begründet dessen wichtigste Forderungen. Im Anschluß daran werden die wichtigsten Regierungserklärungen zugunsten des Zionismus publiziert In dem Doppelheft Nr. 13 und 14 der ״Sozialistischen Monatshefte“ befindet sich unter anderem ein Aufsatz von Adolf All wohn ״Zum Religionsproblem“, sowie eine längere religianswissenschaftliche Notiz von Herbert Kuhnert, die folgende Unterabteilungen entlitten die Grodzka, Sienna, Dictlowska, Krakowska, Miodowa, Sebastyana, Wielopole, Walska und Szczpanskich-Straße. Unter den geplünderten Geschäften befinden sich die Modegeschäfte Mahler, K o r a 1, Er tsclii k , das Schuhgeschäft Kuger, der Juwelier Zimmermann, die Kleidergeschäfte Fürth, und Sternberg, das Manufakturwarengeschäft Wiener, die Eisenhandhing Bomba, das Delikatessengeschäft FLirschl, das Bi jemterie Warengeschäft Nachheiser, die Papiergeschäfte Ta fl er, Nikolaje wie/, und Brand. Das letztgenannte Geschäft liegt gegenüber der Polizei. Die Polizeidirektion, sowie das Stadtkoniinando ließen dank dem energischen Eingreifen des Abgeordneten Dr. T b o ti starke Militär- und Polizeiabteihirigen ausrücken. Die Soldat«! verhielten sich aber ganz passiv. Zum Teil wurden intervotierende Polizisten von Hallerschen Soldaten blutig geschlagen. Die Militärbehörden erklärten, ihnen gegenüber machtlos zu sein. Der in Krakau erscheinende sozialistische ״Naprzod“ vom 8. Juni brachte als erste Zeitung einen Bericht über diesen Pogrom, in dem er feststellt, daß sich außer Hallerschen auch andere Soldaten sowie Zivilpersonen daran beteiligt hätten. Er schreibt die Vorkommnisse zum Teil der Hetze des antisemitischen ״Kuryer“ zu. *Das sözialistisciie Blatt schreibt u. a.: ״Nicht zutn ersten Male machen die ״Hallerczyki“ Pogrome und Gewalttätigkeiten. Sie zeichneten sich bereits in Czenstochau und Warschau aus. Es ist schwer, Worte zu finden zur Verurteilung für Exzesse von seiten derjenigen, die hergekommen sind, um Polen vor Gewalttätigkeiten seitens der Tschechen und Ukrainer zu schützen. Jetzt säen sic selbst Vernichtung, und schänden den polnischen Namen in den Augen der westeuropäischen Demokratie, die sie nach Polen geschickt hat.“ Natürlich behauptete Oberstleutnant Modelski vom Hallerschen Stabe, die Juden hätten auf das Militär geschossen, die ganze gereizte Stimmung sei auf deutschrussisch - jüdische Agitation zurückzuführen. 'Diese alte abgenutzte Lüge ist recht bezeichnend für dgn Geist der Hallerschen Armee. Wenn bereits bei den Stäben mit derartig infamen Mitteln gearbeitet wird, dann kann man sich nicht wundern, wenn die Offiziere die Soldaten bei den Plünderungen anführen. Nicht die Soldaten, sondern die sie verhetzenden Offiziere trifft die Hauptschuld, wie überhaupt nicht so sehr der polnische Pöbel für diese Tirausamkeiten verantwortlich gemacht werden kann, als vielmehr die verantwortlichen leitenden Stellen und die Intellektuellen, die'sich entweder passiv verhalten oder durch unaufhörliche Hetze die Pogromstimmung im polnisehen Volke erhöhen. Pogrom io Dabno Der ״Kurier Warschawsky“ vom 7. 5. 1919, bringt folgendes Telegramm: ״Judenpogrome in Lemberg“, den 5. Mai (Polnische Telegraphenagentur): Aus Lublin wird der ״Gazeta Poranna‘• mitgeteilt: Ein schrecklicher Pogrom ist in Duhno ausgebrochen, wo an 700 Personen getötet worden sind. Die ukrainisehen Soldaten behaupten, daß sie vom Kommandanten die Erlaubnis zum Morden der Juden erhalten haben. Wie die Polen in Ostgalizien hausen An den Orten, an dienen die Polen gerade keine Gelegenheit haben, einen Pogrom zu machen, suchen sie ihren antisemitischen Empfindungen in anderer Weise Ausdruck ־zu geben. Die ״Wiener Morgenzeitung“ enthält fast täglich eine lange. Reifee trauriger Nachrichten über Verhaftünffin fahrender lüÄseher Persönlichkeiten, ־ ־Entlassung, jüasclief . ־Beamte»..*Ausschluß jüdischer Schüler aus den öffentlichen Schulen und jeder Art ..-..von rDraq^Eeftot||ienv;1,־Ä Wo die Ukrainer abzieheü.‘'1th1ä'!dle־EoIefl''ei1yück«1, beginnt ein '־ Schreokemsregjmerit für. .iljti./Jöcii,/, und die Lage ist so 'verzweifelt*, daß nur ganz <ene!jgis<i1e Hilfe seitens hält: 13iblisd1es Weltbild, Semitische Gemeinsamkeiten, Zahlenmystik und eine kurze Chronik über Ereignisse, die im Zusammenhang mit jüdischer Religionswissenschalt stehen. In der von Damaschke herausgegebenen Zeitschrift ״Die Bodenreform“ findet sich in der Nummer vom 5. Juni 1919 ein längerer Aufsatz ״Ums heilige Land“, der auf Grund der neuesten Ereignisse und Veröffentlichungen im Zionismus den gegenwärtigen Stand der zionistischen Bewegung bespricht und mit besonderer Sympathie die Forderung der National!־ s i e r ungdes B od e n s behandelt. Die Arbeitsgemeinschaft der Angestellten der ״Jüdisehen Gemeinde“ zu Berlin, die sämtliche Angestellten und Arbeiter der Berliner Jüdischen Gemeinde zwecks Wahrung ihrer wirtschaftlichen Interessen auf gewerkschaftlicher Basis vereint, gibt ein von M. Danielsohn redigiertes ■Mitteilungsblatt ״Die Arbeitsgemeinschaff“ heraus, das in Zeiträumen von etwa e'inem Monat erscheinen soll. Wien. Wie die ״Wiener Morgenzeitung“ meldet, ist in Wien eine jüdische Volksbühne gegründet worden, die der jüdischen Bevölkerung Wiens nationaljüdische Kunst vermitteln will. Die Bühne wurde mit einen! Drama ,,'Die Newcjle“ (Das Aas) von Perez Hirschbein eröffnet. Mitteilungen der Loge Al Hamiscfamar Im Verlage der Loge Al HamLschmar ist soeben erschienen: H. H. van Kol (senateur hollandak et metnbre du Gomite executif du Bureau sodaliste international): ״La democratie sociatiste internationale et le Sionisme“. Preis Frcs. 1.—. Der holländische Senator und Sozialistenführer van Kol verficht in dieser Schrift mit überzeugender Begeisterung die Idee des Zionismus vom Standpunkte der internationalen Sozialdemokratie. Zu beziehein durch Fr. Ruecli, Lausanne (Schweiz) und den Jüdischen Verlag, Berlin.