Mannheim
Compact Memory

Jüdische Rundschau · 1919-06-13 · Heft 41 (13.6.1919) · page 7

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXIV (1919)
Issue
Heft 41 (13.6.1919)
Date
1919-06-13
Page
– (sequence 7)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
95% known words query
IRI
…/2651273-2652135-2652176--12305-2669921
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

6 entity mentions

Nr. 41 JUED1SCHE RUNDSCHAU Seite 333 »onders aber die aussichtslosen, gehören ln die Lungenheim statt e. Durch diese letzteren ist bis zu einem gewissen Orade die Ausrottung der Seuche noch zu erhoffen. Wie in Deutschland müssen für leichte Fälle von Tuberkulose bei Kindern Seehospize in den Seebädern Palästinas geschaffen werden. Wo sind diese Anstalten zu bauen? Es lassen sich »dir zahlreiche Orte finden, in windgeschützter Lage, »taubfrei, mit ausgiebiger Besonnung, 2. B. Jericho, und überall in Tal und Berg, wo auf Luftreinheit, Besonnung und gute Ernährung zu rechnen ist. Für Kinder kommen dann die Hospize an der See hinzu. Eine zweite Gruppe von Anstalten muß ebenfalls sofort geschaffen werden: Genesungs- und Erholungsheime, hauptsächlich mit Rücksicht auf die Fälle von chronischer Malaria, von der sich viele Kranke durchaus nicht erholen können, wenn sie am Orte bleiben. Es muß für jedermann, dessen Gesundheitszustand es erfordert, eine billige, und wo nötig, unentgeltliche Gelegenheit geschaffen werden, sich bei guter Ernährung einige Wochen in geeignetem Klima in einem solchen Höhensanatorium aufzul!alten. Für die Ruhrkranken können diese Erholungsstätten nicht benutzt werden; hierfür eignet sich besser die See, am besten trockener Sandboden. Vielleicht finden sich geeignete Orte auf schmalen Bergrippen oder in den unfruchtbaren Gegenden Palästinas. Hiermit bin ich bereits bei der zweiten Hauptgruppe angelangt — jenen Institutionen, die zwar, wie ausgeführt, auch ein sofortiges dringendes Bedürfnis für die Einwanderer selbst darstellen, die aber auch mit größeren! Kapitalaufwand und größerem Komfort in Form gut ausgestatteter Sanatorien eine große Anziehungskraft auf das internationale Publikum ausüben sollen und so zu einer Quelle nationalen Reichtums sverdea können. Schon heute gehen viele Rekonvaleszenten irn Sommer gern auf den Libanon. Wie dort muß auch in Palästina für besonders großen Komfort Sorge getragen werden, um die Konkurrenz gegenüber Aegypten aufnehmen zu können, und weil die Behändhing der Tuberkulose und Nierenkrankheiten an sich einen ziemlich hohen Komfort erfordert. Die entsprechenden Orte in Palästina sind eben so leicht, zum Teil leichter als die ägyptischen Kurorte zu erreichen, liegen meist in einer bezaubernden Landschaft, und zu allem kommt der Affektionswert des heiligen Landes hinzu. Es handelt sich neben den Sanatorien für Nervöse und Genesende besonders um die Behandlung von Tuberkulösen, Rheumatikern und Nierenkranken. Besonders geeignet für Kurorte und Erholungsheime ist der Libanon mit seiner Kombination von Gebirgs-, Meeres- und Waldluft Wir werden in der Nähe Beiruts auf Palästinas Boden ähnliche Orte finden. Dann haben wir nahe bei Haifa den Karmel, auch dort Gebirgs- und Meeresluft, eine landschaftlich reizvolle Gegend mit dem Blick aufs Meer und die unmittelbare Nähe einer aufblühenden Hafenstadt. Auch dieser Ort eignet sich für Blutarme, Nervöse, Genesende und Leute mit Erkrankungen der Atmungsorgane. Natürliche Kurorte sind die Seebäder bei Jaffa, Haifa, Sidon für Blutarme, Skrofulöse, Nervöse und leichte Fälle von Tuberkulose, besonders im Winter, wenn es keine Malaria gibt und eine Temperatur wie in Algier und Aegypten herrscht Dorthin gehören audi die erwähnten Seehospize für die belasteten Kinder. Im Gebirge ist das Klima nicht so mild, aber gesünder, und die Hitze wegen der Lufttrockenheit erfraglicher. Hier kommt eine Fülle von Orten in Betracht, unter denen Joffe hervorhebt: Saffed, Nazareth, in deren Nähe unsere Kolonien Sedschera, Rosch Pinah, Metulla, dann weiter südlich Tabor, Nablus, Hebron, und dort unsere Kolonien Katra, Kastinie und Rechoboth. Eine besondere Bedeutung aber haben die Orte des Jordantales: Jericho und Tiberias. Jericho, von Jerusalem leicht erreichbar, liegt fast an der tiefsten Stelle der Erdoberfläche, hat sehr wenig Regen, tropische Temperatur, sehr milde Winter und liegt in bezaubernder Umgebung. Schneller als Jericho wird sich Tiberias entwickeln. Regenarmut und Temperatur sind hier nicht so bedeutend wie in Jericho, aber noch sehr beträältlich, die Kultur schon etwas weiter fortgeschritten als in Jericho, die Landschaft die denkbar schönste und in der Nähe die berühmten heißen Quellen. Die unter türkischer Verwaltung verwahrlosten Quellen sind in jüngster Zeit sorgfältig analysiert worden. Sie sind zum Teil sehr heiß (bife 62 Grad), sind schwefel- und radiumhaltig, und die Tiberiasquellen sehr kochsalzreich; in letzterer Beziehung stehen eie denen von Homburg und Wiesbaden nahe. Es war längst von jüdischer Seite geplant, die Bäder zu pachten und vorläufig■ notdürftig instand zu setzen. Diese Arbeiten sollten sofort in Angriff genommen werden, denn der Weg bis zum völligen Ausbau der Anlagen, der Hotels, des Komforts, der notwendigen Fremdenindustrien und der internationalen Propaganda ist sehr weit. Mit weit größerer Energie aber müssen wir sofort ״ach Beginn der großzügigen Einwanderungsbewegung an die Schaffung der Tuberkulose-Heil- und Heim- *tätten und der Erholungsheime herangellen. Tim wir unsere Pflicht, so wird Palästina das "erden, wozu es nach seiner physikalischen Beschaffenfeit vorbestimmt ist: eines der gesündesten Länder der Welt. Dr. Zlocisti: Ich möchte den beiden Referaten e׳n grob umrissenes Arbeitsschema über die Aufgaben der Wanderungshygiene hinzufügen. Es wird für die zu wählenden Maßnahmen entscheidend sein, ob es sich um verzettelte Wanderung oder Wanderung in größeren Gruppen handeln wird, ob kräftige krieg»- gewöhnte Männer wandern, oder ganze Familien mit Frauen und Kindern, ob allgemeine Passagierschiffe oder eigene benutzt werden usw. Die amerikanische Ein- Wanderungsgesetzgebung sdhließt nicht nur Personen mit die Gesamtheit gefährdenden Krankheiten aus, sondern suriht auch im Sinne der Eugenik die Verpflanzung Widerstandsunfähiger, Geisteskranker usw. zu verhindern. Derartige Gesichtspunkte müßten auch in unserer Arbeit eine Rolle spielen, wenn sie auch nur im geringen Ausmaß zu erfüllen sein werden. Der Krieg hat auch in hygienischer Beziehung böse Folgen für die jüdischen Massen gehabt. Es muß in rigorosester Weise Klarheit darüber gewonnen werden, ob es wahr ist, daß kranke deutsche und österreichische Soldaten in zahlreichen Fällen Krankheiten, die die Fruchtbarkeit unseres Volkes gefährden, in jüdische Familien geschleppt haben. Ist das wahr, so muß energisch zugegriffen werden im Interesse unserer nationa'en Zukunft. Unsere Aufgaben hören nickt beim Eintreffen im palästinensischen Hafen auf. Die Einwanderer verbreiten sich über das Land, Hier muß die Auswahl der geeigneten, nicht der begeisterte Wille des Hechaluz den notwendigen Schutz bringen.' Die Hygiene muß bereits bei der Vorbereitung der Einwanderung einsetzen. Jede Ein wand erungsorgan isation, die der Hygiene nicht eine überragende Rolle zuweist, ist lückenhaft. Die Auswanderungsarbeit vollzieht sich in vier Etappen. Die erste schafft ein Kataster, das sich nicht auf berufliche Angaben beschränkt, sondern auch die Konstitution erfaßt. Hier muß bereits die Aufklärung einsetzen und können Impfungen gegen Pocken und Typhus vorgenommen werden. Die zweite Etappe ist der Auswanderungshafen, in dem eigene Baracken notwendig sind und eine letzte Aus- Scheidung der akut Erkrankten zu fordern ist. Die dritte Etappe ist das Schiff. Es genügt nicht der von der internationalen Gesetzgebung geforderte Schiffsarzt. Vielmehr muß die einzelne Gruppe (in der Art der von Italien geschaffenen Institutionen) von einem eigenen Arzt begleitet werden, der für die humane Durchführung aller gesetzlichen Bestimmungen und Forderungen sorgt. Im Hafen ist jeder Zuwanderer systematisch zu untersuchen, zu reinigen und sein Gepäck zu desinfizieren. Verdächtige sind zu isolieren, Kranke dem Hafenlazarett zu zuführen. Aus diesen Andeutungen ergibt sich eine praktische Folgerung: Die Ausbildung in der Staatsmedizin ist eine Aufgabe für jüdische Akademiker, die neue Existenzmöglichkeit in Palästina eröffnet. Aus der Generaldebatte Aber die Referate ist noch nachzutragen: Ludwig Strauß: Es müssen auch die mit der Hygiene zusammenhängenden sozialen Fragen besprochen werden. Das europäische Kassenwesen scheidet zwischen bezahlenden und nichtbezahlendem Patienten, so daß vielfach die Aerzte beide Gruppen verschieden behandeln. Deshalb muß die private Bezahlung des Arztes aufhören, er muß von der Gemeinschaft angestellt und bezahlt werden, private Zuschüsse müssen verboten werden. Fräulein Dr. Pinner: Das zu gründende Bauamt muß sich auch mit sozialen Fragen beschäftigen. Die Baupolizei muß dafür sorgen, daß die Häuser gesund sind. Diese Baupolizei muß den Kommunen unterstellen. Wir müssen im Interesse der arbeitenden Bevölkerung das Klein Wohnungswesen fördern. Dr. Brünn: Man darf nicht einfach europäische Verhältnisse auf Palästina übertragen. Die Aerzte waren schon bisher in Palästina Angestellte der Kolonie. Die An- Stellung des Arztes als Beamten hat viel für sich; denn es ist entwürdigend, daß der Arzt vom Patienten entlohnt wird. Schwierigkeiten sind allerdings vorhanden. Dr. Emmerich: Ich habe die Modelle der Baugeseilschaft gesehen, sie sind ziemlich luxuriös. Die angegebenen Kosten von 16000 bis 20 000 Frcs. für ein dreizimmriges Haus sind zu hoch. Vor dem Kriege baute man in Deutschland für 5000 bis 6000 M. Wir brauchen nicht luxuriös zu■ bauen. Frau Wronsky: Die Frau soll in Palästina nicht nur den Kampf um die politischen Rechte und um den nationalen Boden, sondern auch־ um die Eingliederung in die jüdische Gemeinschaft führen. Es muß ein F rauenberufsamt gegründet werden, das die Frauenberufe wissenschaftlich erforscht und die Berufswahl der Frau in die richtige Bahn lenkt. Wir müssen für eine Charaktererziehung der Frau eintreten, die der Westjüdin die Eigenschaften der jüdischen Frau wiedergibt. Fräulein Dr. Pinner: Es ist viel leichter, die Frau zur Ueberwindimg des Kapitalismus zu erziehen, als den Mann. Die Frau muß bei den Auswanderern, bei den Schiffen, in den Häfen soziale Arbeit im Sinne des Volksheims leisten. Es müssen Kurse für Krankenpflegerinnen, Kindergärtnerinnen von der Zionistischen Organisation eingerichtet werden, wo auch die Kenntnisse des Hebräischen und möglichst des Jüdisdien gelehrt wird. Die nationaljüdische Bewegung in Nordafrika. Das in Tunis erscheinende zionistische Organ ״L'Egalit£״, das früher unter dem Namen ״Inni s i a“ herausgegeben wurde, meldet, daß unter den nordafrikanischen Juden, unter denen der jüdisch-nationale Gedanke immer größere Verbreitung findet, sich B«- Strebungen geltend machen, einen ״Jüdischen Nationalrat für Nordafrika״ zustande zu bringen. Hapo£(-Haza?r-Konferenz Vom 23.—25. Mai tagte in Berlin die erste Vorkonferenz des deutschen Landesverbandes der Z i o n i - stischen volkssozialistischen Partei Hapoel-Hazair. In Gegenwart von etwa 40 Delegierten wurde die Konferenz von Herrn Reichert eröffnet. Die Beratungen gewannen dadurch an Bedeutung, daß sie den ersten Versuch im Galuth darstellen, die Zionisten, die auf dem Standpunkt des jüdischen Volkssozialismus stehen, organisatorisch zusammenzufatsen und der jungen Partei ein Programm zu geben, das ihr den Zusammenhang mit Palästina, von wo sie ihren Ausgangspunkt genommen hat, wahren und die Möglichkeit der Wirkung auf weitere Kreise im Galuth sichern soll. Das angenommene Programm ist als Entw\urf zum Vorschlag für die Weltkcyiferenz gedacht und stand im Mittelpunkt der Debatten, Von einem Teil der Delegierten wurde gefordert, daß die Partei in ihrem Programm eine klare Stellungnahme zur Internationale zum Ausdruck bringen und betonen solle, was den Hapoel-Hazair mit der Internationale verbindet, und was ihn von ihr scheidet. Die dahin gehenden Anträge wur den abgelehnt. Ein Referat von Dr. Max Strauß formulierte die Forderungen an den Palästina-Delegiertemtag der zionistischen Vereinigung für Deutschland, die auf diesem mit 4 Aenderungen durch Zusatzantrag Blu menfeld und Genossen als Anträge der sozialistischen Arbeitsgemeinschaft angenommen wurden. Dem Organ des Hapoel-Hazair, die ״Arbeit“, soll nach dem Wunsch aller Delegierten die grötitc Aufmerksamkeit geschenkt werden. Es wird als das wichtigste Werbe- und Aufklärung« mittel betrachtet, das geeignet ist, die breitere zionistische und auch dem Zionismus ferner stehende sozialistische Jugend in Deutschland für die Ideen des Hapoel-Hazair zu gewinnen. Für die größere Verbreitung der ״Arbeit“ ist größtmöglichste Sorge zu tragen. Auch auf die Broschüre von Arlosaroff: Der jüdische Volkssozialismus sowie auf die demnächst im Weltverlag erscheinenden, vom Hapoel-Hazair hcrausgegebenen Bücher, (deren erstes: A. D. Gordot»: Briefe aus Palästina, Weltverlag, Berlin 1919, Preis geb. 2,20 M., inzwischen vorliegt) wurde nachdrücküchst hingewiesen. Aussprachen über die Organ isation zeigten die Wege zu neuer Arbeit. Dem Hechaluz, dessen Pioniergeist dem Geist des palästinensischem Hapoel-Hazair sehr nahe verwandt sei, soll die größte Aufmerksamkeit und Unterstützung gewidmet werden. Er wird ausdrücklich als ein wesentlicher Teil der arbeitenden Massen, auf den sich der Hapoel-Hazair stützj bezeichnet und seine Unterstützung sowohl im Programm des Hapoel-Hazair als auch auf dem Palästinadelegiertentag der deutschen Zionisten nachdrücklidist gefordert. De Debatten zeigten durchweg das Bewußtsein der Verantwortung gegenüber dem jüdischen Volke und seiner jüdischen Heimat. Sie zeigten das Bemühen, sich von der Galuthideofogie nach Möglichkeit freizumachen und ihren Ideen eine neue entgegenzusetzen, die nicht dem Galuth, sondern Palästina ihren Ursprung verdankt und sich nur von der Rücksicht auf die Verhältnisse Palästinas und auf seinen Aufbau leiten läßt. Der Hapoel-Hazair ist in Deutschland in ständigem Wachstum begriffen. Bereits auf dem Palästina-Deiegiertentag war er mit 30 Mandaten vertreten und bildete mit 14 sonstigen sozialistischen Delegierten die sozialistische Arbeitsgemeinschaft, über deren Anträge wir in den Nummern 30 und 40 der ״J. R.“ ausführlich berichteten. In den geschäftsführenden Ausschuß des Waact Merkazi wurden gewählt: Max Strauß alsf Vorsitzender, Arlosoroff, Grünblatt, üug 1'g, Alwin Lövventhal. Perl, Reichert, Ludwig Strauß, sämtlich in Berlin. Dem erweiterten Ausschuß gehören an: Martin Bube r- Heppenheim, Ehrlich- Kattowitz, Da u g i 1 a i t z k y ־ Königsberg, Lewinsohn- Königsberg, Aenne Pomeranz -Elberfeld, Singerm arm - Breslau, Stahl- München. Das Redaktionskollegium besteht aus den Herren: Reichert, Samuel, Ludwig Strauß. Das Programm, das angenommen wurde, hat folgenden Wortlaut: Die schöpferischen Kräfte des jüdischen Menschen und des jüdischen Volkes sind an ihrer Auswirkung behindert durch seine Trennung vom Boden, der produktiven Arbeit und der historisch nationalen Heimat und Kultur. I. De Ucberwindung dieser Trennung ist nur möglich 1. durch die Schaffung einer geschlossenen Siedelung in Palästina, die das Zentrum des national-autonom organisierten Volkes darstellt und die Erri ch tung eines gesunden Wirtschaftskörp e r 9 und die volle Entfaltung nationaler Po- Iitik und hebräischer Kultur gestattet. Als die Grundlagen ihrer Politik betrachtet die Partei die Demokratie, die umfaßt: a) das Selbstbestim m ungs rech t jedes Volkes in der Gesellschaft der Nationen und 'den Schutz dieses Selbstbestimmung«- rechtes für die Minoritätsgruppen; b) das Mitbestimmungs recht jedes normal entwickelten Gliedes der Nation, des Einzelnen, der Kommunen und der Gesamtheit an der Gestaltung des Gemeinschaftslebens. — De Partei kämpft für die Rechte der arbeitenden Massen mit den Mitteln politischer Demokratie, so lange die soziale Ungleichheit die Entfaltung ihrer politischen Kräfte und damit die Verwirklichung der wahren Demokratie hindert. — Das gleiche demokratische Selbsibestlmmungsrecht jedes Einzelnen und jeder Minorität gilt für die Partei auf kufturellem Gebiet. Auf seiner Grundlage erstrebt die Partei die kompromißlose Hebraisierung

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.