Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXIV (1919)
- Issue
- Heft 40 (6.6.1919)
- Date
- 1919-06-06
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
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fr:; 9 '׳׳ :■ } % % m 1? I IS f Seite 322 JUEDISCHE RUNDSCHAU Nr. 40 Nr. 40 und dort diejenige:! Fr;u;«u «ad Mädchen zu unterweisen, die keine Möglichkeit haben, ihr Haus za verlassen. Auöct dem Unterricht in allen Zweigen der Haus- und Landv,׳irtscl!a;t, werde» sie sic auch in Säuglingspflege zu unterweisen, die Mütter zu beraten und iur bessere Wolmu!1gs!»ygie;1c zu sorgen haben. Es darf nicht Vorkommen, daß Kokmisteithäiiser ohne jede Spur von wirtschaftlichen und hygienischen Einrichtungen gebaut werden, daß cs an Vorratskammern, Kellern und Klosetteinriclitung fehlt, daü doe Kinder von vornherein an Unsaubcrkeit im Hause gcwöltnt sind, weil die schlechte Einrichtung des Hauses 4er Mutter die Sauberhaltung erschwert, \vt11<:־ nicht unmöglich n1aeht_ und sie allmählich ui Gleichgültigkeit versinkt. Weiter werden die I-eh re rinnen die Kolon istin nein zu organisieren haben, zur Hebung der_landwirtschaftlichen Frauenarbeit, zum Austausch von Erfahrungen im Konservieren und Einmachen, zur Verschönerung der Kolonien usw. Als Krönung des Ganzen wäre dann noch an eine höhere Lehranstalt zur Ausbildung von haus- und landwirtschaftlichet! Lehrkräften, vielleicht in» Anschluß an die Universität zu denken. Dali auch Gewerbeschulen für die städtische Bevölkerung einen großen Raum in unserem Programm einnebmen, verstellt sich von selbst. Hier hat der Verband im Auge, seine Spitzenatclicrs weiter auszubauen und dort nach und nach andere Zwerge weiblicher Handfertigkeit, wie Flicken, Stopfen, Sticken, Wäsehenälien und Schneidern einzuführen. Ebenso liegt es in seinem Programm, möglichst viele neue Erwerbsquellen den Frauen zu erschließen. Die verschiedensten Altersstufen und auch die verschiedensten Bildungsstufen der Einwanderer und der einheimischen Bevölkerung müssen in dem Erziehungssystem berücksichtigt werden. Es gilt auch, die Ergebnisse moderner wissenschaftlicher Forschung auszunutzen. So auch für das Gebiet der Frauenarbeit. Warenkunde, Nahrungskunde, wirtschaftliche Buchhaltung, Gesundheitspflege sind Dinge, die eine tüchtige Kolonistcnl'rau heutzutage beherrschen muh, wenn sie weiterkommen will. Auch die Kenntnis der modernen Untcrsuchiuigen über Geflügelzucht, Milchwirtschaft, Konservierung sind für sie wichtig und unumgänglich. Außerdem gevvinnt die Frauenarbeit, wenn sie in Schulen unterrichtet wird, an Bedeutung, was für die Psyche der jüdischen Frau von besonderem! Wert ist. Ist sie doch von jeher gewöhnt, alles was mit ״Lernen'' zusammenhängt, besonders zu schätzen, während sie für die praktisehen, häuslichen Dinge eine souveräne Verachtung an den Tag legt, ohne zu ahnen, daß sie das Fundament sind, auf dem der ganze Lebeusaufbau ruht. — Ueber die sanitären Verhältnisse können wir rasch hinweggehen, da andere Referate sich ausführlich mit ihnen beschäftigt haben. Wir wollen 11ur an Gemeinde- und Schulschwestern erinnern, an Hebammen, Säuglings- und Kinderpflege, an die Bekämpfung ansteckender Krankheiten, alles Fortschritte, die nur in gemeinsamer Arbeit von Männern lind Frauen vt>ll erfüllt werden können. -- Wenn wir zu Aufgaben allgemeiner sozialer Natur übergehen, so k.«n1i!1e,1 wir vor allem zur Errichhing von Einwandereruni Arbeiterheimen, Volks- und Arbeiterküchen, Berufsberatuugsstellen und Arbeitsnachweisen. Das sind Aufgaben der Gesamtorganisation, bei denen die Zuziehung der Fraiienorganisation selbstvcr- Standlid» ist. Schon beim Bau solcher Häuser und Heime ist Frauenarbeit von Wert. Es klingt fast unglaublich, wenn mau hört, daß auch große Gebäude, wie Arbeiterheinie, gebaut werden ohne Toilette una und Waschräume, ohne Keller und Vorratskammern, ohne Backofen, ohne Waschküche und Plättstube. Eine Frau, die zu Rate gezogen wäre, hätte solche Dinge nicht übersehen können. Der Mann übersieht die Forderungen des Alltages. Er Itcnnt die Arbeit der Frau zu wenig und kann daher auf dem Gebiete der Wirtschaftliehen Dinge nicht urteilen. Deshalb muß die Frau in Dingen der Wohntuigshy giene und in Dingen der Inneneinrichtung gehört werden. Die Leitung großer Wirtsäiaftsbetriebe wie Ein- Wanderer- und Arbeiterheinie usw. gehört eben falls in das Gebiet der Frau, ja sie muß vollständig in den Händen der Frauen liegen. Pflicht des Verbandes ist es daher, den Zusammenschluß der palästinensischen Frauen und ihre Angliederung an den Verband anzustreben, denn nur auf diese Weise werden sie sich die nötige Autorität verschaffen können. Von diesem Zusammenschluß wird auch die ganze einheitliche Durchführuug des ganzen Ve rban ds programms zum größten Teil abh'ingen. — Wir treten jeFzt, wie wir alle hoffen und glauben, in eine neue Isiase der Paliistinaarbeit. Der Verband wird bestrebt sein, ausführliche Programme für die einzelnen von ilimi geplanten Institutionen auszuarbeiten und sie der zionistischen Organisation vorzulegen. Schon die einzelnen hier angeführten Punkte unseres Arbeitsprogramtns zeigen, auf welchen Gebieten die Mitarbeit der jüdischen Frauen für die Kolonisation von besonderem wert ist. Sie zeigen aber auch, daß die Aufgaben, die ihrer warten, von ungeheuren Dirnensionen sind und daß cs nicht angeht, sie allein die ganze Last tragen zu lassen. Der X. Kongreß hat eine Resolution angenommen, in der er ״insbesondere auch Unternehmungen, welche die Ausbildung der Frauen für die Landwirtschaft bezwecken" zu fördern empfiehlt. Diese Resolution ist, wie auch manche andere, die Frauen betreffende, auf dein Papier stehen geblieben. Jetzt ist die Zeit der Erfüllung gekommen. Es handelt sich nicht allein um landwirtschaftliche Erziehung der Frau, sondern um alle Gebiete des sozialen Lebens. Es gibt eben kein Gebiet, auf dem die Frauen ausgeschaltet werden können. Referat Baerwald Das Bauwesen in Palästina. Wer sollte wohl die Hebel enei-gisdrer ansetzen als die Schar der Aufbauenden, die Schar der Archi tekten, Ingenieure, Techniker, FiandWtrker und Arbeiter. Die Aufgabe ist für den Techniker verantwortungsvoll, denn Städte und Siedlungen sind Volksdokumente. Nur von einer Leitung aus kann die Unsumme von Untersuchungen technischer, hygienischer uid finauzieller Natur, Forschungen auf nattonalökonomischen, landwirtschaftlichen und industriellen Gebieien verwertet werden, die erforderlich %ir1d, um vernünftige Grundlagen für die Besiedelung und Bebauung Palästinas zu schaffen. ln den Rahmen dieser Abhandlung fällt aber nur die technische, hygienische, finanzielle und künstlerische Seite der städtebaulichen Aufgaben. Und hier hat es Palästina entschieden besser als Europa. Es kann die Erfahrungen des Abendlandes als Unterbau benutzen. Einzig die Arbeitsgemeinschaft zionistischer Architekten bereitet die Planung der dringendsten Bauarbeiten vor, hat aber infolge der beschränkten Mittel nur einen aus ihrer Mitte für einige ,Monate honorieren können, der sich einzig mit diesen Arbeiten beschäftigt, während die übrigen in freiwilliger Arbeit ihre Erfahrungen und Anregungen beisteuern. Eine straffe Zentralisation für das palästinensische Bauwesen ist erste Bed i n g u n g. Ein Mann soll an die Spitze des palästinensischen Bauwesens gestellt werden, der als Mensch wie als Fachmann, als Verwaltungsbeamter wie als Politiker überragt. Seinen Stab bildet eine Reihe hervorragender Fachleute. Unter diesem Stabe arbeiten Techniker und Gehilfen der verschiedenen Berufe. Damit wäre ein Ministerium der öffentlichen Arbeiten oder auch das jüdische Bauamt geschaffen. Die Einsetzung dieses Bauamtes ist meines Erachtens nach sofort nötig. Zunächst ist in allen Golusländern durch Umfrage festzustellen, welche und wieviele Jünger des Bau- Wesens und Angehörige technischer Berufe zur Ein- Wanderung bereit sind. Ferner ob Leute darunter sind, die für gewisse Spezialgebiete des Bauwesens vorgebildet sind. Anderen wird man Gelegenheit geben, sich in bisher fremden Sondergebieten auszubilden. Neben dieser Aufgabe, Klarstellung über die Zahl der Männer vom Bau und der für alle in Frage kommenden Aufgaben des Bauwesens vorhandenen Spezialisten, arbeitet die, Hochbauabteilung, für die ich hier allein sprechen kann, die Pläne für die in Palästina nötigsten Bauarbeiten aus. Sie projektiert Einwanderungsläger in größtem Stil mit Unterkunftsräumen für Tausende verheiratete und unverheiratete Siedler, mit den dazugehörigen Quarantänestationeil, Krankenhäusern, Zentralküchen, Waschanstalten usw. Um das Heer der Bauhandwerker und Bauarbeiter, das diese Lager bauen wird, unterzubringen und um den Arbeitergruppen Unterkünfte zu schaffen, die nomadisch bei öffentlichen Arbeiten beschäftigt sind, müssen Zelt- und Barackenlager gebaut werden. Wenn die englische Heeresleitung der palästinensischen Leitung solche Lager käuflich überläßt, so ist dies gewiß zu begrüßen. Wo nicht, müssen Zelte und Baracken so billig wie möglich gekauft werden. Daß für diese Lager Feldküchen, Wasch- und Duscliegciegenheiten und hygienisch einwandfreie Abortanlageu beschafft werden müssen, ist selbstverständlich. Das Bauamt legt schon hier auf Grund der Studien von Oppenheimer, Oettinger und anderen und auf Grund der in andern Ländern gemachten Erfahrungen die Parzellengroßen der einzelnen Siedler nach Maßgabe, ob es sich Hin gemüsegärtnerische, rein larTdwirtschaftliche, vieltzüchterische, industrielle oder städtische Siedlungen handelt, fest und projektiert Idealpläne ganzer Siedelungen. Sie schafft schon hier die Norme» 11nJ Typen für die in Palästina tausendfach iu erbauenden Häuser und Bauteile. Schließlich werden Kaufmann und Techniker des Hochbauamtes gemeinsam Verträge mit Unternehmern und Fabrikanten Europas oder Amerikas abschließen über Lieferung von Baumaterialien, die es in Palästina nicht gibt. Diese Männer werden dafür sorgen, daß Geräte und Gerüste, Betonmaschinen, Hobelbänke, Eisenscheren und dergleichen beschafft werden. An seine Hauptaufgabe kann naturgemäß das Bauamt genau wie die anderen technischen Abteilungen erst lierangehen, wenn es nach Palästina übergesiedelt sein wird. Niemand kann eine Siedelung bauen, ohne das Terrain zu kennen. Da nicht jedes Terrain sich für eine Siedlung eignet, so muß sich der Nationalfonds oder der sonstige Käufer von dem Stab der Hochbautechniker bei der Wahl und bei dem Kauf der Grundstücke beraten lassen. Sind dann die Grundstücke erworben und vom Landmesser vermessen und nivelliert, dann erst kann das Hochbauamt die endgültigen Bebammgspläne und Kostenanschläge aufstellcn. Wenn die technischen Arbeitskräfte und die Baumateria lien einheitlich durdi das Bauamt zusatnmen״efaßt sind, so liegt der Gedanke nahe, alle aus öffentlichen jüdischen Mitteln zu errichtenden Bau ten durch das Bauamt auszuführen. Das bedeutet, daß das Bauamt das Heer der Bauhandwerker und ungelernten Arbeiter selbst anwirbt und löhnt und mit dem aus nationalen Mitteln erworbenem Baumaterial sebs! baut. Das bedeutet eine Sozialisierung des Bauwesens, bei dem die Baubeamten vom obersten herunter bis zum Techniker ebenso wie Bauhandwerker und Arbeiter feste Bezüge erhalten. Man wendet immer ein, daß solche Arbeiterbeamtenschaft uninteressierter und darum teuerer baut als das Privatbauunternehmertum. Aber ich glaube, daß die Techniker und Bauarbeiterschaft die Größe der Aufgäbe, für den Wiederaufbau Palästinas zu arbeiten würdigen und ihr Bestes an Kraft für dieses Ziel einsetzen wird. Es kommt noch hinzu, daß das Bauamt durch den Massenbezug aller Baumaterialien und durdi Aus- Schaltung des Zwischenhändlers- und Bauunternehmergewinnes mindestens ebenso wohlfeil bauen wird, wie der Privatunternehmer. Für die Privatbautäügkeit wird Palästina ein großes Feld bilden. Ebensowenig wird die Tätigkeit des Hochbauamtes den Privatarchitekten 4» Wasser abgraben. Er wird sich nur die Ueberprüfting seiner Pläne durch das Bauamt, das die Baupolizei ausübt, gefallen lasses müssen. Damit die Siedlung einen einheitlichen und Charakter vollen Eindruck erhält, müssen auch grundsätzlich alle Baulichkeiten bestimmte Forderungen erfüllen. Man sollte meinen, es gäbe keine selbstverständ lichere Forderung, als daß ein Gebäude den Wohn und Lebensbedürfnissen angepaßt sei. Aber für de» Einwanderer, der vor neue, durdi das Klima, bedingte Wohn- und Lebensbedürfnisse gestellt ist, ist diese Frage durchaus nicht leicht zu lösen. Ich weise nur darauf hin, daß man in Palästina am liebsten im Freien haust, und daß deshalb große überdeckte Hallen und Loggte» lebensnotwendig sind; daß man sich nicht mit dem Wust von Mobiliar plagen soll 1u>3 braucht, sondern nach Möglichkeit alles in eingemauerten Wandschränken uid Nischen unterbringt; daß das Mietshaus eüi den! ganzen Orient wesensfremdes Element ist und daß daschöne Ziel zu erstreben ist, daß jeder Einwanderer sein Häuschen hat. Daß sogar die vielgenannten Reihen häuser nur aus Ersparnisgründen zu rechtfertigen sind und nie die Vorzüge eines von allen Seiten von Licht und Luft umspielten Hauses bieten können. Jeder Bau soll dauerhaft und solide gebaut sein. Gerade in Palästina ist gegen diese Grundbedingung anständigen Bauens gesündigt worden. Das eigenartige Klima verlangt naturgemäß beson de re Maßnahmen. Unter allen Umständen muß man die Häuser gut durchlüften können. Daß es sich von selbst versteht, die Wasserveriültnisse hygienisch ein wandfrei zu machen, daß man Brunnen und Zisternen mit allen sanitären Vorbei^gungsmaßregeln b.uen wird, ist klar. Ebenso wird man jedem Siedler die Wohl tat einer Bade- oder ztisn mindesten Duscheeinrichtung ve!•schaffen. Mindestens ebenso wichtig ist die hy gienisch einwandfreie Beseitigung der Abwässer und Fäkalien, welch letztere man in landwirtschaftlichen Siedlungen im ganzen Umfange der Ackerbestelhtng zuführen wird. Es hieße ein ganzes Buch über das palästinensische Bauwesen schreib«j» — und ich kann Ihnen verraten, daß ich an einem Buch über das palästinen sische Bauwesen schreibe und es bald zu in Abschluß zu bringen hoffe —, wollte idi Ihnen auch nur einen Teil von dem sagen, was über die Anlage von Siedlungen und Häusern in Palästina zu sagen ist Aber über all dem vielen soll niemals vergessen werden, daß bei allen baulichen Maßnahmen auf die ökonomische Seite, das heißt die Sparsamkeit, das größte Gewicht gelegt wird; zumal bei Bauten, die aus nationalen Mitteln errichtet werden. Dazu gehört in allererster Linie die Verwendung von Baustoffen, die sich auf oder in der Nähe der Baustellen befinden; so wird man in Gegenden Palästinas, in denen Lehm gefunden wird, die Häuser aus kiftgetrockneten oder gebrannten Lehinsteinen bauen, also im Jordantal und anderen F'lußtälern. Im Gebirge wird man entweder den natür liehen Felsstein (Kalk- oder Sandstein) verwenden, oder wenn man in Beton baut, die natürlichen Gesteine als Kleinschlag■ irn Beton verwenden. Grundsätzlich möchte ich sagen, daß im allgemeinen jede endgültige Bauausführung jedem Provisorium vorzuziehen ist Man hört jetzt überall von sparsamen Bauweisen. Von diesen Bauweisen sind nur die gut, die schon vo!1 altersher bekannt sind •und nur wieder verbessert ans Licht gekommen sind, so ־zum Beispiel die alte biblische Lehmbauweise, die als Lehmdrahtbau ihre Auferstehung gefeiert hat. Die übrigen sind eben nur Ersatz. Denn um festzustellen, ob diese Bauweisen etwas taugen, und ob sie sich im palästinensischen Klima bewähren, müßte man doch wenigstens eine längere Erfahrung, safvn wir von 10 Jahren, gemacht haben. Eine Notwendigkeit aber leuchtet auch dem Laien ein, nämlich die, Ls! Palästina ein M a t e r i a 1 p r ü f u n g s a ni t zu errichten in welchem die verschiedenartigen Baustoffe des Landes und die verschiedenartigen Bauweisen untersucht werden Bauten sind und waren immer Kulturdokumente. A» ihnen kann man das geistige und künstlerische Niveau eines Volkes ablesen. Bauten sind auch das einzig sichtbare Kulturdokument. Es ist nicht etwa erdacht sondern ein oft gehörtes Wort: ״Icli will nicht schön, ich will billig!“ Leider liegt die Sache be! uns so, daß vielen, ja der Mehrzahl de! Juden völlig die Empfindung dafür fehlt, was an einem Hause schön ist. Denn es mangelt ihnen jegliche Schulung zum Geschmack. Für den diesen Leuten fehlenden Sinn muß das Bauamt und die gesamte jüdische Architektenschaft mit muster gültigen Leistungen ei :!springen. Es wäre andererseits ebenso verfehlt und unsinnig, mit Gewalt in kurzer Zeit einen jüdischen Nationalste durdi krampfhaftes Gebären neuer Bauformen schaffen zu wollen. Wir wollen unsere Häuser durch anständiges Material, Zweck mäßigkeit, gute Proportionen wirken lassen und vor allem wollen wir sie dem orientalischen Charakter Palästinas anpassen. Das, was dem arabischen Archi tekten im Blute liegt, daß seine Bauten so erscheine» ißt, als wären sie aus dem palästinensischen Boden herausgewachsen, das werden auch wir erreichen; dann werden wir von Anfang an das haben, was wir bis jetzt trotz Tel Awif noch nicht haben, eine neue Heimat kurest in unserer neuen Heimat! Das Bauamt wird, wenn die Engländer nichts dagegen haben, auch die Bauaufeichtsbehärdc sein. Von den heutigen palästinensischen Preisen habe idi leider keine Ahnung. Das, was ich weiß, stamm! noch von der Zeit vor dem Kriege und gipfelte darin, daß Häuser in Palästina so viel in Francs kosten, wie in Deutschland in Mark. Bein» Bau des Technikums war der Untersdiied zwischen hiesigen und Haifaer Verhältnissen schon fast ausgeglichen. Nachdem idi neulich gehört habe, daß der palästinensische Maurer täglich ein englisches Pfund Lohn bekommt, wird der Bau wohl v: kriege. Vor Medlimgs-Kfc 20000 AL. 2000000 M. »eben den ausende jü< von selbst v ligsten Baur von Ueberse Schiffsraum Zement auf Glas kaputt!5 t nicht zu!,wie Lebens,1 -olbrt und r von Zement denen Kunst -de Hofzbear ßaubesdiläg{ Räder und h Brot und A Vater Jorda -peisen wird T oten Meere Arbeit wird eines Volke! im t ,תוde d Rieh, fl wald stellt Nur in ein Meinung .1׳ ׳•»äjiihdi alle ■nganisatoris bauamt zuu Hochhiuamt Ausmaß sei! Es scheint : ,-eine Tätig! die genannt Apparat wii oftizic.lcr Sc selbst der \ gen wird! gaben in Ft bewerbe nie iiers des Ar wird das rroliierc /!*üben habe sei es dun oder derglei werden, in» Hlligmveise wird. Wie! »cJiHeßnng Kolonien urt ,wgsplänen Als vor nii darf von! bald zu de Behauung! daß sie gl( verständlich, מי läge undc Gestaltung einschlicßcre bildend sin Grundfläche fnmdsätzlic! bauungsplan möglich voi den, damit 5tung erziel '’icdeiungsai des Bebawu künstlerisch! bawmgspb'ir jesagten a! aber die g liehen. Ma Bauamt in ״on Kolonii brauche die ׳mpinseln, 1 *erden mit *׳erden mt dcher leiser könnte. D der Lösung verständige! Jeher w ״nd kontra machten V!?roßen Te ,beti; insbi die Beschäl ),on Baum.־ Kriegs wirts• Drganisatio Zweifel, da deti freie *'ortschritti heschaffun! ’mter gesch ,gelöst de J befihi dieser äußt '*!» SO Ml' btt fers tötze 0