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Jüdische Rundschau · 1919-06-06 · Heft 40 (6.6.1919) · page 6

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXIV (1919)
Issue
Heft 40 (6.6.1919)
Date
1919-06-06
Page
– (sequence 6)
Language
German
Belongs to
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Seite 320 J U EDI SCH E RUNDSCHAU Np. 40 Nr. 40 finden wird. Nur die Intensivierung der arabischen Fellachenwirtschaft, die natürlich einige Zeit dauern wird, schafft uns in dem Araber einen Wohlwollenden Nachbar. Vor dem Kriege hatten sich jüdische Arbeiter häufig gegen jede arabische Arbeit gewandt, wenn jedoch der jüdische Arbeiter die Ueberzeugung gewinnt, daß im Prinzip nur Juden beschäftigt werden, so wird wohl die Hauptursache dieses übertriebenen Chauvinismus beseitigt sein, der meiner Ansicht nach nicht ungefährlieh für unsere Beziehungen zu den Arabern ist. So wird die Nationalisierung im prägnanten Sinne unserer Kolonisation einer der wesentlichsten Momente sein, um unsere jüdischen Arbeiter zur wahren Mitarbeit in Erez-lsrael heranzuziehen, da nur durch sie ein wahrer Neuaufbau Palästinas zur Wirklichkeit werden kann. Weiterhin wird durch die Erbpacht die Einwanclerungsbasis verbreitert; dies ist von ganz erheblicher Bedeutung, wenn wir bedenken, daß die Elemente, die für die wirtschaftlichen Siedlungen in Palästina in erster Reihe in Frage kommen, meist minderbemittelten Kreisen angehören und nicht gerade, wie aus den bisherigen Erfahrungen hervorgeht, allzu dicht gesät sind. Das Siedlungswerk darf siel» schon seiner Idee nach nicht auf vermögende Klassen beschränken, es muß auch die ärmeren Schichten umfassen, und für das landwirtschaftüche Gebiet ist der geeignetste Weg die Erbpacht, da diese jedes philanthropische Moment ausschließt Vermag so die Nationalisierung׳ des Bodens die EinwandePungsbasis zu verbreitern, so liegt es andererseits in ihrer Macht, Parzellenwie Latifundienwirtschaft illusorisch zu machen. In Palästina ist eine unwirtschaftliche Parzedierung noch mehr zu befürchten, da es, wenn es zu einem jüdischen Lande geworden ist, für eine große Anzahl von Juden keinen heißeren Wunsch geben wird, als Boden in Erez-lsrael zu besitzen. Für diese Juden ist es natürlich Unerheblich, ob der Preis des Bodens seiner RentiePung noch entspricht, da eben außerökonomische Faktoren die Grundlage für ihre Bodenkäufe in Palästina abgeben. Aüf die Gefahr der L a t i f u n - dien Wirtschaft brauche ich nur hinzudeuten. Sie ist jetzt völlig erkannt. Ich verweise u. a. auf die letzten Maßnahmen in England. Daß das römischrechtliche Eigentum am Grund und Boden nicht geeignet ist, geeignete Grundbesitzverhältnisse herbeizuführen, ist nicht nur aus der Agrargeschichte anderer Völker zu lernen, nein auch bei uns findet sich dieselbe Unheilvolle Entwicklung. Der Einfluß des Obereigentums, damit die Verhinderung der Bodensperre, ist in seiner Wirkung nicht beschränkt auf die landwirtschaftlichen Verhältnisse, sondem ist für den gesamten sozialen Aufbau Palästinas von fundamentaler Bedeutung. Einer bestimmten Gruppe zionistischer Sozialisten gegenüber will ich betonen, daß auch bei Marx die Vergesellschaftung der Produktionsmittel nur ein Mittel -- er glaubt allerdings das Mittel — zur Erreichung des Sozialismus, d. h. der mehrwertfreien Ge- Seilschaft ist Eine Verstaatlichung oder Vergesellschaftung einzelner Produktionszweige schafft niemals eine mehrwertfreie Gesellschaft, und so heißt es gerade für die zionistischen Sozialisten, die neue soziale Theorie zu schaffen, die ohne völlige •Vergesellschaftung der Produktionsmittel, wenn möglich unter Beibehaltung der Privatiniative, nur der Unternehmergewinn wird beseitigt, nicht der Unternehmerlohn und die Risikoprämie, eine mehrwertfreie Gesellschaft schafft, d. h. den Sozialismus verwirklicht. Mir erscheint dafür als erste Voraussetzung die Aufhebung der Bodensperre, d. h. Obereigentum des jüdischen Volkes am Grund und Boden Palästinas. Auch von denen, jdie annehmen,, daß die Aufhebung der Bodensperre, und damit die Aufhebung eines besitzlosen Landarbeiterproletariats, das das Reservoir für eine industrielle Reservearmee bildet, von nachhaltigsten Folgen auf die Gestaltung des Arbeiterverhältnisses ist, wird in Frage gestellt, ob die Aufhebung der Bodensperre durch Beseitigung des römisch-rechtlichen Eigentums an Grund und Boden auch für Palästina von diesen segensreichen Folgen begleitet sein wird. Die Argumente sind folgende: 1. Der Boden Palästinas ist so eng begrenzt, daß auch ein Obereigentum des Staates seine Sperrung in kurzer Zeit nicht zu verhindern imstande ist, und daher würden die oben angeführten Folgen nur dann bestehe», wenn beispielsweise in de זן Nachbarländern, die für eine jüdische Besiedlung in Frage kämen, ein Obereigentum durchgeführt wird. Dies ist Jedoch nicht der Fall. 2. Der Uebergang der Landwirtschaft ist bei den Juden ein anormaler im Vergleich zu anderen Völkern. Dort vollzieht sich der Uebergang weit einfacher, weil eine außerordentlich große Zahl der städtischen Bevölkerung noch Beziehungen zur Land- ,Wirtschaft unterhält und!mir kurze Zeit braucht, um wieder landwirtschaftlich tätig zu sein, so daß in Wirklichkeit die ländliche Bevölkerung niemals unter ein Minimum sinken kann, das bei aufgehobener Bodensperre und frei verfügbarem Lande dem auf seiner Scholle sitzenden Erbpächter entspricht Dies sei zwar für andere Völker richtig, für die Juden aber nicht, denn diese seien der Landwirtschaft so außerordentlich entfremdet, daß zum Beispiel bei einem bereits in städtischem Berufe stehenden Mann kaum mehr ein Uebergang — von vereinzelten Ausnahmen abgesehen — zur Landwirtschaft erfolgen könne. Daher sei dieser Ausgleich gerade bei den Juden nur ein rein theoretischer, könne jedoch in praxi nicht oder nur unter sehr erschwerten Bedingungen erfolgen. Keiner dieser beiden Einwände ist stichhaltig. Für die jiädiste Oeneration — und für einen weiteren Zeitraum ist es überhaupt zwecklos zu disponieren — ist eine Bodensperre in Palästina völlig ausgeschlossen. Ruppin rechnet mit einer landwirtschaftlichen Einwanderung für das erste Jahrzehnt von 70 (KM) Menschen, für das zweite von 140 000, für das dritte von 210 000. Das ergäbe mit dem Bevölkerungszuwachs zirka Vs Million nach 30 Jahren. Verdreifachen wir diese Zahl — ob es in praxi dazu kommen wird, ist zweifelhaft, wie jeder weiß, der die Geschichte landwirtschaftlicher Kolonisation kennt, — so würde die Zähl der landwirtschaftlich tätigen Juden nach einer Generation lk Million erreichen, während das Land bei systematisch durchgeführter künstlicher Bewässerung, bei Intensivierung der landwirtschaftlichen Methoden mindestens die doppelte Anzahl von Menschen in der Landwirtschaft unterbringen kann, wahrscheinlich sogar — ich verweise auf Ballod — das vierfache. Also eine Bodensperre in dem Sinne, daß das ganze Land wirklich von Juden in intensiver Wirtschaft innerhalb eines absehbaren Zeitraumes besiedelt wird, brauchen wir nicht zu befürchten, wenn wir uns eben durch zentralisierte Landkäufe den Besitz der Ländereien sichern. Und wie ist es mit dem zweiten Einwand? Ich glaube, seine Befürworter verwechseln ein Bild der Landwirtschaft, das sie sich nach europäischem Vorbild künstlich konstruiert haben, mit derjenigen, die wirklich jetzt in Palästina herrscht und später dort herrschen wird. Es muß einmal klipp und klar allen denen gesagt werden, die einen Gegensatz konstruierten, zwischen einer palästinensischen ״Exportindustrie“ und einer palästinensischen Landwirtschaft, daß die palästinensische Landwirtschaft zum überwiegenden Teil auf Export angewiesen sein wird, wenn auch dieser Export selbstverständlich unter wesentlich anderen Bedingungen erfolgen wird wie der industrielle. Schon vor dem Kriege wären von der in der Landwirtschaft tätigen jüdischen Bevölkerung % im Pflanzungsbau und nur 1/4 in den Getreidekolonien tätig. Auch nach dem Kriege wird der Pflanzungsbau ungleich schnellere Fortschritte machen als die Getreidewirtschaft. Aus drei Gründen: Einmal ist der Boden Palästinas zur Hälfte nur für Pflanzungskultur geeignet, und die Araber, die weder das Kapital noch die Kenntnisse dafür besitzen, lassen gerade diesen Boden ״fast unbebaut, so daß sein Uebergang in jüdische Hände viel reibungsloser durchgeführt werden kann als beispielsweise der Uebergang von Boden, der für Getreidewirtschaft geeignet ist. Die Juden eignen sich für den Pflanzlingsbau, der ihren intellektuellen Fähigkeiten entgegenkommt, weit mehr als für die Getreidewirtschaft. Was besagen diese Feststellungen für unseren Zusammenhang? Trotz des geringen Anteils der Juden an landwirtschaftlichen Berufen wird der Uebergang von städtischen Berufen zur landwirtschaftlichen Tätigkeit in Palästina durchaus nicht schwerer sein als bei anderen Völkern. Vergessen wir nicfait, daß, abgesehen von dem oben Angeführten,, in Palästina wie in allen Agrarländern, der Gegensatz von Stadt und Land durchaus nicht so schroff ist wie in den europäischen Industriestaaten, daß ein großer Teil der kommenden palästinensischen Industrie sich auf landwirtschaftlichen Rohstoffen aufbauen ward — (Wein, Oel, Seife, Mühlenprodukte, Spiritus, Stärke, Zucker, Marmelade, Konserven) daß wir sicherlich zu einer Kombination irgendwelcher Art — mag man es nun Gartenstadt, Industriedorf oder anders benennen kommen werden. Naturgemäß ist durch das Prinzip der Nationalisierung des Bodens nicht die soziale Frage gelöst. Um das überaus schwierige Problem hier anzudeuten, sei darauf hingewiesen, daß auch auf Erbpachtboden eine Exploitierung des landwirtschaftliehen Arbeiters möglich ist. Eins der schwierigsten Probleme bei der neuen Siedelung dünkt midi, sie in Einklang zu bringen mit dem unausrottbaren jüdisehen Selbständigkeitsdrang. Wir wollen nicht vergessen, daß unsere Aufgabe damit nicht gelöst ist, wenn wir in Palästina eine andere Berufsschichtung der Juden erreichen als in den europäischen Ländern, wenn die Landwirtschaft einen größeren Prozentsatz der Bevölkerung ausmacht, das Handwerk sich stärker verbreitet. Die schwierigste Frage ist es, ein Gemeinwesen aufzubauen, das dem jüdischen Unabhängigkeitsgefühl entgegenkommt. Kein Jude vermag es sich auszudenken, sein ganzes Leben in Abhängigkeit verbringen zu müssen; er will für sich selbst Selbständigkeit, und sieht er sich außerstande, sein Ziel bis zu seinem Lebensabend zu erreichen, so erstrebt er es für seine Kinder oder verlangt, ist er sozialistisch, daß seine Klasse Besitzerin der Produktionsmittel werde. In Osteuropa ist dies nicht anders als in Palistina; die gedrücktesten jüdischen Arbeiter, die ״Luftmenschen“ werden sich niemals skavisch in ihr Los finden. An dieser Stelle kann das Problem nur angedeutet werden. Es gilt, soziale Formen zu schaffen, die eine Synthese bilden zwischen dem Drang nach Selbständigkeit und der Einordnung in eine große Gemeinschaft. Von der Schaffung dieser neuen Formen wird es zum Teil abhängen, ob Palästina einmal der Mittelpunkt der Jnden der Welt sein wird oder nicht Sie werden entscheiden, ob die jüdische Siedelung lebensfähig ist, zugleich aber auch, ob sie faltig ist Werte zu schaffen, die über die Grenzen Palästinas hinaus von Bedeutung sind. Auf dieses Referat folgte das Referat von Max Strauß ״Kapital und Arbeit“, an dessen Schluß der Referent die bereite veröffentlichten Anträge der sozialistischen Arbeitsgemeinschaft vorlegt«. Der Vortrag wird in der nächsten Rundschau erscheinen. Dann folgte die Debatte über beide Referate. Die Diskussion zur Frage des sozialen Aufbaus Clara Boschwitz: Wir dürfen bei der National sierung des Bodens der reinen Idee zuliebe nicht diel jenigen Wege zurückweisen, die zur Realisierung führen] Die Mittel der Gemeinschaft werden auf jeden Fal Zu gering sein, um allen Boden im Wege der Erl pacht zu vergeben. Dieser Boden muß den Unbemittelj ten Vorbehalten bleiben. Diejenigen, die irgend di^ Mittel haben, müssen wir auffordern, ihn von sich'a zu kaufen, allerdings im Bewußtsein, daß die Gesamtj heit ihn zurücknehmen kann, sobald er ihn nicht mel bewirtschaften will. So bleibt dem Käufer die Gel wißheit, daß er ihn nach eigenem Ermessen bewirtschaf] ten und ihn auf Kind und Kiadeskindern vererber kann. Kein Zionist, d. i. jemand, der am Aufb; Zions mithelfen will, wird sieh dadurch zurückhalte! lassen, daß ihm bei einem Verkauf kein Nutzen zu! fließt über den hinaus, den er selbst erzeugt hat (Melk rationen). So muß das Vorkaufs- resp. Rückkaufsrechi konstituiert werden, als normaler Weg zur endlicher Nationalisierung. Wenn dies Rückkaufsrecht über alle Zwischenverkäufe hinweg auf denselben Anfangspreis bei stehen bleibt, kann niemals etwas von den FfeillosigJ keiten entstehen, die beim privaten Bodenverkauf früher oder später sonst nicht ausbleiben können. Steht do! die Umwandlung in Erbpacht bei jedem Besitzwechsej im Belieben des Käufers, wenn er den Anfangsprei dem Landfonds übergibt, selbst wenn der Landfonds von Sich aus Unvermögend wäre, jenen Besitz zu über-l nehmen. Freilich müßten auch die Häuser in die Erbpacht einbegriffen werden, weil sonst, wie man et an Erbpachtbeispielen in Deutschland sieht, beim HauiJ verkauf der Nutzen, den das billige Erbpachtsystem] dem Besitzer gewährt, kapitalisiert wird und so unge] recht in die Taschen des Verkäufers fließt eutstehen thaluz. Geistes in von welch Nur eine I Der natioti *tischer G: mus verbi jüdische i dem Besif Die jüdisc *che Prob Arbeiter, nicht bös jüdischen aber nocl jüdischen das Ar fraktion, < zu einer tchaft : nähme de sehe Ver: über habe Forderung Dr. Arnold Barth vermißt, daß nicht von der Fragt ausgegangen ist, was Jüdisch sei. Diese Frage kommt nicht ntir für den Misrachi in Betracht, sondern sie muß der Ausgangspunkt in allen Entscheidungen sein. Wenn man, wie Herr Dr. Strauß, den Satz ausspricht,| den ich und meine Freunde vollkommen unterschrei■ ben: ״entscheidend muß der Geist sein“, muß man um| 60 mehr danach forschen, was jüdischer Geist ist. Ich! bin mit Herrn Dr. Strauß in wesentlichen Punktenl einig. Es ist ein Grundsatz des alt-jüdischen Gesetzes, daß alles bekämpft werden muß, was zu Bodenspekulation und Wucher führen muß. Id» und ein großer] Teil meiner Freunde erachten die Tendenz zur Nationalisierung des Bodens dem altjüdischen Geist ent sprechend. Die Jowelgesetzgebung hatte neben der! Wirkung, den Bodenwucher auszuschalten, den Vorzug/ daß niemand, audi nicht wegen Fehler, die er begangen,] oder wegen wirtschaftlicher Notlage, gegen seinen Willen* landlos werden konnte. Die Frage, ob es früher Eigentum gegeben hat, ist ein Streit uni Worte, da der! Einzelne kein Verfügungsrecht über den Boden hatte, sondern der Ewige sprach 11״ haarez“; es gab also auch früher kein Privateigentum. Heute wird nur die Durchführung der Nationalisierung bewirken können, daß da! ganze Volk am Boden Teil hat und eine Agrarpolitik im Sinne des jüdischen Gesetzes betrieben wird. Klas sengegensätze und Klassenkämpfe darf es nicht geben. Alles was wir tun, muß im Sinne einer ausgleichenden Gerechtigkeit geschehen. Unser Ideal ist nicht der ewige Landarbeiter, sondern der, der die Möglichkeit hat, nach einigen Jahren ein freier Mann zu werden. Die Pflicht zur Arbeit, wie sie der Talmud aufstellt, muß ein Gesetz unseres neuen Landes werden. Zimberknopf: Niemand denkt daran, sich in Palästina zu bereichern. Für die Auswanderung kommen nicht nur Arbeiter, sondern audi die Mittelklasse und Kleinbourgeoisie in Frage. Wir sind hier nicht versammelt, um ein Weltproblem, das sozialistische, zu lösen, sondern lediglich um ein jüdisches Problem zu lösen. Wir brauchen keine Experimente für andere Völker mehr zu sein, wir haben schon genug Opfer auf fremden Altären gebracht. Jacob Reich: Das jüdische Problem ist ein nationales, kein ökonomisches. Unsere nationale Gemein schaft muß über alle Klassen hinweg das engste Band für uns alle sein. Ich würde den größten Teil der Forderungen des Hapoel-Hazair und der sozialistischen Arbeitsgemeinschaft akzeptieren, vor allem die Nationalisierung des Bodens. Einige Forderungen, wie die Kontrolle aller niehtnationalisierten Industrien, sind mindestens im Stadium des Aufbaus unmöglich. Wir braueben die Privatinitiative. Ein Teil des Ertrages könnten vielleicht die Arbeiter des Unternehmens, aber nicht die Gemeinschaft erhalten. Ebenso muß abgekhnt werden, daß die Weitergabe des Bodens nur an Selbst arbeitende geschehen darf, denn wir haben heute mit einwandernden Elementen zu rechnen/die deshalb die Arbeit nicht allein übernehmen können, weil sie sie noch nicht verstehen. Wir müssen die nationalen Fqrde• rungen in den Vordergrund stellen, damit man sie nicht ganz vergißt und zu einem Kommunismus kommt, der mit Nationalismus nichts mehr zu tun hat. Reichert: Zum ersten Male in der Geschichte de« deutschen Zionismus und der zionistischen Bewegung im Galuth überhaupt tritt der ״Hapoel-Hazair“ als politische Partei auf und will das zionistische Leben in seinem Geiste beeinflussen. Alles was in Palästina und für Palästina geschieht, muß im Interesse des ganzen Volkes geschehen. Jede Klasse muß ihre Sonderinteressen zu Gunsten der gemeinsamen Sache zurück «teilen, denn nur dann wird der Geist lebendig, aus dem heraus ein erneuert«* jüdische* Volksleben werden, d Zionismus geht es u mus. Blum waren sic Palästinas schlage b mit der I beiter in sich nur nicht auf bestknmiu nehmen v nicht der Gesamthe heiten. I Trennung sonstigen Gegner c alten jüd: kannte di darf kein! Unsere g Kreisen d aufgefaßt das wäre Steigerun! 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