Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXIV (1919)
- Issue
- Heft 40 (6.6.1919)
- Date
- 1919-06-06
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
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Nr. 40 J'־ü׳£Preunc Kuwua\*1־TKU 3il« JI""I der irile Zt mö eich zu der großen Aufgabe «einer lamdwlr <- chaftlichen Entwicklung, und diese verlangt Vor lein die größte Aufmerksamkeit. Im Kampfe gegen >t1 Zionismus hat man, und zwar besonders in Syrien, 1s Prinzip der Selbstbestimmung gegen ein jüdisches!lästina ins Feld geführt Dieses Prinzip kann aber 1f die Juden mit Bezug auf Palästina nicht zur Anendung gelangen, weil die 60 000 Juden in Palästina ikh ertreter von 14 Millionen Juden: außerhalb des Landes gen nd, und diese 14 Millionen hat die Welt in Rechnung jlM ן stellen. Der entschlossene Wille des jüdischen Volkes gen t auf Palästina gerichtet und das jüdische Volk wird jen :in Land haben. Was im Augenblick nottut, ist die ndechaffung solcher Bedingungen in Paeiistina, die das Land instand setzen, ־ei nnerh alb der nächsten 4 oder 5 Jahre, eia »ch Beendigung der Vorarbeiten, eine er eträchtliche Anzahl jüdischer Emi• ilier ranten aufzunehmen. Ich habe allen Grund, Jine!rauf zu vertrauen, daß die Zionisten von der Friedensih'.ei jnferenz die unmittelbar notwendigen Ökorfüll omischen Bedingungen erhalten werden.“ men Dr. Weizmann kam im Laufe dieser Rede noch orte nmal auf die Pogrome in Polen zu sprechen, jüdi g ist Pflicht der Zionistischen Organisation, alles was Vng ן ihrer Macht steht zu tun, um den Ausschreitungen ns egen die Juden in Polen ein Ende zu machen. Dem de jonisrmts als Quintessenz alles Jüdischen erwächst die udei ufgabe, ein wachsames Auge auf die Ereignisse in * »s ölen zu haben. Wir können vielleicht nidit viel heieses :n, aber wir dürfen nicht schweigende Zuschauer sein, iber?jr müssen vor der Welt erklären, und insbesondere man it britische Regierung davon in Kenntnis setzen, daß büd ir nicht willens sind, uns abschlachten zu lassen, und *che aö wir alle möglichen Mittel anwenden werden, um :ben ie jüdischen Lebensinteressen zu verteidigen. Polen Mng )Ute wissen, daß es in der Macht der Juden steht, rdei ) zu einem großen Staat oder zu einem kleinen zu Au lachen. Nur irr einem können wir Juden es den eil ölen nicht gleich tun: wir können keine Pogrome nich mchen. Das ist nicht jüdische Gewohnheit. Aber assa!ir erklären es feierlich vor aller Welt: Polen wird einen Staat nicht aufbauen auf dem unnisti chuldigen Blut unserer Brüder und i dir chwestern!“!wie Nachdem auf Veranlassung von Herbert Be nt-!101י?ich eine scharfe Resolution gegen die Pogrome »genommen worden war, wurde auf Antrag von Dr. *®J1 chmarja Lewin.ein Beschluß angenommen, durch ׳ ™ en die Konferenz verpflichtet wird, ihr Aeußerstes n”a ur Sammlung von Mitteln für den Wie- 1 e r a u f b au von Palästina»! tun. Auf der KonveJ erenz selbst wurden von den Anwesenden über 40000 £ ** cze ich net. Es wurde ferner ein Referat über die hg«• ionistische Kommission in Palästina erstattet. Weizrann führte in der Diskussion aus: Die zionistischen iss«!!־},eiten und die Durchführung der industriellen und hg® mdwirtschaftlichen Projekte seien unter militärischer an« lewalt natürlich erschwert Die ».«,*’־argeljälter seien bl* hr aß doppelt 90 hoch als früher. Alle Schulen im u , ade sollten der Aufsicht des Waad Hachinuch unter- '־ K 11t werden. Weizmann weist dann noch einmal die an .efürchtung über die Verringerung der zionistischen aÜ ^3sichten als unbegründet zurück Die Tagung beschloß ferner, alle Konferenz-Dele- :rten zu verpflichten, sich dafür einzusetzen, daß den Board of Deputies zionistische Delegierte gewählt e den־ risst : Die Schlußsitzung beschäftigte sich mit organisatorieindt eben Fragen. elegt Dr. Weizmann wurde zum Präsidenten der 1 bei iiglJsche n Zionistenföderation gewählt, :nun- _________ 1 lnneine alten esen, alles hun? weil sielt irung , ich Ihren Er- Ver- 4000 11 f eche >ntag 1 & des eisen r •ge־ tagen, n i« lac Die mehf :iben. ießen i die I die Dr. Braude Aber die zionistische Arbeit in Paris Herr Dr. Braude hat bei seiner Rückkehr von aris nach Lodz in Wien einem Redakteur der ״Wiener olk Horgenzeitung“ in einem Interview Mitteilungen über ich len Stand der Verhandlungen der Zionistischen Deleärt.Ration gemacht, denen wir folgendes entnehmen: Herr Dr. Braude ist außerordentlich optimistisch, «besondere steht die Palästinasadle durchaus günstig. euI )b die Kommission, die in den vorderen Orient fahren o!!te, überhaupt fahren wird, ist höchst zweifelhaft, edenfalls hat sie keinerlei auf die jüdische Frage beüg liehe Aufgabe zu lösen. Die falschen Gerüchte, so «besondere die Nachricht Dr. Dil Ions, die durch ‘He Blätter ging, entbehren jeder Begründung. (Vgl. lie Rede Dr. Weizmann in der heutigen Nummer der Jüdischen Rundschau.“) Was die nationalen Minderheitsrechte an betrifft, 90 neint Dr. Brande, daß insbesondere eine Anzahl unserer taktischen Forderungen verwirklicht werden wird. Die ielegation habe hier mit großen Schwierigkeiten zu ■änipfen, weil das Verständnis für die Struktur der ostauopäischen Staaten bei den ganz anders gearteten taaten Westeuropas nicht in genügendem! Maße vorlanden ist. , Was die Pogrome anbetrifft, so steht die französische ein- Öffentlichkeit so sehr unter polnischem Einfluß, daß 11 be allgemeine Ueberzeugung die Pogrome als einen Gmpf gegen den Bolschewismus auf faßt. England und Amerika seien aber besser informiert. Die Hauptversammlung des Centralverefns deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens vom 29. Mai 1919 Oe beiden wesentlichen Punkte der Tagesordnung bildeten die Beratung eines *reuen Programms und die Kongreßfrage. Der Vorstand hatte der Versammlung einen Programmentwurf vorgelegt, der in seinen ersten 10 Punkten die innerdeutschen Aufgaben des Central Vereins behandelt. Punkt 11—16 formulierten teilweise auch außerdeutsche Ziele. Diese Punkte des Programmentwurf* haben folgenden Wortlaut: 11. Der C V. fordert die Gleichberechtigung una Gleidhachtung der Juden in Deutschland una in allen anderen Ländern. 12. Der C. V. verlangt in allen Ländern die Aufhebung von Beschränkungen und Ausnahmegesetzen, die sich gegen Juden als solche richten. Er kann nicht dulden, daß die Grenzen des Vaterlandes nur gegen Juden gesperrt werden. 13. Der C. V. fordert, daß die jüdischen Gemeinden neu organisiert und demokratisiert werden. 14. Der C. V. will die großen Gemeinschaftsaufgaben der deutschen Juden lösen und somit an einer Zusammenfassung der Gemeinden zu leistungsfähigen Interessenverbänden mitarbeiten. 15. Der C. V. fordert die nationale und kulturelle Autonomie für die Juden in den neu gebildeten Staaten in dem Umfange, den die Mehrheit der dortigen Juden fordert unter Wahrung des Rechtes der Minderheiten. 16. Der C. V. tritt ein für die Festsetzung solcher politischen, administrativen und ökonomischen Be diugungen für Palästina, die eine ungehinderte Ein wänderung der Juden aller Länder und ihre gedeihliche kulturelle una wirtschaftliche Entwicklung gewährleisten. Nach einleitenden Worten des Vorsitzenden, Geh.- Rat Fuchs, und nach einem Referat des Vereins- Syndikus Dr. Holländer über den Kampf gegen den Antisemitismus, ergriff Dr, Strauß (Frankfurt am Main) als Referent das Wort zur Kongreß frage. Der Kongreß, so führte der Redner aus, sei zwar von den Zionisten angeregt, habe aber jetzt alle jüdisehen Kreise erfaßt Es geht nicht an, daß der Centratverein seine grundsätzlich ablehnende Haltung gegenüber dem Zionismus auch auf den Kongreßgedanken übertrage. Man müsse vielmehr wünschen, den Kongreßgedanken positiv zu wenden. Der Redner behandelte sodann die Frage des Kongreßprogramms und hielt sich hierbei an den Wortlaut der bekannten Forderungen, die von den Sachverständigen anläßlich der Verbandlungen im■ Auswärtigen Amt aufgestellt worden sind. Diesem Programm, dessen Grundgedanken auch! in dem neuen Programmentwurf des Centralvereins zum Ausdruck kämen, könne der Centralverein für den Kongreß zustimmen. Bedenklich sei nur der letzte Punkt, in dem die Einsetzung eines internationalen Ausschusses fefordert werde, der über die Durchführung der von der riedenskonferenz aufzustellenden Grundsätze wachen solle. Das Korreferat hielt Rechtsanwalt Dr. Wertheim (Berlin). Entscheidend seien folgende Punkte: Wer darf zu dem Kongreß wählen? Was dart auf ihm verhandelt werden? Wann soll der Kongreß stattfinden? Der Redner legte das Schwergewicht seiner Ausfühnagen auf die erste Frage, 41 der er fü* den unbedingten Ausschluß der Ausländer eintrat. Der Kongreß interessierte der* Gentralverein im wesentliehen vom Standpunkte der innerdeutschen .Frag« aus. Man werde die Trennung von Staat und Kiräie, die Stellung der deutschen Juden zum Staat, das Verhältnis zu den anderen Deutschen und ähnliche Fragen auf dem Kongreß behandeln. So bedauerlich es sei: ausländische Juden dürften hier nicht mitreden. Diese Frage sei für den Gentralverein von grundsätzlicher Bedeutung, und hier werde sich zeigen, ob der C. V. wirklich ein Sammelbecken aller deutsch-nationalen Juden sei, oder ob diese eventuell sogar gezwungen werden würden, sich besonders zu organisieren. Man dürfe in dieser Frage aut keinen Fall nachgeben, die Zionisten hätten ein Interesse an dem Zustandekommen des Kongresses und würden ihn an der Ausländerfrage nicht scheitern lassen. 101 übrigen trat der Redner dafür ein, daß auf dem Kongreß die Behandlung aller Fragen freistehen müsse, und daß im voraus keine Bindung nach irgend einer Richtung hin statthaft sei. Mit Rücksicht auf die politische Lage dürfe der Kongreß nicht jetzt, sondern erst zu einem Zeitpunkt abgehalten werden, in dem ruhigere Verhältnisse eingetreten wären Zum Schluß seiner Ausführungen brachte der Redner folgenden Antrag ein: ״Die Generalversammlung des C. V. begrüßt die Schaffang jüdischer Kongresse in Deutschland, aut denen die die deutschen Juden bewegenden Fragen von den gewählten Vertretern aller Deutschen jüdischen Glaubens behandelt werden. Die Generalversamm■ lung erwartet vorn Vorstand, daß der erste Kongreß erst zu einer Zeit berufen wird, in der seine Abhaltung aus allgemeinen Erwägungen angebracht erscheint.“ Auf Antrag von Prof. Carl Lewin wurde beschlossen, die Debatte über Punkt 11—16 des Programmentwurfs mit der, Kongreßdebatte zu verbinden. Nachdem Geheimrat Fuchs den Programment wurf in diesen Punkten begründet und unter Betonung des prinzipiellen Gegensatzes zwischen dem C. V. und Zionismits, den Standpunkt des Vorstandes in der Kongreßfrage dargelegt hatte, wobei er erwähnte, daß man sich in der Ausländerfrage auf eine Karenzzeit von 5 bis 6 Jahren einigen könne, polemisierte Justizrat Josephthal (Nürnberg) heftig gegen die Punkte 15 und 16 des vorgeschlagenen Entwurfes. Sie müßten am dem Programm gestrichen werden, da ihre Aufnähme den Zionisten ein gefährliches Agitationsmaterial liefern würde. Es stehe jedem Mitglied des Central- Vereins frei, sich für Palästina zu interessieren, von Vereinswegen dürfe aber zu dieser Frage keine Stellung genommen werden. Hierauf ergriff Prof. Carl Lewin (Berlin) das Wort, der etwa folgendes ausführte: Nachdem auf dieser Generalversammlung von autorativer Seite offiziell erklärt worden ist, daß der Centralverein sich immer mehr zu einer prinzipiellen Kampf- Organisation gegen den Zionismus entwickelt habe, muß kh erklären, daß für mich, al* Zionist**, der sich «einer Zugehörigkeit zum jüdischen Volk bewußt ist, ein ferneres Verbleiben im Centralverein unmöglich ist. Ich weiß also, daß meine Rede ein Schwanengesang ist Ich will daher auch zu der Kongreß frage keine Stellung nehmen. Ich möchte nur mit meinen letzt« Worten im Centralverein eine Mahnung an Sie richten, sich noch einmal zu überlegen, ob es wirklich Ihre Aufgabe ist, die Anhänger des jüdischen Volksgedankens zu bekämpfen. Bei richtiger Auffassung der Aufgaben des Centralvereins, dürfte es nidit zweifelhaft sein, daß auch das Bekenntnis zum jüdischen Volksgedanken sich mit den Zielen des Centralvereins vereinen lassen müßte. Idr wünsche, daß Sie diese Frage noch einmal prüfen. Es würde zur Entgiftung des jüdischen Kampfes wesentlich beitragen, wenn sich der Centralverein von der preußisch-konservativ-chauvinistischen Staatsauffassung beimachen könnte, die in dem Satze: cuius regio eius natio ausgeprägt ist. Ich will nicht leugnen, daß auch von radikal-zionistischer Seite Fehler begangen werden, aber dies dürfte für den Centralverein kein Grunä sein, ein durtih und durch unsittliches, undemokratisches, mittelalterliches und vollkommen auf die Mentalität der Antisemiten eingestelltes Prinzip zu verfechten. Ich werde Ihnen, um eine Klärung herbeizuführen, eine Resolution vorlegen. Wenn sie diese Resolution ablehnen, so werden Sie nicht nur gegenüber dem Zionismus einen schweren Fehler begehen, sondern auch gegenüber unseren Brüdern in den Ostseeprovinzeil, die, falls sic unter polnische Herrschaft kommen, dort auf alle Fälle eine nationale Minorität bilden würden, gleichviel, ob sie als Juden oder als Deutsche auftreten. Die Resolution, die idh Ihnen vorlege, lautet: ״Grundgesetz jedes Rechtsstaates ist die staatsbürgerliche Gleichberechtigung jedes Bürgers, uaabhängig von Religion oder Abstammung. Der Gentralverein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens wird daher jeden Versuch, aus dem; Bekenntnis der Zugehörigkeit zum! jüdischen Volk eine Beeinträchtigung der vollen staatsbürgerlichen Gleichberechtigung deutscher Juden herzuleiten, auf das entschiedenste bekämpfen.“ Im weiteren Verlauf der mehrstündigen Debatte wandten sich Rabbiner Jakob (Dortmund), Justizrat Airerbach (Frankfurt a. M.) und Dr. Geiger (Frankfurt a. M.) gegen den Kongreß überhaupt, den sie in jeder Form ablehnten. Für eine Verständigung mit den Zionisten sprach Justizrat Cahen (Cöln), der den Ausführungen von Prof. Lewin in wesentlichen Punkten zustimmte und einen Antrag ein brachte, nach dem der Centralverein die Mitgliedschaft derer, die sich zum jüdischen Volk bekennen, ausdrücklich berüßen sollte, falls sie vaterländisch: gesinnt seien, )ie Herren Rabbiner Dr. Felix Gold mann (Leapzig), Justizrat Cohn (Dessau), Rabbiner Dr. Lange (Essen), Justizrat B rod nitz (Berlin), Dr. Mainzer (Frankfurt a. M.), und Gen.-Rat Falkenhain gegen die Zionisten, gegen jede Konzession an die zionistischen Anschauungen aus und billigten im allgemeinen den Standpunkt von Dr. Wertheim in der Ausländerfrage. Für den Vorstand sprachen noch einmal Geheim rat Fuchs und Justizrat Sonnenfeld (Berlin). Letzterer wies darauf hin, daß die Ausländer nach dem Gesetz in den meisten deutschen Bundesstaaten das Wahlrecht zu den Gemeinden besaß«. Man dürfe nicht päpstlicher sein als der Papst und könne den Ausländern das Wahlrecht nicht ohne weiteres verweigern. Wenn der C. V. die Beteiligung an dem Kongreß ablehne, so würde der Kongreß eben in anderem Sinne und unter anderer Leitung stattfinden. Es ließe sich vielleicht mit den Zionisten vereinbar«, daß alle diejenigen das Wahlrecht bekämen, die tnindestens ein Jahr vor dem! Kriege das Wahlrecht für die Synagogengemeinden gehabt hätten. Zur Palästinafrage müsse man Stellung nehmen. Niemand werde den C. v. deshalb angreifen können, weil er sich mit einem Problem beschäftige, dessen Lösung die Sehnsucht vieler greß in diesem Augenblick zweckmäßig sei. Es könnte leicht zu scharfen Auseinandersetzungen kommen, die dem Antisemitismus wertvolles Agitationsmaterial liefern würden. Die Autonomiefordening für die Ostjud« müsse abgelehnt werden, es sei nicht Sache des Centralvereins, in einer Frage Stellung zu nehmen, die allein durch die Ostjuden selbst entschieden werden müsse. Zuletzt wurde nach Schlußbemerkungen der Referenten, in denen Dr. Strauß (Frankfurt a. M.) hervorhob, daß er den Standpunkt von Dr. We rthe i m durchaus teile, der Antrag Wertheim in folgender Fassung angenommen: ״Die Generalversammlung des Centralvereins begrüßt die Schaffung jüdischer Kongresse in Deutschland, auf denen die die deutschen Juden bewegend« Fragen von den gewählten Vertretern aller aeutsehen Juden behandelt werden. Die GeneraJver- Sammlung erwartet vom Vorstand, daß der erste Kongreß erst zu einer Zeit berufen wird, in der seine Abhaltung aus allgemeinen Erwägungen angebracht erscheint. Die näheren Bestimmungen bleiben dem Vorstand vorbehalten.“ Der Antrag von Prof. Lew in wurde auf Antragvon Dr. Wertheim durch Uebergang zur Tagesordnung erledigt. Dieser Antrag־ Wertheims war damit begründet, daß der Volksbegriff zu ״unklar“ sei. Darauf wurde der Antrag Cahaa (Cöln) zurückgezogen. In einem weiteren Beschluß wurden die von Geheimrat Fuchs im Auswärtigen Amt geführten Verhandlungen über die Stellungnahme der Reichsregierung zur Behandlung der Judenfrage aut dem Friedenskongreß gebilligt. Mit Rücksicht auf die vorgerückte Zeit ’konnte das Programm nicht mehr durchberaten werden. E» wurde einer Kommission überwiesen, wobei jedoch festf' ״ Eine ausführliche Würdigung über diese Tagung wird in der nächsten Nummer der ״Jüdisch« Rundschau“ erscheinen.