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Jüdische Rundschau · 1919-06-06 · Heft 40 (6.6.1919) · page 2

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXIV (1919)
Issue
Heft 40 (6.6.1919)
Date
1919-06-06
Page
– (sequence 2)
Language
German
Belongs to
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׳Mr. 40 Seite 316 New York sollte unbedingt die nötigen Aktionen in Washington und Paris auslösen. ״Sun״ «ch reibt:;,Bitterkeit war die dominierende Stimmung in dieser gigartischen Demonstration, Bitterkeit und ein fast rührende® Vertrauen auf den Geist Amerikas, das das Unrecht sühnen sollte, gegen das man hier protestierte.“ .,Herald“ schreibt: Die Tränen von fünfzehntausend Mannern und Frauen bildeten ein ergreifendes Ereignis auf dieser größten Versammlung, die Juden jemals in New York abgehalten haben. Das Gewölbe des alten historischen Gebäudes, der Madison Square Garden, hat zwar schon bei 90 mancher Gelegenheit widergehallt von den Rufen der Versammelten, aber niemals hat es dort eine Szene gegeben, die an ergreifendem Eindruck und an Leidenschaft dem Massenmeeting von gestern Nacht gleichgekommen wäre. Am Montag den 27. Mai wurde Louis Mars ha 11 in Paris vom Präsidenten Wilson empfangen. Marshall überreichte dem Präsidenten die Resoluttonen der New Yorker Protestversammlung und erbat seine Intervention gegen die Judenpogrome in Polen. Er trug dem Präsidenten gleichzeitig che jüdischen Forderungen für die Diaspora-Länder vor. Präsident Wilson drückte sein volles Mitgefühl mit den Leiden der Jurten in Osteuropa aus und versprach alles zu tun, um neue Katastrophen zu verhindern. Wilson drüdkte ferner seine volle Sympathie mit den jüdisehen Forderungen aus. Protestversammlung in Paris Das ״Kopenhagener Zionistische Büro“ berichtet: Am 25. Mai fand in Paris ein von der ״Liga der Redite“ veranstaltetes Meeting statt, an dem mehr ab 2000 Menschen teilnahmen. Die Versammlung nahm unter außerordentlicher Anteilnahme aller Anwesenden eine energische Protestresolution gegen die Judenpogrome in Polen und den anderen osteuropäischen Ländern an, die von dem Vorsitzenden, dem bekannten Abgeordneten von Lyon, Moutet, eingebracht wurde. Ansprachen hielten die Herren Marshall, Herold. Motzkin, Syrkin, Reich, Goldstein und andere. Die Pogromstimmung in Polen Ueber die Stimmung, de jetzt in Polen gegen de Juden herrscht, berichtet ein Briet eines Reisenden, den wir nachstehend veröffentlichen: ״An» 14. ds. Mts. reiste ich von Lezajsk ab und noch am selben Tage kam ich nach Przewwrsk an. Als kh vom Zug ausstieg, um dann am Bahnhof zu gelangen, bemerkte ich, daß jeder Reisende von einer Menge polnischer Bauern und Soldaten aufgehalten und nach seiner Konfession gefragt wurde. Jener, der sich als Jude ausgab, wurde tätlich mißhandelt, einem Juden .wurde in meiner Gegenwart die ״Peies“ und der Bart abgeschnitten. Es waren auch solche Reisende, die sich ab Polen Ausgaben, und denen es anzumerken war, daß sie Juden seien. Da hieß es: mache das Kreuz L .Ob er es getan hat oder nicht, tätlich mißhandelt wurden sie noch mehr ab die anderen ״Verbrecher‘. Auch kh habe ein polnisches Andenken dbvongetragea Den nächsten Tag fuhr ich weiter, und auch an diesem Tag ging es den Juden während der ganzen Strecke von Przeworsk bis Krakau nicht be9ser.“ Resolutionen der galizischen Zionisten Auf der am 11. und 12. Mai in Krakau tagenden Konferenz der galizischen Zionisten wurden folgende Palästinaresolutionen angenommen: 1. Der jüdische Jischub muß aufgebaut werden auf jüdischer Arbeit und sozialer Gerechtigkeit. 2. Das jüdische Volk muß zur produktiven Arbeit erst erzogen werden; besonders soll die junge Generation zur Landwirtschaft und zum Handwerk übergeführt werden. 3. Die Konferenz der galizischen Zionisten betrachtet die Nationalisierung des Bodens in Erez Israel für das einzige Fundament der zukünftigen״ Kolonisation und wendet sich an das E. A. C. mit der Aufforderung, dieses Ziel mit allem ihm zu Gebote stehenden Mitteln anzustreben. 4. Das jüdische Zentrum in Palästina kann nur ein hebräisches sein. Die hebräische Sprache muß daher schon im Galuth im öffentlichen, besonders im kulturellen Leben wie auch im jüdischen Hause eine herrschende Rolle einnehmen. Betreffend die H e chaluzbe w egu n g nahm ,die Konferenz folgende Entschließung an: 1. Die künftige Emigration nach Erez Israel wird abhängig sein vom Menschenmaterial, welches der ״Hechaluz“ zur Verfügung stellen wird. 2. Die Zionisti- «che Organisation in Galizien betrachtet daher die Hechaluzarbeit als den wichtigsten Teil ihrer Palästinatätigkeit. 3. Der ״Hechaluz“ bezweckt eine Umschichtung der jüdischen Berufe für Palästina, besonders die Ueberführung von jungen Juden vom Handel und Gewerbe zur Landwirtschaft, Gärtnerei pnd Handwerk, und allen anderen produktiven Berufen. 4. Zwecks Vorbereitung der Chaluzim zur Landwirtschaft und zum Handwerk benötigt der ״Hechaluz“ große Fonds, da an Menschenmaterial vorläufig kein Mangel herrscht. Die Ausbildung kann nur in einer großen Form planvoll und großzügig durchgeführt werden. Zu diesem Zwecke muß bis Ende dieses Jahres mindestens eine halbe Million Kronen in Westgalizien aufgebracht werden und werden alle Delegierten aufgefordert, die Finanzaktion für den ״Hechaluz“ energisch durchzuführen. OfiSOlBQHl KKJ.1DBCBXD Nr. 40 eich zu der f tli ehr 11 al Weizmann zur politischen Seine Rede auf der Jahreskonferenz der englischen Zionisten Lage In der zweiten Maiwoche fand, wie bereits gemeldet, in London die Jahreskonferenz der englischen Zionisten statt Auf dieser Tagung hielt Weizmann laut Berieht des ״Jewish Chronicle“, den uns das ״Kopenhagener Zionistische Büro“ übermittelt, mehrere Reden, die wir hier auszugsweise wiedergeben. Nachdem Dr. Weizmann die Delegierten in einer kurzen hebräischen Ansprache begrüßt hatte, führte er aus: ״Wir stehen inmitten einer schwierigen und verantwortungsvollen Arbeit, die bei weitem noch nicht beendet ist. Ein Geist der Unruhe, Zweifel und Befürchtungen bezüglich der Erreichung des letzten Zieles der Bewegung scheint unter den Zionisten zu herrschen. Daher betrachte ich es als meine Pflicht, auf Grund meiner genauen Kenntnis der gegenwärtigen Lage festzustellen, daß keine irgendwie geartete Veränderung in der Position des Zionismus eingetreten ist. Die Leitung hat nach wie vor volles Vertrauen zu der von der englischen Regierung abgegebenen und von den alliierten Mächten angenommenen Erklärung. Die Konferenz darf sich nicht durch die unautorisierten Aeußerungen von Juden und Niditjuden beirren lassen. Richtig ist, daß die bei so komplizierten Fragen unvermeidlichen Verzögern«־ gen hinsichtlich der Entscheidung eingetreten sind. Daher muß das jüdische Volk geduldig sein und mit Vertrauen in die Zukunft blicken. Es ist nutzlos zu leugnen, daß eine mannigfache Opposition gegen unsere Bestrebungen besteht. Sie kommt in erster Linie aus jüdischen Quellen. Am schwierigsten ist es, diese Opposition zu überwinden, und zwar deshalb um so schwieriger, als sie im Dunkeln und niemals gerade heraus und offen arbeitet. Unautorisierte Vertreter oder sogenannte Vertreter haben im Namen des jüdischen Volkes gesprochen und den Zionismus im Namen der Judenheit bekämpft. Für Nichtjuden ist es nun sehr sch wer zwischen ihnen und den Zionisten zu unterscheiden. Diese Menschen sollen nur in die Oeffentlichkeit treten und ihr Gesicht zeigen, dann wird es sieh leicht erweisen, wen sie eigentlich repräsentieren. Es sind Menschen, die Ihre soziale Stellung mißbrauchen, um an höheren Stellen einen Druck auszuüben und eingebildete Gefahren abzuwenden, von denen sie persönlich bedroht zu sein glauben. Auch in nichtjüdischen Kreisen ist che Opposition in gleicher Weise hartnäckiger geworden. Vielleicht die wichtigste Tatsadie in letzter Zeit war die Opposition im Namen oder von seiten der Araber in Palästina. Dies ist ein Faktor, mit dem man rechnen und sogar sehr sorgfältig rechnen n^uß. Infolge einer von Gegnern des Zionismus, jüdischen wie nichtjüdischen, geführten Agitation sind die Gemüter der Araber erregt worden; man hat die Ziele und Absichten der Zionisten verdreht und falsch dargestellt, so daß die orientalische und bisweilen naive und primitive Denkart der Araber mit schweren Befürchtungen auf die Erreichung der zionistisehen Ziele blickt. Demgegenüber muß von unserer Seite erklärt werden, daß hinsichtlich unserer Beziehungen zu den Arabern keine Veränderung stattgefunden bat. Die von der Zionistischen Organisation sowohl in ihren Forderungen an die Friedenskonferenz als auch in verschiedenen Reden der autorisierten Führer des Zionismus entwickelte Politik ist klar und aufrichtig den Arabern entwickelt worden und die aufgeklärten Führer der Araber haben in voller Harmonie mit uns zusammengearbeitet. Der Brief des Emir Faisul an die amerikanischen Zionisten, der kürzlich publiziert worden ist, legt Zeugnis davon ab, daß unsere Vorschlage nicht nur mit den arabischen Interessen nicht in Konflikt stehen, sondern, wenn sie durchgeführt werden, zur Entwicklung Palästinas als eines Ganzen, und daher auch zur Renaissance des arabischen Volkes, beitragen werden. Alle derartigen Schwierigkeiten sind unvermeidlich bei der Durchführung einer so großen Aufgabe wie der zionistischen. Ein solches Werk kann nicht ohne Widerspruch verwirklicht werden, und es ist zu hoffen, daß, wenn die endgültige Entscheidung fällt und die eigentliche Arbeit beginnt, die gegen,- wärtige Unruhe ein Ende haben wird und die Wunden, die der Krieg geschlagen hat, heilen werden. Je schneller diese Zeit kommt, um so besser wird es sein; aber das hängt nicht von der zionistischen Leitung ab. Diese hat geduldig zu sein und ihr Vertrauen auf die Zukunft der Bewegung durch diese Geduld zu beweisen. Andererseits ist es sehr wohl verständlich, warum die Unruhe in der letzten Zeit unter den Juden so gewachsen ist. Das tägliche Leben der Juden wird von Tag zu Tag tragischer. Es scheint, daß das alte Wort der Bibel, wonach Gott sein Volk auf dein Wege zur Erlösung schwer ,prüfen wird, in Erfüllung gegangen ist, denn Katastrophen über Katastrophen sind auf der ganzen Welt über die Juden hereingebrochen. Die Um bildung des Ostens von Europa, die Schaffung neuer Staaten und neuer politischer Organismen hat die Zerreißung alter, ehrwürdiger jüdischer Gemeinschaften mit sich gebracht. Das siegreiche Vordringen der polni sehen Armeen ist von Judenmassakers begleitet, mit denen verglichen der Pogrom von Kischinew ein Kinderspiel gewesen zu sein scheint. Als Juden, als Jüdisch-Nationale, als ein freiheitliebendes Volk begrüßen wir mit Genugtuung die Befreiung anderer Völker von Unterdrückung. Wir hegen keine Feindschaft irgendeiner Nation gegenüber, aber als Juden, als ein altes Volk, als ein Volk, dessen ganzes Leben auf Gerechtiglein die gröl :n Zionismus 1t Prinzip dt ilästina ins I 1f die Juden endung gelai keit und Menschenrecht basiert war, können wir »kh ertreter von daran glauben, daß es in einer Zeit wie der gegen tid, und dies! wärtigen, nach einem so furchtbaren Krieg, mögt kl 1 «teilen. De sein solle, daß eine Nation versuchen kann, ihre «gen i auf Palästi Freiheit auf Massakers aufzubauen und ihre eigen :in Land hal Einheit mit dem Blute unschuldiger Frauen und Kinde chaffung zu kitten. Solch eine Nation ist ihrer Frei istina, d heit nicht würdig, und eine solche Frei nnerhal-b heit wird nicht von langer Dauer *ein «ch Been Die Massakers von Pinsk, Lida und Wilna eteträchtli innern in ihrer raffinierten Grausamkeit an mittelaltei ranten ai liehe Zeiten, nicht an Zeiten, in denen man von eine »rauf zu vert Liga der Nationen spricht, die von den Gefühle! jnferenz die der Gerechtigkeit und Aufrichtigkeit gegen jeden erfüll 0 m i s c h e n 6ein soll. Solange solche Dinge geschehen "können Dr. W e i sind Gerechtigkeit und Aufrichtigkeit leere Worte ^nal auf d Dieser schreckliche Druck im Osten, die Losreißung jüdi; ist Pflicht scher Gemeinden von der alten! Stätte ihrer Sied hing , ihrer Macl die Pogrome in Polen, der Ukraine, Trans egen die Jt» sylvanien und Rumänien haben große Teile de jonismus als jüdischen Volkes entwurzelt, so daß Millionen von Jude! ufgabc, ein gegenwärtig in Bewegung sind. Der Zionismus js 0len zu hab nicht fähig, gegen eine Lawine, ein Unglück wie dieses •!!, aber wir anzukämpfen, uns aber ziemt es, uns nicht davon übe!;׳(!• müssen wältigen zu lassen und dm Juden zu sagen, daß man je britische wenn man ihnen auch im gegenwärtigen Augenblicl (jr nicht wil nicht helfen könne, wenigstens sein Bestes versuche aß wir alle um ihnen eine Hoffnung für die Zukunft zu geben ie jüdischen so daß ihre Kinder und Kindeskinder solche Ding )Ute wissen, niemals wieder erleben werden. Diese Hoffnung■ werde!! zu einem wir nicht aufgeben, sie ist jetzt fester als je. Au!achen. Ni diesem Chaos von Blut und Kummer wird sich ei! den nicht neues und freies jüdisches Volk erheben, das «lieh!sehen. Da mehr zulassen wird, daß man seine Angehörigen massa w erklären kriert. einen St Niemand von denen, die 30 J ah re lang in der zionisti c h u 1 d i g e sehen Bewegung standen, hat jemals geglaubt, daß di( ch weste Erfüllung des Zionismus leicht wäre. Wir haben. Schwie Nachdem rigkeiten zu begegnen und werden Minen mutig begegnen ., c e;lle jetzt wie früher. Bevor dieser Sommer zu Ende ge!!genommen gangen ist, werden wir hoffentlich die Resultate sehen cj!marja L! die wir erwarten. Das ist keine lange Wartezeit fü en 0׳>ן ein Volk, das seine Geschichte nach Jahrtausend« ur § a m m; rechnet.“ 'er auf bat Sodann gedachte Weizmann des kürzlich ver eren2 seli>st storbenen Sir Mark Sykes als eines (Ser besten Freund "ej&eichnet. des jüdischen Volkes und schloß mit der nochmalige! Sonistische Bitte an die Versammelten, alle die unautorisierten Ge 1atm füj1r^c irbeiten um rächte und Berichte der Presse außer acht zu lasse! und voll Vertrauen die Aufgaben der gegenwärtig« ige zu ber^fgn,_die zwar schwierig sei, aber kein« indwirtschal ewalt natü hr als do tde sollte! lt werde! efürchtung Die Ta! rten zu den Boarc den. Die Schl dien Fragt Dr. We *glischi Dr. Bra rprtti zu TJefuriäilingen gebe. ln diesem Geiste bi er sie, in die Arbeit der Konferenz einzutreten u sie zu einem erfolgreichen Abschluß zu bringen. In einer zweiten Rede, die Dr. Weizman am Schluß der Diskussionen des ersten Konferenztages ^ssiditen hielt, ging er auf die Einwürfe ein, die während der! Debatte gegen seine Eröffnungsrede erhoben worde׳ waren. Nachdem er dargelegt hatte, daß es! zur Zt der militärischen Okkupation Palästinas noch nicht mö lieh sei, die Aufbauarbeit im großen Maßstabe . beginnen, verwies er wiederum auf die Hindernisse die der zionistischen Arbeit durch die jüdischen Feinde des Zionismus auf Schritt und Tritt in den Weg gelegt werden. ״So hat man zum Beispiel die Zionisten bei der französischen Regierung mit der Behauptung denunziert, daß die Zionisten gegen die französischen lnstitutionen in Palästina arbeiten. Man hat gesagt, meine Rede am Morgen sei in pessimistischem Tone gehalten gewesen. Es wäre freilich leicht für mich gewesen, vor die Konferenz mit der Erklärung zu treten, daß alles gut stehe, aber ich will nicht durch Verheimlichung der Schwierigkeiten Popularität erwerben. Keine Macht der Erde wird das jüdische Volk ß von Palästina fernhalten; das habe ich le auch der britischen Regierung erklärt. Unsere Aufgabe ist schwierig, vor allem deshalb, weil wir von Feinden umgeben sind. Aber was hat sich eigentlich in Wirklichkeit ereignet? Dr. Di Hon, ein englischer Journalist, hat eine pessimistische Erklärung in einer englischen Tageszeitung publiziert. Nun, ich frage Sie: Glauben Sie Ihren Führern oder Ihren Feinden? Mein Optimismus beruht nicht auf der Et■ klärung von Herrn Balfour, er beruht auf einer Verheißurig, die dem jüdischen Volke schon vor 4000 Jahren gegeben wurde. Wasdie Frieden skonfe renz beschließen möge, das jüdische Volk wird nach Palästina gehen.“ ln ,der Schlußsitzung der Konferenz am MontaglTV?. ‘ Abend sprach Dr. Weizmann zum drittenmal. Er betonte wiederum, daß nicht der leiseste Grund zu einer pessimistischen Beurteilung der Aussichten des Zionismus vorliegt ״In manchen jüdischen Kreiset sind neue Bemühungen gemächt worden, zu einer .ge wissen Verständigung mit den Zionisten zu gelangen- Die Zionisten sind immer bereit, mit jedermann Palästina zusammenzuarbeiten, jedoch unterder ein zigen Bedingung, daß die Arbeit nach jüdischen Richtlinien geführt wird. Die Zeit ist gekommen, wo es für keinen Juden mehr möglich sein wird, am Scheidewege stehen zu bleiben. Man wird sich den zionistischen Reihen anschließen oder das jüdische Lager verlassen müssen. Was die zukünftige Arbeit in Palästina betrifft, so wird die industrielle Entwicklung im Lande leicht sein im Ver- 1« Herr D arm nach 1 orgenzeitu 11 Stand ation gern Herr C «besondere )b die Kor!ollte, über eden falls h figliche Au «besonder! die Blätter iie Rede [ ,Jüdischen Was di neint Dr. f Delegation ämpfen, w «ropäische taaten W< handen ist. 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