Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXIV (1919)
- Issue
- Heft 38 (27.5.1919)
- Date
- 1919-05-27
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 296 JUEDISCHE KUNDSCHAU Nr. 38 Nr. 38 gründet. Das Komitee umfaßt alle Mitglieder des Komitees der Mohammedanischen Wohltätigkeits-Gesell- Schaft, fünf Mitglieder der Orthodoxen Bruderschafts-Ge- Seilschaft (christliche (!riechen), fünf Mitglieder der Katholischen Gesellschaft u«d 20 Mitglieder der ״Muktars“ (Delegierte aus den Dörfern in der Umgegend von Jerusalem). Die Allgemeine Palästinensische Vereinigung hat folgendes Programm: Verbesserung der landwLrtscfiaftlichen, kommerziellen, industriellen und Ökonom 1sehen Situation Palästinas. Verbreitung von Erziehung und Bildung unter der palästinensischen Jugend. Jeder in Palästina lebende Muhammedaner und Christ kann Mitglied der Gesellschaft werden. Der Vorstand umfaöt 4 Abteilungen: 1. Literarische Sektion. — Die Erweckung des Verständnisses für die arabische Literatur, Wissen- Schaft und Geschichte, und Gründung von Schülern und anderen Erziehungs-Instituten. 2, Landwirtschaftliche und industrielle Sektion. - Materielle Unterstützung arabischer industrieller und kbmmerzieller Unternehmungen. Gründung von Landvvirtschaftsschulen. Verleihung von Geld zu niedrigen Zinssätzen an die Fellachen, um zu verhüten, daß sie ihr Land den Juden verkaufen. Modernisierung der bisher von den arabischen Bauern, benutzten landwirtschaftlichen Werkzeuge aut Grund der neuesten Erlindungen. 3. ()ökonomische Sektion. — Verbessern״״ des Handels. Propaganda für die Verbreitung der Lanäesschätze, Erleichterung des Imports und Ex- Ports. 4. Allgemeine Sektion. — Behandlung aller Fragen der arabischen Politik und Kolonisation. Der Vorstand hält allmonatlich Sitzungen ab, und die Einkünfte der Gesellschaft stammen aus den Beiträgen ihrer Mitglieder, aus Privatspenden und dem Ueberschuß von Handelsunternehmungen. Ein besonderer Zweig dieser Organisation ist die Palästinensische Jerusalem-Vereinigung; diese soll ein beständiges Band zwischen allen arabischen Geseilsehatten in Palästina bilden. Alle drei Monate soll eine Araber-Konferenz stattfinden; im Februar fand die erste dieser Konferenzen statt. Der Vorstand besteht aus vier Mitgliedern der christlichen und arabischen Vereinigung in Jerusalem, und aus zwei Delegierten jeder arabischen Gesellschaft in Palästina. Der erste Araber-Kongreß fand am 5. Februar statt. An ihm nahmen Delegierte aus ganz Palästina teil. Vor Beginn der Sitzungen statteten die Vertreter dem General Storrs einen Besuch ab, der sie begrüßte und ihnen seine lebhafte Sympathie für das arabische Volk ausdrückte. Er wünschte dem Kongreß vollen Erfolg und fügte hinzu: ״Ich interessiere mich für die arabische Bewegung vom Tage des Ausbruchs der Revolutkm im Hedschas ab, und ich bin stolz daraut, daß ich es war, der die Verständigung zwischen Emir Abdullah und Emir Said, dem Sohn des Königs des Hedschas, herbeiführte.“ Auch dem Mrlitär-Gouverneur von Jerusalem, Waters Taylor, machten die Delegierten ihre Aufwartung. Beide britische Offiziere wohnten einem Festmahl der arabischen Gesellschaften bei, zu dem auch Mitglieder der christlichen Gemeinde eingeladen waren. Eine andere große Feier fand am 5. Februar statt, bei der alle Notabein von Jerusalem sowie General «jStorrs una der Militär-Gouverneur anwesend waren. *Auch hierbei beglückwünschte General Storrs das arabische Volk zu dem Beginn einer neuen Aera seiner Geschichte. Ansprachen wurden gehalten von de» Delegierten von Tu! Keram, der die schlimme Lage seiner Gemeinde unter der türkischen Herrschaft beschrieb; und von dem früheren Redakteur der antisemitischen Zeitung ״Palästina“, J usset L. Issa, welcher England die Dankbarkeit des arabischen Volkes aussprach. Unter den von dem Kongreß angenommenen Be- Schlüssen sind besonders die beiden folgenden zu nennen, die einstimmig angenommen wurden: 1. Abschaffung des Namens ״Palästina“ und seine Ersetzung durch den Namen ״Südsyrien“. 2. Sofortige Einverleibung von Südsyrien in das arabische Königreich. Durch den Jerusalemer Militär-Gouverneur wurde ein langes Telegramm an den Friedenskongreß abgeschickt, in dem die Forderungen des arabischen Kongresses formuliert waren. Ein Briet mit den gleichen Forderungen, und Wünschen wurde später durch die Post befördert. Das Verhältnis zu den Arabern. Ferner bestrebt sich die Zionistische Kommission, ein gutes Einvernehmen zwischen Zionisten und Arabern herzustellen. Auf Seiten der Araber bestand der Im• tarn, wir wünschten ihr Land zu konfiszieren. Jetzt hat sie öfter Besprechungen mit ihren Vertretern, um ihnen unsere Ziele klar zu machen und sie davon zu überzeugen, daß ihre Rechte gewahrt werden sollen. Haifas Zukunft. Englische Zeitungen veröffentlichen die Mitteilung, daß die englische Regierung eine Summe von 2 Millionen Pfd. Sterling zum Ausbau des Haifaer Hafens und für andere Palästinazwecke bereitgestellt hat. Im Anschluß hieran schreibt die Zeitschrift ״Palestine“: ״Haifa wird in der wirtschaftlichen Zukunft Palästinas und des Orients überhaupt eine große Rolle spielen. Es sei daran erinnert, daß in dem Geheim vertrag von 1916 England in Syrien die Hüten. Haifa und Akko, das heißt also die ganze Bucht von Akko, für sich beanspruchte. Wahrscheinlich hatte ׳ damals die englische Regierung kaum etwas anderes als die Eignung der Bucht von Akk» für eine Marinebasis irn Auge. Heute erscheinen die kommerziellen Erwägungen stärker als je. Haifa und die Bucht von Akko sind bekanntlich weitaus die besten Häfen an der palästinensischen. Küste. Man könnte sie ohne große Schwierigkeiten zu einem Hafen machen, der besser wäre als irgend ein anderer an der syrischen und palästinensischen Küste. Beirut ist keineswegs ein guter natürlicher Hafen und! hat den Nachteil, daß cias Gebirge bis dicht an Beirut heranreicht, sodaß der Verkehr in das Innere des Landes nur über Bergstraßen bewerkstelligt werden kann. Da- Segen liegt Haifa an der Mündung der großen Ebene esreel; der ganze Verkehr von Galiläa, Samara und den» Jordantal ergießt sich dorthin. Auch die Erreichung der transjoidanischen Hochebene von Haifa aus über da« Jarmuktal ist verhältnismäßig leicht, sodaß Haifa der Hafen für dieses ganze große Produktionsgebiet ist. Häfen an der Küste von Syrien und Palästina •würden jedoch nidit allein den Lokalverkehr dieser beiden Provinzen heben, sondern auch den Handel mit cem großen Hinterlaade von Mesopotamien, das eine unabschätzbare Zukunit vor sich hat. Damaskus wird gewöhnlich der Hafen der Wüste genannt Er ist zugleich das Handclszentrum für Südsyrien. Zweifellos wird ein Wettstreit zwischen Beirut und Hai f a einsetzen, hezüglieh des in Damaskus konzentrierten Handelsverkehrs. Hierbei werden nicht kommerzielle Momente allein entscheidend sein. Wenn sie es wären, so würde Haifa sicherlich den Sieg erringen. Aber viel wird davon abhiingen, welche Macht Ln Damaskus regiert. Auch Basra ist ein Ort, der eine bedeutende Handels!■ geschiehte hinter sich hat. Im Wettbewerb um den syrischen Handel hat Beirut außer Haifa noch bedeutende Konkurrenten, nämlich T ri polis für Zentralasien und Alexandrette für Nordsyrien. Das neue Haifa überblickt aut eine weite Strecke die Ebene Jesreel, das Jordantal, den Hauran und die Wüste nach Mesopotamien zu. Haila wird von der englischen Regierung deutlich dazu bestimmt, der Mittelmeerhafen für Mesopotamien zu werden. Wie die Eisenbahnverbindung sein wird, Wird zum Teil von der Bestimmung der Grenzen in Paris abhängen. Augenblick lieh steht Haifa gewissermaßen in einer regelmäßigen Eisenbahnverbindung mit Bagdad. Eine Eisenbahn von Haifa aus trifft sich mit der Hedschas-Linie in Damaskus. Von Damaskus ging eine Linie über Rajak nach Aleppo und den Knotenpunkt von Muslemije, von wo aus die Bagdadbahn ostwärts nach Mesopotamien geht. Diese Verbindung ist jedoch gegenwärtig ungenügerat. Die Linie von Haifa nach Damaskus ist schmalspurig. Von Damaskus nach Rajak wechselt die Spur, und von Rajak ab beginnt die Normalspur für die syrische Bahn und die Bagdadbahn. Es gibt also drei verschiede ne Spurweiten, und eine vierte oder sogar fünfte muß dazu kommen, wenn man an die Eisenbahmverbindüng mit Aegypten denkt. Man wird also eine Einheitsspur einführen müssen, was in d!er Praxis bedeutet, daß eine narmalspurige Bahn von Haifa nach Rajak gebaut werden muß. De Frage, ob Haifa die Einkunftsquellen und► den Handel von Mesopotamien über die lange Strecke vor! Mossul-Aleppo-Homs-Damaskus an sich ziehen kann, be ruht aber auf noch anderen Bedingungen als der einfachen einer Einheitsspur. Längs jener Linie gibt es Konkurrenzhäfen, die Mesopotamiens Handelswaren auf einem kürzeren Bahnwege an die See befördern können, z. B. Alexandrette, Tripolis und Beirut. Hier kommen wiederum politische Momente in Frage. Wenn Mossui, Aleppo, Homs und Damaskus in den Händen einer Macht sind, die mit der über Palästina eingesetzten Mandatarmacht in Wettbewerb steht, so wird diese sich sicherlich bemühen, den Handel von Übermesopotamien von Haifa abzuleiten. Die englische Regierung wird wohl sicher eine Eisenbahnlinie nach Mesopotamien anlegen, die eine direkte Verbindung zwischen Mesopotamien und Haifa bersteilt und für die ganze Länge der Strecke unter englischer Verwaltung" steht. Für die Anlage einer solchen Eisenbahn- und Motorstrafte liegen keine technischen Schwierigkeiten vor, doch sind die wirtschaftlichen Aussichten einer solchen Linie un-!gewiß. Die Linie würde den Tigris und Euphrat verbinden und ein sehr aussichtsreiches Gebiet in diesem Teile schaffen. Westlich des Euphrat würde sie die syrische Wüste durchqueren. Ueber dieses Land ist sehr wenig bekannt Es ist möglich, daß es besser ist als sein Ruf, aber das muß sich noch erweisen. Sicherlich wäre es besser, alle diese Probleme •— Eisenbahnen, HandelsentwSckhmg und Verkehrswege überhaupt — nicht vom Standpunkt des Wettstreites, sondern vom Standpunkt der Zusammenarbeit aus anzusehen. Durch die Aufteilung des Ottoinanischen Reiches zerstören wir eine einzigartige ökonomische Einheit. Es wäre weit besser, die Vorzüge dieser ökonomischen Einheit zu erhalten, als an ihre Stelle eine Fülle von Kojijkurrenzunternelunungen zu setzen. Wenn die Friedenskoefereru imstande wäre, über das türkische Erbe im Sinne de» Völkerbundes zu entscheiden, anstatt sich von einer Menge wetteifernder Pläne beeinflussen zu lassen, so würde sie versuchen, so zu handeln.“ Die Verwaltung der heiligen Stätten der Christenheit. Die ״Times“ enthalten in ihrer Ausgabe vom 3. April eine Nachricht aus Rom des Inhalts, daß der Vatikan ■wünscht, daß die Verwaltung der heiligen Stätten in Jerusalem der griechisch-orthodoxen Kirche übergeben werde. Die französischen Lazaristen bestreben sich, Vertrauensposten in der Verwaltung der heiligen Stätten zu erreichen und die italienischen Franziskaner nach Möglichkeit hiervon auszuschließen. — Düse Nachricht •wirft ein eigenartiges Licht auf die Einigkeit des Christentums bezüglich der ihnen heiligen Gedenkstätten imd legt die Frage nahe, ob auch in Zukunft wie bisher diese Christliehen heiligen Stätten durch nichtchristliches Militär geschützt werden müssen, um blutige Zusammenstöße zwischen den christlichen Sekten aut palästinensischem Boden zu verhindern. Zur politischen Lage Major Ormsby Gore über die Palästinafrage Das Kopenhagen er Zionistische Büro berichtet: Der bekannte Schriftsteller Hermann Bernstein bat am 8. Mal folgendes Kabel an den ״N e w York Hera Id“ abgesamdt: ״Gewisse Zeitungsberichte aus Paris haben den Eindruck erweckt, daß die Juden in Palästina viel weniger erhalten werden, als die englische Regierungserklärung verspricht. Ich habe Major Ormsby Gore interviewt, der seit dem Tode des Sir Mark Sykes mit den! Fragen des nahen Ostens besser vertraut ist, als irgend ein anderes Parlamentsmitglied. Major Ormsby Gore (sagte folgendes: Meiner Meinung nach ist absolut kein Grund v orhanden zu glauben, daß die englische Regicrung die Erklärung zurückzu nehmen wünscht oder beabsichtigt, die Minister BaJfcur im Namen des Kriegskabinetts über die englischen Absichten in Palästina abgegeben hat. Der einzige Zweifel, der bezüglich Palästinas Zukunft besteht, bezieht sich darauf, inwieweit Präsident Wilson glaubt, daß das System der Selbstbestimmung für die jetzige Bevölkerung Palästioas mit den englischen Wünschen und Absichten kollidieren könnt«. Obwohl ich nicht sagen kann, was Präsident Wilson beabsichtigt, glaube ich nicht, (haß er, nachdem er die englische Regierungserklärung in einem Brief an Rabbiner Stephen Wise gutgeheißen hat, unter das in diesem Brief Bestätigte heruntergehen wird. England und Frankreich sind sich nun überSyrienund Palästinaundandere F ragen des nahen Ostens vollkommen einig. Da9 Entscheidende, worauf man noch zu warten hat, ist Präsident Wilsons endgültiger Beschluß. England ist es seiner Ehre schuldig, seine Erklärung aufrecht zu erhalten. Palästinas Schicksal hängt in hohem Maße von der Haltung Amerikas ab.“ Lloyd George gegen die Assimilanten Jacob de Haas über die Lage Das ״Jüdische Pressebüro“ in Stockholm meldet: Herr de Haas ist nunmehr nach New York zuruckgekehrt und hat der amerikanisch-jüdischen Presse über die jetzige Lage des Zionismus Bericht erstattet. Er bezeichnet die Lage als äußerst befriedigend. Die englischen und amerikanischen Frkdensdelegierten, besonders Präsident Wilson, nehmen ein tiefes Interesse an der jüdischen Frage. Allen&ngs gibt es gleichzeitig eine große Anzahl von Gegnern des Zionismus in Paris, die sich bemühen, seit sationelle ״Enthüllungen‘• über ihn zu machen. So!an den sie sich kürzlich zu einem Bankett bei einer bekannten Persönhchkeit der englisch-jüdischen GeseJlsdiaft zusammen, bei dem auch Lloyd George anwesend war. Bei dieser Gelegenheit forderten sie, daß die engiische Regierung ihre bekannte Erklärung zugunsten des Zionismus zurückziehen solle. Nachdem Lloyd George sich eine Weile die Ausführungen dieser Herren angehört hatte, stand er schließlich auf und sprach ihnen in bitteren Worten seine M iß - hill igung ihrer Haltung aus. Er w isse, daß, die Anwesenden nicht die Vertreter der Meinung des jüdischen Volkes seien, und halte es für schmachvoll, daß Juden gegen die nationalen Interessen ihres eigenen Volkes sprächen. Schmachvoll sei es auch, daß Christen gezwungen seien, das alte Volk der Bibel gegen "Angriffe aus seinen eigenen Reihen zu schützen. Von der Pariser Nationalrätekonferenz Dein ״Kopenhagener Zionistischen Büro“ wird be richtet: t)er jüdische Kongreß, der vor kurzem in Kanada stattfand, hatte!beschlossen, Delegierte סן der jüdisch-nationalen Konferenz in Paris zu entsenden, Da (fiese Delegierten aber nicht rechtzeitig ein treffen tonnten, iibertrug der Kongreß dem in Paris weifenden Richter Mack ein besonderes Mandat Dieser hat atte bisherigen Beschlüsse des Kongresses dem in Paris weilenden kanadischen Premierminister Borden ucwgelegt. Der Delegierte des italienischen nationalen Judentums, Professor Colombo, erstattete bei seiner Rück kehr nach Rom Bericht über die Pariser Verhandlungen vor den Vertretern der Gemeindeverwaltung und anderer Organisationen. Diese beschlossen, bedingungslos Weiz man ns und Sokolows Palästina-Politik zu Unterstützen und den durch das jüdisch-nationale Komitee in Paris formulierten Forderungen der nationalen Rechte zuzustimmen. Die Liga für Menschenrechte zur Judenfrage Am 3. Mai fand, wie das ״Kopenhagener Zionistische Büro" meldet, in Paris eine große Versammlung statt, die Ferdinand Buisson, der Präsident der Liga für Menschenrechte, der im Dreyfus-Prozeß eine so bedeutsame Rolle spielte und noch heute starken Einfluß in Frankreich hat, leitete. Die Versammlung, der über 2000 Personen beiwohnten, nahm!mit großem Enthusiasmus die Rede des Vizepräsidenten Herold t»d Aff Herren* Reich, Motzkin, Br au ns t e i n und anderer über die nationalen Forderungen des Judentums entgegen, ln einer vom Präsidenten vorgelegten und unterstützten Resolution werden im Namen der Menschlichkeit, der Gleichberechtigung der Nationen und der BrüfeKcfe keit der Völker nationale Rechte für das jüdische Volk verlangt. Dieser Beschhiß wurde unter starker Bewegung der ganzen Versammlung angenommen. Antisemitismus in der Schweiz Bekanntlich geht die Schweiz seit geraumer Zeit gegen die (fort lebenden aisländischen Bolschewisten mit außerordentlicher Strenge vor, indem sie alte die jenigen, die bolschewistischer Propaganda autih in der Schweiz beschuldigt weiden, ausweist. Rfeakttonäre Kreise haben diese Maßnahmen nun zu einer groben antisemitischen Hetze auagenutzt, an der sich auch ein Teil der Presse, besonders die kleineren Blätter, lebhalt beteiligen. Immer wieder wird darauf hinge wiese«, daß der größte Teil der Regierungsfuidctionäre in. den revolutionären Ländern Juden sei, und daß es es unerträglicher Zustand sei, daß die Völker sieh von Fremden ins Unglück führen ließen. Also der altbekannte To« aller antisemitischer RadauMätter. Selbstverständlich <fart dann am Sdiluß auch nicht der Hinweis fehlen, daß auch die Schweiz sich vor den fremden Eindringungen hüten müsse. Zum Bilde der freien Schweiz scheint uns diese antisemitische Bewegung wenig zu passe«. Das Die K01 Das Ko 'Mit ei« ]die am 9.-—1 Ife re nz in ]Das Zustan!großes polit Intion in Ri Ibeuren Verk Ider Organi! Ieiner gerne I!raren 60 De ]iromitee kor ldie Bericht! I Rayon-Komi I ras tische Ai!geben, die! I ais tische Orj Ilion im Jahr!dieser Zeit I schritte gen!zwischen ז lAleiniko!schilderte <!Laute des ]sChiedenen Iganisation. I Komitees, b lAibeitsbesd I Maßnahmen |\ut diesem | volle Arhei . Als ers JWitdbsk: L Ihaftungen i 1 Vereinshaus I Gegend stöl Ikeiten nich | seiten der j!unmöglich. 1!)rang zur ■Jungen, folc I Achusah, 1 lOeseUscnaft Idre» Viertel 1 Kleinbesitze IVIfebsk):!schließlich lein zionistis I arbeitende [vereinigen,!organisiert I haben sich ]mehr als |besteht ein ]repräsenbe ]Es ist mk | deren. Wi 1120 Leute ]haben zw; | geordnet; ]Die Bezieh ]Zion sim |Zion gege |Atto«t seh | ziehen siel ]ein Milgli( ]beteiligt ■der rionis | keine erfi ]an Zahl stl ■Zion gelei | hingen, eia ]Gruppen | välke rung ]namentlich ]Waren in» | tnbutioner lirur eine ]führt. 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