Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXIV (1919)
- Issue
- Heft 38 (27.5.1919)
- Date
- 1919-05-27
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
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Seite 292 JUEDISCHE RUNDSCHAU Nr. 38 Nr. 38 7. Exportindustrie. Nicht erwähnt haben wir in obigen Wirtschaftezweigen die Exportindustrien, d. h. die Industrien, die aus den im Lande befindlichen oder eingeführten Rohstoffen oder Halbfabrikaten durch Verarbeitung Waren für entfernte Märkte hersteilen. Die Einführung solcher Exportindustrien, welche jüdische Arbeiter besdiäftigen und Massenartikel produzieren, würde für Palästina von der größten Wichtigkeit sein. Die von der Export- Industrie lebenden Juden hätten nicht eine große nidrtjüdische Bevölkerung neben sich als Kundschaft nötig, weil sie ihre Produkte ganz oder größtenteils außerhalb des Landes absetzen würden. Sie könnten aus demselben Grunde auch auf die sonst für die Entstehung u!1d Befestigung einer städtischen Siedlung wichtige Nachbarschaft zahlreicher jüdischer Kolonien verziehten. Es fragt sich nun: ist in Palästina eine Export- Industrie möglich? Da ist zunächst zu bedenken, daß, während wir die Entwicklung der für den Inlandsbedarf arbeitenden Industrien durch Schutzzölle auf fremde Waren befördern können, dieses Mittel für die Exportindustrie nicht anwendbar ist. Diese müßten vielmehr ohne jeden Zollschutz von Anfang an auf dem Weltmarkte konkurrenzfähig sein eine sehr sdiwere Aufgäbe. Die eigentliche Groß(Fabrik־)industrie begegnet dann weiter dem Hindernis, daß Palästina weder Kohle noch Erze noch Holz besitzt, daß cs unter den Juden in Palästina und Osteuropa (abgesehen von einigen Anfängen in der polnischen Textilindustrie, deren Ver- Pflanzung nach Palästina aussichtsvoll erscheint), keine Fabrikarbeiter in größerer Zahl gibt und daß die Juden'überhaupt keine Neigung zur disziplinierten, einförmigen Fabrikarbeit haben. Eher wird die für den Export arbeitende Heimindustrie in Palästina sich entwickeln können. Sie kann mit der elektrischen Kraft arbeiten, die eine Ueberlandzentrale wird liefern können, und für sie sprich tp daß die Juden in ihr bereits heimisch and. Die gewaltige jüdisdie Einwanderung von Osteuropa in die Vereinigten Staaten hat in der Anfertigung (für entfernte Märkte) von Männer- und Frauenkleidung, von Mützen und Schuhen in der Wohming des Arbeiters oder in kleineren Werkstätten ihre hauptsächliche wirtschaftliche Grundlage. Es besteht deshalb eine gewisse Aussicht, sie auch in Palästina einfüshren zu können. Dasselbe gilt für die unter den Juden in Osteuropa und im Orient, bereits heimische Zigarettenindustrie, ferner für die Uhrenindustrie, in deren Zentrum (in der französischen Schweiz) viele Juden als Unternehmer und Arbeiter tätig sind. Neben allen diesen Heimindustrien steht nun aber als Schreckgesperrt die wirtschaftliche Ausbeutung und körperlidie und geistige Verkümmerung des Arbeiters, wie sie bisher in allen Zentren der Heimarbeit (Whitechapel, New York) zu beobachten war. Wäre die Heimarbeit tmabweislidi mit dem ausbeuterischen Zwisdienmeister und der gesuftdheit&srihüdh&ten ״Schwitzwerkstatt“ verknüpft, 80 «®fiten wir sie im Interesse sozialer Ethik und der VuUcsgesundheit von Palästina fernhalten. Es ist aber denkbar, diese schädlichen Nebenwirkungen dadurch auszuschalten, daß an die Stelle der Zwischenmeisterorganisation die Arbeiterproduktivgenossenschaft und an Stelle der engen Schwitzwerkstatt die von Licht und Luft erfüllte Arbeitsstätte in einer Gartenstadt oder einer Kolonie tritt. Auch eine Verbindung zwisehen landwirtschaftlicher und industrieller Arbeit in der Form, daß der landwirtschaftliche Kleimtiedler oder Häusler in seiner freien Zeit sich als industrieller Heimarbeiter beschäftigt, wäre möglich. Deshalb braucht, obwohl «Be Konkurrenzfähigkeit der Heimindustrie in Palästina gegenüber anderen Ländern mit ganz niedrigen Arbeitslöhnen und mit Ausbeutung der Frauen und Kinderarbeit fraglich bleibt, die Heimindustrie doch nicht von vornherein gänzlich aus unserem Aasiedhingswerke ausgemerzt zu werden. Einer großen Entwicklung ist unseres Erachtens die Herstellung jüdischer Ritualien (Tal'.ithim, Mesusoth, Gebetbücher, Kalender 1*w.) fähig. Bisher werden diese Ritualien nur in sehr primitiver Weise angefertigt und sind infolge ihres geschmacklosen Aussehens auf einen halbschnorrerisdien Vertrieb angewiesen. Bei besserer Herstellung kann es nicht schwer sein, für Palästina eine Art Monopol für die HersteHung dieser Gegenstände zu erwerben und die Juden der ganzen Welt damit zu versorgen. Zu diesen Produktionszweigen könnte noch «he Anfertigung kunstgewerblicher Erzeugniese in orientalischem Stil für den Export treten, mit deren Herstellung in den Bezafel-Werkstätten in Jerusalem ein Anfang gemacht worden ist. Aber auch hierbei läßt sich etwas Sicheres bei dem Mangel an Erfahrung in Palästina und bei der Ungewißheit über die zukünftigen internationalen Wirtschaftsbeziehungen und Konkurrenzverhältnisse nicht ausmachen. Wir können es deshalb zwar als wahrscheinlich ansehen, daß die Verpflanzung der unter den Juden bereits heintischen Exportindustrien mach Palästina xnög lieh sein und einer großen Zahl von Juden eine Existenzmöglichkeit geben wird, *welche von der laudwirtschaftliclien Kolonisation unabhängig sein wird. Aber es wäre im höchsten Maße gewagt, wollte man hierauf bauen und die landwirtschaftliche Kolonisation in den Hintergrund stellen. 50 lange die Exportindustrien sich in Palästina!noch nicht in großem Stile und in einer befriedigenden sozialen Form als lebensfähig erwiesen haben, kann die Notwendigkeit, die landwirtschaftliche Kolonisation an die erste Stege zu setzen, nicht erschüttert werden. III. Das Tempo 4er Kolonisation. Eine vielfach aufgeworfene Frage »t die, welche Höchstzahl von Juden Palästina aufnehmen kann. In dieser Form ist die Frage überhaupt nicht zu beant- Worten. Ein Land ist nicht ein Schiff oder ein Eisen bahnabteil, in dem nur für soundsoviele Personen Platz ist. Die Aufnahmefähigkeit eines Landes wechselt vielmehr mit seinen jeweiligen Praduktionsbedingungen. Es ist theoretisch denkbar, daß diese Produktionsbeckngungen in Palästina später so günstig sein werden, daß Palästina die ganzen 15 Millionen Juden der Welt aufnehmen kann. Aber diese theoretische Möglichkeit besagt für die Aufnahmefähigkeit im gegenwärtigen Moment gar nichts. Hierfür gilt vielmehr der Satz, daß Palästina nur 90 viele Menschen aufnehmen kann, als seine Wirtschaft in Konkurrenz mit anderen Ländern lohnbringend zu beschäftigen imstande ist. Ob und wie weit die Produktionszweige eines Landes sich in Konkurrenz mit den gleichen Produktionszweigen anderer Länder behaupten können, hängt wiederum von den Gestehungskosten der Rohstoffe, von der Höhe der Arbeitelöhne, der technischen Höhe der Produktion, den Zollveihältaissen, der ׳Entwicklung der Verkehrsmittel, der Nähe zum Absatzmarkt usw. ab. Solange die zukünftige Gestaltung dieser Faktoren in Palästina für uns noch in Dunkel gehüllt ist, solange wir nicht einmal wissen, wie tfie zukünft^je potitische Gestaltung Palästinas und Osteuropas, von wo die meisten Ein Wanderer kommen sollen, sein wird, solange kann nur ein Prophet sich vermessen, auf die Frage, binnen welcher Zeit Palästina die zur Mehrheitsbildung er forderlichen jüdischen Einwanderer aufnehmen kann, bestimmte Antwort zu geben. Wenn ich nach diesen Vorbemerkungen in folgendem trotzdem ein Kolonisationsprogramm aufs teile und darin den Zeitraum, ׳bis zu dem wir in Palästina die zur Mehrheitsbildung’ erforderliche 1 —1(4 Million Juden Aron Aronson tödlich verunglückt Das Kopenhagencr Zionistische Büro erhielt aus London die Mitteilung, daß Aron Aronson aut einem Flug von London nach Paris am 15. Mai anscheinend tödlich verunglückt ist. Die Postsäcke, die das betreffende Flugzeug getragen hatte, wurden bei Boulogne ans Land gespült. Vom Apparat und seinen Insassen ist keine Spur zu finden gewesen. Abermals jst uns einer unserer Besten entrissen. Aron Aronson wurde uns genommen, aut den wir so viele Hoffnungen gerade für die nächste Zukunft gesetzt hatten. Galt er doch mit Recht als der beste Kenner der Landwirtschaft Palästinas und war er doch von Kindheit an mit dem Lande aufs innigste verwachs«!. Wenn er in unserer Organisation erst in letzter Zeit stärker hervorgetreten ist, so lag dies nicht daran, daß er nicht aus tiefstem Herzen ein Zionist gewesen ist, sondern die Ursache müssen wir darin sehen, daß er infolge seiner gründlichen Kenntnis der Verhäitnisse des Landes die überschwenglichen Hoffnungen aut eine stürmische Entwicklung, die der Zionismus in dem ersten Jahrzehnt seines Daseins hegte, gerade infolge seiner genaueren Kenntnis der wirtschaftlichen und politischen Verhältnisse des Landes nicht teilte. Infolgedesscn stellte er sich nicht selten zu den Führern der Bewegung [tl cinen gewissen Gegensatz, dem er, seinem aufrichtigen, keine Kompromisse vertragenden Wesen folgend, nicht selten, leider nicht immer in milder Weise, Ausdrude gab. Nichtsdestoweniger war er unseren Be- Strebungen überall da behilflich, wo es galt, praktische Ziele zu erreichen. So stellte er sich denn auch der ״Kommission zur Erforschung Palästinas“ sofort gern zur Verfügung und hat jahrelang ihre Aufträge in Palästina mit Energie und Sachverständnis durchgeführt. Die Bemühungen der Kommission, in Palästina eine i a n d - wirtschaftliche Versuchsstation zu gründen, sind denn auch in erfreulicher Weise und überraschend schnell in Erfüllung gegangen. Man kann wohl sagen daß die Gründung dieses Unternehmens ein per7 sönliches Werk von Aronson gewesen ist. Nachdem ein vorbereitendes Komitee hervorragender Gelehrter der verschiedensten Länder gegründet worden war, und Aronson in Südfrankreich und Tunis noch weitere Vor- Studien gemacht hatte, gelang es ihm, durch die Emptehhingen der hervorragendsten landwirtschaftlichen Fachleute Amerikas jüdische Finanzleute daselbst für die Gründung der Station zu begeistern. So kam sie dam 1910 zustande und hat bis zum Kriege schon außenordentlich viel für die Landwirtschaft Palästinas geleistet. Es darf nicht unerwähnt bleiben, daß ihm hierbei die Entdeckung des JLJrweizens in Palästina von großem Nutzen war. Gelang es ihm doch, die Pflanze nicht, wie sein Vorgänger, der Botaniker Kotschy, an einer Stelle zu finden, sondern ihr Vorkommen in frößeren Teilen des oberen Jordantales zu konstatieren. r verschickte die Same« an die verschiedensten feotanischen Gärten, und so bemächtigte sich die Wissenschaff dieser außerordentlich interessanten und kulturell äußerst wichtigen Frage. Er selbst legte dann auch größere Kulturen des Urweizens aut der Versuchs• Station hei Atlith an und befaßte steh in größerem Maßstabe auch mit Kreuzungsversuchen dieses urweizens mit anderen Weizensorten, und zwar unter Mitwirkung seiner Schwester. Er hoffte nämlich, auf diese Weise Weizen züchten zu können, der die guten Eigenschaften des kultivierten Weizens mit der robusten Kraft und Widerstandsfähigkeit des Urweizens gegen das trockene Klima verbinden würde. Die auferzwungene Unterbrechung dieser und! anderer für die Landwirtschaft wichtiger Forschungen, unter denen vor allem auch die Verbesserung des Sesams durch die Remzüchtung einer von ihm zufällig entdeckten ungewöhnlich samenreichen Form erw&hnenswert ist schmerzte ihn sehr. Er hatte außerordentlich viel Mühe aut sie verwendet und hatte von weit her wichtige Pflanzen eingeführt, um sie dort aut ihre Bedeutung für Palästina zu prüfen. Er hat den Boden der Versuchsstation saniert einen bekannten Garten und Laboratorien angelegt «nd den Grundstock zu einem landwirtschaftlicfcbotanischeij •Museum ins Leben gehaben können, auf etwa 20 Jahre ansetze, 60 ist ea klar, daß die Entwicklung damit in keiner Weise im voraus festgelegt werden soll. Es ist möglich, daß wir die Periode der Mehrheitswerdung schon in einer kürzeren Zeitspanne durchlaufen, es ist auch möglich, daß sie länger dauert Ich habe zwar natürlich diejenagen Ziffern eingesetzt, die mir am wahrscheinlichsten sind, aber ich verfolge mit diesem Progamm weit weniger den Zweck, über das Tempo der zukünftigen Kolonisation ziffernmäßige Voraussagungen 2« machen, als vielmehr ein 1konkretes Schema zu geben, weil ein solches Schema, in dein bestimmte Zahlen eingesetzt sind, eine viel schärfer umrissene Darstellung ermöglicht. Die von mir eingesetzten Ziffern bleiben weit hinter denjenigen zurück, die von anderer Seite als möglich an gesehen werden. Hier wird mit einer Schnellkoioni satten oder Massenkolonisation gerechnet, die den vielen Millionen Juden in Osteuropa, die sich zum Aufbruch rüsten, den Weg nach Palästina frei machen und in kurzer Zeit 5- 6 Millionen Juden in Palästina kam zentrieren will. Am bemerkenswertesten ist ein Aufsatz des bekannten Statistikers Prof. Carl Ballod über diese Frage*). Für ihn ist die Ansiedlung ein rein tedi rasches Problem. Er berechnet die guten Kulturboden Palästinas und fragt: ״Was ist aus dieser Fläche zu machen, welche Menschenmenge kann sie ernähren?“ oder ״wie sind die fruchtbaren Täler und Ebenen herzurichten, um den Lebensmittelbedarf für eine 90 große Siedlermasse von 6 Millionen zu tiefem?“ Ant wort: ״Ich würde etwa 500 hodunoderne!andWirt schaftliche Betriebe zu je 600 11a in den bewässerten Tiefebenen und ebensoviel, aber von je 800 ha Fläche, in der Hauran-Hochebene Vorschlägen.“ Diese Großbetriebe sollen durch große Bewässerungsanlagen und starke Düngung mit künstlichen, aus der Luft (Am moniak) oder aus dem Toten Meer (Kali) zu gewinnen den Düngemitteln das Fünffache der jetzigen Ernte erträgnisse pro Hektar hervorbringen. Zugtiere werden völlig durch Maschinen, Autopflüge und Autowagen ersetzt. Als Arbeiter für diese Großbetriebe, deren Produkte eine Bevölkerung von 6 Mittonen Juden mit Getreide, Fleisch, Zucker, Reis, Baumwolle. Milch und Butter versorgen könnten, würden nur 60 000—80 000 ständige Arbeiter und ebensoviel für eine achtwöchige Hackperiode nötig sein. Es kann dahingestellt bleiben, ob diese Lösung vorn landwirtschaftlich-technischen Standpunkte aus riebtig ist. Selbst wenn sie es wäre, würde daraus für die Frage, in welchem Tempo sich unsere Kolonisation vollziehen kann, gar nichts folgern, weil sie den Begriff der Zeit überhaupt ausschaltet Ballod unterläßt jede An gäbe, ob die 1000 Großbetriebe sofort oder in 16 Jahren oder in 50 Jahren gegründet werten können. Mit einer solchen ״zeitlosen“ Lösung stellt er sich auf dien Standpunkt des Physikern, der seine Laboratoriumsvernähe im luftleeren Raume macht Aber während der Physiker seine Versuche durdi narirträgitehe Be redmusng des Luftwiderstandes der Wirklichkeit nähert, überträgt Ballod seine Studierstubenergebnisse sofort und unmittelbar auf die Wirklichkeit und muß deshalb an ihren Widerständen scheitern. Zum Beispiel: Ballod verfügt für die Zwecke unserer Kolonisation über den gesamten guten Boden Palästinas; in Wirklichkeit steht gerade dieser gute Boden nicht zu unserer Verfügung und kann nur zum Teil und nur allmählich aus arabischer Hand erworben werden. Ferner: Ballod nimmt die für seine 1000 Großbetriebe erforderlichen 60000 bis 80 000 jüdischen Arbeiter (und wohl auch das Verwaltungsspersonal) ohne weiteres als vorhanden an, denn *) Palästina als jüdisches Ansiedlungsgebiet Scbrifteil des deutschen Komitees zur Förderung der jüdischen Palästinasiedlung. Berlin 1918. rufen. Es kann keinem Zweifel unterliegen, daß diese außerordentlich günstig gelegene Versuchsstation noch einmal eine große Zukunft haben und von, unermeßlicher Bedeutung für die Landwirtschaft Palästinas sein wird. Ob Aronson freilich bei der ruhigen Wissenschaftliehen Arbeit eines Leiters der Versuchsstatten geNicbe* wäre? Diejenigen, die ihn näher kennen, zweifeln daran und sahen in ihm eher den zukünftigen Minister der Landwirtschaft. Er hatte zu viel Temperament und war zu vielseitig begabt, um dauernd sich den mühsamen und eintönigen Arbeiten eines Gelehrten, oder gar eines Züehters hingeben zu können. Er war buchstäblich in allen Sachen satteltest. Nicht nur in bildlicher Beziehung, denn er war auch ein glänzender Reiter, dem kein Pferd zu wild war. Während des Krieges hat er sich in politischer Beziehung betätigt. In welcher Weise, das wird erst die Zukunft aufklären. Die Schrecken des Krieges hat er voll ausgekostet, litt doch seine Familie in Sichrem Jakob in schrecklicher Weise unter der Folter der türkischen Inquisition. Zuletzt sehen wir ihn dann in engster Fühlung mit Professor Weizmann bei den Arbeiten in Parte und London. In der Tat konnte unsere Leitung keinen besseren und sachverständigeren Berater für die sch wierigem Palästina betreffenden Einzelfragen finden, als den Mann, der das Land wie seine Tasche kannte uno der die landwirtschaftlichen und geologischen Fragen wie kein anderer beherrschte. Im Dienste dieses neuen politischen Arbeiten hat er dann schließlich sein Leben gelassen. Mitten in der schönsten und größten Autgäbe, die er sich denken konnte, ist er hinabgestürzt in das Meer des Nimmerwiedersehens. So schmerzlich dieser Verlust auch ist, so unersetzlich solche Leute, die nicht herangezüchtet, sondern nur entdeckt werden können, auch sind, Aronson würde sich einen schöneren Tod wohl kaum haben denken können, als das plötzliche Verschwinden nach einem schnellen und herrlichen Autstieg. Professor W a r b u r g. ״ein einziger «di bei ein 93 000—60 0( wirtsdiaftUcli nur. mit sold betreiben) z Betriebe. A kätetremdhe der Eigenart der Juden I NonmaJrotk schnitten un wärt« vielte d»e Kolon» Wanderern ir Nun sind a! keine ״Non wie nur di de türkisch Land: Es i! fehlen ihm t ist es ein K< Es ist als he und bildet 1 disrihe Volk tung, in de infolge seini ebenfalb eir jüdische Kol ,ganz btson Kolonisation verfolgt, um säsage Bevc;und. äusbeui der Basis b derern dim kann man «bematen b die ausschla *rtonsplan Strebungen Plan ist zu sichtigmg. d rettedi best! 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