Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXIV (1919)
- Issue
- Heft 37 (23.5.1919)
- Date
- 1919-05-23
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/2651273-2652135-2652172--12250-2669862- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Nr. 3;1 / . } Seite 282 JUlDlißHB RUNDSCHAU Nr. 37 Am 8. Mai fanden in J od 10 w c r Judenexzesse statt, bei denen wiederum mehrere Juden schwer verwundet wurden. Der Sachschaden beträgt ungefähr eine Million Kronen. Am 14. Mai ist es im Lemberg er Judenviertel ebenfalls zu großen Judenexzessen gekommen, die von 'polnischen Soldaten gemacht wurden. Während der Judenexzesse verbreitete man in der Stadt das Gerücht, dali im Judenviertel ein Bolschewistenaufstand unterdrückt werde. Ueher den Umfang des Leinberger Pogroms sind genauere Nachrichten noch nicht ei 11 ge gangen. Der vorstehende Bericht zeigt, daß der von der polnischen Regierung eingesetzte Militärgouvemeur von Westgalizien vorläufig entweder keine Macht oder nicht den guten Willen hat, gegen die systematischen Pogrome vorzugehen. Der Pogrom in Rzeszow Gelegentlich der Konstituierung eines jüdischen Komitees in Rzeszow, das die Gewährung von materiellem und rechtlichem Beistand an die Pogromopfer bezweckt, wurde, wie die ״Wiener Morgenzeitung“ meldet, festgestellt, daß während der Pogrome mehr als 200 Personen verwundet, zirka 200 W o h - nungen a usgeraubt und 50 Geschäfte ausgeplündert w u r d e!1. Der Schaden beträgt ungefähr 20 Millionen Kronen,!(> Thorarollen wurden geschändet, die beiden jüdischen Friedhöfe zerstört. In der letzten Sitzung des Rzeszower Gemeindcrates brachte der Vizebürgermeister Dr. Hochfeld die letzten Vorfälle zur Sprache und wies auf die passive Haltung des Militärs, insbesondere des Obersten Zavady hin, der den Räubereien ruhig zugesehen hatte. Der Antrag des Dr. H o c h f e I d , der üemeinderat möge über diese Vorfälle sowie über die Haltung der Rzeszower Garnison sein tiefes Bedauern aussprechen, wurde nur in seiner ersten Hälfte zum Beschluß erhoben. Dr. Wachtel geißelte das Verhalten der städtischen Polizei während des Pogroms, und richtete an den Bürgermeister K r o g u 1 s k i die Anfrage, inwiefern die Gerüchte, die ihm, dem Bürgermeister, die ganze Schuld an dem Pogrom zuschreiben, den Tatsachen entsprechen. Der Bürgermeister bezeichnete natürlich diese Ge rüchte als böswillige Ausstreuungen,; Resolution der Wilner Gemeinde Die jüdische Gemeinde in Wilna , hat in ihrer Sitzung vom 6. Mai eine Resolution angenommen, die laütet: ״Die Wilnaer jüdische Bevölkerung ist erschüttert durch die Beleidigungen, Räubereien und Mordtaten, die sie in den Tagen vom 10. April und den hierauf folgenden Tagen durchlebt hat, und durdi die Qualen und Leiden, die ohne Aufhören die jüdische Bevölkerung terrorisieren. ׳Viele unschuldige Juden der friedlichen Bevölkerung, welche absolut nichts mit den Kämpfen des polnischen Militärs gegen die Bolschewiki zu tun hatten, sind ■ohne jegliche Untersuchung und ohne Gerieht ermordet worden. Hunderte ׳unschuldiger Juden ohne Unterschied des Geschlechtes und Alters sind in ihren Wohnungen oder auf den Straßen grausamst geschlagen worden. Tausende jüdischer Wohnungen sind ausgeplündert worden, Und ein großer Teil der jüdisehen Bevölkerung ist vollständig verarmt. Tausende unschuldiger Juden, unter diesen viele angesehene Mitglieder der jüdischen Bevölkerung und hervorragende Mitglieder des öffentlichen Lebens, sind ohne jegliche Ursache verhaftet, geschlagen und in Gefängnisse geschafft wurden, wo sie ohne Essen und Trinken bleiben und die schwersten Beleidigungen haben ertragen müssen. Ein großer Teil von ihnen ist ohne jede Untersuchung und Wahl nach Li da abgeschoben worden, wo sie die schrecklichsten physischen und moralischen Qualen ertragen müssen. Späterhin sind sie dann in unbekannter Richtung weiter transportiert worden. Andere Gruppen der verhafteten Juden sind verurteilt, ausgewieselt und interniert worden, ohne jegliche Beweise ihrer Schuld und ohne ihnen die Möglichkeit zu geben, ihre Unschuld zu beweisen. Diese Zustände haben nicht aufgehört, auch nachdem die jüdischen Vorsteher die Behörden informiert hatten, was in der Stadt vorgeht. Bei der Bevölkerung ist der Glaube erweckt wor- <.ien, als ob alle Juden außerhalb des Gesetzes stehen und man mit ihnen so verfahren könne, wie man wolle. Das hat den Baden zu antisemitischen Pogromhetzen und Provokationen^, geschaffen, die zu verschiedenen Beschuldigungen g'e|en' die Juden ausgenutzt werden, um die ganze jüdische Bevölkerung für die balsehewistischc Politik verantwortlich zu machen, obwohl der größte Teil der jüdischen Bevölkerung unter der bolschewis tischen Politik viel mehr gelitten hat, als die anderen Teile der Bevölkerung, und obwohl in der kommunistischen Regierung die anführenden konununistisehen Posten und die bedeutendsten Stellungen von Nichtjuden besetzt waren. Die jüdische Gemeinde in Wilna protestiert aufs schärfste gegen die schrecklichen Verfolgungen, die die jüdische Bevölkerung in den letzten Tagen erlebt hat. D i e j ü d j s c h e G e!11 e i 11 d e fordert: 1. Den Verfolgungen gegen die Juden muß sofort ein Ende gemacht werden. Die persönliche Unverlctzüchkeit der Juden, die jüdische Ehre, jüdisches Hab und Gut muß gesichert werden, rechtliche Bedingungen geschaffen werden,, unter denen die jüdische Bevölkerung zu ihrer friedlichen Beschäftigung zurückkehren kann. 2. Alte Juden, die oh|!p richtige Beweise ihrer Schuld aus der Stadt ausgewiesert worden sind, sind sofort zurück Zubringern 3. Es sind gesetzäkbe Garantien 2m schaffen, die den Verhafteten die Möglichkeit geben, alle rechtlichen Mittel auszunutzen, um ihre Unschuld zu beweisen. 4. Alle Verhafteten, gegen die kein Beschuldigungsmaterial vorliegt, sollen sofort befreit werden. 5. Es sollen sofort Mittel gesucht werden, um das geraubte jüdische Gut ausfindig zu machen und die Räuber zu bestrafen. Die jüdische Gemeinde in Wilna ist überzeugt, daß das jüdische Volk in Litauen nicht Nachlassen und nicht schwächer werden wird im Kampfe für das jüdisehe bürgerliche, politische und nationale Recht und die nationale Existenz und die Ehre des jüdischen Volkes.“ Vielleicht gelingt es dieser ebenso mutigen wie würdigen Kundgebung, auf die polnischen Machthaber den notwendigen Eindruck hervorzurufe». Erstes Verzeichnis der Wilnaer Pogromopfer Dem ״Tag“, Wilna, entnehmen wir folgende erste liste der in Wilna ermordeten Juden. Die im Original angegebenen Wohnungen der Ermordeten lassen wir Platzmangels wegen fort: I. Mascha Niconski, 42 Jahre alt, erschossen; 2. Jacob Scliifron, 68 Jahre alt, erschossen; 3. Rosa Stein, 33 Jahre alt, erschossen, als sie um die Befreiung ihre« Mannes bitten ging; 4. Ettel Scheinick, 42 Jahre alt, erschossen; 3. Ljuba Weißbarth, 35 Jahre alt, erschossen; 6. Elieser Hurwitz, Verwalter vom Kinderheim für Knaben, wurde auf die Straße geführt und erschossen; 7. Moses Epstein, 2b Jahre alt; 8. Nehemias Kuschitz, 24 Jahre alt, erschossen auf seinem Balkon; 9. Ljuba Wachs, erschossen auf der Straße; (vier Tage lag die Leiche auf der Straße, so daß sie vollständig zertreten wurde); 10. Samuel Kaufmann, 51 Jahre alt, von einer Patrouille auf der Straße erschossen; 11. Elieser Halberstein, 58 Jahre alt, erschossen in einer Konditorei; 12. Samuel Schppskowski, 22 Jahre alt, wurde, als er bei seiner Verhaftung einen Fluchtversuch unternahm, ermordet; 13. Hirsch fictzels, 5S Jahre alt, in seiner Wohnung erschossen; 14. Moses Aß, 46 Jahre alt, auf der Straße erschossen; 15. David Zwerski, 18 Jahre alt, 16. Abraham Rontahl, 26 Jahre alt, beide wurden auf ihrem Balkon erschossen; 17. Moses Pilnick, 40 Jahre alt; 18. Abraham Eisenstein, 24 Jahre alt; 19. Rühens Schapiro, 23 Jahre alt; 20. Daniel Trakinski, 63 Jahre alt, gestorben an seinen Wunden; 21. Chajim Tischermarin, 21 Jahre alt, gestorben an seinen Wunden im Lazarett; 22. Gedaljah Kaüanski, 12 Jahre alt, gestorben an seinen Wunden im Lazarett; 23. Esther Schapselcs, 17 Jahre alt, gestorben an ihren Wunden im Lazarett; 24. Sarah Schochat, 15 Jahre alt, gestorben an ihren Wunden im Lazarett; 25. Chajim Kowarski, 32 Jahre alt; 26. Unbekannt, 25 Jahre alt, 27. Unbekannt, 30 Jahre alt, beide gestorben im Lazarett; 28. Joseph Rarkozischok, 49 Jahre alt, erschossen aufgefundeb; 29. Leib Exer, 28 Jahre alt, zufällig erschossen von einem Bolschewiki; 30. Lasar Rosin, 20 Jahre alt, 31. Victor Iwjtnski, 19 Jahre alt, beide wurden unter dem Vorwände, Bolschewiki zu sein, grausam mißhandelt; sie wurden schließlich erschossen aufgefunden; 32. Simsan Sisskowitz-Patasdinik, 26 Jahre alt, erschossen aut der Straße gefunden; 33. Mordchai Hilleis, 58 Jahre alt: 34. Isaak Meyer Weiter, Schriftsteller, 36 Jahre alt; 35. Lasar Rabbi, 20 Jahre alt, gestorben rin Lazarett; 36. Koppel Kaufmann, 19 Jahre alt gestorben im Lazarett; 37. Isachar Lewidow, 61 Jahre alt; 38. ein Unbekannter, 24 Jahre alt; 39. Joel Kasutzki, 42 Jahre alt, 40. Bär Kosutzki, 8 Jahre alt (Vater und Sohn); 4L Meyer Steinmann, 40 Jahre alt, wurde gezwungen, sich ein Grab zu graben und dann lebendig beerdigt; 42. Mordchai Lewitt, 67 Jahre alt; 43. ein Unbekannter, 25 Jahre alt; 44. Leib Chajit, 67 Jahre alt; 45. Pesadi Judelewitsch, 50 Jahre alt, wurde zu Tode geschlagen; 46. Arjeh Sack, 46 Jahre alt; 47. Moses Nathan Gokfharth, 25 Jahre alt; 48. Pesadi Filipowski, 43 Jahre alt; 49. Michael Garger, 32 fahre alt; 50. Rüben Chajit, 18 Jahre dt; 51. Hirsch Kaplan, 50 Jahre alt; 52. Salomo Filipowski, 16 Jahre alt; 53. Joseph Putnpianski, 29 Jahre alt; (diese letzten 8 Opfer hat man auf der Straße erschossen); 54. Salm an Cheikin, 30 Jahre alt; 55. jodianaji Schweklel, 22 Jahre alt. Außerdem wird eine ganze Reihe von Menschen vermißt, und von vielen weiß man nicht, wo sie begraben sind. Die Verhandlungen Aber die Jadenfrage auf der Amsterdamer Konferenz Die Beschlüsse der Amsterdamer Konferenz der sozialistischen Internationale wurden bereits unseren Lesern mitgeteilt. Erst jetzt sind wir aber in der Lage, eingehender über den Gang der Verhandlungen zu berichten. Dem vom Verbandsbüro der ״Poale-Zion“ veröffentlichten Bericht entnehmen wir folgende Einzelheiten: Der Konferenz. Lagen bekanntlich über die Judenfrage zwei Resolutionen vor, eine seitens der ״Poale- Zion“, die auf der Konferenz durdi Leon Chasanowitsch und Berl Locker vertreten waren, und׳ die andere seitens des ״Bund“, der auf dieser Konferenz zufällig keinen Vertreter hatte. Di« Resolution der ״Poale-Zfon“ ist mit der von der Konferenz gefaßten Resolution identisch und bereits der OeffentUctöoeit bekannt. Die Resolution des ״Bundes“ lautete: ״Das jüdische Proletariat kann in der Schaffung einer nationalen Heimstätte in Palästina kein Mittel zur Lösung der jüdischen Frage erblicken, es kann diese Lösung nicht in einen» Lande suchen, wo nur 59000 Juden wohnen, die dort eine unbedeutende Minorität darstellen. Das jüdische Prole tariat kann seine Energie nicht einem Lande zuwo!. den, das keine Rolle in seiner Befreiung spielt. Eine solche Ablenkung seiner Energie würde für seine Klassen interessen im »ochsten Maße gefährlich werden. Seine ganze Kraft hat es in seinem ״Kampfe in den Ländern zu konzentrieren, wo es in kompakten Massen leb: Dort liegt der Schwerpunkt der Lösung der jüdischen Frage; dort liegt auch der Schwerpunkt des Kampfe des jüdischen Proletariats um seine Befreiung.“ Zuerst gelangte die judenfrage zur Sprache auf der Sitzung der territorialen Kommission, die unter dem Vorsitz von T roelstra geführt wurde und die zwölf Mitglieder zählte, darunter Chasanovvitsch. Während der Behandlung der Judenfrage war auch der Sekretär der Internationale, H u y sin ans, der kein Mitglied der territorialen Kommission war, zugegen. Troelstra berichtete über beide vorliegenden V« schlage und beantragte, zuerst die weitergehende Res lutfon der ״Poale-Zion“ zu beraten. Bernstein, ein Vertreter der Georgier, meinte, die Judarfraj^c könne nur im Zusammenhänge mit den Fragen der an deren nationalen Minoritäten des ehemaligen Rußlands betrachtet werden. Troelstra erwiderte, die Juden frage der ganzen Welt muß als einheitliche Frage an gesehen werden. Zur Begründung des Vorschlages der ״Poale-Zion“ erhielt das Wort Leon C ha sann• witsch. Uebcr die Forderung der bürgerlichen Gleich bereclitigung führte er aus — braucht man!unter Sozialisten kein Wort zu verlieren. Andern hegt es. was die Forderung der nationalen Autonomie in den Ländern der Diaspora, und der Heimstätte für d» jüdische Volk in Palästina betrifft. Hier tut eine völlige Befreiung der Internationale von den bisherigen he griffen, die seit der Zeit der französischen Revolution Tradition geworden sind, not. Die Juden sind nicht wie es noch immer in manchen Kreisen des Westens behauptet wird, eine religiöse Gemeinschaft. Wir sine ein Volk, fühlen uns als Volk und wir können <i> komplizierten Fragen der Existenz des jüdischen Volk»4, die wirtschaftliche und soziale Fragen sind, nur durdi die Organe der nationalen Autonomie lösen. Er beri sich dann auf die bisherigen Erfahrungen der jüdi sehen Autonomie, zur Zeit der Vierländer-Synode vor der ersten Teilung Polens, schilderte die Wirkungen des Krieges und die Einflüsse der neuen Sozialisierungtendenzen auf das wirtscliaftliche Leben der jüdische Debatte angenom; Am Vertreter brachte 1 der Kor sem der Aus Massenki sehen Sa nationale Eni Bei die Allii tektorat von He! unter d! Sadhwall dis die englischrechnet halten,! nicht g; der ״T< verwahr gen unt französi! über dii lästinens zu verk Paiästin. sehen v standen mue in 1 presse ist Es zum Ti versucht einschli« lahrhun *fische So sehen A Massen, besprach dann die jüdischen Kangreßbewegun■ die 80 em jüd daß es mit Em Syriens sich kl Soir“ ו ein trai ten. A schreibe Sionism (Schwei gen in den verschiedenen Ländern, verwies auf die Re solutionen des amerikanischen jüdischen Kongresses, des Arbeiterkongresses für Palästina, des nationalen Arbeiter! rat es in England usw. und erwähnte die neuesten Ver1 suche der Verwirklichung der jüdischen Autonomie in der Ukraine und in Litauen. In Palästina wollen die jüdischen Volksmassen ihre Existenz auf den Grünet lagen der produktiven Arbeit errichten. Weiui man ein Plebiszit unter den Juden unternimmt, so werden sieb 90 Prozent aller Juden für die nationale Autonomie ta der Diaspora und iür d!ie nationale Heimstätte in Paj lästina aussprechen. Die Tendenzen der Gegen war 1 verhälti zeigen dem jüdischen Volke den Weg zur Verwirklichung Bewpgt seines Wunsches. Die jüdischen Massen, die mit Anne niern und Belgiern am! meisten unter dem Kriege ge litten haben, erwarten die Unterstützung der Inter nationale in ihren! Kampfe um ihre nationale Emänz. patkni. T roelstra unterstützte die Anträge der ״Poale-Zion“. Er betonte, daß die Resolutionen der ״Poale - Zion‘ ‘ in voller Uebereinstimmung mit dein sozialistischen und demokratischen Prinzip stehen. Wns Palästina betrifft, sagte er, wetteifern gegenwärtig die Regierungen miteinander um Freundschaitserkläma^en für das jüdische Volk. Die Internationale darf nich‘ hinter den Regierungen Zurückbleiben und hat die Pflicht dem jüdischen Volke zu helfen, sein nationales Zentrum in Palästina zu errichten, Haase erklärte sich für die Anträge der ״P o a le - Zio n“, verlangte aber einige redak־• tionelle Aenderungen, die von Chasano witsch akzeptier wurden. Eine Debatte entwickelte sich um die Förde rung der nationalen Rechte für die Juden in den Lä! dern, wo sie nicht in Massen leben und wo sie die« Forderungen verlangen. Gegen diese Forderung spraca Haase. Huysmans bemerkte, die ״Poale-Zion“ wollen sich die!Möglichkeit reservieren für etwaig! künftige jüdische Minoritäten. Chasanowitsch ver wies auf die nationale Bewegung der Juden in Böhmen, Mähren, Jugoslawien, wo sie keine kompakte Masse bilden, aber Selbstverwaltung in den inneren Angelegen heiten beanspruchen. Er zitierte auch die Rede Oska!, Cohns in Weimar über die nationalen Rechte der Juden in Deutschland. Haase meinte, die Frage war in Deutschland noch nicht geklärt. Troelstra sdvtoli die Debatte mit der Erklärung, die ״Poale-Zion“ dürfen für diese Forderung Propaganda machen, die Internat» nale sei aber noch mit diesem Problem zu wenig ver traut, um endgültige Beschlüsse zu fassen. Der San wird von der Resolution gestrichen. Darauf wurde di« Resolution einstimmig angenommen. Der Vorsitzend« erklärte, die Resolution des Bundes sei damit von seltei abgelehnt und beglückwünschte die ״Poafc-Zion“ Birem Erfo'ge. Daraufhin berichtete im Plenum Troelstra üto die Verhandlungen der Judenfrage in der territoriale« Kommission, skizzierte die Resolutionen der ״Reale Zion“ und des ״Bundes“ und berichtete über die Ver besserungen, die die Kommission in der Resolution de ״Poale-Zfon“ gemacht hat. Gegen die Resolution de! ״Poale-Zion“ sprach Dr. Justa (Argentinien). Er er klärte, daß die Bildung eines Judenstaates an und füi sich eine gute Sache sein möge, aber keine Bezieht», zur Internationale habe. Die Juden, sagte er, untersche den sich sehr wenig von den Nichtjuden, mögen sie sie! mit der nichtjüdischen Bevölkerung verschmelzen, und wir werden ein für allemal die Judenfrage los werde« He nderson (England), der den,,, Vorsitz führte, et widerte dem Vorredner, er sei aus einem lernen Land• gekommen und mit den Verhältnissen Europas nich vertraut. Er _ stellte dann die Resolution der ״Poalc Zion“, wie sie von der territorialen Kommission ang« nominell wurde, zur Abstimmung, die ohne weite« auf Pal lehnt» Buches Sionism Atar e sucht,! für das de Gei dieses Di« nach v sehen 1 Verstär wird ft der Ha Gua!•di! bringen besproc Heimst ist mar das gri dem zk entnehi Hugh ZionisD Au der ita freunäl italienu einen 1 lösung die fe Palästii Blatt ״ günstig Palästii So!ander n ismus besond auch d N'achdt Sd erwähn um im handln scheine m den« statte Ln äh! Soma in W fiütget Paläs ti im Zuerwart׳