Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXIV (1919)
- Issue
- Heft 36 (20.5.1919)
- Date
- 1919-05-20
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 36 Nr. 36 J UEDISCH E RUNDSCHAU Seite 277 )nästisch! Zentra 1. e jüdische Frage im F ri ed e n s ve r t r ag Die weit verbreitete Meinung, als ob in den iekenntnfler deutschen Regierung überreichten Friedensbedins Zentra engen die Judenfrage keine Erwähnung findet, ist, wie dj as ״Kopenhagener Zionistische Büro״ meldet, irrig, die Fr: ו dem auf Polen bezüglichen Teil des Vertrages findet ichtunge idh die folgende Klausel:' ״Die polnische Regierung erklärt sich damit einverstanden, daß in dem Vertrag mit den Großmächten »oldie Bestimmungen aufgenaimuen werden, welche diese Mächte für notwendig erachten, um in Polen die Interessen derjenigen Einwohner zu schützen, die sich von der Majorität derch. Rasse, Sprache oder Religion unterscheide n.“ lisher ist noch nicht bestimmt, welche Reühte in dem /ertrag mit Polen festgesetzt werden sollen. Das Komitee Isr jüdischen Delegationen bemüht sich, nationale Rechte erlangen. mmssior agen üstrative tina, eil Jud (comma : Nunime auf de en jeden irern Wort d! tii Aufgabe!!1 für f Diskus ir müsset!en: 3 f ä h;den ■ |־(,r: nistisdu‘ :1 Unter• ,s Oi 11 heraus iitier erhel Palästi ist spreche les Dem. An tu . reu Em• Durch die deutsche Presse sind in der letzten Zeit Meldungen über das Schicksal Paästinas gegangen, die völlig unbegründet sind. Es heißt in diesen Berichten, daß die Friedenstonferenz Frankreich das Mandat nicht nur über , Syrien, sondern auch über Palästina gegeben habe, 'd m<l daß die Juden nicht mehr als die volle Gleich- 1111 Berechtigung erhalten wurden. In Wirklichkeit sind;eit dem Empfang der zionistischen Friedensdele-!ration vor der Zehnerkonferenz, deren günstiges Ergebnis wir seinerzeit gemeldet hatten, keinerfülle i Entscheidungen in der Palästinarage gefallen. Die Verhandlungen mit der Türkei Italien bekanntlich noch nicht begonnen, erst bet dieser Gelegenheit sind weitere Beschlüsse zu erwarten. (Vgl. auch die oben wiedergegebenen Ausfüftrungen Dr. Thons.) be• Die rumänische Jude 11 frage in Paris .'ür Wc<1 der jü• ir.'.e Zeit 11 V'.ifi.S inten, i» n i s t e 11 ׳ertretyrn 11 d i e r i s. Hoffrage ix׳- sehe: ,)'kiimeiit, 2 Rechte und der na 11 festr raus־ ei tc* ns eil. :g sein, n und b c r EI g y p t: s c h a s - malen von dein inference n eiligeo 11 a 1 eil zwischen n Paris, t e, wie en diplo It. D i e Ernst r a b s k i, in Paris, ißer, |x)lals auch tt, haben en einer Jen auf- 1 bes uii w i 11 i reter ein sch lg der 1s mehr- Jung ist >r. Thofl tris, um Seitens der rumänischen Zionisten, deren Anfang von Tag za Tag wächst, wird neben der G lei ch be rech tigung auch die Erteilung der nationalen Autonomie verlangt. Sie fordem eigene Wahlkurie und jüdische Ver treter in dem zukünftigen, auf Grund des allgemeinen Wahlrechtes zu wählenden Parlamente. Angeblich ist die rumänische Regierung mit diesen Forderungen einverstanden. Es ist aber nach der ständigen Wortbrüchigkeit, die die rumänische Judenpolitik bisher charakterisierte, nicht zu erwarten, dab die rumänische Regierung ihren Standpunkt wirklich in die Praxis umsetzt. Derartige Erklärungen werden bedeutungslos bleiben, wenn nicht die Friedenskonferenz ihre Durchführung garantier t. Die zionistische Propagandatätigkeit ist in Rumänien mit großer Energie wieder aufgenommen worden. Die zionistische Zeitung ״Hatikwah“ hat in Galatz ihr Erscheinen wieder aufgenommen. In der Bufcowina erscheint eine neue national-jüdische Tageszeitung ״M a n t u i r e“ (die Erlösung). In Paris befinden sich folgende Führer der rumäuisehen Juden: Das Mitglied des Großen Aktions-Komitees, Herr Schein, Herr Rechtsanwalt Schächter «11s Jassy, Rechtsanwalt Dr. Fildermann vom Verband der einheimischen Juden, der bekannte zionistische Führer, Rabbiner Dr. Nr i e in i r o w e r und der Poalezionist, Rechtsanwalt Las ca r S a r a g a. Pogrome Wie bereits in der ״Jüdischen Rundschau‘‘ gemeldet, brach am 5. Mai in Kolbuszowa in Wcstgaüzien ein von polnischen Bauern und Rekruten veranstalteter Pogrom aus, der auch am 6. Mai anhielt. Jüdische Geschäfte wurden geplündert und ausgeraubt. Getötet wurden Salomon Schnur, P r e i s a c 11 uml Markus Kirsch baurn, der am Friedhof von den Exzedeuten erschossen wurde, ferner Sarah Natowicz, die Frau des Hersch Bienenstock und zwei weitere Personen, deren Namen unbekannt sind. Ungefähr 100 Personen wurden verwundet. Die Exze-;enteil führten die geraubten Sachen auf Fuhrwerken davon. Am 5. Mai fand auch in Wolbromie ein größerer Pogrom statt. Der Dorfschulze hetzte die polnischen Rekruten gegen die jüdischen Einwohner auf. Eine größere Anzahl von Juden wurde während der Exzesse geplündert und ausgeraubt. 16 Juden wurden verrundet; Mendel und josel Horowitz, ״Mendel Rozmaiti, seine Frau und sein Kind, sowie Alter Wiener ringen mit den! Tode. Der Sachschaden st groß. Die Miliz schritt erst auf Intervention des Ortsgeistlichen gegen die Exzedenten ein. Ke Warschauer Regierung setzte zwecks Unter- Jrückung der Exzesse den General Szamotta zum ■VI i 1 i t ä r k o m 11t a n d a n t e 11 für Westgalizien ein. ln Glogow fanden am 5. Mai Judene.vzesse statt, bei denen vier Juden verwundet wurden. Der Sachschaden beträgt 11/2 Millionen Kronen. In Tarnow hetzt die lokale Presse unter Leitung von Dr. Dzisma ü'egen die Juden. Seit einigen Tagen werden am Bahnhot Juden ausgeplündert und geprügelt. Insbesondere beteiligen sich daran die Soldaten der Armee Hailer. In der Umgebung von Krakau verteilt man an die Bauern Flugschriften gegen die Juden. Zu den Palästinafragen Von J. Boschwitz. Wir leben augenblicklich in einer Zeit, in der die Phrase herrscht und regiert, und Ln der man ihr weitgehende Zugeständnisse macht und machen muß gegen die bessere Einsicht, daß diese Zugeständnisse zum Nachteil des gesamten Interesses des Landes sind. Die Sozialisierungs-Kommission der deutschen Natl«na!-Ver- Sammlung, der vier unabhängige und mehrere Melirheits- Sozialdemokraten angehörten, hat einstimmig anerkennt, daß ״die Rückkehr zur kapitalistischen Produktionsweise, welche in technischer und organisatorischer Hinsicht für den Wiederaufbau der Volkswirtschaft zweifellos Hervorragendes leisten würde, aus psychologischen Gründen unmöglich ist.“ Welches diese psychologischen Gründe sind, ist unschwer zu erraten, Viele unserer Volksversammlungsredner sollten aus diesem ausführliehen Berichte, wie ihn der Vorwärts brachte, lernen, daß Versprechen Wechsel sind, die eines Tages zur Einlösung vorgelegt werden. Und dieser Zeitpunkt kann ein sehr ungelegener sein. Und darum: Hisoharn b’riiwrecheni. Die Diskussion über die Nationalisierung des Bodens in Erez Israel hat in einem Punkte Uebcreinstiinmung ergeben und zwar, daß beim Aufbau Palästinas kein Platz für Bodenspekulation sein darf. Nur wie diese verhütet werden kann Und soll, darüber gehen die Meinungen auseinander. Während die einen glauben, daß nur die strenge Durchführung der Nat'onalisierung dies gewährleistet, wobei sie übersehen, daß die Frage des Verpachtens und Vermietens gleichfalls in diesem Sinne geregelt werden müßte, glauben die andern, daß ge:-, tzgeberische .Akte wie, daß der erworbene Grund und Boden, der 2 oder 3 Jahre unbebaut bleibt, an das Gemeinwesen zurückfällt, ferner, die Festsetzung einer Maxirual-Grenze für jedes landwirtschaftliche und städtisehe Anwesen das gleiche Ziel erreichen oder ilxm nahe kommen, ln Verbindung hiermit müßte eine großzügig« Land-Ankaufs- und Parzellierungs-Bank, bei der der Nationalfonds oder unsere oberste Behörde eine weitgehende Kontrolle ausübt, durch Ankauf unbebauter Strecken Landes, die sie nach und nach abstößt, stets regulierend bei der Preisbildung mitwirken und auch mitwirken können. Verlangt nicht die NlationalisTning des Grund und Bodens ungeheure Kapitalien, die, da sie einen durchaus immobilen Charakter tragen, den Kredit des Landes beeinträchtigen? Und werden diese Kapitalien nicht für andere werbende Zwecke, wie für den Bau von Eisenbahnen, für Sanierungsarbriten usw. dringend gebraucht? Die finanziellen Bedenken und psychojogisehen Momente werden von der einen Seite als quantitö negligeable betrachtet, während die Gegner des starren Nationalisierungs-Systems befürchten, daß hierdurch die Kolonisation Palästinas in Frage gestillt oder zumindest sehr verlangsamt wird. — Dr. Sknonsohn glaubt in Nr. IS der ״J, R.“, daß durch die Nationalisierung des Bodens der Zinsfuß automatisch sinken muß. Eher könnte man das Gegenteil annehmen, da, wie oben erwähnt, Irierdurdi der Landeskredit geschwächt wird. Der in einein Lande übliche Zinsfuß ist abgesehen von politischen und Weltwirtschaftliehen Faktoren davon abhängig, ob dieses Land sich wirtschaftlich entwickelt oder ob sein wirtsdiaft'iches Leben stagniert. Auch ״nicht der Nationalwohlstand ist hierbei ausschlaggebend. Der Zinsfuß in den 80er Jahren des vorigen Jahduinderts war in Deutschland niedriger als in den letzten 10 Jahren vor dem Weltkriege, wiewohl sein Nationalvermögen stetig wuchs. Frankreich, der Rentnerstaat, hatte einen niedrigen Zinsfuß, und Amerika, das industriell entwickeltste Land, den höchsten Zinsfuß aller Kulturstaaten. Nun werden wir in Palästina, als einem vorerst rein landwirtschaftlich orientierten Lande einen recht hohen Zinsfuß haben, wie das!11 allen kleinen Staaten, in denen die Land- Wirtschaft dominiert, der Fall ist. Dies hängt damit zusammen, daß in der Landwirtschaft die illiquiden Werte größere Kapitalien als ln Industrie und Handel verlangen. Palästina wird in den ersten 50 Jahren ein Kredit suchendes Land sein müssen und demzufolge ständig eine passive Zahlungsbilanz haben, da vorerst nicht damit gerechnet werden kann, daß dort ein größeres Angebot von überschüssigem Kapital sich zeigen wird. Aber auch die Fragen der Hypotheken- und Pfandbrief-Banke 11 liegen bei nationalisiertem Boden, worauf ich ein anderes Mal zurückkomme, sehr kompliziert. Und diese beiden Institutionen sind von größter Bedeutung für die Entwickelung der Landwirtschaft und vor allem für die Zinsfußbildung. Um 90 mehr müßte man der Privat-Initiative und dem Privat-Kapital möglichst freien Spielraum lassen, damit der Kredit des Landes, der ein ungeheuerer sein wird, nicht leidet. Aber diese Privat-Initiative sollte durch Regicrungsmallnahinen, die die Bodenspekulation und -veiteuenmg unmöglich machen, in Schranken gehalten werden. Nicht unwesentlich für den Kredit eines Landes und seinen Zinsfuß ist es, ob die zur Ausführung gelangenden Projekte das Produkt des wohl wagenden, aber vorsichtigen und gewissenhaften Kaufmanns, oder ob es auf Flugsand aufgebaute, den Himmel stürmende Unternehmungen sind, wie sie uns in letzter Zeit unterbreitet wurden. Diese müssen unbedingt den Kredit des Landes lähmen, und gegen sie gibt es nur das eine in allen Wirtschaftsländern erprobte Mittel des Anzieiiens der Diskont-Schraube und schließlich der Wirtschaftskrach. Zu dem gleichen Ziele führt es, wenn Glenn in der letzten Nummer ״Der Jude“ ״mit kühner Entschlußfreudigkeit den großen Strom der Emi graSon“ nach Palästina leiten will, um dort das ganze Land mit einem großen Netz von Arbeiter-Produktiv- Genossenschaften zu überziehen und wenn er glaubt, auf diese Weise ״möglichst hohe Reingewinne zu erzielen.“ Es rächt sich jetzt, daß unsere Bewegung eine solche von Akademikern ist, und daß wir zu wenig Kaufleute, Leiter großer Unternehmungen, in 1!n• seren Reihen haben, die diese Pläne von Volkswirtschaftliehen und finanziellen Gesichtspunkten prüfen und solche aufs teilen. Aber auch das, was Dr. Simon soll 11 in betreff der Jobcl-Gesetzgcbung sagt, entspricht nicht den Tatsaclien. Sic kann in unseren! Falle nicht als Beweis herangezogen werden, denn sie wurde, wie Dr. Simonsohn richtig bemerkt, nie innegchalten. Aber nicht die Frage des Real Kredits, der nach der Tradition von den Jobel-üesetzen unberührt blieb, sondern die des P e rson a I - Kredits T.׳ar es. die sie zum Scheitern brachte. Schomaut ko! baai!nasche jodau b’reehu Die Worte!nasche jodau entsprechen dem bei uns üblichen ״Darlehen aus der Hand“. Gerade die Jobel- und Schmitta-Gesetze. die für wirtschaftlich-primitive Vorhältnisse berechnet waren, zeigen, daß absolute Forderungen, die die wirtschaftliche Entwicklung des lande» hemmen, sehr bald aufgehoben oder gelindert werden müssen. Und ist der Prusbul nicht eine solche ,,Reform.“ Ich kann auch nicht ein sehe 11, warum die Verseht!!- dungsgrenze und die .־!mortis;!bäe Hypothek nur bei nationalisiertem Boden ihre guten Wirkungen ausüben sollen. Die ariiortisable Hypothek war und ist so lange die bevorzugte Form de/ Kreditablösung, so lange das Anwesen und der Boden keine Spekulationsobjekte waren und sich ihr Besitzer mit Urnen verbunden fühlte. Sie hörte es auf zu sein, als das Haus ein ״Geschäft“ wurde, in das man so wenig wie möglich Kapital investiert. Aber sie wird es wit׳dt!r in Palästina werden, wo wir in bezug auf die Bodenverhältnisse zu denjenigen Formen zurückkehren wollen, wie sie noch heute bei uns in den kleinen Städten und auf detn Lande bestehen. — Soeben kommen mir die Ausführungen Glenn’s in der Nummer 27 der ״Jikl. Rundschau‘‘ zu Gesicht, in der er den Schleier ein wenig lüftet und seine finanziellen Pläne zum Teil preisgibt. Er will ״aus den Mitteln der großen Palästina-Anleihe“ durch den Nationalfonds ״allen benötigten Boden Palästinas“ erwerben und ihn in Erbpacht geben und rechnet zu der Verzinsung von 4«; 1 ׳■',״V4 ״'•.״ für Amortisation hinzu, sodaß der jüdische Bauer bzw. die Produktiv Genossenschart gegen ,,die an sich hohe aber im allgemeinen noch tragbare Grundrente von 5 "/<>“ eien Boden in Erbpacht erhält. Nach Ablauf von 40 -50 Jahren ist die Palästina-Anleihe getilgt und der Nationalfonds kann dann die Grundrente ermäßigen. Dieser Plan hat den Vorzug der größten Einfachheit, leider aber auch sehr viele Löcher. Nehmen wir einmal an; daß diese Palästina-Anleihe dem Nationalfonds oder dem jüdischen Gemeinwesen mit 41/2 Verzinsung gewährt wird, so müßten zunächst 1 °/0 — und das ist ein sehr niedriger Satz — für Verwaltungsspesen litnzugerechnet werden. Alsdann kämen D/t «,0 für Amortisation, 1—2 0/0 für dubiose Forderungen, d. h. nicht eingehende Grundrente, T-2 0/0 fiir Zinsvcrluste hinzu, denn der Nationalfonds kann nicht den erworbenen Boden am gleichen Tage wieder abstoßen. Er wird immer Reserveland haben müssen, um ihn in Pacht zu .geben, und er wird sich auch den Zeitpunkt des Kaufs nicht nach seinen Verkaufen wählen können. Alsklann kommt noch eine Rückstellung von 1 0/0 für etwaige Schäden usw. bei Auflösung hinzu. Aus den 50״ sind im Handumdrehen 10—11 0/0 geworden, und Kenner kaufmännischer Unternehmungen werden diese Aufstellung mit gutem Rechte als zu optimistisch bezeichnen. Nun ist es aber selbst nach Glenn gänzlich ausgeschlossen, daß der Erbpächter und besonders der landwirtschaftliche diese Verzinsung herauswirtschaften kann, und es bliebe dem Nationalfonds nichts anderes übrig, als all die erwähnten Beträge zu den! Kaufpreis hiimmirechnen. Aber auch die voa Glenn angenommene ״tragbare“ Grundrente von 5;0׳, zu der noch der Lebensunterhalt vier bäuerlichen Familie hinzukommt, wird nicht heraysgewirtschaftet werden können. Wir wissen aus den Berichten der preußischen AnsiedJungs-Koimnission, welchen Zinsfuß die dort angesiedelten Bauern, die mehr Befähigung für den Beruf des Landwirts als unsere Städter mitbrachten, fiir den ihnen überlassenen Boden zahlen konnten. So sieht der Plan aus, den Glenn ״als über alle Zweifel erhaben“ hinstellt. Nein diese Zahlen diskontiert die Reichsbank nicht, und vor der Hand müssen wir noch mit ihr als mit einem Faktor rechnen. ״Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg“, sagt Glenn. Wir möchten gern den Weg sehen, den 11 vor der Hand sehen wir nur die Sackgasse. Glenn hegniigl sich rieht damit, auf diesen schwankenden [loden seine Agrarpolitik aufzubauen, sondem er will auch das gesamte wirtschaftliche Leben auf dieses Prinzip der gänzlichen Ausschaltung des Privatkapitals und der Privatinitiative stellen. - Wir können als feststehend anselu-n. daß der vom Nationalfonds in Erbpacht gegebene Boden für!andwirtschaftliche Zwecke an die Minderbemittelten oder Mittellosen in den ersten 5 Jahren nicht mehr als 2״b und in den darauffolgenden 5 Jahren nicht nulir eher weniger — als 4 ״<׳ Grundrente ergibt. Dies ka.1111 und wird inan als vorsichtiger Kaufmann zur Basis für seine Berechnungen nehmen müssen. Und da scheint mir der folgende Vor-chlag immerhin erwägenswert Wenn die englische Regierung der jiidb sehen Gemeinschaft das Recht einräumt. 5 Millionen £. Zahlungsmittel auszugeben, die in ganz Palästina als Zahlungsmittel angenommen werden müssen, 30 könnte man diesem Problem näher kommen. Für diesen Be-