Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXIV (1919)
- Issue
- Heft 34 (18.5.1919)
- Date
- 1919-05-18
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
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Seite 264 JUEDISCHE RUNDSCHAU Nr, 31 ״Die öffentliche jüdische Versammlung, die in London am 11. März abgehalten wurde, faßte, nachdem sic die Berichte der Vertreter der Judcnheit verschiedener Limder über die Lage der Juden und ihre Bestrebungen vernommen hat, folgende Resolution: ״Mit tiefster Sympathie begrüßen wir den schweren Kampf unserer Brüder in den verschiedenen Ländern für ihre Rechte, Im Einklang mit den großen Prinzipien der Menschheits idee halten wir es für Pflicht der Friedenskonferenz, dafür zu sorgen, daß die Juden in den Ländern, in denen sie es wünschen, als Nation anerkannt werden und sogleich mit ihren bürgerlichen Rechten die nationalen Rechte erhalten,“ Dieses Protestmeeting zog die Aufmerksamkeit der gesamten Londoner Oelfcntlichkcit auf sich. Die Zeitun gen brachten eingehende Berichte über die Reden der Vertreter der einzelnen Judenheiten und würdigten be• sonders die Tatsache, daß Rabbiner Dr, Herz, der stets als Gegner des Zionismus galt, so offen und schroff gegen das Machwerk der Assimilation auftrat. Dr. Mossinsohns Ansprache an die Legislative von Massachusetts Das ״Kopenhagener Zionistische Büro“ berichtet; Die Legislative von Massachusetts, die kürzlich eine Resolution annahm, die die zionistischen Ziele fördert, hat eine Sitzung unterbrochen, um eine Ansprache von Dr. Mossinsohn, dem Direktor des Jaffaer Gymnasiums, über den Zionismus zu hören. Der Referent behandelte in seiner Rede auch die Frage der natiomalen Rechte der osteuropäischen Juden. Dr. Mossinsohns Ansprache machte einen tiefen Eindruck aut die Legislative, und der Gouverneur des Staates empfing ihn danach im Council Chamber und drückte ihm seine Sympathie für den Zionismus aus. Französische Deputierte und Professoren für die nationalen Rechte der Juden Dem;Jüdischen Korrespon^enzbüro Zürich“ wird aus Paris gedrahtet: Am 13. April veranstaltete die ״Liga der Zionistenfreunde“ in Paris ein Fest zu Ehren der Delegationen der Jüdischen Nationalräte. Anwesend waren hervorragende Persönlichkeiten der Politik und Wissenschaft, u. a. der Nationalökonom Gide, der ehemalige Unterstaatssekretär der Marine, Deputierter Monzie, die Professoren der Sorbonne Vernes und Re noult, der Vizepräsident der Liga der Menschenrechte Herold und Deputierter Doizie. Nach Begrüßung’ durch Braunstein beglückwünschte Vize- Präsident Herold die Juden zur Wiedergewinnung Palästinas, Unterstaatssekretär Monzi« sprach seine Sympathie für den Zionismus aus. Die Forderungen der Juden wurden von den Delegierten des jüdischen Nationalkomitee Y e 11 i n aus Palästina und Reich aus Galizien dargelegt. Der letztere zeigte, daß die Emanzipation der Judsn»'*Atieht vollständig sein -wird, wenn die jüdischen Massen, welche außerhalb Palästinas bleiMfo müssen, der nationalen Minoritätsrechte beraubt sfffiKMDie anwesenden Politiker versprachen ihre Unter Stützung. Aus Elsaß-Lothringen Die tiefgreifenden politischen Umwälzungen im Elsaß und in Lothringen sind natürlich auch von einschneidender Wirkung auf die im genannten Gebiete arbeitenden jüdischen Organisationen, vor allem auch in bezug auf die Straßburger Ortsgruppe und auf die nationaljüdische Jugendbewegung in Elsaß-Lothringen. Wenn auch der Vorstand der Ortsgruppe sich' aus lauter einheimischen Juden zusammensetzt und demgemäß eine Neubildung des Vorstandes nicht erforderlich war, ist doch der Wegzug wertvoller Kräfte zu beklagen, und es wird fleißier Arbeit bedürfen, um die zionistische Arbeit mit der isherigen Energie fortzuführen. Die elsässischen und lothringischen Zionisten sind nunmehr aus der deutschen Zionistischen Landsmannschaft a׳!’,geschieden und haben bereits mit den führenden Kreisen in P a r i s Fühlung genommen. Was sie als Mitgliederder Zionistischen Vereinigung für Deutschland gelernt haben, werden sie nun in einer neuen Arbeitsgemeinschaft in den Dienst der gemeinsamen Sache stellen. Der Schwerpunkt des jüdischen Lebens in Frankreich wird sich sicherlieh nach dem Elsaß verschieben, wo die Juden am dich testen wohnen. Somit stehen den elsässischen und lothringischen Zionisten auch unter den neuen Verhältnissen große Aufgaben bevor. E. W. % Jüdische Schule in Posen Den ständigen Bemühungen des jüdischen Volksrats in Posen ist es gelungen, bei der Regierung die Gründüng einer jüdischen Schule durdizusetzen. Am 1. Mai 1919, vormittags 9 Uhr, ist in der Kl. Gerberstr. 11 die jüdische Schule mit den zwei untersten Klassen eröffnet worden. Zu genannter Zeit waren dort etwa 50 Kinder und eine große Anzahl Eltern versammelt. Herr Lehrer Brzezinski eröffnete die kleine Feier mit einer Ansprache, in der er seiner Freude über die Gründung ,einer jüdischen Schule in Posen Ausdruck verlieh und lrervorhob, daß die Namen Dr. Calvary, Dr. Gail and und Dr. Köllen scher in der Ge schichte der Schule unvergeßlich bleiben werden. Er dankte den Leitern des jüdischen Volksrats für ihre Mühe und Ausdauer, den Eltern für ihr Vertrauen, das sie der Schule enljgegenbringcn. Darauf richtete Herr Gemeinderabbiner Dr. F rei m a n n einige herzliche Worte an Eltern und Kinder, und wies besonders auf das religiöse Moment hin, das für den Geist dieser Schule so wichtig und kostbar ist. Herr Brzezinski sprach darauf noch einmal zu den Kindern, indem Cr ihnen in Form eines Märchens ihre Pflichten klarlegte. Die Kinder der untersten Klasse konnten nun nach Haus gehen, während die Kinder des zweiten Schuljahres zu einer kurzen Prüfung zurückblieben. Der Schulunterricht begann am Freitag, den 2. Mai 1919, um 9 Uhr vormittags. Die Schule ist eine öffentlich städtische und wird von der Stadt unterhalten. Aus der Jugendbewegung Bundestag des ״Herzl-Bundes“ Am 17. April fand im ״Russischen Hof“ die Eröffnungsfeier des 2. Bundestages des ״Herzl-Bundes“ statt, an demselben Tage, an dem vor zwölf Jahren der HerzI Club Berlin, der älteste der im tl.-B. vereinigten Herzl-Clubs, gegründet wurde, im Dezember 1912 schlossen sich in Halberstadt drei Clubs zum Herz Bunde zusammen, Dezember 1913 tagte der 1. Bundestag in Berlin unter Beteiligung von füllt Klubs; jetzt sind im H.-B. acht Klubs (Berlin, Hamburg, Halberstadt, Haunover, Breslau, Köln, Posen Königsberg) vereinigt, die Delegierte entsandt hatten. Der Krieg, der nacheinander fast alle Mitglieder zu den Waffen riet und dem H.-B. über zwanzig Biuidesbrüder durch den Tod entriß, hat nicht vermocht, das Gefüge des Bundes zu lockern, obwohl nur in Berlin und Breslau die Arbeit ununtcrbrachen durchgeführt werden konnte. Die Fortschritte der zionistischen Bewegung, die neuen Ideen, die — besonders aus der Jugend heraus — in ihr lebendig wurden, übten auch auf die Arbeit des H.-B. ihre Wirkung aus. Wie in anderen Organisationen, so kam es auch im H.-B. unter regen Meimmgskämpfen zu scharfen Gegensätzen, die 'politische Ent Wicklung verlangte eine von Grund aus veränderte Einstellung zu Palästina und damit Erweiterung der Aut• gaben und Arbeiten des Bundes, die sozialistischen Ideen erforderten Stellungnahme und stärkere Beschäftigung jnit allen damit zusammenhängenden Fragen, So erwartete man von einer Aussprache auf diesem Bundestage Klä rung und hoffte von ihn! neue Richtlinien für die künftige Arbeit. Die Tagung entsprach den Erwartungen. Der Bundestag wurde durch eine kurze Ansprache des Vorsitzenden Alfred Frank eröffnet. Otto L e h - mann, Hannover, hielt die Gedenkrede aul•die durch den Krieg entrissenen Bundesbrüder. (Zum Andenken seiner getallcnen Brüder hat*״ d“ '1-11. eine besondere Nummer seiner Blätter herausgegeben.) Sodann begrüßte Herr Prof. Dr. War bürg die Versammlung namens des Engeren Aktions-Komitees, Herr Dr. Klee namens der Z. V. f. D. und Herr Kurt B111111 e n f e 1 d im Namen des K. I. V. Zum Schluß hielt Hans Goslar die Festrede. Er skizzierte die,.«sfre Entwicklung des! Bundes und zeigte, wie die H.-C. allmählich von einer fast ganz auf Propaganda gerichteten Tätigkeit zu straffster Innen- und Erziehungsarbeit, vom Diskutierverein zur Korporation gelangt waren, und legte die Aufgaben dar, die dem H.-B. als einer zum pröf^^Tgj^j'sK'a'öietiten bestehenden Organisation c . . 1. Die kaufmännische Zusamt ' a! 1111 An ■;mg eine mehr zufällige, aus dei ״״ die Arbeit keine Konseuuenzen gezogen wurden, mit der Zeit erkannte man, nicht zum wenigsten auch unter dem Einfluß der politischen Entwicklung der Bewegung, in der rein praktische Aufgaben immer mehr in den Vordergrund rückten, daß sich für eine Organisation zionistischer Kaufleute besondere Tätigkeitsgebiete ergaben. Die Kolonisation Palästinas erfordert nach oder neben allem andern auch die Arbeit des Kaufmanns, der das Land in die Weltwirtschaft einflechten, Fabriken entstehen lassen, Bedürfnisse wecken und befriedigen und Tausenden ton Händen Arbeit verschaffen wird. Ist man sich dieser Aufgabe bewußt, so gilt es vor allem, von einer höheren Warte aus den kaufmännischen Beruf zu betrachten. Nicht der am persönlichen Geldgewinn hängende Krämer sei das Vorbild, sondern der tätige Kaufmann, der in produktiver Arbeit sich bewußt als Pionier für den Aufbau des Landes in die Volksgemeinschaft einreiht. Die Tagung, die vom 17. bis 29. April dauerte, war ausgefüllt mit Debatten über die Palästinaarbeit, der Beratung neuer Statuten, zum größten Teil aber mit einer Aussnrache über die Tendenz und Arbeit des Bundes. Di sieh an das Palästinareferat Erich Roths, das einen Ueberblick über die augenblickliche Lage, die Betätigurig und Uebersiedlungsmöglichkeiten der Bimdesbrüder gab, anschließende Diskussion konnte mir wenig neue Gesichtspunkte zeigen. In den neuen Statuten wurde der innere Aufbau der Klubs festgelegt, Das Wesentlichste ist die Teilung der Klubs in Aktivitas und Alt-Herren-Klub. jener fällt die Erziehung der jüngeren Mitglieder und Vermittlung des elementaren, jüdischen und zionistischen Wissens zu, dieser die Aufgabe, die Aelteren nach Maßgabe ihrer Kenntnisse und Fähigkeiten in den Dienst der zionistischen Bewegung ein zuspannen. Der angenommene Tendenzparagraph tautet: ״Der Herzl-Bund ist ein Bund junger nichtakadänischer Berufe, die gewillt sind, ihr Leben in den Dienst der zionistischen Idee zu stellen. Er will seine Mitglieder in engem Zusammenleben nationaljüdisch erziehen, für ihre zionistische Ausbildung Sorge tragen und sie für ihr Leben in und für Palästina vorbereiten.■• Die Tendenzdebatte wurde eingeleitet durch ein Re t'erat Walter Samuels. Er führte aus, daß in der Tat- Sache, daß der H.-B. sich zum großen Teil ans Angeltürigen der kaufmännischen Berufe zusammensetzt, keine Tendenz zu erblicken sei, die seinem Zionismus oder dem in ihm herrschenden Geist eine besondere kaufmännische Note gebe. (Diese Ansicht bestand zu Unrecht tu zionistischen Kreisen.) Das geistige Band, das den H.-B. zusammenhält, ist ein allgemein menschliches, jüdisches, zionistisches; er ist sich hierin einig mit allen anderen zionistischen Organisationen. Er hält es für die Pflicht seiner Mitglieder, ihre beruflichen Arbeiten in den Dienst der Bewegung zu stellen und glaubt, daß sich für ihn besondere Aufgaben und Tätigkeitsgebiete ergeben. Ir gendwelche politische oder religiöse Tendenzen des Hirn ues als solchem seien abzulchncn. Die Stellungnahme zu allen diesen Fragen, insbesondere zum Sozialismus, sei den einzelnen überlassen. Das einigende sei das menschliche und jüdische Streber! schlechthin. Sachliche Gegensätze sollen innerhalb des Bundes ausgefochten werden, Gegensätze in Wcltatischauungs!ragen durch ehrliehe Aussprache befruchtend aut das Leben in itun wirken. Die bundesbrüderliche Gemeinschaft wird hier durch nicht berührt. Im Einklang mit dieser alles urnfassenden Tendenz, des H.-B. müsse auch die Erziehung der Jüngeren in einem von jeder Zweckeiristellimg befreiten Geiste geleitet werden. Der Bundestag nahm nach längeren, klärenu und fruchtbar wirkenden Debatten, in denen auch besonders das Problem, das sich aus dem Gegensatz, des materiell gerichteten kaufmännischen Berntes zu eine! ideell ge lichteten Weltanschauung■ ergibt, einen breiten Raum einnahm, zum Schluß folgende von Isaac Feuer ring, Halberstadt, Otto Lehmann, Hannover und Eiich Roth, Berlin, eingebrachte Resolution an: ״Der 2. Bundestag des H.-B. erblickt in den folgenden Grundsätzen die Verkörperung der in ihm lebendigen Anschauungen und zugleich Ziel und Richtung seiner erzieherischen Arbeit: Das Problem ״Beruf und Zionismus“ besteht für uns Kaufleute in besonderer Schwere. Seine Lösung ist in der Anerkennung des Zionismus als des Primären in unserem Leben und in dem Bestreben, unseren Beruf in den Dienst unserer Sache zu stellen, gegeben. Jüdische Intensivierung seiner Mitglieder ist dememäß die Erziehungsaufgabe, Heranbildung des nach alästina streitenden Menschen wesentlichstes Arbeiteziel des Herzl-Bundes. Tätige Teilnahme an der Schaffung jüdischen Lebens im Qaluth ist daneben unabweis bare Pflicht. Wahre Bundesbrüderlichkeit, gegenseitige Hilfe sind für die Verwirklichung des Zieles unseres' Bundes von entscheidender Bedeutung. Die Festlegung auf bestimmte Weltanschauungen oder Formen menschlichen Zusammenlebens ist nicht Aufgäbe des Bundes, Sondern Sache des Einzelnen.“ Eine Ausbreitung und Vergrößerung des H.-B. wurde als notwendig empfunden. 111 letzter Zeit sind bereits mehrere neue Herzl-Clubs gegründet worden (Kattowitz, Mannheim), die einen baldigen Anschluß an den Bund erstreben; andere sind im Entstehen begriffen. Da sich Vereine, die an sich nichts mit dem Wesen des H.-B. zu tun haben, häufig den Namen ״Herzl-Club“ beilegen wurde mit Billigung des Zentralkomitees der Z. V.?. D׳. beschlossen, dahin zu wirken, daß nur Klubs, die dem Herzl-Bund angeschlossen sind oder im Einvernehmen mit dem Präsidium des H.-B. gegründet wurden, das Recht haben, diesen Namen zu führen. . Der‘Leitung des Bundes, die dem Präsidium in Berlin obliegt, wurden mehrere Arfeeltsressorts aagegliedert, u, a. ein Palästinaressort, ein hebräisches Ressort, ein Ressort für Stellenvermittlung und Berufsberatung. In das Präsidium wurden gewählt: Walter Ro.th als Vtor sitzender. ferner Alfred Frank, Erich Rofh und Willy 1' 1 e s. Berichtigung In der Notiz in Nr. 13 der Jüdischen Rundschau ist uns ein Druckfehle: unterlaufen. .Der Artikel in Nr. 22 der Jüdischen Rundso aii, gegen den sich die Zuschrift des Zentral-Vereins w״mlte, irug nicht die Ueberschrilt: ״Die Königsberger Juden und der Kongreß“, sondern: ,,Die Königsberger Juden für den Kongreß.“ Hildesheini. Am Montag, den 24. März 1919, sprach der Sekretär des Mitteldeutschen Bc/irksvcrbandes der Z. V.f. D״ Herr Otto Lehmann -Hannover, über das Thema: ״Der Jüdische Kongreß in Deutschland." Es folgte eine Diskussion, in der namentlich Herr Justizrat Oppenheimer vom Zentralvereinsstandpunkt die bekannten Einwendungen gegen den Zionismus erhob und um Annahme einer Resolution bat, daß die in der Ver Sammlung anwesenden Angehörigen der Synagogengc meinde Hildesheim die nationaljiidischen und völkischen Bestrebungen des Zionismus für Deutschlarul ablehnteii. Herr justizrat Oppenheimer scheute sich nicht, zu verlangen, daß in dieser öffentlichen, vom Bezirks verband Mitteldeutschland derZ. V. f. I). e!«berufenen Ver Sammlung über diese Resolution nur die anwesenden Mit giieder der Synagogeiigemcinde Hildesheim abstiinnien sollten. Infolgedessen wurde die Abstimmung der Res« lution von dem Leiter der Versammlung, -Herrn Rechtsajnvalt Dr. Ci o 1 d b e rg , unter Zustimmung eines großen Teils der Anwesenden abgelehnt, ln einem längeren Schlußwort widerlegte Herr Lehmann die gegen den Zionismus vorgebrachten Argumente. Der Vorfrag bedeutete für uns in Hildesheim einen vielversprechenden Anfang der Propaganda für den Kongreß und den 2:0 iiismus. Hannover. Am 2b. März sprach an Stelle des erkrankten Herrn Nahuin Gold 111 an 11 Herr Lazario B a r 111 - Berlin über das Thema: ״Ein jüdischer Kongreb in Deutschland.“ Den Ausführungen des Reff renten folgte eine Aussprache, an der sich auch die Gegenseite beteiligte und die wesentlich zur Klärung der strittigen Punkte beitrug. Fast sämtliche' Anwesenden füllten die verteilten Kongreßzustimmungskarten aus. An dem vorhergehenden Abend war ein kleiner Kreis jüdisch interessierter Persönlichkeiten sowie der Oe Zahlt den Kriegsbeitrag 1919! M