Mannheim
Compact Memory

Jüdische Rundschau · 1919-04-25 · Heft 29 (25.4.1919) · page 4

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXIV (1919)
Issue
Heft 29 (25.4.1919)
Date
1919-04-25
Page
– (sequence 4)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
95% known words query
IRI
…/2651273-2652135-2652164--12186-2669790
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

Seile 226 J UEDISCH £ RUNDSCHAU Nr. 29 recht kann der Staat besitzen, ohne daß der Boden Volkseigentum ist. Seine Polemik gegen meine Aus׳ führungen über die Produktivgenossensehaf ten ist mir nicht verständlich, denn er sagt im Grunde dasselbe wie ich. Ich habe injch auf einen iiim dodti als Natur- Wissenschaftler nahelieg enden Standpunkt gestellt, indem ich für in großem Maßstab zu wählende Kolonisationsformen Erfahrungen verlange. Solche Erfahrurigen liegen bei der Produktivgenossenschaft nicht vor. Man muß also erst Versuche anstellen, für die ich auch eingetreten bin; aber man kann nicht, wie es /. ß. iri ״Erez Israel“, Heft 2, geschehen ist, die Prodüktivgenossenseliaft gewissermaßen als die beste und aussichtsreichste Kolonisaitonsform empfehlen. Meine Ausführungen über die Araberpolitik hat er mißverstanden. Ich will keine Rücksichten für den arabischen Großgrundbesitzer, für den ich ebensowenig übrig habe, wie für den jüdischen, sondern ich verlange die Aus- Schaltung eines jüdischen Chauvinismus. Weser wurde vor dem Kriege von gewisser Seite ins Land hineingetragen und ist leider auch heute noch vorhanden. Ich verlange, daß unter keiner Begründung gesetzliche oder moralische Ausnahmebestimmungen gegen die nichtjüdischen Landesbewohner geschaffen werden. Zur jetzigen Lage in Palästina Das Kopenhagener Zionistische Büro berichtet: Die englischen Zeitungen ״Times“ und ״Morning Post“ verölf entliehen Angaben, die General Allen by gegenüber britischen Pressevertretern in Paris gemacht hat. ״In Palästina ist eine Zivilverwaltung eingerichtet worden, die, soweit wie möglich, sich in den Bahnen der alten türkischen Verwaltung bewegt und sich bis zu einem gewissen Grade der vorhandenen türkischen Beamten bedient. Sie untersteht der militärischen Kontrolle durch die Alliierten. Das organisierte Gebiet ist in drei Distrikte eingeteilt. Der Westliche Bezirk״ der den Libanon und den größten Teil von Syrien einschließt, wird durch französische Beamte verwaltet. Der zweite Distrikt im Osten steht unter der Kontrolle von He-dschas- Arabern, der dritte oder nördliche Distrikt steht noch unter militärischer Verwaltung, indem französische Offiziere die Kontrolle ausüben, die sich aber türkischer Beamte des alten Regime bediene«. Der Teil der Bagdadbahn zwischen Konia und Nisibin steht unter der Aufsicht des Stabes der Palästina-Armee, während sie zwischen Konia und Kon- Staintinopel unter der Kontrolle des Generals Mitaer steht.“ Die Sanitätskommission für Palästina -Die von der Zionistischen Palästina-Kommission und dem amerikanischen Roten Mögen Dovid eingesetzte Sanitäts-KomiiHssioa veröffentlicht, wie das Kopenhagener Zionistische Büro meldet, eine Zusammenstellurig der Aufgaben, die dieser Kommission demnächst bevorstehen. Ihr gehöret» als Mitglieder die Herren Dr. HMlel Joffe, Bekam Goldberg: Chalkowitz, Krimski, San.-Inspektor Schmidt und der landwirtschaftliche Sachverständige Dr. Pickhol z an. Die Kommission wird das ganze Land durchreisen, um genaue Erhebungen zu machen. Vor allem sollen die Hospitäler, Gasthäuser und Jemenitenwohnurtgen einer Sanitären Inspektion unterzogen werden. Die Kommission hat bereits Beratungen mit den Aerzten in Jaffa, dem Gesundheits-Ausschuß, dem Tel Awiwer Vollzugsausschuß, Vertretern der Ingenieur-Vereinigung und Vertretern des provisorischen Bürgerrates gepflogen. Diese Beratung fand im Zionistischer! Palästina- Amt statt. Auf der Tagesordnung standen die folgenden Punkte: 1. Hospitäler. 2. Besonderes Budget für ärztliche Hilfe. 3. Fürsorge für Arme nach dem Verlassen des Hospitals. 4. Eine Zählung der Juden in Jaffa, nach ihren Gemeinden geordnet. 5. Eine Zählung der Armen, die unentgeltliche ärztliche Hilfe brauchen. G. Geburts- und Todesfälle vor Kriegsausbruch und jetzt. 7. Inspektion der allgemeinen Hygiene und besonders der Nahrang. 8. Wasserversorgung und Unterkunft. Die Kommission teilt in: ihrem Bericht mit, daß das Schaare Zion-Hoäpital in Jaffa, das vor dem Kriege zwanzig Betten hatte, während des Krieges die Anzahl der Betten verdoppelt hat. Nach der Rückkehr der Angewiesenen aus Galiläa wurde ein zweites provisorisches Hospital eröffnet, und zwar seitens der Stadt- Verwaltung und mit Hilfe der amerikanisch-zionistischen medizinischen Kommission. Dieses hat weitere zwanzig Bette» zu belegen. Ferner hat die arnerikanisch-zionistisehe Kommission ein Kinder-Hospital mit zehn Betten eröffnet; eine Abteilung für externe Kranke, ein Laboratoriuni für Untersuchungszvvecke und eine besondere Abteilung für Augen- und Zahn-Behaindluug. Hiermit ist den bestehenden Bedürfnissen noch keineswegs ausreichend gedient, doch ist es schwer für die Gemeinde Jaffa, die noch 1100 Menschen zu unterstützen hat und deren Bevölkerung an den Folgen der Unterernährung und anderer Kriegseinfliisse leidet, mehr zu tun. Am meisten kann vorläufig dlie Abteilung für exlerne Kranke ihren Anforderungen tiacirfcommen. eile behandelt monailieh über 4000 Personen. Eine ähnliche Abteilung wurde auch als Annex zum Stadt-Hospital eingerichtet. Beide Institute sind besonders ihrer räumlichen Lage nach noch nicht den Anforderungen entsprechend. Am notwendigsten erscheint die Einrichtung von Ambulanzen, um Patienten aus ihren Häusern ins Hospital und aus den Kolonien nach Jaffa zu bringen. Im allgemeinen sind die hygienischen Bedingungen in Jaffa /war besser als in allen anderen palästinensischen Städten oder sogar Kolonien, aber durchaus noch nicht ideaf, besonders durch ungenügende Irrigation. De Häuser der Jemeniten gleichen Höhlen, in denen vier, fünf oder sechs Personen leben. In einem Hause fand die Kommission zwölf Leute, ln allen Straßen des Jemeniten-Viertels Neween Schalom und keiner Umgegend fand sich nur «ne Zisterne, die offen steht und selten gereinigt wird, sie ist eine Brutstätte für Insekten und Bakterien In Zukunft soll auf die Errichtung von Jemeniten* häusern bedeutend mehr Sorgfalt verwendet werden. So lange die Verhältnisse ähnlich wie heute sind, muß man auch weiter die Aufnahmefähigkeit der Hospitäler steigern. Kongressbewegung Der jüdische Kongreß in Kanada Für enge Zusammenarbeit mit der Zionistisefien Organisation. — Für die nationale Heimstätte in Palästina. Für die Nationalisierung des Bodens Der Kanadisch-Jüdische Kongreß in Montreal wurde von dem Geueralprokurator Groof hray namens der Regierung begrüßt. Er erklärte, daß Großbritannien im Aufträge der Friedenskonferenz Palästina yu einem jüdischen Lande entwickeln werde. Folgende Resolution wurde enthusiastisch angenommen; ״Der Kongreß beauftragt seine europäische Delegation, mit der Zionistischen Weltor g a n i s a t i o n zusainmenzuarbei ten, damit die Friedenskonferenz die Bestrebungen des jüdischen Volkes und die historischen Ansprüche der Juden auf Palästina anerkennt und derartige politische, administrative und ökonomische Bedingungen schafft, die die Entwicklung Palästinas zu einem jüdischen Gemein wesen sicherstellen.“ Der Kongreß fordert ferner die Nationalisierung des Bodens, aller Naturschätze und der öffentlichen Verkehrsmittel. Die Legionäre sollen Unentgeltlieh Land erhalten. Der Kongreß nahm ferner eine Resolution an, rn der die Erteilung nationaler Rechte für die Juden der Diaspora gefordert wird. Er faßte den Beschluß, die kanadischen Juden zur Wahrung ihrer nationalen Interessen und zum Studium der Frage der rechtlichen Möglichkeit der Errichtung jüdischer Schulen in Kanada zusammenzufassen. In einer weiteren Resolution forcierte der Kongreß die fünftägige Arbeitswoche, d. h. die Anerkennung des Sabbat!» als zweiter Ruhetag, was deshalb aktuell ist, weil in Kanada von verschiedenen Seiten die Einführung eines zweiten Ruhetages gefordert wird Die Tagung nahm einen Protest gegen die Pogrome und die fremdenfeindliche Propaganda an. Der Kongreß erklärte sich als permanente Institution, die mindestens alle zwei Jahre tagen soll. Es wurde eine Exekutive gewählt, die beauftragt wurde, an der Einberufung eines Wcltkongresses mitzuarbeiten und eine Delegation von drei bis fünf Mitgliedern nach Europa zu entsenden. Ein Kongreß der Juden in der Türkei In Konstantinopel fand eine ״nationale Versammlung des türkischen Judentums“ statt, an der 50 Vertreter aller größeren jüdischen Gemeinden der Türkei teilgenommen haben. Die Versammlung wählte eine Delegation von 3 Personen als Vertreter des türkischen Judentums zur Nationalrätekonferenz in Paris. Gewählt wurden: die Herren Agronom Niego, Rektor des Rabbinerseminars und Historiker des sephardischen Judentums Abraham Da ao n und Redhtsanwalt Emanuel Schalem. De Delegierten, die bereits nach Paris abgefahren sind, wurden beauftragt, im Einklänge init den Vertretern der zionistischen Organisation zu wirken. Die Versammlung hat, wie wir bereits berichteten, einen Nationalrat eingesetzt, der die Gesamtinteressen des osmanischen Judentums zu vertreten hat. Jugendbjind und Kongreß Der Gesamtvorstand des Verbandes ä e r Jüdisehen Jugend vereine Deutschlands tagte am 30. März ds. Js in Berlin. Hauptgegenstand der Beratung war die Frage, ob der Verband angesichts der veränderten Verhältnisse seine Neutralität gegenüber der nationalen Frage aufgeben «oll. De Entscheidung hierüber wird der Delegiertentagung überlassen, die am 8. und 9. Juni ds. Js. in Cassel oder Hannover stattfinden wird. Der Vorstand beschloß einstimmig, der Delegiertentagung zu etnpfeh len, sich an einem jüdischen Kongreß in Deutschland zu beteiligen, jedoch nur an einem solchen, der allen deutschen Juden die Teilnahme ermöglicht; das von zionistischer Seite geförderte Bekenntnis zum ״Jüdisehen Volk“ wurde also abgelehnt. De Frage, ob der Jugendverband als eigene Partei oder in Listen- Verbindung mit anderen Gruppen in die Kongreßbewegurig eintreten soll, wurde weiterer Entschließung vorbehalten. * Emden. Am 0. April hielt Herr Dr. jur. Katzenstein - Bremen einen Vortrag über ״Der jüdische Kongreß in Deutsch lau d“. Eine große Zuhörerschar spendete der Rede lebhaften Beifall. Mit vereinzelten Ausnahmen Unterzeichneten die Anwesenden auch die schriftlichen Zustimmungserklärungen für den Kongreß. Eine überaus lebhafte Aussprache ergab, daß verschiedene der Gegner sich im; Lauf der Debatte ebenfalls der Kongreßkundgebung vollinhaltlich anschlossen. Iserlohn. In einer von annähernd 150 Personen besuchten Versammlung; sprach Herr Assessor D. L e 1 e vv e r über ״die Schicksalsstunde des jüdischen Volkes“. Der Redner gab einen Ueberblick über die Kongreßbewegung in anderen Ländern, die alle auf nationaljüdischer Grundlage zustande gekommen seien!und betonte demgemäß auch die Notwendigkeit eines jüdischen Kongresses aller in Deutschland lebenden volksbewußten Juden. Herr Dr. Leie wer entwickelte dann die Forderungen des jüdischen Volkes an die Friedenskonferenz, deren Berechtigung von dieser bereits anerkannt worden sei. Von gegnerischer Seite war der Versuch gemacht worden, die Versammlung in eine antizionjstische Kundgebung umzugestalten. Zu diesem Zwecke hatte man vor Beginn im Saale Flugblätter des antiziartistischen Komitees verteilen lassen Auch hatte man von Hörde eigens einen Redner komm« lassen, der in einem langen weitschweifigen Refera die Ausführungen des Redners zu entkräften sucht« Der Plan mißlang jedoch. De Argumente des Gegner! wurden vom Referenten vollkommen widerlegt. Hamborn. Am 29. März sprach Herr J. Hem b e r g - Essen in einer vom ״Verein Zion“ einberufen« Versammlung über ״De Wiederaufrichtung des jüdisch« Volkes und die deutschen Juden“. Der Referent spraj über das bekannte Kongreßprogramm. De V« sammhmg zollte dem Redner reichen Beifall Pogrome Verfolgungen in Polen Strafexpedition. — Ausweisungsbefehle. — Entente kommission. Der Polizeikommissar der Stadt Lipsk, Kreit Wierzbirik, reist mit einer Strafexpedition durch alle Städte des Kreises. Am 19. Marz kam er in da Städtchen C z e pi e lo vv. Um Mitternacht wurden samt liehe jüdischen jungen Leute verhaftet. Sodann legte der Kommissar der jüdischen Bevölkerung eine Kontribution von 3000 Mark auf. Die Soldaten die mit ihm gekommen waren, plünderten viele jüdischen Geschäfte aus. Das dauerte drei Tage, vom 20. bi! zum 22. März. Am Sonnabend, den 22. März, kehrt« der Polizeikommissar nach Lipsk zurück und bemerkte dort zufällig das Aushängeschild des Zionistischer! Büros. Er befahl sofort, ihm die Adressen der Ver• waltungsmitglieder des Büros mitzuteilen und begab sich dann in die Wohnung des Schatzmeisters Kirschenblatt, wo eine strenge Haussuchung durch■ geführt wurde. Dann drang er in die Wohnung des Natianalfondskomini-ssärs ein, beschimpfte ihn, nahm die Nationalfondsgelder und ließ den Erschreckten vtr haften. Später wurden auch die sämtlichen Mitglieder des Zionistischen Vereins verhaftet, weil der Verein angeblich unlegal sei. Der Polizeikommissar ordnete an, daß sämtliche Verhafteten, der Zahl nach 50 Persanen, nach W i e r z b n i k (30 km) zu Fuß laufen, im Gefängnis drei Tage sitzen und zu■ rüoklatifen müßten. Als einer der Verhafteten 1200 Rubel für den polnischer Staatsschatz gespendet hatte, wurden die Juden f r e i g e 1 a s s e n. Atu 23. März kam der Kommissar nach Selez. Dort befahl er den Juden zehntausend Kronen für den Staatsschatz sofort auszuzahlen, wei! sich die Vorsteher der jüdischer! Gemeinde nicht in die Aushebungskommission gemeldei hätten (wozu sie gar nicht verpflichtet gewesen waren) Als die geforderte Summe nicht so schnell gesammelt werden konnte, drohte er, sie zu erschießen, und verließ den Ort erst, nachdem man ihm 5000 Rubel irr voraus gegeben hatte. De Warschauer polnischen Behörden erließen 1« diesen Tagen den Befehl, daß alle nicht in Polet geborenen Personen sich sofort zu melde« hätten, ausgenommen davon waren nur Personen, die zwar nicht in Polen geboren, aber polnischer National! tat sind. Diese polizeiliche Meldung hatte den Zvvecl alle diese Personen, zum größten Teil Juden, aus Bola auszuweisen. Den energischen Bemühungen de! zionistischen Deputierte« Orünbau m und Ha rז glas ist es gelungen, eine wesentliche Milderung der beabsichtigten Verfügung insofern herbeizuführen, ah nur diejenigen ausgewiesen werden sollen, die innerhalb der letzten fünf Jahre nach Polen eingewandert sind De politische Ententekommission unter dein Vorsitz des französischen Gesandten Noule ns beschäftigt« sich mit der jüdischen Frage. Das Referat hat der italienische Minister Montag na übernommen, der die Vorsteher sämtlicher jüdischen bürgerlichen Parteien zu einer gemeinsamen Besprechung aufforderte. Diese Besprechung fand Sonntag, den 23. März 1919, zu W a t schau statt. Am 26. und 27. März wurden die jüdisehen Vorsteher zu der Plenarsitzung der Ententekon» mission eingeladen. De Orthodoxen waren durch die Herren Rabbiner Perlmutter, den chassidischra Rebben aus Radzin L e i n e r, und Gemeindevorsteher L. D a v i d s o h n, die Assimilanten durch Konsul B. E i g«:! und Rechtsanwalt Berensohn, die Zionisten durch Dr. G o 111 i e b, Abgeordneter G r ü 11 b a u m und Dr Poznanski, die Volkisten durch die Abgeordneten Hirschhorn und Prilutzky vertreten. De Be sprechungen, die mit jeder Partei besonders geführt wurden, dauerten eine Stunde und mehr. Nur mit den Assimilanten war die Besprechung sehr kurz, dem! sie hatten nichts zu fordern und Neues konnten *0« der Mission nicht erzählen. Die Vorsteher der Par teien reichten ausführliche Exposes ein, in welchen ihre Forderungen im Zusammenhang mit der gegenwärtige» Lage der Juden in Polen dargestellt wurden. Paderewski gegen die Pogrome Laut einer Mitteilung des ״Pressebüros der palnischen Gesandtschaft“ in Wien hat der polnisch« Ministerpräsident Paderewski folgenden Aufruf »» die Bevölkerung Polens gerichtet; ״Böswillige Menschen, denen es darum zu tun 1A Zwietracht und Unordnung in dem wiedererstehenden Polen zu stiften, streuen Gerüchte aus, daß Judenhetze» keinem Widerstande seitens der polnischen SicheitieiD organe, der Polizei und des Miiitärs begegnen werden. Diese Gerüchte verfolgen den Zweck, die ungebildet«1 und leichtg'äubigen Massen zu Ausschreitungen, Gewalttätigkeiten und Plünderungen aufzureizen. In einem freien und unabhängigen Polen stehen alle Einwohner unter dem Schutze des Gesetzes, welches g!eid»mäßi| auf alle, ohne Unterschied der Konfession -und Abs tarn*

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.