Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXIV (1919)
- Issue
- Heft 27 (11.4.1919)
- Date
- 1919-04-11
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
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Nr. n JUEDlSCHE RUNDSCHAU Seile 2CKJ 27 .־ rbildung 31 sind n i st auto äußeren n Staat i dmrdi ny de; * bkto. kufgp.be wachen des ti, der gi'mn: estixmait ter Zu sdi An• sprach« 1lege zu gen zu und in nigtekl Jen ani Denk• durch• ar. Er :rsonal-! 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Die notwendigen Vorarbeiten für die Begrünching der jüdischen Schule sind: Sammlung von ,tatistischem Material, Ausarbeitung von Lehrplänen, vor allem für die jüdischen Gegen- »tände, Heranbildung eines jüdischen Lehrermaterials durch Lehrcrbildungsaiistalten und pädagogisch e*Ku rse, Preisausschreiben zur Abfassung von Lehrbüchern und Propaganda für das jüdische Schulwerk, Die weitere j Aufgabe des Unterrichtsamtes sieht der Referent in j der Reform und Ausgestaltung von Kursen über hebrätsche Sprache und Literatur, Palä ti a’,u::d und ande re jüdisch-wissentschaftliche Fächer, in der Förderung von Arbeiten auf dem Gebiet der jüdischen Wissen- »chaften und Jugenderziehung, endlich in der Einrichtung und Ausgestaltung vor! Bibliotheken. Das Unter-!jehtsamt denkt sich Pr f s o.־ Geiger o ganisatorisdi bestehend aas einem Leiter und einem Beirat, der aus Mitgliedern des Nationalrates, Vertretern der jüdischen Wissenschaft und praktischen Schulmännern bestehen »oll. Es folgte nun eine Aussprache über dieses Referat. Moses Rath vermißte konkrete Vorschläge für sofortige Arbeiten. Es müssen sofort hebräische Kindergärten geschaffen werden Die Sprachenfrage würde in Deutsch-Oesterrcidi keine Rolle spielen, da Schulen in jüdischer Sprache nicht in Frage kamen. Dagegen könnte die hebräische Sprache in weitestem Umfange verwendet werden. Nunmehr ergriff das Wort Herr Dr. Marcus Braude, der Drektor des Jüdi- *dien Gymnasiums in Lodz, der als Gast anwesend war. Er berichtete eingehend über die Verhältnisse!11 Lodz. De Schule, die von ihm geieitet wird, ist eine Mittelschule mit polnischer Unterrichts- *prache in den allgemeinen und hebräischer Unterrichtssprache in den jüdi- *chen Fächern. In diesen wird von der Untersten Klasse an nur hebräisch unterriditet. Sie umfaßt heute «Leben Klassen mit 631 Schülern, dazu kommt eine MädchenschuJe mit fünf Klassen und 3C0 Schülerinnen. Das gesamte Budget beider Schulen beträgt 1/2 Million Mark, welche Summe aus den Einnahmen der Schule gedeckt wird. Zu diesen Einnahmen «)inait ein Zuschuß von 10 000 M. seitens des Lodzer Magistrats. In Polen sind in den letzten zwei Jahren nach dem Muster von Lodz elf Gymnasien des- *eiben Typus entstanden, die sämtlich sich ebenfalls finanziell allein erhalten. Ke Schüler der 8. Klasse, sprechen frei hebräisch, kennen die jüdische Literatur gut und ebenso die jüdische Geschichte. Daneben besteht in Lodz eine Mittelschule mit rein hebräischer Unterrichtssprache ״Jabne“. Für die Wiener Verhältnisse hält Dr. Braude den Typus der von ihm in Lodz geschaffenen Schule für das einzig Mögliche. Die Schule müsse als Musterschule eingerichtet werden, obwohl das große Kosten verursache. Dr. Braude gebe in Lodz viele Tausende aus für Beschaffung der modernsten Lehrmittel. Die Schule besitze ein komplett eingerichtetes physikalisches Kabinett, Lichtbilder usw. Die größte Schwierigteit bildet die Beschaffung von Lehrbüchern und die Heranbildung geeigneter Lehrkräfte. Ke besseren Lehrer sind ziemlich spärlich gesät. Ein hebräischer Lehrer ohne akademische Bildung erhält in Lodz 10 M. pro Stunde, ein!Lehrer der oberen Klassen mit akademischer Bildung 20—25 M. Die Gründung eines Lehrerseminars steht unmittelbar bevor. Das erforderliche Geld, sowie die Räumkchkeiten sind bereits vorhanden und es fehlt nur an einem geeigneten Leiter, Es besteht ein besonderes Amt in Lodz zur Schaffung von Lehrbü ehern, das eventi. jetzt in Zusammenarbeit mit dem Wiener Nationalrat arbeiten könnte. Zum Referat «bergeltend, meinte Dr. Braude, es käme jetzt darauf an, konkrete Forcierungen zu stellen. Diese sieht er in der Schaffung von zwei bis drei Volks- und Mittelschulen mit deutscher Unterricht*- spräche und hebräischer Sprache für die jüdischen Fächer. Sobald die erste Schule vorbanden' ist, ist der weitere Ausbau des Schulwesens Weht. Auch Dr. Braude betont die Notwendigkeit hebräischer Kindergärten, die allein ermöglichen, daß man auf der Schule sdron in der untersten Klasse mit hebräischer Snradre beginnt. Nad*- kern dann noch einige andere Redner das Wort ge- 1'ommen hatten, wurde die Beschlußfassung vertagt. Wir werden über den Fortgang der interessanten Debatte, die wir der ausgezeichnet geleiteten jüdi- *chen Tageszeitung ״Wiener Morgenzeituag“ entnehmen, weiter berichten. Im Zusammenhang mit («m in der heutigen Nummer ebenfalls abgedruckten •־chulplan des Jüdischen Volksrats in Posen gibt der Bericht ein interessantes Material auch zur Frage der jüdischen Schule in Deutschland. Eine jüdische Schule in Berlin Wie wir erfahren, wird die Adaß Jisroel-Oe- ,neinde in Berlin ihren Plan, eine höhere jüdische Schule ins Leben zu rufen, nunmehr in die Tat um- Hdzen, Die Schule wird mit einer Vorschule be- K/nnen, und zwar wird sie mit Rücksicht auf die großen Entfernungen in Berlin eine Anstalt im nördlichen Teil Oes Zentrums und eine andere im Westen oder Nordwesten errichten. Auf diese beiden Vorschulen »!1 sich als gemeinsamer Oberbau eine höhere Sdiu'e anschließen, bei der die Entscheidung, ob sie Realschule, Realgymnasium oder Gymnasium wird, noch nicht gefallen ist. Die jüdischen Fädier sollen in stärkerer Welse als dies bisher in jüdischen Schulen der Fall gewesen ist, im Mittelpunkt des Unterrichts stellen. Kongressbewegung Der kanadlsch-judisclie Kongreß Wie das ״Jüdische Pressebüro" in Stockholm meldet, wurde der kanadisch-jüdische Kongreß am 16. März in Montreal in Anwesenheit von 217 Delegierten und 2500 Gästen eröffnet. Zum Vorsitzenden wurde Herr Lionel Cohen gewählt. Es wurde eine Resolution gefaßt, in der gegen das in Kanada geplante Einwanderüngs verbot Protest erhoben und das Prinzip der offenen Tür gefordert wird. Kongreßbewegung und Zentralverein In Königsberg Wie in den letzten Jahren vor dem Kriege der Gegensatz zwischen Zionismus lind Autizionismus, so wird zurzeit wieder der Kampf zwischen Anhängern und Gegnern der Kongreßbewegung in Kön'gsberg schärfer und .die Gemeinde tiefer erregend ausgetragen als wohl in irgendeiner anderen Gemeinde Deutschlands. Die seit einigen Jahren vom Zentralverein eingesch'ajene antizionistische Richtung soll auf den Einfluß des Königsberger Ortsgruppenvorstandes zurückzuführen sein und von diesem aus lebendig gehalten werden. Von dieser Bekämpfung des Zionismus in Königsberg halten sich die orthodoxe Richtung und die grolle inittelparteiiiehe Gruppe, die zusammen mit den Zionisten die große Majorität der überhaupt am jüdischen Leben Anteil nehmenden Gemeindemitglieder bilden, seit Jahren vollkommen fern; zum großen Teil stehen sic in diesen Kämpfen auf Seiten der Zionisten. Bis zum Kriege war dieser Kampf zwar oft mit äußerster Schärfe, stets aber ־in solchen Formen und mit solchen Mitteln geführt worden, daß das persönliche und gesellschaftliche Verhältnis ungetrübt blieb. Der Abwehrkampf gegen die den Herren offenbar sehr unbequeme Kongreßbewegung wurde jedoch gleich von Anfang an seitens der liberalen Gruppe, die wohl die Schwäche ihrer jetzigen Position deutlich empfand, mit Methoden geführt, die bisher im Königsberger Oemeindeleben nicht Uebumg gewesen waren. Regelmäßig wurde in den zahlreichen Aussprachen seitens der Gegner auf die großen jüdischen Gegenwartsprobleme gar nicht oder fast gar nicht eingegangen, die Diskussion, als wenn es sich nicht um den Kongreß, sondern um den Zionismus handele, sofort geschickt auf die immer gleiche kleine Zahl aus zionistischen Reden und Zeitungen zusammengetragener Entgleisungen und wirklicher oder vermeint- Edier Radikalismen abgelenkt und die paar armseligen Anekdoten mit immer wieder neuer Entrüstung breitgetreten. Selbstverständlich wurden wie anderswo so audi hier die bekannten, offenbar von einer Zentralstelle signalisierten, das Wesentliche der Kongreßbewegung gar nicht berührenden Einwendungen, z. B. gegen die Zahlenangaben der Bewegung in Amerika erhoben, um die Aufmerksamkeit der Zuhörer von der Hauptsache abzulenken. Es war das Bestreben offenkundig, eine gehässige Stimmung gegen die Zionisten zu erzeugen und diese Stimmung durch die systematisch durchgeführte Vermengung von Zionismus und Kongreßbewegung auf die letztere hinzulenken. In einer vom Zentralvereinsvorstand nach dem Beispiel des Kongreßkomitees veranstalteten ״Aussprache im kleinen Kreise", zu der in beschämendem Gegensatz zu jenen Veranstaltungen nur Mitglieder geladen waren, um die Zionisten fernzuhalten, verbreitete sich Herr Gemeinderabbiner Dr. Vogelstein wiederum zum wiederholten Male über den Artikel von Erich Colin und begründete die Benutzung dieser rein persönlichen, von de» politischen Leistung desavouierten Aeußerung eines einzeltien zu politischen Zwecken damit, daß der Aufsatz zwar von der ״Jüdischen Rundschau“ desavouiert worden sei, aber doch nicht gleich in derselben Nummer, sondern erst in der darauffolgenden. Während die Zionistische Vereinigung, von jeher zu denjenigen Versammlungen, in denen zu unseren Gegnern Stellung genommen wurde, ausnahmslos Gäste willkommen hieß, und es grundsätzlich ablehnte, die Gegner auszuschließen und dann die Ab wesenden anzugreifen, wurde die antizionistische Kainpagne seitens des Zentralvereins Vorstandes, bereits seit längerer Zeit, um die Zionisten fernzuhalten, ausnahmslos in ״Mitgliederversammlungen“ geführt, einer Einrichtung, die die hiesige Zentralvereinsgruppe in früheren Jahren, als sie ihre jüdische Aufgabe noch nicht wie jetzt fast ausschließlich in der Bekämpfung des Zionismus sah, nicht gekannt hatte. In diesen Versammlungen wurde die Bearbeitung der Mitglieder und ihrer in liberalster Weise zugelassener Angehörigen gegen den Zionismus nach Ton und Argumenten auf einem Niveau betrieben, das einen großen Teil der Zuhörer in steigendem Maße empörte und abstiell und allerdings das Licht einer öffentlichen Diskussion, in der Zionisten die oftmals geradezu kindischen Ausführungen über Zionismus und Nationaljudentum hätten widerlegen können, nicht vertrug. Ueber die Unfruchtbarkeit Palästinas und die Aussichtslosigkeit seiner Besiedhing wurden den Zuhörern geradezu Zwerchfellerschütternde Dinge aufgebundeii. Nur zweimal ist seit vielen Jahren in öffentlicher Versammlung zum Zionismus Stellung genommen worden, beide Male, als Berliner Redner zur Unterstützung der hiesigen Herren anwesend waren. In der letzten Mitgliederversammlung, in der das Verhalten des Vorstandes auch aus anderen Gründen heftig kritisiert wurde, wurde auch diese systematische häßliche Bekämpfung Abwesender von verschiedenen Mitgliedern in schärfster Weise als flhayal und un ritterlich verurteilt. Das Versprechen des Vorsitzenden, des Herrn Geheimrats Falkenheim, demnächst zu einer Diskussion über die aktuellen jüdischen Fragen gleich wie in der Zionistischen Vereinigung audi die ־ Gegner einzuladen, ist bis jetzt, nach bald drei Monaten, offenbar wegen der gestörten Bahn- Verbindung Berlin—Königsberg, uneingelöst geblieben. Die bereits seit längerer Zeit bei einem großen Teil der Zentralvereinsmifgiieder bestehende Mißstimmung gegen •den Vorstand, der die Ortsgruppe immer ungenierter zum Tummelplatz fast nur noch antizionistischer Parteipolitik umgeschaffen hatte, hatte durch diese Vorgänge stark zugenommen. Als vor kurzem das Kongreßkomitee an sämtliche Königsberger Juden einen Aufruf versandte, sich der Bewegung für einen Konf" ' ' ” " ' ' " “ . Synagogenvorstandes sowie Herr Rabbiner ׳Dr. Vogelstein angehören, ein Schreiben gegen den Aufruf, worin ersucht wurde, keinerlei Zustimmungserkläningcn abzugeben. Hierdurch ist es nunmehr zum offenen Konflikt in der Ortsgruppe gekommen. Eine größere Anzahl von Mitgliedern, darunter Herren, die an erster Stelle unter den Königsberger Juden stehen, haben einen Protest an den Vorstand gerichtet, in dem sie in schärfster Form diesen Bevormundungsversuch zurückweisen. Der Protest ist unter andern! unterzeichnet von den Herren Kommerzienrat George Marx, ,Bankdirektor Marx, Repräsentanten Vorsteher Prof. R Cohn, Rabbiner Dr. Pc ries, Oberkantor Birnbäum, A. J. Lew in. Hermann Lichermann, Lesser Hirsch, Elias Hirse 11. Die Unterzeichner gehören zum Teil ebenfalls den Gemeindekörperschaften an. Gleichzeitig ging sämtlichen Königsberger Juden ein von diesen Herren unterzeichnetes Schreiben zu, in dem es u. a. heißt: ״Die Unterzeichneten Mitglieder des Zentral Vereins weisen auf das schärfste diesen Versuch einer kleinen Anzahl von Herren zurück, die zurzeit den Vorstand der hiesigen Ortsgruppe bilden und in jüdischen Dingen einen Standpunkt cinnehmen, der von dem eines sehr großen Teiles der deutschen Judenheit, auoh 60 weit sie Lm Zeirtralverein vertreten ist, durchaus abweicht. Die große Anzahl der dem Kongreßkomitee bisher von Zentralveremsmitgüedern «!gegangene« Zustimnrungserklüniiigen zeigt erfreulicherweise, daß diese in der Kongreßfrage einen durchaus selbständigen Standpunkt einnehmen. Wir bitten auch Sie, sieh in der schwerwiegenden, die gesamte Judenheit tief bewegenden Frage des jüdischen Kongresses lediglich von Ihrer eigenen ueberzeugung leiten und nicht von Herren beeinflussen zu lassen, die die Kongreßfrage nur von ihrem persönliehen Standpunkte aus betrachten und in keiner Weise zu einem Eingreifen in die persönlichen Entschließungen der einzelnen Gemeindemitglieder berufen sind.“ Die Aktion der Herren des Zentralvereinsvorstandes, die sieh gern als maßgebend in der Gemeinde betrachtet sehen, hatte einen überwältigenden Erfolg. Nachdem seit dem Eintreffen jenes Wariiungsschreibens jetzt etwa zwei Wochen vergangen sind, haben von den nadi hunderten zählenden Unterzeichnern der Zustimmungskarte 2 — zwei — Personen, die in der Gemeinde ganz unbekannt sind, ihre Zustimmung zurückgezogen. * Stettin. Ani 29. März hielt Herr Nah um Goldmann in einer sehr stark besuchten Versammlung einen Vortrag über das Thema: ״Der jüdische Weltkongreß“. Der Redner verstand es, seine Zuhörer von der Notwendigkeit des Weltkongresses, aus dem die Vertreter der Judenheit hervargehen sollen, zu überzeugen. Er wies darauf hin, daß das jüdische Volk zum ersten Male nach Jahrhunderten wieder Politik treibe und auch für spätere Zeit treiben müsse, wenn es sich Palästina als bleibende Heimstätte sichern und seine Interessen wahrnehmen will. Daruin forderte er von jedem Juden das Bekenntnis zum jüdischen Volk. In der Diskussion sprachen von gegnerischer Seite Herr Rechtsanwalt Dr. Brock und Herr Dr. Markuse. Sie waren für den Kongr eßgedanken, wandten sich aber gegen den Gedanken des jüdischen Volk» tuins. Rabbiner Dr. Wiener nahm einen vermittelnden Standpunkt ein und betonte die Notwendigkeit eines Zusammenschlusses der Judenheit. Im Schlußwort wußte der Referent die Gegner durch ein vermittelndes Wort zu versöhnen. Zahlreiche Unterschriften für den Kongreßgedanken waren der Erfolg des Abends. Von der Palästina-Woche des Jüdischen Nationalfonds Der Gedanke einer Palästina-Woche zugunsten des Jüdischen Nationalfonds 11at bei allen unseren Freunden lebhafte Zustimmung gefunden, und diu große Mehrzahl unserer Vertrauensleute, soweit sie augenblicklich zu arbeiten in der Lage ist, hat die Vorbei e:Jungen bereits energisch in Angriff genommen. Diese Arbeit ist um so wichtiger, als die Palästina-Woche möglichst alle Schiebten des deutschen Judentum., mit unserer Idee bekannt machen und Zeugnis für die Bedeutung des nationalen Siedlungswerkes in Erez-lsraei;!Wegen soll. Die Pro pagandamößhehkeiten waren noch nie so aussichtsreich wie jetzt, wo auch die uns fernstehenden jüdischen Kreise gewillt sind״ das durch die Friedenskonferenz bereits garantierte jüdische Gemeinwesen in Palästina zu unterstützen, gleichviel wie sie im übrigen persönlich dazu stehen. Die Palästina Woche kann von entsdieidender Bedeutung für die Stellung des gesamten deutsciien Judentums zu unserer ganzen Palästina-Arbeit werden, wenn nur die Propaganda gut vorbereitet wird. Die meisten größeren Städte haben denn auch bereits ein detailliertes Programm für diese Woche aufgestellt. In Be rlin /. B. ist u. a. vorgesehen eine .Volksversammlung im Brüdervercinshaus, ein musikalischer Abend im Rheingold, an dem Josef Schwarz und die Brüder S p i w a ko w s k y mitwirken werden, ferner zwei Lichtbilder- Vorführ rungen über die palästinensische Kolonisation und das Leben der Ostjuden, bei denen Prof. Dr. L ö w e und Dr. Eli» Auerbach einen erläuternden Vortrag halten, und nicht zuletzt für Sonntag, den 27. April, eine H aussam rnlung, die sämtliche Stadtteile Berlin.