Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXIV (1919)
- Issue
- Heft 27 (11.4.1919)
- Date
- 1919-04-11
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 2G6 ]U EPISCH E RUNDSCHAU Nr. 27 Kr. aitfnehmen können, um dm Zustrom ■euer Einwanderer 4urd1 jüdische Landarbeit *u ernähren. Ich komme nun zu den Ausbildungsmöglidikeiteti, die für die genanntem palästinensischen Berufe in Betradit kommen. Ein Gärtnerei-Lehrbetrieb, der die Mädchen zur •elbständigen Führung eines kleinen bäuerlichen Haushalte vorboreiten 90!], also der Kolonistenfrau, wie den Leiterinnen von Arbeiterküdhen zur Vorbereitung dienen soll, existiert bisher nicht einmal für die deutschen Mädchen, geschweige denn für uns Jüdinnen, die außerdem an diesen Betrieb nodi die Forderung ritueller Haushaltsführung, nationalen Gemeinschaftslebens und der praktischen Erlernung der _ hebräischen Sprache knüpfen*). Idh skizziere kurz 'den Lehrplan einer solchen Musterwirtschaft, deren wichtigster und nicht zu unterschätzender Faktor es ist, an Stelle bekannter ״Gartenbausdhulen“ das alltägliche Leben zum Vorbilde zu nehmen. Sie unterscheidet sich von großen Gütern durch die Begrenzung des Kleinbetriebes, der auch der unerfahrenen Frau in zwei bis drei Jahren Ueberblick und Einsicht in die Arbeit vermittelt. Auf größeren Gütern herrscht stets nur Teilarbeit, und von dem jeweiligen Inspektor, seiner Tätigkeit und Lust m unterweisen, ist die Praktikantin vollständig abhängig. Hier jedoch soll der Lehrzweck Leitmotiv sein, und die Vielseitigkeit der später gestellten Arbeilsforderungen ist nur in gemischter Wirtschaft ,praktisch zu erlernen. Ein solcher Lehrbetrieb dürfte nidit mehr als zehn Schülerinnen umfassen; Haus, Hof, Stallungen und acht bis zehn Morgen Land genügen. Die Ausbildung in Obst- und Gemüsebau und Instandhaltung eines Hausgartens nehst Kleintierzucht: Ziegen, Geflügel, Bienen erfordert zwei Jahre. Auch ein paar Kühe sind nidit zu vergessen. Der Haushalt ermöglicht die Verwertung der Produkte und das Konservieren von Obst und Gemüse. Ein Haushaltungskurs von einem Jahr Dauer kann als erstes oder drittes Lehrjahr angegliedert werden. Audi sollten einjährige Sdiülerinnen für Ländlichen Haushalt und Tierzucht Aufnähme finden. Der Sommer wäre gänzlich der prakti- »dien Arbeit gewidmet, sowie der Erlernung des Hebräischen durch die Mitarbeit einer Palästinenserin. Im Winter fänden theoretisdie Ergänzungskurse statt, au dt für Hebräisch. Nach zwei- bzw. dreijähriger Lehrzeit sind die Mädchen befähigt, sich ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Für diejenigen, die als Jugendgärtnerinnen nach Pafctetina gehen wollen, ist dem bäuerlichen Gärtnereitehrbetrieb ein Jugendgarten angegliedert. Die jungen Mäddien erproben ihre Kenntnisse in der Uebermitthing an Kinder. Für diejenigen Mäddien, die sich in Arbeiterinnen- Gruppen in Palästina ansiedeln wollen, scheint mir das Unternehmen im Messimgwerk bei Eberswalde wie geschaffen. Es wird dort unter Leitung des Agro-!»men Dyk in einem Betrieb für zehn Mädchen gearbeitet — Plätze sind bereits vergeben — die unter einer weiblichen Fachkraft den Gemüsebau erlernen wollen. Rituelle Selbstverköstigung, Da die Mädchen für ihre Arbeit entlohnt werden, fallen die Vorteile meines vorher geschilderten, bäuerlichen Lehrbetriebes fort. Denn um sich zu erhalten, ist rationelle, einseitige Arbeit im Gemüsebau, eventuell auch Tierzucht erforderlich. Die Leiterin des dortigen Betriebes beherrscht Hebräisch. Näheres ist durdi die Berufsberatung zu erfahren. Leider ist das Simonsche Seminar für Schulgartenbau und Handfertigkeiten in Peine seit dem ersten Kriegsjahre geschlossen. Es wurden aber bisher dort nur ausnahmsweise Damen aufgenommen; und da die Riehhing ganz assimilantisdi ist, wäre eine eigene Ausbtldung für die Kräfte aus unseren Kreisen doppelt wünschenswert**). Die anschließende 50 Morgen große Plantage in Peine nimmt Sdiülerinnen auf und veimittelt eine vorziiglidw Ausbildung in feldgemäßem Obst- und Gemüsebau. Gewächshäuser, Blumen fehlen. Die deutschen Mäddien sind meist in der Ueberzahl. Am Sonnabend haben die Jüdinnen frei, aber in der Plantage ist regelrechter Arbeitstag. Die ״Jüdische Stiftung“ tritt ganz in den Hintergrund. Die Führung haben die Deutschen, und vom Direktor werden sozialistische wie zionistische Gesinnung bemängelt. Für Geflügelzucht wäre die Kreisgeflügelzuchtairstalt in Erding bei Freising zu nennen, Kurs 6—12 Wodien. Für Milchwirtschaft und Viehhaltung nimmt die landwirtschaftliche Hochschule Weihenstephan bei Freising nahe Mündien Hospitantinnen auf. Glänzende Bienenzuditkurse hält die Bienenzuditanstalt in Erlangen ab. Obst- und Gemüseverarbeitung gibt in Fadikursen die Obst- und Weinbausdiule Veitshödiheim b. Würzbürg. (Bitte bei den angegebenen Adressen anzufragen, da während des Krieges Kosten Und Dauer der Kurse schwanken.) Am schwierigsten ist das Praktizieren auf einem mittleren Gute und fast ganz aussichtslos für rituell lebende, zieht man es nicht vor, vcm vornherein eine der bekannten landwirtschaftlichen Frauenschulen zu besuchen. Diese sind durchgängig Massenbetriebe mit sdiulgemäßer Führung und dementsprechender Zer- *) Ueber das Gut von Trude Brünn s. w. u. **) Dieser Aufsatz ist 1918 geschrieben. Inzwischen ist am Leipziger Jüdischen Jugendgarten ein Kursus zur Ausbildung von Jugendgärtnerinnen eingerichtet. Splitterung. Aus all diese» Gründe* brauchen wir unsere eigene Farm***). Alle« müssen wir uns bisher hier und dort in Fadikursen zusammensuchen, wenn wir die für Palästina unbedingt erforderliche Vielseitigkeit mit reiner Qualitätsarbeit verbinden wollen. Gerade dort ist ein Mensch nie nur sein eigener Herr. Aller Augen schauen auf uns und fordern. Fordern größte Verantwortlichbeit, tiefste Hingabe •und bestmögliche Ausbildung. Der Wirkungsmöglichkeiten für landwirtschaftlich vorgebildete Frauen sind zahllose, derart variable, daß wohl eine jede den gerade für sie geeigneten Weg einschlagen kann. Die Freude und die Hingabe an den Beruf aus freier Wahl, verbunden mit dem Stolz, teilzunehmen an der Pionierarbeit am Boden unserer Väter wird 1ms Frauen den Druck städtischer Jugend und konventioneller Einengung dort bald vergessen lassen. Jahresbericht des Verbandes jüdischer Frauen für Kulturarbeit in Palästina ״Der Verband jüdischer Frauen für Kulturarbeit in Palästina“ gehört zu den Organisationen, die besonders hart durch den Krieg getroffen und in ihrer Wirksamkeit gestört worden sind. In seiner letzten Versammlung gab Frau Treidel den Jahresbericht, aus dem man mit Bedauern feststellen konnte, wie sehr dieser aufhlühende Verband in allen seinen Bestrebungen durch die schweren Kriegsheimsuchungen getroffen worden ist. Viele wertvolle Mitarbeiter des Verbandes mußten das Land verlassen, das Krankenhaus zu Haifa wurde geschlossen, auch die Mädcftenfarm konnte nicht gehalten werden. Die Spitzenschulen, deren Erzeugnisse sich in den letzten Jahren bei beständig wachsender Nachfrage vorzüglich eingeführt haben, mußten zum Teil geschlossen werden, und diejenigen, die weiter arbeiteten, haften mit ungewöhnlichen Schwierigkeiten betreffs Materialbeschaffung, mit Transportkalamitäten usw. zu kämpfen. Trotzdem hat sich diese Industrie über Wasser gehalten, was um um so mehr anzuerkennen ist, da die jüdischen Arbeiterinnen, ohne weitere Vorbildung die arabischen Muster weiter fortentwickelt haben. Für modern ausgebildete KunstgewerbSeriwien müßte hier ein weites Feld der Betätigung liegen. Immerhin spricht es für die Lebensfähigkeit dieser Industrie, daß es vielen Mädchen gelungen ist, sich durch sie während der Kriegsteuerung zu erhalten. Auch ist zu hoffen, dab sich bei normalen Zeiten die Industrie wieder heben wird. Schon jetzt liegen Nachrichten vor, daß eine größere Anzahl Ware versandbereit fertig lagert. Mädchen aller Kreise und Stände, aus dem Ghetto oder von der Universität gekommen übernahmen einmütig sämtliche landwirtschaftliehen Männerarbeiten, die sie mit Ausnahme des Pflügens auch gut diurchführten. Wieviel aber noch in Palästina von den Frauen zu leisten ist, beleuchtete Dr. Auerbach in seinen Ausführungen. Herr Dr. Au«rbach wies darauf hin, daß che ganze Kolonisation durchweg von der Mitwirkung der Frau, vor allen Dingen bei der Landwirtschaft, abhängig sei. Die Mitarbeit der Frau, nicht nur die positive, sondern auch die, die sie durch Vermeidung unnützer Ausgaben, durch sparsames Wirtschaften leistet, sind der bestimmende Faktor, bei dem Wohlergehen des Land- Wirts. Eine große Aufgabe liegt auch vor der Frau, die als Krankenpflegerin nach Palästina gehen wird. Sie wird, nicht nur als Assistentin des Arztes wirken, sondern auch selbständig als Gemeindeschwester die Frauen zu beeinflussen haben, um ihnen, die teilweise auf ganz primitiven Kulturstufen stehen, die richtigen sanitären Begriffe beizubringen. Besonders den Kinder- und Säuglingspflegerinnen liegt ein weiterer Wirkungskreis of en. Wenn man bedenkt, daß dieSäuglngs- Sterblichkeit in Palästina 50 °/0 beträgt und die Kinder- Sterblichkeit dementsprechend groß ist, 90 wird man cs verstehen, daß Dr. Auerbach die ganze Zukunft Palästinas von der Durchführung der Säuglingsfürsorge abhängig macht und der Ansicht ist, daß ״das Volk in Palästina die Oberhand gewinnen wird, das die geringste Säuglingssterblichkeit aufweist“. Infolge der modernen Hygiene ist in Palästina, überall wo europäisehe Kolonien entstanden, der Stand der ägyptischen Augenkrankheit im Sinken begriffen und stellenweise sogar erloschen. Aehnliche Aufgaben wie die Krankenpflegerin wird die Kindergärtnerin zu erfüllen haben. Wir wissen, daß jedes Haus durch die Kinder sein emtscheidendes Gepräge bekommt. Den Einfluß, den die Kinder im europäisdi geleiteten Kindergarten erhalten, werden sie den Eltern weitergeben, die reinliche Atmosphäre des Kindergartens werden sie in das Elternhaus tragen, und auf diese Weise die Ghettoluft aus den festverschlossenen Räumen treiben. (Ein besonderes Problem, allerdings eins, daß in der ganzen Welt augenblicklich akut ist, wird in Palästina die Stellung desTf a u s p e rs o n a I s bilden. Es ist anzunehmen, daß sich dort ziemliche Schwierigkeiten dadurch ergeben werden, da sich die Angestellten durch soviel Gemeinsames, durch gleiche Rasse, gleiche Religion usw. ihren Arbeitgebern verbunden fühlen und sich ihnen nur schwer im althergebrachten Sinn unterordnen werden. Es empfiehlt sich daher in großzügiger Weise, was ja auch dem allgemeinen Zug der Zeit entspricht, den Angestellten entgegenzukommen, um die sozialen Gegensätze möglichst auszugleichen. Mit dem Prinzip, daö die Hausgehilfin, Gehilfin der Hausfrau im besten Sinne des Wortes ist, und das Haus, mit seinen Mühsalen und seinen Freuden zu teilen hätte, würde ein schönes Zusammenarbeiten der verschiedenen Gesellschaftsklassen möglich, und ein Familienleben im altpatriarchalischen Sinn geschaffen werden. Dr. Auerbach schloß seine Ausführungen mit dem Hinweis darauf, daß auch die berufstätige Frau ihren Hauptberuf nie aus den Augen verlieren darf. Dieser Beruf sei der der Gattin und Mutter, und zwar ***) Seit Drude dieses Artikels ist in Opladen bei Köln ein Gut eingerichtet, das von Trude Brünn, einer Zionistin, geleitet wird der kinderfrohen, kinderreichen Mutter, die freudig dl» Arbeit auf sich nimmt, die eine zahlreiche Kindersdiar mit sich bringt. Denn die Kinder, die Träger der Zu kunft, werden auch über Palästinas Zukunft entscb® den. In unserer Nachkommenschaft ruht die Kraft Pt» lästinas. Von ihr wird es abhängen, ob wir eine dauernd» Vorherrschaft dort werden behaupten können. Mögen uns unsere Frauen Kinder schenken, zahlreich und tüchtig, in deren Hände wir vertrauensvoll die Zukunft unseres Landes legen können. Die ״Times“ über den Wiederaufbau von Jerusalem Der Aufbauplan 111 ihrer Nummer vom 15. Februar bringt die Do* doner ״Times“ einen ausführlichen Artikel über die b» stehencien Pläne zum Wiederaufbau Jerusalems. Dazu schreibt das ״Kopenhagener Zionistische Büro“: ״Dieser Aufsatz geht von dem Standpunkt aus, daß Jerusalem das Zentrum der drei großen Weit• religionen, der jüdischen, der christlichen und der mohai» indianischen, ist, und daß es von Wichtigkeit ist, du Stätten der Traditionen dieser drei Religionen zu erhalte1» und zu erneuern. In dein Aufsatz heißt es: ״Es war notwendig, das Werk des Wiederaufbaus der heiliges Stadt in gewisse Abteilungen zu gliedern, nämlich: a) Wiederherstellung von Werkstätten und Hand industriell; b) Erhaltung des eigentlichen Jerusalem; c) Anlage der neuen Stadt im Norden bzw. eine systematische Ausgestaltung dieser neuen Stadt; d) Reform der Stadtverwaltung und Schaffung eine! Organisation hierzu; e) Festsetzung von Bauvorschriften und Bestin» mungen über die Erhaltung palästinensischer Altertümer, archäologischer Werte und Ausgrabungen, und Erziehung der Bürgerschaft zum Verständnis dieser Bestimmungen, kurz: die Einführung einer Art von Bürgerkunde; f) Schaffung einer Körperschaft beratender Natiu. die von. allen religiösen und nationalistischen Vor urteilen frei sein muß, zur Wahrung der Interessen der heiligen Stadt. Der ״Times“ zufolge ist dieser Arbeitsplan von General Sir Arthur Money, dem obersten Verwaltung» beamten in Palästina, und General Storrs, dem Gou verneur von Jerusalem, aufgesteilt worden, denen eine Reihe von Forschern zur Seite steht. Weiter heißt es in dem Aufsatz: ״Unter allen Unternehmungen zum Wiederaufbau Jerusalems ist vielleicht die interessanteste und wuchtigste das Pro-Jerusalem-Komitee, das von General Storrs geschaffen wurde. Das Komitee ist eine beratende Körperschaft, die in allen Fragen der Bau technik und der Verbesserung der städtischen Anlagen Vollmacht hat. Sie ist durchaus international; Mohammt daner, Christen und Juden sind in ihr vertreten. Do Gouverneur hat den Posten des Vorsitzenden über nommen. Die Verhandlungen werden in französischer Sprache geführt. Ihm steht der Größmufti, das Ober haupt der römisch-katholischen Kirche, der griechische Patriarch, der armenische Bischof, der Vorsteher der jüdischen Gemeinde und der bekannte französische Orientalist Pere Abei zur Seite. Audi führend« Italien« und amerikanische und englische Sachverständige sind vertreten. Das Pro-Jerusalem-Komitee, das von de« Gouverneur ins Leben gerufen ist, will die heilige Stadt nach Jahrhunderten des Elends und der Miß Wirtschaft leiten und einigen. Folgende Arbeiten sind in Aussicht genommen: 1. Die Freilegung der alten Stadt von Salomos bte auf Suleiman des Großen Zeiten, die Erhaltung der Stadtmauer und der alten Bauten; 2. die Errichtung einer neuen Stadt außerhalb diese* Terrains, für die ein besonderer Stadtplan ausgearbeitet wird; 3. die Anlage von Parks; 4. die Pflege des Kunsthandwerks, Eröffnung vo* Suks und Bazaren, Aufstellung von Webstühlen und Ein richtung von Handwerksstuben; 5. die Erhaltung besonders der heiligen Stätten de» Islam, des Felsen-Doms, der Al Aksah-Mosdiee und der übrigen Gebäude auf dem früheren Tempelplatze; 6. die Einrichtung eines Systems technischer Schule», wenn möglich eine Entwicklung der Bezalel-Schule. Beabsichtig t ist, die traditionellen Werkstätten zu fördern durch Einrichtung von städtisch unterstützten Lehrwert» statten, mit einem eigentlichen Lehrlingssystem; 7. die Anlage eines festen Planes für künftige Au» grabungsarbeiten.“ Die Wasserversorgung Jerusalems.!Die ״Times“ brachten vor einiger Zeit eine» Bericht über die neue Wasserleitung, die von der eng lischen Heeresverwaltung für Jerusafe m erbaut worden ist. Die schnelle Anlage der Wasserleitung, die für die Jerusalemer Bevölkerung von großer Wlcb tigkeit ist, ist sehr bezeichnend für den Unterschied zwischen der türkischen und der englischen Verwaltung Seit der Zerstörung des Wasserleitungssystems des He rodes, war Jerusalem von einem unzulänglichen Zuflttft aus den Salomonischen Teichen und aus öffentlichen oder privaten Zisternen, die das Regenwasser aufsammein, abhängig. Die Zisternen waren zum großen Teil eingefallen, faulig und Brutplätze für die Malariafliege. Die neue Leitung, die von Ingenieuren gebaut wurde, bedeutet mit ihrem reinen Wasser einen großen Gewinn in gesundheitlicher Hinsicht. Das Januarheft der ״Quareily Statement of the Palestine Exploration Fund“ druckt den ganzen Bericht von Major Stephen ab der dies hervorragende Projekt zum Nutzen der Bekenner dreier Religionen entworfen und ausgefübrt hat. Ke Notwendigkeit, eine neue Wasserversorgung zu schaffen, ergab sich aus dem Umstand, <faß das Hee! alles gute Wasser ausgetrunken und sogar auch "schon von dem schlechten Wasser genossen hatte, so daß für den Sommer eine Wassernot zu befürchte« war. Die alte Wasserversorgung mit ihren Zisternen hatte eine Vorratsmöglichkeit von 360 Millionen Gallonen und einen Zufluß von 40000 Gallonen täglich aus den Teichen Salomanis. Viele Zisternen waren in der Tat leer oder schmutzig. Aus praktischen Gründen konnte nt» 1m Süden von Jerusalem eine neue Quelle gesucht werden. So fand man in Wadi Arrut, 22 Kilo■ meter von Jerusalem auf der Landstraße na«t> H e bi tntded Aquäd des F knien wurde von Je ffbaut ilortsel liinerh Gallon nehme täglich 1 nie wievie wie d erusa \Va:-se lieh da D zur B ferenz Tage Grund ״Hase sehen Zion“■ wohnt der missio E Sc Fresse Ton ן als in größei Oeffei Staats Schöp Unter! bei, d, wie L sich v dem; daß d s c h i Männ< eine f hat ai zionisi Gefall denen sind. täriScl und i hat ai für de einhel der I dieser gestal Verle! nach noch m a n als ai beson fessor anläßl Teleg fang unter mit f Plan sehe 'iihru möge sowie und a nt ül Jf Paris! öffeni zösisc dem und < reich. ntmgs dc!1 urden ziere! sporn Ansic m P währ ernar erste: r‘gen Seite