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Jüdische Rundschau · 1919-04-11 · Heft 27 (11.4.1919) · page 2

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXIV (1919)
Issue
Heft 27 (11.4.1919)
Date
1919-04-11
Page
– (sequence 2)
Language
German
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Seite 202 J U EDI SCH E RUNDSCHAU Nr. 27 Nr. werden. Ganz wie iin vorrevolutionären Preußen die Wahlreform aus Furcht vor der Sozialdemokratie von Junkern und Schwerindustriellen abgelehnt wurde. Disdte moniti! Mit der Trennung von Gemeinde und Kultus, wie ihn neben der zionistischen Partei auch der orthodoxe Führer M. A. L o e b vorschlägt, scheint sich Herr Ncumann befreunden zu wollen, ohne zu merken, daß die kultuslose Gemeinde, die alle Richtungen umfaßt, mit der Volksgemeinde identisch ist. Er versucht, einen Gegen- Satz zwischen dem zionistischen und dem orthodoxen Reformvorschlage zu konstruieren. Er unterstellt den Orthodoxen die ungeheuerliche Absicht, daß sie die Tätigkeit der Gemeindebehörden, jedes materiellen Inhalts entkleiden «׳ollen, während der zionistische Plan den Gemcinden die Alleinherrschaft im deutschen Judentum übertrage. Tatsächlich besteht aber ein solcher Gegensatz nur in der Idee des Herrn Neu man 11. Noch dreister ist aber der Versuch des herrn Neumann, der noch eben für die Trennung von Gemeinde und Kultus eingetreten war, den jüdischen Nationalismus in Gegensatz zu bringen zu dem ״starken religiösen Empfinden“ der Notablen. Die Herren Notablen sind die Schützer der jüdischen Religion! Die Zionisten aber wollen die tausendjährige, erprobte religiöse Basis zerbrechen, so doziert Herr Neu rn a n n. Wann wird denn endlich auch in der jüdischen Politik der Grundsatz der Aufrichtigkeit zur Geltung gelangen? Möge Herr Dr. Neumann nachlesen und beherzigen, was Dr. R o - senthal einige Spalten weiter ausführt: ״Und was das religiöse Leben selbst betrifft, so ist Religion im eigentlichsten Sinne Privatsache; gedeiht nicht an der Öffentlichkeit und den Krücken der Gesetzlichkeit, sondern im Schoß der Religionsgemeinde, in der Burg de« Gottes- und Lehrerhauses, unberührt und unbehelligt von Recht und Staat, Gesetz und Politik. Die sögenannten ״frommen“ Gemeinden, die sich ganz und gar als private Körperschaften betrachten, ihre Religionsangelegenheiten vom behördlichen Stempel am liebsten völlig befreien, bieten dafür ausreichende und belehrende Beispiele.“ Den einzelnen praktischen Forderungen des zionistisclien Volksgemeindeprogramms steht Neumann hilfs- und verständnislos gegenüber: ״Doch bei Punkt ß., der von der hebräischen Erziehung der Kinder spricht, der die kleinen auf deutschem Boden wadisenden Menschenblümchen ln die Treibhausluft hebräischer Kindergärten überpflanzen und noch die schulentlassene Jugend in jüdischen Fortbildungsschulen von ihren gleichaltrigen Volksgenossen absondern will, der mit dem Gedanken hebräischer Gymnasien und Hochsdiulen sich befaßt, stocke ich sdhon. Das ist ein Grad der Absonderung, der bis zum Kriegsausbruch kaum von den auf angestammtem Boden ehgsjfrdelrtden Nationalitäten verlaitgt wurde. Jetzt freilieft werden solche Forderungen erhoben, bedeuten aber auch die vollständige Loslösung vom bisherigen Staat. Aber selbst von diesem Standpunkt scheint das Verfahren zweckwidrig. Denn bis zur Auswanderung müssen doch die Zionisten hier leben, und die jüdische Volksgemeinde soll ja eingestandenermaßen ein ״Ersatz- E rez-J is roel“ sein für alle, die in Deutschland bleiben.“ Für die körperliche Ertüchtigung der Jugend, die auch von den neutralen und liberalen Jugendvereinen gefordert wird, hat Neumann nur ein mitleidiges Lächeln: ״Daß die jüdischen Gemeinden auch das Turn- und Sportwesen fördern, sollen, ist jedenfalls originell. Allein es unterliegt keinem Zweifel, daß dieser Programmpunkt lediglich für die zionistische Propaganda bestimmt ist und besser den zionistischen Jugend-Organisationen überlassen bleibt.“ Empörend findet es Herr Neuinan n, daß ihm zugemutet wurde, dieser jüdischen Volksgemeinde zwangsweise anzugehören, weil er ja keine andere Stelle zur Befriedigung seiner religiösen Bedürfnisse haben würde. Deshalb stößt er folgende fürchterliche Drohung aus: ״Denn darüber mögen sich die Zionisten keiner Täuschung hingeben: Selbst wenn es ihnen gelänge, durch das neue Wahlrecht mit Hilfe der leicht zu gewinnenden Jugend zwischen 20 und 25 Jahren die langerstrebte Herrschaft in cter jüdischen Gemcindestube zu erlangen, um dann ihre territorialen und exterritorialen Ambitionen zu befriedigen, so werden sie bald das Schicksal der Unabhängigen Sozialisten teilen. Demi die Leute, die nun einmal die berufenen Träger des jüdischen Gemeindewesens sind, die reifen, im Leben erprobteil Männer und Frauen, die ihre Kinder nicht in hebräischen Anstalten für einen jüdisch-nationalen Zukunftsstaat vorbereiten lassen wollen, werden ihnen nicht Gefolgschaft leisten und sich in Gemeinschaften auf religiöser Basis zusainmeiiifindcn, und eine neue Spaltung wäre da.“ Eine solche Drohung־ kann uns nicht schrecken. Die Herren Notablen werden keine neuen religiösen Gemeinschaften gründen, denn sie wissen, daß sie kein M i 11 j a 11 haben werden. Nach dieser schriftstellerischen Kraftlcistung wird Herr Neumann plötzlich schwach, und kleinlaut fügt er hinzu: ״Wenn die nationalistische Auffassung richtig ist, wird sie sich ohnehin in den neuen Gemeinden durchsetzen.“ Ein luddum intervallum in diesem Chaos der Unvernunft! Aber das geht vorüber. Sofort poltert Herr Neumann weiter: ״Zwangsmaßregeln können aber nicht fördern.“ Welche Zwangsmaßregeln meint denn Herr Neumann? Die Notablen Wollten allerdings dem deutschen Judentum durdli Schaffung einer religiösen Zwangsorganisation eine Zwangsjacke anlegen. Wir Zionisten aber wollen die VolksgemeLnde und die auf ihr aufzubauende Gesamt-!Organisation, auf der Grundlage der Freiwilligkeit errichten. Nach den Beschlüssen der Verfassiuigskomrnission in Weimar scheint die Gefahr, die dem deutschen Judentum durdi die beabsichtigte ״Trennung“ drohte, bedeutend herabgemindert zu sein. Die Koroprationsrechte und das überaus wichtige Besteuerungsrecht werden den Gemeinden erhalten bleiben. Auch besteht die Hoffnung, daß die Demokratisierung der Gemeinden in der Reichs Verfassung festgelegt wird. Jedenfalls liegt ein Antrag des unabhängigen Sozialdemokraten Dr. Cohn vor, der offenbar' mit Rücksicht auf die reaktionäre Verfassung der jüdischen GenMlnden ■A!»• die evangelischen und katholischen Gemeinden waren von jeher demokratisch!organisiert, können also nicht gemeint sein — fordert, daß die Rechte der Gemeindemitglieder nicht nach der Beitragsleistung abgestuft sein dürfen, und das Verhältniswahlreeht für die Gemeindewahlen durch die Verfassung gewährl eistet werde. . Eine viel größere Gefahr droht aber durch die beabsichtigte Einführung der Einheitsschule und Trennung von Kirche undSchule dem wichtigsten jüdischen kulturellen Faktor, der jüdischen Volksschule, deren Erhaltung und Ausgestaltung zur jüdisehen Einheitsschule den positiven jüdischen Kreisen seit Jahren am Herzen liegt. Hier zeigt sielt eben der grundlegende Fehler der Auffassung von dfcm rein religiösen Charakter der jüdischen Gemeinschaft und die Notwendigkeit, aus der zweifellos nationalen Struktur derselben die erforderlichen, Konsequenzen zu jdehen. Herr Neumann freilich, der die Demokratisierung ablehnt, für jüdische Kulturpolitik kein Verständnis zeigt, er opfert auch kaltblütig die jüdische Volksschule. ״Träte vollends die Tfennung von Kirche und Schule ein, so würde sich mit dem Schicksal der jüdischen Volksschule dasjenige des jüdischen Lehrerstandes entscheiden, der als gleichberechtigt mit seinen christlichen Kollegen in die Einheitsschule entziehen würde.“ Dks ist alles, was Herr Neumann über eine Einrichtung zu sagen hat, die vielen deutschen Juden ein Heiligtum bedeutet, um dessen Erhaltung jahrzehntelang gekämpft worden ist. Aber auch Steinhardt spricht ahnt innere Bewegung davon, daß die jüdische Volksschule durch die deutsche Einheitsschule beseitigt werde. Er scheint dies als eine unerbittliche Konsequenz des Grundsatzes der Trennung von Staat und Kirche anzusehen. Durchaus mit Unrecht, ln Hamburg ist seit Jahrzehnten die Kirche vom Staate getrennt und die Simultanschule gesetzlich eingeführt, trotzdem sind die öffentlichen jüdischen. Schulen der jüdischen Gemeinde unbehelligt geblieben. Und noch nach der Revolution ist es gelungen, dem maßgebenden revolutionären Lehrerrat in Hamburg, der die Entfernung des Religionsunterrichts aus den Schulen beim A.- und S.-Rat durchgesetzt hatte, klar zu machen, daß die jüdischen Schulen in Hamburg von dieser Maßnahme unberührt bleiben müssen, da sie als nationale Gebilde anzusehen seien und ihre 'Umgestaltung unter Aufrechtcrhaltung der jüdischen Grundlage nach besonderen Grundsätzen erfolgen müsse. Was in H anuburg möglieh ist. muß auch in Deutschland durchgeführt werden. Wir werden und dürfen es nicht zulassen, daß die jüdische Schule ohne Not zur Freude der Assimilanten leichtsinnig geopfert Wird. Die Erhaltung und Umgestaltuing derselben bleibt die größte Sorge für alle positiven jüdischen Elemente. Auf diese allerwichtigste Frage sind in der Sondernummer leider weder Freund noch die beiden Rabbiner Dr. Ros ent ha! und Dr. Elbogen eingegangen. EI bogen fabelt statt dessen von einer ungeheuren Entrüstung, die bei den Berliner Juden über die Beseitigung des Religionsunterricht׳- an den öffentlichen Schulen geherrscht habe. Er beginnt seinen Aufsatz wie folgt. ״In fünfzig Monaten schwerster Kriegserlebnisse hat das deutsche Volk mancherlei über sich ergehen lassen. Daß es das Gruseln nicht verlernt hat, zeigte die Aufnahme der Nachricht über die bevorstehende Trennung von Staat und Kirche. Eine so ehrliche Entrüstung hat man in Deutschland seit dem August 1914 nicht wieder gesehen. Glaubensgenossen, bei denen Wh in 10 jährigem Verkehr niemals ein ftesondfres Int1?1esse für religiöse Fragen wahrzötehmeii Ge!e|eriheit hatte,, äußerten sich in tiefster Empörung über die Beseitigung des Religionsunterrichts an den öffentlichen Schulen. Es gereicht unseren Glaubensgenossen zur Ehre, daß von den beiden hauptsächlichsten Fragen, die mit dein Problem Zusammenhängen, die ideelle der Beseitigung des Religionsunterrichts sie weit mehr bedruckte als die materielle der Aufhebung des Gemeindezwanges.“ Zu einer Zeit, wo das Schicksal des Weltjudentuire sich entscheidet, und wir Palästina aus der Hand der Mächte als unsere nationale Heimstätte empfangen •ollen, Trennu EraChü׳ Herr 1 m •Jers ״A 4!e Au! 4en rei rums j AussCh betrieb weChse willen!dirzel ala Sei •shen El :!halte »eh wer den, w hofft, nisamr mellt v weise 1 •he wi haben. Erfolg« «o geri volle E m den Oe *bspiel gelegt. Und w *rin. 1 In zwinge *ozialis npien unter AussCh Erhöhe landwii düng 1 «n grö Anleihe Herr 1 und gl nalisier eine E diesem landest heit so Aeußei «pro Ch Zu tuen, Bode Nation Bemerkungen zum ״Großen Wagnis“ Max Brods*) Von A r n 01 d Zweig. I. Ein Buch, dessen Rang nicht von seiner Gestaltungskraft, sondern von seiner geistigen Höhe und Struktur bestimmt wird; ein Buch, in dem aus einer ethischen Absicht heraus, mit einem ethischen furor wild umrissen das Bild einer Welt gemalt wird, die den Krieg ermöglichte und von ihm zur Enthüllung gebracht wurde; ein Buch, mit Ingrimm gegen jede Art von Lüge geschrieben, gegen die Gemeinschaftslüge besonders und gegen Je Selbstlüge; ein Buch, ln welchem ein Mensch mit allen schlechten Dämonen seines Ich ringt, bis er sie zwang, sich als segnende Engel zu enthüllen; ein Buch voller Liebe und Musik, ein Buch der Umkehr und des Trostes, die Geburt wirkerider Menschenliebe schildernd, Buch des Hohnes und Buch des Glaubens, der Anklage und der Erschütterung und, uadi allem, dennoch ein zuversichtliches, jasagendes, lebenliebendes Buch: als ein solches Buch ist Brods neuer Roman ״Das große Wagnis“ von vornherein zu benennen, mit ehrenden und dankenden Worten und mit dem Gefühl, daß dem!Dichter neue Kräfte zugewachsen sind — auch wenn das Werte selbst Anlaß zu kritischen Erwägungen wäre. II. Ueber den Gestalten des Romans liegt es wie das Zittern erhitzter Luft; ihre Konturen vibrieren, indeß ihre Farben wie verstärkt erscheinen van prallem Licht; sie haben einen anders als menschlich-bestimmten Umriß, die Undeutlichkeit einer Traumwelt liegt auf ihnen, an che man sich erinnert. Das ist in Brods Stellung zu ihnen begründet: er will mit jeder von ihnen und mit jedem Vorgang, in die er sie stellt, jeder Gruppierung die er sie eingeben läßt, etwas au&drücken, was ihm ungeheuer wichtig ist. Das nimmt ihnen die Unbetengenheit des Seins, die sie eigentlich haben sollten — eine Wirkung, die ganz unabhängig vom Wollen des Dichters ist, wie sfcfc versteht, und die notwendig aus י8*,"'־ “״״8י" seiner Einstellung za ihnen fließt. Eigentümlicher Sachverhalt: jeder Dichter will mit jeder seiner Gestalten eine Absicht von sich ausdrüdeen; aber rm Verlaufe der Konzeption tritt diese Absicht immer tiefer 111 die Fleischlichkeit und Realität der Gestalt zurück. Ist er so geschaffen, oder ist das Erlebnis, welches ihn mit dieser Gestalt und ihrer ganzen Sphäre verbindet, so geartet, daß er dieses Verschwinden der Absichten gestattet oder begünstigt, ohne daß sie darum auch aus dem umdunkelt-gewissen Hintergrund seines Werkgefühls vertrieben wird, dann tritt jener hohe und reine Kunstfall ein, in dem das Sein der Personen nur ganz leise und doch stets ahaibar die Absicht des Dichters mitbringt, indeß die Gestalten selbst, ruhiger Fülle gewiß, ihre Bahn gezogen werden — der Fall des reinen und starken epischen Werkes, der Fall des ״Tycho Brahe“ Anders aber, wenn dem! Dichter die Absicht, der Beruf seiner Personen heftiger im Geiste gegeben ist, als ihr pures Sein; dann verstärkt er gelegentlich, oft unbemerkt, diese Bedeutung seiner Gestalten; und wenn sie ihm! darauf schemenhafter geraten als sein kritisches Gefühl ertaubt, sucht er sich Hilfsmittel in seinem großen Können: er gibt ihnen eine hödhst sichtbare und hörbare Außenseite, er hebt die Geschehnisse ihrer Verstrickungen in volle Sonne — ohne daß er doch das leis Geisterhafte ihres Bedeutens ganz beseitigen könnte. Hat er am Fakt des Bedeutcns selbst die ausdrückliebste Freude, so ergibt sich ein Buch wie ״Schlot) Hornepygge“; ist ihm der Inhalt dieses Bedeuten» zwar unendlich wichtig־, ohne daiß; es das Sein der Gestalten überwältigen darf, so wird das Buch׳, wie das ״Große Wagnis‘!, zwitterhaft und zitternd wie es hier geschil- -dert wurde: es bleibt ein Kunstwerk voller Gestalt und Stimme, voll Luft und Beziehung; aber ihm Liegt ein Essai zugrunde, auf den der Dichter auch nach vollendetem Weifce noch׳ fortwährend zu verweisen scheint. In früheren Kunstzeiten stand dieser Essai in den Gesprächen der Gestalten, aufgelöst und doch allzu deutlich vorhanden; hier ist er verschwiegen — aber er ist deutlich da. III. Dieser Essai enthält mehrere Probleme verknüpft, die eigentlich, jedes für sich, die Atmosphäre eines Kunstwerks ergeben hätten. Die breiteste, mit Leidenschaff durchlebte ist die Entseelung der Welt, in der wir groß wurden und «fie im Kriege ihre notwendig! und abscheuliche Entladung fand(: die Abstraktion vOn allem wirklichen Mitleben, der von der Zeitung, der klischierten Phrase, zerschnittene und vorgetäuschte Kar Mt des Menschen mit dem allgemeinen Leben, drt Entwürdigung des Menschen zur Funktion, die im Kriegt die Entwürdigung des Menschen zum Bedienenden ■einer mordenden Maschine wurde, nachdem er im Frieden zum Bedienenden einer produzierenden oder verwaltenden Maschine mit seiner ausdrücklichen Einwilligung degradiert worden war: ein zeitkritisches und moralisches ProDlem dringendster Art. Das zweite ist die Abweisung jeder Art von vorgetäuschter Regeneration des Zu sainmenlebens, die sich auf Flucht gründet: Flucht vor dem unerbittlichen Blick auf die wahre Lösung des ersten Problems, die da Selbstanklage und eigener Be«- rungskampf ist; Flucht in die Lüge, als ob nur Ztr stände zu beseitigen wären, damit man ins gute Sein treten könne, in dSe Lüge, als ob es iriögfleh wäre, mit dem Menschen wie er heute ist, durdi ftodh so vernünftigen Aufbau einer Gemeinschaft eine Menschen gemeinschaft Vortäuschen zu können; Flucht in die Lüge der AuserwäMtheit, der Isolierung, des künst liehen Staates und echten Pharisäismus. Etas dritte und eminente Problem ist die Durchsetzung der Erkenntnis, daß man bei sich anfangen muß; daß der Mansch das Gute in sich vom׳ Bösen scheiden und «fas Böse aus brennen muß; daß der Anfang der Gemeinschaft das Wollen des Guten, der sich bessernde Mensch ist Und hier tritt, auf neuer Plattform!, das vierte^ oder in neuer Sphäre erste und einzige Problem ein: wie, heißt es in Frageform׳, bessert sich der MSensch? Nicht durch die Seitetzerfleischung «Be eine Eitelkeit, nicht durch den Busch kämpf und die Selbsterniedrigung, die eine Wollust sind, mchit durch die Wonne der Trän«' und durch dten Gertuß der eigenen Niedrigkeit — sondern durdi das schlichte Heraustreten aus dem! als ekelnd erkannten Sein, durch «Be reine, schlichte, der gewonnenen Eikenntnis dienende Tätigkeit, durch das beispielhafte Leben und Sterben. Solange man den Strahl, der aus dem! Seelenauge bricht, auf sich selbst lenkt, auf die ungeheure Wichtigkeit und Einmaligkeit des armseligen Ichs, solange fet man unfruchtbar wie ein Spiegel und vergeblich wie der Schatten einer Kerze An diesem Punkte tritt das Problem] aus der •ethischen an die physist Di kämpf! besond ist), VI Auge Frau s anstatt Lebens Oebun Brief der ma eikenn verspic Dinge, er ist Leben er fal: »chlecl oiemat hier s' von d< falsch, oisses. des Le noch Augen! fühl, e kennte — jec ist der dich, j gessen dein r zu träi Tore s sich d! Welt i M! alle, d

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