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Jüdische Rundschau · 1919-04-04 · Heft 25 (4.4.1919) · page 5

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXIV (1919)
Issue
Heft 25 (4.4.1919)
Date
1919-04-04
Page
– (sequence 5)
Language
German
Belongs to
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1 a 25 JUED1SCHE RUNDSCHAU Seite ISO das Vortrages befaßte sich xntt den jüdischen Zuständen I in Deuischfand und den sich daraus ergebenden not• wendigen Forderungen. In einem Korreferat präzisierte der .erste Vorsitzende des jugendvereins, Herr R.-A. Fichten borg, die ablduiendc Stellungnahme des Jttgendverbandes und Zentralvereins gegenüber dein Kongrv’ll. In der Diskussion, die sich auf zwei Abende erstreckte, spradten außer dem Rabbiner Dr. Freund noch zwei Allere Herren gegen den Kongreß, während die anderen Redner aus der Mitte der Jugend sich entichiedcn für den Kongreß aussprachcn. Zwischen diesen beiden Veranstaltungsabenden lag eine große, vom ״Zen- Iralvcrein deutscher Staatsbürger jüdisdien Glaubens*‘ cinberufene Versammlung, Ln der Herr Dr. Holländer über ״Gegenwart und Zukunft des deutschen Judentun»״ referierte. Zum Schluß seiner Ausführung, die sich vorwiegend auf statistischem Gebiete bewegte, kam Herr l>r. Holländer auch auf den Kongreß zu sprechen, den er auf Grund der Beschlüsse des Vor- Standes des Zentralvereins ablehnte. In der Aussprache führte Herr Otto Lehmann aus, aus welchen Gründen auch das. deutsche Judentum sich politisieren müsse und welche Gefahr seinem Fortbestände drohe, wenn es jetzt nicht zu einer positiven Entscheidung käme. Die folgenden Redner versuchten mit den bekannten Einwiiixien von der Unvereinbarkeit des jüdisch-natio- »alen mit dem deutschen patriotischen Standpunkt, mit dem Betonen ihrer .Zugehörigkeit zur deutschen Kultur, die Ausführungen des Herrn Lehmann zu entkräften und gleichzeitig den Zionismus mit einer großen Handbewegung abzutun. Die Kongreßbewegung m Hannover ist jedoch im Wacliscn. ln nächster Zeit wird eine große Versammlung veranstaltet werden, bei der •sicherlich auf eine große Zahl Zustimmungen Mi rechnen ist. Harburg. Vor kurzem fand eine von Hamburger Zionisten cinberufene Versammlung statt, in der Herr Dr. S. Sch wa ba che r-Hamburg über den jüdi- -chcn Kongreß in Deutschland sprach. Seine mit lebhaftem Beifall aufgenommenen Ausfiihrungen gipfelten in der Aufforderung an die Zuhörer, sich der Kongreßbew׳egung anzuschließcn. Eüic Reihe von Zustiininungscrklärungen wurde abgegeben. In der Diskussion, in der ein Anhänger des Zentralvereins den jüdischen Volksgedanken ablehnte, widerlegten die Herren Dr. G. Bloedc und Alfred Roscnow in eindrucksvoller Weise die gegnerischen Einwendungen. Im Anschluß hieran wurde der Wunsdi zur Gründung einer zionistischen Ortsgruppe zum Ausdruck gebracht. Die nötigen Schritte hierfür sind eingelcitet worden. Chemnitz. Am Dienstag, den, 18. März, sprach an Stelle des erkrankten Herrn Nahum Goldmann der Schriftsteller Arnold Zweig über den Jüdischen Kongreß in ־Deutschland, der einberufen werden soll, um die Aufgaben der jüdischen Volkspolitik m Deutschland in Uebereinstimmung mit dem Judentum der Anderen Länder zu diskutieren. Es gelang dem Redner, «die Versammlung für das Thema zu intcrlasieren und eine belebte Diskussion anzuregen. Soest i. W. Am 8. März hielt Herr Assessor Dr. Oppenheimer in einer von der Gemeinde einberufenen Versammlung über das Thema ״Die Stellung der Juden zum Weltfrieden‘‘ einen Vortrag, in dem er auch die Frage des ״jüdischen Kongresses in Deutschi and“ behandelte, und damit einen offensichtlich großen Eindruck hinterließ. Die Diskussion verlief in der üblichen Weise mit den bekannten gegncrisdicn Einwändcn. Weitere Vorträge sind in Aussicht genommen. Iserlohn. Der Kongreßausschuß für Rheinland und Westfalen hatte die hiesige Gemeinde am 1. März zu einer Versammlung zusammenberufen, in der Herr Leo Kaufmann-Bonn über das Thema: ״Das deutsche Judentum am Scheidewege“ sprach, Auf eine Anregung der Versammlung erklärten die anwesenden Mitglieder des Gcraeindevorstandcs, sie hätten ursprünglich beabsichtigt, den zionistischen Vortrag zu boykottieren. Jetzt aber, wo sie ihn doch gehört hätten, würden sic dafür Sorge tragen, daß ״solche Vorträge“!läufiger — ■T-•-'!1. ■ .1ו«■™ jj _ —■I».I■ —IH—!-L«!■»■■ 11 1!'-־ Literarische fVUtteilunge» ״Der Neu« Orient“ bringt in seiner Nummer 9/10 eine sehr eingehende Besprechung der Schrift von Franz Carl Endres ״Zionismus und Weltpolitik“ aus der Feder von Dr. Schic- Gnger. Nachdem der Inhalt der seinerzeit von uns besprochenen Schrift ziemlich genau wiedergegeben worden is|, wird besonders ausführlich Liber diu politische Stellung des Zionismus zu den Zentralmiichtcn und zur Entente gehandelt. Dr. Schlesinger stimmt dem Grundg«danken von Endres, der die absolute politische Loyale tat der Judcnheit betont, durchaus bei. Doch glaubt er nicht, daß Endres mit seinen Anschauungen über die Motive der englischen Zionistenpolitik recht hat. Er schreibt: ״Aber inan wird der englischen, wie der amerikanischen Psyche vielleicht doch nicht gerecht, wenn man kurzerhand den Egoismus und die Heuchelei als ihr ganzes Wesen hinstellt. Besonders die Ansicht, daß England nach dem Kriege Palästina nur den Ententejuden freigeben könne, hat wenig Wahrscheinlichkeit Nehmen wir den krassesten Egoismus als ausschlieülichcs Motiv der englischen Ziomstenpolitik in — müßte deshalb der Zionismus da9 englische Entgegen* kommen a limine ablehnen? Endres selbst bemünt sich fortwährend nachzuweisen, daß die Türkei allen Grund habe, im eigenen Interesse den Zionismus zu fördern. Die politische Zweckmäßigkeit, wohlverstandenes polbtisches Eigeninteresse ständen im Vordergründe, Weshalb soll dort verworfen werden, was hier gelten darf? Endres betont, daß England den unter seinem Szepter Lebenden so große Freiheiten gewährt, daß ein Haß gegen England in keiner seiner Kolonien, nicht einmal in Indien, zu finden sei. Was hätte der Zionismus mithin zu fürchten, wenn ein jüdisches Palästina ״schließlich eine englische Kolonie würde, mit aller inneren Freiheit, die England nach Endres zu verleihen pflegt?“ II1i3?*s!bea־üra״j 191% Der Gcschaftsführoado Ausschuss der Zio* nistischen Vereinigung für Deutschland hat auch für das Jahr 1919 die Erhebung eines Krlogsbel» träges beschlossen. Der Mindestbeitrag ist entsprechend den höheren Ansprüchen, die an die Orgnniaation gestellt werden, auf 10 Mk. festgesetzt worden. Wir erwarten bestimmt, daß auch in diesem Jahre alle unsere Freunde der Aufforderung des geschäftsführendcn Ausschusses maclikommcn werden, um der Leitung so die Möglichkeit zu geben, die großen Aufgaben, die der Delegiertentag gestellt hat, auszuführen. Zionistische Vereinigung für Deutschland Finanzrcssort 1 Llditheim« Berlin W15, Sächsische Straße 8. Postscheckkonto Berlin 8091. stattfiiideii sollten. Diese Erklärung und der sehr lebhafte Beifall zeigten, wie stark der Abend auf die bisher gänzlich unberührte Judenschaft von Iserlohn gewirkt hat. Die sehr geschickte Leitung des Herrn Assessor Dr. Gold bc rg- Elberfeld sei besonders erwähnt. Kattowitz. Im Anschluß an einen Kongreßvortrag von Herrn Naihum Ooldmajin, der am 20. März stattfaml, bildete sich ein aus Zionisten und Nichtzionisten zusammengesetztes Ortskomitee, dem folgend« Personen angeboren: Josef Altmann, Dr. med. Aron ade, Hugo liandm a 11 n, Siegfried Markus, Oeorg Neumann Oberlehrer Dr. Unna, Dr. Weissmann, Frau lda G o 1 d 91 e i n. Der Kampf um die Demokratisierung der Gemeinden in Deutsch-Oesterreich Wie in Deutschland, so ist auch in Oesterreich ein lebhafter Kampf entbrannt, um das Wahlrecht der jüdischen Gemeinden demokratischer zu gestalten uml durch Heranziehung aller Kreise der jüdischen Bevölke• ruiig die Gemeindearbeit wieder zu beleben. So beschattig tc sich die Wiener Jüdische Gemeinde in ihrer Sitzung vom 13. März eingehend mit dem Wahlrecht. Es lag der Entwurf einer vor 14 Tagen gewählten üememdekommission vor, der gegenüber den früheren Entwürfen wenigstens insofern einige Verbesserungen zeigte, als er die Kurie der Höchstbcsteuerten besei• tigte und das Wahlrecht der Frauen und Beamten um eine Nuance erweiterte. Auf der anderen Seit« bcdeutet der Entwurf, von seiner Rückständigkeit im allgemeinen abgesehen, vor allem dadurch einen bedaucrlichen Schritt rückwärts, daß er das Erfordernis der Staatsbürgerschaft aufstcllt, das im! bisherigen Statut nicht gefordert worden ist. Dieser Versuch, den Ausländern das Wahlrecht zur jüdischen Gemeinde zu e»tziehen, ist natürlich von den nationalen Vertretern mit aller Schärfe zurückgewiesen worden. Trotzdem wurde diese Bestimmung angenommen und die Sitzung dann vertagt. Aus der Debatte ist zunächst die Rede Dr. P I a s c 11 k c s hervorzuheben. Er wies darauf hin, daß das Westjudentum, längst untergegangen wäre, wenn es nicht ständigen Zuzug aus denn Osten erhalten hätte. Deshalb müsse der Kampf gegen die Ostjuden endlich aufhören, und es müsse aut das Schärfste gegen eine Regelung protestiert werden, die den galizisehcn Juden zwar die Steuern aufbürde, ihnen aber das Wahlrecht nehme. Es handle sich liier nicht um eine zionistische Parteisadle, sondern um eine Sache der Gerechtigkeit Sehr bemerkenswert ist noch folgender Abschnitt über die Stellung der deutschen Juden: ״Was Endres zum Schluß fordert, die deutschen Juden sollten vor allem deutsche Politik treiben, ist gewiß für die dcutsehen Zionisten voll bereditigt. Aber er scheint zu übersehen, daß der Zionismus, die zionistische Organisation ja keine deutsche Judenorganisation bildet. Die Mehrzahl der Zionisten, lebt in Rußland, Amerika, Großbritannien mit seinen Kolonial, Für diese Zionisten gilt ebenfalls die Forderung, die Politik Ihres Landes zu treiben, wenn anders sie nicht mit ihren staafs» bürgerlichen Gefühlen und Pflichten in Konflikt geraten sollen. So gelangen wir aber zu der Ucberzeugung: die zionistische Organisation als Ganzes ist neutral und muß streng neutrale Politik treiben. Die Gcsamtlcitung der zionistischen Organisation aber hat die Aufgabe, aus den von den einzelnen Landesverbänden jeweils gelieferten Materialien ein einheitliches, festgefügtes Gesamtgebäude aufzuführen: eben die völkerrechtliche, von allen Mächten verbürgte Sicherung der jüdischen Heimstätte in Palästina,“ Dieselbe Nummer des ״Neuen Orient“ beschäftigt sich nodi an zahlreichen anderen Stellen mit Palästinafragen. Es werden Zeitungsstimmen über die Vorhandlungcn der Friedenskonferenz mit der zionistischen Delegation zitiert, es wird über die Stellungnahme des Emir Faisul berichtet, und es werden wirtschaftliche Nachrichten» über den Handel Palästinas abgedruckt. ln der Berliner medizinischen Fakultät promovierte der Abiturient des hebräischen Gymnasiums in Jaffa, Alexander Salzroann (Tel•Avivi), mit der Inangunaldisscrtation ״Das Trachom in Palästina“. Die Arbeit wird nächstens in der deutschen fach* wissenschaftlichen Zeitschrift ״Die Augenheilkunde“ erscheinen. Dann führte Dr. Carl Pollak aus, daß die Rabbiner und Lehrer unbedingt das Wahlrecht erhalten müßten, da der Gemeinde nur daran gelegen sein kann, wirkliche Fachleute für die Gemeimlearbeit zu erhalten. Ei sprach dann ausführlich über den grundsätzlichen Unter schied zwischen der nationalen Auffassung der Auf■ aben der jüdisdien Gemeinden und der 'Auffassung eter, die nur eine jüdische Konfession anerkennen wollen. Dagegen sind die llcsdilüssc, durch die man in Linz am 23. Februar das Gemeimlestatut geändert hat, von grundsätzlicher Bedeutung und bedeuten den ersten Schritt zur jüdischen Voiksgemeind«. Während das alte Wahlstatut nur demjenigen das aktive Wahlrecht gab, der Steuern zahlte, ist diese Bestimmung im neuen Wahlstatut gefallen. Den Frauen ist das Wahlrecht gewahrt worden. Dagegen ist die Bestim mung, die das deutsch österreichische Staalsbürgerredh! voraussetzt, auch ins neuen Walilstahit erhalten ge blieben. Das ukrainische Vorparlament gegen die Pogrome Das Präsidium und eine spezielle Kommission des ukrainischen Vorparlaments in Winnitza richteten wie das ״Jüdische Pressebüro“ in Stockholm meldet, an die Bauern, Arbeiter und Soldaten der Ukraine folgenden Aufruf: ״Unsere Volksrepublik durchlebt eine schwere Zeit. Ein heldenmütiger Kampf für die Unabhängigkeit und Selbständigkeit des Landes wird auf allen Fronten ausgefochtcn. Weser Kampf erfordert eine große Kraftanstrengung. In dieser schweren Zeit verüben Feinde der ukrainischen Volksrepublik räuberische Taten, sie inszenieren Pogrome, morden jüdische Frauen und Kinder, sowie auch Angehörige anderer Nationen. Mit lügnerischen Provokationen suchen die Vatcrlandsverräter die Arbeiter und Bürger zu verblenden, zu Pogrome» und zum Vergießen unschuldigen Blutes zu verleiten. Soldaten, Bauern und Arbeiter folgen in ihrer Unwissen• heit den Lockungen dieser Verräter, womit sie das Glück des eigenen Landes vernichten. Das Präsidium fordert Euch, tapfere Soldaten, auf, Pogrome und Totschlag zu bekämpfen, Es ist Eure Pflicht, die ukrainische Armee vom Schandfleck rcinzmvaschen und das Frohlocken der Feinde zum Verstummen zu bringen. Wir fordern die gesamte Arbeiterschaft und das gesamte Bauerntum auf, die Amtshandlungen zu unterstützen, die dazu bestimmt sind, gegen die Pogromanstifter und Provokatcurc strengstens vergehen zu können. Eine aus Repräsentanten aller politischen Parteien der Ukrainer und Juden zusammengesetzte Kommission ist ins Lcbcu gerufen, die die Untersuchung der Pogromangelegenheiten durchzufüliren haben wird. Verteidigt Eure Fahne, die Fahne der brüderlichen Befreiung, die Fahne des Kampfes, bekämpft die Pogromanstifter und Provokateure, die alle Errungenschaften der Nation zu vermelden drohen.“ Der Aufruf trägt die Unterschriften von ürdrina als Präsident und Woron als Sekretär des Vorparia• mentes. Ein Protest ukrainischer Sozialisten Der ,.Rabo 111 i t s« 11 a ja Schisn“ in Stanislau zufolge erließ das Zentralkomitee der ukrainischen sozialistischen Arbeiterpartei einen Protest gegen die in der Ukraine vorgekommenen Judenpogrome. Alle!Mitglieder der Partei werden aufgefordert, an der Verfolgung der Schuldigen mitzuwirken. Die -Partei verurteilt alle Ausschreitungen dieser Art, die die Revo* lution und die Vereinigung der Proletarier aller Völker gefährden. Die Jaden in Tschechoslow&kien Am 22. März 1919 wurde die Si t zung de r mäh rischen Nationalräte in Brünn eröffnet. Dr. An■ gelo Gold stein erstattete das Organisationsreferat, das auf den Beschlüssen des in Prag abgchaltenen jü• dischen Kongresses beruhte. In jeder Gemeinde sollen Volksräte eingesetzt werden, die aus Vertretern der Nationaljüdischen Vereinigung, der Zionisten und Poale• Zion, der Orthodoxie und der Kultusgemeinden bestehen. Die mährischen Volksräte sollen einen Landesrat in Brünn bilden, der die Exekutive des Prager Nationalrates in mährischen Angelegenheiten sein soll. Nach einem Finanzreferat erstattete Dr. Ludwig Singer das polt• tische Referat, wozu Prof. Dr, Engel das Korreferat er stattete. Dr. Singer führte aas, uaß der Augenblick, in welchem dem jüdischen Volke Palästina als natkmaie Heim statte zuerkannt wurde, gleichzeitig durch ein unerhörtes Aufleben des Antisemitismus, auch in Mähren, gekciui zeichnet sei. Die Regierung denke zwar nicht wie das I Volk, lasse sich aber von der Volksstimme leiten; das sei besonders bei den untergeordneten Behörden der Fall. Der wirtschaftliche Boykott nitrunf zu und muH in straffer Organisation bekämpft werden. Die Delegierten der tschechoslowakischen Juden in der Schweiz und in Paris seien genau informiert und arbeiteten für die wirtschaftlichen Rechte. Im Anschluß daran berichteten die Referenten über die Audienz der Herren Prof. Dr. Engel, Dr. Max Brod und Emil Waldstcia vom Jüdischen Nationalrat bei Präsident Masaryk. Die Audienz dauerte mehr als % Stunde und wurde in denkbar freundschaftlichster Form geführt. Präsident Masaryk wurde auf alle Mißstände und Beschwerdepunkte, über welche die Juden in der Republik Klage rühren, aufmerksam gemacht Massaryk versprach, in allen angeführten Punkten, auch in der Frage der antisemitischen Agitation, in der Boykottfrage und der Früchtlingsfrage seinen Einfluß geltend zu machen. Ins besondere sprach er seinen lebhaften Unwillen über die Hetzpresse aus. Die Deputation hatte den Eindruck, daß der Präsident von dem besten Wille»

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