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Jüdische Rundschau · 1919-04-01 · Heft 24 (1.4.1919) · page 2

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXIV (1919)
Issue
Heft 24 (1.4.1919)
Date
1919-04-01
Page
– (sequence 2)
Language
German
Belongs to
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Seite 178 JU EPISCHE RUNDSCHAU Nt. 34 1 Nr. : 1>׳; ן4! habe zwar das Große A. C. verhindert, Sitzungen abzuhalten, aber seine einzelnen Mitglieder seien untereinander in persönliche Berührung gekommen. Jetzt sei es notwendig, daß das G. A. C. zusammcntrete, und die Kommission empfehle, daß das E. A. L. in diesem Situte benachrichtigt' würde. Der Tod Dr. Tschlenows habe eine bedauerüdic Lücke in die Zusammensetzung des E.A.C. gerissen,, aber Dr. Wcizmann sei als Mitglied dieser Körperschaft kooptiert worden, und die Kommission empfehle der Konferenz, diese Aktion da- <lur<* m bekräftigen, daß das E. A. C. als die gesetzliehe Vertretung der Bewegung angesehen werde. Unter den anderen Vorschlägen der Kommission seien noch die Errichtung der Büros in London und Kopenhagen genannt, die sieh mit den allgemeinen zionistischen Angelegenheiten sowie mit den Enrigretfonsfragen he• sduftigen sollen. Zweigemigrationsbüros in anderen Umdern sollten errichtet werden. Es wurde ferner vorgeschlagen, daß ein Jüdischer Rat in Palästina zu errichten sei, der alle jüdischen Elemente in die Lage setzen solle, an dem Werk der Errichtung einer nationalen Heimstätte mitzuarbeiten. Die Detailvorschläge der Kommission wurden zur Vertagung gestellt. Die Dien s t a g s s i t z u n g. Die nationalen Rechte. Bei Eröffnung־ der Dienstagssitzung־ wurde ein Be grüßungstelegramm der armenischen Delegation in Paris verlesen, ebenso eine Botschaft der Misra chj-Organisation. Die Wiederaufnahme der Debatte über die Organisationskonrmission wurde verschoben. Herr M o tzkin erstattete einen Bericht der Kornmission für nationale Rechte. Er führte aus, daß selbst wenn man jährlich mit einer großen Einwanderung nach Palästina rechnen könne, noch MiSBonen von Juden in allen Ländern der Welt zurüekWeibeai würden. Neue Staaten mit einer großen jüdischen Bevölkerung seien in der Bildung begriffen. Einige vom ihnen hätten sidi bereits zugunsten der gleichen Rechte für die Juden erklärt, aber trotzdem hätte mau bei einigen dieser Staaten Grund, an der Aufrichtigkeit ihrer Erklintagen zu zweifeln. De Zionisten sind der Ansicht, daß die bürgerlichen Rechte für die Juden so lange unzulänglich sind, als man ihnen nicht auch nationale Rechte zugesteht, die adern ihre Position sichern können. De |uderi ganz Europas haben seit Jahren in diesen» Sinne gewirkt, und es sei durchaus notwendig, daß ■: '«Min a0W*f friedenskon ferenz auf diesem Prinzip( bestehe. ׳di».,■׳Sorte Jadte»;« 4'׳dte׳:־Sdr‘diesw:,lö»1de«BJ|p1B«-ctes־‘}öfe(h**n ■Volkes «hiersetzen und bestritt, daß die Elemente, die Herr L u er e n Wof f vertrete, das־ jödisd» Volk darstellen. Er unterbreitete ferner• eine Reihe von dringenden Resolutionen für die Friedenskonferenz, die forderten, daß in dem neuen Euro!» die Juden als nationale Wesenheit angesehen weiden müßten, mit dem Recht, ihre eigene Sprache zu gebrauchen, daß sie 1!n Völkerbund vertreten sein müßte, und daß ihre Forderungen auf Schadenersatz für die Kriege- und Pogrom Verluste anerkannt werden müßten. Hierauf entwickelte steh eine Diskussion, in deren Verlauf die Wichtigkeit dieser Frage din* die verschiedenen Deiegperten ׳ festgestellt' wurde. Es wurde :feetqot d״{־ °<־;■ amem;'״isch u'dische ■ &' die Ansprüche der Juden in ׳ de« ..verschiedenen Ländern auf nationale Rechte unterstützen, gefaßt habe. Einige Redner unterstrichen M o t z Jr! ת s 'Bemerkungen bezüglich der Tätigkeit des Herrn Lucien Wolf und verlangten, daß durch öffentüdie Meetings Idargesteilt werden müsse, daß das Joint Committee nur eine Fraktion des jüdisdien Volkes darstelle und die Wünsche der Majorität in keiner Weise vertrete. Herr Pilichowsky legte der Konferenz dst, daß ia «fiesen Vorschlägen eine Gefahr läge. Man könne das jüdische Volk nicht teilen, und alle die, die nicht bereit seien, gemäß den Vorschlägen der Kommission in die Reilien der Assimilanten treiben. Er behauptete, dies sei eine Fr^ge, die man eigentlich auf einem allgemeinen jüdischen Kongreß diskutieren müsse. Herr Mo tzk in führte im. Laute seiner Erwiderung aus, daß anztmehmen sei, daß die Juden bei der neuen politischen Konstellation Europas überall in den Staaten die einzige nationale Minorität bildert w%- den, und dies mache ehe Frage zu ׳riuer ausschließlich S"' 'ischen. In gewissen Ländern habe man kürzlich en bestraft, weil sie jidisch gesprochen hätten. Als Israel Cohen in Polen war, war es ihm ausdrücklich verboten worden, jidisch zu sprechen. Die Polen wollen die jüdischen Schulen unterdrücken. In den polnischen Gerichten werden die Juden gezwungen, polnisch zu sprechen. Was die Bemerkungen des Herrn Pilichowsky anbeträfe, so glaube er, daß Herr Pili chowsky wohl die rechte Fühlung־ mit dem Wesen des jüdischen Volkes verloren habe und eie Tiefe ihrer Empfindungen nicht ermessen könne. De Resolutionen wurden mit kleinen Abänderungen angenommen. Die Mittwochssitz u ng. Weizmanns-Rede. De Rede Dr. Wei zmanns wurde mit großer Spannung erwartet. Dr. Weizmaren, dem beim Betreten des Saales lauter Beifall entgegenbrauste, führte aus: ״Am letzten Mittwoch teilte man uns mit, daß wir aufgefordert wenden würden, am Freitag zu erscheinen, und wir trafen entsprechende Vorkehrungen. Am Mittwochabend wurden, wir jedoch von der manzösischen Regierung• telephonisch benachrichtigt, daß schon am nächsten Tage die folgenden Herren vor der Konferenz erscheinen sollten: Sokolow und Dr. weUmana für die Zionistische Organisation, Jacob de Haas für die amerikanischen Zionisten, Andrö Spire für die französischen Zionisten und Herr Sylvam L£ vi als Vertreter der französischen Juden. Das brachte un« etwas aus dem Gleichgewicht, und wir teilten der französischen Regierung telephonisch mit, daß wir erwartet hätten, für Freitag eingeladen zu werden. und daß der amerikanische Vertreter am Donnerstag nicht erscheinen könnte; ferner, daß wir wünschten, Herrn Ussischkin als Vertreter der russischen Zionisten eingeladen zu sehen, und schließlich fragten wir, wen Herr Levi denn vertrete. Man antwortete uns, Herr livi vertrete die fra««ösisd»en> Juden, und Itedayerte, daß der amerikanisdhe Vertreter nicht dabei sein könne, aber inan könne den Termin nicht mehr von Donnerstag auf Freitag verschieben. Am selben Abend versuchten wir, Herrn Levi autaisuchea, doch war er in der Oper. Wir setzten uns auch mit dem Flugkorps in Verbindung und fragten an, ob es möglich wäre, Herrn de Haas in einem Flugzeug herüberzubrrngen. Man erwiderte uns, das Wetter sei im Augenblick nicht geeignet, aber wem» e® sich aufklärte, würde man uns einen Aeroplau zur Verfügung stellen. Wir wendeten uns ferner an die englische und amerikanische Regierung lind legten förmlichen Protest gegen die Aenderung des Termins ein, der die Abwesenheit des amerikanischen Vertreters zur Folge hätte. Die Regierungen erwiderten, daß sie an dieser Anordnung keine Schuld träfe, da sie vom Sekretariat der Konferenz erfolgt sei. Am Doanerstagmorgen wurde Herr Syivain Levi telephonisch benachrichtigt, ur»d er besuchte uns. Als er kam, war Herr Sokolow allein im Zimmer. Er sagte ihm, wir gingen zu der Konferenz im Namen der zionistischen Beweguiig und hofften und petzten voraus, daß er sich nicht in Opposition zu uns stellen würde. Er erwiderte, er würde es vielleicht notwendig־ finden, uns zu opponieren. In diesem Augenblick trat ich ein und wiederiwlte, Was Herr Sokolow gesagt hatte. Herr Levi sagte aber wiederum, er bedauere sehr, uns möglieherweise doch opponieren zu müssen. Wir überlegten, Was wir tun sollten. Wir verteilten die R-ollen. Es wurde abgemacht, daß Herr Sokolow beginnen sollte, indem er den ersten Teil unserer Vorschläge, den historischen Anspruch des jüdischen Volkes auf Palästina, iu einer kurzen klaren Ansprache von 6 bis 8 Minuten darlegen sollte. Wir hatten das Gefühl, daß wir die Konferenz nicht lange aufhalten dürfte«, daß ■es besser wäre, kurz, aber präzise und Klar zu sein, tnn so der Konferenz Gelegenheit zu geben, Fragen zu stellen, falls sie das wünschte. Dann sollte ich die weiteren auf Palästina bezüglichen Punkte darlegen. Herr Ussischkin sollte unsere Vorschläge durch eine Erklärung im Namen der russischen Juden unterstütze«, und Herr Spire die Hauptpunkte zusammenfassen. Folgendes begab sidi nun: Wir wurden am Donnerstag Nachinitta״ um ‘/a4 Uhr in ein Bcratungszimmer geführt. Herr Sokolow־ Welt eine sehr kur«, prägnante Ansprache in französischer Sprache über den <-'18161־» Punkt und verwies auf die Erklärungen, die 16׳n» de« verschiedenen Regierungen abgegeben .wardf«׳ seien,.. E£״b«sc|ris:jb die JahÄiwlerte-'älte £»-“• ^M׳ßcl1köt.des..jp|iscäp1i'׳.,VmeiI.§n .^ez Isfäel,׳ "zeigte,-־•׳ c&ß-.alle'. Jüdischen .Fragen• Wirklichkeit• unr~Er«z Israel •kreisteni und daß M#‘cjesMb die Gründung eines jüdisch nationalen Heimes in Palästina forderten. Ich stand Herrn Sokolow, gegenüber Und ohne sentimental 4« sein, konnte ich sehen, wie 2000 Leidens- Jahre des jüdischen Volkes auf seinen Schultern lagen, hei-ne rußige, würdige Ansprache machte tiefen Eindruck auf die Versammlung, Sie wurde ins Englische übersetzt. Dann behandelte ich die ökonomische Lage des jüdischen Volkes und sagte, der Krie* bitte die -Juden und da# ludentum viel mehr geschwächt ads Jedes andere Volk, U*d w Ä», fÄera u«t vor tut* «titelte.׳«! Äpllili» «fes(» Wirt. Pie Lösung'Oe« dbltnis,. ־’das׳ hauptsächlich die Heimatlosigkeit des jüdischen Volkes beträte, könnte nur in der Errichtung einer nationalen Heimstätte gefunden werden. Meine Anspräche dauerte א bis 7 Minuten. Dann hielt Herr Ussischkin eine furze, prägnante Ansprache jn hebräischer Sprache. Herr Andte Spire unterstützte unsere Forderungen im Namen der französischen Zionisten und verwies in glücklicher Weise aut die Dienste die Frankreich der Sache der Freiheit geleistet nat. Danach sprach Herr Syivain L e v i. Seine Recte bestand aus zwei Teilen. Im ersten Teil strebte er in den Himmel, und int zweiten kam er sehr pJurap auf •die Erde zurück. Im ersten Teil der Rede schilderte er die Gründung der jüdischen Kolonien in Palästina, die Entwicklung des Hebräischen und die Arbeit der Chowewe-Zion, des Barons Rothschild und der Alliance Israölite. Er gab zu, daß «las Werk der Zionisten vom moralischen Standpunkt aus von großer Bedeutung sei. Der Zionismus habe die jüdischen Massen aufgerichtet und sie nach Palästina orientiert“. Im zweiten Teil der Rede stellte er drei Behauptungen auf: 1. Daß Palästina eia kleines und armes Land sei, daß es bereits eine Bevölkerung von 600000 Arabern haße, daß der jüdische ,,Standard Qf jjfe« höher sei als afer arabische und dahin fuhren würde, den Arabern di re Rechte zu schmälern, 2. daß die Juden, die nach Palästina gehen würden, hauptsächlich russische Juden seien, mit ״explosiven Tendenzen“, 3. daß die Errichtung einer nationalen Heimstätte in Palästina das gefährliche Prinzip doppelter jüdischer Rechte einführen würde. Diese Frage, sagte er, sei von besonderer Bedeutung für Frankreich als der Hauptmacht in den Mittelmeerländern. Herrn Levis Rede dauerte 20 Minuten. Als er schloß, fühlten wir uns sehr verlegen. Nicht, weil wir glaubten, er hätte einen tiefen Eindruck auf die Konfcrenz gemacht, sondern weil wir seine Einwände als einen Uiillul Haschern empfanden.. Wir berieten, was wir tum sollten und hatten eine kurze Unterredung. Folgendes mußte erwogen! werden: Wir hatten jeder 5—6 Minuten lang gesprochen, während Herr Levi 20 Minuten lang gesprochen hatte. Wenn wir um Erlaubnis baten, seine Argumente zu widerlegen, so wurde aus der Sitzung eine Dskussion zwischen uns und Herrn Lövi, und das wäre nicht der Würde entsprechend gewesen. Unser Dilemma wurde jedoch glücklicherweise wie durch ein Wunder behoben. Herr La!»sing, der amerikanische Staatssekretär, wandte sich plötzlich an mich: ״Was verstehen Sie unter einer jüdisch-nationalen Heimstätte?“ Das gab uns die Gelegenheit, Herrn l€vis Argumente gründlich zu widerlegen. Ich stand aaf lind gab eine eingehende Erklärutig. Dann fragte ich Herrn Lansing, ob ich mich deutlich ausgedrückt hätte, und er erwiderte: ״Absolut“. Danach ging ich auf Herr« Syivain Ldvis Bemerkungen ein und sagte, die zionistische Aufgabe sei sehr schwer, aber nicht schwerer als die jetzige Lage des jüdischen F Die Die vcr’.erei Volkes, und es handele sich nicht darum, ob Ae «hw« sei, sondern Ob sie möglich 8fl Ich gab «nf kur; technische Darlegung dieses Punktes und stützte n»i® # ein Beispiel aus de» vom Frankreich gemachte» 6» fabruagen: Vor 30 Jahre« gab es in Tunis 4^080 Bd wohner, heute sind es 800000. Was die Franzose» k» Tunis leisten konnten, das könnten die ludet! mit Jüdischem Wißen, jüdischem OeWe, jüdischer Kraft um jüdischem Enthusiasmus in Palästina auch leistet!, W5* die Frage der doppelten Nationalität beträfe, so 5« alchüL ,, in unseren Vorschlägen, was sich auf dieses Prinzip! v״‘ri ' 1 stützte. In diesem Sinne könnte eher dfe AlHancel Israelite als Beispiel für die Einführung einer doppelte»! , Nationalität gelten. Es gäbe wenige Juden, die der■?l. artige Bedenken hätten, während 95 <yo des jüdische»!"' 4 Volkes keinerlei solche Befürchtungen hegten. Die■03 russischen Juden lebten allerdings in einer leicht *mt-bP zündlichen Atmosphäre. Doch seien sie hieran niditjLtet , sebukf, und gerade das Kolonisationswerk, das Herr■ י T " Lövi so gepriesen hatte, sei von russischen Juden*n1L geschaffen •worden. — Herr Balfour bezeichnete später meine Rede als ״Schwertgeklirr“. Damit endete■ -׳k_ die Sitzung und wir zogen uns zurück. Herr Bal-Iy.- > four schickte sofort seinen Sekretär, um■0 uns zu unserem Erfolg zu beglüc k wänsehen. 'Als wir das Konferenzgebäude verließen, kam Herr Levi auf mich zu und reichte mir die Hand. Instinktiv *zog ich die meine zurück und sagte: ״Zwischen uns ׳ist alles aus. Sie haben versucht, uns zu verraten.“ Ebenso ging es ihm mit Herrn Sokolow. Arn Abend f" ' ' " ־־ ־* würde uns am Freitag empfangen. Wir dankten Herrn Lansing im Namen unserer Freunde dafür, da® er uns Gelegenheit gegeben hatte, unsere Erklärung abzugetoen, und er sagte, er hätte das für sehr notwendig gehalten. Er!sprach sein Bedauern darüber aus, daß unsere amerikanischen Freunde keine Gelegenheit gehabt hätten, gehört zu werden, und sagte, Herr Frankfurter, der gerade Ln Paris sei, könne gehört werden, wenn er 0s wünsche. Ich teilte dies Herrn Frankfurter mit; aber wir kamen zu dein Beschluß, daß es nicht richtig wäre, die Sache nochmals zu erörtern, da das einen י ‘ komischen Eindruck machen würde. Dementsprechend schrieb ich an Herrn Lansing, daß die Situation es uns nicht notwendig erscheinen ließe, die Frage nochnuris vor der Konferenz aufzurollen. Wir hofften aber, die amerikanischen Vertreter würden Gelegenheit er■ halten, vor den Kommissionen zu ersdieinen, die sic! mit den Einzelfragen beschäftigen sollten. Wir he- ■strebten .«*tßb-.-dii ׳jMKÖNsaiMg. und englischen Vertr*ter׳-׳׳׳«nd.-״erbiette»׳;dp»i׳Ei1j#*1dc, daß unser Befolg sehr groß, gewesen fei. Ate .nächsten Morgen wunden unsere Beratungen in der Presse lebhaft kommentiert Wir hatten eine viel bessere Presse als wir erwartet hatten. Nur das ״Journal de Debats“ brachte eine unharmonische Note hinein. Am selben Abend öberpb Herr Tardieu der Presse eine offizielle Bcna&- richtigung, in der er sagte, Frankreich würde nichts dagegen haben, daß Palästina Unter britische Sachwaltersdhaft gestellt und ei» jüdischer ■Staat gebildet würde. Da» Wort ״Jpditdies Staat“ Hmr *rief mit Herr» t«4 eines mit einem Christen und eines mit dem Emir Feisul, das uns wegen, seines feindlicher! Tones sehr verstimmte. Am Sonntag sprachen wir Feisul» Sekretär, und dieser dementierte das Interview. Er sagte, der Emir hätte nichts weiter gesagt, als daß die Zionisten, wfenn sie. im jetzigen Augenblick einer jüdischen Staat gründen wollten, biit der eingeborene Bevölkerung Schwierigkeiten bekommen würden. Hei Frankfurter bat um Veröffentlichung eines Dementis, wonach der Emir seinen Brief an Herrn Frankfurter schrieb. (Bereits in Nr. 18 der ״Jüdischen Rurulschau“ veröffentlicht.) Dieser Brief ist nach Amerika telegraphiert und der französischen und englischen Presse mitgeteilt worden. ״Das,“ fuhr Herr Vpizmann fort, alles, was ich mitzuteilen; habe. Der allgemeine Eindruck in Paris ist, daß wir unsere Sache im Prinzip gewonnen haben. Ich zweifle nicht, daß man uqs auffordern wir<| vor verschiedenen Kommissionen zu erscheinen. Wir wissen ungefähr, wie diese Kommissionen zusammengesetzt sein werden, und wir haben eine Anzahl von Freunden unter ihren Mitgliedern. E$ gibt noch viele Detailfrageo, die .ausgearbeitet werden müssen. Ich bin sicher, daß unsere Definition einer nstfemale» Heimstätte angenommen wird. Unsere praktischen Vorschlüge werden diskutiert werden, und bei der Revision werden Sie Gelegenheit haben, Ihre Wünsche auszusprechen. Aber im Prinzip jst die jüdisch-nationale Heimstätte bereits eine Tatsache.“ Alle« hängt nun vm uns selbst ab. Laßt «ns in diesem feierlichen Augenblick erheben und sprechen: שהחינו וקיטגו והגינו לוטי הזה. Für uns gibt es nur einen Gott, ein VbBc, ein Laad, Ke Konferenz antwortete mit einem kräftige« אמן Lebhafter Beifall und Huldigungen für die Delegierten folgten. Hierauf gewährte die Konferenz den Delegierten der Jüdischen Legion in Palästina Gehör, die sich darüber beklagten, von den Zionisten vernachlässigt worden zu sein. 1200 von ihnen wünschten in Palästina zu bleiben, und wenn nicht sofort etwas zu ihren Gunsten getan würde, wunde man! sie gegen ihren Willen nach Europa zurückschichon. Dr. Levin versprach, daß die Leitung sich mit dieser Angelegenheit beschäftigen und den Ansprüchen der Legionäre Genüge feisten würde. Herr Farbstein erstattete eben Be rieht der Emigratiortskommission, die die Einrichtung von Büros empfahl, deren Tätigkeit es sei, statistische Daten zu sammeln, *die J>alästinafahrer ausreichend zu informieren,!die Auswanderung zu organisieren und zu regulieren, und sieh mit den diesbezüglichen finan- *ieilen Fragen zu beschäftigen. Eine äußerst bemerkenswerte Diskussion! entwickelte sich auf Grund einer Generalresolution der Kommission, die forderte! daß jeder Jude, unbeschadet seiner Herismft, das Rednt auf sofortige Einwanderung und Naturafitigen Naturalisierung drehte, wurde die Resolution m genommen. (Fortsetzung folgt ) leb I! c h e 1 «rundle: den, vb Aufsatz weise. Artikel Pabistin bar »1g guten?dneite und zw Um tan! Vorstut Weitatt! heische ten, fe Grundl; dl de aus führ der Ra Ein Bei rung d geni i!fängt wassei zur Ei Teil *k Wassei dem ■aa mäßig Um d könne»■ Quantil auf di« rechne׳ wechsc lieh, u Wessu! zwi^dt! rer, 1 e der A uisd a der Fl unterh asohnr ,.eMUd rWie; Satire Erfahr ab ov! türtdac nkfit ] einer 1 setzen werde 1 läncferi vären, chtroh auch < Voratl Mitteli Vofäd gends werde! einheit hlttgei technk schrän gern eii viel me betnes Studie! fehlte die Ül Verhä] ge״l stadius so fe! ununti könnt■ entgef un Ge der V! erster öffent überJu theore viele 1 los — darun notwe Anlag um a lairgis, einsun von d und 1 ander

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