Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXIV (1919)
- Issue
- Heft 23 (28.3.1919)
- Date
- 1919-03-28
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
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יי^י 23 innti. lks- Iräfte /׳olksabsordert, nluno wird, ammmit asser, , vor!recht rindelf die r t s - Kunde stverrindea abipfen. nan - wich. ׳. Er 2f1öser »■Iben einem n verte n- נז die rillkür se ja■ Prochsntnen 1 Auf-!rissen e den Recht rinden lisato- Ende bisher neinde r, daß tschen ntinns f b a u des ihre jüdi?gaben ch en in das prache :n der sowie .ese- 1 usw gleich itützen ißerorb i e t u re h en der lösen außer weitert keiten litik Arert ist wirt- .äsung Nr. 23 JUßDlSCHE RUNDSCHAU Seite 173 ״Unsere Forderungen, die wir noch vor Ausbruch t Revolution dem tschechischen Nätionalausschufi vor- | elegt haben, sind sehr bescheiden: Wir verlangen die < esetzlichc Anerkennung der jüdischen Nationalität und jie Freiheit des Bekenntnisses zu ihr, wir verlangen, laß die bisher auf konfessioneller Basis gebildeten jüdichen Vertretungskörper, die sogenannten Kultusgemeinlen, auf nationaler Basis als Volksgemeinden umorganiiert werden und die bisherige Steuerhoheit behalten, nd wir verlangen an den Orte«, wo größere jüdische Massen wohnen, das Recht auf Errichtung eigener schulen. Diese Schulen würden durch intensiven Unterrieht der lebenden hebräischen Sprache und unserer jeschichte unsere Jugend im Bewußtsein ihrer Zu׳ ehörigkeit zum jüdischen Volke erziehen und so das •!eiste dazu beitragen, daß sich zwischen uns und unern Nachbarn ein ehrliches, würdiges Verhältnis heraus jildet.■“ Wie steht die tschechische Oeffentchkeit ihren Bestrebungen gegenüber? ״Ich glaube sagen zu können., daß die Regieu n g mit unseren Bestrebungen sympathisiert. Präsi- .ent Masaryk, selbst einer der besten Kenner der udenfrage, hat wiederholt erklärt, daß ihm die nationaliidische Bewegung sympathisch sei, und daß er ihre noralische Bedeutung zu schätzen wisse. Auch die Milister haben ähnliche Aeußerungen getan. Von den schechisehen Parteien haben insbesondere die beiden ■ roßen sozialistischen Parteien gelegentlich unseres Naionalkongresses im Januar 1919 in Prag־ ihren Syrnnathien für unsere Bestrebungen öffentlich Ausdruck egeben.“ Sind• die Juden im tschechischen Par am ent vertreten? ״Das gegenwärtige ״Narodni Shmmazdeni“ ist nicht ewiihlt, sondern als Revolutionsparlament von den auf dem Boden des neuen Staates stellenden Parteien zu «mmengesetzt worden. Wir haÄ־n uns, da auch das jüdische Volk sich durch seinen Nationalrat noch vor dem 28. Oktober auf den Boden des neuen Staates gestellt hat, an die tschechischen Parteien mit dem Ersuchen um Aufnahme unserer Vertreter ins Paria ment gewendet. Unser Ansuchen ist bisher nicht entschieden. Bei den Neuwahlen, die im Herbst stattfinden «erden, werden wir wohl bei einem halbwegs gerechten Proportional Wahlsystem jüdische Vertreter durchbringen können. Ich kann nicht unerwähnt lassen, daß unsere Pläne und die guten Gesinnungen der Regierung vieliach durchkreuzt werden von dem• starken, durch eine gewissenlose Presse genährten Antisemitismus mancher feile des tschechischen Volkes. Vielfach machen sich Bestrebungen nach einer Boykottbewegung bemerkbar; inan möchte die gegenwärtige zentralistische Staatswirtchaft dazu benützen, um ökonomische Konkurrenzfragen durch nichtökonomische Faktoren zu entscheiden. Aber derartige Strömungen sind zu unnatürlich, als daß wir sie fürchten müßten. De Hauptsache ist, daß die tschechoslowakische Republik, die einen großen natürlichen Reichtum und eine prachtvolle arbeitsame Bevölkerung hat, durch baldige Zufuhr von Nahrungsmittein und Rohstoffen aus der gegenwärtigen schweren Krise der Arbeitslosigkeit und des Hungers heraus- ״eführt wird. Wir hoffen, gerade hierin auch auf die Unterstützung unserer ausländischen Volksgenossen für uns und für die Republik.“ Kriegsbeitrag 1919. Der Geschäftsführende Ausschuss der Zionistischen Vereinigung für Deutschland hat auch für das Jahr 1919 die Erhebung eines Kriegsbeitragen beschlossen. Der Mindestbeitrag ist entsprechend den höheren Ansprüchen, die an die Organisation gestellt werden, auf 10 Mk. festgesetzt worden. Wir erwarten bestimmt, daß auch in diesem Jahre alle unsere Freunde der Aufforderung des geschaftsführenden Ausschusses nachkommen werden, um der Leitung so die Möglichkeit zu geben, die großen Aufgaben, die der Delegiertentag gestellt hat, auszuführen. Zionistische Vereinigung für Deutschland Finanzressort: Lkhtheim« Berlin W15, Sächsische Straße 8. Postscheckkonto Berlin 8091. Seiten?eignet en n und :h Lands mokr.afremd Wenn r allen n sein Mitteldt der •r Ver- L. ischen :bi «re au als jii in Ko!1 Unter n• w ä I r das in voll- ־t. Sie aperung .an mit!rücken, eutsche ־׳en die :en und um die 1 erster ntanten ■ Juden, 1 diesen en und 1, weiß;esehen, irt woro r d e u d e וי? Die Judenfrage in der polnischen Konstituante Für viele Beobachter der politischen Ereignisse in Polen war es von Anfang an klar, daß die polnische Konstituante bei ihrer gegenwärtigen Zusammensetzung und bei der augenblicklich im polnischen Volke herr- «chenden Stimmung nicht geeignet sein wird, die Bem dürfnisse der polnischen Judenheit vorurteilslos zu erörtern und ihre gerechten Forderungen zu erfüllen. "He Praxis der Verhandlungen in der Konstituante eheint, insofern die Informationen ausreichend sind, ueh die Vorstellungen der größten Pessimisten zu überteigen. Bekanntlich wurden in ganz Polen nur 9 Juden ge- ■vählt. Der Ausschluß der ״nicht in Polen Geborenen“, die Wahlordination, die terroristische Ha'tung der Antisemiten, vor allem der herrschenden nationaldemokrati- ■dien Partei, und der Kampf der Parteien innerhalb des udentums selbst trugen dazu bei, daß kaum der dritte feil der den Juden gesetzlich zukommenden Deputierten gewählt werden konnte. Das Schicksal wollte es auch, daß einer der Deputierten, und zwar der einzige Vertreter der linksstehenden jüdischen Parteien, der Poale- Zionist Rosenfeld, es nicht mehr erlebte, sein Amt zu bekleiden. Infolge der mangelnden Dokumente über die amtliche Bestätigung des Todes Rosenfelds wurde sein Stellvertreter, Dr. Ignaz Schipper, bis jetzt zur Ausübung seines Mandates nicht zugelassen. De vier zionistischen Deputierten — Dr. Thon, Rechtsanwalt Grün bäum, Dr. Rosen blatt und Dr. Weinzieher.— bildeten einen jüdischen Klub. Die zwei Vertreter der Volkspartei — Prilutzki und Hirschhorn — und die beiden Vertreter der Ortbodoxie — der Rabbiner Perlmutter und Halperin - schlossen sich diesem Klub nicht an. Den von der Konstituante festgelegten Grundsätzen entsprechend, darf nur eine Gruppe von 12 Personen das Recht beansprachen, einen Vertreter in eine der Kommissionen zu entsenden. De Juden, die insgesamt nur acht Deputierte besitzen, blieben daher der gesetzgebenden Tätigtat der Konstituante entrückt. Vergebens suchten die Jüdischen Deputierten die führenden Männer der Konstituante auf die Anomalie dieser Situation hinzuweisen. In eine äußerst schwierige Lage wurden die Depu- Werten versetzt, als es sich um die Wahl des Präsidiums handelte. Für den Posten des Präsidenten kandidierten <1er Nationaldemokrat W o j t s aus Galizien und der Ludowjcz Tromptczinski aus Kongreßpolen, beide ausgesprochene Antisemiten, von denen der eine, Wojts, auch eine traurige Vergangenheit aus der Zeit des Le mb erg er Pogroms hat. Die jüdischen Deputierten waren zuerst gewilit, sich der Wahl zu enthalten. Später spitzten sich aber die Verhältnisse während der Stichwählen zwischen diesen beiden Kandidaten so zu, daß die Wahl lediglich vom Verhalten der jüdischen Deputierten abhing. Nach einer Unterredung zwischen Dr. Thon und Korfanty entschlossen sich die Mitglieder des jüdischen Klubs zusammen mit den Orthodoxen, für Tromptczinski zu stimmen und erhielten dafür das Recht, Vertreter in zwei Kommissionen zu! entsenden. Für die Kommission der Ernähruiigsfragen wurde der Zionist Grünbaum, und für die Kriegskommission der Orthodoxe Halperin bestimmt. Später, als die Juden aufgefordert wurden, auch in den Senioren-Konvent einen Vertreter zu entsenden, einigten sich die jüdischen Deputierten dahin, den Deputierten Prilutzki als Vertreter zu schicken, und t>r. T.liom als seinen Stell- Vertreter. Der erste Empfang der jüdischen Reden war ein überaus trauriger. Als Erster erhielt das Wort der alte orthodoxe Rabbiner Perlmutter. So lange dieser Greis in homiletischer Form über die Einheit aller Menschenkinder und mit Zitaten aus der Bibel seinen rabbinischen Segen dem neubefreiten Polen aussprach, hörte das Haus seine Rede ruhig an. Als er aber zum Schluß seiner pathetischen Worte eine kurze Deklaration der orthodoxen Partei verlas, in der ui a. auch von den nationalen Rechten der Juden die Rede war, begann unter den Deputierten sich eine Unzufriedenheit bemerkbar zu machen. Als nach ihm Herr Prilutzki zu Worte kam, um die Forderungen der Volkspartei zum Ausdruck zu bringen, brach ein Tumult aus. Der Zionist Grünbaum, der als Dritter auftrat, sprach schon vor einem halbleeren Haus, das noch dazu seine Worte mit unverhohlener Unzufriedenheit anhörte, ln der Debatte, die sich daran anschloß, sprachen sich sämtliche Redner gegen die jüdischen Forderungen aus; eine förmliche antisemitische Rede hielt der Vertreter der sozialistischen Partei (P. P. S.). Nicht einmal die elementaren Gebote des pariamen־ tarischen Anstandes werden den jüdischen Deputierten gegenüber gewahrt. Als die Nachricht von dem plötzliehen Tode des Dr. Max Rosenfeld gekommen war, fand der Vorsitzende es nicht für nötig, dem Hause davon Mitteilung zu machen. Eine neue Wendung im Verhalten des polnischen Parlaments zur Judenfrage machte sich in der allerletzten Zeit bemerkbar, seit die polnischen Politiker mit Grabski an der Spitze aus Paris zurückgekehrt sind, wo sie die Ueberzeugung gewonnen haben, daß die Judenfrage in Polen vom Friedenskongreß behandelt werden wird. Um dieser Gefahr zu entgehen, suchen jetzt die Führer der polnischen Parteien und eigentüm icherweise gerade der antisemitischen Parteien sich mit der Judenfrage zu befassen, um den Anschein zu erwecken, daß sie gewillt sind, allein ohne Hineinreden der Mächte sie im staatsrechtlichen Sinne zu lösen. In der 15. Sitzung der Konstituante, am 18. März machte der nationaldemokrat'sche Abgeordnete G I o m - b i n s k i den Vorschlag, eine spezie le Kommission von 15 Mitgliedern zur Behandlung und Lösung der Judenfrage zu schaffen, die noch von Vertretern der jüdischen Richtungen und Sachverständigen erweitert werden kann. Als wichtigste Aufgabe schlug der Redner die Veranstaltimg einer Enquete vor. ״Wir werden niemals gestatten,“ sagte der Redner, ״daß die Judenfrage in Polen auf einer internationalen Konferenz erörtert wird. Unsere Vergangenheit und unsere politische Reife berechtigen zur selbständigen Behandlung der Frage. Wir wollen die Judenfrage auf der Grundlage der Gerechtigkeit und des Gleichgewichts lösen.“ ßabei machte der Redner eine Reihe antisemitischer Bemerkungen über die antipolnische Stellung des polnischen und des Gesamt judentums und wies auf die Gefahr hin, daß! die Judenfrage in Polen vor dem Friedenskongreß als internationale Frage gestellt werden könne. Seitens der Juden sprach als erster zu dieser Frage Rechtsanwalt Grün bäum. Das Haus fühlte, daß es sieh diesmal um eine allgemein politische Angelegenheit handelte und hörte den jüdischen Redner aufmerksam an. ,.Falls die Konstituante“, sagte Herr Grünbaum, ״sich wirklich auf den Standpunkt stellen wird, daß die Judenfrage in Polen auf den Grundlagen der Gerechtigkeit gelöst werden muß, noch bevor sie auf dem• Tisch der Friedenskonferenz auftauchen wird (Ausrufe: Dazu wird es nie kommen!), so scheint es mir, daß dagegen niemand was einzuwenden haben kann. Für uns ist die Judenfrage Vor allem eine nationale Frage. Wir sind der Meinung, daß die Judenfrage in Polen in der letzten Zeit sich nur deswegen so sehr{! zugespitzt hat, weil die polnische Oeffentlichkeit unter keinen Umständen die jüdische Nationalität anerkennen will, während stdi die Juden selbst unbedingt als Nation betrachten. Den besteh beweis dafür bieten die Wahlen zur Konstituante. Unter uns gibt es hier keinen, der der sogenannten assimilatorischen Richtung angehört, keinen, der behaupten würde, die Juden seien nur Polen mosaischer Konfession. Als Vertreter der Judenheit haben Sie in der Konstituante nur solche Abgeordnete, die sich als polnische Staatsbürge r jüdischer Nationalität fühlen und von Juden wie von einem Volke sprechen. Wenn die Kommission von der Ueberzeugung getragen sein wird, daß der nationale Charakter der Juden nicht mehr verkannt werden kann, so steht ihr eine erfolgreiche Arbeit bevor.“ Er verlangte aber von der Konstituante, der Kommission die folgenden drei Bedingungen zu stellen; Sie muß das Recht haben, Gesetzesprojekte für die Konstituante auszuarbeiten, sämtliche Gesetze, die die Judenfrage betreffen, müssen ihr vorgelegt werden und die erste Arbeit der Kommission muß die Revision aller Dekrete sein, die vor Einberufung der Konstituante in der Judenfrage erlassen worden sind, vor allem des Dekretes bezüglich des Gemeindestatuts. Außerdem forderte er die Beteiligung der Vertreter aller jüdischen Richtungen in der Kommission, damit sie das Haus überzeugen, daß es unter den gewählten jüdischen Vertretern niemanden gibt, der nicht auf dem Standpunkte der nationalen Forderung in Polen steht. Als Grünbaum von der Forderung der nationalen Autonomie sprach, ertönten Rufe ״nach Palästina!“. Grünbaum erwiderte darauf: ״In Palästina werden wir den jüdischen Staat bilden;und hier in Polen wollen wir als nationale Minorität anerkannt werden und als solche Rechte bekommen. Verlangen doch die Polen selbst in der Ukraine nationale Rechte, trotzdem sie in Polen ihren Staat errichten. (Zurufe: ״Dort haben wir Kultur verbreitet!“) Auch wir Juden haben nach Polen Kultur gebracht. (Lautes Lachen.) Wollen Sie das leugnen? So entsteht der Verdacht, daß Sie die Wege Ihrer eigenen Geschichte nicht erfassen.“ Den antisemitischen Einwänden des Deputierten Glombirtski erwiderte Dr. Rosen blatt: ״Nicht gegen Polen trat das Gesamtjudentum auf, sondern für die Juden, denen so viel Unrecht in Polen geschah, und das Recht der Selbstverteidigung kann niemanden genommen werden. Schuld an den falschen Vorstellungen, die die polnische Oeffentlichkeit von den jüdischen Bestrebungen besitzt, hat lediglich das kleine Häuflein der Assimilanten, die die polnische Oeffentlichkeit in dem Wahn erzogen hat, ab haben die Jude« keinen Wunsch als Juden betrachtet zu werden. Die acht jüdisehen Vertreter, die die Judenheit Polens in die Konstituante geschickt hat, stehen grundsätzlich auf dem Standpunkt der jüdischen Nationalität.“ Der Redner teilt die Meinung Glomhinskis, daß die Behandlung der Judenfrage durch außerpolitische Faktoren eine Niederlage für Polen bedeutet. Der einzig mögliche Ausweg ist aber, die Judenfrage in Polen selbst auf den Grundlagen der Anerkennung der nationalen Minorität zu lösen. Gegen die Schaffung einer Kommission trat der Führer der polnischen sozialdemokratischen Partei, Diaman t, ein Jude, auf. Er erwidert auch den jüdischen Abgeordneten, daß die Assimilanten die polnische Oeffentlichkeit falsch informiert hätten. Er ist daher für die Erhebung einer Enquete, die seiner Meinung nach eine den Forderungen der jüdischen Deputierten entgegengesetzte Richtung ergeben wird. Er ist aber ernte schieden gegen die Behandlung der Judenfrage in Polen von einer nicht polnischen Körperschaft. Gegen (fie Bildung einer Kommission sprach auch Prilutzki. ״Die Judenfrage in Polen, sagte er, ist eine politische, nationale und konstitutionelle Frage und gehört daher der konstitutionellen Kommission an.“ Er erwiderte eingehend auf die Vorwürfe Glombinskis und entwickelte das Programm der personalen Autonomie der Juden, die auch dem polnischen Staate zugute kommen wird. An der Debatte beteiligte sich auch der Vizeminister Dembinski. Er erklärte: ״Axis den Akten, die die Deutschen hinterlassen haben, erfahren wir, daß die Okkupationsmacht sich eingehend mit der Judenfrage in Polen befaßt hat. Vielleicht tat sie es nicht aus Liebe zu den Juden, sondern aus dem Wunsche heraus, dadurch weitgehendste politische deutsche Ziele zu erreichen. Die deutsche Regierung suchte das gesamte Gstjudentum als mächtigen Faktor des deutschen Einflusses zu gestalte!!. Wir wissen, sagte der Vizeministei, daß jüdische Politiker aus Berlin das deutsche Hauptquartier besucht und vor Hindenburg und Ludendorft ihre weitgehendsten Pläne entwickelt haben. Hierzu be merkte der Vizeminister, daß die Judenheit Polens selbst sieh stets ablehnend zu diesen Versuchen verhalten habe. Deswegen vertrete er auch die Ansicht, daß die Judenfrage eine rein innere Frage sei und kein außenpolitischer Einfluß auf ihre Lösung zugelassen werden könne. Der Vorschlag Glombinskis, eben» wie seine Hinzufügung, auch die Vertreter der vier jüdischen Richtungen zur Kommission, die so 19 Mitglieder zählen wird, zuzulassen, wurde einstimmig angenommen. Die jüdischen Deputierten enthielten sich der Abstimmung. Der Zusatz Grünbau ms über die Kompetenz und Aufgaben der Kommission wurde von allen Deputierten, außer den jüdischen, abgelehnt. Die Eingänge des Jüdischen Nationalfonds im Januar and Februar 1919 Die Spenden-Einnahmen des Jüdischen Nationalfonds im Januar und Februar haben 236 742 Frcs. ergeben. Es haben beigetragen: England 2705 C, Deutschland 96 522 M., Oesterreich 50 222 Kr., Nordamerika 2634 f. Frankreich 11468 Frcs., Südslavische Länder 44491 kr., Belgien 15010