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Jüdische Rundschau · 1919-03-04 · Heft 17 (4.3.1919) · page 2

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXIV (1919)
Issue
Heft 17 (4.3.1919)
Date
1919-03-04
Page
– (sequence 2)
Language
German
Belongs to
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Seite 126 JUEDISOHE RUNDSCHAU Nr. 17 durch die unter Umständen auch für unsere Sache eine neue Situation geschaffen wird. Behauptet Wilson aber seine Stellung in Amerika, kehrt er als Sieger nach Paris zurüdk, so dürfte die Sielhing der zionistischen Unterhändler auf der Friedenskonferenz auch weiterhin eine sehr günstige bleiben. Dann wird der Völkerbund das entscheidende Wort sprechen, und dieses Wort wird’ — daran ist kaum noch zu zweifeln — den Beginn der Ver* wirkliehung des Baseler Programms bedeuten. R. L. Die Politik der Assimilanten auf der Friedenskonferenz Am 20. Februar überreichte, wie der Londoner Korrespondent des ״Jüdischen Preßbüros“ in Stock bol 111 4 mitteilt, eine Delegation des Jewish Conjoint Committees, bestehend aus Steward S a in u e 1, Lord Rothschild, Claude Montcfiorc und Luden Wolf der Friedens- Konferenz ein Memorandum, in dem die Sicherung der jüdischen bürgerlichen Rechte■ gefordert wird. Das Memorandum ignoriert vollständig die Forderung nationaler Rechte. Es verlangt volle religiöse Freiheit, freien Zutritt zu allen Staatsamtern und allen Berufen für alle Einwohner eines Landes ohne Unterschied der Rasse oder des Glaubens. Personen oder Gemeinden, die unter Nichtbeachtung dieser Bestimmungen leiden, sollen das Beschwerderecht bei der F.Nckutivc des Völkerbundes haben. Englische Staatsmänner über den Zionismus Der ״Jewish Clironicle“ berichtet über die Stclhmgiiahme von Lloyd George und Lord Robert Cccil zum Zionismus folgendes: Herr Ahe Ca ha 11, der Herausgeber des ״Porwards", der größten jüdischen Zeitung Amerikas, berichtet, daß ihm ein Interview mit Lloyd George gewährt wurde, der ihm sagte, daß er die jüdische Frage mit dem Präsidenten Wilson besprochen habe, und daß sie beide der Erklärung der englischen Regienmg betreffs der Eichtling Palästinas als jiidiscli-natio■ nale Heimstätte zustimmteii. Lloyd George erklärte ferner: ״Präsident Wilson und ich stimmen betreffs der jüdischen Fragen in allem überein - alle Anstrengütigen müssen gemacht werden, uin ihnen Gercchtigkeit und Gleichberechtigung zu verschaffen." Der Spezialkorrcspomknt des ״New York Herald“ berichtet über ein Interview mit Lord Robert Ce eil über die zionistischen Aussichten. Lord Robert sagte: ״Ich hoffe unU erwarte, daß die jüdischc Nation unter den neu gebildeten Nationalitäten der Welt erstehen wird. Nichts hat sich seit Herrn Balfours Erklärung ereignet, was in irgend einer Bezichimg die Aussichten des Zionismus verringert hätte. Im Gegenteil, die Chancen haben sich in mancher Hinsicht verbessert, und cs sind nur vielversprechende kti- Zeichen zu bemerken.“ Fr erklärte, die Friedcnskonferenz würde nicht auseinandergehen, ohne nicht alles anzuhören, was die Juden vorzubringen hätten, und sie würde ihre Vorstellungen in Erwägung ziehen und danach handeln. Die südafrikanischen Juden für Palästina Wie bereits in Nr. 14 der ״Jüdischen Rundschau“ gemeldet, wurden auf einer Tagung der Kapstadter Zionisten im November vorigen Jahres wiclvtige Resolutionen betreffs Palästina gefaßt. Die s ii d - afrikanische Judenheit hat jetzt an den Präsidenten der Friedenskonferenz folgendes Telegramm gerichtet: ״Die zionistische Föderation, der ״Board of Deputies“ und das ״K o n gr e ß koni i t c e“ als Vertreter der gesamten südafrikanischen Judenheit, erstielten die Friedenskonferenz Bedingungen zur Wiederherstellung Palästinas als nationaler, jüdischer Heimst.ätte zu schaffen.“ Die chinesische Regierung für den Zionismus Dem ״Jewish C h r «11 i c 1 c“ zufolge hat Mr. E. S. Kadoorie, der Präsident ״der Zionistisehen Vereinigung“ Schanghai folgenden Brief der chinesischen Regierung empfangen: Ich habe die Ehre, den Empfang Ihres Briefes vom 6. Juni 1918 zu bestätigen, in dem Sie mir mitteilen, daß die englische Zioni sten föderation, mit der Sie in engster Bezelumg stehen, von Lord Arthur James Balfour, dem englischen Staatssekretär des Auswärtigen Amtes, unter dein 2. November 1917 ein Schreiben erhaltet hat, in dem er die Sympathie der britisclien Regierung für die zionistischcn Forderungen, für das jüdische Volk in Palästina eine nationale Heimstätte zu errichten, zum Ausdruck bringt. Sic hegen nun den Wunsch, aucfi unsere Sympathieerklärung zu erhalten. Hierauf Italic ich Ihnen zu erwidern, daß idt die Ehre habe, Ihnen mitzuteifc״, daß die düncsischc Re* gierung gegenüber den zionistischen Forderungen die gleiche Haltung cinnimmt wie die britische Regierung. Ich bin Ihr ganz ergebener für (den Minister des Acußcrn. Tcheng Loh, , Stellvertr. Minister des Aeußem Kojigressbewegung Berlin. In den Unionsfesfsalen sprach vor einer Massenversammlung Herr Rechtsanwalt Dr. Klee über ״Die Schicks,ilsstunde des jüdischen Volke“. Unter dem Eindruck seiner Ausführungen erklärten die Anwesenden sich einstimmig für die Einberufung eines jü<l is che 11 Kongresses in Deutschland. An der Diskussion beteiligten sich in wirkungsvollster Weise die Herren Kareski und Dr. Lclewer. Bremen. Am 26. Fcbr. veranstaltete der ״Ortsa u s s c h 11 ß Bremen zur Vorher eitungcincs jüdischen Kongresses“ seine 6, Versammlung. Herr Dr. K a t ze 11 s tc i 11 referierte über ״Jüdische Politik“, Korreferenten waren die Herren Fritz Markreich und Tierarzt Wall. Bei der lebhaften Diskussion traten als Gegner auf: die Herren S. Zacharias, Direktor Blut 111 c 11111 a I, A. Ostro. Unterstützt wurde unsere Kongreßbewegung von den Herren E. S c h rag c 11 h c i m , Erich Ercutltal, Dipl.-Iiig. L a d y s c 11 e 11 s k i. 1111 Schlußwort widerlegte Herr Dr. K a t / e n s t e i n seine Gegner leicht und unter großem Beifall des vollbesetzten Saales. Eine Anzahl Zustüninuugserkläriuigen war der positive Erfolg des Abends, welcher im jüdischen Leben Bremens als Ereignis zu bezeichnen ist. München. Der ״O e s a 1111 au s s c hu ß der O s t j u d c 11 M ü 11 c h e 11 s“ erklärte immens der von ihm vertretenen mehreren tausend Ostjuden Münchens seinen Anschluß an die K o 11 g r c ß he w eg ti 11 g. Dortmund. In der Aula der Kunstgcwerbcschulc spfaeli am 16.!'ehr. Herr Dr. (i r ü 11 e b c r g - Elberfeld in einer öffentlichen Versammlung über die Forderungen des jüdischen Volkes au den Friedenskongreß. Es hatten sieh über 400 Teilnehmer eingefunden, die den Ausführungen mit größter Aufmerksamkeit folgten. In der anschließenden Diskussion brachten die Herren Ros c 11111 a I ־ I liirde und B i s c h o f s w e r d e r ־ Dortmund ihren allgemein aiitiiiationalcn Standpunkt zum Ausdruck, während siel! gegen die zionistischen Forderungen kein Widerspruch erhob. In seinem Schlußworte nahm Herr Dr. G r ü ti e b e r g Gelegenheit, die Argumente der Gegner zu widerlegen und nochmals für den Jiidisehen Kongreß in Deutschland einzutreten, 150 der Anwesenden erklärten durch Unterschrift ihre Zustimmung zum Kongreß. Ostpreußen. Der Gruppcnvorbaiid veranstaltete mit ausgezeichneten Erfolge Kongreßversammlun• gen in A11 c n s t c i n, T i I s i t, M e in e I tutd Insterb <11 r g. Presse-Umschau Die Kongreßbewcgung stellt im Mittcl|>uuktc des Interesses der deutschen Judenheit. Von allen Seiten erhalten wir Berichte, daß in Vereinen und in öffentliehen Versammlungen meist in zustimntendein Sinne zu dem Kongreßgedanken Stellung genommen 'wird. Auch in der jüdischen Presse wird die Kongreßfrage lebhaft erörtert. Die Haltung des ״Centralvereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens“ wird von Geheimrat Fuchs in der neuesten Nummer der ״Neuen Jüdischen Monatshefte“ eingehend dargelegt. In einem ״Was min?" überschricheuen Artikel, auf dessen Inhalt wir in weiterem Zusaninienliaiige noch zurückkommen werden, wird zur Kongreßfrage folgendes ausgeführt: ״Wir wollen, um die durch die Neuordnung der Dinge geschaffenen Fragen zu lösen, einen Kongreß I1alx,׳n, aber wir können an keinem Kongreß tcilnchinen, der zur Teilnahme verlangt, das Bewußtsein der Zugehörigkeit zum jüdischen Volke. Wir erkennen zwar auch die Einheit des Judentums an, aber sic ist uns keine völkische Einheit, und cs sind vor allem die deutschen Juden kein Volk im1 Volke. An einem Kongreß, der jüdischnationalc und deutscluiationalc Juden umfaßt, wollen wir tcilnchinen. Wir wollen diesen Kongreß auf breitester Grundlage geschaffen sehen, und die Fragen behandeln, die uns Juden als Juden intcressieren, wir wollen dort über die Trennung von Staat und Kirche sprechen vom. jüdischen Standpunkt aus. Wir wollen über die Wahlberechtigung ausländischer Juden in den Gemeinden beraten und diese Fragen lösen, ich möchte nur darauf liiuwciscn, daß, wenn die Zionisten den Begrift der Volksgeiucimien aufrechterhalten wollen, wenn sie die Erziehung unserer Jugend in Deutschland ganz auf streng jüdisclmatianalen Charakter aufbatten, d. h. das jüdische Kind vom Kindergarten aus durch die jüdischen Schulen bis über die Hochschule hinaus jüdisch erziehen wollen, wir dann nicht daran denken würden, den ausländischen Juden ein Mithestiinniungsrecht zu geben. Wir können den ausländischen Juden nur dann ein Mitbestinwiiuaigsrccht gelten, wenn es sich rein um Fragen des Kultus und 41er Religion handelt, nidit aller wenn cs sielt darum handelt, unsere Kinder in dem Sinne zu erziehen, daß sic deutsche Staatsbürger jüdischen Glaubens sein sollen. Der Zentral verein wird demnächst seine Delcgicrtai- Versammlung zusammenherufen und ihr in diesem Sinne ein Programm vorlegcn und die Frage erörtern, wie man einen Kongreß auf breitester Grundlage schafft, der den Willen der überwältigenden Mehrheit zum Ansdruck bringt. Die Schwierigkeiten sind angesichts der heutigen Verkehrs Verhältnisse unendliche: vielleicht wird es gar nicht anders möglich sein, als daß alle jüdisehen Organisationen ihre Delegiertem schicken oder daß man die Gemeinden veranlaßt, nach einem demokratisehen Wahlrecht Kongrciktelegicrte zu ernennen.‘' Auch in Nr. 9 des ״Hamburger Israelitischen Familicnblattes“ nimmt Fuchs zur Kongreßfrage Stcliung. Unter der Ueberschift ״Kongreß und Judentag“ schreibt er m Erwiderung auf einen Artikel von Steinha rd t folgendes: ׳ ,.Ich lehne den Kongreß nicht .־J> um! halte die Schaffung einer (ksamfvcrtrcttmg aller in Deutwhtand (eilenden Juden für geboten. 1. Die Begriffe Kongreß und Gc..amtVertretung decken sich nicht, so wenig sich Oesaniivertrctmig und der Judcntagsgcdnnkc gedeckt Itabcn, den I*hilipps1,n', vor etwa 11/2 Jahr/elmtcn propagiert hatte. Ich hin ׳ diesem häufig verbreiteten Irrtum in Nummer 20 ihres Blattes vom 20. Juli 1911 cnigegengclrelen. Dort habe ich ausgcfiilirt, «laß Philippsons -- richtiger Breslauers ־ - Gedanke eines Juden!,tges etwas anderes wajr, als der von mir angeregte Gedanke der Schaffung einer Gcsainivertrchmg. IXirt ist das historische Material über Judcutng und Verband zcsamniciigctragcii worden. 2. Daß die Vcrbandsgrüntlung ein Fehlschlag gewesen ist und lediglich um ihrer u11demokrati$d1cn,Grundläge willen sich nicht zu einer Gcsamtvertrctirng der deutschen Juden entwickelt hat, kann ich nicht anerkennen. Der Verband hat sieh zu einer Ocsamtvcrtrching der deutschen Juden eben deswegen nicht entwickelt, weil tlie ״f reie Vereinigung" irnd einzelne kleinere Gemeinden sich ihm ferngehalteii hatten. Mit dem uiidemokrntisdicii Aufbau hat das nichts zu tun, denn im wesentlichen beruht der Verband auf der Wahl der jüdischen Gemeinden. Der Verbund hat so viel Segensreiches geleistet, daß man von einem Fehlschbgc wohl kaum sprechen kann. 3. Daß die zionistische Bewegung den Philippsonsehen Gedanken des Judentages aufgegriffen hätte, würden weder die Zionisten noch Pliilinpson gelten lassen, wenn er ilen Kongreßgedanken erlebt hätte. Philippson wollte den Judentag als Protestversairunluug, Der Oedanke der Gcsamtvertrctnng ist, wie gesagt, auf eine Anregung gegen seinen Willen in das damalige Programm hineiugetragen. Der Entwurf der Satzung zum Verbände rührt im wesentlichen von ihm her. Was die deutschen Zionisten wollen, ist weder Judentag als ProtcstversnmniUuig noch Gesamtorganisation aller dcutsehen Juden, sondern die Feststellung des Zusammenbanges mit dem jüdischen Gcsamtvolkc, die Vorher«- tuug des Weltkongresses und die Nationalversammlung der deutschen Judenheit. 4. Einen Gegensatz von zionistischen und liberalen Juden erkenne ich nicht an. I>'c niehtzionistisdien Juden sind keineswegs sämtlich liberal, 5. Es ist nicht richtig, daß man den zionistische« Kongreß einfach ohne weiteres ablehnt, weil der Kongrell von den Zionisten cinhcrufcn wurde. Meine Freunde im Vorstände des Zentralvcrcins -- tlie Delegierten- Versammlung hat noch nicht gesprochen — lehnen cs nur ah, an einem Kongreß teilzunchmen, der zur Bedingung stellt das Bewußtsein der Zugehörigkeit zum jüdischen Volke. Wir erkennen zwar auch die Einheit des Judentums an. aber sie ist uns keine völkische Einheit. Wenn die Zionisten für einen Kongreß sind, der jüdischnationalc und dcutsdinatioiiale Juden umfaßt, so wollen wir daran teilnelimcn. Wenn Steinhardt den demokratischen Geist der Zionistenführer so hoch einschätzt, daß er nicht annimmt, sic würden an ihrer Bedingung zum jüdischen Volke fcsthaltcn, so scheint mir das ein durch die bisherigen Erfahrungen nicht sonderlich gerechtfertigter Optimismus, indessen will ich gern den Versuch machen, mich mit Ihnen über die Frage eines Kongresses aller deutschen Juden zu verständigen, damit testgestellt wird, ab die jüdischnationalen oder die deutschnationalen Juden die Mehrheit haben. 6. Die Vorbereitung des Kongreilgedankens scheint mir weniger eine Aufgabe des Verbandes der deutschen Juden als eine Aufgabe des Zentralvcrcins, der gegenüber den jüdisehnationalen «dtie deutschna tionalen Juden zusammenfaßt.“ ln einem weiteren Artikel der ״N c u c n j ü d i s c 11 c n Monatshefte“ wird die Kongreßfrage von Dr. Bertliokl Hasse behandelt. Er wendet sich in gleicher Weise gegen die ״Nur-Juden“ und ״Nur-Dcutschen“ und versucht nachzuwcisen, daß ״zwischen dem politischen Bekenntnis eines Eugen Fuchs, eines Adolf Friede m a n n und eines Franz Oppenheimer unüberwindliche Gegensätze nicht zu finden süid“. Haase gelangt zu folgenden Forderungen: 1״. Der geplante jüdische Kongreß sei ein Kangreß der deutschen Juden aller Richtungen. Hier soll eine Einigung über die .Forderungen der deutschen Juden an die Friedenskonferenz erzielt werden. 2. Auf dem jüdischen Weltkongreß sollen die deutschon Juden Girren Delegierte aller Richtungen vertreten sein. 3. Es soll auch in Zukunft eine gemeinsame Arbeit aller Richtungen unter Ausschaltung jeder Propaganda und theoretischer Erörterungen während des Zusammen arbeite!« insoweit angestrebt werden, als gemeinsame Ziele eine gemeinsame Tätigkeit wünschenswert erscheinen lassen,“ Vom Jüdischen Nationalrat in der Bukowina Die jüdischen Nationalräte in den Ländern der ehemaligen österreich-ungarischen Monarchie sind jetzt eifrig beim Ausbau der Forderungen der nationalen Autonomie. Besondere Aufmerksamkeit wird naturgemäß dem Schul- und Unterrichtswesen gewidmet, um die neue Generation in wahrhaft jüdischem Geiste erziehe» zu können. Die Delegation des jüdischen Nateonalrat» für Ostgalizien in Wien teilt nun mit, daß der jüdisehe Nationalrat für die Bukowina dem Regierungspräsidenten Dr. Flondor eine Denkschrift über seine Forderungen bezüglich des Mittelschulwesens überreicht hat. Unter anderem verlangte der Nationalrat: 1. Die Gründung von jüdischen Gymnasien in C zc r - nowitz mul in der Provinz, einer jüdischen Realschule in Czernowitz. 2. Ernennung eines jüdischeu Landesschulinspektors. 3. Einflußnahme des Jüdisehen Nationalrates auf die Nationalisierung des jüdisehen Schulwesens. Der Regierungspräsident nahm die Forderungen zur Kenntnis und bewilligte auch die Durchführung der Wahlen zum Jüdischen Nationalrat.

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